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Der Name hinter der Firma

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Der Name hinter der Firma

„Mrs. Granger.“

Hermine nickte ihr zu.

„Mrs. Malfoy. Setzen Sie sich.“

Narzissa bewegte sich mit einer unglaublichen Eleganz auf den Stuhl zu. Sie war älter geworden, doch dadurch keineswegs weniger schön oder anmutig. Man spürte sofort, dass eine Malfoy durchaus wusste, wie sie sich zu bewegen hatte. Hermine hatte das Gefühl, Narzissa nahm ganz natürlich den Raum ein, ohne auch nur ein Wort zu viel zu sagen.

Narzissa Malfoy war die Eleganz in Person.

Sie trug ein ausgesprochen teures und edel wirkendes Outfit. Eine schwarze Hose, die vermutlich mehr kostete als Hermines gesamtes Outfit, dazu eine makellos gebügelte Bluse. Ja, sie war durch und durch schön.

Narzissa ließ sich mit geradem Rücken und absoluter Ruhe vor Hermine auf dem Stuhl nieder. Doch anders, als Hermine erwartet hatte, ließ sie nicht abschätzig den Blick durch den Raum schweifen. Die ältere Frau betrachtete Hermine mit ruhiger Professionalität.

„Danke, dass Sie Zeit für mich haben, Mrs. Granger“, sagte sie höflich.

Ihre Höflichkeit ließ Hermine misstrauisch werden.

Hermine hatte zuvor mit Sarah gesprochen und sie gebeten, Tee oder Kaffee ins Büro zu bringen, sobald Narzissa angekommen war. Leise klopfte es an der Tür.

„Darf ich Ihnen etwas zu trinken bringen, Mrs. Malfoy?“, fragte Sarah.

Narzissa richtete ihren Blick auf Sarah und sah anschließend wieder zu Hermine.

„Einen Tee bitte“, erwiderte sie höflich.

Hermine nickte Sarah zu. Ihre Assistentin wusste, was sie haben wollte. Leise verschwand Sarah wieder aus dem Büro.

„Mrs. Malfoy, Sie wollten einen Termin mit mir. Darf ich den Grund dieses Treffens erfahren?“

„Selbstverständlich, Mrs. Granger. Ihre Abteilung beschäftigt sich mit der internationalen Zusammenarbeit, wenn ich recht informiert bin?“

Wieder dieser höfliche Tonfall.

Hermine versuchte, sich dadurch nicht noch weiter beunruhigen zu lassen. Stattdessen nahm sie ihre Feder zur Hand und machte sich nebenbei Notizen.

„Da sind Sie richtig informiert, Mrs. Malfoy.“

Sarah klopfte leise an und brachte Narzissa ihren Tee sowie Hermine ihren Kaffee. Genauso leise, wie sie hereingekommen war, verschwand die Assistentin wieder.

Narzissa nahm einen kleinen Schluck von ihrem Tee, ehe sie erneut das Wort ergriff.

„Ich habe mich zuvor mit Kingsley unterhalten“, begann sie. „Ich möchte Ihnen den Vorschlag unterbreiten, über eine mögliche Kooperation nachzudenken.“

„Eine Kooperation zwischen wem?“, fragte Hermine und hob eine Augenbraue. Diesen Impuls konnte sie nicht unterdrücken.

Narzissa registrierte es, ließ es jedoch unkommentiert.

„Eine Kooperation mit Ihnen, Mrs. Granger, und Malfoy Arcane Industries. Sie müssen wissen, die Firma beschäftigt sich inzwischen hauptsächlich mit der Entwicklung moderner magischer Technologien und nachhaltiger Infrastruktur.“

Hermine nickte bedächtig und machte sich Notizen zu dem Unternehmen.

„Wir wollen mit den internationalen Ministerien zusammenarbeiten und deswegen komme ich heute zu Ihnen. Ihre Abteilung, insbesondere Sie, sind für die internationale Zusammenarbeit zuständig. Und wenn ich Ihrem Ruf, der Ihnen vorauseilt, Glauben schenken darf, sind Sie die Beste auf diesem Gebiet. Sie scheinen sich nicht nur mit der Zusammenarbeit auszukennen, sondern beschäftigen sich darüber hinaus auch mit den rechtlichen Rahmenbedingungen in diesem Bereich.“

Hermine stockte kurz in ihren Notizen.

War das gerade ein Kompliment?

Von Narzissa Malfoy?

Die blonde Hexe bemerkte auch dieses kurze Stocken, doch schmunzelte sie lediglich professionell.

Hermine räusperte sich und legte die Feder beiseite.

„Das klingt alles sehr interessant und umfangreich, Mrs. Malfoy. Wie stellen Sie sich die Kooperation vor?“

Tatsächlich war Hermines Interesse geweckt.

Narzissa nippte an ihrem Tee, ehe sie erneut das Wort ergriff.

„Nun, Malfoy Arcane Industries ist bereits in Großbritannien tätig. Jedoch müssen wir für die Expansion in andere Länder unterschiedliche magische Rechts- und Sicherheitsstandards berücksichtigen.“

„Welche Länder haben Sie bisher ins Auge gefasst?“, fragte Hermine.

Sie wechselte nun vollends in den Arbeitsmodus, was Narzissa ebenfalls bemerkte.

„Unser Fokus liegt zunächst auf Frankreich, Spanien und den Vereinigten Staaten. Jedoch ist dies erst der Anfang.“

„Also wollen Sie ein langfristiges internationales Netzwerk aufbauen?“, hakte Hermine interessiert nach und machte sich erneut fleißig Notizen.

Narzissa nickte.

„Genau das streben wir an, Mrs. Granger.“

Hermine nickte interessiert.

„Welche Art von Technologien sollen exportiert werden?“

Narzissa schmunzelte.

„Ich schätze Ihren Wissensdurst, Mrs. Granger. Jedoch unterliegt dies der firmeninternen Schweigepflicht, bis die Kooperation stattfindet. Verzeihen Sie bitte, wenn ich Ihnen deswegen nicht sagen kann, um welche Art von Technologien es sich handelt.“

Hermine spürte einen kleinen Stich der Enttäuschung, nickte dann jedoch verständnisvoll.

„Selbstverständlich, Mrs. Malfoy. Können Sie mir denn sagen, welche Ministerien Sie bereits kontaktiert haben?“, fragte sie stattdessen.

„Draco hat bereits erste Gespräche mit potenziellen Partnern in Frankreich geführt.“

Hermine hielt in ihrem Schreibfluss inne.

„Ihr Sohn?“

Narzissa sah ihr ruhig entgegen. Ihr war das Innehalten nicht entgangen, doch sagte sie nichts dazu.

„Draco.“

Hermine atmete tief durch. Erst jetzt wurde ihr bewusst, wie unnötig ihre Frage gewesen war. Wen sollte Narzissa denn sonst mit ihrem Sohn meinen?

„Ihr Sohn arbeitet bei Ihnen in der Firma?“, fragte Hermine daher sachlich.

Zumindest bemühte sie sich um Sachlichkeit.

Narzissa erwiderte ihren Blick.

„Er ist nicht nur dort beschäftigt, Mrs. Granger. Draco leitet Malfoy Arcane Industries.“

Hinter ihrer professionellen Maske war deutlich der Stolz in Narzissas Augen zu erkennen.

Hermine stockte der Atem, doch sie ließ sich nichts anmerken.

„Er ist also für die internationalen Verhandlungen zuständig?“

Nun schmunzelte Narzissa.

„Unter anderem.“

Hermine hatte das Gefühl, dass der Boden unter ihren Füßen schwankte. Gut, dass sie saß.

Draco Malfoy.

Der Junge, der sie in Hogwarts immer Schlammblut genannt hatte, führte eine Firma?

Dann dämmerte es Hermine.

Er leitete nicht nur irgendeine Firma.

Er leitete die Firma, mit der sie kooperieren sollte.

Merlin!

Hermine schien etwas blasser geworden zu sein, denn Narzissa räusperte sich leise. Die jüngere der beiden Hexen blinzelte zweimal, ehe sie sich wieder auf Narzissa fokussierte.

„Also, Mrs. Granger. Wie ich bereits sagte, streben wir eine Kooperation mit dem britischen Ministerium an, beziehungsweise mit Ihnen“, sprach Narzissa im ruhigen Ton weiter.

Hermine schüttelte leicht den Kopf.

„Ja ... natürlich. Bekomme ich etwas Bedenkzeit?“

Ihre Stimme klang dünner als beabsichtigt.

„Selbstverständlich, Mrs. Granger.“

Narzissa trank den letzten Schluck ihres Tees und erhob sich.

„Vielen Dank für Ihre Zeit, Mrs. Granger. Ich werde Ihnen heute Abend die Unterlagen von Malfoy Arcane Industries zukommen lassen.“

Hermine nickte und erhob sich ebenfalls.

„Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag, Mrs. Malfoy.“

Sie verabschiedete sich und schloss hinter Narzissa die Tür.

Einen Moment lang blieb Hermine stehen. Dann lehnte sie ihre Stirn gegen das kühle Holz. Sie schloss die Augen und atmete tief durch, ehe sie zurück zu ihrem Schreibtisch ging.

Sie ließ sich auf ihren Stuhl nieder und starrte auf ihre Notizen.

„Malfoy Arcane Industries“, murmelte sie.

Hermine hätte nie gedacht, dass dieser Name, dieser Nachname, eines Tages wieder eine Rolle in ihrem Leben spielen würde.

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Hallöchen. Ich habe mich dazu entschlossen, mich erneut an eine Fanfiktion zu trauen..

Meine erste Story ist leider abgebrochen, weil mir die Zeit gefehlt hatte.

Aber ich hatte eine Idee und die ließ mich nicht los.. Und naja, hier ist schon Kapitel 2 von meiner FF.

Ich kann nicht sagen, wie regelmäßig ich hochladen werde, da ich mit Kind und Job nicht immer planen kann, wie der Tag läuft ^^

Aber gefällt euch überhaupt, was ich hier schreibe? Hinterlasst doch gerne ein Review.

Meinungen und Kritik sind willkommen. :)

GLG Just-Keep-Smiling