Innendienst und Intimität
Innendienst und Intimität
Da ihr verrückt genug seid, mit über 100 Favoriteneinträge nach dem ersten Kapitel zu schenken, will ich mich mit dem zweiten Kapitel bedanken. Ich hoffe, es macht euch so viel Spaß, wie unseren Helden ;)
LG Luna
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„Herein!“
Harry öffnete die Tür zum Büro seines Chefs. Er war hundemüde. Vielleicht war es doch keine so gute Idee gewesen, gestern so lange im Shadows zu bleiben. Er musste sich ein Grinsen verkneifen, das sein Vorgesetzter, Edward Miles, nur missverstehen konnte. Nein -es war die beste Idee gewesen! Der beste Sex seit langem. Aber vielleicht sollte er sich die Erinnerung daran für die Zeit aufheben, nachdem Miles ihn suspendiert hatte.
„Potter“, begrüßte der ihn jetzt knapp und er klang irgendwie resigniert. „Setzen Sie sich.“
Harry tat wie geheißen und wartete ab. Miles wirkte nicht, als wolle er ihm direkt den Kopf herunterreißen, allerdings machte die beinahe entschuldigende Miene des Vorgesetzten Harry etwas unruhig.
„Ich habe mir die Erinnerungen aller Beteiligten angesehen. Mehrfach.“
Harry nickte. Nach so einem Vorfall war es Routine, dass alle sofort beim Eintreffen im Ministerium ihre Erinnerungen zur Verfügung stellten.
„Mr. Malfoy hat eine eindeutige Anweisung über das Vorgehen gegeben, die Sie ignorierte haben.“
Erneutes Nicken.
Miles seufzte. „Potter. Ich kenne Sie nun schon lange genug, um zu wissen, dass Sie niemals bewusst Ihre Kolleginnen und Kollegen gefährden würden. Wollen Sie mir erzählen, was da passiert ist?“
Harry fuhr sich durch die Haare. „Sir, es ist mir wichtig, dass Sie wissen, dass ich die volle Verantwortung für diesen Vorfall trage. Niemand sonst hat etwas falsch gemacht …“ Er verstummte.
„Bis auf…?“, half Miles nach. Es war eindeutig, dass er es von Harry hören wollte.
„Mr. Malfoy und ich … wir haben eine gemeinsame Vergangenheit.“
„Ist mir bewusst.“
„Er … er versucht jedes Mal, wenn wir zusammen einen Einsatz haben, mich auf die Palme zu bringen. Und ich …“ Harry presste die Lippen zusammen.
„Sie versuchen zu vermeiden, ihm eine runterzuhauen.“
Harry blickte verwundert auf und sah es um die Mundwinkel von Miles zucken. Er lächelte schief und hob entschuldigend die Schultern. „Kann man so sagen, ja.“
„Hören Sie, Potter. Ich habe mir auch mal andere Einsätze angesehen, bei denen Sie und Mr. Malfoy aufeinander getroffen sind. Und ich sehe, dass er es Ihnen wirklich nicht leicht macht. Aber so etwas darf nicht mehr passieren. Ich habe daher vor, Mr. Malfoy Anweisung zu erteilen, dass er …“ „Was? Nein!“
Miles hob erstaunt eine Augenbraue. „Sie wissen doch noch gar nicht, was ich sagen wollte.“
„Ich kann es mir denken, Sir. Wenn Sie Malfoy anweisen, dass er nur für den jeweiligen Fall relevante Dinge sagen darf und es für mich keine Konsequenzen hat …“ „Ich war noch nicht ganz fertig“, unterbrach Miles nun streng.
„Äh … ja … Entschuldigung, Sir.“
"Also, sprechen wir zuerst mal über die Konsequenzen für Sie. Was Mr. Malfoy angeht, bin ich durchaus bereit, Ihrem Urteil zu vertrauen.“ Er räusperte sich. „Ich denke, zwei Wochen Innendienst sollten genügen. Niemand ist zu Schaden gekommen und Sie haben durch Ihre schnelle Reaktion ja Ihren Fehler quasi ausgeglichen.“
Harry wusste, dass er mit einem blauen Auge davongekommen war. Und auch, wenn es eine wunderbare Vorstellung gewesen wäre, dass Malfoy ebenfalls eine Rüge erhielt, wusste Harry, dass er diese doppelt und dreifach bereuen würde. Malfoy würde Wege finden, ihn dann eben im Rahmen ihrer Arbeit zu beleidigen und verhöhnen. Nein. Er musste eine andere Möglichkeit finden, damit umzugehen, oder sich einfach damit abfinden, dass Malfoy ein unausstehlicher, arroganter Pisser war, mit dem er keine Sekunde mehr als unbedingt notwendig verbringen wollte.
„Hey Cassy.“
„Jim! Gut, dass du heute gleich wieder reinschaust. Du hast gestern Abend deine Geldbörse verloren!“
Harry blickte Cassy verdutzt an. „Tatsächlich? Ist mir noch gar nicht aufgefallen!“
Cassy lachte. „Hast dir nach der vielen Schokolade wohl einen ruhigen Abend auf der Couch gegönnt.“
„Äh … so ähnlich“, erwiderte Harry, der sofort ein leichtes Ziehen in der Leistengegend verspürte, wenn er an den gestrigen Abend dachte. Ruhig war der definitiv nicht gewesen, aber ins Shadows nahm er immer nur loses Bargeld mit und ließ seine Geldbörse zuhause. Da er sie in der magischen Welt nicht benötigte, war es ihm tatsächlich noch nicht aufgefallen, dass sie weg war.
„Ja, ein Gast hat sie vor dem Laden auf der Straße gefunden und sie hier reingebracht. Ich hab ihm gesagt, dass ich sie dir geben werde.“
„Oh, wie nett! Kommt er öfter her? Ich würde mich gerne erkenntlich zeigen.“
„Ja, Daniel kommt immer mal wieder rein. Er ist fast so ein Schleckermaul wie du. Ich soll dich von ihm grüßen.“ Sie schmunzelte.
„Na, da kannst du ja froh sein, dass es solche Schleckermäuler wie diesen Daniel und mich gibt. Machst du mir einen Cappuccino bitte? Und hast du was von dem Apfel-Streuselkuchen da?“
„Hab ich.“ Cassy begann, den Cappuccino vorzubereiten. „Konntest du den blöden Tag abhaken?“
Harry zögerte. Er war für zwei Wochen in den Innendienst versetzt worden, was schrecklich langweilige Schreibarbeit bedeutete. Aber abgehakt hatte er den Tag gestern Abend dennoch ziemlich erfolgreich. „Ja … doch.“
„Das ist gut. Hast du schon Feierabend für heute? Du bist früher dran als sonst.“
Tatsächlich hatte es Harry mit dem Ausstempeln heute sehr genau genommen. Normalerweise achtete er nicht so sehr auf die Uhrzeit. Wenn sie einen Fall bearbeiteten, dann war so etwas wie geregelte Arbeitszeit nicht seine Hauptpriorität. Auf ihn wartete niemand zuhause und so war er oft noch abends im Büro, um über den Fakten zu brüten.
„Ja, heute habe ich mal pünktlich Schluss gemacht.“
Cassy stellte die Tasse mit dem perfekten Milchschaum und ein großes Stück Apfelkuchen vor Harry ab. „Na, dann genieß mal deinen Feierabend.“
Draco hatte mitbekommen, dass Potter als Strafe für seinen Fehler zwei Wochen in den Innendienst versetzt worden war. Das war nicht viel, aber ihm war auch etwas unangenehm, dass sein und Potters Vorgesetzter sich die Szene vermutlich mehrfach angesehen hatten. Und dabei war ihnen bestimmt nicht entgangen, dass er Potter unangemessen stark provozierte. Er war daher überrascht und durchaus auch erleichtert, dass er heute nicht zum Chef zitiert worden war, um sich eine Standpauke anzuhören.
Er wusste ja, dass er es übertrieb, aber Potter … er machte das mit ihm. Draco konnte einfach nicht anders. Potter hatte einmal in ihrem achten Schuljahr den Versuch gemacht, ein Gespräch mit Draco zu führen. Aber damals hatte Draco gedacht, Potter würde aus Mitleid mit ihm reden wollen und das hatte sein Stolz nicht zugelassen. Er hatte, wie er es sein Leben lang gelernt hatte, mit Häme und Spott reagiert, sobald er verunsichert war, und dabei war es irgendwie geblieben. Das war erbärmlich und das wusste er. Aber irgendwie kam er aus der Nummer nicht mehr raus. Vielleicht sollte er einfach mal versuchen, mit Potter umzugehen, wie mit allen anderen Menschen auch. Aber wie sollte das gehen? Potter war nun mal Potter und wenn Draco ihn sah, dann verknüpften sich irgendwelche Synapsen und dann … dann war er wieder der dumme arrogante Slytherin, den er doch bereits vor so vielen Jahren hinter sich gelassen hatte.
Er seufzte, während er seine Wohnung betrat. Kurz hatte er überlegt, ob er bei Cassy vorbeischauen sollte, aber mehr als einmal in der Woche, war nicht gut für ihn. Er war eitel, das war kein Geheimnis, aber seit gestern … da hatte seine Eitelkeit einen besonderen Grund.
Draco erschauerte, als er daran dachte, wie er unter den Händen dieses Mannes – sie hatten sich noch nicht mal mit Namen vorgestellt! – einfach so zerflossen war. Anders konnte man es einfach nicht sagen. Zuerst hatten sie noch eine Weile in der Sitzecke rumgemacht, bevor der Typ ihn hochgezogen und mit in den Darkroom geschleppt hatte. Dort hatte Draco das Denken eingestellt und war nur noch Wachs gewesen. Er hatte gekniet, wenn der andere es ihm befohlen hatte, er hatte sich hart in den Mund stoßen lassen – Merlin! Allein beim Gedanken daran wurde seine Hose eng! Er hatte zugelassen, dass der andere ihn durchfickte, als gäbe es kein Morgen. Und Draco hatte jeden verdammten Stoß genossen. Er hatte den heißen Atem des anderen auf seiner Haut genossen, dessen Kraft, die nichts mit Gewalt zu tun hatte. Kraft, bei der er sich auf eine ganz eigene Weise geborgen fühlte. Ja, Draco hatte sich gleichzeitig benutzt und beschützt gefühlt, als wäre er – oder besser sein Körper – das Wertvollste der Welt. Das war etwas paradox, aber auch, wenn der Kerl nicht zimperlich gewesen war und er heute sehr dankbar für seinen Diptam-Vorrat war, er hatte auf Draco aufgepasst, hatte sich versichert, dass das alles so passte und war nie auch nur einen Millimeter zu weit gegangen. Im Gegenteil! Sollten sie sich wieder treffen – und Draco hoffte inständig, dass das geschehen würde! – würde Draco klarstellen, dass er in vielerlei Hinsicht durchaus noch zu mehr bereit wäre.
Jetzt schälte er sich erstmal aus seinen Klamotten und ging unter die Dusche, wo er den gestrigen Abend nochmal Revue passieren ließ.
Harry hasste Schreibtischarbeit. Natürlich musste auch er sich immer wieder mit den Akten der Fälle befassen, die sie gerade bearbeiteten. Aber dazwischen lagen Einsätze, Befragungen und Austausch mit den Kolleginnen. Im Moment fühlte er sich von seinem Job abgeschnitten. Er war einfach nicht der Typ für diese Art der Arbeit. Aber er durfte sich nicht beschweren. Er hatte wirklich Glück gehabt und deshalb würde er jetzt seine Strafe absitzen. Immerhin würde er Malfoy in diesen zwei Wochen auf keinen Fall begegnen. Sollte er das nicht sogar als Belohnung werten?
Da sein Arbeitsalltag ihn allerdings so sehr langweilte, beschloss er, dass seine Abende etwas mehr Action durchaus vertragen konnten. Und so war er jeden Abend im Shadows gewesen, in der Hoffnung, diese Versuchung auf zwei Beinen wieder zu treffen. Er war schon so weit gegangen, andere Männer abzuweisen, weil er Sorge hatte, den anderen dann an einen Konkurrenten zu verlieren. Harry schnaubte, irritiert von seinen eigenen Gedanken. Es gab keine Konkurrenten im Shadows . Wenn der Fremde heute mit einem anderen Sex hatte, hieß das gar nichts. Beim nächsten Mal würde er wieder Harry gehören.
Ja … er wollte, dass der Blonde ihm gehörte und zwar nur ihm! Diese Gedanken beunruhigten ihn, denn noch nie hatte er in Bezug auf einen Sexualpartner so etwas gedacht. Davon abgesehen, dass man einen Menschen nicht besitzen konnte, hatte dieser Mann aber genau diese Empfindungen in Harry ausgelöst. Das führte leider dazu, dass die Besuche im Shadows nicht mehr die Befriedigung und Entspannung erzeugten, die er sich dort üblicherweise holte.
Es war Sonntagabend. Wie die beiden Tage zuvor, war an diesem Abend viel los im Shadows , ein Grund, warum Harry das Wochenende meist mied. Es machte ihm nichts aus, im Darkroom die Geräusche der anderen Männer zu hören, aber er musste nicht sehen und manchmal fast schon spüren, was andere quasi direkt neben ihm trieben. Die Überlegung, dass er den Fremden deshalb noch nie getroffen hatte, weil der üblicherweise eher am Wochenende herkam, hatte ihn bereits gestern und vorgestern her gelotst. Leider ohne Erfolg.
Und so saß er an diesem Abend erneut an der Bar. Er trug eine enge Lederhose und ein schwarzes T-Shirt, das seine Muskeln gut zur Geltung brachte. Ja, sein Körper konnte sich sehen lassen und mit seinem verwandelten Gesicht fühlte er sich wieder ganz wie Jim, dessen Rolle er heute Abend wieder eingenommen hatte.
Er war früh dran gewesen, das war ihm bewusst, aber mit einem Mal war er sich sicher gewesen, eine wichtige Chance zu verpassen, wenn er nicht rechtzeitig da war. Jedes Mal, wenn die Tür aufging, fokussierte er die eintretende Person und jedes Mal wurde er enttäuscht. Ein um den anderen Mann wies er ab, zunehmend frustriert. Es war bereits fast Mitternacht. Sollte er wirklich noch warten? Würde der andere so spät noch kommen? Ein Gedanke schoss ihm durch den Kopf. Was, wenn der andere nur zu Besuch in der Stadt gewesen war und überhaupt nie mehr hier auftauchen würde? Nein, darüber wollte er jetzt nicht nachdenken!
Er beschloss, noch bis halb 1 zu warten, sich dann einen von den durchaus heißen Typen, die ihn angemacht hatten, zu schnappen und seinen Frust rauszuvögeln.
Also hatte er begonnen, sich umzuschauen, wer für diesen Frustabbau in Frage kam. Es musste durchaus jemand sein, der mit einer härteren Gangart klarkam, aber da gab es genügend Kandidaten. Da er den Rücken somit der Tür zugewandt hatte, hatte er nicht gemerkt, wie das Objekt seiner Begierde inzwischen das Shadows betreten hatte und nun direkt neben ihm stand.
„Hör auf zu suchen“, raunte es Harry ins Ohr. Er fuhr herum und konnte nicht fassen, dass endlich der Mann da war, auf den er den ganzen Abend gewartet hatte. Mit einem Ruck zog er ihn zwischen seine geöffneten Beine und küsste ihn so besitzergreifend, dass keine Zweifel aufkamen, wen er eigentlich gesucht hatte.
Draco stöhnte in den Kuss und nur die starken Arme seines Gegenübers verhinderten, dass er zu Boden ging. Wie sollte er seinen Beinen einen sinnvollen Befehl geben, wenn alles Blut sein Gehirn verlassen hatte?
Er hatte heute Abend gezögert, ob er herkommen sollte. Nicht, weil er den unglaublichen Sex mit diesem unglaublichen Mann nicht wiederholen wollte. Aber was, wenn er sehen würde, wie dieser einen anderen mit derselben Intensität verführte? Was, wenn das einfach so dessen Art war und es nur für Draco so besonders gewesen war? All diese Bedenken zerflossen gemeinsam mit Dracos Gehirnaktivitäten. Er konnte jetzt loslassen und sich ganz diesem Mann hingeben.
„Du bist endlich gekommen“, murmelte der jetzt nahe an seinem Ohr, bevor er einen sanften Biss daruntersetzte und seine Hände besitzergreifend auf Dracos Hintern platzierte, wobei er ihn noch näher zu sich zog. Draco stöhnte, als ihre Erektionen sich berührten. Wie konnte er in so kurzer Zeit nur so hart werden?
„Komm.“ Der andere stand auf und zog ihn mit sich. Schien, als wollte er keine Zeit verlieren und Draco war das nur recht. Zielgerichtet steuerten sie im Darkroom eine Ecke weit hinten an, die vor Blicken geschützt war und in der sie eine schummrig beleuchtete Sitzecke für sich hatten. Kaum dort angekommen, schob der andere Draco auf das Sofa und stellte sich vor ihn. Seine Hände fuhren mit bestimmter Zärtlichkeit durch Dracos Haare.
„Du weißt, was du zu tun hast.“ Draco hörte die unterdrückte Lust und nickte. Dann machte er sich daran, den prachtvollen Schwanz des anderen aus der engen Lederhose zu befreien. Kaum befand sich die glänzende Eichel vor seinem Gesicht, öffnete er den Mund und der andere zog ihn in seinen Schoß. Draco keuchte auf und musste ein Husten unterdrücken, Tränen schossen ihm in die Augen und er versuchte, seine Atmung unter Kontrolle zu bringen. Gleichzeitig spürte er, dass es in seiner Hose noch enger wurde. Merlin! Wie sehr ihn das anmachte!
Der Anblick, der sich Harry bot, war atemberaubend. Wie dieser perfekte Mann da saß, Harrys Schwanz komplett in dessen Rachen versenkt, gegen den Würgereiz anatmend und sich doch kein bisschen gegen diese Behandlung sträubend … es war einfach der Wahnsinn. Als der andere auch noch den Blick hob und Harry die Tränen in dessen Augen schimmern sah, da konnte er nicht mehr an sich halten. Er begann, hart in den willigen Mund zu stoßen, wobei er den Kopf mit beiden Händen hielt. „Hände auf den Rücken“, befahl er und erkannte seine Stimme selbst nicht mehr. Der andere gehorchte ohne zu Zögern und Harry stieß zu, sah, wie Speichel aus dem Mund des anderen tropfte, hörte das gurgelnde Geräusch aus dessen Kehle. Abrupt zog er sich zurück, denn er hatte noch anderes vor und wollte noch nicht kommen. Der andere hustete, als Harry ihn freigab, aber Harry ließ ihm keine Zeit, sich zu orientieren. Er zog ihn auf die Beine und küsste ihn hart. Schmeckte sich selbst und die Tränen des anderen und glaubte, nie mehr einen anderen Menschen küssen zu wollen.
Dann stieß er den Mann auf das Sofa. „Knie dich auf die Sitzfläche und stütz dich auf der Lehne ab“, befahl er. Der andere gehorchte und jetzt hatte Harry erstmals einen guten Blick auf diesen fantastischen Arsch. Beim letzten Mal hatte er sich nicht die Zeit genommen, den anderen wirklich zu betrachten. Er fuhr mit beiden Händen über den dünnen Stoff der sehr engen Hose und ließ seine Hand dann mit Wucht auf die rechte Arschbacke niedersausen. Der andere zog zischend die Luft ein, machte aber sonst keinen Mucks. Harry zog ihm die Hose über den Arsch und wiederholte die Prozedur. Das Klatschen hallte in seinen Ohren und er war froh, hier in dieser Nische einen Platz bekommen zu haben. Nicht auszudenken, andere würden diesen Prachtarsch, dessen Haut immer röter und heißer wurde, sehen. Wer sollte da widerstehen können?
Harry fuhr nun zärtlich über die malträtierte Haut und ließ seine andere Hand nach vorne gleiten, wo er – wenig überraschend – den erigierten Penis des anderen umschloss. Der keuchte, während Harry ihn ein paarmal pumpte, nur um dann wieder von ihm abzulassen. Harry wusste, dass der Mann ein frustriertes Stöhnen unterdrückte und grinste. Er würde sich jetzt erstmal mit diesem Arsch befassen. Er griff in die Haare des anderen und zog seinen Kopf zu sich, dann hielt er ihm seine Finger vors Gesicht. „Nass machen!“ Brav wurde der Mund geöffnet und zugelassen, dass Harry diesen mit seinen Fingern fickte. Als diese ausreichend nass waren, ließ Harry los und begann, den anderen vorzubereiten. Nun war es mit der Zurückhaltung des Fremden vorbei. Er stöhnte hemmungslos, während Harry ihn immer mehr weitete. Harry ließ ihn gewähren. Der Darkroom bot nicht genug Möglichkeiten den anderen noch weiter in die Schranken zu weisen. Vielleicht sollten sie mal einen der Räume für sich buchen, die das Shadows ebenfalls bereithielt. Alleine der Gedanke, wie der andere gefesselt und geknebelt vor Harry kniete, ließ ihn fast schon kommen. Wenn er noch etwas mehr von diesem Fick haben wollte, musste er sich zusammenreißen.
Und so holte er ein Kondom aus seiner Hosentasche und zog es über, um sich dann mit einem Ruck in dem willigen Arsch zu versenken. Das Stöhnen wurde lauter, aber es gab keinen noch so kleinen Moment des Ausweichens. Vielmehr schob sich der ganze Körper noch näher zu ihm. Harry packte den anderen an der Hüfte und begann, hemmungslos in ihn zu stoßen. Er konnte sich jetzt nicht mehr zusammenreißen. Jetzt und hier würde er diesen Mann ins Nirwana ficken und sich selbst gleich mit. Als er spürte, wie der andere kam, gab es kein Halten mehr. Mit einem Schrei entlud er sich und noch während er selbst versuchte, seine Sinne wieder einzusammeln, ließ er sich auf die Couch fallen und zog den anderen über sich. Er musste ihn küssen, musste ihm vermitteln, dass das hier so viel mehr war als ein Fick mit einem Fremden. Er wollte einfach nur noch diesen Mann!