Der Plan
Der Plan
Seit dieser Nacht waren zwei Tage vergangen. Ich hatte die Wunden an Mauls Arm versorgt, die ich ihm in meiner Verzweiflung zugefügt hatte. Sie heilten schnell und es würden glücklicherweise keine Narben zurückbleiben. Ich hatte gehofft, das Maul sich nach unserem Gespräch weiter öffnen wurde, doch das Gegenteil war der Fall. Er hatte sich wieder hinter seinen hohen Mauern versteckt und verlor kein Wort über das, was passiert war. Es lag nicht daran, dass er mir nicht vertraute. Seitdem er in meinen Geist geblickt hatte, wusste er, dass ich ihn nie verraten würde. Es lag viel mehr daran, dass Maul sich unter keinen Umständen wieder verletzlich zeigen wollte. Obwohl wir gemeinsam einen Schritt nach vorne gemacht hatten, machte Maul jetzt wieder zwei Schritte zurück.
Ich wäre lieber ein Stück weitergegangen. Der Moment im Wald spielte sich immer wieder vor mir ab, sobald ich die Augen schloss. Mauls Finger hatten meine umschlossen, als hätte er Angst gehabt ich würde in der Sekunde verschwinden, in der er mich loslassen würde. Sein Blick war so intensiv gewesen und seine Nähe hatte sich einfach unglaublich gut angefühlt. Etwas war zwischen uns passiert und ich für meinen Teil wollte wissen, was es war. Das würde ich aber in naher Zukunft wahrscheinlich nicht herausfinden.
Wir machten weiter, als wäre das alles nicht passiert. Allerdings schlief ich nachts mit einem offenen Ohr, immer in der Sorge Mauls Schreie zu hören. Doch es blieb alles ruhig. Ich spürte das Maul kaum noch schlief, vermutlich aus Angst vor den Alpträumen. Ich wollte ihm so gerne helfen, doch ich wusste nicht wie. Solange Maul sich mir nicht anvertraute, konnte ich nichts ausrichten. Ich wusste, dass ich Maul Zeit geben musste und so beschloss ich zu warten.
Ich schritt die Laderampe hinauf und wischte mir mit dem badagierten Handrücken über die schweißnasse Stirn. Drei Stunden lang hatte ich mit dem Droiden im Wald trainiert, doch jetzt war es einfach zu warm dafür. Zielstrebig ging ich in Richtung des Badezimmers, als ich Mauls Stimme vernahm. Offensichtlich sprach er mit jemandem und ich folgte neugierig den Stimmen in Richtung Cockpit.
Maul stand mit dem Rücken zu mir vor dem Holotransponder, über dem das Hologramm von Rook schwebte.
„Wir haben die Vorbereitungen getroffen und alle Informationen gesammelt, mein Lord.“
„Sehr gut. Wir besprechen die Details, wenn ich zurückgekehrt bin.“
„Wann dürfen wir mit Eurer Ankunft rechnen“, fragte Rook und ich horchte auf.
„In ein paar Tagen. Wir werden heute noch von Kashyyyk aufbrechen.“ Rooks Augen verengten sich bei dem Wort `wir´.
„Werdet Ihr die Kopfgeldjägerin etwa mitbringen? Ist das klug, mein Lord?“
Ich verschränkte die Arme vor der Brust und warf Rooks Hologramm einen finstern Blick zu. Wir werden bestimmt beste Freundinnen, dachte ich bitter. Maul sah kurz über seine Schulter und ich begegnete seinem Blick. Natürlich hatte er gewusst, dass ich hier war.
„Rens Fähigkeiten werden uns sehr nützlich sein. Und ich vertraue ihr“, sagte Maul entschlossen und ich spürte, wie meine Brust vor Stolz etwas schwoll. Rook schien davon nicht überzeugt zu sein, doch sie senkte unterwürfig den Kopf.
„Wie Ihr wünscht, Lord Maul. Wir erwarten Eure Ankunft.“
Das Hologramm verschwand und Maul drehte sich zu mir um.
„Wie viel hast du gehört?“
„Genug um zu wissen, dass wir aufbrechen wollen. Die Frage ist nur wohin.“ Maul nickte und ging zum Cockpit, um sich im Pilotensitz niederzulassen. Ich folgte ihm und sah auf die Holokarte, die er aufrief.
„Unser Ziel ist Malastare. Dort befindet sich das vorläufige Hauptquartier unserer Organisation“, erklärte Maul und ich sah ihn nachdenklich an.
„Um was ging es da eigentlich gerade?“ Ich konnte die Neugierde in meiner Stimme nicht verbergen und Maul sah zu mir auf.
„Über die letzten Wochen haben wir einen Plan für einen Überfall ausgearbeitet. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen ihn umzusetzen“, sagte Maul kryptisch und ich sah ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an.
Erst wollte ich ihn fragen, wann er neben unserem intensiven Training dazu noch Zeit gefunden hatte. Da er jedoch so gut wie nie schlief, verbrachte er die Nächte wahrscheinlich mit genau solchen Plänen und Strategien. Gesund war das nicht, aber wer war ich ihm das zu sagen?
„Und was genau überfallen wir“, hakte ich nach und sah ein Lächeln auf Mauls Lippen.
„Das erfährst du im Hauptquartier.“ Er wusste genau, dass er meine Neugierde damit nur noch mehr anfachte. Er genoss es das ich zappelte und ich verfluchte ihn still dafür.
„Kannst du es mir nicht einfach gleich sagen?“
„Nein, wo bliebe dann die Spannung?“ Maul sah mich grinsend an und mir entging seine Anspielung nicht. Genervt rollte ich mit den Augen.
„Haha, sehr witzig. Also, wann brechen wir auf?"
„Ich bereite den Abflug vor und dann brechen wir umgehend auf. Wir haben viel zu erledigen.“
Der Flug nach Malastare dauerte fast drei Tage. Auf dem Weg dahin fragte ich Maul über sein Schattenkollektiv aus. Maul erzählte mir viel über das, was sie taten, welche Waren sie schmuggelten und in welchen Systemen er seinen Einfluss bereist zurückgewonnen hatte. Er wollte alle großen Syndikate wieder unter dem Schattenkollektiv vereinen und ich hatte keinen Zweifel daran, dass es ihm gelingen würde.
Maul erzählte mir auch von seinen Gefolgsleuten, auf die wir in der Basis treffen würden. Rook kannte ich ja bereits und ich freute mich kein bisschen auf unser Wiedersehen. Der zweite in der mandalorianischen Reihenfolge war Styx Mallis, laut Maul ein loyaler und fähiger Kämpfer. Die Namen der ganzen anderen Mandalorianer konnte ich mir beim besten Willen nicht merken, aber Maul kannte sie alle. Am neugierigsten war ich auf Icarus und Scorn, Mauls Clanbrüder von Dathomir. Ich spürte Mauls tiefes Vertrauen zu den beiden und einen Anflug von Trauer, der sicher mit dem Verlust seines eigenen Bruders zusammenhing.
Kurz vor Mittag erreichten wir Malastare. Es war ein Planet mit einer abwechslungsreichen Oberfläche. Von dichten Wäldern, über Berge, Meere und Methanseen bis hin zu staubigen Wüsten war alles dabei. Auf dem Planeten wurde Treibstoff abgebaut und er war eine Hochburg für den Schmuggel von Spice. Die vielen verschiedenen Terrains waren auch der Grund für die zahlreichen Podrennen, die auf dem Planeten stattfanden. Trotz der vielen großen Städte und der imperialen Besetzung, bot der Planet weite Landstriche ohne Population, in denen man sich hervorragend verstecken konnte.
Wir flogen über einen Waldsektor, der mit felsigen Schluchten, Flüssen und großen Seen durchzogen war. Maul steuerte das Schiff auf eine der Schluchten zu und rief Rook über seinen Comlink.
„Rook, wir befinden uns im Ladeanflug“, teilte Maul der Mandalorianerin mit, die sofort antwortete.
„Verstanden. Wir öffnen den Hangar für Euch.“
Maul lenkte das Schiff in die Schlucht hinein und ich sah mich suchend um.
„Ich sehe hier nirgends einen Hangar.“ Ich sah zu Maul herüber, der Schub von den Triebwerken nahm und das Schiff auf die Felswand zusteuerte.
„Hab Geduld.“
Vor uns öffnete sich ein Spalt im Felsen. Zwei riesige Hangar Tore fuhren auseinander und gaben den Blick auf mehrere Schiffe im Inneren des Felsens preis. Die Basis war unterirdisch. Maul hatte mir erzählt, dass sie die Basis von einem ansässigen Kartell übernommen hatten, das mittlerweile nicht mehr existierte. Die Lage der Basis bot gleich mehrere strategische Vorteile und ich konnte nachvollziehen, warum das Schattenkollektiv sich gerade niedergelassen hatte.
Wir flogen in den Hangar hinein und ich entdeckte voller Freude mein Schiff in der kleinen Flotte. Maul hatte Rook aufgetragen es von Amperon mitzunehmen, als sie dort die Desert Snakes unter Kontrolle gebracht hatte.
Sobald wir gelandet waren und Maul die Systeme heruntergefahren hatte, gingen wir zur Laderampe. Wir blieben einen Moment vor der geschlossenen Laderampe stehen und ich sah zu Maul herüber. Mir fiel sofort auf, dass seine Körpersprache sich verändert hatte. Seine sonst eh schon perfekte Haltung war nun noch gerader und er hatte die Hände fest hinter dem Rücken verschränkt. Der Blick in seinen Augen war härter und seine Mine ernst. Alles an ihm verlangte nach Respekt. Vor mir stand nicht mehr Maul, sondern der Schattenlord.
Maul sah mich über seine Schulter hinweg an, als wolle er sich versichern, dass ich bereit war. Dann öffnete er die Laderampe mit einer Bewegung seiner Hand.
Wir schritten die Laderampe herunter und betraten den großen Hangar. Deadeye schwebte mit seinem leisen Surren hinter mir her. Ich hätte ihn auch auf dem Schiff lassen können, doch an einem so fremden Ort fühlte es sich besser an etwas Vertrautes um sich zu haben. Ich sah mich neugierig in dem Hangar um, in dem neben meinem Schiff noch fünf andere Schiffe untergebracht waren. Eines war ein alter Frachter, der wirklich schon bessere Tage gesehen hatte. Daneben standen drei Gauntlet-Jäger der Kom´rk-Klasse, die typisch für die Deathwatch waren. Ein anderes Schiff zog jedoch meine besondere Aufmerksamkeit auf sich.
Es war auch ein Gauntlet-Jäger, er war jedoch größer als die anderen. Die Flügel waren schwarz und rot bemalt und es war nicht schwer zu erraten, wem dieses Schiff gehörte.
„Das ist deins, oder“, fragte ich neugierig, als ich zu Maul aufgeschlossen hatte. Seine Augen fuhren zu dem Schiff, auf das ich deutete und er nickte knapp.
„Ja, das ist die Nachtbruder.“ Der Name überraschte mich, doch es passte zu Maul und dem Schiff.
„Das muss in unbedingt mal fliegen.“ Ich hatte schon einige Schiffe gesteuert, aber noch nie ein solches Schmuckstück. Es juckte mich in den Fingern gleich damit loszufliegen.
Maul sah mich mit hochgezogener Augenbraue an, überrascht über meine Begeisterung. Für eine Sekunde zog ein Lächeln an seinem Mundwinkel, das jedoch sofort wieder verschwand.
„Er ist wieder da!“
Mein Kopf fuhr überrascht herum und ich entdeckte einen großen Droiden, der eilig auf Maul zugeflogen kam. Er stoppte vor Maul, der dem Droiden wie einer Loth-Katze über den Kopf strich.
„Mauuuullll“, schnurrte der Droide und schmiegte sich dabei in die Hand des Zabrak. Erstaunt betrachtete ich das Schauspiel. Ich hatte so viele Fragen.
Die Augen des Droiden erfassten mich und seine Stimmung änderte sich sofort.
„Wer ist das? Tentakelkopf. Eindringling“, fauchte der Droide und wollte mit einem seiner Greifarme nach meiner Tentakel schnappen. Ich wollte ihn schon wegschlagen, doch Maul ging dazwischen.
„Spybot, das ist Ren. Sie gehört zu mir. Benimm dich.“ Maul tadelte den Droiden in einem Tonfall, als würde er ein Kind zur Ordnung rufen.
„Ich mag sie nicht. Ich will ihr wehtun, hehehe.“ Der Droide keckerte wie ein Wahnsinniger und ich warf ihm einen finstern Blick zu.
„Ihr wird nicht wehgetan“, warnte Maul finster und der Droide zog sich beleidigt brummelnd zurück.
„Ignorier ihn. Er ist immer so“, erklärte Maul auf meinen irritierten Blick hin und ich schnaubte genervt.
„Wenn mich schon der Droide nicht leiden kann, habe ich ja Hoffnung“, scherzte ich und Maul sah aus, als wollte er etwas erwidern. Unsere Aufmerksamkeit wurde jedoch auf die Mandalorianerin gezogen, die mit großen Schritten direkt auf uns zukam. Es war Rook, ohne Zweifel. Mein nächster Fan, na super.
Rook blieb vor uns stehen. Sie legte ihre Faust an ihren Brustpanzer und deutete eine Verbeugung vor Maul an.
„Mein Lord, willkommen zurück. Es ist alles vorbereitet.“ Rook würdigte mich keines Blickes.
„Sehr gut, lass uns keine Zeit verlieren“, erwiderte Maul und Rook nickte bestätigend.
„Wie Ihr wünscht.“
„Es freut mich auch dich kennenzulernen“, sagte ich grinsend und nun schossen Rooks graue Augen zu mir herüber. Ohne ein Wort drehte sie sich um und schritt voraus zu dem Tor, das aus dem Hangar führte.
Ich ignorierte Mauls warnenden Blick und folgte ihm und Rook aus dem Hangar heraus. Überall waren Mandalorianer, die sofort beiseitetraten, als sie Maul erblickten. Ich spürte Respekt, Stolz und bei manchen sogar Furcht. Maul war ein strenger Anführer, da war ich mir sicher. Doch seine Effizienz trug Früchte und die Mandalorianer folgten ihm wegen seiner Stärke.
Rook führte uns durch einen breiten Korridor und ich fragte mich, wie groß diese Basis eigentlich war. Schließlich erreichten wir eine große Tür, die sich vor uns öffnete. Der Raum dahinter war nur schwach erleuchtet und weitestgehend leer. In der Mitte des Raumes stand ein großer Holotisch und an den Wänden waren mehrere Holobildschirme, auf denen verschiedene Informationen dargestellt waren. Es gab einen einzelnen Stuhl und es stand außer Frage, dass dieser nur für Maul bestimmt war.
Mein Blick fiel auf den Mann, der sich bei unserem Eintreten zu uns umdrehte. Er war groß, kräftig gebaut und trug sich mit dem Stolz eines Kriegers. Seine rotbraunen Haare waren oben zurückgekämmt und an den Seiten kurzrasiert. Die violetten Augen funkelten aufmerksam und sein bartloses Gesicht war von mehreren Narben bedeckt, die von vielen Kämpfen zeugten. Er trug eine rot-schwarz verzierte Rüstung und an dem Helm unter seinem Arm konnte ich Metallhörner erkennen. Das musste Styx Mallis sein. Eine Bewegung zu meiner rechten erregte meine Aufmerksamkeit und zwei Männer traten aus den Schatten. Aber es waren keine gewöhnlichen Männer. Oh kriff.
Die zwei Zabraks traten an den Holotisch heran und ich konnte nicht anders als sie fasziniert anzustarren. Der eine war riesig und muskelbepackt. Er hatte Arme wie Baumstämme, die er vor der breiten Brust verschränkt hatte. Seine Haut hatte ein helles Orange, ebenso wie seine Augen. Nach Mauls Beschreibung musste das Scorn sein. Der andere war ein Stück kleiner und hatte eher Mauls Statur. Icarus war schlank, mit breiten Schultern und definierten Muskeln, die sich durch sein enges Shirt abzeichneten. Seine Haut hatte ein dunkleres Orange und seine Augen waren stechend rot. Er hatte ein schwarzes Halstuch bis über seine Nase gezogen und zwischen seinen Fingern tanzte ein Wurfmesser. Beide waren wie Maul komplett tätowiert, wenn auch nicht ganz so detailreich wie ihr Anführer.
Verdammt sehen die beiden gut aus. Ich konnte den Gedanken nicht unterdrücken. Wenn alle Männer auf Dathomir so aussahen, dann konnte ich langsam verstehen, warum die Nachtschwestern sie für sich behalten hatten. Vielleicht war es die Kombination aus den Tattoos und den Hörnern oder diese glühenden Augen. Egal was es war, diese Zabraks waren anziehender als jeder andere Mann, den ich bisher gesehen hatte. Hatte ich etwa einen Typ, von dem ich vorher noch nichts gewusst hatte? Mein Blick fuhr automatisch zu Maul, der mit dem Rücken zu mir stand und sich mit Rook und Styx unterhielt. Er war definitiv der attraktivste von den dreien.
Schnell riss ich mich von den Gedanken los und sah Maul erschrocken an. Der hatte meinen Gedanken zum Glück nicht mitgehört, da er sich noch den Lagebericht der beiden Mandalorianer anhörte. Das wäre sonst sehr unangenehm gewesen.
Unschlüssig stand ich ein Stück hinter ihnen und warf Spybot einen warnenden Blick zu, der gerade nach Deadeye schnappte. Der kleine Droide versteckte sich schutzsuchend hinter meinem Rücken und ich konnte es ihm nicht verübeln. Die Mandalorianer beendeten ihren Lagebericht und traten gemeinsam mit ihrem Lord an den Holotisch heran. Mauls Augen fanden meine und er deutete mir an seine Seite zu kommen. Zögerlich trat ich vor und nahm den Platz zu seiner linken ein. Rooks finsterer Blick entging mir dabei keinesfalls.
„Über die letzten Monate ist es uns gelungen, einen Teil unseres Einflusses wiederherzustellen. Die großen Syndikate entziehen sich bisher jedoch unserem Griff. Ich plane sie alle zu unterwerfen, einen nach dem anderen. Doch dafür brauchen wir Unterstützung“, begann Maul und sah kurz zu mir herunter.
„Ren hat mir ihre Loyalität bewiesen und sich dem Schattenkollektiv angeschlossen. Die Macht ist stark in ihr. Ich habe sie in den letzten Wochen in der Macht und im Kampf mit den Lichtschwertern ausgebildet. Das und ihre Fähigkeiten als Kopfgeldjägerin werden uns bei unseren Vorhaben einen Vorteil bringen.“
Alle Augen richteten sich auf mich. Rook und die Brüder sahen mich an, als würden sie mich am liebsten umbringen. Ich spürte ihr Misstrauen und ihre Verachtung nur allzu deutlich. Der Einzige, der mich anders ansah, war Styx Mallis. Er musterte mich neugierig und ich merkte, wie seine Augen über die Musterung meiner Haut wanderten. Ich spürte seine Faszination und wandte den Blick schnell wieder ab. Da waren mir die totbringenden Blicke der anderen lieber. Mit Hass und Verachtung konnte ich umgehen. Als Kopfgeldjägerin arbeitete ich in der Regel nur mit anderen Kopfgeldjägern zusammen und die hatten selten mehr als Verachtung füreinander über.
„Das wird sich zeigen. Sie sieht nicht sehr beeindruckend aus. Eher schmächtig.“
Scorn musterte mich kritisch und ich sah ihn finster an. Schmächtig?! Ich war nur einen halben Kopf kleiner als Maul und überragte Rook damit ein gutes Stück. Meine Figur war eher schlank als muskelbepackt, aber Mauls brutales Training hatte meinen Körper in den vergangenen Wochen gestählt. Für jemanden wie Scorn sah vermutlich jeder wie ein Zahnstocher aus, doch ich würde diese Beleidigung nicht auf mir sitzen lassen. Grimmig verschränkte ich die Arme vor der Brust und spannte dabei unbewusst die Muskeln an, die gut sichtbar unter der Haut spielten.
„Mit dir nehme ich es jederzeit auf, Großer“, knurrte ich entschlossen und Scorn lachte auf. Er erwiderte meinen herausfordernden Blick und ich wusste, dass er in mir keine Herausforderung sah. Ich hatte schon Trandoshaner getötet, die größer waren als er. Wenn er einen Kampf wollte, konnte er ihn haben.
„Das reicht!“ Mauls strenge Stimme lenkte die Aufmerksamkeit aller wieder auf ihn. Der Zabrak warf mir einen warnenden Blick zu, doch ich zuckte nur mit den Schultern. Er kannte mich mittlerweile gut genug, um zu wissen, dass ich mir sowas nicht gefallen ließ.
„Wichtigere Angelegenheiten erfordern unsere Aufmerksamkeit. Rook.“
Die Mandalorianerin begann sogleich ein paar Knöpfe auf dem Holotisch zu drücken. Mit einem Flackern erschien das Hologramm eines Planeten mit zerfurchter Oberfläche.
„Wir haben alle Daten über Corvus gesammelt und wissen nun genau, wo wir zuschlagen können“, berichtete Rook und zoomte in das Hologramm hinein.
Bei dem Namen des Planeten horchte ich überrascht auf. Corvus war ein imperialer Industrieplanet. In den Minen wurde Gold abgebaut, dass dann in einer Fabrik auf dem Planeten geschmolzen und zu den wertvollen Barren verarbeitet wurde. Der Planet war mir ein Begriff, da es als unmöglich galt die Goldtransporte auf und von dem Planeten zu überfallen. Gespannt hörte ich zu, was sie geplant hatten.
„Corvus hat ein beinahe lückenloses Sicherheitssystem. Über einen Informanten gelangen wir an den tagesaktuellen Sicherheitscode, mit dem wir den Luftraum passieren dürfen. Wir haben eine halbe Stunde, bis unsere Abwesenheit auffällt. Sowohl die Produktionshallen als auch das Lager sind streng geschützt. Hier ist ein erfolgreiches Vordringen nahezu unmöglich. Die einzige Schwachstelle stellt der Zug dar, der die Barren zwischen den beiden Orten transportiert. Dabei kreuzt er exakt alle vier Stunden diese Stelle“, erklärte Rook und zeigte in dem Hologramm auf besagten Punkt. Dort war die Zugstrecke abgebildet, die an einem tiefen Abgrund in einer Schlucht entlangführte. Die eingezeichneten Linien zeigten die Wege der Patrouillenschiffe.
„Zwei Patrouillenschiffe fliegen die Strecke gleichzeitig ab und treffen sich an diesem Punkt. Sie fliegen zu ihrer Station und drehen dann wieder um. Wir überfallen den Zug, kurz nachdem sie sich getroffen haben. Wenn man die Geschwindigkeit des Zuges einberechnet, bleibt uns ein Zeitfenster von 5 Minuten. Nach Ablauf der Zeit geraten wir in Sichtweite der Station und die Patrouille kommt uns wieder entgegen. Unser Ziel ist der vierte Wagon von hinten. Die letzten zwei Wagons sind routinemäßig leer und jeder dritte Wagon ist mit Wachen besetzt. Wenn wir es schaffen, die letzten vier Wagons vom Rest des Zuges zu trennen, müssen wir nur einen Bruchteil der Wachen ausschalten.“
„Wie sicher sind wir uns über die Zuverlässigkeit dieser Informationen?“ Maul musterte das Hologramm und hatte nachdenklich eine Hand an sein Kinn gelegt.
„Zu 90%. Die Wachmänner mit denen wir uns unterhalten haben, waren sehr gesprächig. Ich glaube sie hatten zu viel Angst, um uns anzulügen und ihre Aussagen passten zueinander.“ Rooks Aussage ließ vermuten, dass es keine nette Unterhaltung gewesen war. Mauls Blick blieb kritisch.
„Und wie separieren wir den Wagon?“ Rook schien diese Frage erwartet zu haben.
„Wir können uns nicht mit dem Schiff nähern, da es zu viel Aufmerksamkeit erregen würde. Daher müssen wir einen kleinen Trupp an den Schienen absetzten, der die Wagons voneinander trennt. Wir könnten den Wagon mittels einer Sprengfalle trennen oder das Energiefeld der Kopplung stören. Das Timing ist hierbei entscheidend, da wir nur den Bruchteil einer Sekunde haben, um den Zug an der richtigen Stelle zu treffen. Und diese Manöver würden nicht unbemerkt bleiben, was unser Zeitfenster erheblich einschränken könnte.“
Rook hatte nicht ganz unrecht. Das Risiko die Falle zu einem falschen Zeitpunkt zu aktivieren war zu groß. Der Zug könnte entgleisen und in die Schlucht stürzen, was neben dem Verlust der Beute auch mit Sicherheit ungewollte Aufmerksamkeit auf das Vorhaben lenken würde. Wir mussten dezenter vorgehen. Nachdenklich betrachtete ich die Karte und hörte den anderen nur mit halbem Ohr zu, als sie mögliche Vorgehen besprachen. Plötzlich kam mir eine Idee. Sie war etwas gewagt, aber möglich. Ja, so könnte es gehen.
„Ren?“ Überrascht sah ich auf, als Maul meinen Namen sagte.
„Wie würdest du vorgehen?“ Mauls sah mich aus seinen glühenden Augen auffordernd an und ich räusperte mich. Die Blicke der anderen ignorierend streckte meine Hand aus, um die Karte etwas zu vergrößern.
„Das Zeitfenster für den Angriff ist optimal. Allerdings glaube ich, dass wir beim Abtrennen der Wagons vorsichtig sein sollten. Wenn wir die Energieversorgung direkt zwischen den beiden Wagons trennen, bekommen die Wachen vielleicht gar nicht mit, dass ein Teil des Zuges fehlt. Dafür müssen wir aber direkt auf den Zug“, schlug ich vor und Rook sah mich mit zusammengekniffenen Augen an.
„Der Zug fährt mit über 100 Clicks pro Stunde. Wie sollen wir auf dem Zug kommen und uns dort halten?“ Rooks Stimme war abschätzig, doch ich war auf ihre Frage vorbereitet.
„Das Schiff könnte den kleinen Trupp an der Klippe über den Schienen absetzten, bevor die Patrouillen sich dort treffen. Die Patrouillen halten nach Schiffen Ausschau, also sollten wir unbemerkt bleiben. Sobald der Zug den Treffpunkt kreuzt, seilen wir uns auf das Dach ab. Mit Hilfe von speziellen Magno-Boot-Aufsätzen können wir uns auf den Wagons fortbewegen, ohne vom Fahrtwind heruntergerissen zu werden. Dann können wir zuerst die letzten drei Wagons abtrennen, um die Wachen loszuwerden, bevor wir den Wagon mit der Ware abtrennen. Zusätzlich müssen wir das Funksignal stören, damit der Zug kein Notsignal absetzen kann. Wenn wir es geschickt anstellen und die Ortung des Zuges aktiv lassen, wird keine der beiden Seiten merken, dass das Signal weg ist. Mit etwas Glück bemerken sie den Überfall erst, wenn wir schon längst wieder verschwunden sind.“
„Selbst wenn das klappen würde, woher bekommen wir diese Magno-Boot-Aufsätze, von denen du gesprochen hast“, warf Styx ein und ich grinste.
„Ich kann sie bauen. Es braucht auch keine besonderen Komponenten. Dafür muss ich nur ein paar Teile umbauen und programmieren. Wenn sie fertig sind, können sie an den Stiefel angebracht werden und die Sensoren erkennen durch Muskelbewegung, wenn sich der Magnet vom Boden lösen soll.“
Ich bemerkte das Maul mich mit hochgezogenen Augenbrauen ansah. Mit einem solchen Vorschlag hatte er wohl nicht gerechnet. Die Ingenieurin in mir hatte allerdings schon genau vor Augen, wie sich der Plan umsetzten ließ. Ich hatte solche Aufsätze schon einmal gebaut, da mir richtige Magno-Boots zu unpraktisch waren. Für die Fortbewegung im Weltraum mochten sie praktisch sein, doch für die normalen Gegebenheiten waren sie zu schwer. Mit den Aufsätzen konnten wir die Magneten zielgerichtet einsetzen.
„Wie lange brauchst du dafür“, fragte Maul nachdenklich und ich überlegte kurz. Ich musste erstmal die passenden Teile finden, der Rest würde schneller von statten gehen.
„Das kommt auf die Anzahl an. Wenn wir von 10 Paaren ausgehen, dann würde ich sagen ein bis zwei Tage.“ Maul nickte und wandte sich den anderen zu.
„Rens Vorschlag klingt umsetzbar. Gibt es Einwände?“
Neugierig sah ich die anderen an. Die Brüder schüttelten knapp den Kopf und Styx schien ebenfalls von der Idee überzeugt. Mein Blick fuhr zu Rook, deren Lippen zu einer schmalen Linie gepresst waren. Alles in ihr sträubte sich, doch schließlich stimmte sie zu. Oh, sie hasste es, dass ich recht hatte.
„Dann ist es beschlossen. Ren, du baust diese Vorrichtungen. Sie müssen bis zu unserem Aufbruch morgen Mittag fertig ein. Icarus wird dir dabei helfen“, beschloss Maul und mein Blick schnellte entgeistert zu ihm.
Ich wusste das Icarus derjenige war, der sich um Mauls Beine kümmerte. Und nach dem, was ich gesehen hatte, hatte er seine Arbeit ganz gut gemacht. Für den schlechten Allgemeinzustand der Prothesen konnte er schließlich auch nichts. Er würde also mit Sicherheit eine Hilfe sein, aber ich würde es lieber allein machen. Vor allem da er mich ansah, als würde er sein Wurfmesser am liebsten zwischen meinen Augen versenken.
„Das ist nicht notwendig“, fing ich an zu protestieren, doch Mauls strenger Blick ließ mich verstummen.
„Das ist ein Befehl.“
Alles in mir sehnte sich danach ihm seinen Befehl an den gehörten Kopf zu werfen, doch ich hatte ihm versprochen ihn vor seinen Leuten nicht in Frage zu stellen. Also nickte ich gehorsam und Maul schien damit äußerst zufrieden.
„Dann ist es beschlossen. Rook, du wählst mit Styx fünf eurer besten Leute für den Angriffstrupp aus. Icarus, Scorn und Ren werden euch begleiten. Es ist von höchster Wichtigkeit, dass man uns nicht mit dem Überfall in Verbindung bringt. Wir müssen unsere Identität verschleiern, das gilt vor allem für euch drei.“ Maul sah dabei zu den Brüdern und zu mir.
Wir waren die auffälligsten in der Truppe. Die Mandalorianer versteckten ihre Gesichter ohnehin hinter den Helmen und konnten auffällige Merkmale ihrer Rüstung einfach durch Farbe verdecken. Bei den beiden Zabraks und mir würde das schon schwieriger werden, aber ich hatte bereits eine Idee.
Maul wandte sich zu mir um und sah dann zu Styx.
„Styx wird dir dein Quartier zeigen. Beginne danach umgehend mit deiner Aufgabe“, ordnete Maul an und ich nickte.
Styx ging voran aus dem Besprechungszimmer und ich zögerte einen Moment. Es fühlte sich seltsam an, nach den ganzen gemeinsamen Wochen jetzt von Maul getrennt zu sein. Mir war klar, dass es nur eine kurze Trennung war und er nur ein paar Räume entfernt sein würde. Und doch wusste ich, dass sich ab jetzt alles ändern würde. Als wir auf Kashyyyk waren, hatte Maul seine ganze Aufmerksamkeit mir und meinem Training gewidmet. Von nun an musste er sich wieder darauf konzentrieren sein Syndikat zu führen und seine Rachefeldzüge zu planen. Es war albern, aber ich verspürte fast wenig Wehmut. Maul legte den Kopf schief, als er mein Zögern bemerkte.
Ich riss mich aus meiner Starre und folgte Styx, der in der geöffneten Tür auf mich wartete. Er führte mich durch einen langen Korridor, während Deadeye leise hinter uns herschwebte.
„Du hast gute Ideen“, sagte Styx auf einmal unvermittelt und ging langsamer, um neben mir zu laufen.
„Vielleicht ist es ja doch gar nicht so schlecht, dass Lord Maul dich nicht umgebracht hat.“ Auf seinen Lippen lag ein neckisches Grinsen und ich sah ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an.
„Schön, dass wenigstens einer hier mich nicht tot sehen will“, murrte ich und Styx lachte.
„Stimmt, besonders viele Bewunderer hast du hier nicht. Vor allem Rook hat nicht vergessen, dass du Lord Maul umbringen wolltest. Sie ist sehr nachtragend bei sowas.“ Das hatte ich gemerkt. Seine Aussage machte mich allerdings neugierig.
„Und du nicht?“ Styx zuckte gleichgültig mit den Schultern.
„Du hast ihn ja nicht getroffen. Und Lord Maul wird sich schon etwas dabei gedacht haben, dich mit hierher zu bringen. Das heißt nicht, dass ich dir vertraue, aber ich mache mir nicht so viele Gedanken wie Rook.“ Styx musterte mich interessiert.
„Ich fand deine Flucht auf Jaresh übrigens beeindruckend. Ich hatte nicht geglaubt, dass du einen Aufprall aus der Höhe überlebst. Aber als Nixe hast du mit Wasser wohl kein Problem.“
Meine Augen verengten sich bei dem Wort `Nixe´.
„Ich bin keine Nixe“, knurrte ich, was Styx allerdings nur amüsierte.
„Wenn du meinst.“
Wir blieben stehen und Styx deutete auf den Flur, der zur rechten Seite vom Korridor abging.
„Auf beiden Seiten dieses Flures liegen die Schlafquartiere der Mandalorianer. Rooks Quartier und meins sind auf dem Flur gegenüber. Dort haben auch die Brüder ihre Zimmer“, erklärte Styx und ich war überrascht, als wir an den Fluren vorbeigingen.
„Und wo bringst du mich hin“, fragte ich misstrauisch, als wir in den letzten Flur des Korridors einbogen.
„Lord Maul hat angeordnet, dass du in seiner Nähe untergebracht wirst. In diesem Flur liegt nur sein Quartier. Es ist das letzte hinten rechts. Daneben ist das Zimmer, in dem er meditiert. Wir haben dir den Raum davor hergerichtet.“
Ich konnte verstehen, dass Maul sein Schlafquartier fern von den anderen gewählt hatte. In den seltenen Fällen, in denen er schlief, wurde er von seinen Alpträumen geplagt. Und da er auf keinen Fall Schwäche zeigen wollte, war sein Zimmer so abgelegen, dass keiner seine Schreie hören konnte. Aber warum wollte er dann mich in seiner Nähe haben?
Styx schien sich genau die gleiche Frage zu stellen. Er musterte mich einen Moment nachdenklich, bevor er die Tür zu meinem neuen Zimmer öffnete. Neugierig trat ich ein und sah mich in dem Raum um. Er war groß, mit einer kleinen Sitzgruppe, einem breiten Bett, zwei Kommoden und einem eigenen Badezimmer.
„Finde dich erstmal zurecht. Falls du die Werkstatt suchst, die ist neben dem Lagerraum, kurz vor dem Hangar. Du kannst sie nicht verfehlen“, erklärte Styx und ich prägte mir seine Beschreibung schnell ein.
„Ach und noch was. Ich würde Scorn nicht verärgern, wenn ich du wäre.“
„Ich habe keine Angst vor ihm“, erwiderte ich grimmig und Styx lachte.
„Das habe ich gemerkt. Mut hast du, das muss ich dir lassen. Wir sehen uns später, Nixe.“ Styx zwinkerte mir zu und ich funkelte ihn wütend an.
„Nenn mich nicht so“, knurrte ich, doch Styx lachte nur und verschwand aus dem Zimmer. Die Tür schloss sich hinter ihm und ich fluchte leise. Mit ihm würde ich sicher noch Spaß haben.
Nachdem ich mir das Zimmer genauer angesehen hatte, beschloss ich keine Zeit zu verlieren und die Werkstatt zu suchen. Ich öffnete meine Tür und stand auf einmal Icarus gegenüber, der wohl gerade hatte eintreten wollen.
„Komm mit“, knurrte er und drehte sich um, ohne auf eine Antwort zu warten. Ich verkniff mir einen Kommentar und folgte ihm zurück in Richtung Hangar.
Wir betraten die große Werkstatt und ich sah mich mit leuchtenden Augen um. Es gab jede Menge Werkzeug, Teile und Pläne und ich widerstand der Versuchung mir alles genauer anzuschauen. Icarus sagte nichts, sondern starrte mich aus seinen roten Augen einfach nur auffordernd an.
„Ich mache eine Liste mit den Teilen, die wir brauchen. Wenn wir alles zusammen haben, zeige ich dir wie wir die Magnete bauen können“, schlug ich vor und Icarus nickte nur stumm. Ich sah ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an.
„Du bist nicht sonderlich gesprächig, oder?“
Icarus schwieg und verengte zur Antwort nur grimmig die Augen. Ich seufzte. Das konnte ja heiter werden.
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Notes:
Ich konnte nicht anders als ein bisschen über Icarus und Scorn zu schwärmen. Natürlich kommt keiner an Maul heran, aber Icarus ist schon verdammt heiß! Ich beneide Ren etwas. XD
Vielen Dank für eure Favos! Ich habe mich sehr darüber gefreut und hoffe euch gefällt die Geschichte weiterhin. ^-^