LNCrawler

13❤️

Die Clans (Bts&Skz&Ateez) — www.fanfiktion.de · All chapters

13❤️

Jungkook hielt sich weiterhin beinahe regungslos über dem dunklen Wasser.

Seine riesigen Flügel bewegten sich nur so viel, wie nötig war, um die Position zu halten. Noch immer verschmolz sein Körper mit der Nacht. Felix und Han konnten die schwarzen Schuppen unter ihren Händen fühlen, aber kaum sehen.

Jungkooks Kopf senkte sich ein weiteres Stück.

Dann kam seine tiefe Stimme.

„Nervensäge. Yeosang.“

Wooyoung hob sofort den Kopf.

„Ja, Jungkook-hyung?“

Yeosang antwortete ruhiger.

„Was?“

„Geht runter.“

Wooyoung sah über Jungkooks Seite zum Wasser.

Jungkook sprach weiter.

„Guckt nach, ob euch irgendwas auffällt.“

Jetzt war Wooyoung sofort ernst.

Kein Spruch.

Kein Grinsen.

Er blickte zu Yeosang.

Der nickte bereits.

Jungkook hielt seinen Flug ruhig.

„Ich kann gerade nicht ins Wasser abtauchen. Ich habe die Wölfe auf dem Rücken.“

Felix sah nach unten.

„Verständlich.“

Han nickte sofort.

„Sehr verständlich.“

Jungkook grollte leise.

„Tut mir den Gefallen.“

„Klar, Jungkook-hyung“, sagte Yeosang.

Wooyoung nickte.

„Machen wir.“

Jungkook senkte sich noch weiter.

Langsam.

Meter für Meter.

Bis der Abstand zur Wasseroberfläche deutlich kleiner wurde.

Der Wind wurde schwächer.

Das leise Geräusch des Wassers unter ihnen war plötzlich zu hören.

Wooyoung rutschte vorsichtig näher an Jungkooks Seite.

Yeosang folgte.

Felix sah ihnen nach.

„Ihr springt da jetzt einfach rein?“

Wooyoung blickte kurz über die Schulter.

„Wir sind Leviathane, Felix.“

„Ja, schon klar, aber das ist trotzdem ziemlich hoch.“

Jungkook senkte sich noch etwas.

Wooyoung grinste.

„Besser?“

Felix lachte leise.

„Ja.“

Yeosang sah bereits wieder konzentriert nach unten.

„Wo genau hast du etwas bemerkt, Jungkook-hyung?“

Jungkooks Kopf bewegte sich leicht nach rechts.

„Unter uns. Etwas weiter Richtung Grenze.“

Sofort verschwand Wooyoungs Grinsen.

„Wie weit Richtung Grenze?“

„Noch auf unserer Seite.“

„Okay.“

Jungkooks Stimme wurde tiefer.

„Ihr geht nicht über die Markierung.“

Yeosang nickte.

„Machen wir nicht.“

„Wenn irgendwas komisch ist, kommt ihr sofort wieder hoch.“

„Ja.“

Wooyoung setzte sich an den Rand.

Jungkook grollte.

„Nervensäge.“

Wooyoung hielt inne.

„Was?“

„Kein Scheiß.“

Wooyoung sah ihn an.

„Ich mache keinen Scheiß.“

„Gut.“

„Ich kann auch ernst sein.“

Jungkook schwieg.

Wooyoung verzog das Gesicht.

„Jungkook-hyung.“

Yeosang stieß ihn leicht an.

„Komm.“

Wooyoung atmete einmal tief durch.

Dann ließ er sich fallen.

Platsch.

Er verschwand im schwarzen Wasser.

Yeosang folgte direkt hinterher.

Platsch.

Felix beugte sich reflexartig etwas zur Seite.

„Ich sehe gar nichts.“

Han hielt ihn sofort am Shirt fest.

„Und du bleibst hier.“

„Ich wollte nicht springen!“

„Du hängst halb über einem Drachen.“

„Ich wollte gucken.“

Jungkook grollte unter ihnen.

Han zog Felix wieder richtig zurück.

„Siehst du? Selbst Jungkook sagt nein.“

„Das war bestimmt nicht deswegen.“

Noch ein Grollen.

Felix setzte sich gerade hin.

„Okay, Jungkook-hyung.“

Dann wurde es still.

Unheimlich still.

Jungkook hielt sich über dem See.

Sein Kopf war gesenkt.

Seine Augen folgten Bewegungen, die Felix und Han nicht sehen konnten.

Unter ihnen war nur dunkles Wasser.

Sekunden vergingen.

Dann eine Minute.

Han sah nach unten.

„Wie lange können die eigentlich—“

Jungkooks Kopf schnellte plötzlich nach links.

Han verstummte.

Unter der Wasseroberfläche bewegte sich etwas.

Ein Schatten.

Dann noch einer.

Wooyoung und Yeosang.

Sie waren deutlich weiter draußen als dort, wo sie eingetaucht waren.

Jungkook drehte sich langsam mit ihnen.

Folgte.

Ohne seine Position unnötig zu verändern.

Felix beobachtete das Wasser.

„Die suchen.“

Han nickte.

Dann verschwanden die Schatten wieder in der Tiefe.

Noch einige Sekunden.

Nichts.

Plötzlich durchbrach ein Kopf die Wasseroberfläche.

Wooyoung.

Er holte Luft und strich sich die nassen Haare aus dem Gesicht.

Wenige Meter neben ihm tauchte Yeosang auf.

Jungkook sank sofort etwas tiefer.

„Und?“

Wooyoung blickte zu Yeosang.

Yeosang blickte zurück.

Das reichte bereits.

Jungkooks Augen verengten sich.

„Was?“

Wooyoung schwamm näher.

„Du hattest recht.“

Felix wurde sofort ernst.

Han ebenfalls.

Jungkooks Stimme sank.

„Was ist da unten?“

Wooyoung sah noch einmal Richtung dunkler Wasserfläche.

„Etwas stimmt nicht.“

Jungkooks Brust begann tief zu vibrieren.

Yeosang schwamm näher.

„Das Wasser bewegt sich unten anders.“

Jungkook schwieg.

„Nicht wie eine normale Strömung“, fuhr Yeosang fort. „Da ist etwas.“

Wooyoung nickte.

„Und es gehört nicht zum See.“

Jetzt kam ein tiefes Knurren aus Jungkooks Brust.

Felix spürte es durch seinen gesamten Körper.

Jungkook sah Richtung Grenze.

Dann wieder hinunter zu den beiden Leviathanen.

„Kommt hoch.“

Wooyoung wollte etwas sagen.

„Jetzt.“

Der Ton ließ keine Diskussion zu.

Yeosang nickte sofort.

„Komm, Wooyoung.“

Jungkook senkte einen Flügel bis knapp über die Wasseroberfläche.

Yeosang griff zuerst danach und zog sich hoch.

Wooyoung folgte.

Beide waren klatschnass, als sie wieder auf Jungkooks Rücken saßen.

Wooyoung strich sich die Haare aus dem Gesicht.

„Jungkook-hyung, ich glaube wirklich, wir sollten—“

„Weiß ich.“

Jungkooks Kopf blieb auf das Wasser gerichtet.

Sein Körper verschmolz noch immer mit der Dunkelheit.

„Deswegen nehme ich euch jetzt erst mal hier weg.“

Felix blickte nach unten.

Das Wasser sah vollkommen ruhig aus.

Fast friedlich.

Und genau das machte es plötzlich so unangenehm.

Jungkook schlug einmal kräftig mit den Flügeln.

Sie gewannen Höhe.

Doch sein Blick blieb auf dem See.

Auf genau dieser einen Stelle.

Und tief in seiner Brust vibrierte weiterhin dieses dunkle, gefährliche Knurren.