LNCrawler

Kapitel 1

Crossroads Future (Rebooted) — www.fanfiktion.de · All chapters

Kapitel 1

Crossroads future (Rebooted)

Kapitel 1

Wir schreiben das Jahr 2674, die Menschheit hat auf den ersten Blick ihren Höhepunkt des Technologischen Fortschrittes erreicht und dennoch forscht die Menschheit immer weiter im Bereich der Technologie in der Hoffnung immer mehr neue Bahnbrechende Erfolge zu erreichen, die in die Geschichte der Menschheit eingehen.

Einer dieser Bahnbrechenden Erfolge ist der Orbital Aufzug, auch bekannt als Heliea-Aufzug (He-li-jah), – eine der größten Erfolge der Menschheit – welcher mit einer riesigen Raumstation namens Junore (Ju-no-re), die als Kolonie genutzt wird und als Operationspunkt der Weltraumforschungsinstitute dient, verbunden ist.

Der Heliea-Aufzug oder auch Orbital Aufzug, liegt in der größten Stadtmetropole, Metropolis (Meh-tro-po-lis), und ist das Wahrzeichen Metropolis und ist auch in mehreren Kilometern Entfernung noch zu erkennen.

Die Raumstation Junore ist dreh und Angelpunkt der Interaktion mit anderen Außerirdischen Rassen und größter Handelsknotenpunkt im Sonnensystem der Menschen, außerdem ist Junore der Viertgrößte Raumhafen in der Galaxie.

Die Menschheit hat sich nicht nur auf den Technologischen Bereich weiter Entwickelt und somit die Möglichkeit geschaffen andere Sonnensysteme und Galaxien zu Bevölkern – was auch geschehen ist –, die Menschheit hat sich ebenfalls im Bereich der Genetik stark weiter Entwickelt, es gibt inzwischen mehrere Arten von so genannten Hybriden, Menschen mit Tier DNS.Große Teile der Weltbevölkerung gehören zu diesen Hybriden, es gibt Zahlreiche Arten an Hybriden, Katzenhybriden, Echsenhybriden, Hundehybriden und noch viele mehr.

Die Städte der Menschen haben sich auch weiter entwickelt, die Zentren der Städte bestehen fast Vollständig aus Modernster Technik mit hoch modernisierten Hochhausapartmentkomplexen mit zahlreichen unterschiedlich Farbigen Neonlichterdioden, sowie Verkehrs- und Werbeschildern, währenddessen Existieren nur noch in den äußersten Stadträndern einfache und so gesehen Antike Häuserbauten aus den alten Zeiten in denen der Technologischen Fortschritt sich noch auf Smartphones und anderen einfacheren Technologien bezog, in den Stadtzentren gibt es auch Zahlreiche Autos mit Gravitationsantriebe die zwischen den Hochhäuserapartmentkomplexen umher Fliegen, nur noch auf dem Land und selten in den äußeren Stadträndern sieht man noch alte so gesehene Antike Autos mit Rädern und ohne die feinen Linien von Verschieden Farbigen Neonlichtdioden an den Seiten oder auf der Motorhaube und auf dem Autodach wie es bei den neuen Autos mit Gravitationsantrieb Alltag ist.

Die Soziale Infrastruktur, Oberflächlich betrachtet, zeigt dass die Menschen ein Sorgenfreies, Wohlhabendes und Friedfertiges Leben führen, aber in Wirklichkeit ist es ganz anders, viele der Menschen leben in furcht vor den Gangs die in den Städten auftreten, vor allem treten diese in den äußeren Stadträndern auf, und viele dieser Gangs haben oftmals Unterschiedliche Stadtviertel unter ihrer Kontrolle oder auch einfach nur Einfluss auf das Soziale Infrastrukturnetz der Städte, was auch schon vollkommend ausreichend ist um Furcht und Schrecken in die Herzen der Städtischen Bevölkerung zutreiben.

Die sogenannte Unterwelt der Städte ist ein weit verbreitetes Netz aus Gangs, Mafias, verschiedenen Kriminellen Syndikaten und anderen Gefährlichen Organisationen, auch wenn die S.P.O.F, Special Police Order Force, mit all ihrer Macht dieses Netz aus Kriminalität zu zerschlagen versucht, so scheitern sie, denn das Kriminale Netzwerk besitzt mehr Macht und Auswirkungen auf die Städte und auf viele Politischen Ereignisse, als sich je jemand vorstellen könnte.

-

Dunkle Wolken hingen über Metropolis in der späten Nacht, während Regen hinabfiel und zahlreiche Pfützen sich langsam bildeten.

In einem der Äußeren Bezirke durchbrachen hektische Schritte auf Nassen Asphalt das Geräusch des Regen, währen zwei Mantel tragende Gestalten durch die Schlafenden Straßen eilten.

Eine der beiden Gestalten trug einen schwarzen Mantel mit der Kapuze tief ins Gesicht gezogen, das Gesicht der Gestalt wurde von einer weißen Kitsune Maske mit roten Akzenten verdeckt.

Die andere Gestalt trug einen dunkelblauen Mantel und hatte ebenfalls die Kapuze ihres Mantels tief ins Gesicht gezogen, während das Gesicht der Gestalt von einer ebenfalls weißen Kitsune Maske verdeckt wurde, zu dem waren die Akzente der Maske nicht rot, sondern blau.

„Halt! Im Namen des Gesetzten seid Ihr beiden hiermit festgenommen, Kitsune Zwillinge!“ erklang eine Männerstimme.

Der Eigentümer dieser Stimme war Ryan Atlas. Ein Mitglied der Special Police Order Force und auch Captain der Delta Unit, eine der Vierundzwanzig Spezial Einheiten die in ganz Metropolis verteilt waren auf die verschiedenen Polizeistationen.

Ryan war ein groß gewachsener muskulöser breitschultriger Mann mit leicht gebräunter Haut, braunen kurzen Haaren, sowie grünen Augen.

Ryan trug die Standarduniform der S.P.O.F., welche aus schwarzen schnittfesten Hosen bestand, sowie ein schwarzes Hemd mit langärmlicher schwarzen schnittfesten darüber und einer Schusssicheren Weste. Die Standardausrüstung zu dem bestand aus einem Funkgerät, welches aussah wie das Abzeichen der S.P.O.F. befestigt am Kragen des Hemdes der Uniform, ebenso gehörten Handschuhe, ein Kampfmesser, ein Waffenhalfter mit Pistole und Handschellen dazu.

„Shit! Der schon wieder,“ fluchte eine weibliche Stimme, während die Gestalt mit der Kitsune Maske mit den roten Akzenten über ihre Schulter blickte.

„Der gibt auch nie auf,“ erwiderte eine andere weibliche Stimme, während die zweite Gestalte ebenfalls eine Kitsune Maske trug, jedoch waren den Akzenten blau.

„Stehen bleiben! Oder wir sehen uns gezwungen Gewalt anzuwenden!“ rief Ryan’s Stimme, er klang leicht genervt, während er den Mitgliedern seiner Einheit ein Handsignal gab, damit diese ihre Betäubungswaffen bereit machten um auf sein Signal auf die Kitsune Zwillinge zu schießen.

„Schnell, da in die Gasse,“ sprach die junge Frau mit der weißen Kitsune Maske mit den blauen Akzenten, als der Eingang einer Seitengasse weiter vorne zu sehen war.

„Alles klar… HEY! Hier ein kleines Abschiedsgeschenk für euch Schwachmaten!“ stieß die junge Frau mit der weißen Maske mit den roten Akzenten aus, ehe sie eine kleine schwarze Kugel aus ihrem Mantel hervorholte und den kleinen roten Knopf an der Kugel drückte, bevor sie diese hinter sich warf.

„Granate! In Deckung!“ brüllte Ryan, ehe eine Explosion hinter beiden jungen Frauen erklang und Ryan’s gesamtes Team durch ein helles gleisendes Licht geblendet wurde, während beide jungen Frauen in der Seitengasse verschwanden.

Geschwind rannten die beiden Frauen nacheinander die Wand hinauf in der Seitengasse, um an die hochgezogene Feuerleiter heranzukommen und daran hochzuklettern, bevor beide die Treppen hinauf spurteten und über die Dächer flüchteten, ehe beide endlich auf einem Dach inne hielten, als sie sich sicher waren das die S.P.O.F. Einheit ihnen nicht mehr folgte.

„Verdammt, das war knapp! Dieser Klobs auf zwei Beinen muss uns verpfiffen haben oder die Bullen hätten nicht dort auf uns gewartet!“ fluchte die junge Frau mit der Kitsunemaske mit den roten Akzenten, während sie ihre Kapuze vom Kopf riss und ihr Schulterlanges weiße Haar mit einer roten Haarsträhne zum Vorschein kam, bevor sie ihre Maske abnahm und mit ihren Violetten Augen zu ihrer Partnerin blickte.

„Hmh,“ entkam es der jungen Frau mit der Maske mit den blauen Akzenten, als sie ebenfalls ihre Kapuze abnahm und ihr Schulterblätterlanges gewelltes hell Pastellrosanes Haar zum Vorschein kam, ehe sie ihre Maske abnahm und überlegend mit ihren grauen Augen zu Boden blickte.

Die Namen der beiden Frauen waren, Relia (Reh-liah) und Raya (Rah-ja), zwei Informanten welche als die Kitsune Zwillinge bekannt waren, auch wenn beide nicht Blutsverwandt waren.

„Hey. Erde an Raya,“ Relia schnipste mit ihren Fingern vor Raya’s Gesicht herum.

„Häh? Ja, was ist?“

„Genug herum gegrübelt? Wenn ja –“ Relia deutete mit ihrem Daumen hinter sich “– Dann lass uns endlich nach Hause gehen. Wir kümmern uns morgen bei dem Treffen um diesen Auftraggeber.“

„Ja ich habe fertig gegrübelt, lass uns nach Hause gehen,“ Raya zuckte mit ihren Schultern, bevor sie Relia folgte, welche bereits dabei war das Dach herunterzuklettern, ehe beide unten am Boden ihre Kapuzen und Masken verstauten, bevor beide in den Massen untertauchten.

-

„Endlich! Daheim! Dieser Tag war so ein Mist! Wenn ich diesen Hiro Saguchi in die Finger kriege, dreh ich ihm den Hals rum, dieser Geldgeile Geschäftsmann muss mit diesen Verdammten Polizisten zusammenarbeiten oder diese Idioten hätten nie gewusst, wo und wann sie auf uns warten müssen,“ brummelte Relia und ließ sich auf die Couch im Wohnzimmer des kleinen Apartments, welches sie und Raya sich teilten und in einem der Äußeren Stadtbezirke lag, fallen ließ.

„Na ja, bevor du diesem Geldgeilen –“ Raya machte imaginäre Gänsefüßchen mit ihren Fingern “– den Hals umdrehen kannst, musst du erst noch an etlicher Security vorbei.“

„Du weißt das, dass kein Problem wäre, nur das Rauskommen wäre ein Problem, aber ich hab ja dich dafür!“ grinste Relia.

„Hmh, genau,“ nickte Raya mit einem unglaubwürdigen Blick.

„Aber ehrlich, für das nächste Treffen mit dem Kerl morgen, werden wir den Ort des Treffens festlegen,“ sprach Relia, ihr Gesichtsausdruck ernst, während sie ihre Arme verschränkte.

„Soll ich ihm den Ort durchgeben, wo wir uns mit ihm treffen werden?“ harkte Raya nach, während sie bereits dabei war, die Nachricht für Saguchi zuschreiben.

„Ja und schreib dazu das er allein kommen soll oder der Deal ist hinüber,“ fügte Relia hinzu.

„So ist erledigt,“ Raya hatte bereits den Part getippt das Saguchi alleine kommen sollte, da sie wusste das Relia sagen würde das er alleine kommen solle, bevor sie die Nachricht absendete.

Während Relia auf der Couch sitzen blieb und die Decke anstarrte, begab sich Raya in die Küche und öffnete den Kühlschrank: „Haben wir noch was zu Essen im Kühlschrank?“

„Keine Ahnung, guck rein in den Kühlschrank, wenn du ihn schon offen hast und frag mich nicht, ich hab keinen Röntgenblick,“ entgegnete Relia Raya, während Relia hörte wie Raya entfernt seufzte.

Ein leises ding unterbrach Relia und Raya, ehe Relia über ihren Comm, ein kleines Elektronisches Gerät, was wie ein Armband aussah, nachsah wer eine Nachricht geschickt hatte.

„Die Schleimbacke hat geantwortet… Er will genau eine weitere Person mitbringen, sonst wird er sich nicht mit uns treffen. War ja klar, dieser kleine Hinterhältige!“ grummelte Relia mit einem zuckenden Auge, während Raya das Wohnzimmer betrat und dabei in einen Apfel biss.

„Wissen wir auch, wer diese eine Person ist?“ Raya zog fragend eine Augenbraue hoch, während sie erneut in ihren Apfel biss.

„Anscheinend ist es ein neuer Bodyguard von ihm. Ich glaub der will uns für dumm verkaufen! Was ist überhaupt so interessant an diesem Chip, denn wir besorgen sollten…“ genervt verschränkte Relia ihre Arme.„Nun ja, man könnte ja so ganz aus Versehen reingeschaut haben, nur so ganz zufällig,“ meinte Raya und ließ sich auf der Couch ebenfalls nieder, während sie weiter an ihrem Apfel herum nagte.

„Keine so schlechte Idee, aber leider haben wir den Zugriffscode nicht und der Chip ist unvollständig zu allem Übel, außerdem wenn wir versuchen den Chip zu hacken, wird er sofort gelöscht... und Schwabelbacke hat zu dem die andere Hälfte des Chips,“ entkam es Relia.

„Was ist das den für eine Scheiße ey,“ stöhnte Raya.

„Da kann man nichts machen. Wir sollten beide für heute Schluss machen, morgen wird bestimmt großartig,“ Relia verrollte ihre Augen, während ihre Stimme vor Sarkasmus triefte.

-

Wortlos standen Relia und Raya in ihren Kitsune Outfits inmitten eines verlassenen Vergnügungsparks. Es gab zahlreicher solcher verlassenen Vergnügungsparks in den äußeren Stadtbezirken von Metropolis

„Wo bleibt Schwabelbacke,“ murmelte Raya genervt, ihre Stimme klang leicht verzerrt durch den Stimmenverzerrer, der in ihre Maske integriert war.

„Wenn man vom Teufel spricht, da kommt unsere Schwabelbacke mit angeblichem Bodyguard,“ sprach Relia, ihre Stimme ebenfalls verzerrt durch den Stimmenverzerrer in ihrer Maske, während sie auf Hiro und seinen Bodyguard deutete.

Hiro was ein dicklicher Mann mittleren Alters, seine braunen Haare waren nach hinten gegelt und seine braunen Augen sahen leicht wie kleine Schweinsaugen. Er trug einen beigefarbenen Anzug und ein paar schwarze Lackschuhe.

Hiro’s >Bodyguard< war ein groß gewachsener muskulöser Mann mit gebräunter Haut und Bernsteinfarbenen Augen, außerdem besaß er schwarzes kurzes Haar, während ein Teil der vorderen Haarsträhnen nach hinten gekämmt waren. Der Bodyguard trug einen schwarzen Anzug, während das Jackett offen war und ein Teil seines Hemdes am Kragen aufgeknöpft war, außerdem trug er ein paar schwarzer Anzugsschuhe.

„Und habt ihr den Chip dabei?“ fragte Hiro hastig, während er sich mit einem Taschentuch den Schweiß von der Stirn wischte.

„Ich will erst das Geld sehen,“ sprach Raya, während Hiro seinem Bodyguard andeutete vor zutreten mit dem schwarzen Lederkoffer, welcher der Bodyguard öffnete.

„Es ist alles abgezählt,“ entkam es Hiro schnell.

„Aha ist dem so,“ Relia trat auf den Bodyguard zu, ehe sie ein Bündel Geld nahm und es durchblätterte und zu sehen, ob es kein Falschgeld war, bevor Relia aufblickte und kurz dem Bodyguard in die Augen blickte.

Fuck dachte sich Relia, als sie dem Bodyguard kurz in die Augen blickte und dabei erkannte das besagter Bodyguard eigentlich ein Yakuza war.

Relia drehte sich vollkommen ruhig ein Stück zu Raya herum und ließ sich dabei nichts anmerken, ehe sie das Bündel Geld mit Zeigefinger und Mittelfinger hochhielt und dabei ihren Daumen hochhielt, als sie das Bündel leicht hin und her wedelte.

Für aussehen stehende sah es so aus, als hätte Relia Raya nur ein Zeichen gegeben damit das Geld echt war, jedoch hatte Relia sie informiert das der Bodyguard eigentlich ein Yakuza Mitglied war.

Raya nickte leicht, als sie Relia’s Zeichen sah, bevor Relia das Bündel Geld wieder zurück in den Koffer legte und sich wieder zu Raya begab.

„Gut, da das Geld echt ist, bekommst du den Chip,“ Raya blickte zu Hiro, welcher unruhig auf sie und Relia zu trat.

Während Raya nach dem Koffer mit Geld griff, griff Hiro, nachdem Chip in Rayas ausgestreckter Hand, bevor laute Sirenen die Nachtluft durchdrangen und Raya ihre Hand blitzschnell schloss damit Hiro den Chip nicht an sich nehmen konnte, ehe Relia vor stürmte und Hiro wegtrat, dabei hatte sie unauffällig die andere Hälfte des Chips aus seiner Brusttasche gestohlen.

„Mistkerl! Du hast uns verpfiffen!“ fauchte Relia, nachdem sie Hiro weggetreten hatte.

„Hände hoch alle! Kitsune Zwillinge, ihr seid hiermit festgenommen! Jin Hasekawe, du bist ebenfalls festgenommen!“ erklang Ryan’s Stimme, während Flutlichter die Umgebung erhellten und Relia, Raya und Jin blendeten.

„Och nicht der schon wieder!“ stöhnte Raya.

„Fuck die Polizei! Hey du Arschloch, du hast gesagt das es nur ein Treffen zwischen dir und den Kitsune Zwillingen ist! DU hast nichts von der Polizei erwähnt du Dreckige Ratte!“ fluchte Jin, der angebliche Bodyguard.

„Wie wäre es mit einem Nein?“ entkam es Relia, während sie mit einer Hand Raya hinter sich schubste und dabei die andere Hälfte des Chips ihr übergab, während sie ihr leise zu flüsterte: „Sie zu das du einen Abgang von hier machst, ich spiele den Köder. Der Chip ist unser Jackpot.“

„Diese Idee ist für den Arsch!“ fauchte Raya leise, während keine beiden auf Jin achtete, welcher achtlos den Koffer zur Seite warf und davon stürmte, der Koffer traf unbeabsichtigt einen der Polizisten.

„Hast du eine bessere Idee?“ erwiderte Relia.

„Wir haben da so eine große Idee- Warte wo ist er hin?!“

„Der hat sich verpisst…“ murmelte Relia.

Mein Geld! jammerte Raya innerlich, als sie den Koffer nirgends erblickte.

„Genug! Ich wiederhole mich ungern! HÄNDE HOCH ODER WIR SEHEN UNS GEWALT ANZUWENDEN!“ schrie Ryan mit wütenden Augen, hatte keinem seiner Teammitgliedern ein Signal gegeben, das sie Jin verfolgen sollten, da die Festnahme der Kitsune Zwillinge Vorrang hatte.

„Immer noch NEIN,“ rief Relia, ehe sie eine Blendgranate Ryan vor die Füße warf, jedoch war Ryan und seine Einheit diesmal drauf vorbereitet, während Relia Raya anfuhr: „Beweg dich, diesen Idioten überlassen wir auf keinen Fall etwas!“

„Ich komm dich holen!“ erwiderte Raya, ehe sie in die Dunkelheit sprintete.

„Hinterher, lasst den zweiten Kitsune nicht entkommen!“ bellte Ryan zwei Mitglieder seines Teams an, während der Rest ihre Waffen auf Relia richteten.

„Aber, aber, ihr müsst eure Waffen nicht auf mich Richten. Ich ergebe mich freiwillig, da sonst jemand einen Herzinfarkt vor Wut bekommt,“ entkam es Relia voller Schadenfreude, welche gelassen ihre Hände erhob.

Ryan trat mit pulsierender Wutader und zuckender Augenbraue auf Relia zu, ehe er harsch ihre Hände hinter dem Rücken mit den Handschellen fesselte.

„Hey! Ein bisschen vorsichtiger, wenn ich bitten darf! Das tut weh!“ beschwerte sich Relia.

„Ruhe! Alles, was sie sagen kann und wird gegen sie verwendet, sie haben das Recht zu schweigen,“ knurrte Ryan, während Relia theatralisch seufzte.

-

„Stehen bleiben im Namen des Gesetztes!“ stieß einer der beiden Polizisten, die Raya gefolgt waren, aus.

„Ich denk gar nicht dran!“ erwiderte Raya, während sie in die nächste Seitenstraße abbog, bevor eine Hand aus einer Gasse neben ihr schnellte und Raya in die Gasse gezogen wurde.

Blitzschnell wurde Raya in die Gasse gezogen und ihr Rücken gegen die Wand geknallt, ehe ein finster dreinblickender Jin sie am Kragen hochhielt, während die Polizisten Ahnungslos an der Gasse vorbeiliefen.

„Wo ist der Chip?!“ knurrte Jin.

„Als ob ich dir das Verraten würde!“ antwortete Raya herausfordernd.

„Soll ich dir ein Bein brechen?“

„Wie wärs, wenn du mich erstmal los lässt?“

„Wieso sollte ich das tun?“ Jin zog eine Augenbraue hoch.

„Behandelt man so eine Frau?“ entkam es Raya, ehe Jin fassungslos seinen Griff lockerte, bevor Raya sich befreite und Abstand von ihm nahm.

„Du… bist eine Frau?“ Jin blickte Raya unglaubwürdig an.

„Ja das habe ich doch gerade gesagt,“ erwiderte Raya und stemmte ihre Hände in die Hüften, wobei sie ihren Mantel nach hinten schob ohne es zu bemerken.

Raya trug ein lilafarbenes Bauchfreies Top mit überkreuzten Trägern, außerdem trug sie eine schwarze lockere dreiviertel Hose, sowie schwarze Halbhohe Turnschuhe und eine Sonnenbrille, die am Ausschnitt ihres Tops hing.

Jin schüttelte seinen Kopf, ehe er sich fing: „Egal. Wo ist der Chip?!“

„Ich habe keine Hälfte des Chips.“

„Veraschen kann ich mich selbst, ich weiß das du eine Hälfte des Chips auf jedenfalls hast!“ entkam es Jin wütend.

„Ja gut dann pass mal auf… Ich habe vielleicht eine Hälfte des Chips, aber die andere Hälfte hab ich nicht,“ entgegnete Raya ihm.

Jin fasste sich genervt an den Nasenrücken, während die Ader an seinem Hals hervortrat: „UND wo ist die andere Hälfte dann?!“

„Im Polizeirevier und da kommst du ins Spiel,“ antwortete Raya.„WAS?! Wieso ist die ändere hälfte im Polizeirevier?!“

„Ja, mein Partner hat die andere Hälfte,“ kam es gelassen von Raya.

Jin hatte wirklich langsam genug, während er genervt eine Zigarettenpackung aus seiner Hosentasche herausholte und sich eine Zigarette herausnahm, bevor er sich die Zigarette ansteckte, als er sich Raya zuwandte: „Gut, ich helfe dir deinen Partner zu retten, als Gegenzug will ich den Chip…“

„Perfekt, ich hab da auch schon eine Idee!“ Raya nahm breit grinsend ihre Maske ab.

Jin zog eine Augenbraue, während er unbeeindruckt an seiner Zigarette zog.

-

Hektik herrschte wie jeden Tag im Hauptquartier der Special Police Order Force, während zahlreiche Beamte sowie Einsatzkräfte im Großraum Büro umher eilten oder sich einige in den Pausenräumen aufhielten.

In einem abgeschirmten Verhörraum, wo die Wände, Decke und Boden mit Metallplatten ausgekleidet waren, während ein Metalltisch in der Mitte des Raums am Boden festgeschraubt war, sowie die zwei Metallstühle auf beiden Seiten des Tisches, saß Relia auf einen den beiden Stühle. Relia trug noch immer ihr Kitsune Outfit, während ihre Hände am Tisch festkettet waren mit einem paar Handschellen.

Ryan stand genervt auf der anderen Seite des Tisches, während er sich mit seinen Händen auf der Tischplatte abstützte und sich vorlehnte.

„Wo ist dein Partner? Was hattet ihr für einen Deal dort am Laufen! Und wieso war ein Bekannter Yakuza dort! Sag schon!“ entkam es Ryan ernst, sein Blick war leicht finster inzwischen geworden, da Relia, seit Ankunft im Hauptquartier und des Verhörraumes ihm keine einzige Nützliche Antwort gegeben hatte.

Ryan hätte Relia schon längst ihre Maske und ihren Mantel abnehmen können, um festzustellen wer sie wirklich war, jedoch tat Ryan es nicht, da er noch den anderen Kitsune Zwilling schnappen wollte, bevor er beiden mit voller Genugtuung ihre Masken abnahm und sie enttarnte.

„Tut mir leid, aber ich hab echt keine Ahnung was du von mir willst. Und dort lief kein Deal, weil ihr vorbei geschneit seit Großer. Und woher soll ich wissen das ein Yakuza mit uns ein Kaffeekränzchen halten wollte, vielleicht hatte er sich ja verirrt~“ trällerte Relia.

Während Ryan’s Augenbraue anfing zu zucken wegen Relia’s verhalten, brachen Ryan’s Teammitglieder hinter dem Einwegspiegel in schallendes Gelächter aus, da keiner von ihnen je ihren Captain so genervt gesehen hatte.

„Das wird einfach nichts. Ich denke ein Tag oder zwei Tage ohne Essen und Trinken machen dich vielleicht Gesprächiger,“ sprach Ryan mit einem entnervten Gesichtsausdruck und stieß sich vom Tisch ab.

„Gibst du etwa schon auf? Was für ein Waschlappen bist du denn?… Na ja, wenn du Lust auf ein Gespräch hast, weißt du ja wo du mich finden kannst!“ rief Relia Ryan nach, als dieser sich herum gedreht hatte und den Verhörraum mit einem Stechschritt verließ.

Genervt zog Ryan die Tür des Verhörraumes zu, welche sich Automatisch von außen verriegelte, ehe er zielstrebig durch das Hauptquartier wanderte, auf dem Weg zum Deputy Inspector, bevor seine Füße zum Stehen kamen, als er das Büro des Deputy Inspektors erreicht hatte.

„Wie zur Hölle kann man sich so dumm anstellen und einen Chip verlieren?! Es sind zwar zweiteile, aber eigentlich ist es nur ein Chip! Ohne diesen Chip können wir die ganze Sache vergessen Evan!“ hörte Ryan eine ihm bekannte Stimme, die den Deputy Inspector anfuhr, die Stimme gehörte dem Chief of Department Adam.

„Ich weiß Adam! Das musst du mir nicht sagen! Keiner hat ahnen können das dieser Verdammte Trottle Saguchi sich die andere Hälfte des Chips stehlen lässt! Was für ein Reinfall und dann ist keine der Hälften bei diesem Elendigen Informanten den Captain Ryan in Gewahrsam nehmen konnte, nein stattdessen nervt dieser Elende Informant mit seinen Sarkastischen und sinnlosen Kommentaren! Wie kann jemand so viel Scheiße von sich geben!“

„Aber wenigstens können wir damit schlussfolgern, da der rote Kitsune die eine Hälfte nicht hat, sondern das der blaue Kitsune im besitzt beider hälften sein muss. Wenigstens ist das die einzige gute Nachricht, da der blaue Kitsune bestimmt hier auftauchen wird, um seinen Partner zu befreien. Wer hätte gedacht das eines Tages unsere Anlaufstelle für Informationen uns ein Dorn im Auge ist. Aber die beiden sind nicht die einzigen Informanten da draußen, auch wenn sie die besten der besten sind.“

„Das stimmt. Schade, aber was solls.“

„Nun, ich sollte gehen, bevor der Comissioner nach mir fragt. Wir reden später weiter,“ sprach Adam zu Evan, während Ryan schnell sich von der Tür wegbegab und um die nächste Ecke verschwand.

Ryan wartete einen Moment, bis er hörte wie Adam aus dem Büro von Evan trat, ehe er um die Ecke kam und so tat als wäre nichts gewesen.

„Chief,“ grüßte Ryan Adam mit einem Kopfnicken.

„Captain Ryan,“ erwiderte Adam den Gruß, ehe er aus dem Gang verschwand, während Ryan an die Tür von Evan’s Büro herantrat und anklopfte, bevor dieser antwortete und Ryan mit einem Mulmigen das Büro betrat um Bericht zu erstatten.

-

„Dein Plan ist ein kompletter scheiß, das wird nie im Leben funktionieren,“ entkam es Jin trocken, während er im Polizeiauto saß, mit seinen Händen auf seinen Rücken geschnallt.

„Vertrau mir der Plan funktioniert,“ entkam es Raya selbstsicher.

Raya saß auf dem Fahrersitz des Polizeiautos mit einer Polizeiuniform an, während sie ihr Gesicht mit Schminke bearbeitet hatte und eine Braunhaarige Perücke trug, damit sie wie eine Unscheinbare Polizistin wirkte.

„Als ob das gut geht… Woher ist überhaupt das Polizeiauto, halt warte, ich will’s nicht wissen,“ Jin verrollte seine Augen.

„Hör auf zu Nörgeln und steig jetzt aus. Wir sind da,“ Raya sah aus dem Augenwinkel zu Jin, welcher sie mit einem Monotonen Gesichtsausdruck anblickte.

„Und wie soll ich das machen mit den Händen auf den Rücken geschnallt?!“

„Ach ja stimmt…“ Raya ignorierte Jin’s blick, ehe sie ausstieg und Jin die Tür öffnete.

Wortlos stieg Jin aus dem Auto aus, bevor Raya Jin am Arm packte und ihn leicht hinter sich herzog, um glaubhaft zu wirken.

„It’s showtime,“ murmelte Raya, während sie mit Jin die belebte Polizeistation betrat.

Gelangweilt saß ein Polizist am Empfang der Polizeistation, ehe er aufblickte und Raya mit Jin erblickte, wobei er sich leicht vorlehnte und unglaubwürdig mit den Augen blinzelte.

Raya trat an die Empfangstheke und legte direkt ihre Polizeimarke auf die Theke, die gefälschte Polizeimarke war nicht zu unterscheiden von einer echten: „Sergeant Belaware. ID 4156. Ich habe den Flüchtigen Jin Hasekawe in Gewahrsam genommen. Leiten Sie weiter das der Flüchtige in Gewahrsam ist, ich werde ihn zur Haftzelle geleiten.“

„U-uh… J-Ja, verstanden Sergeant Belaware!“ entkam es dem Polizisten hektisch an der Theke, ehe Raya weiter ging mit Jin.

Alle Polizeistationen in Metropolis waren gleich aufgebaut, auch jene Polizeistationen in den äußeren Bezirken.

„Die Typen sind die reinsten Hohlköpfe,“ murmelte Jin zu sich selbst, als beide den Gang hinab in Richtung Zellen gingen, bevor Raya ihm plötzlich einen Ruck gab und beide in eine Abstellkammer schlüpften.

„Bleib hier, ich geh und hole Relia, bevor wir dich holen,“ sprach Raya, während sie ihm die Handschellen abnahm.

„Im Ernst? Ich soll nur hier warten und nichts tun?“ Jin rieb sich die Handgelenke, nachdem die Handschellen endlich ab waren.

„Du bist nicht gerade unauffällig,“ entgegnete Raya ihm.

„Du hättest mir auch einfach auch eine Polizeiuniform organisieren können, diese Spatzenhirne hätten nichts gemerkt,“ Jin verschränkte seine Arme mit einem genervten Blick.

„Guck mich nicht mit diesem Blick an. Wir sehen uns später und Tschüss,“ Raya verrollte ihre Augen, ehe sie aus der Abstellkammer herausschlüpfte.

-

Gelangweilt lehnet sich Relia, soweit sie konnte, zurück, ihre Hände waren noch immer am Tisch festgekettet und so langsam wurde der Mantel, die Maske und auch der Stuhl, auf dem sie saß ungemütlich.

„HEY! Der Gefangene hat langweile! Krieg ich mal was zu Trinken oder soll ich verdursten?“ rief Relia und blickte zu dem Einwegspiegel, sie war bereits seit mehreren Stunden in diesem Raum. „Unhöfliches Pack, ignorieren einen eiskalt. Was für eine Tolle hilfsbereite Polizei, so brauchbar wie ein Kieselstein.“

Leise grummelte Relia vor sich her, ehe sie innehielt, als sie hörte, wie die Tür aufgeschlossen wurde, welche Ryan hinter sich abgeschlossen hatte, nachdem er den Raum verlassen hatte, um Bericht zu erstatten.

„Na endlich! Krieg ich jetzt mal was zu Trinken oder-…?“ Relia brach ihren Satz ab, als sie sah, wer den Raum betrat.

„Du kriegst was viel bessere, nämlich Freiheit,“ grinste Raya und hielt die Schlüssel für die Handschellen mit ihrem Zeigefinger hoch.

„Ha! Ich muss hier drinnen doch nicht Versauern. Die Gastfreundschaft von den Typen lässt zu wünschen übrig und der Captain hat einen Stock im Arsch. So einen Versteiften Affen hab ich schon ewig nicht mehr gesehen. Was jetzt? Ich kann schlecht im meinem jetzigen Outfit einfach aus der Polizeistation schlendern und Maske sowie Mantel ausziehen wäre auch nicht hilfreich, weil es wäre zu verdächtig,“ entkam es Relia, während Raya die Handschellen öffnete.

„Da vorne ist eine Wäschekammer, komm mit,“ Raya streckte vorsichtig ihren Kopf aus dem Raum heraus, ehe sie voran ging, gefolgt von Relia.

Schnell und unauffällig hatten beide die Wäschekammer erreicht, ohne von einem Polizisten oder Kamera entdeckt zu werden, Raya blieb vor der Wäschekammer stehen und hielt Wache, während Relia ihre Kleidung wechselte.

Raya streckte ihren Kopf nach kurzer Zeit in die Wäschekammer: „Bist du-“

„An alle Einsatzkräfte, der Gefangene Kitsune ist geflohen. Er muss sich noch in der Polizeistation befinden. Findet ihn so schnell wie möglich und bringt ihn sofort zu einer Hochsicherheitszelle,“ unterbrach eine Durchsage Raya, bevor Relia in einer Polizeiuniform aus der Wäschekammer trat mit der Polizeimütze tief ins Gesicht gezogen und einer Polizeisporttasche um die Schulter gehängt.

„Das war nicht teils des Plans,“ fluchte Raya.

„Deswegen überlegen wir immer zusammen die Pläne,“ kommentierte Relia trocken.

„Jetzt muss ich den anderen noch holen,“ Raya ging nicht einmal auf Relia’s Kommentar ein.

„Anderen?“ harkte Relia nach, während sie und Raya unauffällig den Gang entlang gingen.

„Unser Yakuza,“ antwortete Raya knapp.

„Der beim Treffen gewesen ist?“ Relia zog eine Augenbraue hoch.

„Ja genau der,“ Raya blickte nicht gerade begeistert drein.

Beide Bogen um die nächste Ecke, ehe beide mit einem >Oh scheiße< blick stehen blieben. Vor Raya und Relia stand Ryan, der gerade den Gang hinab kam, unauffällig huschten beide an ihm vorbei, bevor dieser Relia blitzschnell am Oberarm packte und ohne eine Miene zu verziehen.

„Ihr seid ziemlich unvorsichtig für berüchtigte Informanten die Bekannt sind sich nie erwischen zu lassen,“ entkam es Ryan leise, während er beide aus dem Augenwinkel heraus anblickte. „Euer Freund ist bereits draußen am Auto.“

„Dieser kleine miese Mistkäfer,“ fluchte Raya unter ihrem Atem.

„Wenn ihr nicht erwischt werden wollt, folgt ihr mir besser,“ erklärte Ryan.

„Und wieso sollten wir das tun? Oder besser, wieso hilfst du uns?“ Relia sah Ryan unglaubwürdig unter dem Schatten ihrer Mütze heraus an.

„Ich habe meine Gründe und jetzt kommt, bevor uns jemand bemerkt.“

Zögernd folgten Raya und Relia Ryan, welcher sie aus einem Seitenausgang herausbrachte, bevor alle drei sich zu dem Polizeiauto begaben, wo Jin bereits mit verschränkten Armen an das Auto angelehnt stand. Jin trug eine Polizeiuniform, welche leicht gespannt war, da er größer und breitere Schultern hatte als wie der ehemalige Besitzer der Uniform, welcher nun bewusstlos und nur in seinen weißen Boxershorts in der Abstellkammer lag mit seinem Hinterteil in der Luft.

„Bewegt eure Ärsche in das Auto, die Spatzenhirne werden bald merken was los ist,“ Jin stieß sich vom Auto ab und stieg bei der Fahrerseite ein.

„Wer hat eigentlich gesagt das du fährst,“ Raya stieg auf dem Beifahrersitz.

„Steig einfach ein und hör auf herum zu diskutieren,“ unterbrach Relia und stieg hinter Jin ein, während Ryan hinter Raya einstieg, bevor mehrere Polizisten aus der Station gestürmt kamen und direkt auf das Auto zu eilten.

Die Reifen des Polizeiwagens quietschten leicht, als Jin Vollgas gab, bevor das Auto davonraste. Laute Sirenen drangen durch die Luft, ehe mehrere blaue Lichter zu sehen war, als Polizeiwägen dem Auto hinterher rasten.

-

„VERDAMMT!“ fluchte Adam, als er mit einer Faust auf den Tisch schlug. „Diese Idioten, nichts kann man andere machen lassen.“

„Du hättest mich den Gefangenen verhören lassen sollen und nicht den Jungspund,“ kommentierte Evan, während er mit verschränkten Armen und mit einem Finger auf seinem Oberarm tippend im Büro auf und ab lief.

„Ich weiß! Das musst du mir nicht sagen!“ knurrte Adam, während Evan stehen blieb, da er eine Nachricht mit einem Anhang erhalten hatte.

„Wie es scheint ist Ryan ein Verräter, hier,“ Evan zeigte Adam den Anhang der Nachricht, die er erhalten hatte, der Anhang war ein Bild von Ryan der gerade in das Auto von den Flüchtigen stieg.

„WILL MAN MICH KOMPLETT VERARSCHEN?!“

-

„Wenn WIR alle hier nicht sterben, bring ich DICH persönlich um!“ keifte Raya und hielt sich am Griff über der Tür im Auto mit beiden Händen fest, während Jin durch die Straßen driftete und dabei rechts und links Autos auswich.

„Schnauze,“ kam es knapp von Jin, der Haarscharf einem entgegenkommenden Auto auswich.

„Ich geb dir gleich Schnauze!“

„Hört alle beide auf!“ giftete Relia.

„Links abbiegen! Jetzt!“ unterbrach Ryan als eine Seitenstraße in Sicht kam und Jin mit einem gewagten Manöver in die Seitenstraße abbog. „Rechts und dann Links, dort vorne bei der Unterführung können wir warten, bis die Streifen wagen weg sind.“

„Der älteste Trick der Welt. Als ob die da nicht draufkommen,“ stieß Raya aus.

„In der Hinsicht sind meine Kollegen nicht grad die hellsten und zudem wird mein Team dafür sorgen das keiner der Streifenwagen an dieser Unterführung nachsieht,“ entgegnete Ryan ihr.

Wortlos fuhr Jin den Wagen unter die Unterführung, ehe er das Auto abschaltete, während alle angespannt im Wagen saßen.

Es verging einige Zeit, bis die Sirenen verstummt waren und Blaulichter nicht mehr zu sehen waren, bevor alle erleichtert aufatmete.

Ryan’s Handy, welches eine Art Smartwatch war nur mit einem Hologramm interface, leuchtete plötzlich auf, ehe ihm eine Nachricht angezeigt wurde: „Die Polizei hat für erste aufgegeben.“

„Gut… Und jetzt, will ich wissen, wieso du uns Geholfen hast und der da auch,“ Relia deutete mit ihrem Daumen auf Jin, welcher mit einer Zuckenden Augenbraue Relia aus dem Rückspiegel heraus anblickte.

„Es hat mit dem Datenchip zutun. Was auch immer ihr zwei da gestohlen habt… Der Chief of Department und Deputy Inspector wollen es unbedingt haben und würden sogar dafür über Leichen gehen und der Commissioner weiß nichts davon, da er sich momentan im Hauptquartier befindet wegen der Jährlichen Versammlung. Es dauert noch einige Wochen bis der Commissioner wieder zurück ist und was den Yakuza angeht, das kann er selbst erklären,“ sprach Ryan.

„Mein Boss will wissen, was auf dem Chip ist. Anscheinend haben die Ranghöheren des Hashimoto Clans, dem ich angehöre, Panik vor dem was auf dem Chip sein könnte oder was damit zusammenhängt.“

„Na da haben wir uns ja schön in die Scheiße geritten… Ey, mach mal Platz, ich fahr jetzt,“ Raya blickte zu Jin, welcher nur eine Augenbraue hochzog.

„Ich sitze auf dem Beifahrersitz. Mein Team wird mich informieren, falls sich ein Streifenwagen in unsere Richtung bewegt,“ erklärte Ryan, während er ausstieg.

„Dann beeilt euch alle,“ Relia verrollte ihre Augen.

Raya stand bereits abwartend vor der Fahrertür, während sie Jin abwartend anstarrte, welcher nur die Augen verrollte und wortlos ausstieg.

„Hör auf die Augen zu verrollen,“ giftete Raya und stieg in das Auto ein.

Jin und Ryan stiegen ebenfalls in das Auto wieder ein, wobei Jin mit gelangweiltem Blick hinten saß und Ryan im Kontakt mit seinem Team blieb über einen verschlüsselten Kanal.

„Auf zu Doc,“ entkam es Raya, als sie das Lenkrad mit beiden Händen fest umschloss.

„Raya, du sitzt hinter dem Lenkrad und nicht ich, dann fahr auch!“ Relia tippte Raya von hinten auf die Schulter.

Raya lachte verlegen, bevor sie das Auto einschaltete und die Camouflage Funktion des Autos einschaltete, bevor das Auto sich schwarzverfärbte und die Scheiben sich tönten, ehe Raya losfuhr, wobei sie im Rückspiegel sah wie Jin gerade dabei war sich eine Zigarette anzuzünden. „Ey! Mach die Zigarette aus oder du fliegst raus!“

„Tch,“ Jin packte seine Zigarette genervt wieder weg, während Raya mit dem Auto durch die Straßen raste und sich nicht an die Straßenverkehrsordnung hielt.

„Zu mir aber was sagen pah,“ murmelte Jin zu sich selbst.

„Gewöhn dich dran,“ Relia blickte Jin aus dem Augenwinkel heraus an.

-

Lautes Autotürenklatschen drang durch die Luft, als die Türen des Wagens nacheinander geschlossen wurden, nachdem jeder Ausgestiegen war. Raya hatte das Auto in einem Hinterhof eines alten herunter gekommenen Warenhauses geparkt, welches in einem der äußersten Bezirken abgelegen von jeglichen belebten Straßen lag.

„Was zur Hölle…“ Jin starrte das herunter gekommene Warenhaus an, wobei er nicht recht wusste, ob Raya beabsichtigt dieses alte Warenhaus angefahren hatte.

Ryan hingegen war misstrauisch, während er neben Jin stand, ehe er beiden Frauen folgte, welche voran gegangen waren.

Relia trat an die Stahltür des Warenhauses mit dem Elektronischen Sicherheitsschloss heran, während Raya abwartend danebenstand und verdeckte die Sicht von Ryan und Jin auf das Sicherheitsschloss. Schnell tippte Relia den Zahlencode ein, um die Tür zu öffnen, ehe diese sich mit einem leisen zischen öffnete und alle eintraten.

Das Warenhaus war innen mit der aller neusten Technologie ausgestattet und es sah mehr aus wie ein Labor mit einem Apartment integriert, obwohl das Gebäude alt und baufällig von außen erschien.

„Ihr habt euch aber Zeit gelassen,“ erklang eine müde Stimme, welche einem Mann namens Nathaniel Drake gehörte, er wurde von Relia und Raya nur Doc genannt.

Nathaniel war ein groß gewachsener leicht schlaksig wirkender Mann. Er besaß kurzes zerzaustes Haar, welches ihm ins Gesicht hing, außerdem war sein Haar weiß, während der Haaransatz grün war. Ebenso trug er eine Brille auf seiner Nase, welche seine Grauenaugen mit den Katzenartige Pupillen verdeckte. Doc trug zu dem einen weißen Laborkittel mit einer dunkelgrauen Hose, hellgrauen Poloshirt und schwarzen Turnschuhen.

„Halt die Klappe Doc,“ brummelte Relia.

„Lasst mich raten, Raya hat sich einen Plan allein ausgedacht und es ging nach hinten los?“

„Hey!“ stieß Raya aus, als sie Doc’s Worte hörte.

„Habt ihr wieder, was mitgebracht was ich mir ansehen soll? Ihr beide kommt nie vorbei um mich nur so zu besuchen, außerdem habt ihr einen Cop im Schlepptau? –“ Doc, der gerade an einem kleinen Gerät herum schraubte in seiner Hand, blickte plötzlich auf und rückte seine Brille etwas zurecht “– und... ist das ein Yakuza?... Ich kann davon ausgehen das ihr zwei euch tierisch in die Scheiße geritten habt oder hab ich recht?“

„Nee das ist meine Oma, die hat sich verkleidet!“ giftete Raya, während sie zu der Couch in der Nähe des Arbeitstisches von Doc stapfte und sich darauf niederließ.

„Hey, ihr zwei. Du bist doch dieser Atlas vom S.P.O.F., richtig? Und du Yakuza, du bist vom Hashimoto Clan, stimmt doch, oder?“

„Ryan Atlas, Captain der Delta Einheit der Special Police Order Force,“ stellte sich Ryan vor.

„Ich heiße Jin Hasekawe und nicht Yakuza,“ kommentierte Jin knapp und lehnte sich verschränkten Armen gegen die Wand neben der Eingangstür.

„Das musst du dir unbedingt abgewöhnen diese Übertriebene Vorstellung, sonst überlebst du hier nicht lange Atlas,“ Raya blickte zu Ryan.

„Sie hat recht, einige der Leute hier in den Außenbezirken sind nicht gut auf die Polizei zu sprechen oder gar generell auf Leute die in der Innenstadt Leben,“ fügte Relia hinzu, während sie sich zur Couch begab auf der Raya saß, bevor sie ihr eine Hand hinhielt, damit sie ihr die beiden Chip hälften gab.

Wortlos fischte Raya die beiden Chip hälften aus der innen Tasche der Polizeiuniform, die sie noch immer trug, während Jin mit finsterem Blick zu beiden blickte und Ryan ebenfalls nicht sehr amüsiert dreinblickte.

„DU. Hattest. Die. Chip. Hälften. Die. Ganze. Zeit. Bei. Dir?!“ entkam es Jin zähneknirschend, während er sich wünschte seine Pistole bei sich zu haben.

Raya blickte Jin direkt an und zuckte nur mit den Schultern, wobei Jin seine Hände zu Fäusten ballte, damit die Fingerknöchel weiß wurden.

„Sonst hättest du mir nicht geholfen,“ sprach Raya, während Relia mit beiden Datenchip hälften herumspielte.

„Tsk,“ Jin nahm eine Zigarette aus seiner Hosentasche und zündete diese auch zugleich an.

„Hey! In meinem Labor wird nicht geraucht, wenn du Rauchen willst, geh raus!“ bellte Doc plötzlich, Jin ignorierte ihn jedoch vollkommen gelassen.

„Hier Doc,“ Relia hielt Doc den Datenchip hin, welchen sie aus Versehen zusammen gesetzt hatte.

„Hm, gebt mir einen Moment,“ entkam es Doc, als er den Chip entgegennahm und sich von seinem Arbeitstisch abstieß, bevor er durch sein Labor rollte zu seinem privaten Computer.

Während Raya, Relia, Ryan und Jin darauf warteten das Doc den Datenchip hackte, sah Raya Ryan und Jin misstrauisch an, sie traute den beiden nicht, wobei sie Ryan noch weniger traute.

„Der Chip muss was ziemlich Wertvolles beinhalten, dass selbst einige der Leute der Polizei diese hintergehen würden oder dass die Yakuza ebenfalls den Chip an sich bringen will,“ sprach Relia, während sie sich auf den Arbeitstisch setzte und ihre Beine vor und zurück schwang.

„Es muss bestimmt einen guten Grund dafür geben…“ versuchte Ryan zurecht fertigen was passiert war in der Polizeistation, aber er wusste das er sich nur etwas vormachte, er hatte es schon seit einiger Zeit geahnt das etwas nicht mit rechten Dingen zu ging in der Polizei und nachdem er seine beiden Vorgesetzt unbeabsichtigt belauscht hatte, hatte sich seine Vermutung bestätigt.

„Da kannst du dir lange was vormachen, die Polizei ist nicht ganz so sauber und heilig, wie du denkst,“ warf Jin plötzlich ein.

„Da muss ich ihm ausnahmsweise recht geben,“ kam es von Raya aus dem Hintergrund.

„Die Polizei ist wie die Innenstadt von Metropolis, voller Intrigen und Verrat und sag nicht das stimmt nicht. Über die Hälfte der Reichen Leute, die in der Innenstadt Leben sind, nur auf Macht, Geld und Ansehen aus,“ meinte Relia mit einem bitterem lächeln.

„Alles eingebildete Schnösel,“ fügte Raya an.

„Genug mit eurem herum gemaule über die Idioten der Innenstadt. Ich bin fertig mit dem Ansehen des Chips, einige Dateien waren ungesichert, hatten jedoch nichts von Bedeutung, aber eine einzelne Datei ist mit einem Passwort gesichert und selbst wenn ich diese Datei gehackt bekomme, wird sich der gesamte Inhalt des Chips automatisch löschen,“ unterbrach Doc.

„Na super, hast du das Passwort?“ Raya blickte zu Jin.

Jin’s biss auf den hinteren Teil seiner Zigarette, ehe er fluchte: „Ich hab es doch Gewusst. Diese verdammte Fettpacke Saguchi. Dieser Typ hat den Hashimoto Clan hintergangen.“

„Passwort? Meint ihr das hier? Das hatte der Fettklops bei sich als ich ihm die andere Chiphälfte geklaut hatte,“ entkam es plötzlich von Relia, welche sich schon gewundert hatte wofür der Zettel mit dem Passwort war, sie hatte schon überlegt den Zettel zu vernichten, aber sie hatte sich nur gedacht das er vielleicht doch wichtig sein könnte und hatte ihn behalten.

„Das fällt dir jetzt erst ein, dass du diesen Zettel hast?! Da hätte ich mir die Fragerei auch sparen können!“ fauchte Raya und sprang von der Couch auf, ehe sie zu Relia stürmte, welche vollkommen gelassen ihr den Zettel mit zwei Fingern hinhielt.

„Das gibst doch wohl nicht… Erst das mit meinen Vorgesetzten und jetzt das. Die beiden berüchtigten Kitsune benehmen sich wie kleine Kinder,“ entkam es Ryan, während er sich einfach fassungslos auf die Couch setzte und versuchte alles zu verarbeiten.

„Gib das jetzt her! Und zu dir komm ich auch noch!“ empört schnappte sich Raya den Zettel von Relia, ehe sie Ryan anfauchte, während Relia Raya nur mit hochgezogener Augenbraue anblickte.

Während Raya sich den Zettel schnappte, war Doc bereits zur Seite gerollt mit seinem Computerstuhl, bevor Raya an den Computer herantrat und das Passwort eingab.

„Was zum Teufel…“ entkam es Raya, als mehrere Informationen auf dem Bildschirm des Computers auf ploppten und mit jeder Information wurde Raya’s Gesichter blasser und blasser.

„Oh… Wie es scheint, hat die Regierung von Metropolis ein ziemlich finsteres Geheimnis. Wer hätte gedacht das die Regierung Experimente an Menschen oder anderen Außerirdischen Rassen durchführt… Hah, ich habe es schon immer gewusst, Junore ist nicht nur eine Simple Orbitalstation! Barbarisch, diese gesamten Experimente, das geht gegen jegliche Wissenschaftliche moralische und Ethische Regeln die Festgelegt wurden!“ lachte Nathan auf mit einem nicht amüsierten Gesichtsausdruck.

„Ich glaub ich muss mich kurz setzten,“ murmelte Raya, während sie sich schwankend zur Couch begab und sich setzte.

„Ich hab schon gewusst das es Skrupellose Leute gab, aber so etwas hab ich nicht erwartet,“ sprach Relia, während sie aufgestanden war und sich zum Computer begab, bevor sie neben Doc stehen blieb und die Informationen auf dem Bildschirm laß. „Kein Wunder das so viele hinter diesem Chip her waren. Damit kann man die Gesamte Regierung von Metropolis erpressen sowie andere wichtige Personen…“

„Und was machen wir jetzt mit den Informationen?“ entkam es Ryan, als er endlich alles verarbeitet hatte und sich gefangen hatte.

„Sag du es uns, du bist doch von der Polizei,“ Raya sah herausfordernd zu Ryan.

„Ich… habe keine Ahnung, die Polizei sollte Leute schützen und nicht Töten und die Regierung der Stadt sollte sich um die Leute kümmern…“ sprach Ryan, während er sich mit beiden Händen übers Gesicht fuhr.

„Buhu, das ist die kalte Realität. Die haben mehr Blut an ihren Händen als irgendjemand anderes.“ warf Jin ein.

„Raya, mach dich fertig. Wir werden jemanden einem Besuch abstatten…“ seufzte Relia.

„Ist es die Person, wo ich denke?“

„Jupp.“

_______________

Witzige Fakten:

Autorin (Rin Chan) hatte sich beim tippen diesem Kapitel mehrfach vertippt gehabt so, bestes Beispiel → Neue Pfüzten die Püftzen

Co-Autorin (hat nur einen Account auf Wattpad und auch nur zum Lesen dort) hatte mehrere Happy-Trigger Anfälle als sie dieses Kapitel korrigiert hat, da sie gleichzeitig Betaleserin von der Autorin ist.

Co-Autorin: Über Kommentare würden wir uns freuen! # hier imaginärer Smiley mit Sonnenbrille #

Autorin: Wer noch Rechtschreibfehler findet -

Co-Autorin: Darf sie gerne behalten

Autorin: Bitte genau angeben wo diese sich im Text befinden und bitte Produktive Kritik, wenn jemand welche hat!