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Partytime (nach Chapter 22 von NaD)

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Partytime (nach Chapter 22 von NaD)

Hinweis: Das folgende Chapter kann jederzeit nach Kapitel 22 von Night and Day gelesen werden.

12. Partytime

- Anfang Juni 2022 -

Erleichtert stürmten sie alle aus dem Konferenzraum, in denen man ihnen heute die Termine für die Dreharbeiten für die nächsten drei Run BTS Episoden genannt hatte. Wie meistens gab es nur einen groben Zeitplan - und nichts weiter sonst. Man liebte es, sie ins kalte Wasser zu schmeißen. Weil das die Fans liebten. Meistens liebten sie es auch. Meistens, aber nicht immer …

Was sie definitiv nicht mochten, waren Meetings wie dieses. Sie rissen sie aus ihrem Trott, worin auch immer er gerade bestand. Und nicht selten fanden sie zu den unmöglichsten Zeiten statt, weil sie alle ihre Schedules unter einen Hut bekommen mussten. Das war nicht immer einfach. Heute hatten sie sich demnach um 23.45 Uhr getroffen und verließen das Gebäude gegen 1.03 Uhr wieder.

Damit war der Tag oder auch die Nacht aber noch nicht für jeden von ihnen beendet. Für Namjoon ging es direkt ins nächste Meeting, Hoseok ging zum Proben zurück in die Proberäume und Yoongi entschied sich wie so oft dazu, die Nacht in seinem Studio zum Tag zu machen. Also verließen sie heute als Quartett das Gebäude: Jungkook, Taehyung, Jimin und Seokjin.

“Gehen wir noch irgendwo was essen?”, fragte Taehyung in ihre sichtlich ausgelaugte Runde, während sie gemeinsam die Lobby durchquerten.

Wie so oft war es um diese Zeit, gespenstig still. In erster Linie aber, weil die Caféteria geschlossen hatte und sich diejenigen, die um diese Uhrzeit noch im Gebäude herum geisterten, irgendwo in den Studios oder Probenräumen befanden. Das waren nicht wenige, aber man blieb unter sich und hing nicht in der Lobby ab. Vor allem nicht um diese Uhrzeit.

Seokjin blieb stehen, sodass er zurückfiel, und gähnte herzhaft. “Ich glaube, ich bleibe heute hier. Ich nehme mir eins der Zimmer auf der Zehnten. Ich schlafe gleich im Stehen ein.”

“Du willst hier bleiben? Es ist nicht einmal eine halbe Stunde bis zu dir nach Hause?”, fragte Taehyung das, was sie alle dachten. Jedenfalls vermutet Jungkook das.

“Das sind mindestens 29 Minuten zu viel. Gute Nacht”, sagte ihr Ältester und entfernte sich winkend von ihnen.

Jimin setzte sich allerdings zu ihrer Überraschung ebenfalls in Bewegung. “Ich bleibe auch hier, wird sicher lustig”, tönte er …

… und das rief Taehyung auf den Plan. “Eine Übernachtungsparty?”, fragte er nach wie vor hellwach und augenscheinlich hellauf begeistert und setzte sich ebenfalls in Bewegung.

Was Jin abrupt dazu brachte, stehenzubleiben und sie anzufunkeln: “Nix da, ihr macht, dass ihr nach Hause kommt. Ich will schlafen und mich nicht mit euch Nervensägen herumschlagen!”

“Wir auch”, sagte Jimin abwehrend.

“Wir machen eine Pyjamaparty. Ohne Pyjamas”, ließ Taehyung sie wissen und fügte dann leise hinzu, “okay, das klang jetzt etwas falsch, aber ihr wisst was ich meine.”

Seokjin rieb sich genervt durch das sichtlich übermüdete Gesicht und murmelte ein halbherziges “ich hasse euch”, was natürlich nicht ernst gemeint war, während Jimin und Taehyung den Jüngsten in der Runde fragend ansahen.

Alles in ihm sträubte sich. Von allen Orten dieser Welt wollte er heute am wenigsten hier schlafen. Ohne Pyjama, ohne seine Nackenrolle und … ohne Zahnbürste. Er hatte nicht mal eine Zahnbürste mit, da er sie heute Morgen zuhause vergessen hatte. Also ließ er sie das wissen.

“Das haben die oben, in den geteilten Waschräumen. So Wegwerfdinger, aber sie erledigen ihren Job”, ließ ihn Jimin wissen.

Erwischt, er hatte noch nie hier geschlafen. Also fragte er wahrscheinlich etwas zu fassungslos: “Waschräume? Da oben gibt's geteilte Waschräume?”

Jimin und auch Seokjin lachten nahezu gleichzeitig auf. Es war jedoch Jimin, der sprach: “Okay, Mister Superstar, setzt dich in Bewegung. Wir feiern heute eine Pyjamaparty. Ohne Pyjamas.”

Okay … er kapitulierte. Hier zu schlafen, reizte ihn nicht, Zeit mit ihnen zu verbringen, jedoch schon. Beides erinnerte ihn an die guten alten Zeiten - nur eben auf gänzlich entgegengesetzte Art und Weise. Also folgte er den anderen langsam zum Aufzug zurück.

“Die haben da auch Wegwerfrasierer, Haarspray, Duschgel und Haarshampoo”, fuhr Jimin fort, als sie auf den Aufzug warteten. Dann schien er zu überlegen und schloss mit einem, “die haben da sogar Deo.”

Nicht, dass einer von ihnen es wirklich benötigte. Dank ihrer Gene entwickelten die meisten Koreaner keinen penetranten Schweißgeruch, wie der Rest der Weltbevölkerung es tat. Er hatte mal gelesen, nur rund 0,006 Prozent der Koreaner stank nach dem Schwitzen merklich nach Schweiß. Was nicht hieß, dass sie nicht schwitzten. Man roch es nur nicht. Meistens jedenfalls nicht. Nach einer 13 Stunden langen Probe konnte es im Van schon unangenehm werden, wenn sie sich diesen mit mehr als drei Personen teilen mussten. Oder in der U-Bahn…

Gott, die U-Bahn. Die schienen teilweise nur diese 0,006 Prozent der koreanischen Bevölkerung zu nutzen.

Wie auch immer, diese Information hatte auf ihn wenig Reiz. Zumal er zuhause ebenfalls einige Deodorants und Antitranspirante besaß, die er so gut wie nie nutzte. Meistens nur im Hochsommer oder wenn er wusste, heute würde er wahrscheinlich stark schwitzen - oder ihm würde jemand sehr nahe kommen. Ansonsten reichte ihm Seife, Duschgel und gegebenenfalls Aftershave oder Parfum.

Aber … er hatte sich eh bereits entschieden. Immerhin stand er bereits mit ihnen bei den Aufzügen und starrte wie Jin resigniert ins Leere.

“Was sind das für Zimmer?”, fragte er schließlich, “müssen wir uns eins teilen, oder wie muss ich mir das vorstellen?”

“Gott sei dank nicht”, seufzte Jin erleichtert, “ich würde mir die Kugel geben, wenn ich mir wie damals zu Traineezeiten ausgerechnet mit euch ein Zimmer teilen müsste.”

Jimin lachte und fügte hinzu: “Nein, das sind mehrere kleine Zimmer. Durchschnittlich aber durchaus komfortabel eingerichtet.” Die Aufzugtüren öffneten sich vor ihnen und sie stiegen  gemeinsam ein. Jin drückte den Kopf zur Zehnten und Jimin sprach weiter, während sich der Aufzug in Bewegung setzte: “Ein etwa 120 breites Bett, eine kleine Kommode und das war es auch schon. Snacks und Getränke gibt's an einem Automaten im Flur, außerdem gibt es eine kleine Küche, in der man sich kostenlos heißes Wasser, Kaffee und Cappuchino an einem Vollautomaten holen kann.”

“Da gibt es keine Fernseher auf den Zimmern?”, fragte er leise.

Und wieder lachten Jimin und Jin leise. Dieses Mal war es Jin, der sprach: “Meine Güte, haben diese letzten Jahre dich wirklich so verwöhnt?”

“Das war doch nur eine ganz normale Frage”, zischte er.

“Die Trainees und der Staff nutzen diese Räume auch, demnach sind es eine Menge, also nein. Da ist nur das Nötigste”, erklärte Jimin.

Die Türen öffneten sich und sie alle traten gemeinsam aus dem Aufzug. Stolzierten über den Flur an den zahlreichen Türen vorbei, die alle mit diesen Schlössern mit Farbsystem ausgestattet waren. Grün bedeutete wahrscheinlich, der Raum war frei, rot bedeutete, er war besetzt. Und tatsächlich waren hier erstaunliche viele Türschlösser mit einem roten-

“Hier gibts bekanntlich WLAN, du kannst dir deine Pornos mit den blonden Schönheiten also heute nacht auf dem Handy reinziehen, während du dir einen von der Palme wedelst”, tönte Jin, ausgerechnet genau als sie am Türbogen vorbeischritten, der in die Küche führte. In der Küche, in der gerade drei weibliche Trainees standen und sie, jede eine dampfende Teetasse in der Hand, mit gigantisch großen Augen ansahen.

“Fuck, Hyung”, fluchte er und spürte, wie ihm eine ganze Wagenladung Blut in den Kopf schoss und er erbärmlich panisch ein paar Schritte vor sprang - damit sie ihn nicht mehr sehen konnten, “danke für das nächste schräge Gerücht über mich!”

Seokjin sah ihn ungläubig an. “Als ob denen das einer glauben würde. Und hättest du jetzt etwas cooler reagiert, wüssten sie nicht, von wem von euch drei Horny Hornissen ich eigentlich gesprochen habe”, sagte er trocken und schüttelte sichtlich ungläubig den Kopf.

“Horny Hornissen?”, entwischte es Jimin amüsiert.

“Ja. Keiner weiß, wie genau sie fliegen - und doch tun sie es. Wobei das Fliegen bei euch fürs Überleben steht. Und dann natürlich das Wichtigste: Den Stachel ständig ausgefahren”, ließ sie ihr Hyung wissen, öffnete eine der Türen mit einer grünen Schlossmarkierung und trat in eines der Zimmer.

“Du redest wirres Zeug”, sagte Taehyung.

“Natürlich tue ich das, ich schlafe bereits”, sagte Jin, drängte sie mit ausgebreiteten Armen zurück aus dem Raum, in den sie ihm gerade gefolgt waren und verschloss die Tür vor ihnen. Wie erwartet sprang die Markierung auf rot.

Jungkook atmete tief durch und brüllte gegen die Tür: “Hummeln! Das was du meinst, sind Hummeln!”

“Mir doch egal und gute Nacht!”, brüllte Jin durch die geschlossene Tür zurück.

Taehyung zog ihn von der Tür weg und erst als er der wortlosen Aufforderung folgte, sah er dass die drei jungen Frauen, die alle maximal 20 Jahre alt waren, nun wie vom Donner gerührt auf dem Flur standen. Sie sahen sie an, als hätten sie einen Geist gesehen … und Seokjin hatte recht. Das hier würde ihnen niemand glauben. Denn wie die meisten Trainees, besaßen sie kein Smartphone, um das hier beweistechnisch festhalten zu können. Dennoch würde das hier eventuell das eine oder andere haltlose Gerücht geben.

Die Reise endete in einem weiteren der Räume. Erst in diesem lockerte Tae den Griff um seinen Oberarm und ließ von ihm ab. Jungkook sah sich kurz im Inneren um. Jimin hatte weder zuviel noch zuwenig versprochen. Hier befand sich nur ein kleines Bett, eine winzig kleine Kommode und ein Nachttisch, auf dem sich eine Lampe befand. Durchschnittlich, aber komfortabel … das passte wohl.

“Okay, ich suche mir was Eigenes und gehe ins Bett”, ließ er seine beiden Hyungs, die sich gemeinsam auf das Bett gesetzt hatten, wissen.

Und beide sahen ihn skeptisch an. “Nicht dein Ernst", flüsterte Jimin und in seiner Miene änderte sich etwas, “oder hatte Jin recht? Hast du ein Date mit einem Porno und deiner rechten Hand?”

“Nein, aber was soll ich hier? Was sollen wir hier machen? Das hier ist offensichtlich nicht zum Partymachen gedacht”, sagte er und deutete ausladend und untermalend auf das winzige Zimmerchen, in dem sie sich befanden. Das hier war lächerlich.

“Ein Date mit Blondie?”, trat Tae nach und grinste spitzbübisch.

Jungkook ließ sie Arme, die er gerade noch andeuten ausgestreckt hatte, abrupt fallen und knurrte: “Hört auf mit dem Mist. Was soll das bitte für ein Date sein? Sie ist, was weiß ich wie weit, entfernt.”

“Du, das Handy, sie und deine rechte Hand?”, triezte Jimin und auch sein Grinsen wurde breiter.

“Seokjin hat recht, ihr nervt”, sagte er und machte sich daran, das Zimmer zu verlassen. Kurz bevor er darin erfolgreich sein konnte, packte ihn Tae allerdings erneut am Oberarm und hielt ihn zurück. “Hört einfach auf, wahrscheinlich werde ich sie nach der Scheiße am Set eh nie wiedersehen”, flüsterte er kampflos und machte sich aus dem Griff des Älteren los.

Die Stimmung im Raum kippte. Das Grinsen seiner beiden Hyungs starb. Tae zog ihn etwas zurück, dieses Mal aber in eine versuchte Umarmung, aus der er sich heraus drehte, bevor sie zustande kam. “Nein”, raunte Jungkook angespannt, ging rüber zur Kommode und hievte sich auf diese. Sie ächzte unter seinem Körpergewicht, aber sie schien es aushalten zu können.

“Ich hole uns was zu trinken”, sagte Jimin, stand auf und verließ das Zimmer.

“Warum glaubst du, du wirst sie nie wiedersehen?”, fragte Taehyung behutsam, als sie beide allein zurückbleiben - nicht aber, ohne die Tür zu verschließen.

Jungkook seufzte. Zum zweiten Mal binnen einer Stunde kapitulierte er. “Ich soll diskreter sein. Keine Treffen mehr in Hotels oder Ähnlichem. Das war es wahrscheinlich - und ich weiß nicht, wie ich es ihr sagen soll. Ich denke … es wäre besser, es zu beenden. Und es selbst zu tun-”

Sein Hyung und einer seiner besten Freunde ließ sich mit sichtlich trüber Miene auf das Bett fallen. Natürlich wusste er, was in ihm vorging. Sie alle waren bereits mehr als einmal an diesem Punkt gewesen. “Du wolltest sie sehen, oder nicht? Bei unserem nächsten Trip nach New York.”

Es rüttelte und klopfte an der Tür und Jungkook ließ sich von der Kommode rutschen, um das Schloss zu entriegeln. Jimin trat, ein paar Dosen Soda im Arm, in den Raum. Sah sie beide fragend an, während der Jüngste in der Runde die Tür wieder hinter seinem Hyung verschloss, zurück zur Kommode ging und sich erneut auf diese hievte.

“Er will es beenden”, sagte Tae und Jimin reichte ihm und Jungkook jeweils eine Dose Soda.

“Warum das?”, fragte er, dieses Mal an den Jüngsten gerichtet.

Dieser zuckte mit den Schultern. “Ich weiß nicht, wo ich mich mit ihr treffen soll. So gut wie alles ist tabu. Nahm sagte, ich soll sie herholen und sie hier in einem Lovehotel oder bei mir treffen. Aber, das ist verrückt. Das ist …”

“Gibt es sowas da drüben nicht auch? Also, Stundenhotels oder wie die heißen?”, wollte Jimin wissen und ließ sich, eine Dose Soda in der Hand, aufs Bett fallen.

“Sicherlich gibt es die, aber das werden sie nicht absegnen. Weil es keines geben wird, das sie als vertrauenswürdig genug einordnen werden”, sagte Jungkook und starrte auf den Boden.

Klar, er könnte sie einfach übergehen. So blöd zu glauben, dass ihr Misstrauen grundlos war, war er aber nicht. Sie kannten da drüben keinen dieser Läden. Die Chancen, dass ein Treffen in einem solchen seine Karriere beenden würde, war also groß.

Kurz verfielen sie alle in betretenes Schweigen. Schon ein kurzer Seitenblick sagte ihm, dass sie ebenfalls zu brüten schienen. Sich den Kopf zermarterten. Schließlich war es Tae, der zögerlich sprach: "Warum gehst du nicht zu ihr? Ich meine … ein Treffen bei dir bietet sich an, weil dort viele Leute wohnen. Es ist also unklar, wohin man will.”

“Und wohin will ich? In irgendeinem Wohnhaus in den Staaten?”, fragte er so wenig schneidend, wie es ihm möglich war.

Im Grunde hatte Taehyung recht. Die Rechnung ging bei ihm im Komplex auf, weil dort viele Menschen lebten. Man wusste auf den ersten Blick nicht, zu welchem Bewohner sie wollte, solange man sie nicht mit ihm zusammen, an seiner Wohnungstür oder in seinem Apartment sah. Bei ihr ging die Rechnung aber nur zum Teil auf … da warf seine Anwesenheit so oder so die Frage auf, wohin und zu wem er wollte.

In Korea konnte man behaupten, zu einem Familienmitglied oder zu einem Freund … das konnte man zwar auch in New York, diese Ausrede war aber mehr als brüchig. Sie würde den Geiern wahrscheinlich nicht standhalten.

“Naja”, flüsterte Jimin und die beiden anderen Männer blickten ihn interessiert an, “New York ist bekannt dafür, anonym zu sein. Da kennt man seine eigenen Nachbarn oft nicht und achtet nicht darauf, wer ein und aus geht. Da laufen ja auch viele schräge Leute rum. Außerdem leben die da teilweise jahrelang unbemerkt neben Serienmördern, die Leichen in ihrer Küche entsorgen und in Fässern im Schlafzimmer lagern. Da werden sie ein paar Asiaten auf dem Flur sicher nicht tangieren - schon gar nicht lange. ”

Jungkooks Miene verzog sich angewidert und aus den Augenwinkeln sah er, dass es Taehyung ähnlich zu gehen schien. “Woher weißt du das?”, fragte Ersterer leise.

“Ich habe Dokus gesehen”, gab Jimin defensiv zurück, “über Jeffrey Dahmer und Ted Bundy.”

“Du hasst Horrorfilme”, erinnert Jungkook ihn ungläubig, fassungslos und angespannt.

Jimin zuckte beiläufig mit den Schultern. “Tue ich auch, meistens jedenfalls. Das ist aber was anderes. Das ist … real, was es zugegeben verstörend macht – aber auch spannend. Wie auch immer, das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass es da kein Schwein interessieren wird, wer da ein und ausgeht. Außerdem kennt uns da nicht jeder. Das müsste schon ein großer Zufall sein, wenn sie in einem Haus voller Army lebt.”

“Wir haben auch in den USA viele Fans”, warf Tae besorgt ein.

“Klar haben wir das, aber nicht so viele, dass sie da ganze Großstädte bevölkern. Hast du eine Ahnung, wie viele Menschen in so einer Stadt wie New York leben?”, zischte Jimin augenrollend in die Runde.

“Knapp 8,3 Millionen”, warf das Nesthäkchen ein, bevor er sich selbst daran hindern konnte …

… und binnen Sekunden überzog sich Jimins Gesicht mit einem überdeutlichen WTF-Ausdruck. “Du bist manchmal echt gruselig, weißt du das?”, hauchte er. Jungkook nahm schweigend einen Schluck Soda und spürte, wie sein Gesicht verdächtig heiß wurde. Es war besser zu schweigen, also tat er das. Also fuhr Jimin nach einer kurzen Pause fort: “Naja … da wir dank Grusel-Sherlock hier nun wissen, leben knapp 8,3 Millionen Menschen in New York City. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie in einem Haus voller Army lebt, ist also äußerst gering.”

“Wie viele Army gibts wohl in New York?”, fragte Taehyung und Jimin sah Jungkook mit hochgezogener Braue herausfordernd fragend an.

“Woher soll ich das wissen?”, fauchte dieser und spürte, wie ihm noch mehr Blut in den Kopf schoss.

Okay … er hatte die Einwohnerzahl der Stadt nachgeschlagen, in der sie lebte. Wem machte er etwas vor, er würde das hier nicht beenden. Nicht in absehbarer Zeit jedenfalls - sofern sie es nicht beendete. Er würde sich also etwas einfallen lassen müssen.

***

Palim, palim … :) Gott ich bin so unfassbar fertig, der Tag gestern war recht lang. Wie war eure Woche bisher so? Alle gesund und munter?