LNCrawler

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Die Clans (Bts&Skz&Ateez) — www.fanfiktion.de · All chapters

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Jimin war schon halb auf dem Weg zurück in den Gang, als der Boden unter ihren Füßen noch einmal ganz leicht vibrierte.

Nicht stark.

Nur dieses tiefe, dumpfe Vibrieren, das durch den Stein des Schlosses zog, als würde irgendwo weit entfernt etwas Gewaltiges seine Stimme erheben.

Mingi blickte sofort zur offenen Balkontür.

„War das Jungkook-hyung?“

Jimin blieb stehen und lauschte einen kurzen Moment.

Dann schüttelte er den Kopf.

„Nein.“

San sah ebenfalls hinaus. „Sicher?“

„Ja.“

„Woher weißt du das so genau?“

Jimin drehte sich zu ihnen um und sah San an, als wäre die Antwort ziemlich offensichtlich.

„Weil ich seit Jahren mit ihm zusammenlebe.“

Noch bevor jemand etwas erwidern konnte, kam erneut dieses tiefe Geräusch durch das Schloss.

Jimin deutete mit dem Daumen irgendwo hinter sich.

„Das war Namjoon-hyung.“

Hongjoong hob leicht die Augenbrauen.

„Ihr könnt wirklich unterscheiden, wer von euch gerade knurrt?“

„Natürlich.“

Jimin lehnte sich mit der Schulter gegen den Türrahmen.

„Jungkook klingt komplett anders.“

Wooyoung, der immer noch halb auf den See konzentriert war, drehte sich wieder zu ihm.

„Wie anders?“

„Tiefer.“

Jimin überlegte kurz.

„Viel tiefer. Jungkook ist der Lauteste von uns. Und wenn er richtig knurrt, ist er auch der Tiefste. Das hört man sofort.“

Yeosang sah ihn an. „Das vorhin draußen?“

„Das war Jungkook.“

„Das hat man im Brustkorb gespürt“, sagte Yunho.

„Ja.“

Jimin nickte, als wäre genau das der entscheidende Unterschied.

„Bei Jungkook hört ihr es nicht nur. Ihr spürt es. Vor allem wenn er vollständig verwandelt ist.“

Jongho stellte seinen Koffer neben einer der Türen ab.

„Weil er größer ist?“

„Unter anderem.“

Jimin verschränkte locker die Arme.

„Jungkook ist unser größter Drache. Sein Grollen ist entsprechend tiefer. Und ein Schattendrache klingt sowieso anders als wir anderen.“

San sah kurz zum Fenster.

„Dunkler.“

„Genau.“

Jimin nickte.

„Dunkler, tiefer und wesentlich unangenehmer, wenn er wirklich sauer ist.“

Wooyoung grinste. „Gefährlicher.“

Jimin sah ihn an.

„Ja.“

Diesmal kam die Antwort ohne Grinsen.

„Jungkook ist der gefährlichste von uns.“

Für einen Moment wurde es ruhiger.

Nicht weil ATEEZ das nicht bereits wusste.

Natürlich wussten sie es.

Jeder wusste es.

Aber es war noch einmal etwas anderes, wenn Jimin es vollkommen selbstverständlich sagte. Ohne Angeberei. Ohne Drohung. Einfach als Tatsache.

Jungkook war der Schattendrache.

Der größte der sieben.

Und der gefährlichste.

Jimin löste sich wieder vom Türrahmen.

„Aber ihr werdet das schnell lernen.“

Mingi runzelte die Stirn. „Was?“

„Uns auseinanderzuhalten.“

Jimin deutete irgendwo in Richtung Schloss.

„Gebt euch eine Woche. Danach wisst ihr wahrscheinlich genau, wer von uns gerade knurrt, grollt, irgendwo gegenrennt oder sonst irgendeinen Scheiß macht.“

Seonghwa-hyung sah ihn an. „Ihr knurrt so oft, dass wir das innerhalb einer Woche lernen?“

Jimin grinste.

„Ihr wohnt jetzt mit sieben Drachen zusammen.“

Das beantwortete die Frage offenbar.

Wooyoung sah in den Gang.

„Kann man euch auch an den Schritten unterscheiden?“

„Wooyoung“, sagte Hongjoong-hyung.

„Was denn?“

„Zimmer.“

„Ich frage doch nur.“

„Zimmer.“

Jimin zeigte sofort auf Hongjoong.

„Danke.“

Dann klatschte er zweimal in die Hände.

„Und jetzt sucht euch endlich welche aus. Mir ist vollkommen egal, wer welche Tür nimmt. Acht Zimmer, acht Leviathane. Das sollte zu schaffen sein.“

Yunho lachte und griff wieder nach seinem Koffer.

Mingi nahm den nächsten Raum.

San entschied sich für das Zimmer gegenüber.

Yeosang ging weiter den Flur hinunter, während Jongho eines der hinteren Zimmer öffnete.

Wooyoung stand noch immer da.

Jimin sah ihn an.

„Was?“

„Ich überlege.“

„Worüber?“

„Welches Zimmer die beste Verbindung zum See hat.“

Hongjoong-hyung schloss kurz die Augen.

„Wooyoung.“

„Ja, Hongjoong-hyung.“

„Nimm. Ein. Zimmer.“

„Okay.“

Wooyoung schnappte seinen Koffer und verschwand durch die nächstbeste Tür.

Jimin sah ihm hinterher.

„Geht doch.“

Seonghwa-hyung schmunzelte und nahm schließlich ebenfalls seinen Koffer.

Nach und nach verschwanden alle acht in ihren neuen Zimmern.

Jimin blieb im Gang stehen.

„Fünf Minuten!“, rief er laut. „Koffer reinstellen, kurz gucken, ob alles da ist, und dann runter!“

Aus irgendeinem Zimmer kam Wooyoungs Stimme.

„Fünf Minuten reichen nicht!“

„Doch!“

„Ich muss mein Zimmer kennenlernen!“

„Du sollst es nicht heiraten!“

Yunhos Lachen hallte durch den Flur.

Jimin schüttelte den Kopf.

„Und danach Speisesaal! Jin-hyung hat gekocht und wenn wir das Essen kalt werden lassen, haben wir ein wesentlich größeres Problem als Jungkooks Knurren.“

„Was passiert dann?“, rief Mingi aus seinem Zimmer.

Jimin ging bereits Richtung Treppe.

„Dann lernt ihr Jin-hyung kennen.“

Stille.

Jimin grinste.

„Beeilt euch!“