Lass uns spielen
Lass uns spielen
Harry war froh, dass sie nach diesem seltsamen Einsatz alle Hände voll zu tun hatten. Zwei weitere Arbeitstage im Innendienst mit der Aussicht auf einen Abend mit Daniel in einem der Spielzimmer - das wäre wirklich die Hölle gewesen. Natürlich hätte er Daniel gleich den nächsten Abend vorschlagen können, aber er hatte bewusst den Donnerstag gewählt. Bis zum Wochenende hatte er nicht warten wollen, aber es war vielleicht für sie beide gut, wenn sie nur noch einen Arbeitstag vor sich hatten, nachdem Harry mit Daniel fertig war. Dabei wusste Harry ja gar nicht, ob Daniel überhaupt arbeitete. Oder wann. Konnte ja sein, dass er Nachtschichten hatte, oder am Wochenende arbeiten musste. Er wusste einfach gar nichts, außer dass sein Schwanz sich noch in keinem anderen Körper so perfekt angefühlt hatte. Er erschauderte bei dem Gedanken. Gut, dass er bereits auf dem Weg in den Feierabend an diesem Donnerstag war. Trotz der laufenden Ermittlung hatte er pünktlich gehen können, was vor allem daran lag, dass sie irgendwie auf der Stelle traten. Sie hatten alle in Frage kommenden Personen befragt, hatten das Gebäude untersucht und sogar nochmal ein Treffen mit Malfoy wegen des Fluchs gehabt. Aber was hinter all dem steckte, wussten sie immer noch nicht. Und sie würden es heute auch nicht mehr herausfinden.
„Hey Cassy!“
„Jim, du warst ja ne Weile nicht mehr hier!“
„Ja, tut mir leid. Meine Arbeitszeiten haben sich leider wieder etwas verschoben.“
„Eine heiße Schokolade für dich?“ Cassy wusste, dass er nach 17 Uhr nie Kaffee trank, aber heute würde eine lange Nacht werden und daher erwiderte er: „Tatsächlich nehme ich heute einen Cappuccino und ein Mandelhörnchen, bitte.“
„Oh, hast du noch was vor heute?“ Cassy zwinkerte ihm zu, während sie die Milch aufschäumte.
„Ja … kann man so sagen.“ Harry hatte bestimmt nicht vor, weiter ins Detail zu gehen und Cassy fragte auch nicht weiter nach.
„Ach, ich soll dir übrigens ein Dankeschön von Daniel ausrichten!“
Harry zuckte zusammen. Wie kam sie dann jetzt auf Daniel „Was?“
„Na, du hast ihm doch eine seiner Bestellungen spendiert – die darfst du übrigens heute noch bezahlen.“ Sie lachte, als sie Harrys völlig verdattertes Gesicht sah. „Daniel ist der Mann, der deine Geldbörse gefunden hat.“
Harry entspannte sich etwas, aber natürlich liefen seine Gedanken Amok. Sollte es Zufall sein, dass er in so kurzer Zeit zwei Männer kennenlernte, die Daniel hießen? Kurz gefiel ihm die Vorstellung, dass er Daniel hier treffen könnte, bis ihm einfiel, dass er ja gar nicht wie der Jim aussah, den Daniel aus dem Shadows kannte. Er müsste also dann so tun, als würde er den anderen gar nicht kennen. Ob ihm das gelingen könnte? Mit einem Mal wollte er nichts lieber, als das Café so schnell wie möglich verlassen. Er musste darüber nachdenken, was das bedeutete. Sollte er Daniel heute Abend fragen, ob er hier Kunde war? Nein! Das würde ja erst recht zu Problemen führen!
Als Cassy das Bestellte vor ihm abstellte, hätte er am liebsten gesagt, dass er gehen musste, aber das ging natürlich nicht. Also trank er einen viel zu große Schluck von seinem Cappuccino, womit er sich sofort den Mund verbrannte. Verdammter Mist! Er sollte aufhören, sich wie ein Idiot zu benehmen. Nichts würde passieren, falls der Daniel, der seine Geldbörse gefunden hatte und sein Daniel dieselbe Person waren! Er durfte einfach nicht die Nerven verlieren.
Als er endlich seine und Daniels Rechnung bezahlt und das Café verlassen hatte, fühlte er kein bisschen der Entspannung, die er hier üblicherweise fand. Er ärgerte sich über sich selbst und war so in Gedanken, dass er an der Straßenecke mit jemandem zusammenstieß.
„Hätt ich mir ja denken können“, schnarrte die wohlbekannte und ebenso verhasste Stimme. „Der Auserwählte hat es nicht nötig darauf zu achten, ob jemand ihm entgegenkommt. Üblicherweise teilt sich die Menge wohl für dich, Potter?“
„Malfoy, halt einfach dein dummes Maul!“ Harry war definitiv nicht in der Stimmung, sich das dumme Geschwätz von dem Idioten anzuhören. Er drängte sich an ihm vorbei und verschwand in der Dunkelheit, den Kragen seiner Jacke gegen den Nieselregen hochgeschlagen.
Wie war das denn jetzt wieder geschehen? Draco hatte sich doch nur vor dem – bestimmt sehr anstrengenden - Abend eine Stärkung bei Cassy holen wollen und dann musste er hier mit Potter zusammenstoßen. Was machte der Idiot überhaupt hier? Konnte er nicht apparieren, wie jeder normale Zauberer? Er schüttelte den Kopf. Nein! Er wollte jetzt nicht über Potter nachdenken. Soweit kam es noch, dass der ihm seinen Abend mit Jim versaute! Er atmete noch einmal tief durch und betrat dann das hell erleuchtete Café.
„Daniel! Jetzt hast du eben Jim verpasst! Er ist vor ein paar Minuten gegangen“, begrüßte ihn Cassy. Das, so fand Draco, war kein allzu großes Unglück. Es genügte ja schon, dass er eben in Potter rein gerannt war. Da er immer noch nicht wusste, ob der Jim, von dem Cassy sprach und sein Jim dieselbe Person waren, konnte er auf eine Begegnung unter diesen Umständen verzichten. Vor allem, da ihm eine sehr viel reizvollere Begegnung heute noch bevorstand.
„Ja, das ist Pech“, sagte er dennoch. „Aber vielleicht schaffen wir es früher oder später mal gleichzeitig hier zu sein.“
Endlich! Der Alltag im Ministerium lag hinter Harry. Seine dummen Gedanken hatte er alle zur Seite geschoben und selbst die blöde Begegnung mit Malfoy hatte keinen Platz mehr in seinem Kopf. Daniel und er standen in der Tür des Spielzimmers, das er gebucht hatte. Er spürte, wie Daniel beim Anblick der Ketten an der Wand, der verschiedenen Schlagwerkzeuge und des Regals mit allerlei Spielzeug tief einatmete. Harry legte seine Hand an Daniels unteren Rücken und schob ihn in den Raum.
„Sieh dich um. Und dann möchte ich, dass du mir sagst, was überhaupt nicht geht.“ Daniel nickte und begutachtete alles sehr genau. „Hast du schon mal gespielt?“ Er zögerte. Sollte das wirklich das erste Mal sein? Das hat sich bisher nicht so angefühlt. „Sei ehrlich!“
„Zweimal“, sagte er schließlich. „Einmal war es wirklich gut. Das letzte Mal …“ Er verstummte und Harry trat direkt vor ihn.
„Hör zu. Wir müssen das hier nicht machen.“
„Doch“, sagte er schnell. „Doch. Ich will das. Mit dir.“
Harry küsste Daniel und er seufzte in den Kuss, aber schnell entzog Harry sich wieder. „Okay, dann werde ich dir jetzt die Regeln erklären, nach denen ich spiele. Ich erwarte, dass du ehrlich zu mir bist. Da wir uns noch nicht gut kennen, werde ich dich heute nicht knebeln, damit du jederzeit abbrechen kannst.“ Ein Schauer lief über Daniels Körper, aber er nickte. „Ich möchte, dass du dir ein Safeword aussuchst.“
Daniel dachte kurz nach und sagte dann: „Rot.“
„Gut. Was ist mit Schlägen? Ist das für dich eine Option?“ Als Harry ihn zuletzt mit der Hand geschlagen hatte, war er ziemlich darauf abgefahren, aber es war etwas anderes, wenn man eine Gerte oder eine Peitsche benutzte.
„Gerte ist okay … Paddle auch. Stock nicht.“
„Ich werde dich fesseln. Ist das in Ordnung?“
Daniel schluckte und ein Blick auf die Beule in seiner Hose bestätigte die Antwort, die rau klang. „Ja, das ist in Ordnung.“
„Gut. Ich denke, das sollte für heute genügen.“ Harry trat nah an ihn heran. „Das heute ist ja hoffentlich erst der Anfang.“
Draco hatte nicht erwartet, dass Jim das hier so genau abarbeiten würde, aber es stärkte sein Vertrauen in ihn. Die letzten beiden Male, als er in einem der Räume gewesen war, hatte er nicht das Gefühl gehabt, dass seine Spielpartner sich ihrer Verantwortung wirklich bewusst waren. Aber bei Jim machte er sich keine Sorgen. Er hatte so eine Aura, die Draco gleichzeitig erregte und beruhigte.
„Zieh dich aus!“.
Draco blickte zu Jim, der mit verschränkten Armen an der Liege lehnte, die mitten im Raum stand. Sein Blick erlaubte kein Zögern und so begann Draco, seine Klamotten auszuziehen und legte sie auf eine Bank am Rand des Raums. Er spürte Jims gierigen Blick auf sich. Es war etwas anderes als die letzten Male und er fühlte sich sehr nackt, während Jim noch vollständig angezogen war.
„Komm her“, sagte Jim mit rauer Stimme und streckte die Hand aus. Draco ging auf ihn zu und als er vor ihm stand, zog Jim ihn zu sich. Sanft und beschützend legte er die Arme um Draco. „Ich passe auf dich auf, keine Sorge. Du bist viel zu kostbar, als dass ich zulasse, dass dir etwas geschieht.“
Draco glaubte ihm jedes Wort und entspannte sich. Jim schob ihn von sich und gab den Platz an der Liege auf. „Leg dich mit dem Oberkörper darauf, Beine auseinander.“
Draco gehorchte und fühlte mich sehr ausgeliefert. Als Reaktion darauf drückte seine Erektion bereits gegen die Liege.
„Gib mir deinen Arm“, sagte Jim rechts von ihm und er nahm den Arm über den Kopf, wo Jim ihn mit einer Ledermanschette fixierte. Dasselbe machte er mit dem linken Arm. Dann ging er um Draco herum und fuhr mit den Händen über dessen Hintern.
„So ein wundervoller Arsch ist das.“ Er setzte kleine Küsse auf Dracos unteren Rücken, über die Arschbacken bis zu meinen Oberschenkeln. Draco bebte. Dann trat er zurück und bevor Draco realisiere, was geschah, sauste eine Hand auf seine rechte Arschbacke. Draco zog zischend die Luft ein, blieb aber ansonsten still. Er wiederholte die Prozedur, abwechselnd links und rechts, fuhr immer wieder mit den Händen über die bestimmt knallrote und heiße Haut und summte zufrieden. Dann hörte Draco, wie Jim etwas von der Wand nahm und er wusste, dass er jetzt mit der Gerte oder dem Paddel weitermachen wurde. War es eine gute Idee gewesene zu sagen, dass das okay war? Würde Jim rechtzeitig aufhören? Würde Draco zur Not rechtzeitig sein Safeword sagen? Rot … das war nicht, wie die Muggel es meist nutzen, auf die Ampeln bezogen. Nein, es bezog sich auf Gryffindor – das Haus, mit dem Draco am allerwenigsten verband. Kaum hatte Draco an Gryffindor gedacht, hörte er ein Zischen und noch bevor sein Körper den Kontakt der Gerte richtig realisiert hatte, war der Schmerz schon in seinem Gehirn angekommen. Er schrie auf – konnte es gar nicht verhindern. Jim war davon unbeeindruckt. Er setzte präzise Schläge auf Dracos Hintern und die Oberschenkel und es fühlte sich für Draco so an, als müsste die Haut bereits aufgeplatzt sein.
Dann, so plötzlich wie er angefangen hatte, hörte Jim wieder auf. Er trat hinter Draco und griff nach dessen Penis, der einiges an Standhaftigkeit eingebüßt hatte. Aber Jim schaffte es mit wenigen Bewegungen, ihn wieder zu voller Größe anwachsen zu lassen. „Das hast du sehr gut gemacht, Daniel. Du müsstest deinen wundervollen Hintern sehen. Anbetungswürdig.“
Erneut fuhr er mit den Händen über die heiße Haut und Draco hatte Angst, dass er nochmal zuschlagen würde, aber das tat er nicht. Stattdessen trat er neben die Liege, wo er direkt vor Dracos Gesicht stehen blieb. Beinahe liebevoll fuhr er über die Tränenspuren, in Dracos Gesicht, dann öffnete er die Ledermanschetten, setzte sich auf die Liege und zog Draco in seine Arme. Draco genoss den sicheren Halt, auch wenn sein Hintern ordentlich zwiebelte. „Alles in Ordnung?“, fragte Jim und Draco nickte. Es war wirklich anstrengend gewesen, aber er konnte nicht behaupten, dass es ihn nicht angemacht hatte.
„Gut“, sagte Harry, als er sich sicher war, dass Daniel sich wirklich erholt hatte. Er stand von der Liege auf und hievte Daniel auf die Beine. „Wir sind ja noch nicht fertig. Hände auf den Rücken.“
Daniel gehorchte prompt und Harry war froh darum, denn es zeigte ihm, dass er bisher keine Linie überschritten hatte. Er trat von hinten an Daniel heran und fesselte die Hände mit einem Seil. Dann trat er vor Daniel. „Knie dich hin. Mund auf.“
Daniel sank auf die Knie, als habe er den ganzen Abend auf diesen Augenblick gewartet. Harry, dessen Erektion schon lange in seiner Hose um Aufmerksamkeit bettelte, atmete tief durch. Er befreite seinen Penis und schob ihn zwischen die willigen Lippen. Er musste jetzt aufpassen. Daniel hatte geweint, vielleicht war seine Nase noch verstopft. Also legte er seine Hand an Daniels Wange und genoss einfach für einige Stöße die heiße Mundhöhle. Es war der Wahnsinn, dass Daniel ihm das hier gestattete. Als der nun auch noch den Blick hob, in den Wimpern noch Tränen und die Wangen gerötet, musste Harry sich sehr zusammenreißen, nicht sofort zu kommen. Im Grunde wäre es ihm recht gewesen, aber er wusste, dass Daniel auf einen harten Fick stand und den hatte er sich auch verdient. Und so entzog er sich jetzt und zog Daniel auf die Beine, um ihn wieder über die Liege zu beugen. Dieser Anblick, wie Daniel mit gerötetem Hintern und gefesselten Händen vor ihm lag, war das Geilste, das Harry seit langem gesehen hatte. Schnell kramte er nach einem Kondom, benetzte es mit Gleitgel und schob sich in den willigen Körper. Daniels Stöhnen war ihm Antwort genug, dass dieser hier voll auf seine Kosten kam. Es gab jetzt nichts mehr zu verzögern, Harry hielt Daniel an seinen gefesselten Händen und fickte ihn, bis er spürte, wie der andere unter ihm kam. Dann ließ er los.
Das Wochenende war zäh gewesen. Nach diesem fantastischen Abend im Shadows war Draco durchaus froh gewesen, dass er am Freitag nicht viele Termine hatte und auch kein akuter Einsatz dazu kam. Er hätte seinen Hintern natürlich mit Diptam behandeln können, aber auf eine sehr masochistische Art genoss er den Schmerz, den er bei jeder Berührung verspürte, erinnerte er ihn doch an Jim. Am Freitagabend war er daher sehr früh ins Bett gegangen und hatte den halben Samstag verschlafen. Schien, dass sein Körper klarstellen wollte, dass derlei Eskapaden nichts für jeden Abend war. Jim und er hatten sich sowieso erst für den heutigen Montag verabredet und dafür kein Spielzimmer gebucht. Aber mit der sicheren Aussicht, Jim wiederzusehen, hatte er geglaubt, das Wochenende gut hinter sich zu bringen. Dabei hatte er nicht mit seinen nicht enden wollenden Gedanken gerechnet.
Was war das zwischen Jim und ihm? Wenn er Jims Verhalten und dessen Worte richtig interpretierte, hatte der derzeit mit keinem anderen Mann Sex, genau wie Draco. Aber wohin sollte das führen? Er war nun mal nicht Daniel. Er sah nicht einmal aus wie Daniel! Und nun hatte er beinahe Angst vor dem heutigen Abend. Was, wenn Jim mehr von ihm wissen wollte? Wo er arbeitete, was er sonst so machte, wo er lebte … Nichts von dem würde er beantworten können, ohne zu lügen! Eigentlich wäre es das Beste, heute Abend einfach nicht ins Shadows zu gehen. Er hatte ein paar wirklich sensationelle Begegnungen mit diesem außergewöhnlichen Mann gehabt, aber das Ganze hatte einfach keine Zukunft.
Oder sollte er Jim heute Abend fragen, ob es für ihn okay wäre, das Ganze auf das Shadows zu beschränken? Was musste der dann von ihm denken? Vermutlich, dass er im richtigen Leben Frau und Familie hatte, die nichts von seinen Vorlieben wussten. Wäre das so schlimm? Vielleicht würde Jim das verstehen. Draco kam nicht mehr dazu, diesen Plan weiter auszubauen, denn er wurde zu einem Einsatz gerufen.
Harry wusste nicht, was er von alldem halten sollte. Das war jetzt das dritte Gebäude, in dem sie es mit einem dieser komischen Flüche zu tun hatten. Malfoy hatte bestätigt, dass es sich um dieselbe Art von Fluch handelte, aber sie hatten die Vorsichtsmaßnahmen nochmals erhöht, bevor Malfoy begonnen hatte, den Fluch zu brechen. Es war gelungen, aber erneut nur gerade so.
„Was ist das für ein Fluch mit der wir es hier zu tun haben? Ich gehe doch recht in der Annahme, dass es sich immer um denselben Fluch handelt?“, fragte Miles, bei der Besprechungsrunde, die sich im Anschluss an den Einsatz im Ministerium zusammengefunden hatte. Malfoy, an den die Frage gerichtet gewesen war, antwortete: „Ja, Sir, es war jedes Mal derselbe Fluch. Leider war es bisher nicht möglich, ihn zu analysieren und so seiner Herkunft zu bestimmen. Auch die Art des Fluches ist nicht ganz klar. Aufgrund der Struktur, die ich heute vorgefunden habe, gehe ich allerdings davon aus, dass es sich um einen Fluch handelt, der das Gedächtnis angreift.“
Ein Raunen ging durch die Reihen. „Das ist beunruhigend.“
„In der Tat, Sir“, bestätigte Malfoy. „Vor allem kann ich mir keinen Reim darauf machen, wie der Fluch auf die Türen gelangt. Möglich, dass eine verfluchte Flüssigkeit benutzt wurde. Das ist zwar sehr riskant für die Person, die diese Flüssigkeit benutzt, aber eine andere Idee habe ich nicht. Soweit ich das beurteilen kann, ist es ein uralter schwarzmagischer Fluch, der nicht einfach so durch einen Zauber auf Gegenstände gelegt werden kann.“
Miles blickte in die Runde. „Was wissen wir über die Tatorte?“
„Allesamt verlassene Gebäude“, erklärte Miriam. „Manche nur vorübergehend, wie der erste Tatort. Andere dauerhaft.“
„Es fühlt sich so an, als würde sich hier jemand an die richtige … Dosierung rantasten …“, sagte Harry halblaut. Malfoys Anwesenheit störte ihn. Normalerweise brainstormten hier alle vor sich hin, aber Malfoy störte seinen natürlichen Gedankenfluss.
„Rantasten?“, hakte Melissa nach. „Wie meinst du das?“
„Naja … uns fehlt ein Motiv, oder? Und wenn ich das bisher richtig verstanden habe, wurde der Fluch von mal zu mal stärker.“ Zu Harrys Verwunderung nickte Malfoy, ohne sich über ihn lustig zu machen. „Ja, das ist richtig. Ich denke auch, dass wir uns Gedanken über das Motiv machen müssen. Dass verlassene Gebäude genutzt werden kann durchaus darauf hindeuten, dass jemand die richtige Dosierung sucht.“
„Richtig wofür?“, fragte Miriam alarmiert.
Malfoy zuckte die Schultern. „Ich habe keine Ahnung. Wenn wir davon ausgehen, dass es sich um einen Fluch handelt, der das Gedächtnis angreift, könnten alle möglichen Personen oder Einrichtungen gefährdet sein.“
Alle schwiegen betroffen. Das fühlte sich ganz und gar nicht gut an.
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Ich bin so begeistert von euerm Support, dass ihr euch ein weiteres Kapitel verdient habt. Ich bin sehr gespannt, was ihr dazu sagt - es geht ja doch ganz schön zur Sache mit den beiden. Aber auch beruflich braut sich was zusammen ... Lasst mich an euren Gedanken teilhaben!
LG Luna