Kapitel 23 Das Lied der Bestie
Kapitel 23 Das Lied der Bestie
(Leo)
Ich wischte hastig das letzte Stück Geschirr trocken, während das warme Wasser noch leise im metallischen Spülbecken plätscherte. In meinem Kopf drehte sich alles im Kreis. Lukes anzügliche Andeutungen am Küchentisch brannten immer noch wie flüssiges Feuer auf meinen Wangen. Ich brauchte diese mechanische, monotone Arbeit jetzt einfach, um nicht vollends durchzudrehen.
Luke und Adam waren kurz nach dem Essen im Weinkeller verschwunden. Ein tiefer Atemzug der Erleichterung entwich meiner Brust, als die Küchentür hinter den beiden ins Schloss fiel. Endlich ein Moment ohne diese erdrückende, zwei Meter große Präsenz, die mir bei jedem einzelnen Blick die Luft zum Atmen raubte.
Isabel schien es genauso zu gehen. Sie atmete laut aus, kletterte mit einer schwungvollen Bewegung direkt auf den Küchentresen und ließ die Beine locker baumeln. Die nackte Angst vor den Wölfen und die totale Befangenheit wegen Adam schienen für einen winzigen Moment der alten, tiefen Vertrautheit zwischen uns beiden zu weichen.
„Leo?“, fragte sie leise. Ihre tiefbraunen Augen blickten mich fast schon sehnsüchtig an. „Kannst du… kannst du vielleicht ein bisschen was für mich singen? So wie früher? Wenn wir spätabends im Café saßen und die Kaffeemaschine saubergemacht haben?“
Ich hielt mitten im Abtrocknen inne. Das Tuch glitt mir fast aus den Fingern, und mein Blick wanderte sofort nervös zur Kellertür. Ich wusste ganz genau, wie gefährlich es war, hier drinnen unkontrollierte Geräusche zu machen. Luke sah alles, Luke kontrollierte alles. Aber als ich in Isas Gesicht sah und den frischen Verband an ihrem Arm bemerkte, siegte die Sehnsucht nach unserem alten Leben über jede Vorsicht. Ich lächelte schwach und nickte. Ich schloss die Augen, atmete die warme Küchenluft tief ein und begann ganz leise, aber mit einer unglaublichen, reinen Klarheit, die ersten Zeilen von „Iris“ von Dean Lewis zu singen.
Am Anfang zitterte meine Stimme noch ein wenig vor reiner Nervosität, doch mit jedem Wort legte ich mehr von mir selbst in die Melodie. Es war, als könnte ich all den aufgestauten Schmerz der letzten Tage heraussingen die Trauer um meine Eltern, die unerträgliche Wut auf Bens feigen Verrat, das einfach weggewischte Café und vor allem diese verrückte, hitzige Angst vor Luke, die mich innerlich förmlich auffraß. Meine Stimme klang weich, ein bisschen rauchig und hallte mit einer wunderschönen, traurigen Intensität durch die riesige, sterile Villa. Isa lauschte mir mit feuchten Augen, vollkommen gefesselt.
Ich war gerade bei den letzten, leisen Zeilen des Songs, als mir plötzlich ein eiskalter Schauer über den Rücken jagte. Alle feinen Härchen auf meinen Armen stellten sich auf. Ich ließ den letzten Ton verklingen. Im selben Moment hörte ich ein vertrautes, schweres Knarzen auf dem Parkett direkt hinter mir.
Ich drehte mich ruckartig um, das Küchentuch fest an meine Brust gepresst, und mein Herz setzte einen heftigen Schlag aus. Sie waren zurück.
Luke stand im Schatten des Türrahmens zum Wohnzimmer, eine dunkle, unbezwingbare Wand im fahlen Abendlicht. Seine lila Augen fixierten mich mit einer solchen Intensität, dass mein Gehirn augenblicklich wieder den Dienst quittierte. Das hauchdünne, psychopathische Lächeln auf seinen Lippen war zurück, aber es lag ein völlig neues, berauschend intensives Leuchten in seinem Blick. Er hatte mich eiskalt erwischt. Er hatte jedes einzelne Wort gehört. Er wusste jetzt, dass ich singen konnte und sein mörderischer Besitzanspruch flammte in seinen Augen so heiß auf, dass mir schwindelig wurde.
Hinter seiner breiten Schulter baute sich Adam auf. In seiner Hand hielt er eine Flasche Wein, aber seine kühle, professionelle Killer-Miene war komplett verschwunden. Seine intensiv grünen Augen starrten direkt zu Isa auf dem Tresen. Es war kein arroganter Blick mehr er sah sie an, als hätte sie ihm gerade den Verstand geraubt. Vollkommen fasziniert, fast schon wehrlos vor diesem Bild, das sich ihm bot.
Isa bemerkte Adams Blick sofort. Ihre karamellfarbene Haut verfärbte sich im Bruchteil einer Sekunde zu einem tiefen, flammenden Knallrot. Sie rutschte panisch ein Stück auf dem Tresen zurück, schlang die Arme um den großen Pullover und brachte kein einziges Wort mehr heraus.
Das verrückte, intensive Kribbeln in meinem Bauch explodierte wie ein Lauffeuer, als Luke sich in Bewegung setzte. Jeder seiner schweren Schritte auf den Fliesen brachte mein Herz dazu, noch schneller gegen meine Rippen zu hämmern. Er trat direkt an mich heran, drängte mich mit seiner schieren Masse sanft gegen das Spülbecken und streckte eine große, nackte Hand aus. Seine Finger schlossen sich besitzergreifend um das Lederhalsband an meiner Kehle.
„Das war… ein bezauberndes Konzert, Leo“, raunte seine tiefe, samtige Stimme so nah an meinem Gesicht, dass sein warmer Atem meine Lippen verbrannte. Seine lila Augen sezierten meine nackte Panik. „Du hast mir verheimlicht, dass mein kleiner Welpe singen kann wie ein Engel. Eine unbezahlbare Sünde nach Regel Nummer 2. Adam wird den Wein jetzt mit Isabel im Wohnzimmer trinken… und wir beide gehen jetzt nach oben. Ich will hören, ob deine Stimme genauso schön klingt, wenn du unter mir liegst.“
Ich keuchte leise auf, unfähig zu atmen, während die Hitze unbarmherzig in meine Wangen schoss. Ich sah ihn aus riesigen, tränenfeuchten Bambi-Augen an, vollkommen perplex von dieser unerträglich dunklen Drohung. Er meinte es todernst. Er zog mich sanft, aber unnachgiebig am Halsband mit sich in Richtung Treppe, während ich im Vorbeigehen nur noch sehen konnte, wie Adam schweigend auf Isa zuging und das Spiel für uns alle in dieser Nacht unaufhaltsam begann.
Noch bevor ich den ersten Schritt auf die Marmorstufe machen konnte, griff Luke plötzlich nach mir. Mit einer unfassbaren Leichtigkeit, gegen die ich keine Chance hatte, packte er mich fest an der Hüfte, hob mich an und warf mich einfach über seine breite, harte Schulter.
„Luke! Lass das! Lass mich sofort runter, verdammt noch mal!“, schrie ich laut auf, schlug mit den Fäusten gegen seinen muskulösen Rücken und strampelte wild mit den Beinen. Mein Gesicht glühte so heftig, dass es brannte. Ich war im wahrsten Sinne des Wortes kopfüber in seiner Gewalt.
Er gab mir keine Antwort. Er stieß nur dieses tiefe, rauhe Lachen aus, das mir sofort wieder dieses verrückte Kribbeln in den Bauch jagte. Er trug mich die Treppe hoch, als wäre ich nichts weiter als eine leichte Decke. Seine schweren Schritte hallten unbarmherzig auf dem Holz wider, und noch bevor ich meinen Protest richtig zu Ende schreien konnte, stieß er die Eichentür meines Zimmers auf, trat ein und trat sie hinter uns mit dem Fuß zu.
Bamm.
Mit einer schnellen, fließenden Bewegung schwang er mich von seiner Schulter herunter und schmiss mich direkt rückwärts auf das große Bett. Ich landete weich in den Kissen, meine braunen Locken flogen mir wild ins Gesicht, und ich brauchte eine Sekunde, um mich aufzusetzen. Mein Atem ging flach und rasend schnell. Das Herz hämmerte mir bis zum Hals.
Ich wollte gerade aufspringen, da baute sich Luke bereits in seiner vollen Zwei-Meter-Größe direkt vor der Bettkante auf. Seine lila Augen brannten in dem gedimmten Licht des Raumes vor einem unbarmherzigen, dunklen Verlangen. Er hielt meinen Blick ununterbrochen gefesselt, während seine großen Finger langsam zum Kragen seines schwarzen Hemdes wanderten. Er begann, einen Knopf nach dem anderen zu öffnen. Bedächtig. Kontrolliert. Er zog sich das Hemd von den breiten Schultern und warf es achtlos zu Boden.
Mein Atem stockte komplett. Mein Gehirn schaltete sich auf der Stelle ab. Ich starrte ihn an und konnte nicht anders, als den nackten, perfekt durchtrainierten Oberkörper unter seinem Hemd zu bewundern. Seine Muskeln waren wie aus Stein gemeißelt, jede Linie strahlte eine brutale, unbezwingbare Kraft aus, die mich gleichzeitig zu Tode verängstigte und auf eine verbotene Weise völlig faszinierte. Er war eine wunderschöne, gefährliche Bestie. Luke gab mir keine Zeit, das Gesehene zu verarbeiten. Er stieg aufs Bett, drängte sich über mich und begrub mich allein durch seine gewaltige Präsenz unter sich. Er stützte die Hände links und rechts von meinem Kopf auf die Matratze und beugte sich so tief zu mir herunter, dass seine Lippen meine berührten.
Der Kuss traf mich wie ein Schlag. Es war kein sanfter Kuss mehr. Er forderte mich, dominierte mich, saugte meinen Atem in sich auf und brachte mein gesamtes Inneres zum Schmelzen. Ich war völlig überfordert zwischen den intensiven Küssen. Mein Kopf drehte sich im Kreis, das Kribbeln in meinem Bauch explodierte wie ein Lauffeuer, während seine Lippen immer wieder heiß auf meine trafen. Ich hasste ihn dafür, wie sehr er mich kontrollierte, aber mein Körper rebellierte komplett gegen meinen Verstand. Plötzlich spürte ich, wie seine große, warme Hand von meiner Taille langsam hinunterwanderte und sich den Weg in meine Hose bahnte. Seine Haut brannte wie Feuer auf meiner unberührten Haut.
Die nackte Panik um meine Reinheit schoss mir wie ein Elektroschock durch die Glieder. Ich war eine Jungfrau! Ich hatte so etwas noch nie getan! Die totale Überforderung brach aus mir heraus, und mit einer letzten, verzweifelten Kraftanstrengung presste ich meine Hände gegen seine harten Schultern und drückte mich ein Stück von ihm weg.
„Nein… Luke, nein!“, wimmerte ich atemlos, und heiße Tränen der Hilflosigkeit schossen mir in die blau-grauen Augen. Ich starrte ihn aus riesigen, schreckgeweiteten Bambi-Augen an, während meine Lippen zitterten. „Bitte… nicht. Ich… ich bin noch nicht so weit. Bitte lass es.“
Luke fror mitten in der Bewegung ein. Seine Hand blieb exakt dort liegen, wo sie war. Seine lila Augen verengten sich zu zwei schmalen, pechschwarzen Schlitzen, während er mein verweintes, hochrotes Gesicht sezierte. Die Luft im Zimmer schehn augenblicklich zu einer eiskalten Masse zu gefrieren. Jede sexuelle Dynamik wich im Bruchteil einer Sekunde einer nervenzerreißenden Stille. Ich hielt den Atem an, mein Herz pochte so laut, dass es mir in den Ohren dröhnte. Ich rechnete mit dem Schlimmsten. Ich dachte, die Bestie in ihm würde jetzt die totale Kontrolle übernehmen, weil ich es gewagt hatte, ihm eine Grenze zu setzen.
Doch Luke rührte sich erst nicht. Er verharrte über mir, seine Muskeln unter meiner Handfläche angespannt. Seine pechschwarzen, lila Augen wanderten langsam über mein Gesicht, lasen jede Spur meiner nackten Überforderung und das Zittern meiner Lippen. Dann passierte etwas, das mich völlig perplex zurückließ. Er ging nicht auf Distanz. Er entfesselte keinen Zorn. Stattdessen beugte er sich wieder ganz langsam zu mir herunter und drückte seine Lippen auf meine. Dieser Kuss war anders. Er war sanft, fast schon tröstend, hielt mich aber dennoch fest gefangen. Er nahm mir nicht die Luft, sondern gab sie mir zurück. Als er sich von mir gelöst hat, strich er mit den Knöcheln seiner nackten Hand über meine glühende Wange, hinunter zu dem Lederhalsband an meiner Kehle. Ein hauchdünnes, mörderisch sanftes Lächeln kehrte auf seine Züge zurück.
„Beim nächsten Mal dann vielleicht, mein kleiner Welpe“, raunte seine tiefe, samtige Stimme direkt an meinen Lippen, und sein Atem wärmte mein Gesicht. Er nahm die Hand aus meiner Hose, löste den Griff von meiner Taille und richtete sich in seiner vollen Zwei-Meter-Größe über dem Bett auf. Er drehte sich um, griff nach seinem schwarzen Hemd auf dem Boden und wollte in Richtung Tür gehen, um mich allein zu lassen.
Als ich sah, wie er sich abwandte, zog sich mein Magen schmerzhaft zusammen. Ein plötzliches, unerträgliches Gefühl von Schuld und Angst schoss mir durch die Brust. Es tat mir leid. Ich dachte, ich hätte ihn mit meiner Abweisung gekränkt, beleidigt oder wütend gemacht. Ein Don ertrug kein „Nein“. Und die Vorstellung, dass er jetzt wütend zu Adam und Isa nach unten ging oder mich aus Rache wieder für Tage wegsperrte, jagte mir eine unerträgliche Kälte durch den Körper. Trotz der Angst wollte ich nicht, dass er geht. Ich brauchte seine Hitze.
Aus reinem Instinkt schnellte ich auf dem Bett nach vorn. Ich streckte die Hand aus und packte ihn fest am Handgelenk, noch bevor er das Bett ganz verlassen konnte. Seine Haut war kochend heiß unter meinen kühlen Fingern. Luke hielt augenblicklich mitten in der Bewegung inne. Er drehte den Kopf langsam über die Schulter zurück zu mir. Seine lila Augen verengten sich zu zwei schmalen, intensiven Schlitzen, während er auf meine Hand an seinem Handgelenk und dann in meine tränenfeuchten, großen Bambi-Augen sah.
„Bitte… geh nicht“, flüsterte ich so leise, dass es kaum mehr als ein hauchendes Flehen in der Stille des Zimmers war. Ich krallte meine Finger noch ein Stück fester in sein Handgelenk, während die Röte mir wieder unbarmherzig ins Gesicht schoss. „Bitte bleib hier.“
Lukes Reaktion war berauschend und besitzergreifend zugleich. Er verlor kein einziges Wort. Er schimpfte nicht, er lachte nicht einmal spöttisch über meine Widersprüchlichkeit. Stattdessen warf er das schwarze Hemd wieder achtlos beiseite. Er drehte sich ganz zu mir um, stieg mit einer langsamen, unaufhaltsamen Raubtier-Präsenz zurück aufs Bett und drängte mich allein durch seine schiere Masse wieder vanished sanft nach hinten in die Kissen. Er legte sich nicht wieder schwer über mich. Er legte sich stattdessen direkt neben mich auf die Matratze, zog die schwere Daunendecke über uns beide und schlang seinen langen, muskulösen Arm bombenfest von der Seite um meine Taille. Er zog meinen Rücken brutal eng gegen seine nackte, heiße Brust, sodass ich jeden seiner schweren Herzschläge direkt an meinem Körper spüren konnte. Seine große Hand wanderte an meinen Nacken, seine Finger vergrub sich in meinen braunen Locken, und er drückte mein Gesicht sanft an seine Schulter.
„Ich gehe nirgendwohin, Leo“, raunte seine tiefe, samtige Stimme direkt in meinen Haaren, und der dominante Stolz in seinem Tonfall ließ mein Herz wie verrückt gegen meine Rippen hämmern. Das verrückte Kribbeln in meinem Bauch explodierte wie ein Lauffeuer. „Du hast mir vorhin deine Reinheit geschenkt. Und ich habe dir gesagt, dass ich ab jetzt jedes deiner ersten Male besitzen werde. Ich kann warten, Welpe. Ein Don hat alle Zeit der Welt, um sein Meisterwerk zu zähmen. Aber du schläfst heute Nacht genau hier. In meinem Schatten.“
Ich krallte meine Finger instinktiv in den Stoff seiner Hose, vergrub mein Gesicht tiefer an seiner warmen Schulter und atmete seinen Geruch aus Kälte und dunklem Kaffee ein. Ich war sein Gefangener, eingesperrt von seinen Wölfen und seinen Regeln aber in seinen Armen fühlte sich dieses Gefängnis in dieser Nacht unerträglich sicher an.
Der feste Griff seines Arms um meine Taille brannte wie flüssiges Feuer auf meiner Haut. Ich spürte jede einzelne Kontur seiner nackten, stahlharten Brust an meinem Rücken, jeden schweren und ruhigen Atemzug. In meinem Bauch tobte immer noch das unkontrollierbare Lauffeuer aus Panik und dieser unerträglichen, dunklen Anziehungskraft. Er war geblieben. Weil ich darum gebettelt hatte. Ich holte einmal tief Luft, sammelte all meinen verbliebenen Mut und zog den Kopf ganz langsam und vorsichtig ein Stück zurück. Luke bewegte sich nicht, aber seine lila Augen schnellten in der Dunkelheit sofort zu mir. Sie fixierten mich mit diesem besitzergreifenden, mörderisch sanften Leuchten, das mein Gehirn sofort wieder vollständig lahmlegte.
Ich zitterte am ganzen Körper, aber ich wich nicht aus. Ich hob meine Hände zögernd aus der Decke, führte sie langsam nach oben und legte meine kühlen Handflächen flach an seine markanten, kochend warmen Wangen. Er ließ es schweigend geschehen, fixierte einfach nur meine blau-grauen Augen. Ich stellte mich ein winziges Stück auf die Zehenspitzen, zog mich an ihm hoch und presste meine Lippen auf seine.
Es war kein verzweifelter Stoß mehr wie am Tag. Es war ein Kuss, den ich selbst initiiert hatte, getrieben von einem brennenden, unerträglichen Verlangen, das ich nicht mehr leugnen konnte. Seine Lippen teilten sich augenblicklich unter meinem sanften Druck, und er übernahm im Bruchteil einer Sekunde wieder die absolute Kontrolle. Seine Zunge glitt heiß und fordernd in meinen Mund, raubte mir jede Besinnung und schmeckte nach reinem, süßem Untergang. Ich stöhnte ungehalten in den Kuss hinein, während seine große Hand an meiner Taille unbarmherzig zupackte und mich noch fester an seine nackte Brust presste, bis kein Millimeter Luft mehr zwischen uns war. Jede Faser meines Körpers schrie nach ihm, bebte vor einer Lust, die mich völlig fassungslos machte.
Als er den Kuss schließlich vertiefte, seine Finger tiefer in meine Haare krallte und mich mit einer unbarmherzigen Dominanz an sich band, wusste ich, dass ich ihm für immer ausgeliefert war. Seine Lippen wanderten langsam von meinem Mund hinunter zu meinem Hals, saugten sich heiß an der zarten Haut direkt neben meinem Lederhalsband fest und hinterließen eine deutliche Markierung seines Besitzanspruchs. Ich warf den Kopf keuchend zurück, krallte die Finger fest in seine muskulösen Schultern und gab mich dem brennenden Lauffeuer in meinem Bauch komplett hin. In dieser Nacht besaß er mich zwar nicht meinen Körper, aber meine Seele, meine Lippen und jeden meiner Atemzüge in seinem unentrinnbaren Schatten.Als ich mich langsam wieder von ihm löste, glühte mein Gesicht so heftig, dass es regelrecht wehtat.
„Vielleicht…“, flüsterte ich mit ganz brüchiger Stimme, während meine Hände langsam von seinen Wangen hinunter zu seiner nackten Brust glitten. „Vielleicht wäre es okay, wenn ich mich kurz umziehe? Die Sachen… die Sachen sind nicht sonderlich bequem zum Schlafen.“
Luke sah mich einen langen, quälenden Moment lang schweigend an. Sein Daumen strich über das Lederhalsband an meiner Kehle, spannte es ganz leicht an, als wollte er prüfen, wie schnell mein Puls raste. Dann stahl sich dieses hauchdünne, psychopathische Lächeln zurück auf seine Lippen. Er hatte mein kleines Zugeständnis, den freiwilligen Kuss, in vollen Zügen genossen. Er hatte die totale Kontrolle über mich.
„Einverstanden, Welpe“, raunte seine tiefe, samtige Stimme direkt an meinem Gesicht.
Er lockerte den eisernen Griff um meine Taille und ließ mich gehen. Ich spürte sofort die plötzliche Kälte der Raumluft, als ich aus dem Bett kletterte. Doch noch bevor ich überhaupt einen einzigen Schritt in Richtung meines Kleiderschranks machen konnte, blieb ich wie angewurzelt auf dem Teppich stehen. Mein Atem stockte komplett. Luke blieb im Bett liegen, bewegte sich aber mit einer unheimlichen, raubtierhaften Langsamkeit. Er griff nach dem Bund seiner dunklen Anzughose, öffnete sie fließend und streifte das schwere Tuch mit einer absoluten Selbstverständlichkeit von seinen langen, muskulösen Beinen. Er entledigte sich der Hose komplett und warf sie achtlos über die Bettkante, sodass er nun nur noch in Unterhose im Bett lag. Seine zwei Meter Körpergröße wirkten in diesem Zustand noch massiver, noch atemberaubender. Jede einzelne Muskelgruppe an seinem Bauch und seinen Beinen war perfekt definiert. Seine lila Augen glänzten dunkel vor absolutem Amüsement, als er sah, wie ich ihn mit schreckgeweiteten Bambi-Augen anstarrte und mein Gehirn endgültig den Dienst quittierte.
„Zieh dich aus, Leo“, befahl er ruhig, und der unmissverständliche Tonfall in seiner Stimme ließ eine brutale Hitze durch meinen gesamten Körper schießen. „Keine Ausflüchte mehr zum Schrank. Mach dich fertig.“
Ich presste die Lippen zusammen, während meine Handflächen augenblicklich feucht wurden. Mein Herz hämmerte mir bis zum Hals. Unter seinem unnachgiebigen, berauschenden Blick griff ich mit zitternden Fingern nach dem Saum meines warmen Pullovers und zog ihn mir über den Kopf. Danach öffnete ich meine Hose und streifte sie ab, bis ich mich ebenfalls bis auf die Unterhose ausgezogen hatte. Ich stand vollkommen unbeschrieben, rein und zitternd vor der Bestie der Unterwelt. Das eng anliegende Lederhalsband war das Einzige, was jetzt noch meine nackte Haut bedeckte.
Luke bewegte sich kein Stück. Er lag einfach nur da, den Kopf leicht in die Kissen zurückgelegt, und seine lila Augen wanderten in einer quälend langsamen, hungrigen Linie an meinem nackten Körper hinauf und hinab. Er scannte jede Faser meiner Unschuld, als würde er sich jeden Zentimeter für die kommende Nacht einprägen. Ich schluckte den trockenen Kloß in meiner Kehle hinunter, trat zögerlich an die Matratze heran und kehrte wieder zu Luke ins Bett zurück.
Sobald ich unter die schwere Daunendecke schlüpfte, gab es kein Entkommen mehr. Luke fackelte nicht lange. Mit einer schnellen, unaufhaltsamen Bewegung rollte er sich zur Seite, schlang seinen langen, nackten Arm wieder bombenfest um meine Taille und zog meinen Rücken brutal eng an seine heiße, muskulöse Front. Unsere nackte Haut trennte jetzt fast nichts mehr. Die Hitze, die von seinem Körper ausging, verbrannte mich regelrecht. Er vergrub sein Gesicht tief in meinen braunen Locken, während seine große Hand an meinem Nacken das Leder des Halsbandes umfasste und einen festen, unendlichen Besitzanspruch demonstrierte.
„Jetzt gehörst du mir richtig, Leo“, flüsterte seine tiefe, raue Stimme direkt an meiner Haut, und das verrückte Kribbeln in meinem Magen explodierte wie ein Lauffeuer. „Schlaf jetzt. Morgen gehört deine Stimme ganz allein mir.“
Ich krallte meine Finger in das Kissen, unfähig zu atmen, während das rasende Hämmern meines Herzens mich in den Schlaf begleitete geborgen und gleichzeitig gefangen im dunkelsten Gefängnis meines Lebens.
Das erste, blasse Licht des Morgens schnitt fahl durch die hohen Fenster meines Zimmers und vertrieb die Dunkelheit der Nacht. Ich blinzelte kurz, die Augenlider noch schwer vom Schlaf, während mein Verstand nur quälend langsam in die Realität zurückkehrte. Es war so warm unter der schweren Daunendecke. Erst als ich mich ein kleines Stück bewegen wollte, sackte mir das Herz schlagartig bis in die Zehenspitzen. Mein ganzer Körper gefror vor reinem Schreck.
Ich hatte im Schlaf jede Hemmung verloren. Ich hatte meine Beine eng um Lukes massiven Oberkörper geschlungen und hielt seinen Kopf mit beiden Armen fest an meine Brust gepresst. Seine nackte, stahlharte Haut drückte direkt gegen meine. Ich spürte jede Kontur seiner Muskeln, die immense Hitze, die von ihm ausging, und das tiefe, gleichmäßige Heben und Senken seiner Brust. Meine Finger waren fest in seinen dunklen Haaren vergraben. Ich hielt den Mafia-Boss im Schlaf umschlungen wie ein schutzbedürftiges Kind und das, obwohl er zwei Meter pure, psychopathische Kontrolle war. Bevor ich mich überhaupt panisch aus dieser unfassbar intimen Position befreien konnte, passierte es.
Luke war anscheinend schon längst wach. Seine lila Augen schnellten in der Dämmerung auf und fixierten mein kreidebleiches Gesicht mit einer Intensität, die mir sofort jede Luft zum Atmen raubte. Ein mörderisch sanftes, hauchdünne Lächeln stahl sich auf seine Züge. Er fackelte nicht lange. Mit einer unheimlichen, raubtierhaften Langsamkeit bewegte er den Kopf an meiner Brust, beugte sich vor und leckte mir mit seiner heißen, feuchten Zunge direkt über die Brustwarze.
Der plötzliche, Reiz traf mich wie ein heftiger elektrischer Schlag. Mein Gehirn schaltete sich im Bruchteil einer Sekunde komplett ab. Eine extreme, brennende Welle aus purer Hitze schoss mir durch den gesamten Körper, und das verrückte Kribbeln in meinem Bauch explodierte in einer völlig neuen Dimension. Ich verlor die absolute Kontrolle über mich selbst. Ein unwillkürliches, unfassbar tiefes und raues Stöhnen entrann meiner Kehle und hallte laut in der Stille des Raumes wider.
Sobald das Geräusch meine Lippen verlassen hatte, schoss mir das Blut so mörderisch in die Wangen, dass ich dachte, ich verbrenne auf der Stelle. Vor nacktem Entsetzen und schierer Überforderung riss ich die Arme von seinem Kopf weg und hielt mir panisch beide Hände vor den Mund. Meine blau-grauen Augen waren riesig geweitet, tränennass, und ich starrte ihn aus panischen Bambi-Augen an. Ich hatte gestöhnt. Freiwillig. Direkt vor ihm.
Lukes Reaktion war der pure, dunkle Triumph. Er schrie nicht, er bewegte sich nicht einmal hektisch. Stattdessen vertiefte sich das psychopathische Lächeln auf seinen Lippen, und seine lila Augen glänzten vor einem berauschenden, besitzergreifenden Stolz. Er hatte mein sündhaftes Geräusch gehört. Er hatte gehört, wie seine Berührung mich komplett wehrlos gemacht hatte. Er genoss seine Macht über mein Verlangen in vollen Zügen. Er streckte eine große, nackte Hand aus, packte meine beiden Handgelenke und zog meine Hände mit einer spielerischen, aber unnachgiebigen Leichtigkeit von meinem Mund weg, sodass er mein hochrotes, zitterndes Gesicht wieder ganz sehen konnte.
„Ein herrlicher Empfang am Morgen, mein kleiner Welpe“, raunte seine tiefe, samtige Stimme direkt an meinen Lippen, und sein warmer Atem verbrannte meine Haut. Er beugte sich schwer über mich, drängte mich tiefer in die Kissen und fixierte mich mit einer erdrückenden Dominanz. „Du hast mir gestern dein Lied geschenkt… aber dieses Geräusch eben war die schönste Melodie, die ich je in diesem Haus gehört habe. Ich habe dir gesagt, dass deine Stimme ab heute mir gehört. Und ich werde heute Nacht dafür sorgen, dass du noch viel lauter für den Don der Unterwelt stöhnst.“