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Boston / Tartaros - Die Neuen stellen sich vor *Hrymrs Sicht*

Die Fäden, Die Uns Halten! - Part Iii Der Schicksalhaften Zeitreisen — www.fanfiktion.de · All chapters

Boston / Tartaros - Die Neuen stellen sich vor *Hrymrs Sicht*

Willkommen Sterbliche!

Nach einigen Wochen der Planung für die Rückeroberung meiner Naglfar,

sollte ich euch wohl mal wieder auf den neuesten Stand bringen.

Ich habe drei neue Mitstreiter hinzugewonnen, von denen jeder ein paar sehr

spezielle Fähigkeiten besitzt, die mir noch nützlich sein werden. Wer wollte

zum Beispiel schon immer mal einen Geist in seinen Reihen haben?

Hier habt ihr also ein paar Zeilen und wie jedes Mal merke ich an, dass es meiner

Erzfeindin vermutlich gut gehen wird. Wer weiß, vielleicht kann sie euch ja bald

wieder ihre Lügengeschichten auftischen.

Bis dahin, viel Spaß beim Lesen!

Hrymr aka Eugene

Zitat Kapitel 29 - Boston/Tartaros

Kapitel 29

~~~ Die Neuen stellen sich vor ~~~

Die Idee war nicht schlecht und es formte sich ein kleiner Plan in seinem Kopf.

Jedoch würde der Armreif alleine noch nicht reichen um die Naglfar entern zu können. Wenn er einen Spiegel fokussieren würde, der es Sváfa ermöglichen würde ungesehen direkt an Bord zu gehen, wären sie einen entscheidenden Schritt voran gekommen.

Aber es fehlte ihnen an Verbündeten.

Seine Gefolgsleute musste man auch noch einschleusen und diese Menge wäre schwierig zu koordinieren.

„Dann lass uns nach und nach ein paar dorthin bringen, Eugene. Ich habe bereits ein Dutzend tote Soldaten, die stark sind und wieder kämpfen wollen.“ stolz lächelte ihn Amber dabei an.

„Sie müssen für den Anfang reichen…“ abgelenkt von einem Geräusch vor der Tür, endete er und stand vorsichtig auf.

Er legte ein Ohr an das Holz um zu lauschen.

Auf der anderen Seite flüsterten aufgeregt einige Leute. Die Stimmen konnte er keiner ihm bekannten Person zuordnen. Wozu Zeit verlieren, dachte er und öffnete mit Schwung die Tür.

Erschrocken sahen ihn 3 Augenpaare an.

Eugene verschränkte die Arme vor der Brust in Erwartung, dass sich diese Störenfriede erklärten.

„Oh, also … wir …“ begann eine Frau, während sie sich immer wieder zu ihren Begleitern umsah. „Wir haben gehört, also … ihr braucht noch Hilfe bei eurem … Projekt.“ ihre Augen wanderten immer wieder hin und her. Sie war sichtlich nervös.

„So so … gehört habt ihr das! Und wer seid ihr?“ er ließ seine Stimme autoritär klingen, damit keine Zweifel entstanden, wer das sagen gerade hatte.

„Ich bin Empusa , Herr.“ sie verneigte sich vor ihm und als sie sich wieder aufrichtete veränderte sich ihre Gestalt. Ihr Körper war plötzlich durchschimmernd, als würde er sich auflösen. Gleichzeitig glühten ihre Augen feuerrot.

Einer ihrer Begleiter trat vor, verbeugte sich ebenfalls. Er sah aus wie jeder andere Mensch. Man könnte auch meinen, er sei eine graue unauffällige Maus.

„Man nennt mich Typhon , Herr. Wir sind uns nicht unähnlich. Auch ich bin in wahrer Gestalt ein Riese.“ Seine Augen nahmen die gelbe Farbe wie die einer Schlange oder auch eines Drachens an und die typische Schlitzförmigen Pupillen waren zu sehen. „Ich bin sprachbegabt und kann euch vielleicht von Nutzen auf eurem Schiff sein.“

Typhon zeigte ihm im Geiste seine wahre Gestalt und Eugene musste sich eingestehen, dass dieser Riese sehr beeindruckend war. Er war wahrlich eine Bereicherung in den Reihen seiner Gefolgschaft. Diese vielen Schlangen- und Drachenköpfe konnten den ein oder anderen sicherlich einschüchtern, dachte er im Stillen grinsend.

Ein weiterer Gefährte trat auf ihn zu. Er war einen Kopf größer als Eugene, breite Schultern und sehr muskulöse Beine waren unter dem Lederschurz zu sehen.

„Herr, mich kennt man als Herr über die roten Stiere. Mein Name ist Geryon . Mit ihnen an meiner Seite kann ich euch in Kämpfen sicher helfen, wenn ihr mich lasst.“ jetzt verneigte auch er sich und seine langen schwarzen Haare fielen wie ein kleiner Wasserfall über seine Schultern.

Amber neben ihm leckte sich bei dem Anblick lüstern die Lippen und stieß ein leises Seufzen aus.

Unentschlossen, ob er die drei jetzt sofort anheuern sollte oder noch etwas zappeln lassen sollte, stand er weiterhin mit verschränkten Armen im Türrahmen.

Sie waren aber wirklich von Nutzen und er konnte jede Hilfe gebrauchen um an sein Ziel zu kommen. Helena war ja nicht das Einzige was er haben wollte.

Eugene atmete tief aus, sah dabei zu Nyx und der Walküre und sie waren in dem Moment ohne Worte überein gekommen, dass sie nun schon zu sechst waren.

„Dann bleibt mir wohl nur noch zu sagen, dass ich euch alle Willkommen heiße in meinem Gefolge. Folgt mir und wir werden alles weitere besprechen.“

Wieder im Zimmer schloss Nyx die Tür und sie setzten sich um den Tisch.

Nachdem sich alle am Wein bedient hatten, sah er sich einen kurzen Moment in der illustren Runde schweigend um.

Er erzählte den Neuen von sich und seinem Schiff, berichtete von seinen, seiner Meinung nach, heroischen Taten und von seinen Feinden.

„Ihr habt euch aber wirklich nicht sehr beliebt gemacht!“ grinste Typhon breit. „Das gefällt mir!“

„Ihr solltet alle wissen, dass ich bekomme was ich will. Koste es was es wolle. Wie man sieht verlor ich dafür sogar ein Auge an diese Schlampe…“ eisern umschlang er mit den Fingern seinen Becher und kippte den Inhalt in seinen Hals.

„Oh, ich weiß schon, wie ich diese Frau in Angst und Schrecken versetzen kann.“ feixte Empusa und lachte laut.

„Glaub mir, Alex ist nicht wie alle anderen Sterblichen! Dieses Weib ist zäh und lässt sich mittlerweile nur noch schwer hinters Licht führen. Außerdem hat sie ihr eigenes Gefolge hinter sich und die ganzen beschissenen noblen Götter, die ja ach so großartig sind.“ es fiel Eugene schwer die Fassung zu bewahren. Sobald er nur an seine Erzfeindin dachte, loderte eine immense Wut in ihm auf.

Vor einigen Jahren hätte er sich nie träumen lassen diese Frau so zu hassen.

Als er sie das erste Mal sah, war sie auf einer Geburtstagsfeier für einen Freund und sie flirtete mit einem jungen Mann. Wie sich später herausstellte, wurde dieser der Vater ihres Sohnes Yannicks.

Eugenes Pendant Hrymr ließ ihn Dinge sehen oder geschehen lassen, ohne dass man seine irdische Gestalt dafür verantwortlich machen konnte. Es war erstaunlich wie leichtgläubig einige Menschen doch waren.

So auch dieser Mann an Alexandras Seite. Marius Engelhardt! Es war ein Leichtes ihn langsam zu manipulieren, zu lenken und dann schlussendlich ganz auszuschalten. Die Stimmen der Isu! Hatten sie das wirklich alle geglaubt? In all den Jahren hatte niemand mehr einen Gedanken daran verschwendet, geschweige denn sich wirklich damit befasst. Doch das war jetzt vergangen und er hatte sein neues Leben in Russland ausgebaut.

Er hatte sich einen Namen gemacht, war durch einige Investitionen in leicht, nunja, dubiosen Fonds und Immobilienfirmen reich geworden. Leider war er nie an Abstergo herangekommen! Irgendetwas hielt ihn auf, sodass er die Barrieren, egal bei welchem Büro auf der Welt, nicht überwinden konnte. Wer weiß welche Götter sich da mal wieder in die weltlichen Belange mischten, dachte er grimmig!

Er wusste, dass seine Feindin damals in den Besitz eines zweiten Armreifes gekommen war, als sie zu diesem Piraten in die Vergangenheit gereist war. Diese Tempel der Mayas waren ihm, wie vieles andere auch, ein Dorn im Auge! Dort fühlte er sich, oder besser Hrymr, nie wirklich zurecht. Etwas an diesen Gemäuern störte sein inneres Gleichgewicht und ließ ihn wie blind umherstolpern.

„Wir müssen irgendwie an sie herankommen, sie subtil manipulieren uns die Artefakte zu übergeben. Wie es scheint, plant sie eine erneute Reise zu Edward! Das wäre doch unsere Chance!“ hörte er noch die Worte seines ältesten Begleiter. Ramon war ihm immer loyal gewesen, hatte ohne Wenn und Aber seine Befehle befolgt und war so zu einem Vertrauten und Berater geworden. Er betrauerte den Verlust immer noch zu tiefst.

Leider war ihnen das nicht vergönnt, sie konnten schlecht einfach mit ihr durch dieses Portal gehen!

Doch das war auch gar nicht nötig, denn für einige Zeit wurde er durch seine ganz eigene Recherche in Anspruch genommen und packte all seine Energie in die Suche nach einem Zeitreiseartefakt, welches zufällig in einem Buch aus vergangenen Jahrhunderten auftauchte. Dieses Buch befand sich in seiner persönlichen Bibliothek, die man für ihn sorgsam zusammen getragen hatte.

Die Erzählung über ein wundersames leuchtendes Schmuckstück aus längst vergessenen Märchen weckte seine Aufmerksamkeit.

Die Rede war von einer im eisigen Sibirien versteckten Höhle, welche man nur mit einer einzigartigen Karte ausfindig machen könne. Seine Neugierde wuchs und er begann zu lesen. Tagelang, Wochenlang oder waren es sogar Monate? Wenn Eugene sich in eine Sache verbiss, dann hatte er kein Zeitgefühl mehr. Der Gott an seiner Seite schwieg die Zeit über, besser für ihn. Es gab durchaus auch Streitigkeiten zwischen ihnen!

Er wälzte alte Karten, er ließ Texte in einer für ihn völlig unbekannten Sprache übersetzen und stieß eines Nachts, nach einigen Gläsern Wodkas, auf den entscheidenden Hinweis.

Anadyr, eine Stadt im östlichen Teil Sibiriens an der Küste.

Die Reise stellte keine große Herausforderung für ihn dar, weil er sich entsprechende Fahrzeuge und die besten Ortskundigen Leute leisten konnte. Doch leider vergingen einige Wochen ehe sie ihr Ziel erreichten. Es war im Februar 2009? Oder später? Jahreszahlen waren noch nie sein Ding.

Bei ihrer Expedition in die Tiefen dieser Höhle ließen einige Männer und Frauen ihr Leben, doch es war für eine Gute Sache, oder nicht?

Der Armreif war in einem Raum, der von einer Eismauer umgeben war. Man konnte hindurch sehen, so klar war das gefrorene Wasser. Ein sehr seltenes Phänomen ließ er sich sagen, doch das hielt ihn nicht davon ab, sich durch diese Mauer hindurch zu schlagen.

Je weiter er vordrang, desto mehr vibrierte der Boden, die Wände und alles um sie herum. Es musste schnell gehen, also tat er, was er für richtig hielt und zündete eine Ladung C4 an der kleinen Öffnung, die er geschaffen hatte.

Ein ohrenbetäubender Knall ließ sie alle ihre Ohren zuhalten und dann brach das Chaos los. So ganz erinnerte sich Eugene nicht mehr daran.

Seine Beine trugen ihn wie von alleine zu dem Podest auf dem der Schmuck lag, seine Hände griffen danach und seine Sinne ignorierten das immer lauter werdende Rumoren von herabfallenden Eisblöcken!

Hektisch begann er sich nach einem Ausgang umzusehen.

Seine Männer waren alle verschwunden!

Niemand war mehr da. Er hörte unter dem Getöse nur noch Hilfeschreie und als er hastig über einen Abgrund springen wollte, sah er noch einmal hinunter.

Dort klammerten sich drei seiner Begleiter mit ihren eisernen Haken im Eis fest. Ihnen war nicht mehr zu helfen, redete er sich ein und rannte weiter um dieser gefrorenen Hölle zu entkommen. Seine Glieder waren wie eingefroren, seine Wimpern und Augenbrauen waren mit einer Eisschicht überzogen und es fiel ihm immer schwerer voranzukommen.

Plötzlich stolperte Eugene über ein Hindernis und landete bäuchlings auf dem kalten Untergrund. Als er sich zu der Stolperfalle umsah, bemerkte er den toten Körper Ramons! Ein riesiger Eiszapfen ragte aus seinem Rücken!

„Lebe wohl, mein Freund!“ flüsterte er heiser, raffte sich auf und eilte weiter.

Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte er endlich den Höhleneingang, oder besser das was davon noch übrig war!

An der frischen Luft, welche ebenso kalt wie im Inneren war, versuchte er zu Atem zu kommen. Sein Blick wanderte zu seiner rechten Hand in welcher der Ring ruhte und ihn langsam begann zu wärmen. Er sah prächtig aus. Wunderschöne verschnörkelte Verzierungen und er meinte eine Inschrift erkennen zu können. Doch mal wieder war er nicht in der Lage die Buchstaben zu entziffern. Das hätte sicherlich noch Zeit!

Jetzt hieß es erst einmal weg von diesem Ort zu kommen.