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Boston / Tartaros - Wiederauferstanden *Hrymrs Sicht*

Die Fäden, Die Uns Halten! - Part Iii Der Schicksalhaften Zeitreisen — www.fanfiktion.de · All chapters

Boston / Tartaros - Wiederauferstanden *Hrymrs Sicht*

Ich grüße euch Sterbliche!

Oh, ihr vermisst mal wieder diese Kenway? Dieses nervige Weib,

das mich fast getötet hat? Die mich zu einem Einäugigen gemacht hat?

Da könnt ihr noch lange warten! Erst einmal bin ich dran!

Erinnert ihr euch? Hrymr? Der böse Kapitän des Totenschiffes Naglfar? Nein?

Ist auch nicht weiter schlimm, ich werde euch auf den neuesten Stand in

meinem Leben bringen! Man hat mich an einen seltsamen Ort gebracht und

gesund gepflegt! Dafür bin ich dankbar!

Erinnerungen sind es, die mich plötzlich heimsuchen! Es gibt nur einen Weg

diese zu verscheuchen und zwar in den Angriff übergehen. Doch das gestaltet

sich hier im Tartaros leider etwas schwierig.

Na, dann viel Vergnügen beim Lesen und grüßt mir Mistress Kenway,

wenn sie noch leben sollte!

Bis zum nächsten nächsten Mal!

Eugene Avdeyev aka Hrymr

Zitat Kapitel 26 - Boston/Tartaros

Kapitel 26

~~~ Wiederauferstanden ~~~

„Hey, wach auf du kleiner Jammerlappen!“ hörte er eine weibliche Stimme dicht neben sich.

Sein Kopf dröhnte und drohte zu zerspringen sobald er die Augen öffnen würde.

Trotz größter Anstrengung schaffte es der Gott nicht, sich aufzurichten, geschweige denn wollten sich seine Augenlider bewegen lassen.

„Warum kann ich …“

Die Bilder einer Höhle tauchten in seinem Kopf auf. Er kniete vor seiner Peinigerin, die ihm gerade ihre versteckte fiese Klinge in den Schädel gerammt hatte! SIE war es, die ihn fast hat erblinden lassen!

„Ich bring dieses Weibstück um!“ brüllte er mit der neu erwachten Kraft des Hasses und Schmerzes.

Vorsichtig ertastete er den Verband an seinem Kopf an der rechten Seite. Der Stoff fühlte sich feucht an.

„Du hast wie ein abgestochenes Schwein geblutet. Aber ich konnte dich gerade noch so vor dem Tod beschützen.“ diese Frau die zu ihm sprach, kicherte bei ihren Worten und tätschelte seine Schulter.

Langsam erhob er sich von seinem Lager, wankte aber gefährlich hin und her. Eine Hand an seinem linken Arm führte ihn durch den Raum.

„Setz dich besser, wenn du fällst, gibt es sonst noch ein Erdbeben.“ dieser sarkastische Tonfall machte ihn wütend.

„Halt dein freches Mundwerk, Weib.“ fauchte er, hob die linke Hand und zog mit seinen Fingern sein Augenlid auf der gesunden Seite hoch.

Langsam klärte sich sein Blick und die Frau reichte ihm einen Spiegel.

Sein Gesicht sah aus, als hätten ihn Odin und seine Brüder mal wieder gemeinsam verdroschen!

„Diese Kenway hat es wirklich drauf, das muss ich ihr lassen. Jetzt fehlt dir eigentlich nur noch der Bart, ein Stab und ein ordentlicher Umhang. Dann könntest du glatt als Havi durchgehen!“ ihr Lachen klang völlig irre und ließ ihn an ihrem Verstand zweifeln.

„Wo sind wir hier eigentlich?“ murrte er und erhob sich wieder.

„Das zu erklären, würde eine Ewigkeit dauern, mein Liebster.“ grinsend stand sie vor ihm, so als warte sie auf den Startschuss für ihre Geschichte!

„Mach schon…“ langsam schritt durch diesen schummrigen Raum, der mit Fackeln an den groben steinernen Wänden erleuchtet wurde.

8 aus feinem Holz gezimmerte Stühle umrahmten einen großen Tisch auf welchem ein prunkvoller Kerzenleuchter mit 10 Kerzen stand. Eine riesige zinnerne Schüssel mit allerlei Früchten stand ebenfalls bereit und eine Karaffe mit duftendem Wein lockte ihn an.

„Meinen Namen hast du vergessen oder was?“ jetzt war sie es, die zickig reagierte.

Natürlich hatte er ihn nicht vergessen, aber er wollte sie trietzen und aus der Reserve locken.

„Nein … nicht wirklich … Nüscht? Mixi? So ähnlich war er, oder?“ dabei rieb er sich sein stoppeliges Kinn. Überrascht sah er noch einmal in den Spiegel in seiner rechten Hand. Er war … nicht der Gott! Er war seine menschliche Hülle!

„Nyx, du russischer Hornochse! Und ja, du bist nicht als der Riese hier, der du eigentlich bist. Das wäre hier in meinem Reich auch kaum angebracht. Und ich muss gestehen, diese Form gefällt mir weitaus besser.“ dabei leckte sie sich lüstern die Lippen.

Seufzend setzte er sich an den Tisch und nahm sich ein paar Trauben. Sie waren kühl und schmeckten fantastisch, vor allem sein rauer Hals dankte es ihm. Der rote Wein war ebenso gut temperiert und ließ sein Gemüt etwas ruhiger werden.

„Also, wo sind wir?“

Die Göttin ging um ihn herum und setzte sich an die Stirnseite des Tisches so dass sie links von ihm saß. Sie schlug das linke ihrer schlanken Beine über das rechte, nahm sich ebenfalls einen Kelch mit Wein und lehnte sich etwas zurück.

„Willkommen bei meinem Sohn Momos! Du befindest dich in einem Teil der wunderbaren griechisch-mythologischen Unterwelt. Ich muss schon sagen, diese Nordgötter haben sich vieles von uns abgeschaut, alleine der Wächter zu diesen Toren… tststs!“ dabei rümpfte sie angewidert die Nase.

Nyx hatte ihn also in IHRE Unterwelt gebracht um ihn gesund zu pflegen. Leider gestaltete sich der Heilungsprozess als schwierig, weil er einer der Eisriesen war und seine Konstitution nicht ansatzweise einer hier im Reich nahe des Tartaros glich. Sie musste improvisieren und fand überraschende Hilfe bei einer Walküre, die sich in die Nähe ihrer Wohnstätte traute. Momos selber zog sich zurück, als er sie sah und bat darum nicht mit ihrer Anwesenheit belästigt zu werden.

Sváfa war der Name dieses nordischen Wesens, doch schon nach wenigen Tagen zeigte sie ihr wahres Gesicht.

„Diese Frau ist uns gefolgt, weil sie ebenfalls einen Rachefeldzug gegen die Kenways führte und sich uns anschließend wollte. Alleine hätte sie keine Chance mehr, sagte sie und ich ließ sie in meiner Kammer schlafen. Sagt dir der Name Amber Donovan etwas?“ fragte die Göttin beiläufig nach.

„Nein, nicht das ich wüsste. Aber wer hat keinen Hass auf diese aufgeblasenen Kenways!“ Eugene hatte definitiv ein berechtigtes Interesse daran, diese ganze Brut auszulöschen.

Bevor Nyx jedoch weiter berichten konnte, stand plötzlich eine Frau im Türrahmen eines angrenzenden Zimmers und lächelte die beiden an.

„Darf ich mich zu euch setzen?“ langsam schritt sie auf ihn zu ohne den Augenkontakt zu unterbrechen.

Sie sah unfassbar hübsch aus. Graumeliertes langes Haar, welches kunstvoll geflochten ihr schmales Gesicht umrahmte. Ihr Kleid glich dem von Nyx! Der rote mit goldenen Fäden durchzogene Stoff bewegte sich wie durch Zauberhand und erweckte den Eindruck diese Frau schwebe auf ihn zu.

„Amber! Natürlich. Setz dich zu uns!“ bat die Göttin ihre neue Gefährtin sanft.

„Freut mich, euch kennenzulernen, Amber!“ grüßte er sie etwas plump, weil ihm die Stimme bei ihrem Anblick etwas abhanden gekommen war.

Grinsend nahm die Dame ihm gegenüber Platz, schenkte sich ebenfalls etwas ein und trank einen Schluck dieses Nektar der Götter, wie Nyx es ihr erklärt hatte.

„Ihr habt Recht, Eugene, oder sollte ich euch lieber …“ setzte Amber an.

„Nein, nein! Eugene ist schon recht. Ich … bin ja nun mal dieser Mensch.“

Für einen kurzen Moment glitt er in seine eigene Vergangenheit und dachte an den Tag zurück, an welchem er diesen Mann zu seinem „Wirt“ auserkoren hatte. Er war skrupellos, reich, einflussreich und seine Erscheinung war beeindruckend. Genau das, was er brauchte um in der Welt der Menschen leben zu können.

Anfangs gestaltete sich ihre Zusammenarbeit etwas schwierig, weil der Russe nicht ganz verstand, worum es ging und sich mitunter vor seinen eigenen Taten erschreckte.

Nach ein paar Monaten waren sie ein eingespieltes Team und konnten endlich die Suche nach dem Wächter von Zeit und Raum beginnen. Wer hätte gedacht, dass es diese kleine Frederickson war.

Sie war ein zäher Brocken musste er sich irgendwann eingestehen und begann eine andere Taktik anzuwenden. Warten! Einfach abwarten und vielleicht würde ein neuer Plan wie durch Zauberei in seinen Träumen auftauchen.

So war es dann auch, oder wohl eher tauchte die Entscheidung wieder zuzuschlagen auf, als man von der Geburt der kleinen Helena Kenway erfuhr. SIE war noch unbeschützt, jung genug um sie richtig zu erziehen und sie auf den richtigen Weg zu bringen!

Aber jetzt standen sie hier, im Tartaros und harrten der Dinge die noch kommen würden.

„Ich sehe, ihr habt euch schon gut erholt. Hoffen wir, dass wir auch bald euer Schiff wieder befreien können.“ in Ambers Gesicht erschien ein hoffnungsvolles Lächeln.

Aber Eugene fiel diese Schmach wieder ein, als er bemerkte, dass Odin mit seinen Gefährten es ihm unmöglich gemacht hatte, seine Naglfar betreten zu können.

Seine Faust schlug donnernd auf die Tischplatte und ließ den Kerzenleuchter leicht wanken.

„Ich muss mein Schiff wieder haben. Meine Kräfte kommen so nur sehr langsam zurück.“ stöhnte er genervt und stand auf, nur um dann einfach hin und her zu laufen.

Nyx und die Walküre sahen sich grinsend an.

„Wir wüssten, wie du schnell wieder an Bord kannst.“ hörte er die Göttin feixen.

„Dann mal raus mit der Sprache!“ er wollte nicht befehlend klingen, aber seine Wut ließ ihm keine andere Wahl gerade.

„Ich gehöre, oder gehörte wohl besser, den Walküren unter Freya an. Ich kann unbemerkt durch dieses Schild treten und es ist mir sogar möglich, als Tote getarnte Gefährten hindurch zu schmuggeln.“ dabei erhob sie sich und schwebte förmlich zu ihm hinüber.

„Sag mir nur, wo ich deine Gefolgsleute finde und wir werden in Null Komma Nichts die Naglfar in Beschlag nehmen können.“ flüsterte sie an sein Ohr und ihr warmer Atem trieb ihm eine wohlige Gänsehaut über den Körper.

Eugene sah die Frauen nacheinander an und seine Stimmung war plötzlich wie ausgewechselt, die Schmerzen vergessen. Was zählte war dieses Hochgefühl, endlich wieder Herr über seine Naglfar sein zu können!

„Vielleicht sollten wir uns zuerst einen Überblick über die Situation vor Ort verschaffen, ehe wir hier Pläne schmieden. Bis dahin … brauche ich noch ein wenig intensivere Pflege, ich befürchte, sonst könnten meine anderen Kräfte völlig untergehen.“

Er zeigte den Frauen, was ihm so vorschwebte und grinsend nahmen sie seine Hände und führten ihn in Nyx Kammer um ihm die Pflege zukommen zu lassen, die er verdient hatte.

Die Göttin begann sein Hemd zu öffnen, während die Walküre sich ihres Kleides entledigte. In Sekunden war er von seinen Hosen befreit und konnte Nyx aus den Stoffen helfen.

Amber kletterte auf das breite mit weißem Leinen bedeckte Bett und wartete auf ihn.

Nach ihm kam auch seine alte Gefährtin zu ihnen.

Gemeinsam erkundeten sie sich und Finger und Zungen bahnten sich wie von alleine ihre Wege über warme Haut.

Die Lust dieses Trios steigerte sich von Minute zu Minute.

Die Walküre konnte sich nicht mehr zurückhalten und setzte sich auf den Schoß Eugenes und nahm ihn laut stöhnend in sich auf. Ihre Bewegungen waren erst vorsichtig, dann immer fordernder und er spürte wie sie ihn mit ihren inneren Muskeln massierte.

Nyx kniete sich hinter ihre Freundin und umfing ihre Brüste mit beiden Händen. Langsam glitten ihre Finger hinunter über den Bauch zu ihrem Venushügel, wo sie kurz innehielt ehe sie in kreisenden Bewegungen zweier Finger ihre Perle massierte.

Ambers Höhepunkt war laut und sie ließ sich mit einem Aufschrei auf Eugenes Brust sinken.

Er sah über ihre Schulter in die Augen der Göttin und sie nahm kurzerhand den Platz der Walküre ein, die sich vom Schoß gleiten ließ und versuchte wieder zu Atem zu kommen.

Es dauerte leider nicht lange, wie er leicht frustriert feststellen musste, und auch er trat über die Schwelle und riss, im wahrsten Sinne des Wortes, Nyx mit sich. Sie klammerten sich aneinander als gäbe es nur noch sie beide und nichts anderes zählte für ein paar Sekunden.

„Ähäm…“ räusperte sich die in kurze Vergessenheit geratene Dame. „Ich bin auch noch da.“

Eugene zog sie mit Schwung zu sich, küsste sie zur Entschuldigung und lag dann selig lächelnd zwischen diesen wundervollen Frauen.

So ließ man sich doch gerne die Genesung gefallen.