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Ghosts (nach Chapter 40 von NaD)

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Ghosts (nach Chapter 40 von NaD)

Hinweis: Das folgende Chapter kann jederzeit nach Kapitel 40 von Night and Day gelesen werden.

29. Ghosts

Schmerz … er nahm ihn ein. Gänzlich und komplett. Benebelte seine Sinne, während er über die Flure schlich. Die Proben heute waren zehrend gewesen. Zu zehrend. Nicht so zehrend wie das Gespräch, das er vor diesem geführt hatte: Mit Nahm und Konsorten, weil er beabsichtige Blondie zu sich zu holen. Hier in diese Stadt, in der er lebte - und wo ihn jedermann kannte. Was natürlich ein Nachteil war, auch wenn es von Vorteil war, dass man hier bestimmte Kontakte hatte.

Etwas, das ihn Nahm natürlich auch noch einmal auf die Nase hatte reiben müssen, als sie alles notwendige geklärt und besprochen hatten. Man hieß es gut, dass er sie auf sichererem Boden als dem in den Staaten traf - allerdings ging er dennoch ein vergleichsweise großes Risiko ein. Es hatte also ein langes Hin und Her gegeben, bei dem es sich vor allem um die Frage gedreht hatte, wo genau sie zusammenkommen könnten. Zur Auswahl hatten neben seinem Apartment mehrere Airbnbs gestanden.

Für die erste Option sprach, dass sie relativ sicher war. Sie kannten die Menschen, die mit ihm unter diesem im Grunde sehr gut gesicherten Dach lebten. Eine Mischung aus den Reichen, Schönen und Berühmten dieses Landes, die alle etwas gemeinsam hatten: Sie hatten etwas zu verlieren. Ihren Ruf oder wertvolle Kontakte zum Beispiel. Auf der anderen Seite kannte man jedoch auch die Mitarbeiter und die anderen Begebenheiten, die bei einer sicheren Planung eines Treffens wie dem, was er anstrebte, unerlässlich waren.

Was nicht verwunderlich war. Bevor er hierher gezogen war, hatte die Company diesen Ort bis auf die letzte Faser zerlegt und durchleuchtet. Den Besitzer des Gebäudes, die Architekten, die Makler, den Sicherheitsdienst und nicht zuletzt natürlich auch jeden einzelnen Bewohner - sowohl diejenigen, die hier bereits lebten als auch jeden, der später hinzu zog. Würde sich an der Sicherheitseinstufung etwas ändern, würde man es ihn wissen lassen - und er könnte entsprechend handeln. Etwa, indem er sich etwas Neues suchte. Ja, man überließ wirklich nichts dem Zufall. Zu viel hatten sie alle zu verlieren. Zu viel hing von seinem Image ab.

Allerdings barg dieser Ort auch ein gewisses Risiko. Da nicht nur die Company, seine Nachbarn und der Staff des Gebäudes wussten, wer hier lebte, wurde jeder, der das Gebäude betrat und verließ, mit Argusaugen betrachtet und gegebenenfalls auch durchleuchtet. Es galt also, dass möglichst niemand dabei gesehen wurde, wie er das Gebäude betrat und verließ. Und konnte jemand mal nicht einem der anderen Bewohner zugeordnet werden, konnte das durchaus zu brenzlichen Situationen führen.

Da war allerdings noch etwas, was gegen seine eigenen vier Wände als Ort ihres Stelldicheins sprach. Dieser Ort war zu persönlich. Riss zu viele Grenzen ein. Jungkook befürchtete, dass es sie beide in noch tiefere Regionen des Sumpfes schleudern würde, als die, in denen sie eh schon versanken. Also entschied er sich für die Option B: Eines der zahlreichen Airbnbs, die die Company als sicher eingestuft hatten. Natürlich bargen auch diese ein gewisses Restrisiko, aber sie gaben ihnen auch etwas Abstand. Abstand, den sie seiner Ansicht nach dringend benötigten.

Etwas, das nicht nur Nahm nicht so recht nachvollziehen konnte oder wollte, sondern auch Hoseok, mit dem er im Anschluss und vor der Probe darüber gesprochen hatte. Sei es auch aus anderen Gründen.

“Vertraust du ihr nicht?”, hatte er gefragt. Mit einem vielsagenden Stirnrunzeln.

Es fühlte sich an, als ob sie diese zermürbende Diskussion, die sie vor einigen Wochen einmal und auch im Van geführt hatten, noch einmal führen würden. Nur dass es da bekanntlich um andere Thematiken gegangen war.

“Vertraust du ihr nicht?”, hatte sein Hyung auch da gefragt. Direkt nach der Frage, ob er und Blondie sich brisante Fotos schickten. Natürlich hatte er verneint, weil das schlicht Irrsinn war. Unvorsichtiger Irrsinn, der sie in den Ruin treiben konnte, wenn besagte Fotos den falschen Leuten in die Hände gerieten. Und da waren sich ausnahmsweise mal sowohl Jungkook als auch Jeongguk einig. Bekanntlich waren sich diese beiden Seiten, die er in sich trug, das nicht immer.

“Nunja, konzentriere dich aufs Wesentliche”, hatte sein Hyung daraufhin eingeworfen, “und achte darauf, dass du nichts ins Bild bringst, dass dich verrät”, hatte er mit einem Zeig auf seine tätowierte Hand hinzugefügt.

Hatte er mit dem Gedanken gespielt, Blondie nach entsprechenden Bildchen oder Videos zu fragen? Ja, hatte er. Vollkommen, wobei Jungkook bei dieser Sache bedeutend skeptischer war als Jeongguk. Allerdings gab auch seine skeptische Seite zunehmend nach. Umso länger ihr letztes Treffen zurücklag. Nicht zuletzt auch, nachdem das Thema vor geraumer Zeit erneut im Van aufgekommen war. Allerdings war die Hemmschwelle schlicht zu groß und das lag nicht daran, dass er Blondie nicht traute.

Allerdings hatte er auch Midori vertraut und war aktuell heilfroh, dass er deren ständigen Bitten nach Nudes nicht nachgegeben hatte.

Nicht, dass sie bisher irgendwelche schrägen Gerüchte gestreut hatte. Was sie nicht tun würde, wie Jimin vermutete - da sie angeblich zu sehr in ihn vernarrt war und sicherlich auf kurz oder lang wieder versuchen würde, auf seine gute Seite zu gelangen. Aber Taehyung hatte sehr passend eingeworfen, dass auch ihr nahe liegen dürfte, dass sein Rückzug an einer anderen Frau lag - und dass so etwas viele Menschen dazu brachte, unvorhergesehen zu handeln.

Wie auch immer … zurück zum Hier und Jetzt und Hoseoks erneutem Einwurf. Oder eher der Frage, ob er Blondie nicht traute. Das tat er. Genug um sie hierher zu holen und wenn er noch etwas notgeiler wurde, eventuell auch weit genug, um sie nicht doch noch nach einem Bild ihrer Titten zu fragen. Und ja, demnach vielleicht auch weit genug, um ihr dafür irgendeine Gegenleistung zu erbringen. Aber … er traute sich selbst nicht.

Nicht, wenn er dieses Gefühl bedachte, was der Gedanke sie in seinen eigenen vier Wänden um sich zu haben, in ihm auslöste. Ebenso wie der Gedanke, wie es sich anfühlen würde zu wissen, sie wartete zuhause auf ihn - oder der, dass sie in seinem Bett neben ihm liegen würde, wenn er schlief. Und last but not least was das auf lange Sicht auslösen würde. Etwa für die Tage und Nächte nach ihrer Abreise. Wenn er sie nach wie vor überall sehen würde, weil sie einmal dort gewesen war.

Ähnlich war es bei Bora gewesen und es hatte ihn bis zu seinem Auszug aus seinem alten Apartment verfolgt. Er hatte sie schlicht überall gesehen. Mal ganz davon abgesehen, dass er ihre dunkelbraunen Locken auch noch Monate später in allen möglichen und ungewöhnlichen Ecken gefunden hatte. In der Sofaritze zum Beispiel oder im Ausguss der Dusche, als dieser verstopft gewesen war und er anstatt den Hausmeister zu rufen, selbst Hand angelegt hatte.

Kurzum: Er konnte nicht zulassen, dass Blondie in seiner Wohnung Spuren hinterließ. Dazu mochte er diese Wohnung zu sehr und der Militärdienst und demnach auch sein Auszug aus dieser lag noch zu weit in der Ferne. Und auch wenn er gerade nicht ans Ende dieser Sache denken wollte, wusste er doch, es würde kommen. Auf kurz oder lang. Und dann würde er in dieser elenden Wohnung festhängen und überall ihren Geist sehen. Oder ihre blonden Haare finden …

Da es selbstverständlich erbärmlich klang, würde er es so nicht zugeben. Also hatte er wie so oft geschwiegen und darauf gewartet, dass sich das Gespräch durch sein Schweigen von selbst beendete. Etwas, das ihm schließlich gelungen war. Zum Teil jedenfalls. Die wissenden Blicke, die Hoseok ihm für den Rest der Probe zugeworfen hatte, hatten mehr als all die Worte gesagt, die sein Hyung noch hätte sagen können. Und die hatten Jungkook in den Wahnsinn und somit an seine Grenzen getrieben.

So als könne er Hoseoks Blicken damit ausweichen, hatte er sich selbst so sehr angetrieben, bis seine Muskeln unter der Anstrengung geächzt hatten. Vielleicht hatte er es aber auch getan, weil der stetig wachsende Schmerz in seinen Gliedern die Gedanken an Blondie übertönt hatte. Weil er irgendwann so laut geworden war, dass er an nichts anderes mehr hatte denken können. Und ja, es war gut und befreiend gewesen. Kurzzeitig jedenfalls.

Das böse Erwachen sollte wie so oft auch in diesem Fall kommen. Heute war es ein gezerrter Muskel im Oberschenkel, der ihm das Laufen schwer machte und ihm schließlich der Tatsache sei dank, dass ihm darüber hinaus auch noch zahlreiche andere Muskeln schmerzten, schleichend langsam in die Zehnte trieb. In der Hoffnung, dass ihn eine heiße Dusche wieder so weit mobil machen würde, dass er es nach Hause schaffte - und dass heute nicht noch zig andere Mitarbeiter, Trainees und Co. denselben Gedanken hatten.

Mittlerweile war er zwar selbstsicherer und auch zufrieden mit dem Gesamtpaket, was er zu bieten hatte. Mal ganz davon abgesehen, dass er sich mittlerweile gefühlt schon der halben Company nur in Unterhosen gezeigt hatte. Da gab es allerdings noch genau einen Teil seines Körpers, den hier noch nicht nahezu jeder gesehen hatte - und das durfte gerne so bleiben.

Und er schien Glück zu haben. Als er in den großen Gemeinschaftswaschräumen der Zehnten ankam, war er allein. Also nahm er sich eines der frischen Handtücher von der dafür vorgesehenen Ablage, griff sich ein 5-in-1-Waschgel in Miniformat, zog sich im Vorraum aus, schlang das Handtuch um sich und kroch wie die Schnecke, die er gerade war, in eine der Duschkabinen. Glücklicherweise waren diese abgeteilt, sodass ihm wenigstens etwas Privatsphäre blieb, als er das Handtuch am Haken vor dem Eingang der Kabine hing und den Vorhang hinter sich zuzog.

Das heiße Wasser tat gut. Verdammt gut, schoss es ihm immer wieder durch den nach wie vor vom Schmerz benebelten Kopf, als er sich etwas vorbeugte und den Strahl von seinem schmerzenden Nacken aus über seinen verspannten Rücken laufen ließ. Und genau während das passierte, endete seine Glückssträhne. Zuerst kam das mechanische Geräusch der Tür, das ihn wissen ließ, dass diese geöffnet wurde, bevor der Vorraum von Stimmen erfüllt wurde. Erschöpften aber auch euphorischen Stimmen.

“Wir haben uns heute gut gemacht, oder?”, wollte einer der Jungs, die den Waschraum gerade geentert hatten, offensichtlich wissen.

“Ja, ich denke schon. Ich hoffe-”, erwiderte ein anderer.

Allerdings wurde er von einer hörbar älteren und Jungkook bekannten Stimme unterbrochen. “Jungs, macht hinne. Wir haben nicht viel Zeit. Also raus aus den Klamotten und unter die Duschen mit euch.”

Er hörte sein Handy, das er auf seinem Kleiderhaufen im vorderen Bereich des Waschraums liegen gelassen hatte, surren. Und im Vorraum verfiel alles in angespanntes Schweigen - sei es auch nur kurz.

“I-ist das Namjoon Seonbaenim?”, flüsterte einer der Jungs im Vorraum und ein ehrfürchtiges Raunen ging durch den Vorraum - was Jungkook vermuten ließ, dass sie sich weit genug zu seinem Kleiderhaufen gewagt hatten, um sein Display zu sehen. Und dieses sprach Bände, da die Zeiten, in denen er seinen Hyungs lustige Codenamen gegeben hatte, der Vergangenheit angehörten.

Es folgte ein hörbar aufgebrachtes “Hier ist jemand von Bangtan Son-”, das jedoch unterbrochen wurde.

“Unter die Duschen”, schnappte die Stimme des älteren Mannes, mehr als offensichtlich der Manager der Horde da draußen, in den Tumult hinein und ließ diesen verstummen. Kurz darauf ertönten Schritte, die sich aus dem Vorraum zu ihm in den hinteren Teil der Waschräume gesellten. Dass kurz darauf die Duschen um ihn herum ansprangen, bestätigte seine Vermutung.

Sie hatten nicht viel Zeit, also hatte er noch weniger. Zugegeben hatte er nämlich wenig Lust, sich im Vorraum nackt von ein paar ebenfalls nackten Trainees bewundern zu lassen. Also wusch er sich schnell und notdürftig Haar und Körper und ließ die Dusche damit Geschichte sein.

Allerdings war der Vorraum, als er in diesen zurückkam, nicht wie erwartet leer. Auf der Bank, direkt neben seinem Kleiderbündel, saß Yong Kwon.

Mehr als zwei Jahre hatte er sie in ihrem Managerteam begleitet - bis sie ihn vor einigen Monaten versetzt hatten. Oder wohl eher befördert - auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussehen mochte. Zuvor hatte er nämlich eher wie ein Assistent des Teams fungiert - und war für dieses sozusagen Mädchen für alles. Ein paar Trainees zum Debut zu begleiten, war da definitiv ein erster Aufstieg auf der Karriereleiter.

Diese sah nämlich etwas anders aus als die in der westlichen Entertainment-Industrie. Ebenso wie die Arbeitsaufgaben. Zwar gab es auch ein übergreifendes Management, das die zentralen Dinge klärte. Unter ihnen gab es jedoch eine ganze Reihe Manager, die sich um verschiedene Felder kümmerten. Internationale und nationale Angelegenheiten zum Beispiel oder aber persönliche. Dadurch agierten viele ihrer Manager eher wie Assistenten oder Agenten. Vor allem die, die ihnen persönlich zugeteilt waren. Neben Aufgaben wie die, ihre beruflichen und zum Teil auch privaten Termine zu koordinieren und ihren Schedule im Blick zu behalten, erledigten sie in der Regel auch kleinere Besorgungen für sie. Um nur die häufigsten Beispiele zu nennen.

“Kwon Yong-nim”, hauchte er überrascht und sein Gegenüber erwiderte die Begrüßung seinerseits, indem er sich aufrichtete und sich tief vor ihm verbeugte. Jungkook wollte ebenfalls in eine Verbeugung übergehen, allerdings hielt sein Gegenüber ihn schmunzelnd auf das Handtuch, das ihn nur spärlich bedeckte, davon ab.

“Wie geht es dir, Jeon Jeongguk-nim?”, wollte besagter Gegenüber wissen und musterte ihn lächelnd.

“Gut. Wie immer, denke ich, Und dir?”, gab das Idol zurück.

“Es ist ungewohnt. Von 100 zurück auf 0, wenn du verstehst”, sagte er und sah Jungkook forschend an, welcher verstehend nickte. Also fuhr Kwon fort: “Aber es sind gute Jungs. Sie haben Potential. Vielleicht sehen wir uns demnächst also mal bei Showevents.”

Jungkook nickte. “Ganz sicher.”

“Sicherlich stehen nächstes Jahr Soloprojekte an, nicht?”, wollte Kwon interessiert wissen.

“Ja, allerdings wissen wir da größtenteils noch nichts Konkretes”, gab Jungkook zurück.

Kwon nickte nach wie vor lächelnd. “Das ist schön, ich bin sehr gespannt. Ihr habt es euch alle redlich verdient. Ich habe gehört, Kang Jihun hat das Berufsfeld gewechselt. Wie kommst du mit seiner Nachfolgerin zurecht?"

Jihun Kang war sein ehemaliger persönlicher Manger gewesen, bis dieser das Handtuch geworfen und man ihm Seoyeon Lee vorgesetzt hatte. “Gut … es ist nur manchmal etwas … schwierig”, sagte er leise, “es gab leider schon Gerüchte. Weiblicher Staff ist in unserer Position ja manchmal etwas problematisch”, sagte er …

… und Kwon nickte wissend. ”Aber auch die Versuchung, nicht?”

Jungkook schüttelte den Kopf. Ja, er wusste, dass es auch da manchmal verschiedenste Probleme gab. Zwischenmenschliche Beziehungen zwischen ihnen und dem Staff waren allerdings vertraglich untersagt. Deshalb hatte schon so manches Staffmitglied seine Tätigkeit für die Company beendet oder wenigstens intern das Einsatzfeld gewechselt - sei es auch nur, um unangenehme Begegnungen in der Zukunft zu vermeiden.

“Da besteht kein Interesse. Von beiden Seiten nicht”, stellte das Idol richtig.

Zwar vertraute er Kwon - immerhin hatte dieser fast zwei Jahre für ihn und sein Team gearbeitet und hatte demnach durchaus auch brisante Dinge für ihn und den Rest der Band geregelt - aber sicher war sicher. Weil nun einmal auch in dieser Branche manchmal auf den Fluren geredet wurde. Und bekanntlich konnte man dabei an die Falschen geraten. Es war bereits mehr als einmal passiert und es konnte jederzeit wieder passieren.

Kwon nickte wissend. “Sie scheint professionell zu sein. Ich habe nur Gutes von ihr gehört.”

Das Idol nickte und wurde vom Tumult, der aus dem hinteren Bereich des Waschraums zu kommen schien, aufgeschreckt. “Ich glaube, ich ziehe mich besser an. Ich möchte nicht-” Er sprach es nicht aus. Er wollte den übereifrigen Jungspunden da drinnen nicht den nackten Arsch präsentieren müssen. Aber Kwon kannte ihn und verstand auch, ohne dass Jungkook es aussprechen musste.

Also trat er beiseite und drehte dem jüngeren Mann den Rücken zu, während dieser sich so schnell es seine schmerzenden Muskeln zuließen anzog und den Waschraum gerade rechtzeitig verließ, als die ersten des halbnackten Tumults zurück in den Vorraum kamen und sich mit großen Augen und nur notdürftig durch ihre Handtücher bedeckt vor ihm zu verbeugen begannen.

***

Ihr Lieben, ich wünsche euch frohe Weihnachten und wundervolle und besinnliche Feiertage. Ich bin immer noch sprachlos darüber, wie gut diese Geschichten bei euch ankommen. Danke an jeden einzelnen Leser, sowohl an die stillen als auch an die lauten. Und natürlich vielen, vielen Dank für die Reviews, Nachrichten, Kommentare, Favoriten, Sterne und Votes. Ihr rockt. Ein Dutzend Herzchen und Kekse für euch.

Und danke für eure Rückmeldung zur Postingfrage. Diese schließe ich hiermit und die Mehrheit hat sich für jeweils ein Chapter bei beiden Geschichten entschieden. 4 zu 2 stand es da auf Watty und FFde. Aber der Einwand, dass diese Geschichte hier etwas aufholen sollte, hat natürlich was. Da kümmern wir uns also in Zukunft noch etwas drum. Die beiden Extra-Chapter kommen jeweils an den nächsten beiden Sonntagen.

Und einmal ein Hinweis, falls es interessiert : Das ganze Managersystem in Südkorea ist tatsächlich etwas komplexer als das, was wir so aus der westlichen Szene kennen. Das ist meistens eine ganze Armee von Managern, die da alleine auf eine Band kommen. Zum einen gibt es das tatsächliche Management, meist ist das eins für die gesamte oder einen bestimmten Zweig der Company. Da werden die Termine gemacht ect.

Wie oben schon beschrieben, werden die persönlichen Assistenten der Band und der Idols jedoch auch oft als Manager bezeichnet - auch wenn die eher die Termine im Blick behalten, dafür sorgen, dass die Jungs von A nach B kommen und den Jungs einfach nur das Leben leichter machen. Die sind sozusagen eher der ausführende Arm des Managementkopfes. Einen weiteren Kopf gibts aber oft auch noch einmal pro Künstler/Projekt/Band, der zb übergreifend alle bandinternen Dinge koordiniert. Sejin dürfte da wohl das bekannteste Beispiel gewesen sein. Manchmal arbeiten die Manager da aber auch als Bodyguards und Fahrer … ihr seht, es ist da echt nicht immer einfach, den Durchblick nicht zu verlieren.

Natürlich weiß ich nicht, wie genau es da im Detail bei jedem Entertainment abläuft. Aber umso größer die Company, umso größer ist da meist das Aufgebot an Managern - und umso spezieller sind die einzelnen Arbeitsbereiche. Ich habe etwas recherchiert und mir selbst was zusammengemunkelt, was hoffentlich nah genug dran kommt. Aber gut. Das hier ist nach wie vor eine FF. Ein wenig Fiction darf also sein. Trotzdem mal als Erklärung, weil das ganze Managerding eventuell für manche zu verwirrend wird/ist.