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Kapitel 24 Das Gericht des Alphas

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Kapitel 24 Das Gericht des Alphas

Er strich mit dem nackten Daumen fest über das Lederhalsband an meiner Kehle, spürte das wilde, unaufhaltsame Rasen meiner Halsschlagader und ließ mich einfach völlig hilflos unter seinem enormen Gewicht zappeln, während die Hitze in meinem gesamten Körper unbarmherzig weiterbrannte.

Klopf. Klopf.

Das plötzliche Geräusch zerriss die aufgeladene, kochend heiße Luft im Zimmer wie ein brutaler Peitschenknall. Doch noch bevor Luke oder ich überhaupt reagieren, uns sortieren oder uns aus der Decke befreien konnten, drückte sich die Klinke auch schon unbarmherzig nach unten. Die schwere Eichentür flog schwungvoll auf und Isabel und Adam traten herein, ohne überhaupt auf eine Antwort oder ein Herein zu warten.

Die Szene, die sich den beiden Eindringlingen in diesem Moment bot, war an Intimität und Erotik kaum zu übertreffen. Wir lagen beide fast vollkommen nackt im Bett. Luke lag mit seinem massiven, durchtrainierten Oberkörper direkt über mir, seine großen Hände hielten meine Handgelenke immer noch fest und unnachgiebig auf der Matratze fixiert. Meine Beine waren noch halb um seine Hüften geschlungen, mein Gesicht war purpurrot vor Hitze und mein Atem ging flach vor lauter schierer Überforderung. Das eng anliegende Lederhalsband um meine Kehle war für jeden im Raum deutlich sichtbar und brandmarkte mich als sein Eigentum.

Die Reaktionen der beiden Eindringlinge waren  filmreif. Isa froh mitten im Schritt komplett ein. Ihre tiefbraunen Augen weiteten sich zu zwei riesigen Tellern, und ihre karamellfarbene Haut verfärbte sich in Rekordzeit zu einem tiefen, flammenden Knallrot, das fast noch intensiver leuchtete als meines. Ihr sonst so loses Mundwerk versagte im ersten Moment vollständig. Sie starrte fassungslos auf Lukes breiten, nackten Rücken, dann hinab zu meinen Beinen und schlug sich schließlich geschockt beide Hände vor das Gesicht.

„Oh mein Gott…“, stammelte sie mit sich überschlagender, schriller Stimme und drehte sich hastig mit dem Rücken zu uns zur Wand um. Ihr Hang zum absoluten Problemfall brach trotz des Schocks sofort wieder durch. „Ich… ich nehme  alles zurück, was ich gestern über ‚kein Ficken‘ gesagt habe! Ihr… ihr seid ja schon mitten in der Dark-Romance-Fortsetzung! Leo, warum hast du mir nicht gesagt, dass der Riese morgens keine Klamotten trägt?!“

Ganz im Gegensatz zu Isa blieb Adam vollkommen professionell zumindest für den Bruchteil einer Sekunde. Er hielt auf der Schwelle inne, die dünne Aktenmappe fest im Griff. Seine kühle, unnahbare Miene veränderte sich kaum, aber seine intensiv grünen Augen wanderten langsam und prüfend über die intime Position seines Bosses. Ein unverschämtes,  amüsiertes Grinsen stahl sich auf seine Lippen. Er hob eine Hand, strich sich lässig durch die braunen Haare und warf mir einen vielsagenden Blick zu, der mich am liebsten auf der Stelle unter der Daunendecke hätte versinken lassen.

„Guten Morgen, Boss“, raunte Adam mit seiner ruhigen, tiefen Stimme, und der spöttische Unterton war unüberhörbar. „Es tut mir leid, die… familiäre Idylle zu stören. Aber wir haben ein massives Update vom Güterbahnhof. Ben hat einen fatalen Fehler gemacht.“

Luke bewegte sich mit einer beängstigenden, raubtierhaften Langsamkeit. Er fluchte nicht, er wurde nicht einmal hektisch oder verlegen, weil man ihn in dieser verfänglichen Situation erwischt hatte. Ein Mann wie er schämte sich nicht. Er ließ meine Handgelenke langsam los, richtete sich in seiner vollen Zwei-Meter-Größe auf dem großen Bett auf und warf den beiden einen eiskalten, mörderisch ruhigen Blick aus seinen lila Augen zu. Das hauchdünne Lächeln kehrte auf seine Lippen zurück. Er genoss es förmlich, dass Adam und Isa jetzt ganz genau gesehen hatten, wie wehrlos ich unter ihm gewesen war.

„Ihr habt genau drei Sekunden Zeit, um euch umzudrehen und die Tür von außen zu schließen“, sagte Luke. Seine Stimme war leise, samtig, aber die unbarmherzige Dominanz darin ließ Isa an der Wand sofort unwillkürlich erzittern. „Bevor ich Nox den Befehl gebe, euch das Frühstück aus dem Leib zu prügeln. Adam… wir sind in fünf Minuten unten.“

Ich nutzte den rettenden Moment sofort, riss mir die schwere Daunendecke bis über die Nase hoch und vergrub mein glühendes Gesicht tief im Kissen, während mein Herz wie verrückt gegen meine Rippen hämmerte und das klebrige Kribbeln in meinem Magen mich komplett überwältigte. Durch den dicken Stoff der Decke hindurch hörte ich, wie die Zimmertür mit einem leisen Klick ins Schloss fiel. Isa und Adam waren fluchtartig geflüchtet. Die Schritte auf dem Flur verhallten rasch, und im Zimmer kehrte diese erdrückende, aufgeladene Stille zurück.

Ich rührte mich keinen Millimeter, hielt die Daunendecke immer noch eisern über meine Nase gezogen und starrte ins Dunkle. Mein Gesicht brannte so mörderisch, dass ich dachte, es müsste jeden Moment anfangen zu rauchen. Plötzlich spürte ich eine Bewegung auf der Matratze. Das Bett gab unter Lukes enormem Gewicht nach. Er war nicht aufgestanden, um sich hastig anzuziehen. Er hatte sich stattdessen wieder tief zu mir heruntergebeugt. Mit einer langsamen, unaufhaltsamen Leichtigkeit griffen seine großen, warmen Finger nach dem oberen Rand der Decke. Er zog den Stoff zentimeterweise nach unten, bis mein hochrotes, völlig überfordertes Gesicht wieder freigelegt war. Ich starrte ihn aus riesigen, tränenfeuchten Bambi-Augen an, die Hände immer noch flach gegen meine nackte Brust gepresst.

Luke sah schweigend auf mich herab. Er fluchte nicht, er schimpfte nicht über die Störung. Auf seinen Lippen lag dieses hauchdünne, psychopathische Lächeln, das mich innerlich komplett lähmte. Seine lila Augen glänzten vor einem  berauschenden, dunklen Triumph. Es gefiel ihm über alle Maßen, wie sehr ich mich vor ihm versteckte. Er genoss meine Scham, weil sie ihm bewies, wie tief er sich bereits in meinen Kopf gebrannt hatte. Er streckte eine nackte Hand aus, legte die großen Finger fest an mein Kinn und übte einen ganz leichten Druck aus, während sein Daumen über meine Unterlippe strich. Das verrückte Kribbeln in meinem Magen explodierte sofort wieder wie ein reißendes Lauffeuer.

„Du versteckst dich vor meinen Leuten, Welpe?“, raunte seine tiefe, samtige Stimme direkt an meinen Lippen, und sein warmer Atem verbrannte meine Haut. Er kam mir so unerträglich nahe, dass mein Gehirn wieder den Dienst quittierte. „Es gibt  keinen Grund, rot anzulaufen. Adam weiß ganz genau, dass du mir gehörst. Und deine kleine Freundin wird es ab heute auch nicht mehr vergessen. Lass die Decke unten.“

Er lockerte den Griff an meinem Kinn nicht, sondern wanderte mit den Fingern langsam hinunter zu dem eng anliegenden Lederhalsband an meiner Kehle. Seine lila Augen wurden schlagartig eiskalt, vollkommen fokussiert und todernst. Das amüsierte Spiel von eben war im Bruchteil einer Sekunde weggewischt. Die Erwähnung von meinem Bruder Ben hatte die Bestie der Unterwelt wieder geweckt.

„Wir gehen gleich nach unten, Leo“, flüsterte er, und die unbarmherzige Dominanz in seinem Tonfall ließ mich unwillkürlich erzittern. „Adam hat ihn. Dein Bruder hat versucht, gefälschte Papiere zu benutzen, um auf ein Frachtschiff zu kommen. Meine Männer haben den Sack zugemacht. Er sitzt in der Klemme.“

Ich hielt augenblicklich den Atem an, mein Herz pochte mir schmerzhaft bis zum Hals. „Was… was wirst du mit ihm machen, Luke?“, hauchte ich ganz brüchig.

Lukes Blick brannte sich tief in meine Seele, während seine nackten Finger das schwarze Leder meines Halsbandes ganz leicht anspannten. „Er hat dich an mich verkauft, Leo. Er hat dich als wertlose Währung benutzt, um seine eigene feige Haut zu retten. In meiner Welt bezahlt man für so einen Verrat mit dem Leben. Aber du… du hast mir heute Morgen bewiesen, dass du bereit bist, mir bedingungslos zu gehorchen. Du hast mir deine Stimme geschenkt.“ Er beugte sich noch ein Stück weiter vor, bis seine Nasenspitze fast die meine berührte, und sein mörderisch sanftes Lächeln kehrte zurück. „Ich werde ihn nicht sofort eliminieren. Ich werde ihn in das große Lagerhaus am Hafen bringen lassen. Und heute Abend… wirst du mit mir dorthin fahren, Leo. Du wirst direkt an meiner Seite stehen, wenn der Don der Unterwelt Gericht hält. Du wirst mit eigenen Augen sehen, wie dein Bruder vor uns auf den Knien liegt und um Gnade bettelt. Und du wirst ganz allein entscheiden, wie schwer seine Bestrafung ausfällt. Wer an der Seite des Alphas leben will, muss schleunigst lernen, über das Schicksal von Ratten zu bestimmen.“

Er ließ mein Halsband los, klopfte mir zweimal sachte auf die Wange und erhob sich fließend in seine volle Zwei-Meter-Größe, um nach seiner Hose zu greifen.

Ich blieb vollkommen fassungslos und perplex im Bett liegen. Ich sollte über Bens Bestrafung entscheiden? An seiner Seite im Lagerhaus stehen? Die nackte Panik vor dem, was heute Abend passieren würde, schnürte mir die Kehle zu, und doch war da diese dunkle, unheimliche Gewissheit, dass Luke mir die totale Macht in die Hand drückte, nur um mich noch fester an seine Welt zu ketten. Die Worte blieben mir fast im Hals stecken. Ich sah zu ihm hoch, während er in seiner vollen Zwei-Meter-Größe neben dem Bett stand und sich die dunkle Hose anzog. Die Vorstellung, heute Abend in einem düsteren Lagerhaus zu stehen und über das Leben oder die Verstümmelung meines eigenen Bruders zu entscheiden, drehte mir den Magen um. Ben war eine Ratte, er hatte mich verraten aber er war mein Fleisch und Blut.

„Luke…“, raunte ich ganz leise, und meine Stimme zitterte so heftig, dass es wehtat. Ich zog die Daunendecke wieder ein Stück höher, um mich vor seinem unerbittlichen Blick zu schützen. „Ich… ich kann das nicht. Er ist mein Bruder. Bitte zwing mich nicht dazu.“

Luke hielt mitten in der Bewegung inne. Er hatte gerade nach seinem schwarzen Hemd gegriffen, striff es jetzt aber mit einer langsamen, unheimlichen Ruhe über seine breiten Schultern. Er knöpfte es nicht sofort zu. Er drehte sich stattdessen langsam zu mir um, und seine lila Augen verengten sich zu zwei mörderisch intensiven Schlitzen. Jede Sanftheit von vorhin war augenblicklich aus seinem Gesicht gewischt. Die eiskalte, psychopathische Aura des Mafia-Bosses kehrte mit voller Wucht zurück. Er ging wieder einen Schritt auf das Bett zu, baute sich über mir auf und warf seinen riesigen Schatten auf meinen zitternden Körper. Er ging nicht noch einmal in die Hocke. Er blickte von oben herab auf mich, und seine tiefe, samtige Stimme klang so unbarmherzig ruhig, dass mir das Blut in den Venen fror.

„Ich zwinge dich zu gar nichts, Leo“, flüsterte er, und die Schärfe in seinem Tonfall schnitt wie eine Guillotine durch den Raum. „Aber du vergisst Regel Nummer 3: Wer meine Grenzen verletzt, überlebt es normalerweise nicht. Dein Bruder hat meine Organisation betrogen, und er hat mein wertvollstes Eigentum gestohlen und weiterverkauft. Wenn du heute Abend nicht an meiner Seite stehst und seine Bestrafung wählst… dann überlässt du sein Schicksal ganz allein mir. Und glaub mir, Welpe: Meine Methoden sind weitaus unbarmherziger als alles, was dein weiches Herz sich vorstellen kann.“ Er beugte sich ein kleines Stück vor, seine Augen brannten sich tief in meine Seele. „Du wirst heute Abend mitkommen. Nicht, weil ich dich zwinge… sondern weil es die einzige Chance ist, das Leben deines Bruders zu retten. Du wirst sehen, wie die Unterwelt wirklich funktioniert. Und jetzt zieh dich an. Wir gehen runter.“

Er drehte sich um, knöpfte mit schnellen, präzisen Griffen sein Hemd zu und warf sich seinen schwarzen Mantel über. Ich saß fassungslos im Bett, das verrückte Kribbeln in meinem Magen fühlte sich plötzlich an wie ein eisiger Klumpen aus Angst. Er erpresste mich mit Bens Leben. Er wusste ganz genau, dass ich mitkommen würde, um Schlimmeres zu verhindern. Mit zitternden Fingern kletterte ich aus dem Bett, zog mir hastig eine frische Hose und einen warmen Pullover über und strich meine braunen Locken glatt. Das Lederhalsband drückte kalt gegen meine Kehle.

Als ich fertig war, öffnete Luke die schwere Eichentür. Er legte seine große Hand fest auf meinen Nacken, schob mich sanft, aber unnachgiebig vor sich her, und gemeinsam gingen wir die Marmortreppe hinunter in die Küche. Als wir die letzte Stufe der Marmortreppe erreichten und in die offene Wohnküche traten, saßen Isa und Adam bereits am Tresen. Sie warteten nicht auf uns, sondern aßen schon seelenruhig das restliche Sushi von gestern Abend. Jede peinliche Schamsekunde von eben schenkte Isas Gesicht keinerlei Zurückhaltung mehr, sie schien wie weggewischt zu sein. Die Dosis Essen und die hochgekrempelten Ärmel von Adam hatten ihren unverbesserlichen Hang zum Problemfall über Nacht anscheinend endgültig in den Angriffsmodus versetzt. Sie wirkte unbeschwert, frech und bereit, den Bogen wieder komplett zu überspannen.

Sie hob die Stäbchen in unsere Richtung, fixierte Luke mit ihren tiefbraunen Augen und legte den Kopf schief. Ein unverschämtes, breites Grinsen breitete sich auf ihren Lippen aus. „Na, sieh mal an“, flötete sie laut durch den Raum. „Die Herrschaften beehren uns auch mal mit ihrer Anwesenheit. Ich dachte schon, ihr braucht noch zwei Stunden, um euch gegenseitig die Unterwäsche vom Leib zu reißen. Aber Respekt, Riese… für einen eiskalten Killer bist du ganz schön schnell aus der Puste, wenn du nach fünf Minuten schon wieder Klamotten trägst.“

Mein Herz setzte einen heftigen Schlag aus, und das purpurrote Glühen schoss mir augenblicklich so mörderisch in die Wangen, dass mir schwindelig wurde. Isa, bitte halt einfach dein verdammtes Maul, flehte ich sie gedanklich an.

Luke bewegte sich keinen Millimeter. Er ging an mir vorbei, seine zwei Meter Körpergröße warfen einen unbezwingbaren Schatten über den Tresen, während er sich lässig gegen die Arbeitsplatte lehnte und die Arme vor der Brust verschränkte. Ich rechnete mit seiner mörderischen Raserei doch stattdessen kehrte dieses hauchdünne, psychopathische Lächeln auf seine Lippen zurück. Seine lila Augen glänzten vor einem berauschenden, dunklen Amüsement. Er spielte ihr Spiel mit. Er genoss es sichtlich, wie sehr sie versuchte, die Kontrolle zu behalten, indem sie freche Sprüche klopfte.

„Fünf Minuten, Isabel?“, raunte seine tiefe, samtige Stimme im stillen Raum, und das dunkle Funkeln darin ließ selbst Adam amüsiert die Mundwinkel verziehen. „Du unterschätzt meine Ausdauer maßlos. Ich habe dir vorhin lediglich drei Sekunden gegeben, um mein Zimmer zu verlassen, bevor ich dich an Nox verfüttere. Was ich mit Leo in fünf Minuten anstelle… reicht aus, um ihm für den Rest des Tages die Knie weichzuspringen. Wenn du das nächste Mal lauschst, solltest du die Uhr genauer im Auge behalten.“

„Oh mein Gott…“, stöhnte Isa auf, warf den Kopf theatralisch in den Nacken, musste sich aber ein fassungsloses, hysterisches Lachen mühsam verkneifen. „Du bist so ein unmöglicher Riesennarzisst.“

Ich hörte ihren Streit kaum. Ich saß auf dem Hocker neben Luke, hatte die Arme fest um meinen warmen Pullover schlungen und starrte vollkommen abwesend und starr in die Ferne. Das klebrige, eisige Kribbeln in meinem Magen lähmte mich komplett. Auf meinen Wangen lag zwar immer noch die Hitze von Lukes intimen Worten, aber in meinem Kopf hämmerte nur noch ein einziger, grausamer Gedanke: Das Lagerhaus am Hafen.

Luke hatte mir die Wahl gelassen. Wenn ich heute Abend nicht an seiner Seite stand und über Bens Schicksal entschied, würde die Bestie die totale Kontrolle übernehmen. Ich war gefangen zwischen der Loyalität zu meinem Fleisch und Blut und der dunklen, unerträglichen Anziehungskraft des Mannes, der mich im Arm hielt. Ich sah den Tresen vor mir nicht, ich sah Isa nicht, wie sie Adam mit anzüglichen Blicken auffraß ich sah nur das blutige Gesicht meines Bruders vor mir, das heute Abend auf mich wartete.

Luke registrierte meine Abwesenheit sofort. Er beugte sich so tief zu mir herunter, dass sein warmer Atem mein Ohr streifte. Seine nackte Hand wanderte langsam hoch zu meinem Nacken, seine Finger vergruben sich in meinen braunen Locken, und er spannte das Leder meines Halsbandes ganz leicht an, um mich in die Realität zurückzuholen.

„Du bist still, Welpe“, flüsterte er so leise, dass die beiden gegenüber es nicht hören konnten, während seine lila Augen meine Seele sezierten. „Lass dich von deiner lauten Freundin nicht ablenken. Iss dein Sushi. Die Uhr tickt, und die Stadt wartet heute Abend nicht auf dein Zögern.“

Ich schluckte schwer, mein Herz hämmerte mir schmerzhaft bis zum Hals, und ich griff mit zitternden Fingern nach den Stäbchen, unfähig, seinem besitzergreifenden Blick zu entkommen.