Coach (nach Chapter 87 von NaD)
Coach (nach Chapter 87 von NaD)
Hallo ihr Lieben, da sind wir wieder. Und welche aufreibende Woche wir dieses Mal erwischt haben. :D Na, wer fiebert gerade dem Presale morgen entgegen? Ich bin leider raus, weil keiner der Termine für mich zeitlich machbar ist. Aber die Daumen für alle diejenigen, die ihr Glück versuchen wollen, sind ganz fest gedrückt. ♥
Und mal noch eine andere Frage: Wollt ihr gerne Teaser am Ende der Chapter lesen? Also, kleine Auszüge und somit auch dezente Spoiler aus dem nächsten Chapter? Keine Sorge, wirklich spoilern werde ich euch nicht. Ein Beispiel erwartet euch mal weiter unten - mit etwas Freiraum, also keine Angst, ihr müsst schon scrollen, um darüber zu stolpern.
Lasst mich aber gerne wissen, ob an so etwas für die Zukunft Interesse besteht oder eher nicht. Und ob es ggf. auch etwas mehr sein darf.
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Hinweis: Das folgende Chapter kann jederzeit nach Kapitel 87 von Night and Day gelesen werden.
66. Coach
“Okay, wie genau läuft das nun ab?”, wollte Blondie wissen. Sichtlich ungeduldig und von einem Bein aufs andere wippend. Ein von ihrem Kichern verschlucktes “Coach”, auf den Lippen, die sich zu einem betörenden Grinsen verzogen.
“Erst einmal … dehnen”, erklärte er und begann auch gleich seine eigene Anweisung umzusetzen. Sofern es ihm möglich war - denn kaum dass sie wie er auf einem Bein stand, um das andere mit dem Fuß voran Richtung ihres Gesäßes zu ziehen, geriet sie ins Wanken.
So sehr, dass sie sich bei ihm abstützen musste. Und es wurde auch beim anderen Bein nicht besser. Beinahe zweimal brachte sie sie beide zu Fall. “Fertig?”, fragte sie, kaum dass sie wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Dicht gefolgt von einem “macht man das nicht nachher?”
“Nein. Besser vorher und nachher”, ließ er sie wissen und ging in die Vierfüßlerstellung. Die Hände etwa schulterbreit auf den Boden und erst das rechte und dann das linke Bein ausstreckend. “Spürst du es?”, fragte er sie, das Gesicht leicht mit dem erwarteten Zug in seiner Wade verziehend … während sie neben ihm bestätigend missmutig ächzte.
Natürlich nicht ohne ihm ein verruchtes Grinsen zuzuwerfen. Ein viel zu verspieltes “fast” auf den schönen Lippen.
Es folgten die Arme und der Rücken - indem sie jeweils einen Arm ausstreckten und ihren Oberkörper in Richtung der gemaserten Decke drehten. Wieder hörte er sie ächzen. Leise etwas wie “das tut gut … und auch nicht” murmeln. Er ignorierte auch das. Überprüfte nur hin und wieder ihre Haltung. Über jede der insgesamt fünfzehn Wiederholungen hinweg.
“Wie lange machen wir das?”, fragte sie nach acht von den insgesamt zwanzig Sekunden. Atemlos …
“Pause?”, fragte er sie einsilbig …
… und sie funkelte ihn kampflustig an. “Wir wärmen uns erst auf, richtig?”
Jungkook konnte sich ein bestätigendes Grinsen nicht verkneifen. Eines, das sie bestätigend gequält lachen ließ.
In der nächsten Position ging es wieder in den Vierfüßler und anschließend mit dem Hintern in die Höhe. Wobei er seinen Oberkörper mithilfe seiner nach vorn gestreckten Arme so weit wie möglich Richtung Boden presste. So weit, dass es in seinem Rücken befriedigend brannte …
… in ihrem brannte es offensichtlich nicht. Denn sie starrte ihm etwas zu versunken auf besagten Hintern. Nach wie vor, auf allen Vieren verharrend.
Er richtete sich ebenfalls auf. Sah sie forschend an. Und sie lachte. Heiser und ertappt. “Ich glaube hierbei kann ich passen, immerhin hab ich heute Morgen schon recht ähnlich auf dem Bett … posiert. Du erinnerst dich vielleicht? Du warst dabei.”
Jungkook musste zwar ebenfalls heiser lachen, ließ sich davon allerdings nicht beirren. Drehte sich langsam und den Kopf schüttelnd auf den Rücken und begann seine Hüften zu dehnen. Ließ sie nicht aus den Augen, während sie es ihm wieder verräterisch brav gleich tat.
Denn ja … grundlegend tat er das hier für sie. Für sie und in der Hoffnung, dass sie hier nicht mit einer Zerrung oder Ähnlichem endete.
Selbstredend war das hier nicht seine Idee gewesen.
Ja, er mochte es, dass sie Interesse am Sport zeigte. Was ihm vor allem ihre Kehrseite - dem Spinning, das sie neuerdings betrieb, sei Dank - auf sehr ansehnliche Art und Weise bestätigte. Darüber hinaus waren sie sportlich gesehen jedoch nicht auf einem Level. Was an sich kein Problem war. Er mochte ihren Körper und er mochte es, dass sie sich wohl in diesem fühlte. Das war etwas, das sie ihm unter anderem im Bett bewies. Wenn sie sich mit ihm gemeinsam in den Laken räkelte und sich mit ihm verschlang. Jedoch auch wenn sie danach einfach nur entspannt und nackt in seinen Armen lag.
Das hier war also ihre Idee gewesen. Gemeinsam zu trainieren … mit ihm als ihren ‘Coach’, wie sie es viel zu verrucht und amüsiert sagte, um wirklich annehmen zu können, dass sie das hier ernst meinte.
Wahrscheinlich endete das hier letzten Endes in einem weiteren, wilden Gerangel aus nackten Körpern … das war ihm durchaus bewusst.
Dennoch wollte er wenigstens versuchen, ihrer Bitte nachzukommen. Schon alleine aus Prinzip … aus Prinzip und weil ihm das hier viel zu wichtig war. Das hier war ein geliebter Teil seines Lebens. Demnach wollte er diesen an sie weitergeben - soweit es möglich war jedenfalls.
Zudem wollte er sie zappeln lassen … zappeln und schwitzen.
Also ignorierte er ihre Spitzen, Blicke und Avancen. Quälte sie durch den Schmetterlingssitz und ließ sie erst ihre Schultern und anschließend ihren Nacken drehen und dehnen.
Und schließlich hielt er bei ihrem zigsten “Okay? Fertig? Können wir jetzt anfangen?” inne und richtete sich langsam wieder auf. Sie tat es ihm gleich. Erheiternd enthusiastisch. “Und jetzt? Womit fangen wir an?”, wollte sie mit verlockend großen Augen wissen.
“Squats”, ließ er sie wissen … sah sie dabei jedoch eindringlich an. Es folgte ein Nicken. Ein sichtlich missmutiges Nicken. “Okay?”, hakte er also nach.
“Wie viele?”
“100.”
“Ein-”, ihre Miene entgleiste und sie schnappte entsetzt lachend nach Luft. “Hast du gerade Einhundert gesagt, oder hab ich mich verhört?”, entwischte es ihr ungläubig. Und um die Absurdität der Situation zu untermalen, fügte sie leise und atemlos hinzu: “Bitte sag, dass ich mich verhört habe.”
Jungkook seufzte. Sah sie fragend an: “10. Okay?”
Hannah stand einfach nur stumm da. “Du hast 100 gesagt”, murmelte sie … und in ihrem Unterton schwang etwas unüberhörbar Verzweifeltes mit.
Er seufzte, also schluckte sie und fügte leise hinzu: “Okay. Wir schauen Mal. Du zählst”, bei diesen Worten sah sie ihn eindringlich an, “richtig. Also nicht 25, 25, 25 oder sowas.”
“Nein”, gab er zurück … spürte seine Mundwinkel zucken. “Wir können es … aufteilen. 5 Sets … 20 Stück.”
"Teilst du es für gewöhnlich auf?”, zischte sie und sah ihn durchdringlich an.
Nein … tat er für gewöhnlich nicht. Meistens jedenfalls nicht. “Manchmal”, flüsterte er also … immerhin war das nicht grundlegend gelogen.
“Manchmal”, äffte sie und fügte hinzu: “100 also. Wenn du das schaffst, schaffe ich das auch.” Dabei sah sie nicht wirklich so aus, als würde sie ihren eigenen Worten den notwendigen Glauben schenken.
Nichtsdestotrotz sah sie entschlossen aus. Viel zu entschlossen, um weiterhin an ihre Vernunft zu appellieren.
Also legten sie los. Und die ersten zehn schien Blondie beinahe vorbildlich zu meistern. Bei den nächsten begann ihre Fassade jedoch zu bröckeln - und ihre Knie zu knacken. “Tiefer”, verbesserte er sie, weil die nächsten zehn zunehmend halbherziger wurden.
“Tiefer”, äffte sie ihn kampflustig nach und griff nach seinen Händen, weil sie ins Wanken geriet.
46 … das war die Zahl, die er ausrief, als sie sich leise in dieser Sprache, die er absolut nicht verstand, murmelnd und ganz sicher fluchend gegen ihn fallen ließ. “Komm schon. Fast 50”, versuchte er an ihren Kampfgeist zu appellieren.
“Komm schon. Fast 50”, blaffte sie und funkelte ihn an. Hielt die Worte zurück, die ihr sichtlich auf der angespannten Zunge lagen.
Sie hätten kleinere Sets machen sollen. Mehr Wiederholungen … das hätte sie bedeutend besser verkraftet. Hätte die 100 wahrscheinlich sogar erreicht.
Also ja … ein wenig ärgerte er sich über sich selbst.
Nächstes Mal würde er es besser machen.
“Okay”, ließ er sie wissen … und ließ sich mit ihr in seinen Armen auf den Hintern fallen. Zog sie an sich und platzierte einen flüchtigen Kuss auf ihr Haar, das sie sich wieder einmal in einen dieser wirren Dutts gebunden hatte. “Das war gut”, hauchte er dabei gegen ihre Kopfhaut.
“Hör auf”, hörte er sie raunen. Dicht gefolgt von einem fassungslosen “100”. Ein weiterer Atemzug … ein weiterer Moment, in dem sie gemeinsam so verharrten. Dann machte sie sich aus seiner Umarmung los und sah ihn an. “Was kommt als nächstes?”
“Abs”, sagte er und deutete auf seinen Bauch, auf dem sich besagte Abs abzeichneten. “30, auf dem Rücken, 30 rechts und 30 auf linker Seite.”
Hannah sah ihn an. Schien zu überlegen und ließ ihn dann wissen: “Ich brauche keine Abs. Soll ich zuschauen, oder-” Jungkook wollte gerade mit dem Schultern zucken, als sie sich selbst mit einem frustrierten “fuck it … okay … Bauchmuskeltraining. 30 auf jeder Seite” antrieb.
“15 … zwei Sets”, schoss er ihr dazwischen.
Und sie sah kampflustig aus. Noch kampflustiger als eh schon. “30 … ich schaffe das.”
Tat sie … wie erwartet ächzend und schnaubend und zunehmend fluchend, aber sie schaffte es. Rollte sich, nachdem sie die letzten Reps beendet hatte, jammernd auf den Bauch und verharrte einen Moment neben ihm. Mit dem Gesicht nach unten … schwer und geräuschvoll gegen das Holz der Paneele atmend.
“Alles okay?”, fragte er und rollte zu ihr rüber. Strich ihr ein paar verirrte Haarsträhnen zurück.
“Ja”, presste sie mühselig hervor und richtete sich langsam wieder auf. Sah ihn an, kaum dass sie wieder auf allen Vieren stand. Vielsagend klapprig … klapprig, aber nach wie vor entschlossen. “Was kommt jetzt?”
Also ließ er sie wissen: “Lunges?”
“Ausfallschritte”, bestätigte sie, dass das das Wort war, das er gesucht hatte - oder auch das sie verstand. Also bestätigte er. “Okay, wie viele?”
“Zwei Sets. 20.”
“20? Sicher, dass es nicht doch 100 waren?”, stichelte sie mit verräterisch rotem Kopf, während sie sich beide aufrichteten.
“Ja”, bestätigte er. “20.”
Tatsächlich war das nicht gelogen. Und wie erwartet schlug sie sich gut. Keuchend, aber gut. Bei Set eins zwar souveräner als bei Set zwei, das nach einer ausgedehnten Pause von rund zwei Minuten folgte - aber sie schlug sich gut.
Genau das ließ er sie wissen. Was sie erneut nur mit einem heiseren Lachen quittierte. Ein Lachen, das durch ein gequältes und gekünsteltes Lächeln untermalt wurde - ein Lächeln, das ihr mittlerweile besorgniserregend rotes Gesicht zierte.
“Alles okay?”, hauchte er …
… und wie auch die vorherigen drei Male, bejahte sie. Gepresst.
“Was kommt jetzt?”, bellte sie.
“Planks”, murmelte er.
“Planks?”, fragte sie … und sah ihn an. Schwer atmend und schwankend. “Also … einfach rumliegen?”
Jungkook runzelte die Stirn, weil er ihren Worten nicht ganz folgen konnte. Nickte jedoch schließlich und machte es ihr vor. Am Boden liegend. Wie sie zuvor mit dem Gesicht nach unten - nur dass er seinen Körper von Kopf bis Fuß unter Spannung hielt. So dass er den Boden unter sich nur an den aufgelegten Unterarmen und den Zehenspitzen berührte.
Hannah folgte ihm auf den Boden. Schwerfällig und nach wie vor schwer atmend. Und es brauchte insgesamt drei Anläufe, aber dennoch schlug sie sich gut. Mit ein paar Aussetzern, bei denen sie den Halt verlor … doch da sie es mehr als nur deutlich versuchte, ließ er es ihr durchgehen.
Feuerte sie immer wieder mit aufbauenden Worten wie “sehr gut”, “weiter so” und “toll” an. Und mit einem Daumen hoch … wofür er sich einen Seitenhieb und ein “du kleiner Angeber” einfing.
Gut … er hätte vielleicht bis nach dem Plank warten können … es mittendrin zu tun, während sie neben ihm um ihre Fassung und ihr Leben kämpfte, war rückblickend betrachtet sicherlich nicht der beste aller möglichen Zeitpunkte gewesen.
Nachdem sie auch auf beiden Seiten an ihrer Körperspannung gearbeitet hatten, fanden sie sich schließlich sitzend wieder … und ihren Atem sammelnd. Jungkook sah sie an. Versuchte ihr ein aufbauendes Lächeln zu schenken … denn ja: Sie hatte sich gut geschlagen. Sehr gut sogar. Allerdings war das scheinbar nichts, was sie hören wollte.
“Was jetzt?”, fragte sie stattdessen. Mit diesem verräterischen Hoffnungsschimmer in den schönen Augen. ‘Bitte sag, das war es’, stand in diesen geschrieben. Allerdings spiegelte sich auch die Gewissheit, dass es das noch nicht war, in diesen wieder.
Und bekanntlich hasste er es, zu lügen. Also antwortete er wahrheitsgemäß: “Burpees. 15.”
Etwas schien in ihr zu zerbrechen. “D-das sind. Diese … komischen Hampelmänner, nicht?”, murmelte sie.
“I-ich verstehe nicht”. gab Jungkook leise zurück.
Blondie nickte als Zeichen dafür, dass sie hingegen sehr wohl verstanden hatte. “Kannst du es mir einmal vormachen?”
Natürlich … konnte er. Gesagt, getan also. Plank to squat, jump und wieder runter in die Ausgangslage - von der aus man wieder von vorne begann. Ein perfektes, kleines Ganzkörper-Workout. “Perfekt zum Schluss”, ließ er sie nach zwei Durchläufen- mittlerweile auch etwas aus der Puste - wissen.
Und ja … es fühlte sich großartig an. Er liebte dieses Gefühl. Diesen Rausch, der seinen Körper flutete, wenn er an seine Grenzen ging. Nicht dass er das hier tat. Trotzdem berauschte es ihn. Es berauschte ihn, dass sie an seiner Seite war. Und ja: Zugegeben berauschte es ihn am meisten, dass und wie sie ihn dabei ansah. So … ungläubig … staunend … bewundernd.
Das hier war fast so gut wie sie unter sich zu haben. Ihr dabei zuzusehen, wie sie sich vor Lust unter ihm wand. Ihren Körper auf diese eine belohnende Art zucken, zu sehen und zu spüren. Um sich oder seine Finger herum.
Oder ihren Blick auf sich. Auf seinem Körper … so unendlich dunkel und vielversprechend. Nicht damit zurückhaltend, dass ihr gefiel, was sie sah. Überaus und weitaus mehr als nur das.
Und wieder erntete er ein heiseres Lachen. Eines der ungläubigen Art. “Wo-”, begann sie, doch schluckte ihre eigenen Worte abermals herunter. Richtete sich stattdessen auf und versuchte, die soeben vorgeführte Übung nachzuahmen.
Dieses Mal schlug sie sich nicht gut. Immer wieder blieb sie länger als vorgesehen am Boden oder fiel mitten in der Bewegung wieder auf diesen zurück. Einmal fiel sie nach dem Sprung, der realistisch gesehen eigentlich kein solcher war, hintenüber … um schließlich so liegen zu bleiben.
Auf dem Rücken und schwer atmend. Mit krebsrotem Gesicht, welches von ein paar verschwitzten und verirrten blonden Strähnen umrahmt wurde. Jungkook robbte neben sie, kaum dass er seinen letzten Durchgang hinter sich gebracht hatte. Viel zu selig grinsend.
“Das war gut”, sagte er …
… was sie abermals mit einem heiseren Lachen quittierte. “Wir beide wissen, war es nicht. Und scheiße … ich muss dringend daran arbeiten, fitter zu werden. Ich hab mich gehen lassen.”
“Du gehst zum Spinning”, sagte er und drückte ihr einen flüchtigen Kuss auf den nackten und verschwitzten Hals. Der Hals, an dem gerade mehr als nur deutlich eine pulsierende Ader hervortrat.
“Ja … also … nein. Nicht mehr regelmäßig. Es … ist kompliziert.” Er wollte gerade fragen warum, als sie nach seiner Hand griff und diese küsste. Mit diesem stummen und flehenden Blick, der ihm sagte, dass er nicht weiter nachfragen sollte.
Also tat er es nicht… erinnerte sich vage an die Geschichte von ihrem ehemaligen Trainer. Den, den sie geküsst hatte, wenn er sich jetzt nicht irrte. Ihr Blick, den sie ihm auf seinen sicherlich mehr als nur offensichtlich fragenden zuwarf, bestätigte ihn. Ihn und den Grund dafür, warum sie nicht mehr regelmäßig zum Spinning ging.
Ein hilfloses Schulterzucken und ein weiterer Kuss. Zudem sprach sie zu schnell und war zu atemlos, um ihren Worten wirklich folgen zu können: “Ich habe … anderes Studio gefunden”, sagte sie und küsste seine Hand ein weiteres Mal, “aber das … weit weg. Also-” Allerdings verstand gerade eben noch genug, um sich einen Reim aus dem zu machen, was sie von sich gab: “Ich war … faul. Habe nachgelassen. Aber … verspreche dir, nächstes Mal … besser in Form.”
“Okay”, murmelte er und schluckte. “Ich meine. Ist okay. Ich mag, was ich sehe”, gab er zurück und musterte sie. Wie sie hier so neben ihm lag … mit ihrem geröteten Gesicht, das allerdings langsam wieder eine halbwegs normale Farbe annahm.
“Ich weiß … bezweifle … gar-”, begann sie noch eine Spur schneller und atemloser zu plappern. Und ja … langsam aber sicher kam er an seine Grenzen.
Aus diesem Grund hatte Jungkook ihren Redeschwall dadurch gestoppt, dass er ihr einen Finger auf die Lippen presste. Nachdem sie verstummt und ihn überrascht angesehen hatte, erklärte er sich mit einem milden und entschuldigenden Lächeln: “Zu schnell und zu atemlos. Ich verstehe nicht.”
“Oh. Okay”, erwiderte sie und richtete sich etwas auf. Offensichtlich, um sich nach ihren Handys umzusehen …
… da sie jedoch nach wie vor schwer atmend am Boden lag, deutete er ihr an liegenzubleiben und machte sich selbst daran, ihr Handy zu holen. Ihres, weil es auf der Kommode neben dem Bett lag und damit in greifbarer Nähe war.
“Du bist einfach unglaublich, ist dir das bewusst?”, murmelte sie, als er sich wieder neben ihr niedergelassen hatte und ihr das Handy reichte. Er schenkte ihr ein bestätigendes Lachen, während sie dieses entsperrte und ihn anschließend mithilfe der App wissen ließ: “Ich weiß. Immerhin hast du mir nie das Gefühl gegeben, dir nicht zu gefallen. Aber … ich habe jetzt schon das Gefühl, nicht mithalten zu können. Nicht in deiner Liga zu spielen. Und dieses Gefühl wird sicherlich nicht nachlassen, wenn du weiterhin trainierst und ich bevorzugt auf dem Sofa herum lümmle."
“Du bist-”, begann er mit zu Furchen gezogener Stirn zu protestieren, doch dieses Mal war sie es, die ihm den Finger auf die Lippen presste und ihn somit zum Schweigen brachte.
“Ich weiß, dass das in deinen Augen Unsinn ist. Das ist aber egal, wenn ich es anders sehe. Ich oder alle anderen Menschen da draußen, die dich auf diesen 60 Fuß großen Plakaten auf dem Times Square gesehen haben und die mich sehen werden. Bald. An deiner Seite. Direkt an deiner Seite.” Blondie sah ihn mit aufgesetzter Grimasse an, während die App für sie sprach.
Und weil mehr als nur deutlich war, dass keine Widerworte der Welt helfen würden, schwieg er. Grundlegend hatte sie nämlich recht. Es war vollkommen egal, wie er die Dinge sah … wie er sie sah. Was zählte, war allein, wie sie sich sah - und wie sie die Reaktionen der Menschen aufnahm, denen man sie bald vorführen würde.
“Aber … ich werde daran arbeiten. Ich gehe in dieses andere Studio. Und ich könnte weiterhin nach deinem Plan trainieren”, sie sah ihn an. So überaus überzeugt und stolz auf sich selbst, was ihre folgenden Worte belegten: “Natürlich weiß ich, dass ich mich besser hätte schlagen können. Aber das war gut. Das war ein Anfang. Sagen wir mal, ich mache das so zwei- bis dreimal die Woche”, sie sah ihn an und kicherte überschwänglich, während die App weiter krächzte: “Dann kann ich bald locker mit dir mithalten.”
Natürlich glaubte sie das nicht wirklich. Das sagte ihm ihr nervöses Kichern und ihr minimal gehetzter Blick. Wahrscheinlich brachte er es gerade deshalb nicht über das Herz, ihr zu sagen, dass er nahezu täglich trainierte … und dass das da seine Morgenroutine war. Einer Routine, der in der Regel zwei weitere Routinen am Mittag und Abend folgten.
Jedoch spielte das keine Rolle. Jedenfalls nicht für ihn … für ihn spielte sie schon jetzt in seiner Liga. Hatte es schon damals im Pool getan. Oder als er sie das erste Mal in der Lobby dieses Hotels gesehen hatte, in der das alles hier seinen turbulenten Anfang genommen hatte.
Deshalb schwieg er … schwieg und küsste sie.
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Achtung, Teaser vom nächsten Chapter!
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Das hier war ablenkend. Ablenkend auf so viele Arten und Weisen. Eine richtete sich bereits auf, seitdem sie zu ihm und zwischen seine Beine gerutscht war. Natürlich spürte sie es … das sagte ihm das Grinsen und dieser dunkle Blick, den sie ihm immer wieder über ihre schöne Schulter hinweg zuwarf. Aber … sie schien es zu ignorieren. Jedenfalls hier und jetzt.