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Der Auftrag

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Der Auftrag

Fokus. Einatmen. Ausatmen. Fokus.

Durch das Fernrohr meiner Sniper nahm ich mein Ziel ins Fadenkreuz. Der Rodianer stieg aus seinem Spaceshuttle und wurde sofort von seinen Wachen umschwärmt. Lächerlich. Als würde ihn das vor mir beschützen. Einatmen, ausatmen.

Ich zog den Abzug meiner Sniper und der Blasterschuss schnitt auf dem Weg zu seinem Opfer die Luft. Durch das Fernrohr sah ich, wie der Schuss direkt in den Kopf des Rodianers einschlug und dieser leblos zu Boden sackte. Ein Grinsen umspielte meine Lippen und ich hob den Blick von meinem Fernrohr. Mein Ziel war von hier aus kaum zu erkennen, schließlich trennten uns zwei Klicks. Doch auch von hier konnte ich sehen, wie die Massen vor Angst auseinanderstoben und die Wachen des nun toten Fabrikleiters nach dem Ursprung für den Anschlag suchten. Bevor sie herausfinden würden, woher der Schuss kam, würde ich schon längst weg sein.

Schnell verstaute ich das kleine Dreibeinstativ und zog die Sniper auseinander, sodass sie nun aus zwei Teilen bestand. Die Teile verschwanden in einem schwarzen Rucksack, den ich mir rasch über die Schultern schlang. Die Sniper nach dem Anschlag offen herumzutragen wäre leichtsinnig. Flinken Fußes machte ich mich auf zum Geländer des Gebäudedaches und kletterte auf die Außenseite. Ich befestigte das Kabel an meinem Gürtel und stieß mich vom Geländer ab. Kontrolliert seilte ich mich von den 30-stöckigen Gebäude ab und blieb dank der Dunkelheit unbemerkt. Am Boden angekommen löste ich das Kabel, trat aus der Seitengasse und verschmolz mit der Menge, die von dem Aufruhr noch nichts mitbekommen hatte. Mit einem Klick auf die Steuereinheit an meiner linken Armschiene, rief ich den Spionagedroiden zurück, der die Erschießung für mich als Beweis aus der Nähe aufgenommen hatte.

Ich bahnte mir unauffällig einen Weg durch die Masse der Nachtschwärmer, die die Angebote der nächtlichen Stadt genossen. Für derlei Ablenkungen hatte ich keine Augen. Ich musste von diesem Planeten verschwinden, bevor das Imperium die Stadt abriegelte. Pleng Korri war ein einflussreicher Industrieller mit zahlreichen Fabriken auf diesem und anderen Planeten gewesen, der auch das Imperium mit Durastahl versorgte. Leider war er eine zu große Bedrohung für seine Konkurrenz geworden, die sich seiner entledigen wollte. Da war ich ins Spiel gekommen. Als Kopfgeldjägerin und Attentäterin war ich perfekt geeignet für eine Operation wie diese und die Entlohnung war vielversprechend. Jetzt musste ich nur noch meinem Auftraggeber Bescheid geben und die Kredits einstreichen.

Als ich an meinem Schiff ankam, war mein Spionagedroide schon da. Die kleine, unauffällige Kugel piepte bei meiner Ankunft und ich öffnete die Schiffsluke, um den Droide und mich hereinzulassen. Schnell schloss ich die Luke wieder hinter mir und machte mich auf den Weg in das Cockpit. Dort angekommen schmiss ich meine Tasche zur Seite, sank ich in den Pilotensitz und machte das Schiff startklar. Sobald alle Systeme hochgefahren waren, starte ich die Abflugsequenz und steuerte das Schiff in Richtung Weltraum. Erst als ich die Atmosphäre verlassen hatte und in den Hyperraum sprang, erlaubte ich es mir mich zu entspannen. Ich rollte meine Schultern, um die Spannung darin zu lösen und lächelte zufrieden. Der Job war fast schon zu einfach.

Mit einem Pfiff rief ich meinen Droiden zu mir und die Kugel kam mit einem leisen Surren angeschwebt. Deadeye, wie ich ihn nannte, war perfekt geeignet für unauffällige Observationen. Er war klein und unauffällig und konnte nicht ohne weiteres von Sicherheitssystemen geortet werden. Eines der speziellen Features, die ich bei ihm eingebaut hatte. Deadeye legte sich in meine offene Hand und schaltete sich aus. Ich schloss mein Datapad an ihn an und zog mir die Aufnahmen der heutigen Nacht herunter. Wie immer hatte der kleine Droide einen guten Job gemacht und Pleng Korris Tod genau aufgezeichnet. Zufrieden beschloss ich meinen Auftraggeber zu informieren und rief ihn über meinen Holotransmitter. Das Hologramm eines Roonan tauchte auf, der bei meinem Anblick zufrieden grinste.

„Ren Thorn. Ich hatte gehofft so bald von dir zu hören. Ist es erledigt“, fragte Jansek Keel, der Durastahl-Mogul, mit einer unüberhörbaren Vorfreude.

„Es ist erledigt. Ich sende dir in dieser Sekunde die Aufzeichnungen von Korris Tod“, bestätigte ich und sendete die besagte Datei an den Roonan. Es folgte eine kurze Stille, in der Keel sich die Aufnahme ansah und dann zufrieden lachte.

„Wurdest du gesehen? Gibt es irgendeinen Hinweis auf meine Rolle in dem Attentat“, hakte Keel nach und ich verschränkte genervt die Arme vor der Brust.

„Niemand hat mich gesehen und es gibt keine Hinweise auf einen von uns. Du hast mich schließlich nicht engagiert, weil ich so sympathisch bin, sondern weil ich mein Handwerk beherrsche.“ Meine harsche Antwort brachte Keel zum Lachen.

„Natürlich, ausgezeichnete Arbeit. Du bist jeden Kredit wert. Ich überweise die versprochene Summe sofort auf dein Konto.“ Ich warf einen Blick auf mein Datapad und sah die verabredete Summe eingehen. Es war wirklich eine hübsche Summe.

„Die Kredits sind angekommen. Eine Freude mit dir Geschäfte zu machen, Keel“, sagte ich und nickte dem Roonan zu.

„Ganz meinerseits. Du hast mein Geschäft deutlich einfacher gemacht, nun da Korri nicht mehr da ist. Ich melde mich bei dir, sollte ich deine Dienste erneut benötigen.“ Damit beendete Keel die Übertragung und ich lehnte mich zufrieden zurück. Das waren leicht verdiente Kredits.

Leider kam das seit der Machtübernahme des Imperiums vor etwa zwei Monaten nicht mehr so häufig vor. Der Griff des Imperiums weitete sich immer mehr aus und machte es schwerer, seinen Geschäften ohne Störungen nachzugehen. Als die Republik noch herrschte war es einfacher Geld zu machen. Der Krieg hatte immer für genügend Jobs gesorgt, doch durch die strenge Herrschaft des Imperiums und den schwindenden Widerstand waren die Auftraggeber vorsichtiger. Ich weigerte mich für das Imperium zu arbeiten, so wie es manch andere aus meiner Branche taten. Das Imperium war korrupt und brutal und ich hatte gesehen, was es auch auf Welten mit friedliebenden Bewohnern angerichtet hatte.

Vielleicht klang Moral aus dem Mund einer Auftragsmörderin heuchlerisch, aber ich machte diesen Job nicht, weil es mir Spaß machte Leute zu töten. Ich war durch Zufall in die Kopfgeldjagd hineingerutscht und ich war sehr gut in dem, was ich tat. Meine feinen Instinkte machten mich zu einer begnadeten Spurenleserin und Jägerin. Ich war agil und auch eine gute Kämpferin mit Blastern und meinen Vibro-Dolchen. Da ich jedoch immer allein arbeitete und mich gegenüber einer Vielzahl an Feinden nicht nur mit meinen Kampfkünsten behaupten konnte, nutzte ich einige technische Tricks, um mir Vorteile zu verschaffen. Über die Jahre hatte ich ein Händchen für Technik entwickelt und baute mir meine eigene Ausrüstung, mit Sprengfallen oder Blendgranaten. Auch Deadeye hatte ich selbst gebaut. All diese Fähigkeiten machten mich zu einer gefährlichen Kopfgeldjägerin und ich hatte mich meinem Schicksal gefügt. Doch ich verletzte nie Unschuldige oder Zivilisten. So viel Ehre wollte ich mir noch erhalten. Das konnte das Imperium wahrhaftig nicht von sich behaupten.

Ich schüttelte den Kopf, um die Gedanken loszuwerden und widmete mich wieder meinem Datapad. Das Geld das Keel mir gesendet hatte, überwies ich von meinem Übergangskonto auf ein verschlüsseltes Konto. Man konnte nie vorsichtig genug sein, vor allem wenn man sich oft in der Gesellschaft anderer Kopfgeldjäger und zwielichtiger Gestalten befand.

Nachdem ich eine Route in den Bordcomputer eingegeben hatte, stellte ich zufrieden fest, dass ich noch 7 Stunden bis zur Ankunft hatte. Genug Zeit etwas auszuruhen. Ich erhob mich aus dem Pilotensitz und verließ das Cockpit.

Mein Schiff war nicht sonderlich geräumig. Neben dem Cockpit gab es zwei Zimmer, eine kleine Küche und ein Badezimmer. In den Laderaum hatte ich eine Zelle eingebaut, die ich mir schon bei manchen Aufträgen gute Dienste geleistet hatte. Da ich immer allein unterwegs war, reichte der Platz vollkommen aus.

Meine Schritte führten mich zu meinem Badezimmer und ich schloss die Tür hinter mir. In dem Badezimmer gab es nur ein Waschbecken, eine Toilette und eine schmale Dusche. Ich begann meine Kleidung auf dem geschlossenen Toilettendeckel abzulegen. Zunächst legte ich die beiden Gürtel ab, die ich um meine Hüfte trug. Daran waren kleine Taschen mit Credits, Ausrüstung und Bactaspritzen und meine zwei Vibrodolche befestigt. Den Holster mit meinem Blaster, der an meinem Oberschenkel befestigt war, nahm ich als nächstes ab. Danach folgten meine Stiefel und meine Armschienen, sowie die Bandagen, die ich um meine Hände und Unterarme gewickelt hatte. Meine graue Cargohose und mein schwarzes, hochgeschnittenes Top landeten oben auf dem Stapel, gefolgt von meiner Unterwäsche.

Nun vollkommen entkleidet schritt ich in meine Duschzelle und stellte das Wasser an. Ein wohliges Seufzen entrang sich meiner Kehle, als das Wasser auf meine blaue Haut traf. Als Nautolan, die im Wasser geboren und aufgewachsen war, vermisste ich stets das Gefühl von Wasser umgeben zu sein. Leider hatte ich nicht auf Glee Anselm bleiben können und ein Leben als Kopfgeldjägerin ermöglichte nicht oft die Gelegenheit Unterwasser zu arbeiten. Meine Haut konnte zwar gut auch mit sehr trockenen Gegenden umgehen, aber Wasser war noch immer das schönste Gefühl. Umso mehr genoss ich Momente im Regen oder hier in der Dusche, da ich mich kurz meiner Heimat wieder näher fühlte.

Nachdem ich sauber war, verließ ich die Dusche und trocknete mich schnell ab. Mit einem Blick in den Spiegel richtete ich die Bandagen, die ich an manchen meiner Tentakel befestigt hatte. Manche waren zur Zierde, mache dazu, um mir die Tentakel während der Arbeit und im Kampf aus dem Gesicht fernzuhalten. Sobald ich zufrieden war, verließ ich mit meiner Kleidung und Ausrüstung auf dem Arm das Bad und tapste in mein kleines Schlafzimmer. Dort zog ich mir saubere Unterwäsche und ein neues schwarzes Top an und schlüpfte in mein Bett. Ich seufzte erleichtert auf, als mein Körper die weiche Matratze berührte und zog die Decke über mich. Mit einem Gähnen schloss ich die Augen und war kurz darauf eingeschlafen.

Als ich wieder erwachte, hatte ich ungefähr 5 Stunden geschlafen. Das musste reichen, beschloss ich und setzte mich auf die Bettkante. Sorgsam streckte ich meine müden Glieder und rieb mir über die Augen. Dann stand ich auf und ging zu meiner Kleiderschublade. Dort lagen ein paar Tops, alle im selben Stil und alle in dunklen Farben. Bei den Cargohosen war es ähnlich. Beide waren vom Schnitt und den Farben her praktisch, weshalb ich es nicht für notwendig hielt viel Varianz in der Kleidung zu haben. Ich hatte noch eine Jacke, die ich jedoch nur anzog, wenn es notwendig war. Ich bevorzugte es wenn meine Arme frei waren, da ich so mehr Bewegungsfreiheit hatte. Doch heute würde ich sie brauchen. Der Planet, den ich ansteuerte, war sehr warm und hatte eine intensive Sonne. Da könnte ein wenig Schutz auf der Haut nicht schaden. So griff ich nach der Jacke und einer neuen Hose und legte auch den Rest meiner Ausrüstung wieder an.

Auf dem Weg in das Cockpit nahm ich mir noch eine Essensration aus der Küche mit. Genüsslich biss ich ein Stück von dem Riegel ab und ließ mich in meinen Pilotensitz sinken. Laut Bordcomputer würde das Schiff in einer halben Stunde den Hyperraum verlassen und kurz darauf Amperon erreichen. Amperon war ein Planet am äußeren Rand der Galaxis, der abseits der großen Hyperraumrouten lag. Die Planetenoberfläche war zu einem Großteil von einer Felsenwüste überzogen und war äußerst lebensfeindlich. Nur wenige Dörfer waren in den Weiten der Wüsten angesiedelt. Die meisten Einwohner lebten in der einzigen Stadt, die Amperon zu bieten hatte. Da Amperon so ablegen war und auch keine Bodenschätze oder Ähnliches zu bieten hatte, hatten sowohl die Republik als auch jetzt das Imperium kein Interesse für den Planeten aufgebracht. Der Planet war unabhängig und von jeher perfekt für Leute, die aus dem einen oder anderen Grund nicht gefunden werden wollten. Dort tummelten sich viele zwielichtige Gestalten und es war der perfekte Ort Informationen aufzuschnappen und neue Aufträge an Land zu ziehen. Zudem gab es in der Stadt auch große Märkte und Warenlager, bei denen man sich mit allem eindecken konnte, was das Herz begehrte. Und hier fragte einen niemand, wer man war und was man wollte. Ein weiterer Grund, warum ich den Planeten immer wieder gerne ansteuerte.

Mein Schiff verließ den Hyperraum und Amperon tauchte vor mir auf. Ich deaktivierte den Autopiloten und steuerte direkt einen der Raumhäfen der Stadt an. Dort angekommen landete ich mein Schiff und verließ das Cockpit. Da ich meine Sniper nicht brauchen würde, ließ ich sie auf dem Schiff und schnappte mir stattdessen eine große Tasche, die ich über meine Schulter schlang. Ich schritt die Laderampe herunter und schloss sie hinter mir. Ein paar Wartungsdroiden kamen auf mich zugeeilt und buhlten darum, mein Schiff warten zu dürfen.

„Volltanken, Trinkwasser auffüllen, Öl prüfen und die Außenhülle checken. Und wehe ich sehe auch nur einen Kratzer, wenn ich wiederkomme“, ordnete ich an und reichte den Droiden ein paar Kredits, die sie ihrem Meister bringen würden. Die Droiden liefen sofort eilig los und begannen sich um mein Schiff kümmern.

Die drei Sonnen von Amperon brannten unerbittlich auf mich nieder, als ich mich auf den Weg in die Stadt machte. In den engen Gassen waren bunte Tücher wie kleine Dächer als Schutz vor der Sonne gespannt. Ich atmete erleichtert auf, als ich in den Schatten trat. Die Gassen waren voll mit Leuten in allen möglichen Formen und Farben. Hier kamen von allen Planeten Spezies zusammen. Die Leute erledigten Einkäufe, aßen an den Ständen oder spielten in den Seitengassen oder kleinen Kneipen verschiedene Holo-, Brett- oder Kartenspiele. Auf den ersten Blick sah die Stadt aus wie jede andere, doch wenn man genauer hinsah, erkannte man die hohe Anzahl an Kriminellen oder anderen Gestalten, die sich verhüllten oder in dunklen Gassen Geschäfte betrieben. Selbst vor den Kindern, die wild zwischen den Leuten hindurchliefen, musste man sich in Acht nehmen. Sie scheuten nicht davor zurück auch den gefährlich aussehenden Stadtbewohnern klangheimlich die Kredits aus der Tasche zu stehlen. Die Stadt war gesetzlos und das merkte man an jeder Ecke. Doch das machte sie auch so aufregend.

Der Geruch von Gewürzen und gekochten Gerichten hing in der Luft und mir lief das Wasser im Mund zusammen. Mein Blick wanderte zu einem Stand, an dem es gebratenes Fleisch gab, doch ich mahnte mich weiterzugehen. Bevor ich etwas essen konnte, musste ich noch andere Sachen erledigen.

Mein Weg führte mich zu einer Gasse, in der diverse Einzelteilhändler ihre Waren feilboten. Aufmerksam ließ ich meinen Blick über die Auslagen schweifen und suchte nach allem, was mir nützlich sein könnte. Am Ende landete ich jedoch in dem Geschäft, dass ich immer aufsuchte, wenn ich hier war. Grollo, ein mächtiger Besalisk, stand hinter dem Tresen und grinste mit seinem breiten Mund, als er mich eintreten sah.

„Wenn das nicht Ren Thorn ist. Es ist eine Weile her, seit du mich beehrt hast“, grüßte Grollo mich lautstark und lehnte sich mit einem seiner vier Arme auf den Tresen.

„Auch schön dich zu sehen, Grollo“, erwiderte ich und trat an den Tresen heran. Man konnte nicht gerade sagen das wir Freunde waren, doch ich schätze den Besalisk sehr. Er hatte immer ein vielfältiges Angebot und konnte Sachen besorgen, die andere nicht hatten. Ich hatte bei ihm schon mehr Kredits gelassen als ich zählen konnte, doch jeder hatte sich gelohnt.

„Suchst du etwas Bestimmtes“, fragte Grollo neugierig und musterte mich mit seinen braunen Augen.

„Ich brauche ein paar Nebelkapseln und Zünder für Sprengfallen. Außerdem eine neue Steuereinheit für meine Armschiene. Gerne eine mit ein paar mehr programmierbaren Knöpfen, falls du sowas dahast“, erklärte ich und Grollo nickte eifrig.

„Natürlich! Du kennst mich, ich habe immer alles da“, erwiderte er lachend und verschwand in seinem Hinterzimmer. Ich hörte Rascheln und Rumpeln, als Grollo in seinen Kisten kramte.

„Gibt es irgendwas Neues“, fragte ich neugierig und betrachtete forschend die Elektroteile, die in Grollos Auslage ausgestellt waren.

„Dasselbe wie immer. Ein paar Schießereien, ein paar Tote, du weißt wie es ist“, hörte ich Grollos Stimme aus dem Hinterzimmer.

„Obwohl“, fügte er hinzu und streckte seinen Kopf aus der Tür.

„Die Desert Snakes sind aktiver in den letzten Wochen. Ein Schmuggeldeal ist wohl geplatzt und das schmeckt Pearson gar nicht. Er hat einen Teil seiner Crew hingerichtet, weil sie ihn angeblich hintergangen haben. Am besten hältst du dich von ihnen fern“, riet mir Grollo und verschwand wieder in der Kammer.

Das brauchte er mir nicht zweimal sagen. Die Desert Snakes waren eine Bande Schmuggler und Piraten, die sich auf Amperon niedergelassen hatten und von hier aus ihre Geschäfte betrieben. Durch den Handel mit ihren geschmuggelten Gütern verdiente Mehrheit der Einwohner ihr Geld, weshalb das kleine Kartell einen großen Einfluss in der Stadt hatte. Es passierte nicht viel, ohne das ihr Boss Trem Pearson davon erfuhr.  Dennoch war das Kartell nicht annähernd groß genug, um sich mit den großen Syndikaten zu messen. Das schien Pearson aber gerne mal zu vergessen. Auch ich hatte schon Aufträge für ihn erledigt, aber es war immer alles andere als eine angenehme Zusammenarbeit gewesen. Daher hielt ich mich von ihm fern und nahm andere Aufträge entgegen, die in der Stadt immer zu finden waren.

Grollo kam aus seiner Kammer und trug eine kleine Kiste mit den Einzelteilen, nach denen ich gefragt hatte. Er stellte sie vor mir ab und ich begann neugierig darin zu wühlen. Ein zufriedenes Grinsen schlich sich auf mein Gesicht, als ich die gute Qualität der Teile bemerkte.

„Wie immer ausgezeichnete Ware, Grollo“, sagte ich und der Besalisk nickte zufrieden. Dann legte er auch noch die Steuereinheit vor mir ab, nach der ich gefragt hatte. Perfekt.

„Ich habe hier noch was anderes, dass dich interessieren könnte“, merkte Grollo an und legte zwei Teile vor mir ab. Neugierig nahm ich sie in die Hand und betrachtete sie.

„Ein Seilwerfer“, fragte ich skeptisch und sah in Grollos grinsendes Gesicht.

„Mehr als das. Sieh, das hier ist ein Elektroschocker. Du kannst ihn an deinem Handgelenk festmachen und durch eine Berührung deinen Gegner außer Gefecht setzen“, erklärte der Besalisk und zeigte mit seinem mächtigen Finger auf das Teil in meiner Hand.

„Den Seilwerfer kannst du in Kombination verwenden, um Gegner einzufangen und dann aus der Entfernung unter Strom zu setzen.“

Nachdenklich betrachtete ich die beiden Teile. Der Elektroschocker klang vielversprechend, doch bei dem Seilwerfer war ich mir nicht sicher. Grollo bemerkte das und lehnte sich mit zwei Armen auf den Tresen, um mit mir auf Augenhöhe zu kommen.

„Ich verkaufe dir beides zum Preis von einem. Sieh es als Stammkundenrabatt an“, raunte er vertraulich und seine Augen glitzerten herausfordernd. Auf meine Lippen schlich sich ein Grinsen.

„Na gut, überredet. Was bekommst du für allen zusammen?“ Grollo grinste und zählte kurz die Sachen in der Kiste ab, bevor er mir den Preis nannte. Es war eine faire Summe und ich kramte sogleich in meiner Tasche nach den entsprechenden Kredits. Ich legte etwas mehr Kredits als nötig auf den Tisch und schob sie mit einem Grinsen zu ihm herüber.

„Sieh es als Stammverkäuferbonus an“, sagte ich und verwendete seine Wortwahl, was Grollo durchdringend lachen ließ.

„Immer wieder eine Freude mit dir Geschäfte zu machen, Ren. Lass dich bald mal wieder blicken“, sagte Grollo, während ich alles in meiner großen Tasche verstaute.

„Machs gut, Grollo“, rief ich zum Abschied und verließ sein Geschäft wieder.

Ich brachte die Sachen zuerst zurück zum Schiff, das die Droiden mittlerweile vollständig gewartet hatten. Nachdem alles sicher verstaut war, machte ich mich auf den Weg zurück in die Stadt und in eine der Bars, die etwas ab von den üblichen Routen lagen. Da es mittlerweile Abend war, gönnte ich mir auf dem Weg dahin noch etwas Heißes zu Essen und betrat danach die allzu bekannte Bar. Es war ein schummriger Raum mit vielen dunklen Ecken. Perfekt um Geschäfte zu machen. Von dem Barkeeper orderte ich ein Getränk, von dem ich wusste das es schmeckte. Ich trank nur selten Alkohol, da ich es für klüger hielt einen klaren Kopf und geschärfte Sinne zu behalten. Vor allem wenn man in Gesellschaft anderer Kopfgeldjäger und Mörder war.

Mit dem Getränk in der Hand verzog ich mich in eine dunkle Ecke mit einem kleinen Holotisch und ließ mich auf der Sitzbank mit dem abgenutzten Polster nieder. Ich schaltete den Holotisch ein und ließ mir die Kopfgeldaufträge anzeigen, die im Moment vorlagen. Es war wie eine Börse für Kopfgeldjäger, in der manchmal lukrative Geschäfte zu machen waren. Entspannt lehnte ich mich zurück und schlug ein Bein über das anderen, während ich aufmerksam die Steckbriefe las. Ab und zu nippte ich an meinem Getränk und beobachtete meine Umgebung immer wachsam mit einem Auge.

Nach einer halben Stunde merkte ich, wie jemand auf meinen Tisch zukam. Alarmiert hob ich den Blick und sah einen gelbhäutigen Mann mit dunkelblauen, kurzen Haaren, wahrscheinlich Mirialaner, der vor meinem Tisch zum Stehen kommen. Da ich in ihm keine Bedrohung erkannte, legte ich lässig einen Arm über die Rückenlehne der Bank und sah den Mann auffordernd an. Sein Blick wanderte neugierig über die Musterung meiner Haut und ich erkannte, wofür er gekommen war. Meine Tentakel nahmen die Pheromone auf, die sein Körper ausstieß und ich grinste wissend. Das könnte interessant werden.

„Hallo. Ganz allein hier“, fragte er und ließ sich neben mir auf der Sitzbank nieder.

„Sieht ganz so aus“, antwortete ich und musterte ihn mit hochgezogenen Augenbrauen.

„Wie kommt das? Eine so schöne Frau wie du sollte nicht allein sein“, stellte er fest und ich musste bei seinem Kompliment lächeln.

„Ich bin geschäftlich hier“, sagte ich knapp und beobachtete, wie er mich fasziniert ansah.

„Wie schade. Ich hatte gehofft dir einen Drink spendieren zu können und vielleicht etwas Spaß zu haben. So jemanden wie dich habe ich noch nie gesehen und ich würde dich gerne besser kennenlernen“, raunte er und warf mir einen vielsagenden Blick zu. Ich musterte ihn kurz und musste gestehen, dass er gut aussah. Wäre er zu einer anderen Zeit gekommen, wäre ich vielleicht auf seine Einladung eingegangen. Ein bisschen Spaß hätte ich mir gerne erlaubt, doch das war nicht der richtige Moment dafür.

„Vielleicht ein anderes Mal“, erwiderte ich lächelnd und ich spürte seine Enttäuschung.

„Wirklich schade. Komm zu mir, falls du es dir anders überlegst“, sagte er mit einem Zwinkern und ließ seinen Blick noch einmal sehnsüchtig über meinen Körper wandern, bevor er aufstand und wieder verschwand. Zumindest akzeptierte er ein nein, wenn er es hörte. Da hatte er vielen anderen etwas voraus und ich hatte wirklich keine Lust gehabt, mir einen aufdringlichen Flegel vom Hals zu halten. Fast bedauerte ich es ihn weggeschickt zu haben, doch ich schüttelte meinen Kopf und konzentrierte mich wieder auf die Aufträge.

Nach einer weiteren Stunde und zwei Drinks hatte ich einen Auftrag gefunden, der vielversprechend klang. Es ging um die Bewachung eines Geldtransportes einer Privatperson durch ein Piratengebiet. Zwar war es nicht das, was ich sonst machte, doch es war einfach und versprach eine Menge Kredits. Warum also nicht?

Gerade wollte ich den Auftrag annehmen, als wieder jemand auf meinen Tisch zutrat. Meine Alarmglocken schrillten, als vier Männer vor meinem Tisch stehen blieben. Ich spürte sofort das sie auf Ärger aus waren. Schnell musterte ich sie, um die Gefahr abzuschätzen. Es waren zwei Weequay, ein Nikto und zu meinem Unmut ein riesiger Trandoshaner, alle mit dem Körperbau typischer Schläger. Und sie sahen alles andere als freundlich aus. Meine Hand fuhr vorsichtig zu meinem Blaster, als ich die Männer ansah.

„Ren Thorn“, fragte der Nikto und sah mich abschätzend an.

„Wer will das wissen?“ Ich wusste natürlich zu wem sie gehörten. Desert Snakes. Doch ich versuchte auf Zeit zu spielen, in der Hoffnung ohne Konflikt aus der Sache herauszukommen.

„Pearson will dich sprechen“, erwiderte der Nikto nachdrücklich und ich lächelte kühl.

„Ich habe Pearson nichts zu sagen. Aber bestellt ihm nette Grüße“, sagte ich und erhob mich. Ich wollte zwischen dem Trandoshaner und dem Nikto hindurchgehen, doch der Trandoshaner schloss seine große Klaue um meinen Arm. Mein Blick fuhr finster nach oben und traf die Reptilienaugen der großen Echse.

„Wenn du deine Hand nicht verlieren willst, dann lass mich besser sofort los“, zischte ich bedrohlich, doch der Trandoshaner lachte nur. Er unterschätzte mich, das war unklug.

„Lass sie los“, ordnete der Nikto an und wandte sich wieder mir zu.

„Wir wollen nur reden.“ Der Trandoshaner ließ mich los und ich funkelte den Nikto an.

„Ich fürchte das muss ich ablehnen.“

„Pearson lässt dir keine Wahl“, knurrte er nachdrücklich und ich grinste.

„Ich habe immer eine Wahl.“

Bevor sie reagieren konnten, hatte ich dem Trandoshaner einen meiner Vibrodolche in die Schulter gerammt und einem der Weequay ein Loch in den Kopf geschossen. Der Barkeeper schrie wütend auf, als der Schuss fiel. Ihre kurze Verwirrung nutzend sprang ich an ihnen vorbei und rannte aus der Bar. Sie riefen mir wütend hinterher und ich wusste, dass sie mir folgen würden. Verdammt, so hatte ich mir den Abend nicht vorgestellt.

Ich rannte durch die mittlerweile dunklen Gassen und versuchte den Blasterschüssen auszuweichen, die sie von hinten auf mich abfeuerten. Wenn ich schnell genug war, könnte ich sie wohlmöglich abhängen und zu meinem Schiff fliehen. Plötzlich hörte ich ein Surren dicht hinter mir. Sie hatten einen Speeder! Wie unfair. Ich versuchte noch in eine schmale Gasse einzubiegen, als der zweite Weequay vom Speeder sprang und mich niederriss. Wir rollten über den Boden und ich schlitze ihm dabei die Kehle auf. Schnell sprang ich wieder auf die Beine, doch da traf mich schon eine gewaltige Faust in die Magengrube. Alle Luft wich aus meiner Lunge, als ich keuchend auf die Knie fiel. Der sehr verärgerte Trandoshaner stand über mir, während noch immer Blut aus seiner Schulter lief. Jetzt wünschte ich mir den Elektroschocker, der sicher bei mir im Schiff lag. Die Echse trat den Dolch zur Seite, der mir bei seinem Schlag aus der Hand gefallen war. Er holte aus, um mich zu schlagen, doch ich rappelte mich auf und sprang zur Seite. Mit aller Kraft versetzte ich ihm einen Tritt in die Kniekehle, der ihn mit einem Aufschrie auf ein Knie zwang. Kraftvoll versetzte ich seinem Hinterkopf einen Schlag mit meinem Blaster und er ging zu Boden. Hinter mir spürte ich den Nikto und wich auch seinem Schlag geschickt aus. Zielsicher schoss ich ihm in die Schulter und er ging bewusstlos zu Boden.

Ich wollte wegrennen, doch die Klaue des Trandoshaners schloss sich um meinen Knöchel und ich ging zu Boden. In Sekunden war er über mir und drückte mich zu Boden.

„Ich reiße dir deine hübsche kleine Kehle raus“, schnarrte er und wollte zuschnappen, doch ich riss meinen Arm nach oben. Seine Zähne bohrten sich in meine Armschiene und drangen glücklicherweise nicht hindurch. Der kräftige Biss drohte dennoch meinen Unterarm zu brechen und ich musste handeln.

Schnell brachte ich meinen Blaster zwischen uns und schoss blind drauf los. Einer der Schüsse traf den Trandoshaner am Bein und er löste seinen Kiefer von mir, um wild zu schreien. Ich riss den Blaster hoch und wollte ihm den hässlichen Kopf wegschießen, doch der Trandoshaner schlug wir den Blaster aus der Hand. Er landete zwei Meter neben uns und unsere Blicke trafen sich. Eilig warf die Echse sich zur Seite, um nach dem Blaster zu greifen. Darauf hatte ich gewartet und warf mich von hinten auf ihn. Mein Arm legte sich um meinen Hals und ich nahm ihn in den Schwitzkasten. Nun der Atemluft beraubt trat und schlug der Trandoshaner wild um sich und streifte auch mein Gesicht mit seinen Krallen. Doch ich ließ erst los, als die Echse in meinen Armen erschlaffte.

Erleichtert ließ ich ihn los und atmete tief ein, während ich meine schmerzenden Arme ausschüttelte. Flink sprang ich auf die Beine und wollte davonrennen, als mich zwei Betäubungsschüsse von hinten trafen. Mit einem erschrockenen Aufschrei ging ich zu Boden und stellte mit Schrecken fest, wie meine Sicht schwand. Mit Mühe schaffte ich es mich auf den Rücken zu rollen und meinen Kopf in Richtung des Angreifers zu drehen. Der verletzte Nikto hatte sich auf die Knie gekämpft und auf mich geschossen. Blut glitzerte in seinem Mundwinkel, als er mich finster ansah.

„Du kannst froh sein das Pearson dich lebend will“, war das Letzte, was ich hörte, bevor alles schwarz wurde.

Ich wurde unsanft von einer Faust geweckt, die mir ins Gesicht schlug. Hustend spuckte ich blutigen Speichel aus und sah mich panisch um. Man hatte mich in ein dunkles Büro gebracht. Blinzelnd sah ich mich um und erkannte, wo ich war. Trem Pearson, ein großer Nikto mit dunkler, ledriger Haut und präsenten Hörnern, stand vor mir und sah zufrieden auf meine kniende Form herab. Ich wollte auf die Beine springen, doch eine meine gefesselten Hände und eine große Klaue auf meiner Schulter hielten mich zurück. Mein Blick fuhr herum und ich erkannte den Trandoshaner, mit dem ich gekämpft hatte. Zufrieden stellte ich fest, dass er ziemlich mitgenommen aussah. Er knurrte mich an, doch ich grinste nur finster und sah dann wieder zu Pearson.

„Ren Thorn. Wie schön das du es einrichten konntest“, begrüßte mich Pearson mit seiner üblichen Überheblichkeit.

„Fühl dich nicht geschmeichelt, Pearson. Ich bin nicht freiwillig hier“, entgegnete ich kalt und Pearson lachte.

„Ja, das habe ich bemerkt. Bitte setz dich“, bot er an und warf dem Trandoshaner einen auffordernden Blick zu. Dieser lies mich mit einem bösen Zischen los und ich stand schnell auf. Zögerlich folgte ich Pearsons Einladung und ließ mich auf dem Stuhl gegenüber seinem Schreibtisch nieder. Besser auf dem Stuhl sitzen als auf dem Boden zu knien. Pearson nahm das zufrieden zur Kenntnis und setzte sich ebenfalls auf seinen Stuhl.

„Die werden nicht nötig sein“, rief er einer Person hinter mir zu und Sekunden später löste ein anderer Nikto meine Fesseln. Meine Hand fuhr sofort zu meinem Holster, doch meine Waffe war nicht da. Natürlich hatten sie mir alle Waffen abgenommen.

„Ich bitte dich, lass uns zivilisiert miteinander sprechen.“ Nun war es an mir zu lachen.

„Du nennst es zivilisiert, wenn du vier deiner Schläger schickst, die kein Nein als Antwort akzeptieren“, fragte ich höhnisch und verschränkte die Arme vor der Brust.

„Du hast mir keine Wahl gelassen. Ich musste mit dir sprechen und wusste das du nicht freiwillig kommen würdest“, sagte Pearson schulterzuckend und lehnte sich entspannt in seinem Stuhl zurück.

„Dann spuck es aus, was willst du von mir“, knurrte ich und Pearson grinste.

„Ich will das du einen Job für mich erledigst.“ Ich schnaubte abfällig.

„Auf gar keinen Fall. Ich habe dir gesagt, dass ich mit dir fertig bin.“ Auf Pearsons Gesicht stahl sich ein teuflisches Lächeln und er lehnte sich langsam vor.

„Du verstehst mich nicht, meine Teuerste. Du hast keine Wahl. Entweder du erledigst worum ich dich bitte, oder ich überlasse dich Basko hier“, sprach Pearson betont ruhig und hinter mir hörte ich den Trandoshaner, wahrscheinlich Basko, hämisch keckern. Angst stieg in mir auf, doch ich versuchte einen kühlen Kopf zu bewahren. Da ich in seinem Hauptquartier war, wimmelte es wahrscheinlich nur so von seinen Leuten. Es war unmöglich mir einen Weg hier rauszukämpfen. Das Einzige, was mir blieb war erstmal mitzuspielen und mir später Gedanken über einen Ausweg zu machen.

„Was soll ich für dich machen?“ Pearson grinste, sichtlich zufrieden damit das ich einlenkte.

„Du sollst jemanden töten. Keine große Sache, es geht nur um eine Person.“ Das klang so einfach und ich wusste, dass es einen riesigen Haken an der Sache gab.

„Wenn es nur das ist, hättest du jeden beauftragen können. Warum ich und warum machst du dir so große Umstände?“

„Nun, es ist kein gewöhnliches Ziel. Es erfordert Geschick und Präzision und ich weiß, wie du arbeitest. Außerdem hast du zwei meiner besten Männer getötet und selbst Basko übel mitgespielt. Du bist bestens geeignet diesen Auftrag zu erledigen.“

All diese Lobhudelei war nur Fassade, dass wusste ich. Pearson hielt etwas Wichtiges vor mir geheim und ich bezweifelte, dass er mit der ganzen Wahrheit rausrücken würde.

„Wen soll ich töten“, hakte ich nach und Pearson warf einen Holotransponder auf den Tisch. Er aktivierte sich und zeigte das Hologramm einer Person.

„Dein Ziel ist Maul. Anführer des Schattenkollektivs.“

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Das war der Start einer langen Geschichte. Ich hoffe ihr hattet Freude beim Lesen.

Ein Bild von Ren könnt ihr auf Tumblr finden unten https://www.tumblr.com/stormfire6/823235583073763328/this-is-my-oc-ren-thorn-she-is-a-skilled-bounty?source=share .