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Kapitel 30 Das Siegel des Dons

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Kapitel 30 Das Siegel des Dons

Ich sah ihn schweigend an, während seine Worte durch die schwere Stille der Küche schnitten. Das hauchdünne Lächeln auf meinen Lippen erlosch im Bruchteil einer Sekunde. Meine lila Augen verengten sich zu zwei gefährlich kalten Schlitzen, und die Muskeln an meinen breiten Schultern spannten sich unter dem maßgeschneiderten Anzug sofort wie gezogene Drahtseile an. Er hatte gerade Nein zu meinem perfekt ausgearbeiteten Plan gesagt. Zu einem sicheren, goldenen Käfig.

„Ähm… nein, so läuft das nicht“, sagte er, straffte die Schultern in seinem schwarzen Bademantel und blickte mich aus mutigen, blau-grauen Augen direkt an. Das tiefe Purpurrot auf seinen Wangen flaute kein Stück ab, aber sein Alpha-Trotz war wieder vollkommen da. „Und du weißt nicht mal, welche Uni es ist und wo sie liegt. Es ist die Uni in der Nachbarstadt. Also höchstens dreißig Minuten entfernt, wenn man erst mal deinen Wald durchquert hat. Und ich werde dort hingehen. Ich will keine Privat-Tutoren.“

Mein psychopathischer Kontrollwahn flammte bei diesem offenen Widerstand augenblicklich wie ein loderndes Feuer in meiner Brust auf. Meine Hand an seiner Hüfte drückte unnachgiebig fest zu. Ich wollte ihn gerade unterbrechen, ihn mit meiner schieren Zwei-Meter-Masse komplett zum Schweigen bringen, doch er redete hastig weiter, noch bevor ich ausrasten konnte.

„Ich will nur in eine einzige Vorlesung pro Tag!“, fuhr er mit brüchiger, aber entschlossener Stimme fort. Er hob die Hände und legte sie flach an meine Wange, um meine Aufmerksamkeit ganz an sich zu fesseln. Der süße Duft von Orange oder Zitrone vernebelte mir sofort wieder die Sinne. „Danach werde ich sofort wieder zurück zu dir kommen. Du darfst mich sogar höchstpersönlich abholen und, wenn du willst, die ganze Zeit über bei mir sein. Ich habe Isa die ganze Zeit an meiner Seite. Meinetwegen darfst du sogar extra Uni-Regeln aufstellen, an die ich mich strikt halten werde. Und… und ich habe auch überhaupt nicht vor, mein Halsband abzunehmen.“

Er hielt mitten im Atemzug inne. Seine Handflächen lagen kochend heiß an meiner Wange, und er starrte mich aus riesigen, tränenfeuchten Bambi-Augen an, während das verlockende Kribbeln in seinem Magen ihn komplett lähmte. Er hatte mir sein Halsband angeboten. Er hatte mir angeboten, ihn jeden Tag zu bewachen, zu jagen und abzuholen. Er hatte mir die totale Macht eingeräumt, seine Regeln an der Universität zu diktieren.

Ein zutiefst unbeschreibliches, berauschend intensives Gefühl von triumphalem Besitzanspruch breitete sich in meiner Brust aus. Mein riesiges Ego wurde ins Unermessliche gefüttert. Er flüchtete nicht vor mir. Er wollte in meine Welt zurückkehren, jeden einzelnen Tag, freiwillig an meine nackte Brust sinken.

Ich rührte mich eine gefühlte Ewigkeit keinen Millimeter. Ich starrte auf seine geröteten, leicht geöffneten Lippen, dann hinab zu dem Lederhalsband an seiner Kehle. Dreißig Minuten. Das war eine Distanz, die meine Organisation mühelos lückenlos überwachen konnte. Wenn Adam seine Männer an jedem Ausgang platzierte, wenn ich ihn selbst im Jeep abholte und er mein Halsband vor all den normalen Studenten trug… dann war er da draußen genauso mein Eigentum wie hier drinnen.

Das mörderisch sanfte Lächeln kehrte langsam, aber mit einer unbarmherzigen Dominanz auf meine Lippen zurück. Ich nahm eine Hand von seiner Hüfte, legte meine Lederfinger über seine Hand an meiner Wange und drückte sie fest an meine Haut, während ich mich so tief zu ihm hinunterbeugte, dass meine Lippen seine fast berührten.

„Du bist ein verdammt geschickter Verhandler, mein kleiner Welpe“, raunte meine tiefe, samtige Stimme direkt an seinem Mund, und mein warmer Atem verbrannte seine Haut. „Du schenkst mir dein Halsband, du schenkst mir deine totale Kontrolle und du erlaubst mir, deine Regeln zu diktieren. Einverstanden. Der Kompromiss gilt. Du darfst in diese eine Vorlesung pro Tag gehen. Aber wag es nicht, meine Bedingungen zu unterschätzen. Adam wird morgen eine komplette Liste mit meinen Uni-Regeln für dich aufsetzen. Wenn du auch nur einen einzigen Zentimeter von meinem Weg abweichst, reiße ich dich persönlich aus diesem Hörsaal. Und heute Nacht… wirst du mir erst mal beweisen, wie gut du dich an die Regeln meines Bettes halten kannst.“

Ich gab ihm keine Zeit zum Atmen. Ich drängte meine massive Statur noch brutaler zwischen seine Knie auf dem Tresen und presste meine Lippen in einem fordernden, besitzergreifenden Kuss auf seine, während die Hitze in der Küche augenblicklich wieder den Siedepunkt erreichte.

Leo krallte die Hände fest in meinen Nacken und keuchte verlangensturnend auf. Ich hob ihn unter seinem Hintern an, sodass er seine Beine instinktiv um meine Hüften schlang, und wir gingen eng verschlungen die Marmortreppe nach oben, ohne auch nur eine Sekunde aufzuhören, uns intensiv zu küssen. Im Schlafzimmer warf ich ihn rückwärts auf mein riesiges Bett und entledigte mich in Windeseile von meinen Sachen. Er tat es mir sogleich gleich, streifte den großen Bademantel ab, und ich bewunderte seinen nackten Körper im warmen Schein der Lampe. Er war nicht übertrieben muskulös, er hatte ein definiertes Sixpack und wohlgeformte, etwas breitere Arme, aber nicht so, dass es aussah, als wäre er ein massiver Schrank.

Ich sah, wie sein Blick gebannt an meiner harten, pulsierenden Erektion hängen blieb. Ich musste schmunzeln; im direkten Vergleich zu mir wirkte er so zierlich, so unberührt. Ich hob seine Beine sanft an, drängte mich zwischen seine Schenkel und raunte leise an seinem Ohr: „Entspann dich, Welpe. Sonst tut es weh.“

Er nickte nur schwach und wollte gerade etwas erwidern, aber in diesem Moment drang ich unbarmherzig in ihn ein. Sein Mund blieb weit offen stehen, und er keuchte heftig auf. Der plötzliche, FSK-18-Reiz schoss heiß durch uns beide. Er krallte die Finger in meine Schultern und sagte schwach: „Zu… tief… Luke, ich kann… ich kann nicht mehr.“

Ich grinste mörderisch sanft und beugte mich dicht über ihn. „Oh, ich bin noch nicht mal richtig drin, Leo.“

Der Junge wimmerte leicht auf, während ich mich langsam zu bewegen begann, mich in ihm zurückzog und wieder zustieß, um sein enges Loch so weit zu dehnen, bis ich ohne Probleme komplett in ihn eindringen konnte. Ich stieß wieder und wieder rhythmisch zu, während das klebrige Gefühl des Verlangens den Raum erfüllte. Leo stöhnte immer lauter, verlor jede Hemmung und klammerte sich wie ein Ertrinkender an mich; er verlangte mit jedem Beckenschlag nach mehr. Ich beugte mich tiefer herunter, während er mich fest umklammerte, und begann, mit meiner heißen Zunge ausgiebig über seine empfindlichen Nippel zu lecken.

Der intensive Reiz überforderte seine Sinne vollends er kam allein davon. Ich schmunzelte berauscht, während sein ganzer Körper unter mir in heftigen Schüben zitterte. Ich stieß noch ein paar Mal hart und tief nach, spürte das wilde Pulsieren seiner engen Wände, bevor auch ich mich mit einem rauen Knurren tief in ihm ergoss. Leo stöhnte verzweifelt vor Lust auf, als das heiße Sperma ihn von innen ausfüllte.

Ich zog mein Glied langsam aus ihm zurück, nahm mir ein weiches Tuch vom Nachttisch und wischte mich und seinen Bauch sorgfältig sauber. Leo lag nun da wie ein Häufchen Asche auf den zerwühlten Laken, vollkommen unfähig, sich auch nur einen Millimeter zu bewegen. In seinen blau-grauen Augen glitzerte die pure, erlösende Hingabe. Ich warf das Tuch beiseite und legte mich schwer und nackt direkt zu ihm.

(Leo)

Ich lag da wie ein Häufchen Asche auf den Laken. Mein ganzer Körper zitterte noch immer in feinen, unkontrollierbaren Schüben nach, und meine Muskeln fühlten sich an wie schweres Blei. Jede einzelne Faser in mir war vollkommen kraftlos, unfähig, auch nur einen einzigen Finger zu rühren. In meinen blau-grauen Augen glitzerte die pure, von Tränen gesäumte Erlösung, während mein Atem nur noch in kurzen, erschöpften Zügen flach gegen die Kissen stieß. Das Lederhalsband drückte ganz sachte gegen meine Kehle, als wolle es den verbliebenen Puls kontrollieren.

Luke legte sich langsam eng zu mir. Seine zwei Meter nackte Muskelmasse strahlte eine enorme, wohlige Hitze aus, die meine kühle Haut sofort wieder angenehm wärmte. Er drückte seine Lippen in einem überraschend zärtlichen Kuss auf meine verschwitzte Stirn, hielt mich aber dennoch unnachgiebig in seinem unbezwingbaren Schatten gefangen. Seine lila Augen glänzten dunkel vor einem berauschenden, besitzergreifenden Stolz. Er hatte sich meine Unschuld genommen. Jedes einzelne erste Mal gehörte nun endgültig dem Don der Unterwelt.

„Und? Wie fandest du dein erstes Mal, mein kleiner Welpe?“, raunte seine tiefe, samtige Stimme direkt an meinem Gesicht, und sein warmer Atem verbrannte meine empfindliche Haut. Ein hauchdünnes, mörderisch sanftes Lächeln lag auf seinen markanten Lippen.

Ich brauchte ein paar Sekunden, um überhaupt die nötige Kraft zu finden, meine trockenen Lippen zu öffnen. Das klebrige, verlockende Kribbeln in meinem Magen flammte bei seinen dominanten Worten sofort wieder wie ein Lauffeuer auf, und die Hitze schoss mir unbarmherzig zurück in die Wangen. Ich wiegte seinem intensiven Blick ein kleines Stück aus, vergrub mein Gesicht halb im weichen Kissen, aber ein schwaches, erschöpftes Lächeln stahl sich auf meine Züge.

„Es war… es war unbeschreiblich, Luke“, flüsterte ich ganz leise, und meine Stimme klang rau und zittrig in der schweren Stille des Raumes. Ich sammelte meine allerletzten Kräfte, drehte den Kopf wieder zu ihm um und sah ihn aus meinen großen, tränenfeuchten Bambi-Augen direkt an. Ich krallte meine Finger schwach in das Laken neben seiner nackten Hüfte.

„Es hat am Anfang furchtbar wehgetan… aber wie du mich danach gehalten hast… und was du mit mir gemacht hast… ich hätte niemals gedacht, dass sich ein Gefängnis so unerträglich heiß anfühlen kann. Du hast mich komplett um den Verstand gebracht. Aber wag es ja nicht, morgen beim Frühstück vor Isa damit anzugeben.“

Luke stieß ein tiefes, raues Lachen aus, das mir eine heftige Gänsehaut über den gesamten Körper jagte. Er schlang seinen langen, muskulösen Arm wieder bombenfest um meine schmale Taille, zog mich mit einer unnachgiebigen Leichtigkeit brutal eng an seine nackte Brust und vergrub sein Gesicht tief in meinen braunen Locken.

„Einverstanden, Welpe“, flüsterte er direkt an meiner Haut, während seine große Hand an meinem Nacken das Leder des Halsbandes umfasste und seinen Besitzanspruch für diese Nacht besiegelte. „Das bleibt das intime Geheimnis unseres Bettes. Schlaf jetzt. Morgen schreiben wir deine Uni-Regeln.“

Ich schloss die Augen, vollkommen perplex und wehrlos unter seinem enormen Gewicht, und versank endlich in einen tiefen, traumlosen Schlaf geborgen und für immer gefangen im dunkelsten, aber sichersten Käfig meines Lebens.

Ich wachte wie aus einer tiefen Trance auf. Mein Verstand fühlte sich vernebelt an, und als ich versuchte, mich unter der schweren Daunendecke zu bewegen, schoss ein dumpfer, ziehender Schmerz durch meinen gesamten Körper. Mir tat wirklich jede Faser weh. Jede einzelne Stelle meines Körpers erinnerte mich unbarmherzig an Lukes überwältigende, unkontrollierbare Dominanz aus der letzten Nacht, als er jede meiner Grenzen komplett eingerissen und mich wehrlos gemacht hatte. Das Lederhalsband drückte eng und vertraut gegen meine Kehle. Ich drehte ganz langsam und vorsichtig den Kopf zur Seite und sah direkt in Lukes lila Augen. Er lag bereits hellwach neben mir, den stählernen Oberkörper frei, und fixierte mich mit diesem besitzergreifenden Blick. Doch dieses Mal lag ein überraschend sanftes Lächeln auf seinen Lippen.

„Guten Morgen, Süßer“, raunte seine tiefe, samtige Stimme direkt an meinem Gesicht, und sein warmer Atem verbrannte meine Haut. Er strich mir mit den Fingerspitzen zärtlich eine braune Locke aus der Stirn. „Wie geht es dir?“

Ich schluckte schwer, während das klebrige, verlockende Kribbeln in meinem Magen sofort wieder wie ein Lauffeuer explodierte. Mein Gesicht lief augenblicklich purpurrot an. „Ich fühle mich wie von einem Auto überfahren“, antwortete ich krächzend und vergrub mein brennendes Gesicht halb im Kissen.

Luke lachte leise und rau ein Geräusch, das mir sofort eine heftige Gänsehaut über den gesamten Rücken jagte. Er genoss den sichtbaren Beweis seiner Macht über mich in vollen Zügen. Er beugte sich tiefer zu mir herunter, legte seine große Hand flach an meinen Nacken und spannte das Leder meines Halsbandes ganz leicht an, während sein Blick ernst und dominant wurde.

„Das legt sich wieder, Welpe“, flüsterte er, und die eiskalte Schärfe des Mafia-Bosses kehrte in seine Stimme zurück. „Ich habe mir gestern Nacht noch Regeln überlegt wegen der Uni. Und ich möchte, dass du sie dir jetzt ganz genau anhörst und verinnerlichst. Wenn du auch nur eine einzige davon brichst, hole ich dich eigenhändig aus dem Hörsaal.“

„Regel Nummer eins, Welpe“, raunte seine tiefe, samtige Stimme, und sein Daumen spannte das Leder meines Halsbandes ganz leicht an. „Du besuchst pro Tag exakt eine einzige Vorlesung. Keine Sekunde länger. Sobald der Professor den Raum verlässt, bewegst du dich auf direktem Weg zum Ausgang. Keine Lerngruppen, keine Cafeteria, keine Freizeit auf dem Campus.“

Ich schluckte schwer, während ich spürte, wie mein Herz wie verrückt gegen meine Rippen hämmerte, aber er redete ungerührt weiter.

„Regel Nummer zwei: Du fährst niemals allein. Ich oder Adam werden dich jeden Morgen direkt vor dem Haupteingang absetzen. Und genau dort wirst du nach der Vorlesung warten, bis ich dich wieder abhole und in deinen Käfig zurückbringe. Regel Nummer drei: Du sprichst mit keinem einzigen Menschen auf diesem Campus außer mit Isabel. Wenn ein Student versucht, Smalltalk mit dir zu führen, ignorierst du ihn. Jede Interaktion mit Fremden ist ein Verstoß gegen mich.“

Er beugte sich noch tiefer, bis seine Nasenspitze die meine berührte. Die unerträgliche, verlockende Intensität in seinem Blick raubte mir komplett den Verstand.

„Regel Nummer vier: Du wirst dieses Lederhalsband in jeder einzelnen Sekunde offen und sichtbar am Hals tragen. Du versteckst es nicht unter einem Schal. Jeder an dieser Universität muss auf den ersten Blick sehen, dass du mein rechtmäßiges Eigentum bist. Und die letzte Regel… du wirst dich nicht wundern, wenn zwei meiner Männer in den hinteren Reihen des Hörsaals sitzen. Wenn dir jemand zu nahe kommt, regeln sie das noch vor Ort. Hast du mich verstanden, Leo?“

Ich starrte ihn aus riesigen, überwältigten Bambi-Augen an, unfähig, auch nur ein einziges Wort herauszubringen. Die Regeln waren erdrückend, ein unsichtbares Gefängnis um meine kleine Freiheit aber die Art, wie er mich dabei hielt, ließ die Hitze unbarmherzig weiter in meinem Körper brennen. Ich schluckte mühsam, während die Last dieser Bedingungen wie Blei auf meiner Brust lag. Jede einzelne Regel zementierte nur, dass ich selbst im Hörsaal unter seiner totalen Kontrolle stehen würde. Und doch… die Nähe seines nackten, warmen Körpers und die Nachwirkungen der letzten Nacht vernebelten meine Sinne komplett. Das klebrige, verlockende Kribbeln in meinem Magen raubte mir den letzten Rest Verstand.

„Ja… verstanden“, raunte ich ganz leise, sah aus meinen großen, tränenfeuchten Bambi-Augen zu ihm hoch und krallte meine Finger schwach in seine nackten Schultern. Die Sehnsucht nach seiner Hitze war in diesem Moment einfach stärker als jede Angst. „Kannst du mich jetzt vielleicht küssen?“

Lukes Lippen verzogen sich zu diesem hauchdünnen, mörderisch sanften Lächeln. Seine lila Augen glänzten vor dunklem Triumph, als er sah, wie vollkommen ich mich seinen Bedingungen ergab.

„Natürlich, Welpe“, raunte seine tiefe, samtige Stimme direkt an meinem Gesicht, und sein warmer Atem verbrannte meine Haut. „Für dich tue ich alles.“

Er beugte sich vollends herunter und presste seine Lippen auf meine. Es war ein Kuss, der mich augenblicklich wieder komplett lähmte. Er forderte mich, besaß mich und trank meinen Atem in sich auf, während das Lederhalsband an meiner Kehle unter dem Druck seiner Hand ganz leicht nachgab. Ich schlang die Arme enger um seinen Nacken und ergab mich dem Gefühl vollständig.

Als er sich quälend langsam wieder von mir löste, waren meine Lippen nass und geschwollen, und das Purpurrot auf meinen Wangen pulsierte heftiger denn je. Ich atmete flach, versuchte meine Gedanken zu ordnen und sah ihn fragend an.

„Wann fangen die Vorlesungen überhaupt an?“, fragte ich leise, während meine Hand langsam an seiner nackten Brust hinabglitt.

„Im Frühling“, erwiderte Luke vollkommen ruhig und strich mir eine braune Locke aus der Stirn.

Ich nickte langsam und begann im Kopf zu rechnen. Um sicherzugehen, dass ich den zeitlichen Ablauf richtig verstand, zählte ich im Stillen nach. Es war bereits Märtz. Da der offizielle Vorlesungsstart des Frühlingssemesters an deutschen Universitäten traditionell am 1. April liegt, bedeutete das eine verbleibende Spanne von ungefär einem Monaten. Ich blickte zu ihm auf. „Also bald… ich meine, ich bin ja jetzt schon eine Weile hier bei dir. Das heißt, die Vorlesungen fangen in ungefähr einem Monaten an, richtig?“ Luke nickte schweigend, und sein Blick wurde intensiv, fast schon besorgt. Er legte sich wieder ein Stück schwerer neben mich, schlang seinen langen Arm um meine Taille und zog mich brutal eng an seine heiße Front. „Solange will ich dich noch ganz für mich allein bei mir haben, Leo. Bevor du die Welt da draußen betrittst.“

Ein warmes, heftiges Gefühl schoss mir bei seinen Worten durch die Brust. Ich nickte schwach, hob meine Hand und strich ihm ganz sachte durch die dunklen Haare, während mein Herz wie verrückt gegen meine Rippen hämmerte. Eine Frage brannte mir noch auf der Seele. Ich musste es genau wissen, besonders wegen der Regeln da draußen. „Wir sind jetzt zusammen, richtig?“, fragte ich leise, hielt seinen lila Blick fest und spürte, wie die Hitze mir wieder mit voller Wucht in die Wangen stieg. Ich schluckte den trockenen Kloß in meiner Kehle mühsam hinunter und fuhr hastig fort: „Und… und das frage ich jetzt nur, damit… falls mich an der Uni doch jemand ansprechen sollte, ich sofort sagen kann: Ich habe einen Freund. Damit sie mich einfach in Ruhe lassen.“

Lukes Reaktion war berauschend und bedrohlich zugleich. Das hauchdünne Lächeln verschwand für den Bruchteil einer Sekunde vollständig von seinen Lippen. Seine lila Augen verengten sich zu zwei mörderischen, pechschwarzen Schlitzen, und die Muskeln an seinem gesamten, nackten Oberkörper spannten sich so brutal an, dass sie wie aus Stein gemeißelt wirkten. Die bloße Vorstellung, dass irgendein fremder Student an dieser Universität es wagen könnte, mich anzusprechen oder Ansprüche auf mein reines, unberührtes Leben zu erheben, entfesselte die pure, eiskalte Bestie in seinem scharfen Verstand. Er fackelte nicht lange. Mit einer schnellen, unaufhaltsamen Bewegung rollte er sich komplett über mich, vergrub mich unter seiner massiven Zwei-Meter-Gestalt und packte mein Kinn mit einem unnachgiebigen, kochend heißen Griff. Er zwang mich, ihm direkt in seine brennenden Augen zu sehen, während seine andere Hand nach oben wanderte und das Lederhalsband an meiner Kehle mit gefährlicher Intensität anspannte. Das verlockende Kribbeln in meinem Bauch explodierte wie eine gewaltige Supernova.

„Ein Freund, Leo?“, raunte seine tiefe, samtige Stimme, und der unmissverständliche, dunkle Tonfall ließ mich unwillkürlich erzittern. Ein mörderisch sanftes, besitzergreifendes Lächeln kehrte auf seine Züge zurück. „Dieses Wort ist viel zu schwach für das, was wir sind. Aber wenn es dir hilft, diese wertlosen Ratten an der Universität von dir fernzuhalten, dann wirst du ihnen genau das sagen. Du wirst jedem einzelnen Mann und jeder Frau ins Gesicht sagen, dass du einen Freund hast. Und du wirst ihnen sagen, dass dieser Freund der Herrscher dieser Stadt ist. Wenn dich jemand anrührt, wenn dir jemand auch nur eine Sekunde zu lange in die Augen sieht… wird das mein unbarmherziges Urteil sein. Du bist mein Eigentum, Welpe. Vergiss das nicht, wenn du dort draußen bist.“

Er gab mir keine Zeit zum Atmen, sondern presste seine Lippen in einem fordernden, besitzergreifenden Kuss auf meine, um seinen Anspruch auf meine Lippen und meine gesamte Zukunft für immer zu besiegeln.

(Einen Monat später)

Ich war so unfassbar nervös, meine Hände zitterten leicht und ich umklammerte fest die Bändel meines smaragdgrünen Hoodies. Auf der rechten Seite befand sich ein kleiner, weißer Aufdruck mit dem Namen Speedy, und auf dem Rücken war ein kunstvoller Druck von Wölfen in einem dichten Wald zu sehen. Meine locker sitzende, schwarze Hose saß oben perfekt und fiel nach unten hin angenehm weit aus es war perfekt. Aber was würden die anderen sagen? Würden sie mich komisch finden oder sogar hassen? Ich machte meine Hände am Waschbecken ganz leicht feucht und knetete meine braunen Locken durch, um sie mehr zu definieren. Ich atmete tief ein und aus. Es war der allererste Unitag. Es würde noch nichts Schlimmes passieren; wir würden uns lediglich den Campus ansehen und dann in die einzelnen Fachrichtungen geschickt werden, in denen wir uns noch mal kennenlernen würden. Danach würde mich Luke wieder abholen.

Isabel war die ganze Zeit an meiner Seite. Sie kannte die strengen Regeln, alles war gut. Luke würde niemals erfahren, warum ich wirklich studieren wollte. Wer würde mich schließlich nicht für verrückt halten, wenn ich ihm sagen würde, dass ich Psychologie studierte, nur um ihn besser zu verstehen? Um ihn meinerseits psychologisch zu kontrollieren und mich genau so zu verhalten, um ihm vollkommen zu gefallen. Ich drehte mich um und ging raus aus dem Badezimmer. Ich befand mich in Lukes Zimmer nein, es war ja seit zwei Wochen nicht mehr nur Lukes Zimmer, sondern unseres. Ich war fest zu ihm gezogen; ich musste mich erst noch an diesen Gedanken gewöhnen. Ich griff an meinen Hals, denn auch das hatte sich verändert: Nun trug ich kein schweres Lederhalsband mehr, sondern eines aus edlem Silber mit einem grünen Stein, hinter dem der entsprechende Chip lag, der verhinderte, dass ich entkommen konnte.

Ich schritt quer durch unser Zimmer und verließ es. Von unten hörte ich schon Isas nörgelnde Stimme: „Aber Adam, wenn du sagst, dass Friends eine schlechte Serie ist, wie kannst du dich dann noch einen Mann nennen?“ Ich seufzte leise und schritt die breite Marmortreppe hinunter. Isa hatte Adam in die Ecke der Küche gedrängt und versuchte gerade, ihn mit ihrem Zeigefinger scherzhaft zu erdolchen, während Luke gelangweilt in einem der Sessel saß. Er sah unglaublich gut aus. Er trug eine lockere Jeans, genau wie meine ebenfalls in Schwarz, darüber ein dunkles Hemd, dessen obere zwei Knöpfe geöffnet waren, sodass man seine massiven Bauchmuskeln erahnen konnte. Sein Kopf drehte sich direkt zu mir. Seine lila Augen fixierten mich augenblicklich. Er stand auf und pfiff einmal kurz.

Isa sagte genervt: „Luke, hör verdammt noch mal auf zu pfeifen, das ist sexistisch!“ Ich musste laut lachen. Isas Kopf wirbelte sofort zu mir herum und sie sagte: „Ach, du hast ihn angepfiffen? Aber egal, das ist trotzdem wiederlich… aber er sieht heiß aus, da hast du recht.“ Luke wirbelte zu ihr herum und fixierte sie mit einem mörderischen Todesblick. Ich lachte und sagte: „Danke, Süße.“ Bevor Luke sie eigenhändig umbringen konnte, sprang ich mit einem Satz von hinten auf seinen breiten Rücken. Er hielt sofort meine Beine fest, sodass ich nicht abrutschte. Er knurrte leise: „Runter.“ Ich lachte, gab nach und ließ mich sanft zu Boden gleiten. Luke drehte sich um und ich sagte: „Hey, guten Morgen, mein Mafioso.“ Ich stellte mich auf meine Zehenspitzen und küsste ihn intensiv. Luke schlang seine großen Arme um meine Taille und zog mich fest an seinen warmen Körper.

Ich löste mich aus dem Kuss, als Isa sagte: „Ja, ja, schön für euch, wir wissen alle, dass ihr zusammen seid. Aber können wir uns jetzt mal auf mein Problem konzentrieren?“ Ich lächelte und sagte: „Sonst bist du doch auch nicht so egoistisch, Isa.“ Sie erwiderte prompt: „Hey, er beansprucht dich schon, seit er dich kennt, jetzt bin ich dran! Also, Adam mag Friends nicht!“ Ich stutzte kurz. Was? Warum? Adam rollte genervt mit den Augen. „Lego-Figuren sind halt langweilig.“ Ich war verwirrt. „Ähm, welche Lego-Figuren?“ Adam sagte trocken: „Hä? Das ist doch so ein Lego-Set.“ Ich und Isa stöhnten gleichzeitig laut auf. „Oh mein Gott, dein Ernst? Du dachtest, das ist Lego?!“ Adam nickte ungerührt. Ich sagte: „Das ist eine weltberühmte Serie auf Netflix!“ Isa fügte hinzu: „Das ist ab jetzt deine Baustelle, Adam, du bist dafür verantwortlich.“ Adam nickte ergeben, und Isa sagte: „Aber jetzt erst mal ab zur Uni!“

Ich merkte sofort, wie die Aufregung zurück in meine Finger strömte und ich automatisch an meiner Unterlippe rumzuknabbern begann. Luke griff nach meiner Hand und sagte ruhig: „Mach dir keine Sorgen, das wird super, versprochen. Und ich bin die ganze Zeit in der Nähe. Ich und Adam setzen uns auf den Campus in die Wiese und warten auf euch. Wenn was ist, komm sofort zu mir oder zu einem der Wachen. Allerdings wirst du sie nicht erkennen, sie ziehen sich an wie ganz normale Studenten.“ Ich funkelte ihn trotzig an und sagte: „Nein, ich werde in die Uni gehen, davon kannst du mich nicht mehr abbringen, egal was du versuchst. Ich ziehe das jetzt durch, auch wenn ich dich l…“ Ich brach mitten im Satz ab. Ich hatte es ihm noch nie gesagt, das war einfach nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Luke sah mich schmunzelnd an und sagte neckend: „Du was mich?“ Ich merkte, wie ich knallrot wurde und stammelte: „Ich… ähm… mag dich.“ Luke grinste nur breit. „Mögen? Oh, wirklich?“ Isa rief: „Oh, los ihr beiden!“

Sie schob mich und ihn energisch in Richtung Ausgang. Ich merkte sofort, wie es Luke missfiel, von jemand anderem berührt zu werden außer von mir. Er knurrte dunkel, und Isa ließ sofort erschrocken von ihm ab. Luke streifte sich seine Bikerjacke über und zog sich seine schweren Lederstiefel an, während ich mir meine normalen Skechers anzog. Er streifte sich die Handschuhe über. Wir gingen gemeinsam in die tiefe Garage. Luke ging zielstrebig zum Waffenschrank, schnappte sich seine FK Brno Field und ein scharfes Messer. Das Messer versteckte er geschickt an seinem Bein und die Pistole in einer Halterung unter seiner Hose. Er nahm sich seinen Motorradhelm und reichte mir ebenfalls einen. Ich schaute ihn verdutzt an. „Ähm, ich bin noch nie Motorrad gefahren, Luke.“ Er grinste mörderisch sanft. „Dann ist es mir eine Ehre, auch dieses erste Mal von dir zu nehmen.“ Er zog mir den Helm über den Kopf und schnallte ihn fest. Er drückte einen Knopf an der Seite meines Helms, zog sich seinen eigenen auf und fragte: „Hörst du mich?“ Ich nickte. Seine Stimme klang glasklar, als hätten wir keine Helme auf das musste an einem eingebauten Lautsprecher liegen.