Avengers – Age of Ultron (2015)
Avengers – Age of Ultron (2015)
—Tonys Alptraum—
»Leute, ich hab Strucker«, ertönt Steves Stimme aus dem Headset von Tony.
Er läuft gerade in den riesigen Raum, wo ein toter Leviathan von der Schlacht in New York hängt.
»Gut ... und ich hab was Größeres.«
Tony schaut sich um und entdeckt das Zepter.
»Thor. Ich steh vor dem Hauptgewinn.«
Unbemerkt tritt Wanda Maximoff neben ihm und rote Schlieren wabern aus ihren Händen in seinen Kopf und färben seine Augen für einen kleinen Moment rot. Sie zeigt ihm seine größte Angst.
Er schüttelt leicht den Kopf, um es abzuschütteln.
~
Aber dann bemerkt er ein Leuchten hinter sich.
Er dreht sich langsam um, zuckt vor Schreck zusammen und weicht zurück, sodass er gegen den Tisch stößt.
Der Leviathan ist zum Leben erwacht!
Er fliegt über eine kleine Anhöhe hinweg und in die Tiefen eines schwarzen Nichts.
Tony läuft der Schweiß über die Stirn. Auf diesem kleine Hügel liegen die sterbenden Avengers. Hulk, Natasha, Clint, Thor und Steve. Neben Steve liegt sein zerbrochenes Schild.
Aber nicht nur das. Direkt vor ihm am Fuße der Anhöhe liegt Pepper mit Sky im Arm.
Er eilt zu den beiden und kniet sich zu ihnen.
»Daddy? Warum hast du uns nicht gerettet?«, haucht Sky, bevor ihr Körper erschlafft.
Tony ist vor Angst und Schreck erstarrt.
Er streckt nur stockend den Arm nach seiner Tochter aus.
»S ... Sky?«
Diese Angst, diese Trauer, die er tief in seinem Herzen spürt, ist unbeschreiblich.
Sein Blick fällt zu den anderen und er hört eine Stimme aus dem Nichts, die wie die von Steve klingt.
Warum hast du nicht mehr getan?
Er schaut hoch und erkennt durch das Portal, durch das er 2012 gefallen ist, die Erde, und die Leviathane steuern direkt auf sie zu.
~
Tony fährt hoch. Seine Stirn ist schweißnass.
Wanda starrt ihn mit offenem Mund an. Ihre Augen rot glühenden Augen nehmen wieder ihre normale Farbe an. Sie ist fassungslos, was seine größte Amgst zu sein scheint.
Er hat Angst, dass er schuld an dem Tod der anderen ist. Dass er übrig bleibt.
Ist Sky ... seine Tochter?
Das entspricht überhaupt nicht dem Tony Stark, von dem ich dachte, er ist ...
Diese und mehr Fragen schießen ihr durch den Kopf, aber sie fasst sich schnell wieder.
Tony dreht sich um und merkt, dass der Leviathan wie vorher an den stählernen Seilen hängt und merkt, dass das nicht echt war.
Es war nur ein Traum ..., sagt er sich.
Er atmet mehrmals ein und aus, um sich zu beruhigen, ruft seinen Anzughandschuh und packt dann das Zepter.
—Die Party im HQ—
Im Tower ist viel los. Überall wird getanzt, gelacht und sich unterhalten.
Sky wollte eigentlich auch mit auf die Party, aber Tony hat sie auf ihr Zimmer befohlen. Später, wenn nicht mehr so viele da sind, darf sie hochkommen, wenn sie sich benimmt. Also hat sie brav gehorcht.
»Pepper und Sky kommen nicht?«, fragt Rhodey Tony.
»Nein.«
»Was ist mit Jane? Hier fehlen die Ladies!«, sagt Maria Hill.
»Ähm, Sky ist zu jung für diese Party. Keine Sorge, wenn wir in einem kleineren Kreis sind, hole ich sie hoch. Und Pepper hat sich dazu bereit erklärt, auf Sky aufzupassen, und nebenbei kann sie auch noch was für die Firma machen«, erklärt Tony.
»Ich bin nicht mal sicher, in welchem Land Jane ist«, sagt Thor.
Und dann wetteifern Thor und Tony über ihre Frauen, sodass sich Rhodey und Maria schnell aus dem Staub machen.
—Worthy?—
Alle Gäste sind gegangen, nur die Avengers, Rhodey, Maria und Helen waren übrig. Tony hat gerade Sky nach oben geholt, Pepper hat er auch eingeladen, aber sie hatte noch zu tun.
Sky hat sich extra ein süßes blaues Kleidchen angezogen.
Es betont ihr blaues Auge und lässt es strahlen.
»Hey Süße, wieso wächst du so schnell?«, fragt Natasha zur Begrüßung.
Sky rennt in ihre Arme.
»Tasha!«
Danach bemerkt sie Rhodey.
»Onkel Rhodey!«, begrüßt sie ihn freudestrahlend.
»Na, Kleine, lang nicht gesehen!«
Sie begrüßt noch die anderen, bei Maria und Helen ist sie aber noch ein wenig schüchtern.
»Du bist also Sky. Schön, dich kennenzulernen. Ich bin Maria«, sagt sie und Sky schüttelt ihr höflich die Hand. Auch Helen stellt sich vor.
Dann erzählt Sky aufgeregt von ihren Erlebnissen zwei Jahre zuvor.
»Und dann sind alle von Daddys Anzügen explodiert! Wie ein Feuerwerk! Wie wir dann ohne die Anzüge nach Hause gekommen sind, weiß ich auch nicht mehr, ich hab schon geschlafen und Daddy musste mich tragen.«
Damit sorgt sie für einige Lacher in der Runde. Tony stößt Bruce mit seinem Ellenbogen in die Seite und grinst.
»Jetzt hast du doch erfahren, was passiert ist«, raunt er ihm zu.
Sky erzählt weiter und ignoriert ihren Vater.
»Aber ... danach hatte ich ganz viel Probleme. Angst vor Feuer und Alpträume! Aber Stan, Mommy und Daddy haben mir geholfen und jetzt geht es mir wieder gut. Ich habe Stan alles erzählt, wenn es mir schlecht ging. Und mit Daddy habe ich immer den Jarvis-Scan gemacht!«
Sie erklärt, dass sie, wenn sie Angst hatte, immer fünf Dinge auflisten musste, die sie sieht, hört und spürt. Sie sind beeindruckt von ihr, dass sie ihre Probleme so gut überwinden konnte und können sich gar nicht vorstellen, wie schlimm es für sie gewesen sein muss.
Alle hören ihr angeregt zu. Sie erzählt noch von ihrer Zeit mit Dad in der Werkstatt und ihrem Iron-Girl-Anzug, mit dem sie über den Boden schweben kann. Es ist niedlich, wie sie mit ihren kleinen Händen bei ihren Erzählungen herumfuchtelt.
Nach und nach bilden sich andere Gesprächsthemen, auch Sky unterhält sich mit Tasha und Bruce. Bis Clint zu Thor rüber ruft: »Das ist doch nur ein Trick!«Er dreht die Essstäbchen mit so einer Geschwindigkeit zwischen den Fingern her, dass man die Stäbchen kaum sehen kann. Thor lacht, während er Steve ein Glas und eine Flasche reicht.
»Nein nein, das ist viel mehr als das.«Clint weist mit beiden Stäbchen auf Mjölnir, der auf dem Tisch liegt und sagt gespielt: »Klar. Wer auch immer würdig ist, der möge die Macht besitzen! Ach, hör auf Mann, das ist 'n Trick!«
Er glaubt ihm offensichtlich nicht.
»Na gut, dann bitte, versuch dein Glück«, fordert Thor Clint lächelnd heraus.
Die Gespräche verstummen plötzlich und alle werden auf die Debatte aufmerksam. Clint hält inne.
»Na los!«
»Wirklich?«, fragt Clint verdattert.Die anderen stimmen jetzt auch zu, auch Sky sagt: »Los, Clint!«
»Na gut.«
Er richtet sich auf, nimmt die Stäbchen in eine Hand und geht zum Hammer.
»Das wird ja jetzt was ganz Tolles«, murmelt Rhodey.
»Clint, du hattest 'ne harte Woche, wir lachen auch nicht, wenn du ihn nicht hochkriegst«, kommentiert Tony, und einige lachen.
Clint sieht Thor mit hochgezogenen Augenbrauen an. »Ich hab das schon mal gesehen, okay?«, sagt er und greift um den Hammer. Thor grinst amüsiert und nickt. Clint zieht mit aller Kraft – aber vergeblich – an Mjölnir.
»Und ich weiß immer noch nicht ... wie du das anstellst!«
Er lacht verlegen.
»Spürst du das stille Urteil?«, fragt Tony spöttisch.
»Bitte!«, Clint weist auf Tony, »Stark, versuch du's.«
Also steht Tony auf, öffnet sein Jackett in einer fließenden Bewegung und geht erhobenen Hauptes an Clint vorbei zu Mjölnir.
Sky beobachtet gespannt das Geschehen.
»Ich drücke mich nie vor einer echten Herausforderung«, sagt Tony.
»Das ist Physik.«
Er greift mit einer Hand durch die Schlaufe, aber bevor er zieht, fragt er noch: »Und wenn ... wenn ich ihn anhebe, dann herrsche ich über Asgard?«
»Ja, natürlich«, entgegnet Thor selbstsicher.
Tony umfasst den Griff vom Hammer und zieht daran. Er gibt sich aber noch nicht geschlagen, als dieser sich kein Stück bewegt und sagt: »Bin gleich zurück.«
Aber auch mit seiner Anzughand funktioniert es nicht. Selbst mit Rhodeys zweiter Hand klappt es nicht, so sehr sie sich auch anstrengen.
Als nächstes probiert Bruce es, aber er scheitert, wenn auch mit Kampfgebrüll.
Über das alle ein wenig verwundert sind.
»Vielleicht klappt's ja, wenn du Hulk bist?«, schlägt Sky vor.
»Nein, das probieren wir besser nicht aus«, sagt er verlegen.
Nun steht auch Steve auf.
Er krempelt sich die Ärmel hoch, stellt sich breitbeinig hin und zieht mit angespanntem Gesicht an Mjölnir.
Und diesmal tut sich etwas. Ein ganz kleines bisschen bewegt er sich und es quietscht leise.
Thor entgleisen seine Gesichtszüge, doch er fasst sich schnell, nachdem beim zweiten Ziehen nichts passiert und lacht. »Kein Stück.«
Sky runzelt die Stirn.
Lügen darf man nicht , denkt sie.Aber bevor sie es laut aussprechen kann, fragt Tony herausfordernd: »Jemand von den Damen?«
»Ich! Ich will es nochmal probieren!«, ruft Sky und streckt ihren Arm.
»Nochmal?«, fragt Tony verwirrt.
»Als wir Sky zum ersten Mal kennengelernt haben, da hat sie gesagt, sie würde auch gerne mit Mjölnir fliegen wollen, aber sie hat ihn nicht hochbekommen«, erklärt Thor.
»Aber da war ich erst drei. Jetzt bin ich fast sechs und viel größer!«, sagt Sky selbstsicher und stolziert zu dem Hammer.
»Ah, wenigstens eine mutige Frau hier im Raum«, sagt Thor anerkennend zu Sky.
Rhodey beugt sich zu Tony. »Sie ist genau so gelaufen wie du gerade eben. Sie ist basically du, nur kleiner und weiblich.«
Tony grinst.
»Das stimmt absolut«, lacht Steve.
Sky springt auf den Tisch und schaut Thor fragend an.
»Kann ich dann wirklich fliegen, wenn ich es doch schaffe?«
»Klar«, sagt er.
Sie greift in die Schlaufe des Hammers, wie Tony eben, und zieht – ohne Erfolg. Mjölnir rührt sich kein Stück.
Sky zieht eine enttäuschte Schnute, als sie vom Tisch hinunterspringt.
»Ich will aber unbedingt fliegen!«
»Das kannst du doch mit deinem Iron-Girl-Anzug«, wendet Tony ein.
»Aber nicht so richtig, nicht so hoch«, sagt Sky.
»Vielleicht, wenn du älter bist bauen wir dir einen richtigen Anzug«, schlägt Tony vor.
Skys Augen leuchten auf.
Dann wechselt Tony wieder das Thema.
»Der Griff ist graviert. Richtig? Wie ein Sicherheitscode. 'Wer immer Thors Fingerabdrücke hat' ist wahrscheinlich die wörtliche Übersetzung.«
Thor steht auf.
»Ja, das ist eine überaus interessante Theorie. Meine ist einfacher.«
Er nimmt Mjölnir mit einer Leichtigkeit in die Hand und wirft ihn kurz in die Luft.
»Ihr seid nicht würdig.«
Da lachen alle und verziehen ungläubig ihr Gesicht.
Plötzlich ertönt ein hohes Piepen, das in den Ohren schmerzt.
Eine verzerrte Stimme ertönt.
»Wüüüürrrdiiig ...«
Alle drehen sich verwirrt zu der Gestalt um.
Sie hat eine Schleimspur hinterlassen und besteht aus den Bruchstücken von den Iron Legion. Überall hängen Fäden an ihr.
Tony runzelt die Stirn, da spricht die Gestalt weiter: »Nein ... Wie könntet ihr würdig sein?«
Nach der kurzen 'Unterhaltung', als das Chaos ausbricht, zögert Tony nicht und ruft sofort den Iron-Girl-Anzug zu Sky. Bevor sie weiß, was ihr geschieht, erkennt er die Armbänder, die Tony ihr geschenkt hat und legt sich um sie. Ihr Vater hat ihr genau erklärt, warum es wichtig ist, dass sie diese Armbänder nicht ablegt und was in so einer Situation zu tun ist: Schutz suchen und nicht rühren. Doch ohne Jarvis' Steuerung ist alles um sie dunkel und schweben kann sie auch nicht. Durch die durchsichtigen Schlitze im Helm erkennt sie aber ein wenig, und so kann sie – wenn auch mit schweren Schritten – hinter der Bar in Deckung gehen. Dort harrt sie aus, und als von einem Schuss gegen das Regal mehrere Flaschen auf sie fallen, passiert ihr nichts, sie zersplittern an ihren Anzug.
Als sich alles gelegt hat, kriecht Sky aus ihrem Versteck. »Daddy?«
Ihre Stimme klingt dumpf aus dem Anzug, doch Tony hört sie sofort.
»Hey, ist dir was passiert, Skyle?«
»Alles gut«, verneint sie.
Tony klappt manuell ihren Helm hoch, schaut auf ihr unverletztes Gesicht und atmet erleichtert aus.
»Ein paar Glasflaschen sind auf mich draufgefallen, deswegen bin ich ein bisschen nass, aber sonst geht es mir super«, sagt sie unschuldig und grinst.
Tony streicht ihr über den Arm. Er weiß, dass gleich ganz eine Diskussion folgen würde, und er will nicht, dass Sky da mit einbezogen wird.
»Geh nach unten, Sky, deine Mom weiß ja, wie du den Anzug ausbekommst.«
So macht er Sky unverständlich klar, dass das Gespräch, was jetzt folgt, nicht für ihre Ohren bestimmt ist.
—Safe House—
»Die Nachrichtensender lieben euch, Leute!«
Im Jet sind nach der Mission die angeschlagenen Avengers versammelt und auf dem Rückweg.
»Sonst aber niemand.«
Maria Hill ist in Kontakt mit ihnen und erstattet Bericht.
»Es gibt noch keinen offiziellen Haftbefehl für Banner, aber es liegt was in der Luft.«
»Die Stark-Katastrophenhilfe?«, fragt Tony.
»Ist bereits vor Ort. Wie geht's dem Team?«
»Alle sind ...«, Tony sucht nach Worten, »heute haben wir eingesteckt. Wir kommen drüber weg.«
»Taucht erst mal eine Weile unter und haltet euch von hier fern«, schlägt sie vor.
Tony beugt sich zu dem kleinen Bildschirm, auf dem Hill zu sehen ist.
»Also ... abhauen und verstecken?«
»Solange wir Ultron nicht gefunden haben, kann ich nicht viel mehr anbieten.«
Tony seufzt.
»Wir auch nicht.«
Dann trennt er die Verbindung zu Maria und läuft nach vorne zu Clint, der im Cockpit sitzt.
»Hey, soll ich dich ablösen?«
»Nein, musst du nicht. Wenn du 'ne Runde pennen willst, dann jetzt, wir brauchen noch ein paar Stunden«, erwidert Clint.
»Ein paar Stunden bis ... wohin?«, fragt Tony.
»Zu einem Safe House.«
»Liegt vielleicht das HQ auf dem Weg?«, interessiert sich Tony.
Clint zuckt mit den Schultern.
»Ja, schon, so ungefähr. Warum, willst du deine Family abholen?«
Tony nickt langsam.
»Wenn Ultron alles über uns weiß, dann weiß er auch, dass ich Frau und Tochter habe und das könnte ein Angriffspunkt sein«, erklärt er.
»Klar, verstehe ich. Auch wenn Hill gesagt hat, wir sollen uns von dort fernhalten ...«
Er sieht Tonys bittenden Blick und gibt nach.
»Okay, abgemacht. Du kannst dich trotzdem schlafen legen, ich hole Pepper und Sky und fliege weiter.«
»Danke, Kumpel«, sagt Tony und klopft ihm auf dankbar auf die Schulter.
»Gern.«
Ich wollte Sky sowieso mal Lila vorstellen, denkt er.
Und wenn meine Familie in Sicherheit ist, dann verdient es seine auch.
Sie landen mitten im Grünen in Iowa. Clints Farm liegt direkt vor ihnen.
Clint hat Sky verraten wo es hingeht, nachdem sie ein paar Stunden geschlafen hatte und vor den anderen aufgewacht war.
Deswegen kann sie ihre Vorfreude kaum zurückhalten, sie springt vor dem erschöpften Team her, als sie durch ein Feld auf das Bauernhaus zu laufen.
Auf der Treppe zur Veranda fragt Thor: »Wo sind wir hier?«
Sky will die Überraschung nicht verraten und bleibt stumm.
Aber Tony antwortet: »In 'nem Safe House.«
»Hoffen wir's«, erwidert Clint und Sky vor ihm öffnet die Tür.
Drinnen ruft Clint: »Schatz? Ich bin zuhause!«
Eine Frau kommt um die Ecke, mit kugelrundem Bauch und Bastelkram in einer Hand.
»Hi. Wir haben Besuch. Tschuldige, ich konnte nicht anrufen«, sagt Clint, und nimmt seine Frau in seine Arme. Sie lächelt ihn an und küsst ihn.
»Muss auch 'ne Art Agentin sein«, kommentiert Tony und Pepper verdreht die Augen.
»Das ist Laura«, stellt Clint die Frau vor.
Laura lächelt.
»Ich ... kenne alle eure Namen.«
Ihr Blick fällt auf Sky.
»Sogar deinen«, sagt sie.
Sky lächelt schüchtern.
Tony hebt kurz die Hand zu Begrüßung, der Rest bleibt stumm.
Bis auf Pepper. Diese geht auf Laura zu, lächelt warm und schüttelt ihr die Hand.
Dann hören sie ein Poltern von der Treppe und Clint flüstert: »Oh, ein Großangriff.«
»Daddy!«
Und schon stürmen ein kleines Mädchen und ein größerer Junge ins Zimmer und in die Arme ihres Vaters.
»Hi Süße! Hey Großer!«, begrüßt er die beiden.
»Wie geht's euch?«
Steve runzelt überrascht die Stirn, das hat er nun wirklich nicht erwartet.
»Das sind dann ... kleinere Agenten«, kommentiert Tony wieder.
Pepper stößt Tony vorwurfsvoll mit dem Ellenboden in die Seite.
»Was?«, fragt er und hebt die Arme.
Sie schüttelt grinsend den Kopf.
»Hast du Tante Natasha mitgebracht?«, fragt das Mädchen.
»Knuddel sie doch einfach, dann weißt du's!«, sagt diese und nimmt sie auf den Arm.
»Entschuldigen Sie den Überfall«, sagt Steve ernst.
»Wir hätten angerufen, aber wir waren damit beschäftigt, nicht zu wissen, dass Sie existieren«, entschuldigt sich Tony.
»Ich wusste es!«, ruft Sky plötzlich.
Bisher ist sie still geblieben, als sie die Kinder von Clint entdeckt hat.
Tony runzelt die Stirn und streckt zuerst sprachlos die Hand aus.
»Wieso weiß meine Tochter davon?«, fragt er Clint ernst.
»Nun ja, ich habe ihr bei der Einweihungsparty des Avengers-Tower ein Geheimnis erzählt und dass ich sie mal meiner Tochter vorstellen würde«, sagt Clint.
»Und du hast nichts verraten? Gar nichts?«
Tony zieht seine Augenbrauen nach oben
Sky nickt stolz.
Auch Pepper ist überrascht.
»Ja, das hat sie gut gemacht. Jedenfalls ... können wir hier eine Weile abtauchen.«
»Wollen wir was malen?«, fragt Lila aufgeregt und zieht Sky mit sich in ihr Zimmer, ohne eine Antwort abzuwarten. Clint hat sie sich einander vorgestellt, musste dann aber mit den restlichen Avengers etwas besprechen. Cooper hatte keine Lust etwas mit den beiden Mädchen zu machen.
Die beiden sitzen an einem kleinen Tisch und kritzeln eifrig auf weißen Blättern.
»Was ist deine Lieblingsfarbe?«, fragt Lila neugierig.
»Blau«, sagt Sky.
Na ja, das ist offensichtlich. Bei ihrem Bild benutzt sie hauptsächlich blaue Farben.
»Welches Blau von deinem Bild magst du am liebsten?«, bohrt Lila nach.
»Alle! Dunkelblau und Himmelblau und Türkis und normales Blau ...«
Lila nickt.
»Und du?«, fragt Sky interessiert.
»Violett«, sagt sie.
»In deutsch heißt Violett Lila, so wie mein Name geschrieben wird. Deswegen.«
»Ah. Ich mag blau am liebsten, weil der Himmel blau ist. Und Sky, wie mein Name, ist der Himmel.«
Sie lachen zusammen und schon haben sie eine Gemeinsamkeit gefunden.
Sky zupft an Clints Ärmel.
»Clint, können wir Bogenschießen? Bitte, biitte!«
Clint blinzelt überrascht.
»Äh, klar ... wenn deine Eltern nichts dagegen haben.«
Sky rennt zu Pepper und kommt kurz darauf erfreut zurück.
»Mommy hat ja gesagt, aber du musst auf mich aufpassen.«
Clint schmunzelt. »Deal.«
Er ruft nach seiner Tochter. »Lila, willst du auch mit?«
Also gehen sie zusammen nach draußen.
Clint holt die Zielscheibe und einen kleinen Holzbogen, extra für Kinder, mit Pfeilen aus der Scheune und sie gehen auf die Wiese zu einem Baum, wo Clint die Scheibe aufhängt.
»Lila, zeig Sky mal, wie es funktioniert«, fordert er sie auf.
Lila nickt.
Sky beobachtet Lila ganz genau, als sie sich einen Pfeil nimmt, ihn in die Kerbe des Bogens legt, die Sehne spannt und dann loslässt. Der Pfeil landet oberhalb der Scheibe im Baum.
Clint und Lila haben schon ein paar Mal zusammen geschossen, aber in letzter Zeit war Clint so oft weg, deswegen hat sie noch nicht so viel Übung.
»Sehr gut, du hast immerhin den Baum getroffen!«, lobt Clint seine Tochter, die ihn anstrahlt.
»Jetzt bist du dran, Sky.«
Er schiebt sie zu der richtigen Position vor dem Ziel. Er möchte ihr erstmal die Grundlagen zeigen und es noch nicht so kompliziert machen.
Er schiebt ihre Hand an die richtige Stelle am Bogen, legt den Pfeil an und zeigt ihr, wie sie dem Bogen spannt.
Sie lässt die Sehne los und der Pfeil macht einen Bogen ins Gras.
Auch bei den nächsten Malen bleiben die Pfeile in nichts anderem als Erde stecken.
»Och Menno!«
»Hey, sei nicht so streng mit dir, Squirt. Du machst das gerade zum ersten Mal. Und der Baum hat Glück, dass er von dir noch verschont wurde.«
Sky zieht die Augenbrauen zusammen und konzentriert sich.
Sie zieht sie Sehne diesmal stärker zurück und als sie loslässt und der Pfeil unterhalb des Zieles am Fuß dem Baumes stecken bleibt, reißt sie ihre Arme nach oben.
»Yay! Ich hab den Baum getroffen!«
Sie üben noch ein wenig weiter, Sky trifft noch ein paar Mal den Baum und einmal sogar den Rand der Zielscheibe.
Zwischendurch erwähnt Sky, dass sie unbedingt auch einen Bogen und Pfeile haben möchte, um auch zu Hause üben kann.
»So, genug für heute«, sagt Clint, als er die roten Finger von Sky bemerkt.
»Aber wiiieso?«, quengelt Sky.
»Na, schau mal deine Hände an. Tut das nicht weh?«
»Doch«, sagt sie kleinlaut.
»Siehst du? Ich hab leider keine Handschuhe zum Schießen für dich. Deswegen müssen wir jetzt aufhören.«
»Na gut«, gibt sie nach.
»Aber ich muss Mom und Dad überreden, dass ich einen eigenen bekomme, damit ich zuhause weiter üben kann!«
Als die Avengers aufbrechen müssen, sagt Laura, dass es okay ist, wenn Pepper und Sky während der Mission hier bleiben. Pepper kann sich gar nicht genug bedanken und Sky hüpft vor Freude, dass sie noch mehr Zeit mit ihrer neuen Freundin verbringen kann.
Tony geht zu Sky hinüber und hebt sie hoch auf seine Arme.
Er streicht ihr mit der freien Hand die Haare aus dem Gesicht.
»Stell nichts an und pass auf deine Mom auf, okay, Skylee?«
Sky nickt und Tony küsst ihr zum Abschied auf die Wange.
Er verabschiedet sich noch von Pepper mit einem Kuss und dann gehen die Avengers zum Quinjet.
Laura und Pepper sehen dem Quinjet nach und geht dann zurück ins Haus.
»Was machen wir zum Abendessen?«, fragt Pepper.
Sie besteht darauf, Laura zu helfen, wo sie kann.
Beim Abendessen, es gibt schlicht und einfach Nudeln mit Tomatensoße, fragt Laura neugierig, ob Lila und Sky Spaß hatten.
Sie erzählen begeistert von allen Einzelheiten beim Malen und Bogenschießen, bis Sky plötzlich fragt: »Bekommt ihr einen Jungen oder ein Mädchen?«
Laura antwortet: »Einen Jungen, er heißt Nathaniel.«
»Mommy, ich möchte auch einen Bruder oder eine Schwester!«
Pepper ist ziemlich überrascht.
»Ich weiß nicht, Sunshine. Vielleicht später mal.«
Nachdem Clint von der gelungenen Mission wieder zuhause angekommen ist, bringt er Pepper und Sky mit einem Jet wieder zurück und verspricht Laura, sie nur am Tower abzusetzen und sofort wiederzukommen.
—New Avengers Facility, mehrere Monate später—
Das New Avengers Facility ist fertig und es herrscht reger Betrieb.
Tony ist mit Sky hier und ist mit ihr gerade auf dem Weg, um sich von den Avengers zu verabschieden.
Eigentlich war Tony dagegen, dass sie mitkommt, aber Sky hat so lange gebettelt, außerdem will sie unbedingt wissen, wie Jarvis aussieht, sie hat ihn schon vermisst. Aber gegen Friday hat sie auch nichts.
Sky findet den Audi R8 spannend, sie liebt es, so schnell zu fahren. Auf Skys Bitte hin öffnet er auch zu gerne das Dach.
(Er hatte es vorher aus Rücksicht auf sie zugelassen, seine Sorge, dass sie es nicht mag, ist unbegründet.)
»Ich will auch so ein Auto, wenn ich groß bin!«, ruft sie gegen den Fahrwind ihrem Vater zu.
Er grinst sie stolz an.
Als sie angekommen sind und in die Tiefgarage fahren, kann Sky es kaum erwarten, endlich auszusteigen und ihre Freunde wiederzusehen – und neue kennenzulernen.
Sky war traurig gewesen, sich nicht von Bruce verabschieden zu können, aber das konnte keiner von ihnen.
Und so sitzen bis auf Bruce schon alle zusammen in einem Aufenthaltsraum und warten auf die beiden.
Steve, Natasha, Thor, Wanda, Vision, Rhodey, Sam und sogar Clint ist kurz da, er will aber später gleich wieder gehen. Sie wissen alle nicht davon, dass Sky kommt, Steve hatte von Tony nur erfahren, dass er alle zusammentrommeln soll, bevor er kommt.
Tony öffnet für Sky die Tür zum Raum und sofort richten sich alle Blicke auf die beiden.
»Hi, Leute!«, sagt sie und strahlt ihre Freunde an. Sie begrüßt Tasha, Steve, Clint, Thor und Rhodey herzlich. Danach wendet sie sich den Unbekannten zu. Ihr Blick fällt auf Vision. »Bist du Jarvis?«, fragt sie neugierig. »Denkst du denn, ich bin Jarvis, Miss Sky?«, fragt er zurück. Kaum hat sie seine Stimme registriert, leuchten ihre Augen auf und sie umarmt ihn vorsichtig. Vision ist ziemlich überfordert, aber er legt seine Arme zögernd um sie. »Du bist Jarvis!«, ruft sie nachdem sie sich von ihm gelöst hatte. »Du hast dieselbe Stimme wie er und du hast mich 'Miss Sky' genannt«, erklärt sie. »Erinnerst du dich an mich?«
Vision macht ein nachdenkliches Gesicht. »Ich denke schon. Zumindest wusste ich wer du bist, bevor alle deinen Namen sagten.«
»Beweis es«, fordert Sky ihn auf.
Vision kramt in seinem Gedächtnis herum. »Ich, also, Jarvis ... hat dir immer beim Versteckspielen geholfen. Du wolltest deine Freunde oder deine Eltern austricksen und dann hat er an verschiedenen Orten dein Lachen ertönen lassen, das er vorher aufgenommen hatte«, sagt Vision.
Natasha wirft Sky einen frechen Blick zu, der sagt: Ich habe dir gesagt, ich finde es heraus.
»Das wusste wirklich keiner außer Jarvis«, sagt Sky grinsend. Ihr macht es nichts aus, dass die anderen es jetzt wissen.
Vision versteht, dass er gerade ein Geheimnis ausgeplaudert hat und sieht Sky entschuldigend an. »Oh, Entschuldigung, Miss Sky, ich wollte kein Geheimnis verraten.«
Sky schüttelt den Kopf. »Alles gut. Kann ich dich Jarvis nennen?«
Visions Gesichtsausdruck ist unergründlich. Er scheint zu überlegen und sagt schließlich: »Ich glaube, ich möchte Vision genannt werden. Weißt du, ich bin nicht nur Jarvis oder eine andere KI. Ich bin ... einfach ich.«
Dasselbe hatte er schon zu den Avengers gesagt, aber da war sie ja nicht dabei gewesen. Sky nickt verständnisvoll. »Ok«, ist alles, was sie sagt, bevor sie hinüber zu Sam schielt. Sie unterhalten sich kurz und Sky ist von seinen Flügeln begeistert – aber auch sichtlich neidisch.
Als letztes geht sie zu Wanda. Irgendwie scheint Sky zu spüren, dass etwas passiert ist. Sie sieht sich um und merkt, dass ihr Bruder nicht da ist.
»Dad hat mir gesagt, es gibt noch jemanden, der so richtig schnell laufen kann, ist der nicht da?«
Tony hatte ihr vor der letzten Mission in Sokovia erzählt, als die Beiden noch nicht mit im Team waren, weil sie sich dafür interessierte, welche Superkräfte diese Zwillinge haben.
Tony hatte allerdings vergessen, ihr zu sagen, was aus ihm geworden ist.
Im Raum tut sich eine betretene Stille auf. Wanda schießen Tränen in die Augen, wegen dem Schmerz, aber auch, weil sie es nicht aussprechen kann. Sie kann einfach nicht, und so bleibt sie stumm.
Vision springt für sie ein. »Miss Sky, Wandas Bruder Pietro ist während der Mission durch einen Unfall leider verstorben.«
Skys Blick wird mitfühlend und traurig. »Oh nein! Das tut mir so leid!«
Sie umarmt sie fest. Wanda ist überrascht von Sky, dass sie so offen ist.
Sky löst sich von ihr.
»Weißt du, ich hätte auch gerne einen Bruder oder eine Schwester. Und du hast keinen Bruder mehr. Wir können doch Schwestern sein!«, schlägt Sky freudig vor. Sie weiß, dass das ihren Bruder nicht zurückholen wird, aber vielleicht macht es das für Wanda leichter.
Wanda fängt nun endgültig an zu weinen.
»Ist das keine gute Idee? Oh ...«
Sky lässt den Kopf hängen. Sie hatte gehofft, Wanda aufmuntern zu können. Aber plötzlich schließen sich Wandas Arme ein zweites Mal um sie und Wanda flüstert: »Nein, das ist eine wundervolle Idee, Sky.«
Später geht Sky zu ihrem Vater und fragt ihn etwas. Aus der Innentasche seinen Jacketts holt er ein Bündel bunter Umschläge. Sky nimmt sie an sich und alle Blicke richten sich wieder auf sie, dabei hat sie noch nichts gesagt.
»Ich bin ja jetzt schon sechs«, fängt sie an.
Die Umschläge hat sie hinter dem Rücken versteckt.
»Und ich komme dieses Jahr in die Schule. Also, eigentlich wollte ich in eine normale Schule gehen, aber Mom und Dad finden das zu gefährlich, deswegen habe ich eine Privatlehrerin, Ms. Simon. Und weil ich ja nicht in die Schule gehe, mache ich eine kleine Einschulungsparty. Und deswegen möchte ich euch alle einladen!«
Sie geht rum und verteilt an alle jeweils einen Umschlag. Den für Pietro versteckt sie wieder, damit Wanda ihn nicht sieht und wieder traurig wird.
Die meisten öffnen sie sofort und Natasha fragt überrascht: »Hast du das geschrieben?«
Die Schrift ist ein wenig krakelig, aber mit richtiger Rechtschreibung und Groß- und Kleinschreibung. Sky nickt stolz.
Tony zuckt mit den Schultern und erklärt, nicht ohne Stolz in seiner Stimme: »Sie wollte nicht, dass ich es schreibe und ausdrucken lasse. Friday hat ihr in zwei Stunden das Alphabet erklärt und am Ende hat Sky mir die fertigen Einladungen in die Hand gedrückt. Ich frage mich echt, warum sie überhaupt in die Schule will.«
Sky hört im Wagen ein Piepen – das Signal, dass der Wagen automatisch losfährt – und er setzt sich in Bewegung, zu Tony.
Auf dem Weg dorthin sieht sie, wie sich Steve und ihr Vater draußen noch kurz unterhalten, bevor der Wagen anhält und die Fensterscheiben hinunterfahren.
Tony schaut nachdenklich in die Luft.
»Vielleicht sollte ich mir eine Scheibe von Barton abschneiden. Uns eine Farm bauen und hoffen, dass sie keiner in die Luft jagt.«
Sky ruft erfreut aus dem Auto: »Jaaa!«
Tony schaut zu seiner Tochter und lächelt sie an.
»Das einfache Leben«, sagt Steve.
»Wirst du auch mal haben«, spricht Tony ihm gut zu.
»Ich weiß nicht. Familie, Stabilität. Der Kerl, der das alles wollte, liegt seit 75 Jahren auf Eis. Raus gekommen ist ein anderer.«
Tony nickt ihm nur zu, öffnet die Tür und fragt noch: »Kommst du klar?«
Steve sieht sich um, nickt und sagt: »Ich bin zuhause.«
Tony lächelt ihm zu und steigt ein.
»Tschüss, Steve!«, ruft Sky noch, Steve hebt die Hand und lächelt ihr zu.
Dann brausen sie davon.
—Einschulungsparty—
Es ist keine große Party. Die Avengers bringen jeder ein kleines Geschenk mit und es gibt ein kleines Büfett und ein paar Spiele wie einen Hindernislauf und ein Quiz im Avengers-Stil. Am Schönsten ist einfach, dass sich alle zusammen mal wieder sehen.
Auch Clints Familie ist da, Sky freut sich, wieder etwas mit Lila machen zu können.
Am Ende darf Sky die Geschenke auspacken.
Von Tony bekommt sie eine Smartwatch, mit dem sie mithilfe von Friday Holoscreens und Hologramme erstellen kann. Aber man kann damit natürlich auch ganz normale Dinge machen, wie die die Uhrzeit sehen und so.
Pepper schenkt ihr ein richtig schönes Mäppchen, passend zu ihrem Rucksack, den sie schon ausgesucht haben. Zwar muss sie nicht in eine Schule, aber Tony hatte so etwas wie ein kleines Klassenzimmer im Tower eingerichtet, da muss sie ihre Schulsachen ja auch irgendwie hinbringen.
Von Natasha bekommt sie einen Kugelschreiber, der aber nicht zum Schreiben ist. Wenn man hinten auf den Knopf drückt, kann man jemanden einen kleinen Elektroschock verpassen.
(Das hat Tasha aber nicht vor Pepper erklärt.)
Sky freut sich und überlegt schon, wen sie zuerst elektrisieren soll.
Von den Bartons bekommt sie einen Bogen mit Pfeilen geschenkt, dazu den passenden Handschuh ,der auch mit einem Sehnenschutz verbunden ist.
Von Thor bekommt sie einen Mini-Mjölnir geschenkt, der blau leuchten kann. »Jetzt kannst du ihn doch heben«, sagt Thor mir einem Grinsen.
Wanda schenkt ihr ein wunderschönes Armband, welches sie selbst am Handgelenk trägt. Darauf steht SIS . Sky freut sich riesig.
Von Steve bekommt sie eine kleines Ledernes Notizbuch mit einem weißen Stern wie auf seinem Schild. »Jede Heldin bracht Platz für ihre Gedanken«, erklärt er.
Von Vision bekommt sie ein kleinen Diamant, eher ein Prisma, der, je nachdem aus welcher Richtung das Licht kommt, in unterschiedlichen Farben schimmert.
Sam schenkt ihr ein kleines, ferngesteuertes Flugzeug. Er sagt, wenn sie größer ist, kann er ihr richtiges Fliegen beibringen, wenn sie solche Flügel wie er auch anziehen darf.
Am Ende machen noch alle Einschulungsfotos zusammen, in unterschiedlichen Konstellationen.
Das Team übernachtet im Tower und zum Beispiel Clint geht morgen wieder mit seiner Familie nach Iowa. Die anderem sind noch unschlüssig.
—Ein Spinnenbiss mit schweren Folgen—
»New York, Queens. Heute wurde ein Junge ins Krankenhaus eingeliefert, er liegt im Koma. Ursache ist wohl ein Spinnenbiss einer radioaktiven Spinne. ...«
Stirnrunzelnd wirft Tony einen Blick auf den Fernseher.
Ein Bild von einem lächelnden Jungen mit braunen Haaren und braunen Augen ist abgebildet.
Oben steht die Schlagzeile:
Peter Parker in Koma wegen Spinnenbiss
»Krass. Wegen einer Spinne. Hätte nicht gedacht, dass so gefährliche Spinnen in New York City leben.«
»Stell dir vor, er hätte Superkräfte bekommen! Dann könnte er an Wänden krabbeln und Netze wie eine Spinne schießen!«, sagt Sky scherzhaft.
»Das ist unrealistisch, Skyle. Ich glaube, deine Fantasie geht ein bisschen mit dir durch. Von einer radioaktiven Spinne bekommt keiner Superkräfte.«
———
Nur zu Info, falls ihr euch fragt, warum es keine Party wie in Deutschland ist: In den USA hat man eigentlich keine Einschulungspartys. Ich habe eine kleine gemacht. Weil sie ja gar nich in die Schule geht, sondern eine Privatlehrerin bekommt.
Das ist Sky mit ihrem Iron-Girl-Anzug:
https://1drv.ms/i/c/c0a114388c74db00/IQAT8qt46MSpQZK-BYgrz4WvAWq1dy_S3jhVnuvTPJxzd6o