LNCrawler

2017

Daughter Of Iron, Powers Of A Spider — www.fanfiktion.de · All chapters

2017

—Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm—

In der Schule läuft es bei Sky echt gut.  Natürlich wurde der Unterricht schon im letzten Jahr vom Avengers-Tower in den Avengers Compound verlegt, als Tony den Tower verkauft hat. Miss Simon ist übrigens die einzige Person außerhalb der Avengers, die sich auf dem Gelände aufhalten darf.

Sky löst gerade konzentriert eine Aufgabe, als es plötzlich an der Tür klopft.

Tony steht draußen und bedeutet Miss Simon, dass sie herauskommen soll. Nachdem sie die Tür wieder geschlossen hat, fragt er: »Wo ... auf welchem Niveau steht meine Tochter?«

Die Lehrerin muss gar nicht lange überlegen und antwortet fast sofort.

»Sky macht schnellere Fortschritte als andere in ihrem Alter. Eigentlich sollte sie den Lernstand der zweiten Klasse erreicht haben, aber ich kann ihr schon Inhalte aus der dritten und sogar ein wenig aus der vierten Klasse vermitteln, die sie auch schnell versteht. Sie ist so etwas wie ein hochbegabtes Mädchen.«

Tony nickt und lächelt stolz. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!

Beim Abendessen fragt Tony Sky dann persönlich.

»Wie ist die Schule so?«

Mit ihrer Gabel stochert sie in ihrem Essen herum.

»Echt leicht. Aber ... Ich möchte in eine richtige Schule gehen. Da kann ich Freundinnen haben und mehr Spaß.«

Sie versucht es mit ihrem Hundeblick, aber weder Pepper noch Tony geben so leicht nach.

»Darüber haben wir schon gesprochen, Sky. Du weißt genau, warum das nicht geht.«

—Hobbys—

Auch ohne Clint übt Sky fleißig weiter Bogenschießen, mit dem Bogen, den sie zur Party bekommen hat.

Sie ist echt gut geworden, das kann sogar Pepper beurteilen, obwohl das gar nicht ihr Gebiet ist.

Meistens macht sie das auf der riesigen Wiese draußen, manchmal im Wald daneben oder auch neben dem Hudson River am Wasser.

Es macht ihr viel Spaß und sie übt so gut wie jeden Tag.

Gerade schaut Tony ihr zu, wie sie nach mehreren Schüssen zum ersten Mal ins Schwarze trifft.

»Jaaa! Dad, hast du das gesehen? Ich hab die Mitte getroffen!«

Tony nickt grinsend.

»Bald kannst du Hawkeye Konkurrenz machen, Skylee.«

Sie geht zur Zielscheibe und zieht die Pfeile heraus.

»Willst du mal andere Pfeile benutzen? Solche, die explodieren oder Feuer schießen?«

»Hat Clint so was?«.

Skys unterschiedlich farbige Augen leuchten auf.

»Jep, er hat sie hiergelassen, als er in Hausarrest musste.«

Vorsichtig, um Pepper nicht auf sie aufmerksam zu machen, schleichen sie zur "Waffenkammer".

Mit Spezialpfeilen in der Hand, öffnet Tony die Tür – und Pepper steht davor.

»Wie hast du uns bemerkt?«, fragt Sky sofort.

»Das nennt man den mütterlichen sechsten Sinn. Sind das Clints Pfeile?«, fragt sie Tony ernst.

Dieser tut cool.

»Ja, Sky sind die Pfeile ausgegangen und es sind garantiert keine gefährlichen.«

Ohne ihn aus den Augen zu lassen, sagt Pepper: »Friday?«

Das sind explodierende und feuerschießende Pfeile, Mrs Stark.

»Verräterin«, zischt Tony.

»Willst du den kompletten Compound in die Luft jagen?«, fragt Pepper empört.

»Die Zielscheibe kann das abfangen und außerdem ist Sky schon richtig gut!«, verteidigt er sich.

»Ja!«, stimmt Sky zu.

Seine Frau nimmt ihm wortlos und mit warnendem Blick die Pfeile aus der Hand und legt sie an ihren Platz zurück.

Also machen Tony und Sky etwas anderes zusammen.

In der - wieder neuen – Werkstatt arbeiten sie an einer Minidrohne, die sich zusammenfalten lässt und unbemerkt mitgenommen werden kann.

Sie kann Hologramme in die Luft werfen, kann 3D-Scans erstellen und auf Google Maps zugreifen.

Durch Sprachsteuerung wird sie navigiert und kann deshalb auch unabhängig von Friday gesteuert werden. Am Ende programmieren sie ihr noch einen Namen ein, mit dem die Drohne aktiviert werden kann.

Sie entscheiden sich für Scout , was Späher oder Pfadfinder bedeutet.

»Können wir ihr auch einbauen, dass sie unsichtbar werden kann?«, fragt Sky gespannt, als die fertige Mini-Drohne lautlos vor ihnen schwebt.

»Dann findest du sie doch nicht mehr. Das ist keine so gute Idee«, bedenkt Tony.

Manchmal vergisst er, dass sie erst acht ist.

»Ach so, stimmt.«

Die Idee für die Drohne hatte Tony übrigens, als Sky sich einmal in New York verlaufen hatte, als sie zu dritt shoppen waren. Er musste mithilfe seines Anzugs und Friday nach ihr suchen, das war anstrengend. Sky selbst konnte nichts dafür; irgendwie war sie von einer Menschenmenge geschluckt worden und fand nicht zu ihren Eltern zurück.

Wenn sie aber die Drohne mitnimmt und sie sich verläuft, kann sie ganz einfach nach Hause finden.

Sie gehen nach draußen, um

Scout gleich auszuprobieren.

Es wäre zu einfach, wenn Sky ihr Ziel sehen könnte. Also laufen sie mitten auf die riesige Wiese und Sky schließt die Augen.

Tony dreht sie dreimal im Kreis und geht dann zum Eingang eines Gebäudes auf dem Compound eingezeichnet ist.

»Fast wie eine Schnitzeljagd«, kichert Sky.

»Scout, bring mich zum Avengers Compound Eingang«, befielt sie.

Die Minidrohne führt sie wie ein Navi zum richtigen Eingang.

Ziel erreicht , sagt sie Scout monoton.

Sky öffnet die Augen ...

und springt erschrocken zurück.

Sie stand so nah vor ihrem Vater, dass sie mit der Nase fast sein T-Shirt berührt hätte.

Tony lacht.

»Aber jetzt wissen wir zumindest, dass sie sehr genau ist«, sagt er.

Am Ende versuchen sie noch, die Drohne irgendwo zu verstecken, damit sie niemand findet.

»Das ist kein sehr legales Gerät, also sollte das am besten keiner bei dir finden«, erklärt Tony.

Schließlich verstecken sie Scout in ihrem Nacken, unter ihren langen rotbraunen Haaren.

Scout ist so an ihrem Nacken fixiert, dass Sky nichts von ihr spürt.

»Wenn du dich verläufst oder den Weg nicht zurückfindest, frag sie einfach«, sagt Tony.

Von Drachenzähmen leicht gemacht ist Sky richtig begeistert. Die beiden Filme hat sie zufällig entdeckt, als sie nicht wusste, was sie gucken soll, und sie liebt sie. Keine Ahnung wie oft sie die schon geschaut hat.

Auf den dritten Teil wartet sie auch schon ungeduldig.

Die vielen Szenen mit riesigen Feuern hat sie unbeschadet überstanden, aber es ist ja auch vier Jahre her, und nach der vielen Therapie hatten Pepper und Tony auch nichts anderes erwartet.

—Plans—

»Morgen machen wir einen Ausflug«, sagt Tony, während er Sky ins Bett bringt.

»Wohin? Was machen wir da?«, fragt sie neugierig.

»Das wirst du schon sehen. Aber jetzt musst du schlafen, sonst können wir den Ausflug morgen nicht machen.«

Sie nickt gehorsam, und kaum hat ihr Vater die Tür geschlossen, fallen ihr auch schon die Augen zu.

Am nächsten Morgen wird Sky früh geweckt, aber sie ist hellwach und macht sich blitzschnell fertig.

Der Flug kommt Sky endlos vor, obwohl er nur eine Stunde dauert. Aber wahrscheinlich liegt das daran, dass sie schon nach 10 Minuten fragt, wass sie endlich da sind.

»So, wir sind da.«

Sie springt aufgeregt auf die Beine und versucht durch das Frontfenster etwas zu erkennen.

Aber erst, als sie draußen sind, kann sie richtig etwas erkennen. Sie sind auf einer schmalen Straße gelandet, die gerade groß genug für den Jet ist.

»Wir müssen noch ein Stück laufen«, sagt Tony und geht vor.

Von wegen wir sind da , denkt Sky genervt.

Aber sie folgt ihm gespannt, mit Pepper an der Hand.

Sie gehen durch denn hellen Wald. Es riecht angenehm und irgendwie fühlt sich Sky auf einmal total wohl und beruhigt. Sie genießt den kleinen Spaziergang. Einmal sieht sie sogar den rot-weißen Schwanz eines Fuchses aufblitzen und ein Eichhörnchen den Baum spiralförmig hochflitzen.

Schließlich erreichen sie eine große Lichtung, die direkt an einem riesigen See liegt, dessen Ende man gar nicht sehen kann.

»Warum sind wir hier?«, fragt Sky.

Pepper lächelt sie an.

»Hier, am Kensico Lake, bauen wir unser neues Zuhause.«

»Weißt du noch, Skyle, als ich die Idee hatte, uns genau so wie die Bartons eine Farm zu bauen? Du hast dich so gefreut, deswegen dachte ich, wir machen das einfach«, erklärt Tony schulterzuckend.

»Wooow«, murmelt Sky beeindruckt.

Sie schaut sich noch einmal genau um.

»Können wir dann Lamas haben? Lamas sind so niedlich! Und hier ist so viel Platz!«

Aber bevor ihre Eltern antworten können, rennt sie schon zu einem großen Baum.

»Und hier können wir eine Schaukel hinhängen!«

Während sie hin und her rennt und immer mehr Ideen ausruft, lächeln sich Tony und Pepper an. Tony zieht sie zu sich und drückt ihr einen Kuss auf die Wange. »Das war wohl eine gute Idee«, sagt er grinsend.

»Bedank dich bei Clint und Laura«, grinst sie zurück.