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Die Clans (Bts&Skz&Ateez) — www.fanfiktion.de · All chapters

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Hoseok klatschte zweimal laut in die Hände.

„Schluss jetzt. Schluss jetzt, Schluss jetzt.“

Sofort wanderten mehrere Blicke zu ihm.

Hoseok stand noch immer oben auf den Stufen, beide Hände jetzt in die Hüften gestemmt. Anders als Namjoon wirkte er nicht genervt. Anders als Yoongi wirkte er auch nicht so, als würde er am liebsten wieder hineingehen und die Tür hinter sich schließen.

Er lächelte.

Nicht dieses riesige Bühnenlächeln. Einfach freundlich.

„Auf geht’s. Nehmt eure Taschen und rein. Wir können jetzt drei Monate hier draußen stehen und uns gegenseitig anstarren, oder wir machen das Beste aus der Sache.“

Wooyoung öffnete den Mund.

Hongjoong zeigte sofort mit einem Finger auf ihn.

„Nein.“

Wooyoung schloss ihn wieder.

Hoseoks Mundwinkel zuckteten.

„Danke.“

Er drehte sich zu Jimin.

„Jimin, du zeigst ATEEZ ihre Zimmer im Westflügel.“

Jimin stieß sich vom Geländer ab. „Mach ich.“

Dann sah Hoseok zu Taehyung.

„V, mein Kleiner, du bringst Stray Kids in den Ostflügel.“

Taehyung nickte ruhig.

„Okay.“

„Jeder bekommt ein Einzelzimmer“, erklärte Hoseok und sah wieder zu den beiden Gruppen. „Ihr müsst euch also mit niemandem ein Zimmer teilen. Eure Manager haben uns vorher die Belegung geschickt, wir haben alles vorbereitet. Wenn irgendwas fehlt, sagt Bescheid.“

Chan sah kurz zum Schloss.

Einzelzimmer war zumindest etwas.

„Wenn alle ihre Sachen auf den Zimmern haben“, fuhr Hoseok fort, „kommt ihr bitte in den Speisesaal. Dann machen wir eine Führung durch das gesamte Schloss.“

Han blinzelte.

„Das gesamte Schloss?“

„Ja.“

Han sah das Gebäude an.

Dann wieder Hoseok.

„Wie lange dauert das?“

Jin antwortete trocken: „Wenn Taehyung führt, wahrscheinlich bis morgen.“

Taehyung drehte langsam den Kopf.

„Warum?“

„Weil du irgendwo stehen bleibst, ein Bild anschaust und zwanzig Minuten darüber nachdenkst.“

„Vielleicht ist es ein interessantes Bild.“

Jimin lachte.

Hoseok schüttelte grinsend den Kopf. „Wir zeigen euch zumindest alles, was ihr kennen müsst. Speisesaal, Küchen, Trainingsräume, Studios, Aufenthaltsräume, Bibliothek, Gärten, die verschiedenen Ausgänge, Pool, medizinischer Bereich und natürlich die Clanbereiche.“

Bei dem letzten Wort wurde sein Ton etwas ernster.

„Gerade die sind wichtig. Es gibt hier Bereiche, die für bestimmte Verwandlungen gebaut wurden. Ihr müsst wissen, wo ihr hin könnt und wo besser nicht.“

Hongjoong nickte.

Das war tatsächlich sinnvoll.

Ein Schloss, das seit Jahren sieben Drachen beherbergte, war schließlich nicht für Leviathane und Schattenwölfe gebaut worden.

Hoseok deutete zur Eingangstür.

„Nach der Führung gibt’s Essen.“

Jin, der bisher mit verschränkten Armen daneben gestanden hatte, kratzte sich plötzlich etwas unbeholfen am Hinterkopf.

„Ja, dazu vielleicht noch kurz.“

Alle sahen zu ihm.

Jin räusperte sich.

„Ich habe gekocht.“

Felix lächelte automatisch ein wenig.

Jin sah erst zu Stray Kids.

„Ich habe eventuell ziemlich viele Steaks für die Wölfe gemacht.“

Changbins Gesicht veränderte sich augenblicklich.

Lee Know bemerkte es.

„Reiß dich zusammen.“

„Ich hab gar nichts gemacht.“

„Dein Gesicht hat etwas gemacht.“

Jin deutete anschließend zu ATEEZ.

„Und Fisch für die Leviathane.“

Kurze Pause.

„Sehr viel Fisch.“

Yunho grinste.

Mingi sah plötzlich deutlich weniger unglücklich aus.

„Was für Fisch?“

„Mehrere Sorten.“

„Oh.“

Jin hob beide Hände leicht.

„Ich hoffe einfach, dass das richtig war. Wir haben noch nie acht Schattenwölfe und acht Leviathane gleichzeitig hier beherbergt.“

Seonghwa schüttelte leicht den Kopf.

„Das ist vollkommen okay.“

„Gut.“

Jin wirkte tatsächlich erleichtert.

„Ihr könnt mir nachher gerne sagen, was ihr normalerweise esst. Was eure Wesen besonders gut vertragen, was ihr überhaupt nicht vertragt, Allergien, Sachen, die ihr hasst, was ihr in verwandelter Form braucht und so weiter. Gebt mir einfach Listen. Dann berücksichtige ich das beim Essen.“

San musterte Jin einen Moment.

Offensichtlich hatte er mit vielem gerechnet.

Damit eher nicht.

Jin zuckte mit den Schultern.

„Nur weil wir jetzt zusammenleben und keine Freunde sind, heißt das nicht, dass ihr leiden oder hungern müsst.“

Hoseok nickte sofort.

„Genau.“

Jin zeigte dann Richtung Schloss.

„Aber später. Erst macht ihr das, was Hoseok gesagt hat. Zimmer. Führung. Danach setzen wir uns beim Essen zusammen. Dann gebt ihr mir eure Listen und Namjoon erklärt Regeln und Informationen.“

„Regeln?“, wiederholte Wooyoung.

Namjoon sah ihn an.

„Ja.“

„Wie viele?“

„Genug.“

Wooyoung sah Hongjoong an.

„Ich mag seine Antwort nicht.“

Hongjoong nahm seine Tasche.

„Du musst sie auch nicht mögen. Du musst dich nur daran halten.“

„Das klingt noch schlimmer.“

Hoseok lachte leise.

„Leute.“

Seine Stimme blieb freundlich.

„Wir wissen alle, dass keiner von uns sich das ausgesucht hat.“

Das brachte tatsächlich Ruhe hinein.

Hoseok sah erst zu Stray Kids und dann zu ATEEZ.

„Ihr wolltet nicht hierher. Wir wollten nicht plötzlich sechzehn zusätzliche Leute hier wohnen haben.“

Yoongi murmelte: „Sehr richtig.“

„Hyung.“

„Was? Ist doch wahr.“

„Trotzdem.“

Hoseok wandte sich wieder den anderen zu.

„Wir müssen keine besten Freunde werden. Wir müssen auch nicht so tun, als würden wir uns plötzlich alle wahnsinnig gernhaben. Aber drei Monate werden verdammt lang, wenn wir vom ersten Tag an versuchen, uns gegenseitig das Leben zur Hölle zu machen.“

Chan sah ihn einige Sekunden an.

Dann nickte er.

„Fair.“

Hongjoong ebenfalls.

„Fair.“

„Gut.“

Hoseoks Lächeln wurde etwas breiter.

„Dann benehmen wir uns jetzt wenigstens für die nächsten zwanzig Minuten.“

„Zwanzig?“, fragte Jimin.

„Ich setze realistische Ziele.“

Felix lachte.

Sogar Seonghwa musste grinsen.

„Also!“ Hoseok klatschte wieder in die Hände. „Taschen! Rein mit euch!“

Bewegung kam in die Gruppen.

Kofferräume wurden geöffnet. Taschen wurden herausgezogen. Mitarbeiter begannen, die größeren Koffer auszuladen.

Taehyung ging die Stufen hinunter.

„Stray Kids.“

Acht Köpfe drehten sich zu ihm.

Taehyung zeigte auf die rechte Seite des Schlosses.

„Ostflügel.“

Chan schulterte seine Tasche.

„Okay.“

Jimin kam ebenfalls herunter.

„ATEEZ mit mir. Westflügel.“

Wooyoung griff nach seinem Koffer.

„Gibt’s in den Zimmern Badewannen?“

Jimin sah ihn an.

„Ja.“

„Große?“

„Ja.“

„Sehr große?“

Jimin blinzelte.

Hongjoong griff Wooyoung hinten am Shirt.

„Du bist heute seit ungefähr sieben Minuten hier und gehst mir schon auf die Nerven.“

„Ich bin Leviathan! Wasser ist wichtig!“

„Du passt nicht als Leviathan in eine Badewanne.“

„Vielleicht ist die Badewanne sehr groß.“

Jimin begann zu lachen.

„So groß nun auch wieder nicht.“

„Schlechtes Schloss.“

Jin rief ihm hinterher: „Dann schlaf draußen im Teich!“

Wooyoung drehte sich beim Laufen um.

„Habt ihr einen?!“

„WOoyoung!“, kam es gleichzeitig von Hongjoong und San.

Hoseok stand oben auf den Stufen und lachte mittlerweile offen.

Vielleicht, dachte er, würde das Ganze doch nicht vollkommen katastrophal werden.

Vielleicht.

Dann kam von irgendwo hinter dem Schloss wieder dieses tiefe, dunkle Grollen.

Alle Schattenwölfe blieben für einen winzigen Moment stehen.

ATEEZ ebenfalls.

Hoseok schloss kurz die Augen.

Jungkook.

Natürlich.

„Ignoriert ihn“, sagte Hoseok.

Chan sah über seine Schulter.

„Das ist ziemlich schwer zu ignorieren.“

„Gewöhnt ihr euch dran.“

Changbin murmelte: „Bezweifle ich.“

Taehyung lief einfach weiter.

„Kommt.“

Stray Kids folgten ihm durch die riesigen Eingangstüren in den Ostflügel.

Jimin winkte ATEEZ hinter sich her und bog mit ihnen in die entgegengesetzte Richtung ab.

Hoseok blieb noch einen Augenblick bei Namjoon stehen und sah den beiden Gruppen nach.

Sechzehn neue Bewohner.

Acht Schattenwölfe.

Acht Leviathane.

Sieben Drachen.

Drei Monate.

Yoongi lief an ihnen vorbei.

„Das geht schief.“

Hoseok sah ihm hinterher.

„Du könntest auch einmal optimistisch sein.“

Yoongi blieb kurz stehen.

„Bin ich.“

Hoseok hob eine Augenbraue.

Yoongi deutete ins Schloss.

„Ich bin optimistisch, dass spätestens übermorgen jemand jemanden beißen wird.“

Dann ging er hinein.

Hoseok starrte ihm hinterher.

Namjoon seufzte.

Und Jin murmelte nur:

„Solange keiner vor dem Essen anfängt. Ich hab vier Stunden gekocht.“