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10❤️

Die Clans (Bts&Skz&Ateez) — www.fanfiktion.de · All chapters

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Zurück im Schloss verteilten sie sich zunächst wieder in der großen Eingangshalle. Einige wollten bereits Richtung ihrer Flügel verschwinden, als Yoongi, der bis dahin ziemlich schweigsam hinter den anderen hergelaufen war, stehen blieb.

„Zuhören.“

Es war nicht besonders laut gesagt.

Trotzdem blieben alle stehen.

Yoongi steckte die Hände in die Hosentaschen und sah zuerst zu Stray Kids.

„Das, was Namjoon euch gerade über den Wald gesagt hat, war keine Empfehlung. Ihr Wölfe habt eure Grenze gesehen. Bis zu den Markierungen könnt ihr euch austoben, wie ihr wollt. Danach nicht weiter.“

Chan nickte.

„Klar, Yoongi-hyung.“

„Gut.“

Yoongi deutete vage in Richtung des Waldes.

„Denn nach unserem Gebiet kommen die Phönixe.“

Für einen Moment sagte niemand etwas.

Dann hob Han leicht die Augenbrauen.

„Die Phönixe?“

„Ja.“

Yoongis Gesicht verzog sich unmittelbar.

„Phönixe.“

Allein die Art, wie er das Wort aussprach, machte ziemlich deutlich, was er von ihnen hielt.

Jimin grinste bereits.

Yoongi bemerkte es.

„Was?“

„Nichts, hyung.“

„Genau.“

Yoongi wandte sich wieder den anderen zu.

„Unangenehme Spezies.“

Changbin sah interessiert aus.

„Warum?“

„Weil es Phönixe sind.“

Changbin wartete.

Yoongi offenbar auch.

„Das erklärt gar nichts, Yoongi-hyung.“

Yoongi seufzte.

„Die halten sich für etwas Besseres.“

Hoseok lehnte sich gegen eine Säule und grinste.

„Jetzt geht’s los.“

„Ist doch wahr.“

Yoongi sah wieder zu Stray Kids.

„Die sterben, verbrennen und stehen wieder auf und seitdem denken sie, sie hätten persönlich den Tod besiegt.“

Felix blinzelte.

„Na ja…“

Yoongis Blick ging zu ihm.

Felix wurde augenblicklich vorsichtiger.

„…ist schon irgendwie beeindruckend.“

„Felix-hyung“, murmelte Jeongin.

„Was denn? Ist es doch.“

Yoongi schnaubte.

„Beeindruckend, ja. Muss man deswegen arrogant sein? Nein.“

Taehyung nickte ernst.

„Sie sind wirklich arrogant.“

„Danke.“

Yoongi zeigte auf ihn.

„Wenigstens einer.“

Namjoon schüttelte leicht lächelnd den Kopf.

„Sie haben einfach eine ziemlich hohe Meinung von ihrer eigenen Spezies.“

Yoongi sah ihn an.

„Arrogant.“

„Das war die diplomatische Version.“

„Brauchen wir nicht.“

Jungkook saß inzwischen auf einer der breiten Fensterbänke und sah zu ihnen.

„Yoongi-hyung hat recht.“

Yoongi deutete sofort auf Jungkook.

„Danke.“

Jungkook zuckte mit den Schultern.

„Die nerven.“

„Exakt.“

Han sah zwischen ihnen hin und her.

„Und die leben direkt hinter der Waldgrenze?“

Namjoon nickte.

„Ihr Gebiet beginnt nicht unmittelbar einen Meter hinter jedem Grenzstein. Aber ja, auf dieser Seite grenzen unsere Territorien aneinander.“

Yoongi übernahm sofort wieder.

„Deswegen bleibt ihr einfach auf unserer Seite. Wir gehen nicht zu ihnen. Die kommen nicht zu uns. Seit einer ganzen Weile funktioniert das hervorragend.“

Chan nickte.

„Dann bleibt das so.“

„Perfekt.“

Yoongis Blick wanderte weiter.

Zu ATEEZ.

„Und jetzt ihr.“

Wooyoung zeigte auf sich.

„Wir?“

„Nein, der Kronleuchter.“

Wooyoung sah nach oben.

San schloss kurz die Augen.

Seonghwa biss sich sichtbar auf die Innenseite seiner Wange.

Yoongi starrte Wooyoung an.

„Ja. Ihr.“

„Okay, Yoongi-hyung.“

„Bei euch dasselbe Prinzip. Eure Grenze im See habt ihr gesehen.“

Hongjoong nickte.

„Ja.“

„Dahinter bleibt ihr weg.“

Yoongi verzog bereits wieder das Gesicht.

„Da kommen die Sirenen.“

ATEEZ wurde merklich aufmerksamer.

Diesmal war es Jongho, der fragte: „Wie groß ist deren Gebiet?“

„Groß genug, dass ihr ihnen nicht begegnen müsst, wenn ihr euch an unsere Grenze haltet.“

Hongjoong nickte langsam.

Yoongi sah über die acht Leviathane.

„Und glaubt mir: Ihr wollt ihnen nicht begegnen.“

San verschränkte die Arme.

„So schlimm?“

„Sirenen.“

Yoongi sagte es, als wäre damit bereits alles beantwortet.

Mingi grinste.

„Das war jetzt ungefähr so hilfreich wie eben bei den Phönixen.“

„Sirenen sind schrecklich.“

„Warum?“

„Weil sie Sirenen sind.“

Jimin fing an zu lachen.

„Hyung.“

„Was denn?“

Yoongi sah vollkommen ernst aus.

„Sie sind schrecklich.“

Namjoon übernahm diesmal.

„Sirenen sind territorial. Sehr territorial.“

„Und hinterhältig“, ergänzte Yoongi.

„Ja.“

„Und manipulativ.“

„Auch ja.“

„Und laut.“

Namjoon sah kurz zu ihm.

„Das ist jetzt eher deine persönliche Bewertung.“

„Die singen.“

„Sie sind Sirenen.“

„Eben.“

Wooyoung grinste.

„Du magst die wirklich nicht, Yoongi-hyung.“

Yoongi sah ihn vollkommen ausdruckslos an.

„Ich mag euch seit ungefähr drei Stunden lieber als Sirenen.“

Stille.

San hob die Augenbrauen.

„Wow.“

Mingi legte eine Hand auf seine Brust.

„Das ist irgendwie schön.“

„War kein Kompliment.“

„Ich nehme es trotzdem.“

Yoongi ignorierte ihn.

„Bei Sirenen ist das Problem nicht nur, dass sie ihr Gebiet verteidigen. Ihr wisst selbst, was deren Stimmen können.“

ATEEZ nickte.

Natürlich wussten sie das.

Yoongi sah besonders Hongjoong an.

„Wenn ihr unter Wasser eine Stimme hört, die nicht zu einem von euch gehört, schwimmt ihr nicht hin.“

Hongjoong nickte.

„Natürlich nicht, Yoongi-hyung.“

„Ihr untersucht es nicht. Ihr guckt nicht, wer da singt. Ihr schwimmt nicht mal eben ein Stück über die Grenze, weil irgendwas interessant klingt.“

Sein Blick wanderte zu Wooyoung.

Wooyoung sah empört aus.

„Warum guckst du dabei mich an?“

„Instinkt.“

„Ich würde doch nicht einfach einer Sirene hinterherschwimmen.“

San sah ihn an.

Wooyoung drehte sich zu ihm.

„Würde ich nicht!“

San sagte nichts.

„San!“

San hob beide Hände.

„Ich habe nichts gesagt.“

„Dein Gesicht hat etwas gesagt.“

Hoseok fing an zu lachen.

Wooyoung zeigte auf ihn.

„Genau das hat Namjoon-hyung vorhin mit mir gemacht!“

Namjoon grinste.

„Vielleicht liegt es an deinem Gesicht.“

„Was stimmt denn mit meinem Gesicht nicht?!“

„Nichts“, sagte Seonghwa schnell. „Bitte mach einfach weiter, Yoongi-hyung.“

Yoongi nickte.

„Danke.“

Dann wurde er wieder ernst.

„Wir haben momentan mit beiden Clans Ruhe. Die Phönixe bleiben auf ihrer Seite. Die Sirenen bleiben auf ihrer. Wir bleiben hier.“

Er sah erst zu Stray Kids.

Dann zu ATEEZ.

„Und genau so soll es bleiben.“

Chan nickte.

Hongjoong ebenfalls.

„Keine Sorge.“

„Gut.“

Yoongi atmete aus.

„Wir haben keine Lust auf irgendeinen Territorialkonflikt, nur weil einer von euch meint, eine Grenzmarkierung wäre eine unverbindliche Dekoration.“

Jungkook meldete sich von der Fensterbank.

„Wenn sie’s trotzdem machen, holen wir sie nicht.“

Namjoon drehte den Kopf.

„Doch, Kook.“

Jungkook sah ihn an.

„Warum?“

„Weil wir sie nicht bei den Phönixen oder Sirenen liegen lassen.“

Jungkook dachte darüber nach.

„Okay.“

Kurze Pause.

„Aber ich beschwere mich beim Holen.“

Hoseok lachte.

„Das darfst du.“

„Gut.“

Yoongi sah noch einmal zu ATEEZ.

„Und besonders die Sirenen: Lasst sie einfach in Ruhe.“

San nickte.

„Machen wir.“

„Sehr gut.“

Yoongi wollte sich schon umdrehen, blieb dann aber noch einmal stehen.

„Ach, und falls ihr irgendwann eine seht und denkt: Oh, so schlimm sieht die gar nicht aus.“

Er schüttelte den Kopf.

„Doch.“

Mingi begann zu grinsen.

„Yoongi-hyung.“

„Was?“

„Was hat dir eine Sirene getan?“

Yoongi sah ihn an.

„Existiert.“

Jimin prustete los.

Selbst Namjoon lachte jetzt.

Yoongi blieb vollkommen ernst.

„Schreckliche Viecher.“