Joint (nach Chapter 86 von NaD)
Joint (nach Chapter 86 von NaD)
Hinweis: Das folgende Chapter kann jederzeit nach Kapitel 86 von Night and Day gelesen werden.
65. Joint
“Was zur Hölle ist das?”, hörte er sie murmeln, während er vor der Küchentheke stand und ein paar Zutaten schnippelte. Zwiebeln, Paprika, Lauch … zum Teil Zutaten, die er so auch von zuhause kannte, allerdings durchaus auch stark amerikanisierte Varianten.
“Was ist was?”, fragte er und beobachtete sie aus den Augenwinkeln heraus.
Sie hatte sich über die Badewanne gelehnt. Oder eher in diese hinab. Schien mit zwei ausgestreckten Fingern etwas vom Wannengrund aufzunehmen. “Ich weiß nicht. Hier ist sowas … Glibbriges”, murmelte sie und roch daran.
“Ich war es nicht”, stellte er schon einmal vorsorglich klar. Schmunzelnd…
… was sie glücklicherweise ebenfalls grinsen ließ. “Das will ich doch mal hoffen, das ist immerhin lila”, ließ sie verlauten, wusch sich die Hände über der Badewanne ab und spülte diese schließlich mithilfe der Duschbrause aus. “Wobei”, sie wandte sich zu ihm um und musterte ihn … eindringlich und nach wie vor grinsend.
Es brauchte einen Moment, bis Jungkook verstand. Also half sie immer breiter grinsend nach: “Naja, ist eure Farbe nicht lila?” Er hob eine Braue und sie begann noch lauter über sich und ihren kleinen, schmutzigen Witz zu lachen. Und ja, das steckte ihn an. Immerhin wussten sie beide mehr als nur gut, dass trotz aller Liebe zur Band und seinen Fans noch keine seiner Körperflüssigkeiten lila geworden war. “Wüsste ich es nicht besser”, fügte sie weiterhin vor sich hin kichernd hinzu.
Okay … sie hatte also ihre speziellen fünf Minuten. Das war ihm nichts Neues. Allerdings war es lange her, dass er sie so ausgelassen und gelöst erlebt hatte. Also gab er ihr das. Ließ sie einfach albern kichern und schließlich zu ihm rüberspringen.
Nur wenige Sekunden später stand sie hinter ihm. Presste sich an ihn. Das Gesicht zwischen seine Schulterblätter vergraben ließ sie ihre Arme um seine Körpermitte wandern. “Das war mein Wunderwasser”, murmelte sie gegen sein Shirt.
“Nein?!”, gab er gespielt und übertrieben überrascht zurück.
Hannah löste sich etwas und schien hinter ihm auf die Zehenspitzen zu gehen. Als er kurz darauf ihren heißen Atem an seinem Nacken und Ohr wahrnahm, erwartete er jeden Moment ihre Zähne zu spüren zu bekommen. Oder eher seine Ohrringe, die zwischen ihren Zähnen endeten. Stattdessen raunte sie: “Das ist meine Haarkur. Die in der lilafarbenen Sprühflasche.”
“Ah”, entgegnete er. Weil ihn das natürlich nicht wirklich interessierte.
Sie reckte sich noch etwas stärker hinter ihm und vergrub schließlich ihre Nase in seinen Haaren. Ein tiefer Atemzug und ein weiterer. Anschließend ein raues Flüstern: “Die, die du gestern verwendet hast.”
“Ah. I’m sorry”, gab er gespielt entschuldigend zurück und bugsierte das Gemüse und die Zwiebeln, die er gerade geschnitten hatte, in die Pfanne, die vor ihm auf dem Kochfeld stand.
“Wie … das wieder gut machen?”, raunte sie … das zweite Wort hatte er nicht wirklich verstanden, aber er konnte nichtsdestotrotz deuten, was sie ihm sagen wollte. Was in Anbetracht der Umstände, dass er dieser verdammten Sprache - die sie sprachen - nach wie vor alles andere als mächtig war, gut war.
Nicht gut genug, aber gut. Immerhin war heute erst Mittwoch und sie hatten noch drei weitere Tage. Dreieinhalb, wenn man den halben Sonntag mitzählte, der ihnen ebenfalls noch blieb.
“Kann ich nochmal-”, begann sie heiser und heiß in sein Ohr zu raunen.
“Später”, schoss er zurück, weil er natürlich bereits wusste, was kam. Und ihr Schmollen, welches er überdeutlich in seinem Nacken spürte, als sie ihr Gesicht leise protestierend gegen diesen fallen ließ und schnaubte, bestätigte ihn.
“Komm schon, so schlecht hab ich mich doch wirklich nicht geschlagen”, protestierte sie und begann mit den Schnüren seiner Trainingshose zu spielen. Ihm entwischte ein leises Lachen … eines, das ihr wie so oft mehr sagte, als es ein ganzes dutzend schlauer Worte tun würde - die er bekanntlich eh nicht beherrschte. Hinter seinen Schläfen konnte er sie wieder so beeindruckend Lufttrompete spielen hören … und sehen. Mehr als deutlich kam es ihm zurück vors innere Auge und er konnte mehr schlecht als recht gegen die Lachsalve ankämpfen, die ihn dabei schüttelte. “Komm schon”, maulte sie halb protestierend und halb kichernd - während sie an den scheiß Schnüren seiner Hose zog.
Kräftig … zu kräftig. Kräftig genug, sodass der eher halbherzige Knoten, den er heute morgen gebunden hatte, sich löste. Und ehe er sich versah oder ansatzweise reagieren konnte, stand er da: Die scheiß Hose um die Knöchel hängend. Nur in seiner roten Unterhose.
“Aish”, entwischte es ihm überrascht und aus Protest. Sie quittierte das kleine Kunststück, das sie hier gerade fabriziert hatte, indem sie ihn imitierte sowie mit einem amüsierten und erhitzten Kichern. Und direkt gefolgt auf dieses waren ihre übereifrigen Hände auch schon wieder zurück. Schoben sich beinahe quälend langsam unter seine dunkelgraue Trainingsjacke - unter der er natürlich nichts trug.
Auch hier erwartete sie also nackte Haut. Viel nackte Haut. Was sie erneut übereifrig machte. Noch während er also überhaupt realisiert hatte, was hier eigentlich geschah, hatte sie die eine Hand auf seinen Bauch gepresst und die andere auf seine Brust.
“Ani”, entwischte es ihm zum einen Teil lachend und zum anderen verräterisch erhitzt, während er sie von sich schob - und sich so schnell und elegant, wie es ihm in Anbetracht der Umstände möglich war, die elende Hose wieder hochzog.
Dabei stand sie hinter ihm. Sah ihn an … er sah es nicht, aber spürte es. Spürte, wie sich ihre Augen in ihn einbrannten. Tief. Viel zu tief. Sicherlich würde er ihre Blicke noch spüren, wenn er längst wieder zurück in Seoul war. Aber er blendete es aus. So gut es ging jedenfalls.
Kaum dass er wieder angezogen war und die Hände wieder an der verwaisten Pfanne hatte, in der gerade alles eine Nuance zu sehr zu schmoren begann, war sie zurück. Sie und ihre übereifrigen Hände …
“Aigoo”, entwischte es ihm also erneut, als seine Hose keine zwei Minuten, nachdem er sie wieder hochgezogen hatte, schon wieder auf dem elenden Boden zu seinen Füßen lag. “Nicht lustig”, murmelte er. Wiederholte sie dadurch indirekt … wobei er ganz ehrlich gar nicht mehr sicher war, wer damit angefangen hatte.
‘Not funny.’ Mittlerweile warfen sie sich diese zwei Worte sehr oft entgegen. Glücklicherweise meistens schmunzelnd oder lachend.
“Wer sagt, dass ich das lustig finde?”, raunte sie ihm ins Ohr. Die Hände schon wieder überall und nirgendwo. Und schließlich hörte er den Reißverschluss seiner verdammten Jacke ächzen. Spürte ihre Hände wenig später erneut auf seinem Bauch und auf seiner Brust.
Allerdings wanderte die eine schließlich rauf zu seinem rechten Nippel und die andere hinab zum Bund seiner roten Briefs, unter den sie ihre flinken und vorlauten Finger schob. Quälend langsam, zugleich allerdings zielstrebig und unaufhaltsam.
Mehr oder weniger jedenfalls …
“Nicht lustig”, schoss es halbherzig und verräterisch atemlos aus ihm heraus. Nicht dass es etwas brachte, zu protestieren. Nicht dass er es wirklich wollte. Dazu gefiel es ihm zu sehr, auch wenn er es niemals laut zugeben würde. Es machte etwas Ungutes mit ihm, als er sie mit spürbar geröteten Wangen und rasendem Herzen abermals von sich schob und sich beinahe herausfordernd wieder anzog.
Er sah sie an. Während jeder noch so winzig kleinen und zarten Bewegung, die er tat. Blondie erwiderte seinen Blick mit einem “ich lache nicht” und durchdringend. Nicht weniger herausfordernd, als er es gerade tat. Jedoch machte sie sicherlich eine deutlich bessere Figur. Ruhig und gefasst, wie sie da stand. Mit dunklen Augen und vielversprechend geröteten Wangen - allerdings nicht so atemlos wie er. Atemlos und hart, was ihr aufgrund der Tatsache, dass er gerade eben noch nur in seinen verdammten und viel zu knappen und engen Briefs vor ihr gestanden hatte, nicht entgangen war.
Alles andere als das. Das machte sie wortlos deutlich, indem sie langsam auf ihn zu trat und eine ihrer flinken und vorlauten Hände zu den Reglern der Herdplatte ausgestreckte. Der Herdplatte, auf der nach wie vor ihr Essen verschmorte. Der Herdplatte, die sie mit wenigen Bewegungen ausschaltete. Ohne den Blick von ihm abzuwenden. Nicht einen einzigen Augenblick lang.
Und ja, das ließ ihn schneller atmen. Noch schneller, sofern dies überhaupt möglich war.
Im Anschluss trat sie einen weiteren Schritt auf ihn zu … und noch einen. Während er einfach nur dastand. Stocksteif. Bekanntlich im wahrsten Sinne des Wortes. Unter Flammen stehend. Ihre Augen durchbohrten ihn. Ließen ihn wortlos wissen, dass - sollte er dieses Spiel nicht spielen wollen - jetzt der Moment war, sie genau das wissen zu lassen.
Wollte er es beenden? Die Antwort war nein. Klar und deutlich. Sein ganzer Körper schrie es regelrecht wortlos aus ihm heraus. Demnach schwieg er.
Schwieg und wich nur einen winzig kleinen Millimeter zurück, als sie komplett zu ihm aufgeschlossen hatte. Erwiderte ihren forschenden Blick ein weiteres Mal und sie verharrte. Mit ihren flinken Fingern am Reißverschluss seiner Jacke. Doch er sagte nichts … schluckte … vielsagend. Ein Nicken … ein deutliches Zeichen dafür, dass er hiermit einverstanden war.
Zu mehr war er nicht imstande. Mehr benötigte sie allerdings auch nicht, um ihn und die Situation lesen zu können. Und so hörte er wenige Sekunden später erneut seinen Reißverschluss knarren. Spürte, wie sie ihm wenig später nicht nur die Jacke öffnete, sondern ihm diese auch über die angespannten Schultern schob. Kurz darauf fiel der Stoff zu Boden. Dicht gefolgt von seiner Hose, deren Schnüre sie wie zuvor mit äußerst geschickten Fingern öffnete. Dieses Mal blieb es aber nicht nur bei der Hose … dieses Mal folgten auch die Briefs …
… und dieses Mal sagte er nichts. Dieses Mal ließ er es einfach geschehen.
Mit immer schneller werdendem Atem.
Dieser beruhigte sich erst bedeutend später wieder, während er gemeinsam mit ihr auf dem Boden vor der Küchenzeile lag. In diesem Bündel Kleidung, das bis vor kurzem noch seine nackte und nach wie vor hochsensible und erhitzte Haut verhüllt hatte.
“Alles okay”, fragte Hannah, als er nicht zum ersten Mal angewidert die Nase gerümpft hatte.
“Es riecht … verbrannt”, ließ er sie wissen. Weil es das tat.
Schließlich hatten sie den Herd zwar ausgeschaltet, aber mehr als offensichtlich nicht rechtzeitig. Was immer nun also in der Pfanne auf sie wartete, war höchstens noch gut genug für den Müll.
“Ja”, bestätigte sie, was offensichtlich war. “Ich mache das Fenster auf. Gleich”, murmelte sie und presste sich an ihn. Platzierte einen Kuss auf seine Schulter. Ließ ihre Hand über seine Brust wandern. Dieses Mal aber federleicht. So leicht, dass es kitzelte.
“Aish”, entwischte es ihm und er umfasste ihre Hand mit der seinen. “Kitzelt”, ließ er sie wissen. Das schelmische Grinsen, das kurz darauf ihre Lippen umspielte, ließ nichts Gutes verlauten. Also warnte er sie. Wortlos … was sie nur noch lauter kichern ließ.
Jedoch ließ sie von ihm ab. Richtete sich langsam auf, um ihm vollkommen unvermittelt das Kondom abzuziehen, das aufgrund seiner nachlassenden Härte langsam aber sicher von seinem Schaft zu rutschen drohte. “Aigoo”, entwischte es ihm, weil es so unerwartet und unvermittelt passierte.
Sie lachte. Zum Teil amüsiert und zum anderen anklagend. “Was bist du heute so empfindlich”, murmelte sie und streckte die Hand nach ihm aus. Und mit ihm meinte er die Körperteile, die gerade ganz sicher nicht angefasst werden wollten. Er stand nämlich nicht besonders auf Post-Cum-Play oder wie auch immer man diese Praktik nannte, die ihn alles andere als reizte.
“Ani”, entwischte es ihm also, während er ihre Hand von sich drängte. Was sie nur noch heftiger kichern ließ. Jedoch ließ sie dennoch von ihm ab.
Natürlich nicht ohne ihm - um ihn zu imitieren - ein hörbar amüsiertes “Ani” ins Ohr zu raunen und sich wieder der Länge nach neben ihm niederzulassen und sich an ihn zu pressen. Das Kondom hatte sie verknotet und irgendwo neben seinen Beinen auf dem Boden abgelegt. Jungkook machte sich eine mentale Notiz, es sobald er wieder auf besagten Beinen stand zu entsorgen - und nicht wie dessen Vetter, der gestern beinahe den ganzen Tag verwaist und vergessen auf dem Nachttisch gelegen hatte, erst einmal stundenlang vor sich hin gammeln zu lassen.
Ein weiterer Kuss und er drehte sich zu ihr. Fing ihre Lippen mit den seinen ab. Versuchte sie in etwas Innigeres als diese hauchzarten Berührungen zu verstricken, mit denen sie ihn ablenkte. Doch sie zog sich zurück.
Mehr noch, schob ihn wieder etwas von sich und schüttelte den Kopf. “Nein. Wenn wir uns jetzt küssen, werde ich wieder-” Sie stockte, zuckte entschuldigend und vielsagend mit den Schultern.
“Und?”, entwischte es ihm verständnislos. Das war immerhin kein Grund. Für nichts und schon gar nicht dafür. Also presste er sich wieder an sie. Presste seine Lippen erneut auf ihre … die sie ihm abermals entzog. “Ich bin okay”, murmelte er. “Nicht müde und … Schulter ist okay”, versicherte er ihr, weil sie ein leises Zischen, welches ihm entwischt war, als sie gerade auf ihm hockte und ihn ritt, aus dem Konzept gebracht und verunsichert hatte.
“Ja”, murmelte sie. Diese schönen blauen Augen auf besagte Schulter gerichtet. “Ich bin auch okay.”
“Aber … keine Küsse”, schoss er zurück. Wort- und nach wie vor atemlos. Es war ihm jedoch egal. Das machte immerhin keinen Sinn. Also lehnte er sich zurück. Deute ihr an, über ihn zu steigen. Nicht zum ersten Mal. Übergreifend nicht, aber ebenfalls nicht seitdem sie hier waren.
“Ich werde mich nicht auf dein Gesicht setzen, vergiss es”, folgte, was folgen musste.
Und ja, er atmete etwas zu gequält und theatralisch aus. “Ich … ich verstehe nicht. Was ist falsch. Mit meinem Gesicht?” Ja … er klang wehleidiger und trotziger, als er es beabsichtigt hatte.
“Nichts”, murmelte sie und ließ ihre Hand zu besagtem Gesicht wandern. Malte mit ihren Fingerspitzen erst seine Brauen, anschließend seinen Kiefer und schlussendlich seine Lippen nach. Einmal … zweimal … dreimal … “Nächstes Mal, okay?”, murmelte sie schließlich und ja … “okay” gab er zurück. Weil er sie nicht drängen wollte, auch wenn er sie und ihr ominöses Problem, das sie offensichtlich mit seinem Gesicht zu haben schien, nicht verstand.
Immerhin war es nicht so, als hätte er noch nie seinen Kopf zwischen ihren Beinen vergraben. Allerdings … er konnte geduldig sein, auch wenn es manchmal nicht wirklich so schien.
“Aber”, gab er zurück und presste sich wieder etwas an sie. Hob seine Hand, um ihr anzudeuten, dass sie sich in dieser Sache auch anders behelfen konnten. Und glücklicherweise stimmte sie dieses Mal zu. Ließ sich von ihm in einen Kuss ziehen, während er seine Hand und seine Finger über ihren Körper streifen ließ. Ihren Nacken und zwischen ihren Brüsten entlang. Eine kleine und dennoch ausgiebige Runde über ihren linken Nippel drehend … bis sie schließlich zwischen ihren Schenkeln und in ihr endeten.
Und das war es. Es bedurfte nur ein paar innige Küsse und zwei gezielt eingesetzte Finger. Was vielsagend war. Vor allem dahingehend, dass sie mal wieder nicht vollends auf ihre Kosten gekommen war. Was wahrscheinlich an seiner elenden Schulter und seinem kleinen, unterdrückten Aufschrei gelegen hatte.
“Okay?”, hauchte er in ihren Kuss hinein und gegen ihre Lippen, als sie sich keuchend, verschwitzt und um seine Finger herum zuckend an ihn presste. Dieses Mal war sie es, die ihn mit einem schwachen und fahrigen Nicken bestätigte. Also ließ er von ihr ab … teilweise jedenfalls.
Er zog sie erneut an sich. Dieses Mal jedoch weniger fordernd als sanft. Platzierte einen kleinen Kuss auf ihre verschwitzte Stirn, während er seine Hand in kleinen, beruhigenden Kreisen über ihren Rücken gleiten ließ. Und wie erwartet erschauderte sie unter seinen Berührungen. Jedoch ließ sie ihn gewähren. Schien einen Moment in diesen zu zergehen.
Der Reißverschluss seiner Jacke, die nach wie vor unter ihnen lag, bohrte sich unangenehm in seine Hüfte. Unangenehm, jedoch nicht unerträglich. Deshalb blendete er es aus. Wollte den Moment nicht zerstören. Wollte ihn noch einen Augenblick festhalten … indem er sie festhielt. Sie und ihren Atem, der immer wieder gegen sein Gesicht schlug.
“Du hast mir gefehlt", raunte sie schließlich, nachdem sich ihre Atmung wieder etwas normalisiert hatte …
… und bevor er ihre Worte erwidern konnte, knurrte sein Magen. Entsetzlich laut.
Was sie einen Moment beinahe hysterisch auflachen ließ. “Du bist echt unmöglich, weißt du das?” Ein weiterer, dieses Mal ziemlich feuchter Kuss.
“Das war … nicht …?”, stammelte er überrumpelt und zu seiner kläglichen Verteidigung ebenfalls lachend. Lachend und beschämt. “Du hast mir auch. Gefehlt”, brachte er atemlos hervor - und sein Magen untermalte seine Worte erneut mit einem schier ohrenbetäubenden Knurren.
Ein weiteres Lachen und ein weiterer Kuss, bevor sie sich langsam aufrichtete. “Ich mach uns ein paar Brote”, ließ sie dabei verlauten.
“Brote?”, erwiderte er unüberhörbar skeptisch und wenig begeistert.
“Ja”, sagte sie, während sie ungelenk über ihn stieg, das Kondom ergriff und es in den Mülleimer entsorgte, der sich im gegenüberliegenden Schrank befand. “Vertrau mir, du wirst es mögen.”
Ja … da war er sich nicht wirklich sicher. Er hatte ihre Brote gesehen. Diese trocken wirkenden Scheiben, die sie mit Frischkäse bestrich oder mit Aufschnitt belegte. Hin und wieder garniert mit Ketchup, Senf oder Mayonnaise.
Aber das spielte keine Rolle - wie so vieles andere nicht. Ihr kulinarischer Geschmack, der unterschiedlicher nicht sein könnte, war nur eines von vielen Dingen, die sie trennte. Dass sie dadurch die Welt des anderen gemeinsam entdecken konnten, war nämlich wiederum etwas, das sie verband.
Und Jungkook war so erpicht wie noch niemals zuvor darauf, etwas Neues kennenzulernen. Vor allem, wenn es ihn näher an sie heran brachte.
***
Hallo ihr Lieben und frohes neues Jahr. Ich hoffe euch geht's allen gut und ihr seid gut ins neue Jahr gekommen: Und an dieser Stelle auch noch einmal frohes neues Jahr an euch alle. Wie waren eure Feiertage denn so?
Darüber hinaus fasse ich mich an dieser Stelle mal kurz. Wir lesen uns immerhin übermorgen bei der Hauptstory wieder. ♥