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Kapitel 33: Geschmack der Kontrolle

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Kapitel 33: Geschmack der Kontrolle

Er ließ mein Kinn zwar los, strich aber weiter über mein Halsband. „Aber du hast vergessen, dass ich jede deiner Regungen kontrolliere. Dein Schmollen ist entzückend, Leo. Es zeigt mir, dass du einsehen musst, wer das Sagen hat. Und jetzt... da wir das geklärt haben, kommen wir zum nächsten Punkt deiner kleinen Uni-Präsentation. Was machen wir mit diesem Dozenten? Mit Herrn Kraut, der seine Nase in Dinge steckt, die ihn sein Leben kosten könnten?“

Ich zuckte nur gleichgültig mit den Schultern, während ich seinen intensiven Blick erwiderte, und ließ die Arme locker neben meinem Körper hängen.

„Bezahl ihn einfach“, sagte ich mit einer fast schon geschäftsmäßigen Kälte in der Stimme. „Bezahl ihn und schicke ihn und seine Frau auf die Bahamas. Ich meine... du hast doch selbst gesagt, dass du dieses gesamte Land kontrollierst.“

Ich legte den Kopf ein wenig schief, fixierte seine lila Augen und fügte mit einem provokanten, leisen Unterton hinzu: „Oder stimmt das etwa nicht?“

Für einen quälend langen Moment passierte gar nichts. Die Luft im Büro schien regelrecht einzufrieren. Ich hatte das Ego eines Mannes herausgefordert, der es gewohnt war, dass die ganze Welt vor ihm auf die Knie fiel.

Doch statt der erwarteten Eiszeit passierte etwas völlig anderes. Lukes Augen verengten sich zu Schlitzen, und plötzlich fing er an zu lachen. Es war kein lautes, dröhnendes Lachen, sondern ein tiefes, raues und unglaublich charmantes Amüsement, das seine breite Brust zum Vibrieren brachte. Seine großen Hände, die eben noch an meinem Halsband gelegen hatten, wanderten an meine Schläfen. Er umfasste mein Gesicht mit einer besitzergreifenden Sanftheit, beugte sich so tief zu mir herunter, dass sich unsere Nasenspitzen fast berührten, und starrte mich mit einem Blick an, der vor sadistischer Begeisterung nur so sprühte.

„Du kleiner, verfluchter, cleverer Welpe“, flüsterte er, und sein warmer Atem strich über meine Lippen. Seine samtene Stimme zitterte fast vor Vergnügen. „Du versuchst tatsächlich, mich zu manipulieren, indem du meinen Stolz hinterfragst. Du spielst mit dem Feuer, Leo. Und das Schlimmste daran ist... es steht dir verdammt noch mal ausgezeichnet.“

Er drückte seine Daumen sanft gegen meine Wangenknochen, um mein Gesicht fest in seinen Händen zu halten, sodass ich nicht weggucken konnte. Das wunderschöne, mörderische Lächeln auf seinen Lippen war jetzt breiter als je zuvor.

„Natürlich stimmt es, Süßer“, hauchte er mit unerschütterlicher Überlegenheit. „Ich kontrolliere die Richter, die Polizei, die Politiker und jede einzelne Straße in diesem Land. Wenn ich will, verschwindet Herr Kraut morgen von der Bildfläche, ohne dass jemals wieder jemand nach ihm sucht. Aber deine Idee gefällt mir. Ein Luxusurlaub auf den Bahamas, weit weg von deiner Universität, wo er keine unbequemen Fragen mehr stellen kann. Es ist eine elegante, saubere Lösung.“

Er ließ mein Gesicht los, richtete sich in seiner vollen Zwei-Meter-Größe auf und trat einen Schritt zurück, ohne die lila Augen von mir abzuwenden. Er griff nach dem eleganten Telefon auf seinem Schreibtisch, wählte eine Kurzwahl und wartete gar nicht erst, bis die andere Seite sprach.

„Adam“, sagte Luke mit einer eisigen, geschäftsmäßigen Stimme in den Hörer, während sein Blick weiterhin auf mir ruhte wie der eines Raubtiers auf seiner Beute. „Finde alles über die Frau von Psychologie-Dozent Kraut heraus. Bucht den beiden eine First-Class-Reise auf die Bahamas. Ein unvorhergesehenes, dauerhaftes Sabbatjahr. Und sorgt dafür, dass er die Uni noch vor dem Wochenende verlässt. Mein Welpe hat beschlossen, dass wir heute großzügig sind.“

Er legte den Hörer auf, ohne auf Adams Antwort zu warten. Er verschränkte die massiven Arme vor der Brust und sah mich an.

„So. Dein Dozent ist gerettet, Leo. Weil du mir so wunderbar gefallen hast. Aber du weißt ganz genau, dass in meiner Welt nichts umsonst ist. Ich habe deinen Wunsch erfüllt... Was gibst du mir jetzt dafür zurück?“

Ich legte den Kopf schief, tippte mir nachdenklich mit dem Zeigefinger gegen das Kinn und überlegte einen Moment. Ein kleines, fast schon verschmitztes Lächeln stahl sich auf meine Lippen, während ich seinen Blick hielt.

„Hm… wie wäre es, wenn ich heute Abend für dich koche?“, schlug ich vor.

Luke bewegte sich nicht, aber das Aufblitzen in seinen lila Augen verriet mir sofort, dass ich sein Interesse geweckt hatte. Er sah mich sekundenlang schweigend an, als würde er den Vorschlag auf seiner Zunge abwiegen. Dann trat er wieder einen Schritt näher an meinen Stuhl heran, bis er direkt über mir ragte.

„Du willst für mich kochen, Süßer?“, flüsterte seine samtene Stimme, und das sanfte, gefährliche Lächeln kehrte auf seine Lippen zurück. „Ein faszinierendes Angebot. Ich bin einverstanden. Aber du weißt, dass in diesem Haus alles nach meinen Regeln abläuft. Ich werde bestimmen, was du dabei anziehst. Und du wirst es ohne Widerrede tragen.“

Ich schluckte kurz, spürte das kalte Metall meines Silberhalsbandes auf der Haut und nickte langsam. Ich hatte keine Wahl, das war der Deal.

Eine halbe Stunde später stand ich in der gigantischen, hochmodernen Luxusküche der Villa. Lukes „Geschenk“ für diesen Abend lag eng auf meiner Haut. Er hatte meine geliebten, weiten Hoodies eiskalt einkassiert und mich in ein Outfit gesteckt, das mich völlig schutzlos fühlen ließ: Ein hauchdünnes, weißes Hemd, das fast schon transparent war, dazu eine perfekt sitzende, schwarze Stoffhose, die jede meiner Bewegungen betonte.

Das Schlimmste aber war die Schürze, die er mir gegeben hatte ein edles, tiefschwarzes Modell, das im Nacken genau über dem Sensor meines Halsbandes schloss und meinen Rücken fast komplett frei ließ. Ich fühlte mich nackt, obwohl ich angezogen war. Jedes Mal, wenn ich mich bewegte, spürte ich den kühlen Luftzug auf meiner Haut.

Luke saß auf einem der hohen Barhocker an der edlen Kücheninsel, ein Glas schweren Rotwein in der Hand, und beobachtete jeden meiner Handgriffe mit dieser furchterregenden, sadistischen Ruhe. Regel Nummer 1 galt auch hier: Meine gesamte Aufmerksamkeit musste ihm gehören.

Ich atmete tief durch und konzentrierte mich auf das Essen. Ich hatte mich für ein cremiges, helles Hühnerfrikassee mit feinem Jasminreis entschieden. Warum? Weil ich gebratenes oder angebratenes Gemüse abgrundtief hasste. Und Tomaten kamen mir in roher oder stückiger Form erst recht nicht auf den Teller bei dem Gedanken an die Konsistenz schüttelte es mich regelrecht. Eine glatte, perfekt passierte Tomatensoße war das Höchste der Gefühle, aber heute ging ich lieber auf Nummer sicher.

Ich schnitzte das zarte Hühnerbrustfilet in perfekte, kleine Würfel, während der Reis im Hintergrund leise vor sich hin köchelte. Ich spürte Lukes lila Augen ununterbrochen wie ein Brennglas auf meinem Rücken.

„Du bist erstaunlich geschickt mit dem Messer, mein kleiner Welpe“, durchbrach seine tiefe, samtene Stimme plötzlich das leise Brodeln der Töpfe.

Ich hörte, wie er sein Weinglas auf der Marmorplatte abstellte. Seine Schritte waren lautlos, aber die plötzliche, intensive Körperwärme hinter mir verriet mir, dass er aufgestanden war. Er trat direkt hinter mich. Seine riesige Zwei-Meter-Gestalt schirmte mich komplett von der restlichen Küche ab. Er berührte mich nicht noch nicht –, aber er beugte sich so tief über meine Schulter, dass sein Atem meinen nackten Nacken streifte, genau dort, wo das silberne Halsband lag.

„Weißer Reis und eine helle, cremige Soße…“, flüsterte er sadistisch an meinem Ohr, während sein Blick auf das Schneidebrett fiel. „Kein gebratenes Gemüse. Keine Tomaten. Du kochst sehr spezifisch, Leo. Hast du Angst vor ein bisschen Farbe auf dem Teller, oder versuchst du nur, deine eigenen Abneigungen vor mir zu verstecken?“

Er lachte leise, ein tiefes, vibrierendes Geräusch.

„Du vergisst Regel Nummer zwei, Süßer. Totale Transparenz. Ich sehe dir an, wie sehr du dieses Gericht gewählt hast, um dich wohlzufühlen. Aber in diesem Outfit… fühlst du dich alles andere als wohl, stimmt’s?“ Ich drehte mich um und merkte sofort, dass es ein Fehler war. Luke stand so unbarmherzig nah hinter mir, dass mir für einen kurzen Moment schwindelig wurde. Seine Lippen streiften beinah die meinen, und seine intensive Körperwärme hüllte mich vollkommen ein. Ich spürte, wie mein Herz wie verrückt gegen meine Rippen hämmerte, aber ich hielt seinem Blick stand.

„Ich mag keine Tomaten oder gebackenes Gemüse“, raunte ich mit leicht brüchiger Stimme, während ich das Messer noch in der Hand hielt. „Roh geht es… aber wenn es gekocht oder gebraten ist, wird mir davon schlecht.“

Luke sah mich einen Moment lang einfach nur an. Dann fing er wieder an zu lachen dieses leise, raue, dunkle Lachen, das mir eine Gänsehaut über den nackten Rücken jagte. Er beugte sich noch ein Stück weiter vor, sodass ich seinen heißen Atem auf meinen Lippen spürte.

„Ich lerne immer mehr über dich, Süßer“, raunte er samtweich an meinem Ohr. „Genauso wie die Tatsache, dass du Höhenangst hast.“

Meine Augen verengten sich augenblicklich zu Schlitzen, als meine Gedanken unkontrolliert zu jenem Tag zurückraschten. Der Tag, an dem er es herausgefunden hatte. Ich erinnerte mich mit erschreckender Klarheit daran, wie er gedacht hatte, ich wolle durch mein Zimmerfenster im dritten Stock fliehen. Er hatte mich zur Strafe zuerst tagelang in diesem Raum eingesperrt. Und als ich ihm schließlich zitternd gestanden hatte, dass ich eine Heidenangst vor der Höhe hatte, war er am nächsten Tag wieder hochgekommen. Er hatte mich eiskalt gepackt, mich über das Sims des Fensters im dritten Stock gehalten und mich in die Tiefe blicken lassen, bis ich vor Panik geschrien hatte. Er hatte mich gezwungen, mich mit purer Todesangst an ihm festzuklammern, um mir zu beweisen, dass er meine einzige Rettung war. Er hatte meine größte Phobie benutzt, um mich an sich zu binden.

Ich schüttelte heftig den Kopf, um diese düsteren, lähmenden Gedanken aus meinem Verstand abzuwerfen. Ich durfte jetzt nicht schwach werden. Ich wollte nicht, dass er mich wieder kontrollierte. Ich fixierte seine faszinierenden lila Augen, atmete den Duft seiner teuren Lederjacke ein und sagte mit festem, forderndem Ton: „Ich habe dir doch gesagt, du sollst mich einfach küssen und nicht diese Spielchen treiben.“

Lukes Reaktion war sofort spürbar. Das amüsierte, sadistische Lächeln auf seinen Lippen fror für den Bruchteil einer Sekunde ein. In seinen lila Augen blitzte etwas völlig Neues auf eine gefährliche, besitzergreifende Glut. Es passierte selten, dass sein „Welpe“ die Initiative ergriff und Befehle erteilte, und es schien ihn bis ins Mark zu faszinieren.

Er wartete keine Sekunde länger. Seine große, extrem heiße Hand schoss nach vorne und schloss sich fest um meinen Nacken, genau über dem silbernen Halsband. Seine Finger drückten mich unbarmherzig, aber mit einer berauschenden Intensität zu sich heran.

„Du wirst ganz schön mutig, Leo“, flüsterte er rauchig, direkt gegen meine Lippen, bevor er den Abstand endgültig überwand.

Der Kuss war nicht sanft. Er war besitzergreifend, dominant und fordernd ein klarer Beweis dafür, dass er jede Hausregel im Bruchteil einer Sekunde durchsetzen konnte. Er saugte meine Lippen ein, beanspruchte meinen Mund komplett für sich und drückte meinen Körper so fest gegen die Kante der Kücheninsel, dass mir der Atem wegblieb. Seine andere Hand wanderte an meinen freien Rücken, strich über den dünnen Stoff der Schürze und drückte mich noch enger an seine massive Zwei-Meter-Gestalt. Es war seine Art zu sagen: Du denkst vielleicht, du bestimmst die Regeln, aber du gehörst mir.

Ich spürte, wie der Trotz in mir langsam unter der Wucht seiner Nähe schmolz, während der Jasminreis im Hintergrund leise vor sich hin brodelte. Er löste sich langsam von meinen Lippen, und ich keuchte unwillkürlich auf. Mein Gehirn fühlte sich an wie ein matschiger Brei; ich war in diesem Moment nicht mehr in der Lage, auch nur einen einzigen klaren Gedanken zu fassen. Meine Knie waren so weich wie Wackelpudding.

Luke sah an mir herunter, nahm mir mit einer fließenden Bewegung das scharfe Messer aus der Hand und legte es auf der Marmorplatte ab.

„Wenn es dir so besser gefällt, Welpe“, raunte er, und seine lila Augen blitzten dunkel auf, „dann lasse ich die psychologischen Spiele in Zukunft weg. Und beanspruche dich stattdessen einfach, wann immer es mir gerade passt.“

Ich brachte als Antwort nur ein leises, sehnliches Stöhnen heraus, unfähig, mich gegen seine erstickende Anziehungskraft zu wehren. Luke lachte leise über meine Hilflosigkeit. Er hob die Hand, strich mir sanft durch meine braunen Locken und drückte einen überraschend weichen Kuss auf meine Stirn. Doch die Romantik hielt nur einen Herzschlag lang an. Im nächsten Moment klopfte er mir mit vergnügtem Druck hinten auf den Hintern.

„Das Hühnchen brennt noch an, Süßer“, sagte er schmunzelnd.

Er wandte sich um und ging mit seinen großen, eleganten Schritten wieder zurück zu seinem Barhocker, um sein Weinglas in die Hand zu nehmen.

Die plötzliche Kälte, die sein Verschwinden hinterließ, brachte schlagartig die Klarheit in meinen Kopf zurück. Ich schüttelte mich kurz, als müsste ich den Nebel aus meinem Gehirn vertreiben. Mit knallroten Wangen und brennenden Ohren drehte ich mich hastig zurück zum Herd. Gott, war das peinlich. Ich rührte das Hühnerfrikassee schnell um, bevor tatsächlich etwas ankrustete, und atmete flach durch, um wieder runterzukommen.

Nachdem ich den Jasminreis und die cremige Soße auf zwei edlen Porzellantellern angerichtet hatte, flitzte ich noch schnell zum Gewürzregal herüber. Ich griff nach dem Knoblauchpulver und streute mir eine ordentliche Portion davon über meinen eigenen Teller ich liebte den Geschmack einfach, und ein bisschen Komfortzone brauchte ich jetzt dringend. Dann balancierte ich beide Teller vorsichtig herüber zur Kücheninsel und stellte sie ab.

Luke beobachtete mich dabei, wie ich mich ihm gegenüber auf den Hocker setzte. Er nahm ein Stück von dem Fleisch, kaute langsam und schien den Geschmack zu prüfen. Auf seinen Lippen lag ein zufriedenes Lächeln.

„Kompliment, Leo. Du kannst tatsächlich kochen“, stellte er fest, bevor sein Blick auf meinen Teller fiel. Seine Nase zuckte ganz leicht. „Knoblauchpulver? Du verfeinerst dein Essen also gern intensiv.“

Ich spürte, wie meine Wangen wieder heiß wurden, hielt seinem Blick aber stand. „Es schmeckt mir so eben besser.“

Luke nahm einen Schluck Rotwein und lehnte sich entspannt zurück. Das spielerische Amüsement wich einer ruhigen, fast schon geschäftsmäßigen Aura.

„Da wir nun in einer etwas friedlicheren Stimmung sind… lass uns über deine Zukunft an der Universität sprechen. Morgen ist dein zweiter Tag. Und nach deinem heutigen Auftritt auf dem Flur müssen wir die Sicherheitsvorkehrungen anpassen.“

Ich hielt die Gabel in der Luft an. „Anpassen? Was meinst du damit? Adam hat Herrn Kraut doch schon auf die Bahamas geschickt.“

„Herr Kraut war nur das kleinste Problem, Süßer“, erwiderte Luke mit einer eiskalten, sanften Stimme. „Du hast mich vor Zeugen angeschrien. Du hast laut ausgesprochen, dass du mich kontrollieren und dich mir anpassen willst. Meine verkleideten Wachen im Hörsaal haben mir berichtet, dass zwei andere Studenten sich nach der Vorlesung über dich unterhalten haben. Sie finden dich… auffällig.“

Er legte die Besteckteile präzise nebeneinander ab und fixierte mich mit seinen lila Augen, in denen kein Funken Mitgefühl lag.

„Erinnerst du dich an die Uni-Regel Nummer eins? Unauffälligkeit. Du darfst keine Aufmerksamkeit erregen. Ab morgen wirst du nicht mehr alleine in den Pausen herumsitzen. Adam wird dafür sorgen, dass Isabel dich wie ein Schatten begleitet. Sie ist deine einzige erlaubte Verbindung zur Außenwelt auf diesem Campus. Wenn ein anderer Student versucht, mit dir zu sprechen, wirst du ihn ignorieren. Verstanden? Jedes Gespräch mit Fremden wird ab jetzt als Verstoß gegen Regel vier gewertet: Vergiss die Welt da draußen.“ Er reichte mir über die Marmorplatte hinweg das Weinglas, damit ich einen Schluck nehmen konnte, und fügte mit einem sadistischen Lächeln hinzu: „Ich lasse dir deine Bildung, Leo. Aber nur, solange du unsichtbar bleibst. Wenn noch einmal mein Name auf diesem Flur fällt… sperre ich dich wieder im dritten Stock ein. Und diesmal öffne ich das Fenster eigenhändig.“

Ich nahm das schwere Kristallglas aus seiner Hand, trank einen kleinen Schluck von dem trockenen Rotwein, um meine trockene Kehle zu beruhigen, und stellte es vorsichtig wieder ab. Ich sah ihn direkt an, legte den Kopf schief und fragte: „Na gut… aber was ist, wenn mich jemand anspricht und nach dir fragt? Ich meine, dein Gesicht ist ja jetzt auch nicht gerade unbekannt. Jeder in dieser Stadt weiß, wer du bist.“

Luke bewegte sich nicht, aber das sanfte, gefährliche Lächeln auf seinen Lippen vertiefte sich. Er nahm einen langsamen Schluck aus seinem eigenen Glas, stellte es ab und lehnte sich mit verschränkten Fingern auf der Marmorplatte nach vorne. Seine lila Augen fixierten mich mit einer beunruhigenden, totalen Ruhe.

„Wenn jemand mutig oder dumm genug ist, dich nach mir zu fragen, wirst du ihnen genau eine Geschichte erzählen, Süßer“, raunte seine samtene Stimme, und der eiskalte Unterton darin ließ mich frösteln. „Du wirst ihnen sagen, dass ich dein großzügiger, privater Sponsor bin. Ein wohlhabender Geschäftsmann, der dein Potenzial erkannt hat und deine Studiengebühren übernimmt. Nichts weiter.“

Er hielt meinen Blick gefangen, und sein Lächeln wurde eine Spur sadistischer.

„Wenn sie tiefer bohren, wenn sie fragen, warum ich dich auf dem Flur so angefasst habe, oder warum du Wachen im Hörsaal hast, wirst du ihnen sagen, dass ich meinen Besitz eben sehr genau im Auge behalte. Sie müssen nicht die Wahrheit über die Mafia wissen, Leo. Sie müssen nur genug Angst vor meinem Namen haben, um Abstand zu halten.“

Ich schluckte schwer und spürte, wie das Silberhalsband schwer auf meiner Haut lag. „Und was ist mit Isabel? Sie weiß die Wahrheit. Sie weiß, wer du bist und was du tust.“

„Isabel wird genau das tun, was Adam ihr sagt“, erwiderte Luke ohne einen Funken Mitgefühl, während er sein Besteck beiseitelegte. „Sie hat ihre Zulassung an deiner Traum-Universität nur aus einem einzigen Grund bekommen: Um dein emotionaler Anker zu sein, damit du hier nicht durchdrehst. Aber sie weiß ganz genau, was mit ihrem süßen kleinen ‚Partner‘ passiert, wenn sie ihr loses Mundwerk nicht im Zaum hält. Sie wird dich beschützen, Leo. Vor den anderen Studenten und vor deinen eigenen Fehlern.“

Er erhob sich langsam von seinem Barhocker. Seine riesige, zwei Meter große Gestalt baute sich wieder vor mir auf, und die intensive Körperwärme hüllte mich sofort wieder ein. Er kam um die Kücheninsel herum, stellte sich direkt neben meinen Hocker und legte eine große, heiße Hand auf meine Schulter. Seine Finger drückten ganz leicht zu, gerade so viel, dass ich seine enorme Kraft spüren konnte.

„Das Essen war hervorragend, Welpe“, flüsterte er mir ins Ohr, während sein Atem meine Wange streifte. „Du hast deine Pflicht für heute Abend erfüllt. Bring die Teller weg. Und dann erwarte ich dich in meinem Schlafzimmer. Wir müssen noch prüfen, ob du die Hausregel Nummer fünf die bedingungslose Annahme meiner Fürsorge heute Nacht genauso gut beherrschst wie das Kochen.“

Ich räumte die Teller leise weg, stellte sie in die Spüle und wusch sie ordentlich ab. Jeder Handgriff gab mir ein bisschen Zeit, um durchzuatmen, doch das flaue Gefühl in meinem Magen blieb. Als die Küche wieder blitzblank war, schritt ich langsam die breite Marmortreppe nach oben. Mein Herz klopfte ein wenig schneller, als ich die schwere Tür zu unserem gemeinsamen Zimmer öffnete.

Luke saß bereits im Bett. Das gigantische Doppelbett wirkte unter seiner massiven Gestalt fast normal groß. Er hatte den Rücken an das edle Kopfteil gelehnt und hielt ein Buch in den Händen. Seine faszinierenden lila Augen sahen kurz auf, als ich den Raum betrat, folgten mir jedoch schweigend.

Ich steuerte direkt auf den riesigen Kleiderschrank zu, holte mir eine bequeme Schlafanzughose heraus und verschwand damit im angrenzenden Badezimmer. Ich zog mir rasch die flauschig grüne Hose an das Material war unglaublich weich auf der Haut und die Farbe passte perfekt zu dem Stein an meinem Silberhalsband. Meine getragenen Sachen warf ich in den Wäscheschacht, wusch mir kurz das Gesicht mit kaltem Wasser und atmete noch einmal tief durch.

Als ich zurück ins Hauptzimmer kam, hatte Luke sein Buch bereits auf dem Nachttisch abgelegt. Er sah mich an, hob eine Hand und klopfte mit den großen Fingern ein paar Mal auffällig neben sich auf die Matratze.

Ein plötzlicher Funke von Übermut blitzte in mir auf. Ein breites Grinsen stahl sich auf meine Lippen. Anstatt brav und langsam zum Bett zu gehen, spannte ich meine Muskeln an, sprintete mit zwei großen Schritten los und nutzte meine akrobatische Beweglichkeit. Ich sprang mit vollem Schwung mitten auf das riesige Bett, direkt auf ihn zu.

Lukes Reaktion kam in der exakt gleichen Millisekunde. Ein normaler Mann wäre vielleicht erschrocken oder nach hinten ausgewichen, doch Luke besaß die Reflexe eines Raubtiers.

Noch während ich in der Luft war, flog sein mächtiger Arm nach vorne. Er fing meine 1,80 Meter Körpergröße ab, als wäre ich federleicht. Seine riesige, heiße Hand schlang sich bombenfest um meine Taille, fing meinen Schwung komplett ab und riss mich mit einer fließenden, extrem dominanten Bewegung mitten im Flug nach unten.

Bevor ich überhaupt begreifen konnte, wie mir geschah, lag ich bereits flach auf dem Rücken im weichen Laken. Luke hatte sich blitzschnell über mich gedreht. Seine gigantische Zwei-Meter-Gestalt kesselte mich komplett ein, seine Arme waren links und rechts neben meinem Kopf in die Matratze gestemmt. Er hatte mich mit spielerischer Leichtigkeit bezwungen, ohne dass ich auch nur den Hauch einer Chance gehabt hätte.

Ein tiefes, raues und unglaublich sanftes Lachen drang aus seiner Kehle ein vibrierendes Geräusch, das meine Brust erzittern ließ. Seine lila Augen funkelten in der gedimmten Schlafzimmerbeleuchtung vor sadistischem Vergnügen. Auf seinen Lippen lag wieder dieses wunderschöne, mörderische Lächeln, aber diesmal war es frei von jeder geschäftlichen Kälte.

„Ein Frontalangriff, hm?“, raunte seine samtene Stimme, und sein heißer Atem streifte meine Stirn. Er beugte sich noch ein Stück tiefer, sodass seine Nasenspitze meine Wange berührte. „Ganz schön leichtsinnig für einen kleinen Welpen, der eigentlich im Körbchen landen sollte. Dachtest du wirklich, du könntest mich überraschen, Süßer?“

Er löste eine Hand von der Matratze und fuhr mir langsam mit den warmen Fingern durch meine braunen Locken, bevor er das Silberhalsband an meinem Hals fixierte. Seine Finger strichen sachte über den leuchtend grünen Stein.

„Du bist unglaublich beweglich, Leo“, flüsterte er besitzergreifend, und sein Blick wanderte hinunter zu meinen Lippen. „Aber in diesem Bett gibt es nur einen, der die Regeln bestimmt. Und du hast mir gerade die perfekte Gelegenheit gegeben, dich für den Rest der Nacht genau hier festzuhalten.“

Er beugte sich vor und küsste mich heiß und innig. Seine Lippen forderten meine totale Hingabe, während seine Hände ungeduldig meine flauschige Hose nach unten streiften. Ich verlor mich vollkommen in seinem berauschenden Duft und der Hitze seines Körpers, als er auch seine Kleidung abstreifte.

Er drehte mich mit einer einzigen, kraftvollen Bewegung auf den Bauch. Das kühle Laken an meiner Brust bildete einen scharfen Kontrast zu seiner schweren Masse, die sich über mich schob. Ich hörte das leise Rascheln eines Kondoms und spürte kurz darauf das kühle Gleitgel an meinem Eingang.

Als Luke mit einem tiefen Keuchen in mich eindrang, entwich mir ein lautes Stöhnen. Eine Welle aus intensivem Genuss und überwältigendem Druck durchfuhr meinen gesamten Körper.

„Oh, du bist so verdammt eng... wie für mich gemacht“, raunte Luke mit heiserer, rauer Stimme an meinem Ohr.

Ich hatte kaum Zeit, mich an das intensive Gefühl seiner Ausfüllung zu gewöhnen, als er bereits anfing, in einem brutalen, unbarmherzigen Rhythmus in mich hineinzustoßen. Wie ein Presslufthammer bewegte er sich in mir, trieb mich tiefer in die Kissen und raubte mir den Verstand.

„Oh Gott, Luke... nicht... ah, nicht so schnell!“, rief ich atemlos aus, den Kopf wild in die Matratze gepresst, während mein ganzer Körper unter seinen heftigen Stößen erzitterte.

Doch Luke ignorierte mein Flehen vollkommen. Er trieb sein Machtspiel auf die Spitze, genoss meine Hilflosigkeit und küsste meinen nackten Rücken in einer heißen Spur nach oben, bis er meinen Hals erreichte. Genau in dem Moment, als die Hitze in mir explodierte und wir beide mit einem lauten, ungezügelten Stöhnen gemeinsam kamen, vergrub er seine Zähne tief in meiner Haut. Er biss schmerzhaft, aber unglaublich erregend genau neben dem silbernen Halsband zu und markierte mich ein weiteres Mal als sein Eigentum.

Luke atmete schwer, während sein Herz wie wild gegen meinen Rücken schlug. Langsam löste er die Zähne von meinem Hals und zog sich aus mir zurück. Die plötzliche Leere ließ mich zittrig aufseufzen. Mit routinierten, besorgten Bewegungen zog er mir meine Schlafanzughose wieder nach oben, entsorgte das Kondom und streifte auch seine eigene Kleidung wieder über, bevor er sich erschöpft, aber mit einem besitzergreifenden Arm um meine Taille, eng neben mich legte.