LNCrawler

Risse im Eis

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Risse im Eis

Trigger: Sexualität mit besonderer Dynamik

Die Scheibe zum Fahrersitz war durch getöntes Sichtschutzglas abgetrennt, und im Fond des Taxis herrschte eine dichte, fast greifbare Stille, die nur vom leisen Schnurren des Motors und dem Rauschen der Reifen auf dem matschigen Schnee unterbrochen wurde. Die Straßenlaternen Tokios huschten in unregelmäßigen Abständen als gelbe Lichtkegel über die Scheiben und warfen flüchtige Schatten auf ihre Körper.

Tala verschwendete keine Sekunde.

Kaum hatte das Fahrzeug Fahrt aufgenommen, zog er Lumina mit einer Bewegung über seinen Schoß. Sein Griff an ihrer Taille war unerbittlich, seine Knöchel traten weiß unter der Haut hervor. Er beugte sich über sie, schob eine Hand tief in ihr silbriges, lockiges Haar und riss ihren Kopf leicht in den Nacken.

Sein Kuss war eine Übernahme. Er forderte ihre Lippen mit einer reinen, ungefilterten Dominanz ein, raubte ihr augenblicklich den Atem und stieß seine Zunge so tief und verlangend in ihren Mund, dass Lumina ein ersticktes Stöhnen entkam.

Lumina krallte ihre Finger reflexartig in das schwere Tuch seines Mantels, während die Wellen von Hitze, die von ihm ausgingen, den kalten Hauch der Winternacht im Nu auflösten. Sie spürte die gewaltige Breite seiner Brust, das harte Pochen seines Herzens und unter sich die ungeheure, schmerzhafte Härte, die sich unnachgiebig gegen ihren Oberschenkel drängte.

„Tala…“, hauchte sie zwischen zwei atemlosen Küssen, als seine Lippen mit rauer Gewalt an ihrer Kieferlinie entlang zu ihrem Hals wanderten. Ihre Stimme war nur noch ein heiseres Flüstern.

„Du… du wolltest doch warten, bis wir…“

„Vergiss es...“, knurrte er rauchig an ihrer empfindlichen Haut.

Seine andere Hand wanderte ohne das geringste Zögern unter ihren Mantel. Seine großen, kühlen Finger fuhren über die Hüfte hinauf, strichen mit kompromisslosem Druck über ihre Rippen und fanden den unteren Saum ihres Pullovers, den er mit einem Ruck hochschob. Seine raue Handfläche presste sich direkt auf die nackte, warme Haut ihrer Taille.

Ein scharfer, elektrisierender Schlag fuhr durch Luminas Körper. Sie wand sich auf seinem Schoß, drängte sich unwillkürlich noch enger an seine Mitte und vergrub die Hände in seinem Nacken.

„Du hast vorhin im Schnee gesagt, ich soll mich zügeln“, raunte Tala mit dunkler, fast gefährlicher Stimme an ihrem Ohr. Seine Zähne schlossen sich sanft um ihr Ohrläppchen, während seine Hand an ihrer Taille ihren Körper so weit nach oben hob, dass sie den vollen Umfang seiner Erregung noch deutlicher unter sich spürte. „Sieht das hier für dich nach Zügeln aus?“

Lumina legte den Kopf stöhnend an seine Schulter, die magentafarbenen Augen halb geschlossen vor schwerer Lust. Ein spitzbübisches, heiseres Lachen entkam ihren zitternden Lippen.

„Nein…“, flüsterte sie und schlang die Beine noch etwas enger um seine Hüfte, während die Reifenspuren draußen auf den nassen Straßen im Dunkeln verschwammen.

„Absolut nicht. Und untersteh dich… jetzt aufzuhören.“

Tala ließ ein tiefes, zufriedenes Knurren in seiner Brust ertönen. Er vergrub sein Gesicht in ihrem Hals, atmete den süßlichen Duft ihrer Haut ein wie ein Verdurstender und presste sie für den Rest der Fahrt so fest an sich, dass Lumina genau wusste: Sobald die Tür dieses Hotelzimmers hinter ihnen ins Schloss fiel, gab es kein Zurück mehr.

Das Taxi bog sanft in eine ruhigere, von Neonlicht getauchte Seitengasse ab und hielt vor einer unauffälligen, stilvollen Einfahrt. Der Fahrer ließ höflich die Fensterscheibe herunter, ohne auch nur einen Blick in den Fond zu werfen.

Tala drückte Lumina ein letztes Mal fest an sich, ehe er sich mit einer fließenden Bewegung löste. Er strich ihren Pullover mit einer einzigen, besitzergreifenden Geste wieder nach unten, zog ein Bündel Scheine aus der Jackentasche und schob es dem Fahrer stumm durch den Schlitz der Trennscheibe.

„Der Rest ist Trinkgeld“, raunte er eiskalt, riss die Hintertür auf und stieg aus.

Lumina entwich ein kurzes, atemloses Lachen, während sie sich hastig den Mantel um die Schultern zog und ihm in die eisige Nachtluft folgte. Die Kälte schlug ihnen entgegen, doch unter der Haut von beiden brannte ein unnachgiebiges Feuer.

Tala packte ohne ein Wort ihr Handgelenk, zog sie durch die automatischen Glastüren des Etablissements und steuerte zielstrebig an den diskreten Automaten der Rezeption vorbei. Er hatte den Zugangsschlüssel für die oberste Suite längst digital geregelt. Keinerlei Wartezeit, keine störenden Fragen.

Im Aufzug herrschte eine fast greifbare Spannung. Tala stand wie eine massive Wand vor der Spiegelfront, den Blick starr auf die leuchtenden Etagenzahlen gerichtet. Seine Knöchel waren vor Anspannung weiß, seine Brust hob und senkte sich in flachen, unruhigen Atemzügen.

Lumina lehnte sich mit dem Rücken gegen die Wand, sah von unten zu ihm auf und strich sich die silbrigen Locken aus dem Gesicht. Ihre magentafarbenen Augen funkelten vor schalkhafter Provokation.

„Kein einziges Wort vor dem Fahrer, hm?“, flüsterte sie heiser und trat einen Schritt an ihn heran. „Du hast wirklich Angst gehabt, dass du dich nicht mehr beherrschen kannst.“

Tala sah nicht zu ihr herunter. Er wartete exakt den Bruchteil einer Sekunde ab, bis der Aufzug mit einem leisen Pling auf der obersten Etage hielt.

Als sich die Türen öffneten, packte er sie ohne Vorwarnung an der Hüfte, hob sie leicht an und beförderte sie in den korridorartigen Flur. Mit wenigen Schritten hatte er das digitale Schloss der Suite entriegelt. Er stieß die schwere, schallisolierte Tür auf, drängte Lumina hinein und schlug das Schloss hinter ihnen zu.

Die Dunkelheit des Raumes hüllte sie augenblicklich ein. Nur das ferne, bunte Lichtermeer von Tokios Skyline schimmerte durch die breite Panoramafront.

Tala verschwendete kein einziges Wort mehr. Er presste Lumina rücklings gegen die dicke Holzvertäfelung der Wand, vergrub beide Hände in ihrem silbrigen Haar und riss ihren Kopf nach hinten, während sein Mund in einer puren Explosion aus Hunger und Wucht über den ihren herfiel.

Lumina keuchte auf, schlang die Arme um seinen Hals und gab sich der rohen, unbändigen Gewalt hin, mit der der Russe sie endlich für sich beanspruchte.

Tala gab ihr nicht einmal die Zeit, den Mantel richtig abzustreifen. Mit einer einzigen, kompromisslosen Bewegung packte er den schweren Stoff an ihren Schultern und riss ihn ihr herunter, sodass er leblos auf den Parkettboden glitt.

Er drängte sie rücklings gegen das breite King-Size-Bett mit dem dunklen Lederkopfteil. Ohne die geringste Rücksicht auf die feine Kleidung griff er in den Stoff ihres Rollkragenpullovers und zog ihn ihr über den Kopf, gefolgt von der unerbittlichen Klarheit seiner Hände, die ihren Körper zügig freilegten.

„Tala…“, hauchte Lumina atemlos, doch ihr heiserer Einwand ging sofort in einem tiefen, besitzergreifenden Kuss unter.

Tala packte beide ihrer Handgelenke mit nur einer einzigen, riesigen Hand, führte sie weit über ihren Kopf und presste ihre Arme flach gegen das massive Leder des Kopfteils. Der Griff war wie eine Manschette aus kaltem Stahl.

Er beugte sich über sie, nutzte sein gesamtes Körpergewicht, um sie unter sich zu fixieren, und sah ihr aus seinen eisblauen Augen tief in die magentafarbenen Iris. Sein Atem ging flach und kochend heiß.

„Du hast geglaubt, du kannst mich da draußen vor den anderen bloßstellen in dem du mich warten lässt?“, raunte er eiskalt, während seine freie Hand kompromisslos von ihrer Hüfte über ihren Oberschenkel strich und sich tief zwischen ihre Beine grub.

„Ich… wollte dich nur… testen…“, brachte Lumina mit zittriger, schwer erregter Stimme heraus, während ein scharfes Schaudern ihren gesamten Körper durchflutete.

„Der Test ist vorbei“, knurrte Tala an ihrer Halslinie.

Er biss ihr sanft, aber spürbar fest in die empfindliche Haut über ihrem Schlüsselbein, genau dort, wo bereits der frische Fleck von der Nacht zuvor prangte, und hinterließ erneut seine physische Markierung. Lumina keuchte laut auf, krallte die Finger hilflos in die Begrenzung des Kopfteils, wo er ihre Hände fixiert hielt, und gab sich der rohen Wucht seiner Dominanz völlig hin.

Er ließ ihre Handgelenke nicht los, während er sich mit einer einzigen, fließenden Bewegung von seiner eigenen Kleidung befreite. Ohne Vorwarnung und ohne ein weiteres Wort zu verlieren, drängte er ihre Knie weit auseinander, schob sich zwischen ihre Beine und forderte sie in einem einzigen, tiefen und unerbittlichen Stoß komplett ein.

Ein heiserer, erregter Schrei entwich Luminas Kehle, der in der schallisolierten Suite vollkommen verhallte.

Tala verharrte für einen Herzschlag tief in ihr, während sich die Muskeln an seinem Rücken wie Seile anspannten. Erst als er den Rhythmus aufnahm, löste er den eisernen Griff um ihre Handgelenke, wanderte mit seinen Händen hinab zu ihren Hüften und zog ihren Körper mit kompromissloser Kraft noch dichter an sich.

Befreit aus der Fixierung schlang Lumina ihre Arme augenblicklich um seinen Nacken und krallte ihre Finger tief in die breiten Muskeln seiner Schultern, während sie sich hilflos der Rhythmik und der reinen Wucht seiner Dominanz hingab.

Er neigte sich tief zu ihr herab, fixierte ihre Lippen mit seinen und begann einen harten, Rhythmus vorzugeben, der keinen Raum für Sanftheit ließ. Er übernahm den vollkommenen Takt ihres Körpers, stieß tief und kompromisslos zu, bis das gesamte Bett unter der Wucht seiner Bewegungen ächzte und Lumina nur noch in der Lage war, sich schluchzend an seine Schultern zu klammern.

Er gab ihr keine Gelegenheit zu sprechen, keine Möglichkeit zur Steuerung... er forderte jeden einzelnen Atemzug von ihr ein.

Das rhythmische Ächzen des massiven Lederkopfteils und das feuchte, kompromisslose Klatschen von Haut auf Haut hallten wie ein raues Echo durch das abgedunkelte Zimmer.

Tala zeigte nicht die geringste Absicht, das Tempo zu drosseln oder ihr auch nur eine Sekunde zum Durchatmen zu lassen. Seine großen, schweren Hände gruben sich mit brutaler Präzision tief in ihre schlanken Hüften, steckten den Radius ihrer Bewegungen unerbittlich ab und zogen ihren Körper bei jedem einzelnen Stoß wieder mit purer Wucht entgegen.

„Tala… Gott…“, entkam es Lumina heiser. Ihr Kopf schlug rhythmisch gegen das Leder des Kopfteils, während ihre Fingerspitzen blutleer in das Gewebe seiner Schultermuskeln krallten. Sie versuchte vergeblich, ihren Atem zu stabilisieren, doch die Hitze in ihrem Unterleib stieg mit jedem tiefen Impuls steiler an, bis es sich wie reines, unerträgliches Brennen anfühlte.

Tala neigte sich noch tiefer zu ihr herab und sein Atem fuhr in stoßweisen, rauen Frequenzen an ihren Hals.

„Sieh mich an“, befahl er mit einer dunklen, befehlenden Schärfe, die keinen Millimeter Spielraum ließ.

Lumina öffnete die schwer gewordenen Augen. Durch den dichten Nebel der Erregung fixierte sie seine eisblaue Iris. Da war kein Schimmer von Sanftheit, keine Spur von Zurückhaltung... nur die reine, ungefilterte Gier eines Mannes, der ihr keinen einzigen Winkel ihres eigenen Körpers mehr überlassen wollte.

„Du wolltest wissen, was ich vorhabe…“, knurrte er rauchig an ihrer Unterlippe, ehe er das Tempo noch einmal drastisch steigerte und ihre Hüften so fest an sich presste, dass ihr jegliche Luft aus den Lungen weichen musste. „Ich nehme mir genau das, was mir gehört.“

Er verlagerte sein Gewicht, griff tief unter ihre Kniekehlen und hob ihren Unterkörper noch ein Stück steiler an, um jeden einzelnen Winkel in ihr vollkommen auszufüllen. Die Wucht und die schiere Tiefe rissen Lumina beinahe komplett aus der Realität.

Die sensorische Überforderung brach wie eine Sturzwelle über sie herein. Die Grenzen ihres Körpers verschwammen, und die ansteigende Welle presste ihr jede verbliebene Beherrschung ab.

Ein fast schon panisches, hilfloses Schluchzen entwich ihrer Kehle, während Tränen der reinen Überwältigung in ihre Augen stiegen. Sie verlor vollkommen die Kontrolle über ihre Stimme und schrie ihre Lust mitten in das schallisolierte Zimmer heraus:

„Oh Gott, Tala…! Ich komme… oh Gott, ich…!“

Ihre Worte zersplitterten in ein heiseres, zittriges Flehen, als der Höhepunkt mit voller Härte in ihren Unterleib einschlug. Ihr gesamter Körper zog sich krampend zusammen, und ihre inneren Muskeln umschlossen seine stählerne Härte in raschen, unwillkürlichen Wellen.

Tala verharrte tief in ihr... und in diesem Augenblick fuhr ein Schaudern durch seinen gesamten Körper, das ihn bis in das Mark erschütterte.

Früher, in den kühlen, bedeutungslosen Begegnungen seiner Vergangenheit, war es ihm vollkommen egal gewesen, ob die Mädchen unter ihm Befriedigung fanden oder nicht. Es war eine rein physische Entladung gewesen, ein biologisches Bedürfnis mit dem praktischen Nebeneffekt, noch mehr Distanz zu schaffen. Doch das hier… das hier war etwas völlig anderes.

Zu spüren, wie Lumina unter ihm komplett den Verstand verlor, wie sie völlig panisch schluchzte, seinen Namen schrie und sich in ihrer absoluten Hingabe an ihn klammerte, löste in seinem Kopf schon seit Tagen eine beinahe beängstigende Detonation aus.

Dieses unkontrollierte Krampfen ihres Körpers um ihn herum, diese totale Abhängigkeit von seinen Bewegungen in diesem einen Moment... es machte ihn auf eine grauenvolle, wunderschöne Art süchtig.

Das raue, beinahe tierische Knurren tief aus seiner Brust zeugte vom endgültigen Riss seiner eigenen Beherrschung.

Er genoss jeden einzelnen ihrer heiseren Schreie, trank ihre überforderten Schluchzer wie ein Verdurstender und stieß mit ein paar letzten, kompromisslosen Bewegungen tief in ihr inneres Krampfen hinein, bis auch er mit einem dumpfen, kehligen Aufbrüllen über die Kante gerissen wurde und tief in ihr kam.

Das schwere, raspelnde Atmen der beiden hing dicht in der abgedunkelten Suite. Tala lag immer noch mit seinem vollen Gewicht auf Lumina, das Gesicht tief in ihrem silbrigen, leicht feuchten Haar vergraben. Seine Handflächen ruhten wie schwere Anker an ihren Hüften, und sein Körper strahlte eine glühende Hitze aus.

Lumina lag reglos unter ihm, die Muskeln in ihren Beinen zitterten noch immer spürbar nach. Ein leises, vollkommen erschöpftes und doch zutiefst zufriedenes Seufzen entkam ihren Lippen. Sie war komplett befriedigt, ihr Verstand fühlte sich an wie von Nebel umhüllt, und trotz der Wucht, mit der er über sie hergefallen war, stieg ein leises, kehliges Kichern in ihrer Brust auf.

Tala hob langsam den Kopf. Seine eisblauen Augen fixierten sie in der Dunkelheit, rau und unerbittlich.

„Lach nur“, raunte er mit einer dunklen, befehlsgewohnten Schärfe an ihrer Halsbeuge, während er seine Hüfte nur ein paar Millimeter bewegte... genau so viel, dass sie spüren konnte, dass seine Härte noch immer nicht vollkommen abgeflacht war. „Ich halte dich heute die ganze Nacht wach.“

Lumina schauerte zittrig unter der Ankündigung zusammen. Sie sah zu ihm auf, ihre magentafarbenen Augen glänzten matt im Dämmerlicht der schallisolierten Suite.

„Wieso…“, begann sie leicht außer Atem, während sie versuchte, wieder genug Luft in ihre Lungen zu bekommen, „…hast du es dir… nicht einfach selbst gemacht… wenn du… doch so extrem hart warst?“

Tala erstarrte in der Bewegung. Für einen langen Moment herrschte absolute Stille zwischen ihnen. Seine Kiefermuskeln spannten sich so stark an, dass man das feine Knirschen seiner Zähne fast hören konnte. Sein Blick wurde finster, fast schon gereizt über seine eigene Unfähigkeit, eine logische Erklärung dafür zu finden.

„Glaubst du im Ernst, das hätte ich nicht versucht?“, knurrte er schließlich zähneknirschend und spuckte die Worte beinahe aus. Er wandte den Blick leicht ab, als würde es ihn extreme Überwindung kosten, das zuzugeben.

„Ich stand heute bereits drei verdammte Male in der Dusche, nur um irgendwie diesen Druck loszuwerden.“

Er hielt inne, stieß einen wütenden Atemzug durch die Nase aus und sah sie wieder an... mit einem Ausdruck, der zwischen düsterer Gier und absoluter Ratlosigkeit schwankte.

„Es hat nicht einmal zehn Minuten gedauert… dann stand er wieder. Es bringt überhaupt nichts.“ Er ballte eine Hand in den Kissen neben ihrem Kopf zur Faust. „Ich weiß verdammt noch mal nicht, wieso… aber irgendwas stimmt nicht mit mir.“

Lumina blickte ihn an. Sie ahnte in diesem Moment nicht, dass es genau jenes Phänomen war, über das Kai erst vor Kurzem mit Elias im Anwesen gesprochen hatte als sie bereits den Salon verlassen hatte... diese verheerende, fast schon besessene Reaktion eines Mannes aus der Abtei, der nach langen Jahren der emotionalen Kälte endlich auf seine wahre Gefährtin traf und dessen Körper schlichtweg keine Kontrolle mehr akzeptieren wollte.

Tala selbst begriff es nicht; für ihn war es ein Kontrollverlust, der ihn rasend machte und den er nur an ihr entladen konnte.

Lumina blickte ihn aus ihren magentafarbenen Augen an, in denen noch immer der warme Glanz der reinen Überwältigung lag. Das heisere Kichern, das eben noch in ihrer Kehle gesessen hatte, verblaste langsam, wich aber keinem Schrecken. Stattdessen breitete sich ein umwerfend sanftes, verschmitztes Schmunzeln auf ihren blassen Lippen aus.

Sie spürte die gewaltige Anspannung in seinem Körper, sah das gefährliche Funkeln in seinen eisblauen Augen und die harte Falte zwischen seinen Brauen. Tala wirkte wie ein Raubtier, das in einer unsichtbaren Falle saß und krampfhaft versuchte, die Kontrolle über seinen eigenen Verstand zurückzugewinnen.

Eine ihrer zierlichen, zitternden Hände löste sich von seiner breiten Schulter. Mit behutsamen, fast vorsichtigen Fingerspitzen fuhr sie über seine angespannte Kieferlinie hinauf und strich mit dem Daumen sanft über die Wölbung seines Wangenknochens.

„Mit dir ist alles in Ordnung, du Sturkopf…“, flüsterte sie mit einer rauen, leisen Stimme, die vor reiner Genugtuung schimmerte.

Sie neigte den Kopf ein Stück zur Seite, um seinem intensiven Blick auszuweichen, und sah ihn stattdessen von unten herauf spitzbübisch an. Seine Worte über die drei gescheiterten Versuche unter der Dusche schmeckten für sie wie der süßeste Sieg.

Dieser sonst so eiskalte, unnahbare Mann, der jede Emotion wie eine Schwachstelle behandelte, war haargenau an dem Punkt angekommen, an dem sein eigener Körper sich weigerte, ihm zu gehorchen, wenn es nicht um sie ging.

„Du bist bloß zum ersten Mal in deinem Leben völlig machtlos gegen das, was du fühlst“, fügte sie heiser hinzu, während sie den Daumen sanft über seine Lippen gleiten ließ, die sich sofort verengten. „Und anstatt es zu akzeptieren, versuchst du es wie einen Feind zu bekämpfen.“

Tala ließ ein tiefes, bedrohliches Knurren entweichen, das gegen ihre Handfläche vibrierte. Er packte ihr Handgelenk, drückte ihre Hand jedoch nicht weg, sondern presste sie fest an seinen Kiefer.

„Red kein Zeug, Lumina“, knurrte er und neigte sich so dicht herab, dass sein heißer Atem ihre Lippen streifte. „Es gibt hier nichts zu akzeptieren. Du machst mich einfach wahnsinnig. Das ist alles.“

Lumina entwich ein leises, atemloses Glucksen. Sie spürte, wie sich seine Lippen gegen ihre Fingerspitzen schoben, und schlang den anderen Arm wieder etwas enger um seinen Nacken.

„Dann werd ruhig weiter wahnsinnig…“, raunte sie provokant, neigte den Kopf zurück und schloss für einen Herzschlag die Augen, um die anhaltende Hitze seiner Präsenz auf sich wirken zu lassen. „Ich bin schließlich hier. Und ich gehe heute Nacht nirgendwo mehr hin.“

Tala gab ihr keine Chance, den Triumph in ihren Augen weiter auszukosten. Ohne ein weiteres Wort griff er nach ihren Schultern, drehte ihren zierlichen Körper mit einer einzigen, kompromisslosen Bewegung auf den Bauch und riss ihre Hüften hoch auf die Knie.

Bevor Lumina auch nur einen klaren Gedanken fassen konnte, drückte er ihren Oberkörper flach auf die nackte Matratze. Tala kniete direkt hinter ihr, packte ihre Beckenknochen wie Schraubstöcke und stieß ohne Vorwarnung mit voller Wucht von hinten tief in sie hinein.

Ein erstickter, scharfer Laut entwich ihrer Kehle. Das rhythmische, feuchte Klatschen von Haut auf Haut und das nasse Schmatzen der engen Verbindung hallten laut und rauschhaft durch die abgedunkelte Suite. Tala nahm keine Rücksicht, baute kein langsames Tempo auf... seine Stöße kamen wie immer hart, tief und in einer Unerbittlichkeit, die das massive Bett unter ihnen im Takt erschütterte.

Lumina vergrub das Gesicht im Kissen, während die Erregung durch die tiefe, direkte Stimulation augenblicklich mit voller Härte zurückschoss. Die Müdigkeit verflog im Bruchteil einer Sekunde. Ihr Körper reagierte völlig unwillkürlich auf seine Härte; sie spürte, wie jeder einzelne Stoß genau den Punkt in ihr traf, der sie um den Verstand brachte.

„Tala…“, stöhnte sie heiser ins Kissen, das Gesicht nass von Schweiß und den Tränen der Überforderung. Ihr Blick war völlig glasig, der Raum um sie herum verschwamm in einem Nebel aus reinem Nervenkitzel.

„Härter… Tala… hör nicht auf…!“

Ihre Bettelworte waren wie Öl im Feuer seiner Besessenheit. Tala verengte die eisblauen Augen, knirschte so fest mit den Zähnen, dass seine Kiefermuskeln hervorblitzten, und schlug ein noch wahnwitzigeres Tempo an. Seine Fingernägel gruben sich fast schon schmerzhaft in ihre Hüften, während er sie bei jedem einzelnen Impuls entgegenzog, um noch einen Millimeter tiefer in ihr zu versinken.

Die sensorische Überlastung war zu viel. Vor Luminas geschlossenen Augen begann es weiß und golden zu flackern, das Licht im Raum schien zu vibrieren. Ein schriller, langer Schrei entfuhr ihrer Kehle, als die nächste Welle wie eine Explosion durch ihren Unterleib jagte und sie vollkommen hinwegfegte.

Ihr gesamter Körper verkrampfte sich gewaltsam, die Muskeln tief in ihr schlossen sich wie ein glühender Ring um seine Stärke und rissen ihn spürbar mit.

Tala warf den Kopf in den Nacken. Ein tiefes, kehliges Stöhnen entkam seiner Brust, als er das unkontrollierte, wilde Krampfen ihres Körpers mit jeder Faser seines Seins ein weiteres Mal genoss. Es war dieser Moment der absoluten Unterwerfung, dieses unwillkürliche Zusammentreffen ihrer Muskeln, das seinen Verstand komplett ausschaltete.

„Verdammt… Lumina…“, stieß er zähneknirschend hervor.

Er rammte sich noch ein paar letzte, raue Male starr bis an ihren Anschlag hinein, ehe auch seine Beherrschung endgültig zerbrach und er sein eigenes, dumpfes Aufbrüllen in das dunkle Zimmer entließ, während er tief in ihrem krampfenden Körper explodierte.

Einige Stunden später...

Das verhaltene Licht der Tokioter Morgensonne schob sich träge durch die schallisolierte Panoramafront des Love Hotels und tauchte das abgedunkelte Zimmer in ein mattes, silbergraues Dämmerlicht.

Lumina schlug langsam die Augen auf. Ihr Körper fühlte sich schwer an, vollkommen verausgabt und von einem tauben, überreizten Ziehen durchzogen. Noch ehe ihr Verstand die Orientierung komplett zurückgewonnen hatte, spürte sie die massive, warme Präsenz hinter sich. Tala hielt sie im Schlaf fest umschlungen... ein harter, unnachgiebiger Greifreflex, als befürchte er selbst im Traum, dass sie ihm entgleiten könnte. Sein schwerer Arm lag wie eine eiserne Schranke um ihre Taille gepresst, sein regelmäßiger, tiefer Atem fuhr warm an ihren Nacken.

Sie blieb einen Moment reglos liegen und ließ die verflossenen Stunden Revue passieren...

Nachdem er sie auf dem Bett hart von hinten genommen hatte, war der Sturm keineswegs abgeflaut. Es hatte keine fünf Minuten gedauert, bis Tala sie von der Matratze hochgerissen, an den großen, massiven Tisch im Raum gedrängt und im Stehen erneut von hinten eingefordert hatte.

Er hatte eines ihrer Beine steil nach oben gezogen, um noch tiefer in sie eindringen zu können. Lumina war völlig überreizt gewesen, jede Faser ihrer Nerven hatte aufgeschrien... und doch war genau diese schonungslose Wucht alles gewesen, was sie in diesem Augenblick gewollt hatte.

Als er sie schließlich ganz zum Schluss zu sich herumgedreht, mit dem Rücken gegen die Wand gepresst und im Stehen auf seinen kraftvollen Armen das vierte Mal genommen hatte, waren beide am absoluten Ende ihrer physischen Kräfte gewesen. Es war bereits zwei Uhr fünfundzwanzig morgens gewesen, als die Suite endlich in vollkommene Stille getaucht war.

Ein leises, tief zufriedenes Lächeln stahl sich auf Luminas Lippen. Trotz der schmerzenden Muskeln in ihren Beinen, den Bissen an ihren Schultern und der blauen Flecken auf ihrer Haut empfand sie eine tiefgreifende Ruhe.

Behutsam drehte sie sich in seinem eisernen Griff herum, bis sie ihm zugewandt lag.

Mit zierlichen, leicht zitternden Fingern fuhr sie durch die dichten Haare in seinem Nacken und genoss das Gefühl, wie fest er sie selbst im tiefsten Schlaf an sich gedrückt hielt.

Lumina blickte in sein gewohnt markantes, im Schlaf leicht entspanntes Gesicht. Unter den langen Wimpern lagen feine Schatten der Erschöpfung.

Sie spürte es in diesem Moment mit absoluter Gewissheit: Dieser eiskalte, unnahbare Mann war ihr definitiv endgültig verfallen. Und was noch viel bedeutender war... er brauchte sie.

Außenstehende Menschen würden niemals verstehen, warum Lumina so fasziniert von einem derart schwierigen, anstrengenden und verschlossenen Mann wie Tala Valkov war.

Für die Welt war er das unberechenbare, eiskalte Ungeheuer aus der Abtei. Doch Lumina sah weit hinter diese Fassade. Sie wusste, dass Tala, wenn seine Schutzmauern erst einmal vollkommen gefallen waren, das Potenzial besaß, der loyalste, beschützendste und unerschütterlichste Partner zu sein, den man sich an seiner Seite nur vorstellen konnte.

Er verstand seine eigenen Gefühle noch nicht, er bekämpfte sie mit schierer possessioneller Härte... aber Lumina hatte alle Zeit und die nötige Geduld der Welt, um ihm beim Begreifen zuzusehen.

Ein feines, unmerkliches Zucken ging durch Talas Schultern, als sein Verstand aus dem tiefen Schlaf zurück an die Oberfläche kehrte.

Er schlug die Augen auf. Die eisblaue Iris, sonst so scharf und berechnend, wirkte für den Bruchteil einer Sekunde noch matt und getrübt von der Erschöpfung der vergangenen Nacht. Doch als die Orientierung mit einem Mal zurückkehrte, erstarrte er mitten in der Bewegung.

Sein Blick glitt nach unten. Seine Hände hielten Lumina noch immer mit eisernem Griff an sich gepresst. Seine linke Hand lag tief an ihrer Hüfte, der andere Arm lag schützend über ihrer Taille, und ihr Kopf ruhte ganz selbstverständlich in der Beuge seiner Schulter.

Ein leiser, fast unsichtbarer Schatten des Schreckens schoss durch seine Züge.

Nach jener Nacht vor ein paar Tagen und während der darauffolgenden Begegnungen hatten sie die Nächte zwar ähnlich miteinander verbracht... doch bis zu diesem heutigen Morgen war der Ablauf für Tala ein völlig anderer gewesen.

Wenn er sie nach dem Sex fest an seine Brust gezogen und befohlen hatte zu schlafen, war das eine bewusste, kalkulierte Besitzgeste gewesen. Ein Akt der Macht, mit dem er ihren Körper beanspruchte und die Zügel stur in der Hand behielt.

Doch das hier war anders.

Er spürte es in der tauben Schwerkraft seiner eigenen Muskeln: Er hatte sie diesmal nicht bewusst fixiert. Sein Körper hatte sie im tiefsten, unkontrollierten Schlaf von ganz alleine umschlungen gehalten. Ohne seinen Befehl. Ohne seinen kühlen Verstand. Sein Unterbewusstsein hatte sich schlichtweg geweigert, sie loszulassen.

In der Welt, in der Tala aufgewachsen war, bedeutete eine solche unwillkürliche Nähe eine tödliche Schwachstelle. Schutzlosigkeit.

Sein gesamter Körper spannte sich an, als wolle der antrainierte Reflex der Abtei ihm befehlen, sich augenblicklich von ihr zu lösen und die gewohnte Distanz herzustellen. Doch die Muskeln versagten ihm den Gehorsam. Er rückte nicht ab. Er zog die Hand nicht zurück. Er verharrte einfach starr an Ort und Stelle und starrte sie schweigend aus seinen eisblauen Augen an, völlig schockiert über den Verrat seines eigenen Körpers.

Lumina, die seine Reaktion genau beobachtet hatte, schenkte ihm ein leises, umwerfend sanftes Lächeln.

Ihr erster Impuls war es, sich ein Stück nach oben zu schieben und seine Lippen mit einem zarten, liebevollen Kuss zu begrüßen. Doch noch bevor sich ihre Lippen näherten, hielt sie in der Bewegung inne. Die Erinnerung an vor ein paar Tagen schoss ihr blitzartig in den Kopf: Damals hatte sie genau das nach der ersten Nacht im Hotel versucht... und Tala hatte schroff den Kopf abgewandt, als hätte sie ihn mit einem brennenden Eisen berühren wollen.

Es war eine faszinierende, zutiefst paradoxe Feststellung.

Dieser Mann konnte sie stundenlang mit reinster, rauester Urgewalt besitzen. Er konnte sie an Wände drängen, im Stehen nehmen, ihre Schreie fordern, sie stundenlang an sich ketten und ihren Körper so lange dominieren, bis sie vor Erschöpfung zitterte.

Das war die Sprache der Abtei... Gewalt, Kontrolle, physischer Besitz. Doch eine winzige, bedingungslose emotionale Geste... wie ein zarter, sanfter Kuss am Morgen... schien die unüberwindbarste Schutzmauer in seinem Kopf zu sein. Es war eine Intimität, die er mit Härte nicht steuern konnte und die ihn völlig überforderte.

Lumina verzichtete auf den Kuss.

Stattdessen hielt sie seinem stummen, intensiven Blick stand und strich ihm mit dem Daumen nur ein einziges Mal spitzbübisch über die Wölbung seiner harten Kieferlinie.

„Guten Morgen, Mr. Valkov“, hauchte sie leise, während ihre magentafarbenen Augen verschmitzt aufblitzten. „Haben die russischen Nerven sich etwas erholt?“

Talas Kiefer spannte sich spürbar an. Sein Blick verengte sich, während die tiefen Falten zwischen seinen Brauen zurückkehrten. Er brauchte einen langen Augenblick, um auf ihre provokante Frage zu reagieren... als müsse er erst die raue, eisige Schale wieder zusammenflicken, die über Nacht Risse bekommen hatte.

Sein Griff um ihre Hüfte lockerte sich keinen Millimeter, doch die Stimme, die schließlich aus seiner Brust drang, war tief, rauchig und von einer gefährlich leisen Schärfe durchzogen.

„Mach dich nicht lustig, Lumina“, knurrte er dunkel und sah sie von oben herab an. „Wer von uns beiden sich erholen muss, werden wir gleich sehen, wenn du versuchst aufzustehen.“

Ein feines, besitzergreifendes Schmunzeln stahl sich für einen winzigen Bruchteil einer Sekunde auf seine Lippen... so flüchtig, dass es fast wie eine Einbildung wirkte... , ehe seine gewohnt eiskalte Maske wieder vollständig einrastete.

Er beugte sich noch ein Stück tiefer zu ihr herab, fing ihren Blick ab und fügte flüsternd an ihrer Ohrläppchenpartie hinzu:

„Sei lieber still. Sonst sorge ich dafür, dass wir das Zimmer vor heute Abend gar nicht erst verlassen.“

Ein tiefes, wohliges Schaudern fuhr Lumina bei seinen rauen Worten augenblicklich durch das Rückgrat. Anstatt züchtig zurückzuweichen, entkam ihren Lippen nur ein leises, dehnbares Seufzen, während sich ihre Pupillen im matten Licht der Morgenröte leicht weiteten.

Sie schob sich keinen Millimeter von ihm weg. Stattdessen schmiegte sie ihre nackte Oberschenkelinnenseite noch ein Stück enger an seine Beine und blickte ihn aus ihren schimmernden, magentafarbenen Augen absolut provokant an.

„Soll das etwa eine Drohung sein, Tala?“, flüsterte sie heiser, während ein unverschämtes, glückseliges Lächeln ihre Lippen umspielte. Sie neigte den Kopf ein Stück zurück, legte ihren Hals frei und ließ einen atemlosen Ton entweichen. „Um ehrlich zu sein... hätte ich absolut gar nichts dagegen. Ich bleibe liebend gern den ganzen Tag genau hier unter dir liegen.“

Sie spürte augenblicklich, wie Tala bei ihrer schamlosen Antwort starr wurde. Sein eisblauer Blick brannte sich förmlich in ihre Züge. Er hatte erwartet, dass sie nach dieser exzessiven Nacht endlich kapitulieren oder wenigstens nachgiebig werden würde.

In seinen Zügen kämpfte die Wut über seine eigene Unfähigkeit, sie einzuschüchtern, mit der rauen, unnachgiebigen Gier, die ihr Anblick in ihm auslöste. Lumina lag unter ihm... gezeichnet von den Spuren der Nacht, mit blauen Flecken an den Hüften, Bissen an Schultern und Hals, und völlig erschöpften Muskeln... , und dennoch besaß sie die Unverschämtheit, ihm ein so glückseliges, provokantes Lächeln entgegenzusetzen. Sie nahm ihm mit einer einzigen, süßen Äußerung die Munition aus der Hand.

„Du bist wirklich unerträglich…“, knurrte er rauchig an ihrer Haut, während seine Hand an ihrer Hüfte wieder unerbittlich zudrückte. Doch in dem tiefen, vibrierenden Ton seiner Stimme lag keine echte Wut mehr, sondern nur noch das wütende Eingeständnis seiner eigenen, ausufernden Begierde.

Noch ehe Lumina auch nur einen weiteren frechen Ton erwidern konnte, packte Tala beide ihrer Handgelenke, riss ihre Arme mit einer einzigen, kompromisslosen Bewegung nach oben und steckte den Radius ihres Körpers erneut ab. Er schob sein Knie rücksichtslos zwischen ihre Beine, nutzte sein volles Gewicht, um sich über sie zu beugen, und starrte von oben auf sie herab wie ein Raubtier, das sein Revier verteidigte

„Du glaubst also, das ist ein Spiel?“, knurrte er, während seine freie Hand kompromisslos von ihrer Hüfte hinab zu ihren Oberschenkeln strich und das krampfhafte Zittern ihrer gereizten Muskeln spürte. Seine Finger fuhren ohne das geringste Zögern wieder tief zwischen ihre Beine, wo die Feuchtigkeit und die Hitze der vergangenen Stunden noch immer nicht verflogen waren.

Lumina entwich ein scharfer, atemloser Laut, als seine Finger exakten, fordernden Druck ausübten.

„Ich habe nicht gescherzt, Lumina“, raunte Tala an ihrer Kieferlinie entlang und biss ihr spürbar fest in die empfindliche Haut an ihrem Hals, genau dorthin, wo seine Markierungen bereits prangten. „Du wolltest hier nicht weg? Gut. Dann bleibst du genau hier liegen.“

Ohne ihr auch nur den Hauch einer Pause zu gönnen, drängte er ihre Knie weiter auseinander, hob ihr Becken an und forderte sie in einem einzigen, tiefen Stoß erneut komplett ein.

Ein heiserer, überwältigter stöhnender Schrei entkam Luminas Kehle, der in der morgendlichen Stille der Suite widerhallte. Ihre Fingernägel gruben sich hilflos in die Luft, während Tala bereits den harten, unerbittlichen Rhythmus aufnahm. Er gab ihr erneut keine Chance zu steuern, keine Möglichkeit zur Vernunft... er nahm ihre Herausforderung an und versenkte sie beide erneut in dem einzigen Rausch, in dem er ihre Nähe ertragen konnte, ohne an seinen eigenen Schutzmauern zu zerbrechen.