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21❤️

Die Clans (Bts&Skz&Ateez) — www.fanfiktion.de · All chapters

21❤️

Schon bevor Yoongi überhaupt im Innenhof landete, hörten sie den Lärm.

Stimmen.

Viele Stimmen.

Yoongis Kopf hob sich.

Minho hörte es ebenfalls.

„Oh.“

San reagierte kaum. Er lag noch immer erschöpft gegen Minho, dessen Hände weiterhin seine Ohren bedeckten.

Yoongi sank tiefer.

Dann sahen sie Licht.

Nicht nur irgendwo im Schloss.

Gefühlt überall.

Der halbe Innenhof war beleuchtet.

Die großen Türen standen offen.

Und davor standen Leute.

Viele Leute.

Minho verzog das Gesicht.

„Oh nein.“

Yoongi grollte.

„Was?“

„Chan-hyung.“

Yoongi landete.

Kaum berührten seine Krallen den Steinboden, kam bereits Bewegung in die Gruppe vor dem Eingang.

„LEE MINHO!“

Minho zuckte.

„Ja. Chan-hyung.“

Bang Chan kam die Stufen herunter.

Hinter ihm standen praktisch alle anderen.

Stray Kids.

ATEEZ.

BTS.

Teilweise verschlafen, teilweise angezogen, als hätten sie sich innerhalb von drei Sekunden irgendetwas übergeworfen.

Felix’ Haare standen in sämtliche Richtungen.

Han sah aus, als wäre er direkt aus dem Bett gefallen.

Jeongin hatte einen Hoodie übergezogen.

Wooyoung stand barfuß da.

Seonghwa hatte die Arme verschränkt.

Hongjoong sah alles andere als begeistert aus.

Und Namjoon—

Yoongi sah ihn.

„Scheiße.“

Minho flüsterte:

„Sind wir tot?“

Yoongi antwortete nicht.

Denn Namjoon stand vollkommen still.

Und genau das war schlimmer.

Chan dagegen war überhaupt nicht still.

„Wo zum Teufel warst du?!“

Minho hob eine Hand.

„Ich kann das erklären.“

„Ich bin vor einer halben Stunde aufgewacht, du warst nicht da!“

Minho blinzelte.

„Warum warst du in meinem Zimmer?“

„WEIL ICH DICH GESUCHT HABE!“

„Ah.“

„MINHO!“

Felix sagte leise zu Han:

„Er ist richtig sauer.“

Han nickte.

„Extrem.“

Dann kam Hongjoong nach vorne.

Sein Blick ging nicht zu Minho.

Sondern direkt zu San.

Und seine Wut verschwand.

„San?“

Seonghwa sah ihn jetzt ebenfalls richtig.

„Was ist mit ihm?“

Minho wurde sofort ernst.

„Wartet.“

Yoongi senkte seinen Körper.

Minho nahm vorsichtig eine Hand von Sans Ohr.

San zuckte sofort zusammen.

„Hey, hey.“

Minho legte die Hand wieder darüber.

„Ist gut.“

Hongjoong war jetzt direkt bei ihnen.

„San.“

San öffnete müde die Augen.

„Hongjoong-hyung.“

Hongjoongs Gesicht wurde hart.

„Was ist passiert?“

„Später“, sagte Yoongi.

Hongjoong sah zu ihm.

„Was heißt später?“

Yoongi senkte einen Flügel.

„Erst runter mit ihm.“

Seonghwa kam sofort dazu.

Minho bewegte sich vorsichtig.

„San, kannst du stehen?“

„Ja.“

„Das klang überzeugend.“

„Kann ich.“

Minho nahm langsam beide Hände von seinen Ohren.

San verzog sofort wieder das Gesicht.

Seonghwa bemerkte es.

„Was ist mit seinen Ohren?“

„Sirene“, sagte Minho.

Stille.

Komplette Stille.

Yoongi verwandelte sich zurück.

Kaum stand er wieder auf zwei Beinen—

„Hyung.“

Namjoons Stimme.

Tief.

Yoongi hielt inne.

Langsam drehte er sich um.

Namjoon stand einige Meter entfernt.

„Namjoon.“

Ein tiefes Knurren rollte durch die Halle und den Innenhof.

Nicht Jungkook.

Nicht irgendein Drache draußen.

Namjoon.

Yoongi schloss kurz die Augen.

„Hyung…“

Namjoon ging einen Schritt auf ihn zu.

„Sag mir bitte, dass du nicht genau das gemacht hast, was ich glaube, dass du gemacht hast.“

Yoongi sah ihn an.

„Kommt drauf an, was du glaubst.“

Jin murmelte hinter Namjoon:

„Yoongi.“

Yoongi schwieg.

Namjoons Kiefer spannte sich an.

„Ich habe vor ein paar Stunden ausdrücklich gesagt: Heute Nacht geht keiner an diesen See.“

„Ja.“

„Und du bist an den See gegangen.“

„Ja.“

„Mit San.“

„Ja.“

Chan zeigte fassungslos auf Minho.

„UND MIT MINHO!“

Yoongi sah kurz zu Minho.

„Der war nicht geplant.“

Minho hob eine Hand.

„Kann ich bestätigen.“

Chan starrte ihn an.

Minho nahm die Hand wieder runter.

„Nicht hilfreich. Verstanden.“

Namjoons Augen blieben auf Yoongi.

„Hyung.“

Diesmal war das Knurren deutlicher.

Yoongi seufzte.

„Namjoon, bevor du mich umbringst—“

„Ich überlege noch.“

Hoseok stand mit verschränkten Armen neben Jin.

„Oh, er überlegt nicht.“

Jimin murmelte:

„Nein.“

Taehyung schüttelte den Kopf.

„Definitiv nicht.“

Jungkook stand etwas abseits.

Barfuß.

Schwarze Jogginghose.

Schwarzes Shirt.

Haare völlig zerzaust.

Und sein Blick lag nicht auf Yoongi.

Er sah San an.

Dann Minhos Hände, die sofort wieder an Sans Ohren gegangen waren.

Sein Gesicht wurde ernst.

„Was ist passiert?“

Damit verstummten auch die anderen.

Yoongi sah zu Jungkook.

„Du hattest recht.“

Jungkooks Kiefer spannte sich an.

„Womit?“

„Am See stimmt etwas nicht.“

Wooyoung wurde sofort wach.

„Was habt ihr gefunden?“

San atmete zittrig aus.

Hongjoong sah ihn an.

„San, du musst gerade gar nichts erklären.“

„Doch.“

Sans Stimme war rau.

„Weil das…“

Er schluckte.

„Das war nicht normal.“

Yunho trat näher.

„Was war nicht normal?“

San hob eine Hand an Minhos Handgelenk, hielt seine Hände aber weiterhin auf seinen Ohren.

„Die Sirene.“

ATEEZ wurde schlagartig still.

Mingi runzelte die Stirn.

„Du hast sie gehört?“

San nickte.

„Ja.“

Yeosang sah ihn genau an.

„Und?“

San schloss kurz die Augen.

„Ich musste zu ihr.“

Hongjoong erstarrte.

„Was meinst du mit musstest?“

„Genau das.“

San atmete tief durch.

„Nicht dieses normale Locken.“

Er schüttelte den Kopf.

„Mein Körper hat angefangen, sich zu verwandeln.“

Wooyoungs Gesicht verlor jede Spur von Müdigkeit.

„Was?“

„Ich konnte es kaum verhindern.“

San sah zu seinen Mitgliedern.

„Es hat wehgetan.“

Seonghwa trat noch näher.

„Wo?“

„Überall.“

San hob beide Hände an seine Ohren.

Minho nahm seine dafür langsam weg.

Sofort verzog San wieder das Gesicht.

„Vor allem hier.“

Jin war jetzt ebenfalls vollkommen ernst.

„Blutest du?“

„Nein. Glaube nicht.“

Minho schüttelte den Kopf.

„Ich hab nichts gesehen. Er sagt nur, es fühlt sich an, als würden seine Ohren bluten.“

Yoongi sah Namjoon an.

„Deswegen sind wir zurück.“

Namjoons Wut war noch da.

Deutlich.

Aber sie war jetzt nicht mehr das Wichtigste.

Hongjoong sah San an.

„Wie stark war der Drang?“

San lachte einmal leise.

Erschöpft.

Überhaupt nicht humorvoll.

„Minho-hyung musste mich aus dem Wasser ziehen.“

Stille.

Minho nickte.

„Mit beiden Händen.“

San schluckte.

„Ich hab ihn angefleht, mich loszulassen.“

Seonghwas Gesicht wurde blass.

Yeosang sah zu Wooyoung.

Wooyoung schüttelte langsam den Kopf.

„So reagieren wir nicht.“

„Nein“, sagte Yunho sofort.

Jongho stand mit verschränkten Armen da.

„Nicht mal annähernd.“

Yoongi nickte.

„Das ist der Punkt.“

Jungkook ging langsam näher.

„Habt ihr sie gesehen?“

„Nein“, sagte Yoongi.

„Nur gehört.“

„Wo?“

„Nahe derselben Stelle wie vorher.“

Jungkooks Blick wanderte sofort Richtung See.

Namjoon bemerkte es.

„Nein.“

Jungkook sah ihn an.

„Ich hab nichts gesagt.“

„Dein Gesicht hat gereicht.“

Jungkook presste die Lippen zusammen.

Namjoon sah anschließend wieder zu Yoongi.

„Und mit dir bin ich noch lange nicht fertig.“

Yoongi nickte.

„Dachte ich mir.“

Chan zeigte auf Minho.

„Mit dir bin ich auch nicht fertig.“

Minho seufzte.

„Dachte ich mir auch.“

Hongjoong legte San währenddessen vorsichtig eine Hand an den Arm.

„Du kommst jetzt rein.“

San nickte.

Er machte einen Schritt.

Seine Knie gaben beinahe nach.

Minho griff sofort nach ihm.

Seonghwa ebenfalls.

„San!“

„Alles gut.“

„Hör auf, das zu sagen“, sagte Minho.

San lehnte sich schwer gegen ihn.

„Ich bin nur müde.“

Yoongi sah ihn an.

„Du bist komplett fertig.“

San öffnete ein Auge.

„Danke, Yoongi-hyung.“

„Bitte.“

Und obwohl Namjoon ihn wahrscheinlich am liebsten noch im Innenhof erwürgt hätte, ging Yoongi ebenfalls sofort mit hinein.

Denn die Tatsache, dass drei Leute mitten in der Nacht gegen ausdrückliche Anweisungen verschwunden waren, war ein Problem.

Aber dass eine Sirene einen Leviathan körperlich beinahe zur Verwandlung gezwungen hatte—

war ein vollkommen anderes.