Kriegerin des Feuers
Kriegerin des Feuers
Mamoru lag auf seinem Bett. Er war bewusstlos und schien mit jeder Minute immer blasser zu werden.
Es war Haruka nur schwer gelungen, Mamoru unauffällig vom Schulgelände zu bringen. Als sie an seinem Apartment waren, griff er in Mamorus Hosentasche und fand dort den Schlüssel. Er und Michiru überlegten sich eine Ausrede, dass er zu viel getrunken hätte und sie ihn nach Hause brächten, falls ihnen neugierige Nachbarn im Haus begegnen sollten. Zum Glück konnten sie ihm diese kompromittierende Ausrede ersparen. Bunny lief wie ein Schatten hinterher. Sie war ganz apathisch vor Verzweiflung. Natürlich hatte sie das alles schon zigfach durchgemacht, aber warum musste es schon wieder geschehen? Wie oft sollte sie mitansehen, dass ihre Freunde fast oder ganz ihr Leben verloren?
Als sie die Wohnung betraten und Mamoru auf seinem Bett abgelegt hatten, lief Haruka los.
„Ich werde Hotaru und die Katzen holen!“
Er wollte so gerne bei Bunny bleiben und ihr Trost spenden, sie in den Arm nehmen, doch mit seinem Auto war er schneller und musste so in den sauren Apfel beißen.
Bunny setzte sich auf die Couch, vergrub die Hände in ihrem Gesicht und schluchzte. Michiru schaute Mamoru noch einen Augenblick prüfend an und setzte sich neben Bunny. Sie legte tröstend ihren Arm um sie.
„Er lebt, ich habe seinen Herzschlag gespürt. Er war zwar schwach, aber er war da.“, sagte Haruka leise, bevor er aus der Tür ging.
Er konnte es nicht ertragen, dass Bunny weinen musste, und auch nicht, dass sie um Mamoru weinte, aber es wäre naiv gewesen, zu glauben, dass sie keine Gefühle für ihn hatte, wo er doch ihr Schicksal war.
‚Hätte nicht ich ihr Schicksal sein können?‘, fragte er sich bitter.
Den gesamten Weg fragte er sich, wie es wohl gewesen wäre, wenn sie sich schon im Silver Millenium in ihn verliebt hätte oder besser in sie, denn da hatte er keine männliche Identität. Was wäre, wenn er ihr Herz gewonnen hätte und sie Endymion nie begegnet wäre? Aber er musste wieder zurück zu seinem Stützpunkt, um den Mond und das Sonnensystem vor feindlichen Angriffen zu beschützen. Damals hatte er die Erinnerungen an die Olympiade wie einen kostbaren Schatz mit sich herumgetragen, weil er wusste, dass er die Prinzessin so schnell nicht wiedersehen durfte, doch nun lebten sie gemeinsam auf einem Planeten, im selben Land, in derselben Stadt und konnten sich ständig sehen. Auch hier wusste er, dass er sie verlieren konnte, da sie nicht hierhergehörte, doch solange sie hier war, wollte er bei ihr sein und etwas für den Rest seines Lebens haben, woran er sich erinnern konnte.
Als er mit Hotaru und den Katzen wieder zurückkam, sah er deutlich, dass Mamoru noch blasser geworden war. Auch Hotarus Blick war sehr besorgt und ihr wurde das Ausmaß des Problems bewusst. Luna sprang zu Mamoru auf das Bett und schaute ihn sich genau an.
„Er verliert Energie.“, stelle sie schnell fest.
„Aber was können wir tun?“, fragte Michiru.
„Wir brauchen jemanden, der ihn mit Energie versorgt, um ihn am Leben zu erhalten.“, erklärte Artemis.
„Aber wer könnte das machen?“, erwiderte Michiru verwundert. „Wir können in diesem Kampf auf niemanden verzichten. Auch nicht auf Hotaru, wenn Usagi recht hat.“
In der Zeit, in der Haruka weg war, spendete Michiru Bunny still Trost und sagte nichts, denn sie wusste, dass sie sie nicht wirklich trösten konnte. Bunny hatte Zeit, um nachzudenken. Als sie dann hörte, wie die anderen über Mamoru redeten, regte sich etwas in ihr. Sie musste zugeben, dass sie dieses Gefühl nicht zum ersten Mal hatte. Sie hatte Mamoru schon so oft verloren, aber auch ihre Freundinnen. Sie hatte so oft gelitten und hatte trotz der Trauer und trotz der Aussichtslosigkeit immer den Mut zurückgewonnen. Mamoru lebte noch, und auch bei ihrem letzten Kampf gegen den Pharao hatte sie fast etwas Wertvolleres verloren, Chibi Usa, ihre Tochter. Sie wusste, dass sie noch nicht am Ende waren und es eine Chance gab, Mamoru und die Welt zu retten.
Am liebsten hätte sie diese Aufgabe selbst übernommen, aber sie stand auf und sagte nur ein Wort. „Rei!“
„Was?“ Alle drehten sich zu ihr.
„Rei!“, sagte sie etwas entschlossener. „Ihre Kräfte sind nicht erwacht, aber sie verfügt über diese Kräfte. Und sie liebt Mamoru. Sie wird es verstehen.“
Wenn die Situation nicht so verzwickt gewesen wäre, hätte mindestens eine der anwesenden Personen protestiert, doch da Bunny diejenige war, der das normale Leben ihrer Freundinnen am wichtigsten war, sagte niemand etwas. Besonders Luna war bewusst, dass Bunny Rei niemals einweihen würde, wenn es nicht um Leben und Tod ginge.
Bunny stand auf und wollte schon los, als Haruka sie aufhielt.
„Warte! Ich begleite dich. Mit dem Auto sind wir schneller.“
Dem konnte Bunny nicht widersprechen. Sie gingen schnell runter und setzten sich in Harukas Cabrio. Bunnys Verzweiflung war Entschlossenheit gewichen. Ihre Augen waren noch rot von Tränen, doch nun sah sie nicht mehr aus, als würde sie weinen, sondern kämpfen wollen. Haruka blickte sie flüchtig an und bewunderte still ihren Kampfgeist.
Sie waren auf halber Strecke, als er das Schweigen brach. „Es tut mir leid, Engelchen.“
„Das muss es nicht.“, erwiderte Bunny.
Bis zur Ankunft am Hikawa Tempel traute sich Haruka nicht mehr, etwas zu sagen. In diesem Augenblick fiel ihm nichts ein, was richtig sein könnte. Als sie aussteigen wollte, hielt er sie auf. Er zog sie an sich und umarmte sie. Er schmiegte sich fest an sie, wollte ihr Trost spenden und zeigen, dass er für sie da war. Er hoffte so sehr, dass dies nicht die letzte Umarmung war, die er mit ihr teilen würde. Es überraschte ihn, dass sie die Umarmung mit der gleichen Festigkeit erwiderte. Sie vergrub ihr Gesicht in seiner Schulter und sein Herz klopfte so sehr vor Glück in diesen unglücklichen Stunden.
Sie stieg aus und lief schnell die Treppen zum Hikawa Tempel rauf. Es war schon Abend und Bunny konnte nur hoffen, dass Rei schon zuhause war. Sie ging hinein und traf auf Yuichiro, der bemerkte, wie fertig Bunny aussah.
„Ist Rei schon zuhause?“, fragte sie ihn.
„Ja, sie ist vor einer halben Stunde nach Hause gekommen.“, sagte Yuichiro überrascht.
Bevor er sich nach ihr erkundigen konnte, war Bunny schon zu Reis Zimmer durchgelaufen, und er starrte ihr nur verdutzt hinterher.
Bunny klopfte und hörte, wie Rei sie hereinbat.
Sie trat ein und sah Rei, wie sie gerade auf dem Boden saß und in ihrem Textbuch blätterte. Sie war zwar textsicher, doch einige Passagen wollte sie sich noch einmal ansehen, um bei der morgigen Aufführung noch besser zu sein, wenn Mamoru ihr zusehen würde.
Bunny wusste nicht so recht, wie sie anfangen sollte. Früher hätte sie bestimmt einen Aufruhr gemacht und wäre in Panik verfallen, doch das würde möglicherweise alles schlimmer machen, daher blieb sie ruhig und beschloss, mit einer Frage zu beginnen. Sie setzte sich zu Rei.
„Rei, hast du dich eigentlich schon Mal gefragt, warum du diese Kräfte hast?“, fragte sie gezwungen ruhig, denn sie wusste, dass die Zeit drängte.
Rei schaute Bunny verwundert an und überlegte kurz, was sie meinte. Aber es war klar, dass Bunny auf ihre hellseherischen Kräfte anspielte, die in irgendeiner Form mit dem Feuer zusammenhingen.
„Sehr oft sogar.“
„Würdest du mir glauben, dass du magische Kräfte hast, wenn ich dir das sage?“
„Magische Kräfte?“ Rei grübelte und dachte über die merkwürdigen Vorkommnisse nach, die so manches Mal in Tokyo vor sich gingen, glaubte aber nicht, dass ihre hellseherischen Kräfte einen größeren Hintergrund hatten, woher auch immer sie kamen. „Ich weiß nicht, ich glaube, dass ich eigentlich ganz normal bin.“
„Das bist du aber nicht.“ Bunnys Augenbrauen zogen sich zusammen. „Du hast wirklich magische Kräfte.“
Rei schaute erst erschrocken und fing dann an zu lachen. Bunnys Gesicht blieb ernst. Scheinbar glaubte Rei ihr nicht, also stand sie wieder auf, berührte ihre Brosche und verwandelte sich in Sailor Moon. Das Licht, das den Raum erfüllte, machte Rei sprachlos. Sie wusste nicht, wie ihr geschah, sie fühlte nur diese alles erfüllende Wärme und konnte kaum fassen, dass Bunny sich verwandelt hatte.
„Was geschieht hier?“, fragte Rei fassungslos mit aufgerissenen Augen.
„Wir brauchen deine Hilfe.“, sagte Sailor Moon und reichte Rei die Hand.
Rei nahm die Hand zögerlich an. „Aber wie soll ich dir helfen? Ich kann doch nur manchmal Dinge im Feuer sehen.“
„Ich erkläre es dir, wenn wir unterwegs sind.“
Sailor Moon verwandelte sich wieder zurück und nahm die verwirrte Rei mit. Sie gingen wieder an der Küche vorbei, wo Yuichiro gerade dabei war, alles wieder sauber zu machen.
„Yuichiro, wir müssen noch einmal weg. Warte nicht auf uns.“, rief Bunny ihm zu und ließ ihm erneut keine Zeit zu reagieren.
Rei wusste absolut nicht, warum sich Bunny plötzlich so komisch verhielt, doch sie folgte ihr.
Als sie die Treppen runterstiegen und Rei Harukas Wagen sah, steigerte sich das Gefühl. Wohin wollten die beiden sie mitnehmen?
Als sie ins Auto stiegen, grüßte Haruka sie knapp. Sie und Bunny setzten sich auf den Rücksitz, da Bunny es für nötig hielt, ihr ins Gesicht zu schauen, wenn sie ihr die traurige Wahrheit offenbarte.
Haruka startete sofort den Motor und Bunny begann zu erzählen.
„Rei, du wirst es bestimmt nicht glauben, aber wir kennen uns schon länger als du denkst. Ich bin eine Sailor Kriegerin und wurde vor 5 Jahren von der niedlichen schwarzen Katze erweckt, die mich manchmal besucht. Ich habe schnell Gefährtinnen und Freundinnen gefunden, die zusammen mit mir kämpften, Sailor Merkur, Sailor Mars, Sailor Jupiter und Sailor Venus. Wir haben gemeinsam gegen eine Gegnerin namens Königin Perillia gekämpft und sind alle gestorben, doch wir konnten wiedergeboren werden und ein ganz normales Leben führen.“
Rei starrte Bunny an, was war das für eine Geschichte, die sie da erzählte? Sie und ihre Freundinnen waren gestorben und konnten weiterleben? Es waren so unvorstellbare Dinge. Indes wusste Bunny nicht, wie viel sie Rei anvertrauen konnte und welche Informationen jetzt nicht von Belang waren. Sie setzte nach einer Pause fort und Haruka hörte aufmerksam zu.
„Diese höhere Macht hat uns alles vergessen lassen und wir durften ein ganz normales Leben führen. Ich bin die Einzige, die sich an unsere wahre Identität erinnern kann. Ich wollte den anderen Kriegerinnen und Freundinnen ihr normales Leben lassen und ich muss zugeben, dass ich nicht die Macht habe, meine Freundinnen zu erwecken und ich will es auch nicht.“
„Was ist aus deinen Freundinnen geworden?“ Rei traute sich endlich, eine Frage zu stellen.
„Sie leben ein ruhiges, normales Leben, können sich verlieben, können Spaß haben und müssen nicht die Last der Welt auf ihren Schultern tragen.“
„Und wissen sie von dir?“
„Nein, das tun sie nicht. Sie erkennen mich nicht wieder und ich habe es dabei belassen. Nur durch Zufall habe ich mich mit einer meiner Freundinnen erneut angefreundet und brauche jetzt ihre Hilfe.“ Bunny schaute bedeutungsvoll zu Rei, die es jedoch nicht verstand, also setzte sie nach einer kurzen Pause fort. „Rei, du bist diese Freundin!“
„Waaas?“, fragte Rei aufgeregt. „Aber das kann doch nicht sein.“
„Doch, du bist Sailor Mars, die Kriegerin des Feuers.“
„Aber das kann nicht sein, ich kann mich an nichts erinnern.“ Rei starrte Bunny an, als würde sie etwas erwarten, ohne zu wissen, was.
„Ich hätte dir das nicht verraten, doch ich musste es tun, denn ich brauche dich.“
„Aber wie soll ich dir helfen?“, fragte Rei ratlos.
„Wir sind da!“, unterbrach Haruka sie.
Als Rei aus dem Fenster des Wagens schaute, sah sie das Apartmentgebäude, das ihr wohl bekannt war.
„Was machen wir hier?“ In Reis Augen stieg Besorgnis auf.
„Ich muss dir etwas zeigen!“, sagte Bunny und redete nicht weiter, sie wusste nicht, wie sie es Rei erklären sollte. Auch Haruka schwieg, denn es war nicht an ihm, dies zu erklären.
Als sie einige Schritte in die Wohnung traten, sah Rei Michiru, ein fremdes Mädchen und die Katzen. Erst auf den zweiten Blick fiel ihr Mamoru auf, wie er blass und ohne Bewusstsein auf seinem Bett lag. Ihre Schritte wurden schneller, sie kniete sich auf den Boden neben sein Bett und nahm seine Hand.
„Mamoru, was ist mit dir?“, fragte sie besorgt.
„Schön, dass du da bist, Rei.“, hörte sie eine Stimme, die sie nicht kannte. Als sie sich umdrehte, sah sie Luna, die schwarze Katze, die sie im Beisein von Bunny ein paar Mal gesehen hatte.
„Du kannst sprechen?“, fragte Rei überrascht.
Sie war so überfordert von der Situation, das konnte doch alles nur ein böser Traum sein.
„Deine Albträume waren eine Warnung, dass die Erde in Gefahr ist. Auch Haruka und Michiru haben solche Visionen. Doch du warst die Einzige, die Visionen über Mamoru hatte.“ Bunnys Blick senkte sich. „Leider konnten wir ihn nicht beschützen.“
„Ist er tot?“, stieß Rei panisch aus.
„Nein, er lebt.“, erklärte Luna. „Aber er ist schwach und wir brauchen deine Energie, um ihn so lange am Leben zu erhalten, bis wir ihn retten können.“
Rei schaute zu Luna auf. „Was muss ich tun?“
„Artemis und ich werden dich mit ihm verbinden, damit du ihm einen Teil deiner Energie abgeben kannst.“
„Und wir werden sein Herz zurückholen!“, erklärte Bunny entschlossen. „Wir sind bald zurück!“
Rei wusste nicht, was sie sagen sollte, doch bestimmt konnten Luna und Artemis ihr alles erklären.
Kaorinite war wieder zurück beim Doktor. Sie war so überaus stolz auf sich und ihren Plan. Warum sie immer versucht hatten, mit viel Tamtam die Herzkristalle zu beschaffen, konnte sie sich im Augenblick des Erfolgs nicht erklären, wo es dieses Mal doch so einfach gewesen war. Sie hielt den Kristall dem Doktor hin, und auch er war überaus zufrieden mit dem Ergebnis. Der Kristall leuchtete hell und hatte einen goldenen Schimmer, es würde gewiss funktionieren, dachte er sich.
Sie gingen erneut den langen Gang entlang, um zu Setsunas Krankenzimmer zu gelangen, wo sie da lag und aussah, als würde sie nur schlafen. Kaorinite wurde immer nervöser, denn sie konnte sich keinen weiteren Fehltritt erlauben. Dieser Kristall musste einfach reichen, um sie zu erwecken.
Als sie den Raum betraten, lag Setsuna unverändert da und rührte sich nicht. Kaori reichte dem Doktor den Kristall, er trat heran und hielt ihn an Setsunas Brust. Es verging eine Minute, in der nichts geschah und in der Kaorinite schier wahnsinnig wurde vor Anspannung, doch plötzlich bewegte sich der Kristall und verschwand in ihrer Brust. Sie öffnete ihre Augen, setzte sich langsam auf und begann sich zu verändern. Das sterile helle Krankenzimmer wurde plötzlich von Dunkelheit und Finsternis erfüllt. Blitze schossen durch den Raum. Setsuna, nein, Mistress 9 erhob sich, ihre Haare wurden unendlich lang und ein schwarzer Stern erschien auf ihrer Stirn. Der Messias der Stille war erwacht.
„Endlich!“, sagte sie so laut und deutlich, dass man kaum glauben konnte, dass sie bereits seit mehreren Jahren im Tiefschlaf gelegen hatte.
Der Doktor begann zu lachen. Es war purer Wahnsinn, der ihn erfüllte und er war zufrieden, dass nun ein wichtiger Teil seines Plans erfüllt war. Auch Kaorinite konnte ihr Glück nicht fassen und klammerte sich an den Arm des Doktors.
„Das ist der Moment des Triumphes, Doktor.“, biederte sie sich ihm an.
„Ich muss mich für deine Mühe bei dir bedanken, Kaorinite.“, erwiderte er, ohne sie eines Blickes zu würdigen.
„Diese Worte sind für mich die größte Belohnung. Sie wissen, dass ich immer für sie da bin. Ich werde…“
Doch Kaorinite konnte ihren Satz nicht beenden. Die Blitze, die im Raum tobten, trafen sie und schleuderten sie gegen die gekachelte Wand hinter sich. Sie schrie vor Schmerzen. Ihr Aufprall war so hart, dass einige der Kacheln brachen und von der Wand bröckelten. Kaorinite sank leblos zu Boden und Blut trat aus der Wunde an ihrem Hinterkopf aus. Sie war tot.
„Sie hat ihre Pflicht getan. Wir sollten uns jetzt auf den nächsten Schritt konzentrieren.“, erklärte Mistress 9 herrisch.
„Jawohl!“, erwiderte der Doktor unterwürfig. Kaorinites Tod berührte ihn nicht.
Die Blitze schienen verschwunden und Dr. Tomoe öffnete die Tür, die zu dem langen Gang führte, um wieder zurück zum Labor zu gelangen, das sich unter der Schule befand. Dort stand die Vorrichtung, die er rekonstruiert hatte, die, durch die er damals nur durch Zufall das Signal an den Pharao geschickt hatte. Wenn sie es nun schaffen würden, den heiligen Gral zu erhalten, konnten sie den Pharao nicht nur rufen, sondern ihn auch holen. Der Sieg war so nah.
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