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Boston - Die göttliche Boston-Teaparty

Die Fäden, Die Uns Halten! - Part Iii Der Schicksalhaften Zeitreisen — www.fanfiktion.de · All chapters

Boston - Die göttliche Boston-Teaparty

Hallo ihr Lieben!

Willkommen zur Party, ihr seid herzlichst eingeladen euch ein paar Kisten

zu schnappen um sie im Hafenbecken von Boston zu versenken.

Es kann nie genug Tee geben, nicht wahr?

Alex ist aber mit Faith und den anderen nicht alleine. Die Beschützer,

Götter und Helfer der Familien unterstützen sie alle tatkräftig um der

Krone zu zeigen, was Sache ist!

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und bleibt gesund!

Ein lieber Gruß

MrsHEKenway

PS: Ein kleines Wiedersehen mit einer meiner liebsten Videospielfigur

darf natürlich nicht fehlen! Schauen wir mal, wie sich Lady Croft so schlägt!

Zitat Kapitel 18 - Boston

Kapitel 18

~~~ Eine neue Gestalt für Alex ~~~

Ich sah, wie sich Faith mit Bedacht auf das andere Schiff schlich, während ich hier den Menschen zur Hand ging.

Moment… ich hatte doch die Möglichkeit eine andere Form anzunehmen, oder? Grinsend überlegte ich, was ich jetzt damit anfangen könnte.

Ich dachte an eines meiner alten Lieblingsspiele, an eine Figur die mir über die Jahre damals ans Herz gewachsen war!

Lara Croft!

„Menschengestalt kann schmerzhaft sein!“ hörte ich noch die Worte meines Allvaters, ignorierte sie jedoch völlig, weil ich jetzt handeln musste!

Meine Gelenke und Muskeln begannen zu brennen, als ich mich auf ihr Aussehen konzentrierte. Das Bild der „alten“ Lara vor Augen, fing ich an meinen Körper neu zu modellieren und es dauerte einige Zeit bis ich zufrieden mit dem Ergebnis war. Eigentlich war es ja schon ein Widerspruch in sich, weil diese Archäologin ja Britin war und … Warum zum Geier machte ich mir jetzt darüber eigentlich Gedanken, dafür hatte ich keine Zeit! Genauso wenig konnte ich darüber grübeln wie die Waffen sich ebenfalls manifestierten!

Von rechts nahte jetzt eine kleine Truppe von Soldaten, ungefähr 10 Mann. Bewaffnet mit einem sehr guten Arsenal an Waffen erledigte ich sie fast in sekundenschnelle, ehe ich wieder auf das Schiff eilte um zu helfen weitere Kisten über Bord zu werfen.

Wie es aussah konnten sogar Gegenstände bei der Wandlung mit angepasst werden! Das hatte mir niemand erzählt, aber es wäre definitiv sehr praktisch in Zukunft.

Um mich herum herrschte eine euphorische Stimmung und alle waren mit Eifer und Freude dabei. Niemand wollte sich mehr von der Krone vorschreiben lassen, wofür man Steuern zahlen sollte.

Mi sol, William hat seine beiden Schoner in Sicherheit gebracht. Wir werden demnach keine Verluste haben und Shay hat auch alles in trockenen Tüchern. Hörte ich meinen Mann in meinem Kopf und konnte durchatmen!

Im Grunde hatten wir ein ganz persönliches Interesse an dieser Aktion. Ein Statement setzen, aber möglichst Verlustfrei für uns!

Immer wieder wurden wir von einzelnen kleinen Einheiten britischer Soldaten von unserem Tun abgehalten, aber es hielt sich in Grenzen, stellte ich schmunzelnd fest.

Die meisten waren entweder völlig weg geschossen, benebelt oder kotzten sich die Seele aus dem Leib. Manchmal liebte ich Kräuterkunde!

Mich griff ein Soldat mit gezücktem Schwert an, während ich eine der Kisten in Händen hielt.

„Wie … ihr … warum habt ihr …“ mit entsetzt aufgerissenen Augen sah er mich an.

„So habe ich mehr Beinfreiheit! Ihr als Mann solltet es doch sicherlich verstehen, dass man … nicht so viel Stoff zwischen den Beinen braucht.“ hauchte ich, als ich mit meinem gezackten Dolch in seine Weichteile stieß. Der Überraschungsmoment war definitiv auf meiner Seite, stellte ich stolz fest.

Stöhnend sackte er auf Deck zusammen und hinter ihm sah sein Kamerad ängstlich zu mir!

„Ihr seid eine Hexe!“ rief er und wollte sich schon schreiend davon machen.

Ein gezielter Schuss der Glock aus meinem Halfter am Bein brachte ihn zu Fall und ein weiterer Treffer durchschlug seinen Hinterkopf.

Es tat so gut mich hier austoben zu können, auch wenn ich spürte, dass diese Gestalt mir alles abverlangte.

Auf dem Nachbarschiff begann ein ungleicher Kampf, wo die Soldaten plötzlich in der Mehrzahl waren. Das konnte ich nicht so hinnehmen und sprang hinüber. Die Entfernung war wirklich nur ein Katzensprung.

„Helft mir!“ rief ein Herr, welcher am Boden lag und sich mit Händen und Füßen gegen einen Soldaten wehrte. Leider ohne Erfolg.

Ich sprang dem Angreifer ohne zu überlegen in den Rücken, schlang meine Beine um seinen Bauch und drehte seinen Kopf ruckartig nach rechts. Ein Knacken seiner Nackenknochen war zu vernehmen und der Körper erschlaffte in Sekunden.

„Danke … Miss …“ stotterte der Mann und versuchte sich aufzurichten. „Wer … ihr … wer seid ihr?“ sein Blick ging hektisch hin und her.

„Das erkläre ich vielleicht später. Steht auf! Wir sind hier noch lange nicht fertig!“ rief ich ihm zu und reichte ihm meine Hand damit er auf die Füße kam.

Auf dem Schiff ganz links neben uns sah ich plötzlich zwei Wesen an Deck, die die Meute beschützten, damit sie weiter den Tee zerstören konnten.

Ein weißer Greifvogel und ein schwarzer glühender Wolf nahmen sich den immer noch nachrückenden Soldaten an.

Augen wurden ausgepickt, oder die Kehlen wurden aufgerissen.

Es war kein schöner Anblick, nein. Aber es half uns, diesen Akt des Protestes auch zu unterstreichen.

Ein Blitz schlug etwas weiter entfernt am Pier in eine Gruppe von Rotröcken ein und röstete ihre Körper förmlich!

Einer anderen Einheit wurden regelrecht die Seelen herausgerissen und die leeren Körperhüllen sackten in sich zusammen.

Für Unbeteiligte wie die normale Bevölkerung muss es sich wie die Apokalypse angefühlt haben. Aber wir wussten es besser. Wir hatten alle Mächte die man sich nur vorstellen konnte auf unserer Seite.

Im Anschluss konnten wir für ein paar Veränderungen ihrer Erinnerungen sorgen. Jetzt mussten wir uns diese Soldaten vom Hals halten!

Plötzlich wurde ich in meinem Tun gebremst, als der Ring an meinem Finger zu leuchten begann.

Oh, bitte! Nicht jetzt. Jaulte ich auf, doch ich hatte keine Wahl.

Die Szene die sich mir bot war … unheimlich.

Eine Frau war zwischen den Schiffen hier eingeklemmt, weil eines nicht richtig verankert war und sie war allem Anschein nach von Bord gefallen. Ein paar Personen waren ins Wasser gefallen, das hatte ich schon gesehen.

Ihr Körper wurde immer mehr zusammengedrückt und sie begann zu japsen. Schreien oder Rufen war für sie keine Option mehr, dafür fehlte ihr die Lungenkapazität.

„Entscheide!“ hörte ich meine Schwestern des Schicksals in meinem Kopf.

Soviel zum Thema Multitaskingfähig!

Nein, ich konnte sie nicht sterben lassen. Sie hatte einen Ring am Finger und für einen Bruchteil einer Sekunde sah ich einen Jungen in seinem Bett schlummern.

Ich ließ die Schiffe wieder auseinander driften und ein Seil wurde ihr zugeworfen welches sie sich um ihre Hüften band.

Kurz darauf hatte man sie wieder hochgezogen und sie ließ sich erschöpft an der Reling hinunter gleiten.

„Ich danke Gott für meine Rettung!“ rief sie laut. Lächelnd sah ich zu ihr, drehte mich dann wieder zu den Kisten um und machte weiter die Party anzuheizen.

Immer wieder sah ich, dass ich nicht die einzige treibende Kraft mit göttlichen Fähigkeiten war und war dankbar für Faith, welche sich mächtig ins Zeug legte um der Krone eine Lektion zu erteilen.

Als die letzte Teekiste im Hafen gelandet war, der letzte britische Soldat in die Flucht geschlagen war, sahen wir uns alle zufrieden um.

Es war vollbracht!

Die Menge der schaulustigen Bostoner Bewohner begann zu jubeln!

Es gab kaum Verluste auf Seiten der Bevölkerung dank unserer Hilfe.

„Wir haben uns jetzt einen guten Schluck Whiskey verdient, hörte ich einen Herren neben mir hier an Deck rufen.

Die anderen Helfer stimmten ihm natürlich lautstark zu und man machte sich langsam auf den Weg um eine Taverne aufzusuchen. Diese Nacht würde noch lang werden.

„Ich würde mich auch über einen leckeren Schluck Hochprozentigem freuen.“ sagte Faith, die plötzlich neben mir stand und sich untergehakt hatte. „Eine interessante Kleidung übrigens.“ grinste sie breit, als ihr Blick über meinen Körper glitt.

„Es ist sehr kalt, wenn ich gerade so darüber nachdenke.“ lachte ich mit einem Male, weil jetzt der Adrenalinpegel sank und …

Plötzlich spürte ich einen stechenden Schmerz zwischen den Schulterblättern, oder besser so etwas wie einen Krampf und ich ließ mich stöhnend auf die Knie nieder.

„Alex, was ist los?“ rief Faith und wollte mir aufhelfen.

„Es … geht schon. Ich … brauche nur etwas Ruhe.“ stammelte ich und stand schwerfällig auf. Ich musste schnellstens wieder meinen Körper haben, weil es wirklich schmerzhaft war auf Dauer.

Ich ließ meine Schwester im Geiste einfach stehen, zog mich unter Deck hier zurück und hoffte, man würde nicht nach mir suchen. Ich brauchte einen Moment Ruhe für mich.

In einer dunklen Ecke lehnte ich mich an die Wand und konzentrierte mich wieder auf mich selber und …

Ein Stich in meinem Kopf ließ mich vornüber kippen. Ich konnte mich gerade noch mit den Händen abstützen, bevor ich mit der Nase auf das Holz geschlagen wäre.

„Ich habe dir gesagt, dass es sehr schmerzhaft werden kann. Und du hast natürlich auch gleich einen fiktiven Charakter gewählt! Solveig, das ist … eine Kunst die nicht viele beherrschen.“ in diesen Worten klang Wut, Tadel und auch eine große Portion Anerkennung mit! Odin kniete mit einem Male vor mir und half mir mich aufzurichten.

„Ihr habt euch nicht klar genug ausgedrückt …“ stöhnte ich und hielt mir den schmerzenden Kopf und die Rippen.

„Doch … aber du hast nicht zugehört.“ typisch Vater, dachte ich genervt als ich mich aufrichtete und in ein Gesicht sah, welches förmlich schrie – ich hab es dir doch gesagt -.

„Ja, okay. Ich habs verstanden.“ jammerte ich weiter und konnte diesen Würgereiz der mich überkam nicht stoppen.

„Danke dafür, Solveig. Wer putzt jetzt meine Schuhe? Was für eine Sauerei!“ maulte mein Vater und trat einen Schritt zurück.

„Tschuldigung.“ nuschelte ich und wischte mir den Mund am Ärmel meines Gehrocks ab.

„Geh jetzt zu den anderen, sie warten bestimmt schon und ich hoffe, du hast deine Lektion gelernt!“

„Ja ja … schon verstanden …“ ich war irgendwie unglaublich genervt von seinen Worten und ging einfach wieder nach oben.

Dort stand immer noch Faith und sah mich besorgt an.

„Alex, was ist … du siehst aber gar nicht gut aus.“ ihre Hand legte sich auf meinen Arm und eine angenehme Wärme durchströmte mich. „Ich verstehe… deine neuen Fähigkeiten waren noch etwas zuviel für dich.“ lächelte sie und nahm mich in den Arm.

„Es tut weh, fürs nächste Mal nehme ich eine Ibu und dann sollte es angenehmer sein.“ grinste ich und wir gingen von Bord dieses kleinen Schoners.

Wir sahen uns um und nach und nach kamen Haytham, William und die anderen zum Hafen. Ich muss nicht erwähnen, dass Charles gerne dort bleiben konnte wo der Pfeffer wächst, oder?

„Und was kommt als nächstes?“ fragte er und sah Faith und mich überheblich grinsend an.

„Euch erneut…“ doch ich wurde unterbrochen von meinem Mann.

„Wir sollten schleunigst unsere Lager fürs erste hier komplett räumen und alles anderswo unterbringen! Der Gouverneur hat ein berechtigtes Interesse an seinen eigenen Waren, die werden wir entsprechend verschiffen und verwahren. Danach werden wir weitersehen!“ verkündete Haytham und wir machten uns auf den Weg zurück zu unserer Unterkunft.

„Wo ist Connor?“ fragte ich in die Runde, weil ich ihn gar nicht mehr gesehen hatte.

„Er … hat sich mit Stephane und seinen Leuten bereits zurück gezogen. Wir sehen ihn vermutlich morgen wieder.“ erklärte mir Haytham und ich war etwas beruhigter, weil ich ihn gar nicht weiter im Auge behalten hatte.