LNCrawler

Himmellernt

Blut Und Schatten — www.fanfiktion.de · All chapters

Himmellernt

Heute mache ich endlich meine Prüfung und werde eine angesehene Mörderin genauso wie meine Eltern. Himmellernt geht zu ihrer Mentorin Steinblut und fragt, wann es endlich losgehe. „Gleich mein Schatz“, antwortet sie liebevoll, etwas harscher befiehlt sie. „Stock, hole uns etwas zu essen, und zwar schnell!“ Er kommt mit dem dem Essen wieder und legt es mit einer Verneigung vor ihnen. Himmellernt hat ihre Lieblingsbeute, eine Elster, bekommen und isst sie rasch auf.

Als sie aus dem Lager läuft, um ihre Opfer zu finden, die sie töten muss, winkt Kleemond Himmellernts Geschwistern, Blitzlernt und Vogellernt, die nun auch ihre Prüfung ablegen müssen, und Himmellernt mit ihrem Scwanz zu und wünscht ihnen Glück.

Sie findet ihre Opfer bald, zwei große, starke Kater. Die zu töten reicht locker aus, um Mörderin zu werden. Sie sieht sich nochmal um und vergewissert sich, dass Steinblut sie auch beobachtet. Dann springt Himmellernt laut fauchend los, aber das war ihr Fehler, denn sie hören sie und können gerade rechtzeitig ausweichen. Sie springt den schwarzen Kater an, der ihr am nächsten steht, aber der braune packt sie am Nacken und reißt sie von dem schwarzen runter. Sie kann sich zwar losreißen, aber da schnappt sie einer der beiden am Bein, sodass sie das Gleichgewicht verliert. Der schwarze Kater hält Hmmellernt am Boden fest, während der braune über ihr mit gebleckten Zähnen kauert  und bedrohlich leise knurrt: „Jetzt ist dein letzter Atemzug gekommen, endlich kann ich mich für den Mord an unserer Mutter rächen.“ Sie blickt ihm angsterfüllt entgegen. Ich will noch nicht sterben.

Da schießt eine graue Katze hervor, tötet den braunen Kater und vertreibt den anderen, aber nicht ohne ihm lebensbedrohliche Wunden zu verpassen. Himmellernt ist erleichtert und will sich schon bei Steinblut bedanken, als diese sie brutal am Nacken packt und ohne auch nur ein Wort von sich zu geben zum Lager zerrt. Plötzlich fällt es Himmellernt wie Schuppen von den Augen. Oh nein, ich habe keinen dieser Kater getötet, ich bin sogar fast getötet worden, das bedeutet, dass ich versagt habe und nichtmal eine Kämpferin sein kann, sondern von nun an eine Jägerin sein muss…

Als Steinblut sie ins Lager gebracht hat, begrüßen alle Himmellernt und fragen, wie die Prüfung gelaufen sei, ihre Mentorin knurrt aber nur und Himmellernt guckt entschuldigend. Dann wird sie weiter in Richtung Versammlungsort gezerrt und Steinblut erzählt Blutschatten, dem Anführer der Schattenblutgruppe und gleichzeitig Himmellernts Vater ist, was passiert ist. Sein anfänglicher Stolz wandelt sich während des Gesprächs immer weiter in Enttäuschung um und er und Steinblut werfen Himmellernt immer wieder mit Abscheu getränkte Blicke zu. Sie kann die Blicke der beiden nicht mehr ertragen und schaut sich im Lager um, wo drei tote Katzen liegen und Vogellernt und Blitzlernt mit vor stolz geschwollener Brust in der Mitte des Lagers sitzen.

Nun springt Blutschatten auf den blutroten Stein, der auch Blutstein genannt wird und ruft: „Alle Katzen, die alt genug sind, um selber zu kämpfen, mögen sich unter dem Blutstein versammeln!“ Die meisten Katzen sind zwar schon anwesend, aber jetzt setzen sich alle auf ihre richtigen Plätze, Steinblut und Himmellernt miteingeschlossen. Die Mörder sitzen ganz vorne, dahinter die Kämpfer und ganz hinten die Jäger. Links neben den Kämpfern die Jungenmütter, von denen es im Moment nur eine gibt, und zwar Mondfang, und rechts neben den Kämpfern sitzen die Schüler. „Ich habe etwas zu verkünden!“, ruft Blutschatten, dann beginnt er mit der Zeremonie. „Vogellernt, trete vor.“ Sie tut es stolz, aber auch etwas nervös, denn sie fährt ihre Krallen immer wieder ein und aus, was sie nach einigen Herzschlägen aber unterdrückt. „Schwörst du bei deinen Gegnern keine Gnade walten zu lassen und all jene zu töten, die sich gegen uns auflehnen?“, fragt Blutschatten. Mit klarer Stimme antwortet die Schülerin: „Ich verspreche es.“ Blutschatten fährt fort: „Dann gebe ich dir mit der Kraft des Dunkelclans deinen Mördernamen, Vogellernt von nun an wirst du Vogelblut heißen. Die Schattenblutgruppe heißt dich nun als vollwertiges Mitglied willkommen. Welchen Jäger willst du dein Eigen nennen?“ Sie überlegt kurz, aber erklärt dann: „Ich würde gerne Kralle mein Eigen nennen.“ „So sei es“, erwidert Blutschatten.

Dann tritt Vogelblut in die Reihen der Mörder und Blutschattens Blick wandert weiter zu Blitzlernt. „Blitzlernt, schwörst du bei deinen Gegnern keine Gnade walten zu lassen und uns vor all jene zu beschützen, die sich gegen uns auflehnen?“ „Ich verpreche es“, antwortet er mit Stolz, aber auch einem Hauch Enttäuschung in der Stimme, den er nicht unterdrücken kann. „Dann gebe ich dir mit der Kraft des Dunkelclans deinen Kämpfernamen. Blitzlernt, von nun an wirst du Blitzzahn heißen. Die Schattenblutgruppe heißt dich nun als vollwertiges Mitglied willkommen“, führt Blutschatten die Zeremonie durch. Stolz blickt er auf seine Jungen hinunter, während alle Katzen, auch die Jäger, wenn auch gezwungenermaßen, sie bejubeln. Himmellernt verspürt einen Stich im Herzen, weil Blutschatten sie niemals so anschauen wird, weil sie eine Jägerin wird.

Jetzt wird sie von Steinblut grob nach vorne gestoßen und Blutschatten schaut sie angewidert an und faucht: „Du bist eine Schande für unsere Familie. Himmellernt du bist jetzt die Jägerin Himmel und hast keine Familie mehr und jeder darf die befehle erteilen, denen du ohne Widerspruch gehorchen musst!“ Niemand bejubelt sie und ihre Mutter Kleemord hat sich von ihr abgewendet und sie wird von allen Seiten voller Abscheu gemustert, nur Vogelblut schaut sie mitleidig an, wendet aber den Blick auf ihre Pfoten, als sie bemerkt, dass Himmel sie anschaut. Mit hängendem Kopf und Schwanz läuft sie zu den Jägern.

Blutschatten will die Versammlung schon beenden, aber da ruft Fischtot: „Ich wollte auch noch etwas.“ Der Anführer blickt zu ihm und nickt ihm auffordernd zu. „Ich möchte einen anderen Jäger“, miaut Fischtot mit einem unheilvoll klingenden Unterton. Blutschatten erklärt daraufhin: „Du kannst dir gerne jemand neuen aussuchen, an wen hast du denn gedacht?“ Fischtot antwortet süffisant: „Ich würde gerne Himmel haben.“ Himmel ist schockiert, denn Fischtot geht immer sehr grausam mit seinen Jägern um und alle vorherigen sind wegen ihm gestorben. Blutschatten antwortet: „So sei es.“ Und dann springt er vom Blutstein.

Fischtot ruft mich mit einem Schwanzschnippen zu sich. Was will er denn von mir, warum hat er gerade mich ausgesucht, ist es als Rache an mei… Blutschatten, weil er den vorherigen Anführer zum Kampf um Leben und Tod herausgefordert hat, um der neue Anführer zu werden, bevor er es konnte. Aber andererseits sieht mich Blustschatten auch nicht mehr als seine Tochter an. Etwas in Himmel zerbricht bei diesem Gedanken und sie will laut aufschluchzen und in den Wald fliehen, aber sie unterdrückt den Drang, um eine schlimme Strafe zu vermeiden, stattdessen läuft sie zu ihm und bei ihm angekommen flüstert er bedrohlich zu ihr: „Wenn du irgendeinen noch so kleinen Fehler machst, bekommst du diese scharfen Krallen zu spüren.“ Er hält ihr seine scharfen Krallen unter die Nase, die bestimmt schon über ein Dutzend Katzen brutal ermordet haben. „Und nun frag meine ehemalige Jägerin Blume, was meine Vorlieben bei der Beute und dem Moos für mein Nest sind“, befiehlt er ihr und als sie sich nicht rührt fügt er hinzu. „Nun geh schon!“

Sie läuft schnell zum Jägerbau und sucht Blume. Als Himmel sie gefunden hat, sagt diese nur traurig: „Es tut mir leid, dass du nun Fischtot ertragen musst.“ Himmel fragt sie nach Fischtots Vorlieben und Blume beantwortet sachlich ihre Fragen.