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Alles Merlins Schuld

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Alles Merlins Schuld

Harry saß im Shadows an der Bar und zog an seinem Strohhalm. Das Meeting am Nachmittag ließ ihn nicht los. Es hatte sogar seine Sorgen bezüglich der Zukunft seiner Beziehung mit Daniel vorübergehend in den Hintergrund geschoben. Diese kamen erst jetzt wieder zum Vorschein, da das Treffen kurz bevorstand. Was erwartete Daniel von diesem Date? Immerhin waren sie immer noch im Shadows , was im Grunde den Kontext klarstellte. Wenn es nicht um Sex gehen würde, hätten sie sich in einer anderen Bar verabreden können, oder?

Harry seufzte. Jetzt hatte er einmal einen Mann kennengelernt, bei dem irgendwie alles passte und dann musste er erkennen, dass einfach zu viel Unwahrheit hinter allem steckte. Begonnen damit, dass er ein Zauberer war, darüber hinaus nicht Jim hieß und auch nicht wie Jim aussah. Machte das alles hier überhaupt noch Sinn? Sicher, der Sex war phänomenal. Aber auch wenn Harry grundsätzlich keine Probleme mit unverbindlichem Sex mit unterschiedlichen Männern hatte – der Gedanke, Daniel mit jemandem teilen zu müssen, war unerträglich. Aber wie konnte er von jemandem Exklusivität verlangen, der nicht einmal wirklich wissen durfte, mit wem er sich eingelassen hatte?

„Hey, bin ich zu spät?“

Harry drehte sich um und ein strahlendes Lächeln legte sich auf sein Gesicht, als er Daniel sah. Er zog den anderen in seine Arme und küsste ihn. Zufrieden hatte er sofort erkannt, dass Daniel sehr freizügig angezogen war und somit die sexuelle Komponente klar war. „Nein, nicht zu spät“, antwortete Harry mit Verzögerung und vertiefte den Kuss nochmals, während seine Hände sich um den heißen Hintern legten.

Draco glaubte, eine gewisse Unsicherheit bei Jim zu verspüren, obwohl der sich äußerlich gab wie immer. Aber das erleichterte Lächeln, mit dem er ihn begrüßt hatte und der beinahe verzweifelt anmutende Kuss … Draco hatte geglaubt, Jims Gefühlscocktail beinahe körperlich zu spüren. Aber vermutlich war er selbst durch die Vorkommnisse beim heutigen Einsatz und seine eigene Unsicherheit auch nicht ganz bei sich. Er war jedenfalls sehr froh, als Jim ziemlich direkt vorschlug, sich im Darkroom ein ruhiges Eckchen zu suchen. Das war an einem Montagabend nicht schwierig und Draco freute sich bereits auf Jims Reaktion auf die Überraschung, die Draco für ihn bereithielt.

Harry war erleichtert, dass Daniel offenbar genauso wenig Lust auf Smalltalk hatte, wie er und als der andere sich aufreizend vor ihm auf das Sofa kniete und mit dem Hintern wackelte, musste er grinsen. So frech hatte er Daniel bisher nicht erlebt. Aber er folgte der stummen Anweisung und zog Daniel die Hose aus. Sofort erkannte war, warum der andere es so eilig damit gehabt hatte. Ein Plug verschloss Daniels Eingang und allein der Anblick ließ alles Blut sich in Harrys Penis sammeln. Er griff in Daniels Haare und zwang ihn so ihm in die Augen zu sehen. „Das hast du dir ja schön überlegt … aber warte nur …“, knurrte er und Daniel erschauerte. Schien, als könne er es nicht erwarten, dass Harry ihn für diese Dreistigkeit maßregelte.

Harry griff nach dem Plug und drehte ihn. Daniel stöhnte. „Du geiles Stück“, raunte Harry, dessen Hose selbst immer enger wurde. Er zog den Plug ein Stück heraus, so dass er Daniel dehnte und drehte ihn wieder. Das ganze wiederholte er ein paar Mal, bis er es nicht mehr aushielt. Er fummelte ein Kondom aus seiner Hose und zog es sich rasch über. Dann warf er Daniel auf den Rücken und drückte dessen Oberschenkel gegen seinen Oberkörper. „Ich werde mich jetzt tief in dir versenken“, versprach er und entfernte den Plug. Dann grinste er und hielt ihn Daniel vors Gesicht. Der zögerte, aber nur kurz, bevor er den Mund öffnete und zuließ, dass Harry ihm den Plug zwischen die Lippen schob.

Draco war im ersten Moment angewidert von der Idee, den Plug in den Mund zu nehmen, der bis eben in seinem Arsch gesteckt hatte. Aber er hatte sich natürlich gründlich vorbereitet und allein das Abartige an dieser Aktion hatte ihn schon wieder so geil gemacht, dass er gehorcht hatte. Jims kurzes, aber durchaus zufriedenes Erstaunen war ihm Belohnung genug. Und obwohl die ganze Haltung, wie er jetzt mit angezogenen Beinen und dem Plug im Mund vor Jim lag, etwas Demütigendes hatte – er musste nur einen Blick auf seinen voll erigierten Penis werfen, um zu wissen, dass die ganze Situation ihn anmachte.

Als Jim dann in sein gut vorbereitetes Loch stieß, stöhnte er gegen den Plug. „Verlier ihn ja nicht, sonst muss ich dich bestrafen“, raunte Jim über ihm und Draco schloss die Lippen noch etwas fester um den Plug. Es war nicht ganz einfach, aber er schaffte es zwischendurch, den Plug mit den Zähnen festzuhalten, um ein bisschen durch den Mund atmen zu können. Die heftigen Stöße, mit denen Jim ihn in das Polster nagelte, machten das erforderlich. Umso mehr, als er begann, Dracos Schwanz im Rhythmus seiner Stöße zu pumpen. Es dauerte nicht lange und Draco ergoss sich mit einem durch den Plug gedämpften Stöhnen über seine Brust. Er spürte eben noch seinem Orgasmus nach und bevor er es richtig begriffen hatte, hatte Jim ihm den Plug aus dem Mund gezogen und ihn durch seinen Penis ersetzt, mit dem er jetzt haltlos in Dracos Mund stieß.

Draco konnte eben noch realisieren, dass Jim das Kondom ausgezogen hatte, als der tief in seinem Rachen kam. Draco schluckte alles, was er bekommen konnte. Er wollte einfach alles von diesem Mann!

„Guten Morgen, Jim. Darf ich dir heute ein Frühstück servieren?“

„Hallo Cassy. So verführerisch das klingt, aber ich habe leider keine Zeit dafür. Aber heute wird ein stressiger Tag, daher gerne einen Cappuccino zum Mitnehmen und einen Schokomuffin.“

„Wird gemacht.“

Harrys Tag würde mit einer weiteren Sitzung beginnen, um nochmals alle Ergebnisse zusammen zu tragen und einen Plan auszuarbeiten, wie sie weiter vorgehen sollten. Dafür brauchte er einen klaren Kopf, was nach dem gestrigen Abend nicht ganz einfach war. Für ihn hatte sich Daniel ihm gestern noch mehr hingegeben als im Spielzimmer. Diese Sache mit dem Plug … er sollte definitiv nicht mehr darüber nachdenken, wenn er auch nur einen einzigen sinnvollen Beitrag zu der Besprechung beitragen wollte.

Als er sich mit einem Cappuccino auf seinem Platz im Besprechungsraum niederließ, traf ihn Malfoys geradezu entsetzter Blick. Was hatte der Idiot denn jetzt schon wieder für ein Problem? Durfte er sich nicht mal einen Kaffee mitbringen? Harry konnte ja nichts dafür, wenn der arrogante Reinblüter sich mit dem, was im Ministerium Kaffee genannt wurde, begnügte, weil er vermutlich niemals einen Muggelladen betreten würde. Immerhin verhinderte das Eintreten von Miles, dass Malfoy eine blöde Bemerkung machen konnte und Harry konzentrierte sich auf den Grund für diese Sitzung.

Draco hatte Mühe, sich auf das Gespräch zu konzentrieren. Zu sehr hatte ihn der Anblick des Bechers und der Tüte in Potters Hand aus dem Konzept gebracht. Potter war offensichtlich Kunde bei Cassy. Das sollte nicht weiter verwunderlich sein, denn immerhin lag der Laden nicht weit vom Ministerium entfernt und Draco hatte durchaus schon andere Hexen und Zauberer dort getroffen. Aber Potter … Irgendetwas daran schien ihm … suspekt.

„ … Mr. Malfoys gestriger Aussage.“ Draco zuckte leicht zusammen und hoffte, niemand erwartete eine Antwort von ihm, aber Miles hatte wohl nur noch mal zusammengefasst, was Draco gestern zu der Art des Fluchs gesagt hatte. Er musste sich jetzt zusammenreißen! Es tat ja überhaupt nichts zur Sache, dass Potter ebenfalls bei Cassy einkaufte.

Die Besprechung dauerte den ganzen Vormittag und Draco hatte es geschafft, sich wieder auf seinen Job zu konzentrieren. Es war insgesamt gut gewesen, dass nun alle auf dem gleichen Stand waren und man mit Miles einen Mann in leitender Position hatte, der den Ernst der Lage begriff. Er bildete drei Teams seiner Aurorinnen und Auroren, die gezielt nach weiteren Gebäuden suchen sollten, wo diese Art von Fluch auftrat. Das war natürlich nicht ganz einfach, aber es schien besser, als abzuwarten, bis wieder ein Notruf einging.

Als die Besprechung zu Ende war, schob Draco sich an den Aurorinnen und Auroren vorbei, die noch in Gruppen zusammenstanden. Potter unterhielt sich mit seinen Kolleginnen und drehte sich plötzlich um. Er hatte seinen leeren Kaffeebecher und die Tüte, die offenbar noch etwas enthielt, an seinem Platz stehen lassen und rief jetzt beides mit einem Accio herbei. Draco erschauerte, ohne zu wissen warum. Er wollte sich aber nicht länger mit seinen seltsamen Gedanken über Potter aufhalten und vor allem wollte er endlich diesen Raum verlassen, bevor sein Mundwerk mal wieder die Kontrolle übernahm.

Harry wusste nicht, wie er diese aufreibenden Einsätze überstanden hätte, wenn nicht die Aussicht auf ein weiteres Treffen mit Daniel ihn bei Laune gehalten hätte. Nachdem sie bei ihrem Date am Montag problemlos wieder direkt im Darkroom gelandet waren und Daniel ihn auch noch mit dem Plug überrascht hatte, hatte Harry beschlossen, sich einfach nicht so viele Gedanken zu machen. Die Probleme würden früher oder später ohnehin kommen, ob er sich den Kopf darüber zerbrach oder nicht.

Sie hatten bisher keine weiteren Flüche gefunden und niemand von ihnen wusste so recht, ob das jetzt gut oder schlecht war. Immerhin war seither auch keine Meldung mehr eingegangen. Sollte es das gewesen sein? Aber die Flüche waren so willkürlich verteilt gewesen, dass Harry nicht recht an die Möglichkeit glauben konnte. Wenn sie alle in einem alten Anwesen aufgetaucht wären oder man sie zumindest mit einem alten Artefakt in Verbindung hätte bringen können. Aber so war Malfoys Vermutung, dass eine verfluchte Flüssigkeit benutzt worden war, die wahrscheinlichste Variante. Nur, dass ihnen das bei der Lösung des Falles kein bisschen weiterhalf.

„Schluss jetzt!“, sagte er laut zu sich und kramte in seinem Kleiderschrank nach dem Outfit für heute Abend.

Draco wusste nicht, was mit ihm los war. Seit dieser Sitzung, in die Potter mit dem Becher und der Tüte von Cassy gekommen war, hatte er das Gefühl, dass etwas an seiner Hirnrinde kratzte. Obwohl es überhaupt nichts zur Sache tat, wollte er heute wenigstens Klarheit darüber erhalten, ob sein Jim und der Jim, der seine Geldbörse verloren hatten, dieselbe Person war. Irgendwie fühlte es sich an, als müsste er das für sich abhaken.

„Hallo Daniel. Was kann ich Gutes für dich tun?“

Draco betrachtete die Auslage. Vor dem Treffen mit Jim heute Abend konnte er sich was Süßes gönnen. Schließlich waren die Begegnungen doch meist ziemlich intensiv. Er entschied sich für eine Apfeltasche, die er sich einpacken ließ. „Sag mal, dieser Jim“, begann er dann und war sich nicht wirklich sicher, was ihm die Information bringen sollte – so oder so. „Hat er lange braune Haare?“

Cassy lachte. „Nein. Er hat schwarze kurze Haare.“

Draco nickte. Irgendwie war er ein bisschen enttäuscht, ohne zu wissen, warum.

„Warum fragst du?“, fragte Cassy, die ja nicht wissen konnte, dass es noch einen Jim in Dracos Leben gab, von dem er nichts wusste, außer dass sein Schwanz ganz hervorragend in seine Körperöffnungen passte.

„Ich habe erfahren, dass jemand in einer anderen Abteilung bei der Arbeit Jim heißt“, log er, da die andere Begründung definitiv niemanden etwas anging. „Und bevor ich ihn anspreche, wollte ich lieber dich fragen. War wohl besser so.“ Er lachte gekünstelt, wie er selbst fand.

„Naja, Jim ist halt auch kein so seltener Name“, gab Cassy zu Bedenken und bestätigte damit Dracos Überlegungen.

„Da hast du recht. Mach‘s gut. Bis zum nächsten Mal.“

„Du auch, Daniel.“

Und so war er nun immerhin mit der Gewissheit, dass es hier keine Überschneidung gab, ins Shadows gegangen. Jim war noch nicht da und er setzte sich an die Bar, bestellte aber nichts. Sie hatten heute wieder ein Spielzimmer gebucht und Draco war sehr froh darum, würde ihn das doch auf ganz und gar andere Gedanken bringen. Es dauerte nicht lange und Jim betrat den Raum. Als er Draco in seine Arme zog, stockte der kurz, irritiert von etwas, das er nicht verstand.

„Alles in Ordnung?“, fragte Jim und Draco nickte und küsste die verführerischen Lippen. Er wollte jetzt nicht mehr über seine komischen Empfindungen nachdenken.

„Die Arbeit ist gerade etwas … aufreibend“, sagte er zur Erklärung. „Bring mich auf andere Gedanken.“

Jim grinste und schlug mit der Hand auf seine ausgebeulte Hosentasche. „Nichts lieber als das. Heute habe ich eine Überraschung dabei.“

Als sie im Spielzimmer angekommen waren, wies Jim ihn an, sich auszuziehen. Dann holte er den Gegenstand aus seiner Hose. Es war ein Knebelball. „Ich würde dir den gerne anlegen, wenn das für dich in Ordnung ist“, sagte Jim. „Dafür werde ich dir die Hände vor dem Körper zusammenbinden, so kannst du mir ein Zeichen geben, wenn es zu viel wird.“ Er betrachtete Draco aufmerksam, was diesem nicht entging. „Ist das für dich okay?“

Als Antwort ging Draco vor ihm auf die Knie und hielt ihm die Hände hin. Stolz erfüllte ihn, als Jim daraufhin stöhnte. Ja, auch er wusste, wie man einen Dom gefügig machte. Jim holte aus einem der Regale ein Seil, das er um Dracos Handgelenke band. Draco würde sich nicht daraus befreien können, aber das machte ihm keine Sorgen. Jim war da und passte auf ihn auf.

„Mund auf“, befahl er und steckte Draco den Knebelball in den Mund. Er war zum Glück nicht zu groß, so dass Draco nicht das Gefühl hatte, sich jetzt schon den Kiefer auszurenken. Dann verschloss Jim die Lederriemen hinter Dracos Kopf. Dracos Penis ragte steil nach oben.

„Steh auf.“ Draco kam etwas wackelig auf die Beine und konnte es nicht glauben, als Jim jetzt seinerseits vor ihm niederkniete und seinen Schwanz in den Mund nahm. Sein Kopf fiel nach hinten und er atmete hektisch gegen den Ball in seinem Mund.

„Oh ja …“, brummte Jim zufrieden und packte mit beiden Händen Dracos Arschbacken. „Du schmeckst genauso gut, wie du aussiehst.“ Hingebungsvoll lutschte er an Draco, während seine Finger sich ihren Weg zu Dracos Eingang suchten. Bald fickte er Draco mit drei Fingern, während er seinen Schwanz immer wieder tief in seiner Mundhöhle verschwinden ließ. Spucke lief an Dracos Kinn herunter, sein Atem wurde immer hektischer und er glaubte, seinen Beinen nicht trauen zu können. Aber Jim hielt ihn, auch als er mit einem nicht enden wollenden Orgasmus kam und glaubte, ohnmächtig zu werden.

Er wurde nicht ohnmächtig, was er daran spürte, dass Jim ihn jetzt gegen die Wand drängte, wo er ihn umdrehte und sich mit einem Stoß in ihm versenkte. Ein durch den Knebel gedämpfter Schrei entwich Draco und er konnte kaum fassen, zu welchen Empfindungen dieser Mann ihn trieb. Seine Brust war nass von seiner eigenen Spucke und alles was er denken konnte war, wie pervers und abartig und geil das alles war. Das Zucken zwischen seinen Beinen verriet, dass sein Schwanz das genauso sah.

Jim hatte ihn tatsächlich zu seinem zweiten Orgasmus gefickt und Dracos hatte seine Sinne nicht mehr wirklich beisammen, als Jim mit einem Stöhnen kam. „Merlin! Du bist einfach der Wahnsinn!"

Und mit einem Mal war Draco hellwach. Was hatte der andere da gerade gesagt? Beinahe panisch schob er sich unter Jim hervor und versuchte, den Knebel zu entfernen. Jim schien immerhin sofort zu bemerken, dass etwas nicht stimmte. „Warte. Ich helfe dir.“

Draco wollte sich auf der Stelle in Luft auflösen, aber er war darauf angewiesen, dass Jim ihm half, daher versuchte er, still zu halten. Kaum war der Knebel entfernt, hielt Draco Jim die Hände hin. Er musste sich etwas anziehen! Er musste hier weg!

Jim sagte nichts. Er schien zu spüren, dass irgendetwas hier gerade sehr schiefgelaufen war und Draco war froh, dass er jetzt nicht versuchte, die Situation mit beruhigenden Worten noch unerträglicher zu machen. Als Draco endlich befreit war, eilte er zu seinen Klamotten. Erst als er die Hose angezogen hatte, sagte er mit bebender Stimme. „Du bist ein Zauberer.“

Jim sah ihn mit großen Augen an. Aber daran, dass er nicht verständnislos lachte oder fragte, was in Draco gefahren war, erkannte Draco, dass er recht hatte. Er zog sich fertig an und verließ ohne ein weiteres Wort den Raum.

Harry saß immer noch im Spielzimmer, völlig geschockt davon, was eben geschehen war. Erst nach einigem Überlegen war ihm überhaupt eingefallen, wie Daniel herausgefunden hatte, dass er ein Zauberer war. Die Referenz zu Merlin hatte ihn verraten. Nun – eigentlich vereinfachte das die Sache doch irgendwie, oder? Zumindest würden sie kein Problem mit dem Geheimhaltungsabkommen haben. Aber Harry war sich durchaus im Klaren, dass es nicht so einfach war. Vermutlich hatte auch der andere sowohl Namen als auch Aussehen geändert und Harry hatte ja durchaus seine Gründe, warum er nicht als Harry Potter ins Shadows kam. Er kam nur ganz und gar nicht mit der Traurigkeit klar, die sich über ihn legte, als ihm bewusst wurde, dass er Daniel nie wieder sehen würde.

Draco hatte das Shadows fluchtartig verlassen und bei der erstbesten Gelegenheit war er nach Hause appariert. Mit einem Mal war ihm alles klar geworden. Er hatte es eigentlich bereits gewusst, aber erst mit der Erkenntnis, dass Jim – er lachte bitter auf, als er an den Namen dachte – ein Zauberer war, fielen alle Puzzlestücke zusammen.

Erst heute Vormittag, als er neben Potter gestanden hatte, hatte er dessen Magie gespürt. Die Magie, die Potter so natürlich umgab, wie andere ihr Schweißgeruch. Die Magie, die er bei Jim gespürt hatte und die ihm auf eine bizarre Weise Sicherheit geschenkt aber vor allem … er wollte das wirklich nicht denken! … die ihn erregt hatte.

Er stand seit einer halben Stunde unter der Dusche und konnte immer noch nicht glauben, wie blind er gewesen war! Und natürlich war der Jim aus dem Shadows auch der Jim, der bei Cassy die Geldbörse verloren hatte. Potter hatte, wie er selbst, bei Cassy nie sein Aussehen verändert. Deshalb hatte der Jim, der bei Cassy Kunde war auch kurze, schwarze Haare. Er hatte sich heute Morgen dort einen Kaffee geholt und war Draco kürzlich in die Arme gelaufen, als Cassy ihm noch gesagt hatte, sie hätten sich eben verpasst.

Draco heulte gegen den Wasserstrahl. Er hatte sich von Potter ficken lassen! Er hatte zugelassen, dass der ihn fesselte und knebelte! Hatte sich ihm angeboten, wie eine Hure. Wie sollte er dem anderen je wieder unter die Augen treten. Natürlich wusste Potter nicht, wer er war, aber mit dem Wissen, es mit einem Zauberer zu tun zu haben, würde Potter es bei ihrer nächsten Begegnung erkennen, dessen war sich Draco sicher. Weil Draco Potter einfach nie mehr würde in die Augen sehen können!

Auch, wenn das vielleicht eine übertriebene Reaktion war und auch, wenn er sich damit verriet, er würde morgen und nächste Woche und vielleicht auch nächsten Monat und einfach für immer nicht zur Arbeit gehen. Er war krank!

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So, jetzt ist es passiert  ...

Ich bin sehr gespannt, was ihr dazu sagt.

LG Luna