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Die Clans (Bts&Skz&Ateez) — www.fanfiktion.de · All chapters

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Nach dem Essen dauerte es noch ein paar Minuten, bis wirklich alle fertig waren. Teller wurden zusammengeschoben, Gläser geleert, und spätestens nach dem Nachtisch sah Jungkook deutlich zufriedener aus als während seiner Regelansprache.

Namjoon stand schließlich auf.

„Okay. Dann machen wir jetzt die Führung.“

Hoseok erhob sich ebenfalls.

„Endlich.“

Namjoon sah ihn an. „Du hast doch gegessen.“

„Ja, aber der ursprüngliche Plan war Führung, dann Essen.“

„Jetzt ist es eben andersrum.“

„Ich stelle nur fest, dass mein wunderschöner Zeitplan zerstört wurde.“

Jin sammelte sein Geschirr ein. „Du wirst es überleben.“

„Danke für dein Mitgefühl, Jin-hyung.“

Namjoon wartete gar nicht erst darauf, dass daraus noch eine Diskussion wurde.

„Kommt.“

Alle sechzehn erhoben sich.

Namjoon führte sie zunächst zurück in die große Eingangshalle.

„Die kennt ihr schon. Haupteingang vorne, Innenhof hinten. Von hier aus kommt ihr praktisch überall hin.“

Er deutete nach rechts.

„Ostflügel. Stray Kids.“

Dann nach links.

„Westflügel. ATEEZ.“

Weiter geradeaus.

„Die großen Gemeinschaftsräume liegen hauptsächlich im mittleren Teil des Schlosses. Wenn ihr euch am Anfang verlauft, geht zurück zur Eingangshalle. Von hier findet ihr eure Flügel eigentlich immer.“

Han sah die gewaltige Treppe hinauf.

„Eigentlich.“

Namjoon grinste.

„Das Schloss ist groß.“

„Das beruhigt mich nicht, Namjoon-hyung.“

„Nach ein paar Tagen kennst du dich aus.“

„Oder wir finden Han nach drei Monaten irgendwo in einem Turm“, sagte Seungmin.

„Danke.“

Sie gingen weiter.

Namjoon zeigte ihnen nacheinander die Räume, die tatsächlich für alle gedacht waren.

Mehrere Wohnzimmer.

Eine große Bibliothek.

Das Kino.

Die Trainingsräume.

Die Studios.

Einen weiteren kleineren Speiseraum.

Gemeinschaftsbäder und den Poolbereich.

Hyunjin wurde beim Atelier langsamer.

Taehyung bemerkte es sofort.

„Das ist es.“

Hyunjin sah hinein.

Der Raum war groß, hell und voller hoher Fenster. Staffeleien standen an einer Wand, Regale und Schränke auf der anderen Seite.

„Oh.“

Taehyung grinste.

„Hab doch gesagt.“

Hyunjin ging zwei Schritte hinein.

„Darf ich hier wirklich einfach rein, Taehyung-hyung?“

„Ja. Das ist kein privater Raum.“

„Okay.“

Hyunjin sah sich noch einmal um, bevor er wieder zu den anderen kam.

Namjoon wartete.

„Alles, was ich euch gerade gezeigt habe, könnt ihr benutzen. Ihr müsst niemanden fragen. Wenn etwas kaputtgeht, sagt Bescheid. Wenn ihr etwas leer macht, sagt ebenfalls Bescheid oder ersetzt es.“

Chan nickte. „Klar.“

Sie gingen weiter.

Irgendwann kamen sie an einen breiteren Gang.

Namjoon blieb stehen.

„Hier wird es wichtig.“

Vor ihnen zweigte der Gang ab.

„Wenn ihr diesem Gang weiter folgt, kommt ihr Richtung Südflügel.“

Niemand ging weiter.

Namjoon deutete auf die Abzweigung.

„Das ist die Grenze. Ab hier nicht weiter.“

Hongjoong nickte.

„Verstanden, Namjoon-hyung.“

„Gut.“

Namjoon drehte sich wieder um.

„Und jetzt der Nordflügel.“

Wooyoung wurde augenblicklich aufmerksamer.

San sah ihn von der Seite an.

„Lass es.“

„Ich mache doch gar nichts.“

„Dein Gesicht macht etwas.“

„Was macht mein Gesicht?“

„Wooyoung“, sagte Hongjoong.

„Ja, Hongjoong-hyung.“

Namjoon führte sie durch einen anderen Teil des Schlosses.

Je weiter sie kamen, desto weniger Gemeinschaftsräume gab es. Schließlich erreichten sie einen langen Korridor, an dessen Ende zwei massive Türen lagen.

Namjoon blieb deutlich davor stehen.

„Weiter als hier geht ihr nicht.“

Seine Stimme war nicht aggressiv.

Aber vollkommen ernst.

„Das ist die Grenze zum Nordflügel. Ihr habt Jungkook gehört. Ich sage dasselbe noch einmal ohne seine Morddrohung: Ihr habt dort nichts zu suchen.“

Wooyoung betrachtete die Türen.

Namjoon sah ihn.

„Nein.“

Wooyoung blickte zu ihm.

„Ich hab nichts gesagt.“

„Ich sehe dich denken.“

Mingi lachte.

Wooyoung zeigte auf die Türen. „Ich wollte nur fragen, ob—“

„Nein.“

„Aber du weißt doch gar nicht, was ich fragen wollte, Namjoon-hyung.“

„Wenn deine Frage mit dem Nordflügel zu tun hat, lautet die Antwort nein.“

Wooyoung öffnete den Mund.

Schloss ihn wieder.

„Okay.“

„Perfekt.“

Damit drehte Namjoon sich um.

„Das war drinnen. Jetzt draußen.“

Sie gingen zurück durch das Schloss und schließlich hinaus auf das hintere Gelände.

Hier wurde erst richtig deutlich, wie gewaltig das Grundstück war.

Der Innenhof war nichts dagegen.

Hinter dem Schloss erstreckten sich riesige Grünflächen, bevor das Gelände in dichten Wald überging. Weiter westlich schimmerte zwischen den Bäumen bereits das Wasser des Sees.

Namjoon blieb stehen.

„Hier müsst ihr euch die Grenzen wirklich merken.“

Chan trat etwas näher.

Hongjoong ebenfalls.

Namjoon deutete zunächst auf den Wald.

„Stray Kids, euer Bereich.“

Die Wölfe blickten in die entsprechende Richtung.

„Der Wald ist groß genug, dass ihr euch vollständig verwandeln könnt. Ihr könnt laufen, jagen, trainieren oder einfach eure Ruhe haben.“

Sein Arm wanderte weiter.

„Vom Schloss aus könnt ihr praktisch geradeaus und nach Osten in den Wald. Die Grenze verläuft weiter hinten am Berghang.“

„Ist die markiert?“, fragte Chan.

„Ja.“

Namjoon nickte.

„Ihr werdet Steinsäulen sehen. Große schwarze Steine mit unserem Clanzeichen. Sobald ihr die seht, dreht ihr um.“

Lee Know sah Richtung Wald.

„Durchgehend?“

„An den wichtigen Punkten. Wenn ihr euch an die Strecke haltet, die ich euch gleich zeige, könnt ihr die Grenze eigentlich nicht übersehen.“

Changbin blickte zwischen die Bäume.

„Wie weit können wir ungefähr rein?“

Namjoon zeigte in die Ferne.

„Weit.“

Changbin grinste.

„Gut.“

„Ihr habt genug Platz, um euch auszupowern.“

Chan sah noch einmal Richtung Wald und nickte zufrieden.

Namjoon drehte sich anschließend zu ATEEZ.

„Für euch ist die westliche Seite wichtiger.“

Sie folgten ihm.

Der Weg führte am Schloss entlang und anschließend ein Stück durch die Bäume.

Dann öffnete sich der Wald.

Der See lag vor ihnen.

Jetzt, vom Boden aus, wirkte er noch größer als vom Westflügel.

Das Wasser zog sich weit nach hinten und verschwand schließlich teilweise zwischen Wald und Felsen.

Wooyoung grinste sofort.

„Okay.“

Yunho betrachtete schweigend die Wasserfläche.

Mingi sah weit nach hinten.

Seonghwa blickte zu Namjoon.

„Wo ist unsere Grenze?“

„Zeige ich euch.“

Namjoon ging näher ans Ufer.

„Der komplette vordere Bereich gehört dazu. Ihr könnt ihn benutzen. Die Tiefe habt ihr ja vorhin schon mit Taehyung besprochen.“

Taehyung nickte begeistert.

Wooyoung sah ihn an.

„Und die Höhlen.“

„Und die Tunnel.“

Namjoon drehte langsam den Kopf zu Taehyung.

Taehyung wurde etwas ruhiger.

„Was?“

„Welche Tunnel hast du ihnen erzählt?“

„Die normalen.“

Namjoon sah ihn noch einen Moment an.

„Gut.“

Dann wandte er sich wieder ATEEZ zu.

„Die Höhlen im erlaubten Bereich könnt ihr benutzen. Bei den Tunneln gilt dasselbe wie für alles andere: Sobald ihr an eine Grenzmarkierung kommt, geht ihr nicht weiter.“

Hongjoong nickte.

„Wie ist die Grenze unter Wasser markiert?“

„Mit denselben Zeichen. Ihr könnt sie nicht übersehen.“

Das war für Hongjoong offenbar die entscheidende Information.

„Okay.“

Namjoon zeigte über den See.

„Auf der anderen Seite seht ihr die Felswand.“

Alle blickten hinüber.

„Bis dorthin und entlang dieses Bereichs könnt ihr euch frei bewegen. Weiter hinten zieht sich das Gewässer noch Richtung Berg. Dort kommt irgendwann die Grenze.“

Yunho fragte: „Genug Platz für vollständige Verwandlungen?“

„Ja.“

„Auch gleichzeitig?“

Namjoon sah über den See.

„Ja.“

Yunho nickte zufrieden.

Mingi grinste.

Wooyoung sah aus, als hätte man ihm gerade einen Freizeitpark geschenkt.

„Und nachts dürfen wir auch hierher?“

„Ja.“

„Sehr gut.“

Namjoon deutete anschließend weiter nach hinten.

„Jetzt kommt der Bereich, den alle von euch beachten müssen.“

Damit führte er sie ein Stück am Ufer entlang.

Der Boden wurde felsiger.

Schließlich blieb Namjoon stehen und zeigte auf mehrere schwarze, fast mannshohe Steine zwischen den Bäumen.

Darauf war deutlich das Zeichen des Drachenclans eingearbeitet.

„Da.“

Chan sah hin.

Hongjoong ebenfalls.

Namjoon wurde ernst.

„Ab diesen Markierungen beginnt der Bereich, den ihr nicht betretet.“

Wooyoung fragte diesmal tatsächlich vernünftig: „Gar keiner von uns?“

„Gar keiner.“

„Auch nicht in menschlicher Form?“

„Nein.“

„Okay, Namjoon-hyung.“

Namjoon zeigte weiter entlang der natürlichen Linie.

„Die Markierungen ziehen sich durch den Wald, am Berg entlang und entsprechend unter Wasser weiter. Für euch Wölfe heißt das: Sobald ihr beim Laufen diese Steine seht, dreht ihr um.“

Dann sah er ATEEZ an.

„Für euch gilt unter Wasser genau dasselbe.“

Hongjoong nickte.

„Klar.“

„Das ist keine ungefähre Grenze“, sagte Namjoon. „Nicht ‚ein paar Meter gehen noch‘. Die Markierung ist die Grenze.“

Chan nickte sofort.

„Verstanden.“

„Gut.“

Namjoon sah über beide Gruppen.

„Wenn ihr euch daran haltet, gibt es keine Probleme.“

Hoseok stand ein Stück hinter ihm und lächelte.

„Siehst du? Ganz einfach.“

San sah Richtung See.

„Eigentlich schon.“

„Ist es auch.“

Namjoon drehte sich wieder Richtung Schloss.

„Damit kennt ihr jetzt eure Flügel, die Gemeinschaftsräume, Süd- und Nordflügel und die Grenzen draußen.“

Han sah zum riesigen Schloss.

Dann zum Wald.

Dann wieder zum Schloss.

„Ich werde mich trotzdem verlaufen.“

Seungmin nickte.

„Hundertprozentig.“

„Danke für dein Vertrauen.“

Jeongin grinste.

Namjoon lachte leise.

„Wenn ihr euch verlauft, schreibt in den Gruppenchat.“

Wooyoung sah auf.

„Wir haben einen Gruppenchat?“

Hoseok blieb abrupt stehen.

„Noch nicht.“

Wooyoung grinste.

Hoseoks Gesicht veränderte sich.

„Nein.“

„Was?“

„Du bekommst keine Adminrechte.“

„Ich habe gar nicht gefragt, Hoseok-hyung.“

„Ich kenne dich seit heute und weiß trotzdem, dass du fragen wolltest.“

Mingi begann zu lachen.

Wooyoung sah empört zu Hongjoong.

„Hongjoong-hyung!“

Hongjoong ging einfach weiter.

„Hoseok hat recht.“

„Was?!“

Und während Wooyoung hinter ihm herlief, setzte sich die gesamte Gruppe wieder Richtung Schloss in Bewegung.