Marvel's The Avengers (2012)
Marvel's The Avengers (2012)
—Der Stark Tower—
Tony in seinem Iron Man Anzug schießt aus dem Wasser, direkt neben einem Kreuzfahrtschiff.
Als er zwischen den Hochhäusern New Yorks hindurchfliegt, sagt er: »Von meiner Seite ist alles klar. Der Rest liegt bei dir.«
Pepper antwortet ihm über seinen Helm: »Hast du die Leitungen getrennt? Sind wir vom Netz abgekoppelt?«
»Der Stark Tower ist ab sofort das Wahrzeichen für saubere, nachhaltige Energie«, erwidert er.
»Vorausgesetzt, der Arc-Reaktor springt an und funktioniert tatsächlich.«
»Setze ich voraus«, sagt Tony zuversichtlich.
Er biegt ab, er fliegt jetzt direkt auf dem Stark Tower zu, der allerdings noch nicht beleuchtet ist.
»Knips mal das Licht an«, fordert er Pepper auf.
Das Licht klettert den Turm nach oben, bis auch der riesige Schriftzug STARK in hellem Licht erstrahlt.
»Wie sieht es aus?«, fragt Pepper neugierig.
»Wie Weihnachten, nur mit mehr von ... mir.«
»Wir müssen die Aufklärungskampange voranbringen. Du musst mit der Presse reden. Ich bespreche morgen in Washington die Vorschriften für die nächsten drei Gebäude«, rattert sie ihren Plan runter.
»Pepper, du machst mich fertig. Das ist ein besonderer Moment. Genieße ihn.«
Er fliegt zur Landestation seines Anzugs, und während er den Gang entlang läuft und ihm der Anzug ausgezogen wird, sagt Pepper: »Komm her, dann tu ich das.«
Man kann ihr Grinsen hören.
Sir, Agent Coulson von S.H.I.E.L.D. ist am Telefon.
»Ich bin nicht da. Hab schon Feierabend.«
Sir, es tut mir leid, er lässt nicht locker.
»Lass dir ein Rückgrat wachsen, Jarvis.
Ich hab n' Date.«
Er läuft in das Gebäude hinein, wo Pepper vor einem Holoscreen steht.
»Die Werte scheinen stabil zu sein, denk ich.«
»Natürlich«, sagt Tony selbstsicher.
»Ich hab mich ja selbst drum gekümmert. Was mich zu meiner nächsten Frage führt. Wie fühlt man sich als Genie?«
Er läuft um Pepper herum und legt sein Headset ab.
Pepper dreht sich zu ihm um.
»Na ja, ... woher soll ich das denn wissen?«
»Was meinst du?«, fragt Tony ehrlich.
»All das ... kommt von dir.«
Er zeigt mit dem Zeigefinger kurz auf sie.
»Nein, all das ... kommt davon.«
Sie hebt auch ihren Finger und tippt auf den Reaktor in Tons Brust.
»Nimm das Lob ruhig mal an, Honey. Bitte.«
Er streicht mit den Händen über ihre Schultern.
»Der Stark Tower ist dein Baby.
Nimm ruhig ... 12 Prozent Lob an.«
Das Lächeln aus Peppers Gesicht verschwindet.
»12 Prozent?«
Sie läuft an Tony vorbei.
»Ein Argument für 15 lässt sich finden«, will er seinen Fehler ausbessern.
»12 Prozent?! Mein Baby?!«
Tony geht ihr hinterher.
Bevor er aber den Mund wieder aufmachen kann, schneidet Pepper ihm das Wort ab.
»Weißt du was, wir könnten uns einig werden ... Sky ist mein Baby ... und der Tower ist deins. Na, wie wäre das?«
Sie grinst hinterlistig und schenkt zwei Gläser Wein ein.
»Hey, nein, das ist nicht fair. Immerhin bin ich ihr Vater.«
Er überlegt kurz, dann fährt er fort.
»Zwar heißt du jetzt auch Stark mit Nachnamen, ... aber ich sag dir was. Beim nächsten Gebäude schreiben wir POTTS ganz oben dran.«
Pepper grinst und fordert: »Auf den Vertrag« und will mit ihm anstoßen.
Tony verzieht das Gesicht und zieht sein Glas zurück.
»Ähhh ...«
Darauf weiß er jetzt keine Antwort mehr.
Pepper lacht leise.
Sir, das Telefon.
Meine Kommunikationsprotokolle wurden überschrieben.
Tony runzelt die Stirn. Er greift nach seinen Holo-Phone und schon hört man Coulsons Stimme.
»Stark, wir müssen reden.«
Tony hält sich das Display vors Gesicht, macht ein neutrales Gesicht und antwortet monoton: »Sie sprechen mit der Android Kopie von Tony Stark. Hinterlassen Sie eine Nachricht.«
»Es ist dringend«, erwidert der Agent.
»Dann hinterlassen Sie sie dringend.«
Hinter dem Sofa, auf dem die beiden sitzen, öffnet sich der Fahrstuhl und Coulson steht darin, mit seinem Telefon am Ohr, das er jetzt aber runternimmt.
»Mr. Stark?«
Statt Tony antwortet Pepper mit einem Lächeln: »Phil! Kommen Sie rein.«
Sie steht auf.
»Phil?«, fragt Tony verwirrt.
Coulson tritt nun aus dem Fahrstuhl.
»Ich bleibe nicht lange«, sagt er.
Tony läuft seiner Frau hinterher und zeigt auf ihn.
»Ähh, sein Vorname ist "Agent".«
»Kommen Sie, wir feiern ein bisschen«, lädt sie Phil ein.
»Darum bleibt er auch nicht lange«, sagt Tony mit einem falschen Grinsen.
Coulson holt etwas Schwarzes, Flaches heraus.
»Wir möchten, dass Sie sich das ansehen. So schnell wie möglich.«
Tony macht keine Anstalten, es entgegenzunehmen und erklärt: »Ich hasse ... Dinge, die man mir in die Hand drückt.«
Noch während er spricht, streckt Pepper ihre freie Hand aus und sagt: »Und ich liebe Dinge, die man mir in die Hand drückt. Also, tauschen wir.«
Sie nimmt sich das zusammengeklappte Display und gibt ihm ihr Weinglas.
Dann nimmt sie sich Tonys Weinglas, sagt »Danke« und trinkt einen Schluck.
Tony schaut sie zuerst vorwurfsvoll an, dass sie ihm sein Weinlas klaut, kapiert es dann aber, als sie ihm das Display reicht.
Er schaut den Agenten entschuldigend an.
»Offizielle Beratungsstunden von acht bis fünf, an jedem zweiten Donnerstag.«
»Das ist keine Beratung«, erklärt Coulson.
»Geht es um die Avengers?«, fragt Pepper erstaunt.
»Von denen ich ... überhaupt nichts weiß«, sagt sie betreten.
Tony atmet laut aus.
»Die Avengers Initiative wurde eingestampft, ... dachte ich. Und ich war sowieso nicht geeignet!«
Er läuft wieder von den beiden weg, während er das Display zusammensteckt.
Pepper zieht ihre Augenbrauen hoch.
»Davon ... weiß ich auch nichts.«
Tony dreht sich um.
»Ja, ich bin offenbar sprunghaft ..., egozentrisch ... und nicht teamfähig.«
Diesmal macht Pepper ein ehrliches Gesicht.
»Davon wusste ich.«
Sie grinst.
»Hier geht es nicht mehr um Persönlichkeitsprofile«, erwidert Coulson.
Während Tony auf dem laptopartigen Display herumtippt, winkt er Pepper zu sich.
»Auch egal. Mrs. Stark, eine Sekunde?«
Pepper wendet sich Coulson zu, hebt einen Finger und sagt entschuldigend: »Dauert nicht lange.«
Dann läuft sie zu Tony.
»Ich dachte ... wir hätten hier gerade einen besonderen Moment«, sagt er leise, ohne sie anzuschauen.
Sie schaut ihn vorwurfsvoll an.
»Ich hatte nur 12 Prozent des Moments.«
Tony schaut sie nun auch an, seufzt aber nur.
Pepper schaut kurz zu Coulson.
»Das scheint ziemlich ernst zu sein. Phil wirkt richtig erschüttert.
»Woher willst du wissen ... Wieso eigentlich Phil ?«
Er wirft einen Blick auf ihn, aber Pepper sagt nichts dazu, nur: »Was ist das alles?«
»Das ist ...«
Er wischt über den Bildschirm und die Daten von dem Display verteilen sich vor ihnen über einen Holoscreen.
Vor ihnen sieht man die Daten und Videos zu Steve Rogers, Bruce Banner und Thor.
Pepper sieht sich erstaunt um.
»Puuuh. Ich nehme den Jet und fliege heute noch mit Sky nach DC«, sagt sie.
»Morgen«, sagt Tony, sein Blick ist starr.
»Du hast Hausaufgaben«, erklärt Pepper.
»Und ich bleibe mit Sky ganz sicher nicht hier.«
Sie beugt sich vor und küsst ihn.
Dann sagt sie: »Sei fleißig«, und läuft zu Coulson.
»Fahren Sie zufällig am Flughafen vorbei?«
Tony hebt noch einen Arm zum Abschied, dann wendet er sich wieder dem Bildschirm zu.
»Ich nehme Sie mit«, sagt Coulson zu Pepper.
»Lassen Sie mich nur kurz Sky von unten holen.«
—Flug nach DC—
Pepper und Tony haben mit Sky eine komplette eigene Etage.
Nachdem ihr das pinke Zimmer in der Villa nicht gefallen hat, durfte sie sich die Einrichtung mithilfe ihrer Eltern selbst aussuchen. Sie hat auf blau bestanden. »Ich mag Blau. Wie den Himmel ... wie mein Name«, erklärte sie.
Deswegen ist ihr Bett auch hauptsächlich in Blautönene gestaltet.
Ein Bett mit Nachthimmelbettwäsche, himmelblaue Wände, einen Kleiderschrank, viel Spielzeug und noch viel mehr Bücher. An der Decke sind bauschige Wolken aus Watte und dahinter sind LED-Streifen angebracht, die ihre Farbe ändern können.
Und da sitzt Happy mit Sky auf dem Schoß in ihrem – ebenfalls blauen – Sessel und liest ihr etwas vor, während Sky die Bilder eingehend studiert. Zumindest sieht es so aus, als würde sie die Bilder eingehend studieren.
Pepper lächelt, als sie die beiden beobachtet. Happy kann Sky nichts abschlagen, obwohl er so ernst und professionell ist. Bei Sky wird er einfach weich.
Happy hat gerade einen Satz beendet, da unterbricht Pepper ihn.
»Sky und ich fliegen jetzt nach Washington, Happy.«
Happy nimmt sich die Lesebrille von der Nase und sagt: »Tja, Sky, dann müssen wir nächstes Mal weiterlesen.«
Sie macht ein enttäuschtes Gesicht.
»Nein, bitte Happy! Weiterlesen!«
Aber Pepper nimmt sie auf den Arm.
»Dein Dad muss seine Hausaufgaben erledigen, deswegen müssen wir jetzt weg. Es dauert auch nicht lange.«
»Und das ist deine Tochter?«
Coulson, Pepper und Sky sitzen im Auto auf dem Weg zum Flughafen.
Pepper schaut nach hinten zu Sky in ihrem Kindersitz und nickt.
»Ihr wisst, dass Tony und ich verheiratet sind? Wir haben es keinem öffentlich verraten.«
»Ja, das wussten wir. Wir sind die Geheimorganisation. Natürlich wissen wir das. Wir wissen auch über Sky Bescheid.
Wobei ... wir es, ehrlich gesagt, nicht erwartet haben. Also, dass Tony eine Familie gründet.«
Pepper zuckt mit den Schultern. »Ich habe es auch nicht erwartet.«
—Genius, Billioniare, Father and Husband—
»Ja ... Ein großer Mann in 'ner Rüstung. Lassen Sie sie weg, was sind Sie dann?«
Steve geht langsam um Tony herum.
Tony dreht seinen Kopf langsam zu ihm und sagt tonlos: »Genie, Milliardär, Vater und Ehemann.«
Natasha hebt anerkennend eine Augenbraue.
Steve stutzt. »Sie sind verheiratet und haben Kinder?«
Er hat anscheinend vergessen, was er ihm vorwerfen wollte.
»Eine Tochter, ja. Wo waren wir stehen geblieben?«
—I love you to the sky—
Natasha will gerade das Portal schließen, als Tony durch das Headset sagt: »Nein, wartet.«
»Stark, es kommen sonst immer mehr!«, widerspricht Steve.
»Ich hab 'ne Atomrakete im Anflug, in einer knappen Minute geht sie hoch.«
Er fliegt der Rakete hinterher.
»Und ich weiß auch, wo ich sie hinbringe.«
Er nimmt sie unter seine Schultern und steuert mit ihr auf New York City zu.
»Tony, du weißt, dass du da nicht zurückkannst«, ertönt Steves Stimme.
»Die Restenergie für den Schlenker, J«, sagt Tony zu Jarvis, er ignoriert Cap.
Sir.
Soll ich Mrs Stark kontaktieren?
»Warum eigentlich nicht«, erwidert Tony.
Pepper sitzt mit Sky in dem Stark Industries Privatflugzeug auf dem Rückweg aus Washington und sieht den Ereignissen im Fernsehen zu.
»Die Straßen von New York City sind zu einem Schlachtfeld geworden. Die Army ist hier, um die Gewalt einzudämmen, aber die Kräfte sind ganz klar in der Unterzahl« , erklingt die Stimme einer Reporterin aus dem Bildschirm.
Das Telefon von Pepper vibriert, aber sie bemerkt es nicht, sondern starrt nur geschockt auf den Fernseher.
Sky sitzt auf einem der Sitze und bemerkt das vibrierende Handy allerdings.
Sie erkennt das Gesicht ihres Vaters und patscht auf dem Bildschirm herum, sodass sie den Anruf annimmt.
»Daddy?«
Tony ist so überrascht, ihre Stimme zu hören, dass er fast die Kontrolle über die Atomrakete verliert.
»Hey Skyle! Kannst du deine Mom mal rufen?«
»Mommy!«, ruft sie gehorsam.
Pepper wird auf sie aufmerksam, kann den Blick aber nur schlecht vom Bildschirm abwenden, auf dem gerade Iron Man mit der Atomrakete abgebildet ist.
Da bemerkt sie das Telefon und reißt es an ihr Ohr.
»Tony?! Was machst du da?«, fragt sie schrill, während sie ihn auf dem Fernseher verfolgt.
»Ich rette New York City. Ihr seid aber noch nicht zurück aus Washington, oder?«
»Nein, aber wir sind gerade auf dem Rückflug«, erklärt sie.
»Okay, dann, falls ich es nicht schaffe ...
Ich liebe dich, und du schaffst das mit Sky, das weiß ich.
Mach mal auf Lautsprecher, Honey. Ich möchte Sky auch was sagen.«
Pepper schaltet auf Lautsprecher und setzt sich neben Sky.
»Sweetie, dein Dad möchte dir was sagen.«
Sky schaut auf.
Pepper beobachtet, wie Tony mit der Atomrakete am Stark Tower hochfliegt und mit seinem Anzug ein wenig an die Kante stößt.
»I love you to the sky.«
Dann fliegt er durch das Wurmloch.
»Dad–«
Sky will ihm noch antworten, da bricht die Verbindung ab.
»...dy?«
»Nein ...«, haucht Pepper.
Alle atmen zuerst erleichtert auf: New York City ist gerettet.
Die Kameras werden auf die Chitauri gerichtet, die plötzlich zusammenklappen.
Doch dann scheint die Welt den Atem wieder anzuhalten.
Alle fragen sich, ob Iron Man es aus dem Wurmloch schafft. Die Kameras zeigen wieder auf das sich bereits schließende Portal.
Im letzten Moment schafft er es, fällt Richtung Erde und wird vom Hulk aufgefangen.
Pepper seufzt laut auf und lässt sich wieder in den Sitz fallen.
»Er hat es geschafft. Ich hatte Todesangst um ihn!«, sagt sie zu keinem Bestimmten.
Sie dreht ihren Kopf zu Sky, die sie fragend anschaut. Sie merkt ihre Enttäuschung darüber, dass sie ihrem Vater nicht antworten konnte.
»Du kannst es ihm heute Abend sagen, okay? Wenn er wieder zu Hause ist.«
Schlagartig verändert sich die Stimmung ihrer Tochter, von Enttäuschung und Verwirrung zu Aufgeregtheit und Freude.
Tony steht im Tower und schaut sich die nötigen Reparaturen an.
Da treten Pepper und Sky aus dem Fahrstuhl.
»Daddy! Du bist wieder da!«, ruft Sky aufgeregt.
Sie rennt auf ihren Vater zu und springt ihm in die Arme.
Er fängt sie auf, drückt sie sich an die Brust und sie umarmt ihn ganz fest zurück.
Dann beugt sie sich vor und flüstert ihm ins Ohr: »I love you to the sky.«
»Oh, wow«, sagt er gerührt.
»Hast du dir das echt gemerkt?«
Sie grinst ihn mit einem engelsgleichen Lächeln an und reckt das Kinn nach oben.
»Hab ich.«
Dann senkt sie verlegen den Kopf und spielt mit ihren rotbraunen Haaren.
»Ich wollte das nicht vergessen. Weil du fast im Himmel gesteckt hast und wenn du wegbleibst ...«
Sie lächelt leicht.
»Aber ... jetzt bist du da.«
Tony schaut sie warm an und küsst sie zärtlich auf die Stirn.
Womit habe ich diese Tochter verdient?, denkt er.
»Okay, genug mit den Sensibilitäten. Pep, wo fangen wir an?«
Sie schüttelt den Kopf und grinst. Er ist unmöglich , denkt sie.
—Oktober, Avengers Tower Einweihung—
Tony hat zusammen mit Pepper den Tower wiederhergestellt. Das hat mehrere Monate gedauert. Aber das übriggebliebene A auf der Spitze war geblieben. Er wird ihn noch modinisieren und erneuern, was so ca. 1 Jahr dauern wird, aber fürs erste reicht es, damit die Avengers, er, Pepper und Sky darin leben können. Er soll jetzt auch so eine Art HQ für die Avengers sein, weswegen er ihn in Avengers-Tower umbenannt hat.
Deshalb hat er heute Natasha, Clint, Bruce, Steve und Thor zur Einweihungsparty eingeladen.
Und so sitzen jetzt alle zusammen in einer Runde, Pepper ist auch da.
Tony erhebt seine Stimme.
»Wie gesagt, ihr könnt hier ein- und ausgehen, wann ihr wollt. Für die, die keine Bleibe haben, die können auch gerne hier wohnen, ich habe unten eine Wohnetage eingebaut.
Außerdem gibt es auch eine Trainingsetage, die ihr nutzen könnt.«
Alle nicken.
»Danke, Tony«, sagt Steve ehrlich.
Die anderen bedanken sich auch.
Tony fährt fort: »Ich möchte euch noch meine Tochter vorstellen.«
Er geht Richtung Fahrstuhl und Clint fragt verwirrt: »Du hast eine Tochter?«
Er merkt, dass die anderen überhaupt nicht überrascht sind und fügt hinzu: »Und ihr wusstet das, oder wie?«
Zuerst wundern sich die anderen vier, warum er es nicht weiß, da fällt es Bruce auf.
»Als Tony es erwähnt hat, warst du noch in der Gewalt von Loki«, erklärt er.
Clint nickt verstehend.
»Ach so.«
Er steigt in den Aufzug und kommt auf der Wohnetage wieder heraus. Er geht zu Skys Zimmer, öffnet die Tür und fragt sie: »Hey, Skyle, möchtest du die Avengers kennenlernen?«
Ihre Augen leuchten, als sie aufspringt und ihm das Bild zeigt, das sie gemalt hat. Darauf kann man krakelig die Avengers erkennen.
Tony nimmt sie an die Hand.
»Das hast du echt gut gemalt«, lobt er sie.
Er hatte ihr vorher erzählt, dass sie kommen würden, und sie wollte ihnen unbedingt ein Bild malen. Also zeigte er ihr ein Foto, weil sie ja nicht wusste, wie sie aussehen.
Durch den Fahrstuhl kommen sie wieder nach oben.
»Das ist meine Tochter Sky«, fängt er an, als er sich wieder hingesetzt hat, mit Sky auf seinem Schoß.
»Und falls es irgendein Notfall gibt und ihr die Möglichkeit habt, sie zu beschützen oder zu retten, dann ist das eure Pflicht. Also ...«
Er verzieht sein Gesicht und presst heraus: »... Bitte tut euer Möglichstes. Sozusagen, als Bedingung für das HQ.«
Sky drückt sich eng an ihn und schaut sich schüchtern um.
Als Sky Natasha entdeckt, runzelt sie die Stirn und legt den Kopf schief.
»Daddy?«, flüstert sie.
»Ja, mein Schatz?«
»Kenne ich sie?«, fragt sie leise und deutet auf Natasha.
»Na ja, sie kennt dich, das kommt darauf an, ob du dich an sie erinnerst, du warst erst ein Jahr alt ... Erinnerst du dich denn?«
Sie nickt zögerlich, ist sich aber nicht sicher, woher sie sie kennt.
»Geh doch zu ihr«, fordert er sie auf und schiebt sie in Natashas Richtung.
Sie klettert neben sie auf das Sofa.
»Hey, Süße«, begrüßt sie Sky.
»Du bist ja groß geworden.«
Sky nickt verwirrt.
»Wieso kenne ich dich?«, fragt sie.
Ihre kindliche Verwirrtheit ist so niedlich, Natasha muss lächeln.
»Weißt du, ich habe vor 2 Jahren bei deiner Mom gearbeitet ... aber ich hatte eigentlich einen geheimen Auftrag. Da habe ich dich manchmal gesehen. Und deine Augen sind unverkennbar«, erklärt sie.
Tony will eigentlich Einspruch erheben, dass sie für ihn gearbeitet hat, aber Pepper bringt ihn mit einer hochgezogenen Augenbraue zum Schweigen.
Die anderen sind irritiert, bis eben wussten sie nicht, dass Natasha sie schon kannte.
»Ich bin Natasha«, begrüßt sie Sky.
»Na ... ta ...«, probiert sie ihren Namen aus, scheitert aber.
»Du kannst mir auch einen Spitznamen geben«, versucht sie Sky zu helfen.
»Du kannst mich Nat nennen«, bietet sie an.
Sky runzelt die Stirn und schüttelt den Kopf.
Für sie passt der Name anscheinend nicht zu ihr.
Die anderen lachen leise, da Natasha ja von allen eigentlich so genannt wird.
»Tasha«, sagt Sky. Diesen Spitznamen auszusprechen fällt ihr leichter.
Sie zaubert ein weiteres Lächeln auf Natashas Gesicht.
»Tasha ist super.«
»Du bist hübsch, Tasha«, sagt Sky und schaut schüchtern zu ihr hoch.
Natasha sagt lächelnd: »Danke, Süße. Du bist auch sehr hübsch.«
Sie scheint Vertrauen in Tasha gefunden zu haben, denn als sie fragt, was Sky denn da in der Hand hat, sagt sie stolz: »Das seid ihr«, und gibt ihr das Bild.
»Wow«, haucht sie und reicht das Bild an Clint weiter, bis alle fünf es einmal betrachtet haben.
Alle loben Skys Zeichnung und bringen sie zum Strahlen.
Offensichtlich hat das süße Mädchen sofort alle um den Finger gewickelt, ohne dass sie es beabsichtigt hat.
Nachdem Tony leise Musik angemacht hatte und die Stimmung lockerer geworden war, öffnet sich Sky auch mehr.
Zuerst ist sie nur an Natashas Seite, aber als Clint zu ihr kommt und sie sich unterhalten, wird sie auch langsam mit den anderen warm.
Clint stellt sich vor und fragt: »Soll ich dir ein Geheimnis erzählen?«
Sky nickt aufgeregt.
»Das darfst du keinem weitererzählen«, warnt er und kniet sich neben sie.
Skys Blick fällt auf Natasha und er beruhigt sie: »Nat kennt das Geheimnis schon.«
Dann rückt er raus: »Weißt du, ich habe auch eine Tochter. Sie ist ein wenig älter als du, aber ich glaube, ihr könntet euch gut verstehen.«
Skys Augen leuchten auf.
»Irgendwann stelle ich sie dir vor, Squirt.«
Sie nickt freudig.
Clint lächelt.
Dann lassen Natasha und Clint sie alleine, als Thor auf das kleine Mädchen zukommt.
»Hey, kleine Kriegerin«, begrüßt er sie.
»Ich bin Thor.«
Er kniet sich, wie Clint eben auch, neben sie.
»Wieso hast du da einen Hammer?«, fragt sie neugierig.
»Ähh ... das ist Mjölnir. Mit ihm kann ich fliegen«, erklärt er.
»Ich will auch fliegen!«, ruft Sky.
»Wenn dein Dad das dir erlaubt, kleine Kriegerin, vielleicht kann ich dich ja mal mitnehmen«, sagt er.
»Wieso nennst du mich so?«, kichert Sky.
Er zuckt mit den Schultern.
»Wieso denn nicht? Das passt zu dir.«
»Kann ich mal heben?«, wechselt sie das Thema.
»Versuchen kannst du es. Ich kann aber nichts versprechen!«
Er stellt Mjölnir auf den Boden und Sky zieht mehrere Male vergeblich an ihm.
Er wuschelt durch ihre Haare.
»Tja, kleine Kriegerin, vielleicht klappt's beim nächsten Mal.«
Währenddessen unterhalten sich Clint und Natasha über Sky.
»Merkst du eigentlich, dass du die ganze Zeit gelächelt hast? Als du mit Sky geredet hast«, bemerkt Clint.
»Ja, kann sein«, sagt sie leise.
»Weißt du, Kinder haben keine Vorurteile. Sie hat keine Ahnung, was ich für ein Mensch war. Sie vertraut mir. Einfach so.«
In ihren Augen glänzen Tränen.
Dann rennt Sky zu Steve.
»Wie heißt du?«
»Steve«, sagt er.
»Kann ich dein Schild sehen?«, fragt sie.
»Ähm, klar«, sagt er überrumpelt.
Er gibt ihr den Schild, hält es aber wegen des Gewichts weiter am Rand fest.
Sie streicht über das glatte Metall.
Sie sagt plötzlich: »Du siehst gar nicht so alt aus, wie Daddy gesagt hat.«
Steve ist sprachlos und errötet leicht.
Im Hintergrund lachen alle und Sky dreht sich verwirrt um. Sie scheint sich zu fragen, warum sie lachen.
Als letztes springt Sky fröhlich zu Bruce. Er sieht verunsichert aus, als ob er Angst hat, sie zu verletzen. Sky greift seine Hand und Bruce zuckt zurück, aber Sky lässt nicht los.
»Hi ... äh, ich bin Bruce«, fängt er stotternd an. Sky zieht ihn an seinem Arm zu ihr nach unten, sodass sie ihm ins Ohr flüstern kann: »Daddy hat gesagt, du bist manchmal grün.«
Er versucht, es so auszudrücken, dass es ihr nicht Angst macht und sagt: »Ja ... wenn ich sehr wütend bin.«
Sky nickt ernst. »Ich auch.«
Bruce grinst.
Das Eis ist gebrochen.
Steve steht bei Pepper. Sie beobachten Sky, die wieder zu Tony gegangen ist und ihm etwas ins Ohr flüstert.
»Sky verändert Tony«, stellt er fest.
Pepper nickt.
»Sie macht ihn zu einem anderen Menschen. Zu einem besseren«, stimmt sie zu.
»Das machst du aber auch, Pepper«, sagt Steve, er schaut sie an.
Sie lächelt. »Ja, das stimmt wohl.«
—Avengers vs Sky—
Tony ruft laut: »Sky möchte etwas sagen!«
Alle Köpfe drehen sich in Richtung des kleinen Mädchens.
Von der plötzlichen Aufmerksamkeit überfordert spielt sie nervös mit ihren Haaren.
»Na los«, fordert Tony sie sanft auf.
»Können wir was spielen?«, fragt sie schüchtern.
Den Wunsch kann ihr keiner abschlagen, obwohl die Erwachsenen ziemlich überfordert sind, als Sky Verstecken vorschlägt.
Tony erklärt, dass die erste Runde Sky suchen wird und die anderen verstecken sich, die zweite Runde funktioniert so, dass Sky sich versteckt und alle anderen müssen sie suchen.
»Das ist doch unfair!«, beschwert sich Sky, aber Tony widerspricht mit hochgezogenen Augenbrauen: »Du bist die Beste im Verstecken spielen, Skyle.«
Pepper ist die Schiedsrichterin und stoppt die Zeit. Die Runde mit der kürzeren Zeit gewinnt.
Sky legt ihre Hände auf ihre Augen und beginnt zu zählen.
»Eins ... zwei ...«
Sie zählt bis 20 und fängt dann noch einmal von vorne an.
»Achtzehn ... ähhh ... neun ... zehn?«
Dann springt sie auf, legt ihre Augen frei und ruft: »Zwanzig! Versteckt oder nicht, ich komme!«
Pepper startet die Zeit und Sky schaut sich im Raum um.
Sofort sieht sie Thor, der hinter einer Topfpflanze auf dem Boden kniet und sich Mjölnir vors Gesicht hält.
Sky lacht.
»Mjolni ist zu klein, Thor!«, ruft sie und rennt zu ihm hin.
»Och Manno, wieso hast du mich so schnell gefunden?«, sagt er gespielt eingeschnappt.
Sky kichert und sieht sich weiter um.
Hmmm ... gerade war Daddys Anzug noch nicht da , denkt sie. Sie klopft mit der Faust kurz an den Bauch von dem Anzug, aber nichts passiert. Also sucht sie weiter.
Sie linst hinter die Bar und entdeckt Tasha, die angriffsbereit auf die andere Seite fokussiert ist. Sky schleicht um die Bar herum und will Tasha erschrecken, da wird sie auf einmal von hinten gepackt und durchgekitzelt.
»Hey! Stopp!«, ruft sie kichernd.
»Hab dich gefunden«, sagt sie dann sachlich zu Natasha.
»Noch vier!«, sagt sie.
Sie geht die Treppe hoch und sieht von oben auf dem Sofa Bruce liegen, der sich mit Kissen bedeckt hat.
»Bruce, ich hab dich!«, ruft sie von oben, dieser richtet sich auf und befreit sich von den Kissen.
»Das war leicht«, ruft sie ihm zu.
Bruce zuckt verlegen mit den Schultern.
Aber da oben keiner mehr zu finden ist, geht sie wieder hinunter.
Wegen dem Iron Man Anzug wird sie nun doch misstrauisch und klopft wieder an.
»Daddy, ich weiß dass du da drin bist!«, sagt sie überzeugt.
»Tja, da hast du mich wohl erwischt«, gibt er mit blecherner Stimme nach.
Die Augen des Anzugs leuchten auf und Tony geht mit schweren Schritten an ihr vorbei, um den Anzug auszuziehen.
»Hmmm ...«, macht Sky.
Wo sind Steve und Clint? , fragt sie sich.
Sie geht aus dem Raum hinaus und sieht sich um Flur um. Da an einem Schrank lehnt Steves Schild.
Sky rollt ihn mit aller Kraft zur Seite und öffnet die Schranktür. Da steht Steve, er muss den Kopf ein wenig einziehen, als er raustritt.
»Gefunden!«, sagt Sky triumphierend.
Jetzt fehlt nur noch Clint.
Doch sie findet ihn nicht. Sie schaut überall, aber er kann in 40 Sekunden doch nicht so weit gekommen sein, oder? Außerdem spielen sie nur auf dieser Etage.
»Clint ist weg!«
Sie setzt sich auf das Sofa und stützt ihren Kopf frustriert auf ihre Hände.
Das Bild, was sie abgibt, ist echt zum Anbeißen.
Sie guckt beleidigt, aber durch die von den Händen eingedrückten Wangen sieht sie einfach nur niedlich aus.
Da ertönt ein leises Lachen.
Es kam von der Bar her, doch da ist nichts.
Aber über Bar, an den streifenartigen Spalten, da steht Clint, er klettert nun wieder herunter, wie als würde er eine Leiter benutzen.
»Clint!«, ruft sie überrascht.
»Bist du sicher, dass das nicht gleich runterkracht?«, fragt Tony skeptisch.
»So schwer bin ich nun auch wieder nicht«, sagt Clint augenrollend und lässt sich zu Boden sinken.
»Ich hab euch alle gefunden!«, jubelt Sky.
Pepper hat schon, als Sky Clint entdeckt hat, die Zeit gestoppt und sagt nun: »13 Minuten und 35 Sekunden.«
Skys Augen funkeln.
»Jetzt müsst ihr mich suchen!«
Und während alle die Augen schließen und einer von ihnen bis 40 zählt, schaut sich Sky um. Da hat sie eine Idee.
Sie tippt leise an die Schulter ihrer Mutter und zeigt auf das Klavier.
Pepper zieht ihre Augenbrauen zusammen und schüttelt den Kopf.
Aber Sky blickt sie mit ihren süßesten Hundeaugen an und sieht sie bittend an. Also gibt Pepper nach, geht mit ihr lautlos zum Flügel, öffnet ihn und hilft Sky herein.
Nachdem sie eine gute Position gefunden hat, schließt Pepper leise den Flügel.
Sie würde ihr später eine kleine Standpauke halten. Aber jetzt muss sie leise sein. Und zugegebenermaßen ist das ein ziemlich schlaues Versteck.
Pepper geht leise wieder zurück zu den anderen. Diese sind jetzt fertig mit zählen und stehen auf. »Sky, wir kommen dich holen!«, sagt Thor spielerisch bedrohlich. Sie teilen sich auf und beginnen zu suchen.
Im Flügel flüstert Sky: »Jarvis, hilfst du mir?«
Das hat sie in früheren Spielen auch schon gemacht. Wenn sie ihn das fragt, bedeutet das, er darf nicht antworten und soll irgendwo, weit weg von ihrem Versteck ihr Kichern ertönen lassen.
Tony und Pepper sind nie darauf gekommen, wie sie das macht.
Zumindest ... tun sie vor Sky so, als würden sie es nicht wissen.
Aber sie haben längst verstanden, dass Jarvis ihr hilft.
Nur ... trotz das sie es wissen, finden sie Sky nicht schneller.
Ein Kichern ertönt im Flur aus der Nähe des Schranks, wo Steve sich vorhin versteckt hat.
Doch dort finden sie sie nicht.
Das Lachen ertönt jetzt aus einer ganz anderen Ecke, doch dort ist sie wieder nicht.
»Wie macht sie das?«, fragt Bruce verwirrt.
Es kommt Sky wie eine Ewigkeit vor, so lange liegt sie eingequetscht im Flügel.
Skys Bein ist eingeschlafen, deswegen streckt sie es vorsichtig aus. Aber dadurch ertönt ein kleiner Ton aus dem Flügel.
Die Avengers bemerken es sofort.
Sie vereinbaren sich mit stummen Blicken und Natasha ruft aus einer Ecke: »Wo kann sie denn nur sein?«, bevor sie sich leise zu den anderen gesellt.
Sie stehen jetzt alle um den Flügel herum, Tony öffnet ihn blitzartig und Sky quietscht kurz auf.
»Ihr habt mich erschreckt!«, beschwert sie sich grinsend.
»Sky Lee Stark, das wird Konsequenzen haben. Du hättest Saiten beschädigen können!«
Aber Sky streckt ihm nur frech grinsend die Zunge raus.
Sie ist definitiv Tonys Tochter , denkt Natasha und hebt sie heraus.
»Das war ein echt gutes Versteck«, lobt sie.
»Wo kam dann das Kichern her?«, fragt Steve sie neugierig.
Aber Sky reckt das Kinn in die Höhe. »Das ist ein Geheimnis«, sagt sie stolz.
Tasha streicht ihr über die Haare.
»Glaub mir, ich finde es heraus«, sagt sie.
»13 Minuten und 51 Sekunden!«, verkündet Pepper.
»Heißt das, ich habe gewonnen, Mommy?«
Pepper nickt und beobachtet die aufsteigende Freude in dem Gesicht ihrer Tochter.
Sky strahlt wie die Sonne.