Freunde aus Metall, Feinde aus Gold (a)
Freunde aus Metall, Feinde aus Gold (a)
Wundert Euch nicht, das Kapitel, also das gesamte Kapitel 7 ist wie ein Cliffhanger Kapitel - weil es so lang war habe ich einfach an den "richtigen" Stellen, also für mich klingenden richtigen Stellen ein Cut gemacht. Wahrscheinlich liest es sich besser, wenn es dann vollständig und komplett ist.
Anmerkungen: Kursiv sind Gedanken oder auch flüstern, Droiden-Geräusche und wenn Gaff spricht und das "Auge der Resonanz".
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Kapitel 7a: Freunde aus Metall, Feinde aus Gold
Erst als sie alle frisch eingekleidet, sauber und satt im Wohnzimmer versammelt waren, kehrte die geschäftliche Ernsthaftigkeit zurück. Der Raum bildete einen fast schon amüsanten Kontrast: Umgeben von den nackten, stabilen Steinwänden stand der dekadente, prunkvolle Black-Hausrat, den Sirius kistenweise mitgeschleppt hatte – schweres Silber, düstere Familienporträts, die sich magisch bewegten, und prunkvoller Unfug, der hier völlig fehl am Platz wirkte. Auf dem großen Holztisch ruhte nun das Auge der Resonanz und gab eine angenehme, pulsierende Wärme ab.
Severus Snape stand am Tisch, die Arme verschränkt, die Augen aufmerksam auf den Kristall gerichtet. In Snapes Kopf ratterten die alchemistischen Gedanken, verborgen hinter einer unlesbaren, kalten Maske. Er befand sich in einer intensiven, oft frustrierenden Experimentierphase. Die Tränke der magischen Erde konnte und wollte er hier nicht einfach stumpf replizieren – dies war eine neue Galaxis voller unentdeckter Naturkräfte. Die "Macht" faszinierte ihn zutiefst, doch sein tief sitzendes Misstrauen sorgte dafür, dass er diese Faszination lieber für sich behielt. Er war am liebsten selbst draußen im Schlamm, um seltene Flechten und pulsierende Wurzeln mit eigenen Händen zu sammeln. Er kaufte auf dem Schwarzmarkt höchstens das, was Naboo absolut nicht freiwillig hergab.
„Wenn die Herren mit ihrer Muggel-Nostalgie dann fertig wären“, warf Severus Snape ein, auch wenn ein winziger, fast unsichtbarer Funken von Amüsement in seinen dunklen Augen blitzte. Er blickte hinüber zu Kreacher, dem er ein ehrliches Stück Vertrauen entgegenbrachte. „Kreacher. Konntest du in Theed die seltenen Synth-Katalysatoren auftreiben, die wir in den Sümpfen nicht finden können? Wenn dieser Kristall hält, was er verspricht, möchte ich die nächste Versuchsreihe ohne Verzögerungen vorbereiten. Meine alten alchemistischen Blockaden müssen fallen.“
Kreacher trat an den Tisch und holte ein penibel geführtes Datapad hervor. Er blickte zu Severus auf, und in den riesigen Augen des Elfen lag die tiefe Verbundenheit eines Gefährten, der genau wusste, wie wichtig dem Trankmeister diese Arbeit war. Sie waren eine Familie geworden, und Kreacher genoss es sichtlich, seinen Teil zum gemeinsamen Erfolg beizubringen.
„Kreacher hat alles organisiert, Meister Severus“, erwiderte der Elf mit einem stolzen, ehrlichen Nicken, während er das Datapad mit den Lieferberichten aktivierte. „Die hiesigen Händler wollten astronomische Summen für die Katalysatoren verlangen, weil sie dachten, sie könnten ein leichtes Geschäft machen. Aber Kreacher hat die Preise gedrückt, bis sie vernünftig wurden. Die Vorräte sind im Lager und warten auf Eure Experimente.“
Severus neigte dankbar den Kopf. „Ausgezeichnet. Auf dein Verhandlungsgeschick ist Verlass, Kreacher. Wie steht es um den Rest unserer Finanzen?“
„Kreacher hat das Vermögen der Blacks und der Herrschaften vermehrt, Meister Severus“, krächzte der Elf stolz. „Die Droidenhändler auf dem Schwarzmarkt sind gierige, unzivilisierte Kreaturen. Sie dachten, sie könnten das Haus Black übervorteilen. Nun meiden sie Kreachers Stand, denn wer sich auf ein falsches Spiel mit mir einlässt, unterschreibt im selben Moment den Ruin seiner eigenen Gilde. Ich handle sie so unbarmherzig herunter, dass ihnen am Ende kaum noch genug Credits für die Treibstoffzellen ihrer eigenen Transporter bleiben.“
„Niemand konnte dich verfolgen?“, fragte Remus besorgt, während er den sauberen, aber müden Sever fest an sich drückte. Remus selbst trug seine Rolle als offizieller Hüter und Wächter der Wälder und Sümpfe, die ihm die Gungans feierlich übertragen hatten, mit stolzer Verantwortung. Er wachte über Flora und Fauna und war dem kleinen Wolfswelpen Sever seit dessen Rettung ein unersetzlicher Mentor geworden.
„Niemals, Meister Remus“, erwiderte der Elf stolz. „Niemand weiß, wo die Herrschaften wohnen. Wenn wir mit Meister Sirius' Flitzer nach Theed reisen, sind wir zu schnell, und Kreachers Elfen-Apparieren hinterlässt keine galaktischen Signaturen. Die Ugnaughts respektieren Kreacher. Sie sind die perfekten Schrotthändler für uns geworden. Sie haben sogar irgendwie Zugang zu den Kobolden in unserer alten Heimat – wie genau das funktioniert, will Kreacher nicht wissen, es ist eben so und es ist eine Sache, die die Ugnaughts streng hüten. Sie sind treue Kunden für unsere Wärmepumpen und Sonnenkollektoren. Sie wissen, dass unsere magisch-mechanische Technologie die beste auf Naboo ist. Wir bauen die magischen Komponenten weitgehend verdeckt ein, sodass ein Normalnutzer es nicht sieht, sondern sich nur wundert, warum die Sachen länger halten und besser laufen als alles andere. Sie haben ihren Preis, aber sie sind exzellent. Die Droidenhändler sind neidisch. Sie versuchen herauszufinden, wer dieser geheimnisvolle Händler ist, der den Markt kontrolliert. Aber die Ugnaughts sind absolut unbestechlich. Sie schätzen gute Geschäfte und ehrliche Arbeit. Sie haben den kriminellen Händlern im Untergrund bisher nicht ein einziges Wort verraten.“
„Das mag sein“, warf Ahsoka ernst ein, die am Fenster stand. „Aber unser Erfolg in der Stadt bleibt nicht unbemerkt. Wenn man den Schwarzmarkt von Theed regelmäßig so gründlich ausnimmt, zieht das Kreise. Es dringt nach oben. Bis in den Palast.“
Der rasanten Rückfahrt zum Paonga-See folgte eine tiefe, fast andächtige Ruhe in der Werkstatt. Das Klong-Klong von schweren Schraubenschlüsseln und das grelle, saphirblaue Aufblitzen von Sirius' magisch modifiziertem Schweißbrenner erfüllten den Raum. Die Werkstatt war ein absolutes Paradies aus Schrott und Zauberei. An den Wänden hingen imperiale Repulsor-Schilde neben Regalen voller fein säuberlich beschrifteter Zaubertrank-Zutaten, die Severus von seinen täglichen Streifzügen mitgebracht hatte. Sirius war der geborene Schrauber; er liebte es, an technischen Dingen herumzubasteln und in Kombination mit Magie neue Sachen zu erschaffen. Am liebsten baute er zusammen mit Harry an Flitzern und Droiden-Bots.
Mitten in diesem kreativen Chaos saß der kleine Gaff auf einem umgedrehten Droidenkopf. Er hatte sich eine viel zu große Schutzbrille auf die winzige Nase geschoben und hielt ein feines, mechanisches Relais in den Händen. Seine vierfingrigen Hände bewegten sich mit einer unheimlichen Präzision.
„Nein, nein, großer Hund-Mann!“ , piepste Gaff plötzlich in seiner schnellen, abgehackten Stimme und tippte ungeduldig mit einem winzigen Schraubendreher gegen Sirius' Unterarm. „Magie-Draht muss an Blaster-Kern! Wenn du machen Reparo auf Konverter, dann Konverter macht bumm-bumm! Muss fließen! Fluss, ja? Wie Wasser im großen See!“
Sirius hielt inne, legte den Brenner beiseite und starrte den winzigen Kerl verblüfft an. Ein breites, schmutziges Grinsen stahl sich auf sein Gesicht, während er sich den Ruß von den Wangen wischte. Der Kleine hat recht , dachte Sirius fasziniert. Ich versuche immer noch, die Technik mit roher Magie zu flicken, anstatt den Energiefluss der Macht zu nutzen, den Harry und Ahsoka uns erklären.
„Du bist ein verdammt vorlauter Lehrling, Gaff“, lachte Sirius tief und reichte dem Anzellaner eine winzige Zange. „Aber du hast recht. Wenn wir die magischen Bindungsrunen direkt in das Durastahl-Relais gravieren, stabilisiert das den Plasmastrom. Zeig mir, wie du den Kern isolieren willst.“
Gaff plusterte die winzige Brust stolz auf, sodass die Werkzeuge in seinem Overall lautstark klimperten. „Gaff zeigen! Großer Hund-Mann gut aufpassen! Wir machen beste Triebwerk von ganze Galaxis!“
Harry stand im Türrahmen der Werkstatt, die Arme verschränkt, und beobachtete die beiden mit einem warmen Schmunzeln. Er dachte an die Erklärungen am See. Gaff hielt Sirius wirklich zusammen. Seit sie seine Paten vor einem halben Jahr aus ihrer tiefen, seelischen Depression auf der Erde gerettet hatten, hatte Sirius kaum noch gelacht. Doch dieser winzige außerirdische Teenie hatte in Sirius den alten, rebellischen Erfindergeist wiedererweckt, der damals das fliegende Motorrad gebaut hatte. Harry nutzte seine irdische Magie seit der Rettung seiner Paten und des Ehrenpaten Remus ebenfalls völlig neu, tiefer verwoben mit seiner Padawan-Ausbildung unter Ahsoka.
Plötzlich öffnete sich die schwere Eichentür am Ende der Werkstatt mit einem leisen, mechanischen Zischen. Severus Snape trat ein. Seine Schritte waren lautlos auf dem Metallboden, sein schwarzer Umhang wehte elegant hinter ihm her. Dicht an seiner Seite ging Leeka. Das neunjährige Mirialaner-Mädchen trug eine saubere, dunkle Schürze über ihrer Kleidung, die Hände in den Taschen vergraben. Ihre olivgrüne Haut schimmerte im Licht der Werkstattlampen, und ihre dunklen Augen wanderten misstrauisch, aber hochgradig aufmerksam zwischen Sirius und dem Anzellaner hin und her.
„Ich hoffe, eure mechanischen Extravaganzen stören die strukturelle Integrität des Kellers nicht, Black“, ertönte Snapes Stimme, monoton und schneidend wie eh und je. „Ich habe das Auge der Resonanz im Labor installiert. Die ersten Destillationsprozesse der Naboo-Blüten laufen stabil. Die reinigende Energie des Kristalls hebt die alchemistischen Blockaden auf, aber ich vertrage keine Erschütterungen durch fehlgezündete Triebwerke.“ Er hatte sein Kellerlabor komplett an Naboo angepasst und nutzte hochmoderne Laborgeräte dieser Welt, statt wie früher mit primitiven Kupferkesseln auf offenem Feuer zu brauen, während sein kostbarer Erden-Hausrat den Raum schmückte.
Leeka trat einen Schritt vor, legte den Kopf schief und fixierte Gaff mit einem mürrischen Blick. „Das Ding ist viel zu klein, um ein Triebwerk zu bauen“, murmelte sie mit exakt derselben trockenen Schärfe, die sie sich von Snape angesehen hatte. „Es sieht aus wie eine mutierte Sumpfratte mit einer Brille.“
Gaff riss sich die Schutzbrille von den Augen, sprang auf den Droidenkopf und fuchtelte wild mit seinem winzigen Schraubendreher in Leekas Richtung. „Wer Ratte? Ich kein Ratte! Ich Gaff! Großes Genie! Grüne Mädchen hat Mund wie mürrische Sumpfechse!“
Harry musste laut auflachen, während Sirius sich amüsiert den Bart kraulte. Selbst auf Severus’ Gesicht stahl sich für einen Sekundenbruchteil ein schmerzhaft schmales Slytherin-Lächeln. Er sah, wie Leeka die Arme verschränkte und Gaff mit einem herausfordernden Blick maß. Sie lässt sich nicht einschüchtern , dachte Severus mit einem tiefen, inneren Stolz. Sie hat den ungebeugten Willen gelernt. Sie wird eine hervorragende Meisterin der Alchemie werden.
„Und dieses große Genie sollte aufpassen, dass es beim Herumspringen nicht wieder ein potenzielles Ersatzteil beschädigt – wir haben schon genug funktionierende Sprachmodule an unserem Droiden verheizt“, warf Ahsoka schmunzelnd ein, die unbemerkt die Werkstatt betreten hatte.
„Genug des Austauschs von Nettigkeiten“, unterbrach Severus das Geplänkel kühl. Er blickte zu Harry. „Kreacher ist soeben aus Theed zurückgekehrt. Seine Berichte sind eindeutig. Seine geschäftlichen Erfolge mit unseren Wärmepumpen haben die Gilden der Droidenhändler in eine wirtschaftliche Krise gestürzt. Sie sind gierig, wütend – und sie beginnen, unvorsichtig zu werden. Sie haben versucht, die Ugnaughts zu bestechen.“
„Und?“, fragte Harry sofort, und sein Blick wurde ernst. Er legte instinktiv die Hand an den Gürtel, wo sein Lichtschwert ruhte. „Haben die Ugnaughts geredet?“
„Nein“, erwiderte Snape ruhig. „Die Ugnaughts besitzen eine erstaunliche, fast schon magische Loyalität, wenn es um ehrliche Geschäfte geht. Sie haben die Händler eiskalt abblitzen lassen. Aber Kreacher hat belauscht, dass die Clans Schläger mobilisieren. Sie wollen Kreacher in den Katakomben abfangen, sobald er den Markt verlässt. Sie wollen unser Gold schmelzen und herausfinden, wer hinter dem 'Phantom' steckt.“
Sirius’ Grinsen verschwand augenblicklich. Seine grauen Augen verengten sich gefährlich, und die magische Aura des Hauses Black schien für einen Moment die Temperatur im Raum sinken zu lassen. „Sie wollen sich mit unserer Familie anlegen? Mit Kreacher? Na, den Spaß können sie haben. Ich werde den Flitzer startklar machen.“
„Wir werden nicht unüberlegt in eine Falle laufen, Sirius“, warf Ahsokas ruhige, feste Stimme ein. Sie war unbemerkt durch die Tür getreten, die Hände in den weiten Ärmeln ihres Gewandes verborgen. Ihr Blick war weise und vorausschauend. „Der Herrscher von Theed hat die Berichte der Stadtwache ebenfalls erhalten. Er weiß, dass ein neues Machtgefüge auf seinem Schwarzmarkt existiert. Und er will dieses 'Phantom' treffen, bevor der kriminelle Untergrund die Stadt in Brand steckt.“
Ahsoka sah Harry an, und zwischen Meisterin und Schüler bedurfte es keiner Worte. Sie spürten beide das feine, vibrierende Rauschen der Macht. Die Fäden des Schicksals auf Naboo liefen unaufhaltsam in den prachtvollen Marmorhallen von Theed zusammen.
„Kreacher wird morgen wie gewohnt den Markt betreten“, entschied Ahsoka ruhig. „Aber er wird nicht allein sein. Harry, du wirst ihn im Geheimen begleiten. Sirius, du hältst den Flitzer in den oberen Gassen bereit. Wenn die Droidenhändler zuschlagen, werden sie nicht nur auf einen Hauselfen treffen – sondern auf die vereinte Kraft zweier Welten.“
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