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Boston / Tartaros - Erinnerungen an vergangene Niederlagen! *Hrymrs Sicht*

Die Fäden, Die Uns Halten! - Part Iii Der Schicksalhaften Zeitreisen — www.fanfiktion.de · All chapters

Boston / Tartaros - Erinnerungen an vergangene Niederlagen! *Hrymrs Sicht*

Na, wen haben wir denn da?

Neugierige Leser die sich in mein Leben auch noch einmischen wollen?

Ich werde euch mal erzählen, was diese so hochgelobte Mistress Kenway

alles so im Schilde führt. Ihr bekommt heute mal einen kleinen Einblick

in meine Vergangenheit mit ihr!

Viel Spaß beim Lesen und meiner Erzfeindin geht es wohl (wieder) recht gut.

Ist mir aber mehr als egal.

Hrymr aka Eugene

Zitat Kapitel 30 - Boston/Tartaros

Kapitel 30

~~~ Erinnerungen an vergangene Niederlagen ~~~

Zurück in seiner Heimat begann er mit einigen Wissenschaftlern das Artefakt zu studieren und es dauerte ungefähr zwei Monate bis sie erkannten, was für Möglichkeiten man damit hatte. Somit war er dieser Frederickson ein Stück voraus! Bei dem Gedanken grinste er in sich hinein. Sie würde ihm irgendwann ins Netz gehen, da war sich Eugene sicher.

Das alles aber immer komplizierter werden würde in den kommenden Jahren, damit hatte er nicht gerechnet und es bremste ihn und seine Leute immer wieder aus.

Vor allem als Alex den Entschluss gefasst hatte diesen schnöseligen Briten zu heiraten und bei ihm zu bleiben, riss ihm das schier den Boden unter den Füßen weg. War die Frau nicht mehr ganz bei Trost? War ihr gar nicht klar, was da auf sie zukommen würde? Im Grunde war es nicht sein Problem, sollte sie selber wissen. Er konnte sich eh dann freier bewegen im 21. Jahrhundert und vielleicht Yannick auf seine Seite bekommen.

Doch auch er war ein zäher Brocken und als er es sogar wagte in sein Hoheitsgebiet in Wjasma einzudringen, reichte es Eugene und er verschwand auf unbestimmte Zeit.

Seinen Leuten hatte er nichts weiter mitgeteilt, wohin er genau reiste.

Sein Ziel war 1765! Ein Leben im kolonialen Amerika wäre sicherlich eine angenehme Ablenkung und er konnte so die Familie Kenway im Auge behalten.

Nach und nach war es ihm gelungen Wachen und Personal anzuheuern. Erstmal nur für seine Naglfar, die getarnt als großer Klipper umher segelte. Sein Alter Ego Hrymr machte dies möglich!

Immer wieder schlich er sich in die Köpfe der Familienmitglieder und Angestellten, leider ohne großen Erfolg.

An einen „beinahe“ Sieg erinnerte er sich aber noch. Die Plantage war zwar bewacht, aber er konnte wie ein Windhauch durch die Wände gleiten. Eines Geistes gleich!

In der besagten Nacht war er im Zimmer des kleinen Edward und sah ihm eine Weile beim Schlafen zu. Schrecklich, der Junge sah aus wie sein Vater und würde bestimmt auch später so ein verzogener neureicher Bengel werden.

Plötzlich jedoch schreckte der Kleine hoch und sah ihm direkt in die Augen! Wie konnte er ihn sehen?

Schreiend sprang Edward aus dem Bett, gefolgt von seiner Hündin, und rannte auf die Galerie um seine Eltern zu wecken.

Die erschienen prompt, auch wenn sie etwas verschlafen wirkten. Haytham war gerade erst wieder nach Hause gekommen und hätte sich sicherlich eine schönere Begrüßung vorgestellt. Aber Eugene spielte doch gerne das Empfangskomitee für diesen widerlichen Templer!

Der Kampf begann etwas zögerlich, aber seine Fähigkeiten waren hier auf engem Raum genau richtig um sich zu wehren und vor allem die Gegner schnell zu beseitigen oder besser noch, sie auf seine Seite zu ziehen.

In einem unbedachten Moment, er hatte gerade die Wachen im Geiste infiltriert um Alex und ihren Mann abzulenken, schoss er einen kleinen Giftpfeil zielsicher in ihren Oberkörper. Sie begann zu taumeln, ihr Geist öffnete sich für ihn und er konnte sie endlich lenken!

Grinsend beobachtete er die entsetzten Wachen und Haytham, wie sie Alex versuchten wieder zur Vernunft zu bringen. Er ließ diese Frau rasend werden, sie sollte ihren Mann verlassen um bei ihm sein zu können.

Hier aus der Sicht von Alex nachzulesen!

Er sah, wie die Götter versuchten sie aufzuhalten, aber sie manövrierte sich geschickt durch ihre neuen Angreifer, ignorierte ihren Gatten, beschimpfte alle Anwesenden lautstark! Es war eine Pracht, dieses Spektakel mit anzusehen!

Als er sie in den Keller lotste, wo ihr Sohn mit seinem Kindermädchen und den Angestellten kauerte, hielt er Haytham und ihre Götter mit all seiner Kraft auf ihr zu folgen. Nein, sie sollte sich dieses Klotzes an ihrem Bein entledigen, nur so war sie frei für ihn.

Leider kam es anders und die ganze Familie Kenway, ja auch Edward Senior war an Bord – welch ironische Bemerkung in diesem Zusammenhang-!

Nach einigen hitzigen Wortgefechten und einigen ordentlichen Handgreiflichkeiten schaffte es der Pirat doch tatsächlich seine Auserwählte wieder ins Hier und Jetzt zu bringen! Natürlich konnte sie auch ihren Mutterinstinkten nicht entkommen und so klammerte sich ihr Sohn an sie, flehte sie an bei ihm zu bleiben und so weiter.

Verdammte Scheiße!

Im nächsten Augenblick wurde er wie mit einem Netz aus gleißendem Licht gefangen und aus dem Haus befördert! Wie hatte Odin das zustande gebracht? Aber dann sah er sie alle vor dem Eingang stehen wie sie ihn verhöhnten. Mit einem lauten Donner wurde Eugene erneut weggeschleudert! Thor ließ seine ganze Wut an ihm aus und beförderte ihn gefühlt auf einen anderen Kontinent.

Plötzlich war alles schwarz um ihn, aber er spürte dieses seichte Schaukeln und leise plätscherte Wasser in der Nähe an Holz.

Er öffnete die Augen und richtete sich vorsichtig auf! Er war auf seinem Schiff.

„Ich musste dich direkt hierher bringen, du wärst sonst noch inmitten des Ozeans gelandet! Dank mir später und diese Frederickson kriegen wir schon noch! Das nächste Mal solltest du vorsichtiger sein!“ maulte ihn die Stimme seines Gottes an.

„Ja, ich weiß! Ich war mir aber sicher …“ begann er, sah aber dass Hrymr ihm schon nicht mehr zuhören wollte. „Dann eben nicht!“ wütend erhob er sich und versuchte wieder einen klaren Kopf zu bekommen.

„Denk das nächste Mal daran, dass du meine Feinde auch im Zaum halten musst. Ich habe dir so vieles an die Hand gegeben was du nutzen kannst! Also mach es auch!“ sein Gebrüll war vermutlich Meilenweit zu hören und verunsichert duckte sich Eugene.

Also musste ein neuer Plan her.

Grinsend dachte er an ein viel früheres kleines Spielchen mit dieser Frederickson. Sie war auf der Suche nach Lokis Ring und war auf dem Weg nach Finnland. Dort angekommen zeigte man ihr dieses Schmuckstück. Was aber niemand wusste war, dass er sich die Fähigkeit erworben hatte, durch eben solche Gegenstände mit dem Träger zu sprechen.

Also warnte er Alex kryptisch vor dem Weltuntergang und vor all den schlimmen Dingen in der Zukunft. Er wollte ihr einfach Angst machen und ihm machte es Spaß sie so verwirrt zu sehen.

Später wollte er es noch einmal versuchen. Dieses mal durch ein Amulett. Leider war es im wahrsten Sinne des Wortes besetzt! Balder hatte sich eingenistet und gab sich alsbald auch zu erkennen vor ihr. Balders Lieblinge nannte man sie und es gab viele von ihnen.

Wenn man alle versammeln würde, dann könnte man die Nacht zum Tage machen und alles Unheil mit dieser Kraft vernichten. Bisher war es aber noch niemandem gelungen sie alle ausfindig zu machen. Insgeheim hoffte er, dass es auch noch eine ganze Weile so blieb!

Die anderen Götter waren von Odins Tochter so angetan, dass sie sie immer beschützten, ob sie es wollte oder nicht. Sie waren immer um sie herum! Das machte es in den Jahren nicht leichter an sie heran zukommen.

Auch Alex entwickelte sich. Sie konnte ihn sogar zurückschlagen, als er sie schon in seinem Bett hatte.

Dieses Weib war in eine kleine feine Falle getappt bei einer Hausbesetzung und er hatte sich als eine ihrer Wachen getarnt. Sie war unvorsichtig gewesen und so war es ihm gelungen sie in eine kleine Hütte nähe Wjasmas zu bringen.

Aber dort angekommen erwachte ihr Verstand leider und sie machte kurzen Prozess mit ihm. Sie stach immer wieder auf ihn ein, als er über ihr war um seinen Tribut zu fordern. Halb bewusstlos sackte er zusammen und sie stieß ihn von sich. Noch heute hörte er ihre Schreie und das Betteln um Gnade! Was für ein wohliges Gefühl er dabei gespürt hatte war einfach unbeschreiblich.

Er erwachte irgendwann in seinem Haus in Boston umringt von sorgenvollen Gesichtern seiner Angestellten. Wütend hatte er sie verscheucht und rief Hrymr, damit er ihm alles erklären konnte.

Wieder einmal hatten seine Gefolgsleute ihn retten müssen, weil er sich unbewaffnet dieser Frau genähert hatte.

Das war ihm jetzt auch klar!

„Hey! Alles in Ordnung bei dir?“ fragte eine Frauenstimme neben ihm und schüttelte an seiner Schulter sodass er aus seinen Gedanken gerissen wurde.

„Was denn? Ja, mir gehts gut. Am besten ginge es mir, wenn diese Alex endlich weg wäre.“ seufzte er und goss sich noch einen Becher Wein ein. „Gibt es hier eigentlich auch mal was anderes zu trinken? Guten Met oder ein gutes Bier vielleicht?“ seine Laune war so tief im Keller, dass vermutlich kein Fass Met ausreichen würde sie wieder zu heben.

„Warte kurz!“ rief Amber, verschwand in einem weißen Nebel und tauchte Sekunden später mit zwei Fässern Met, getragen von stattlichen Jötunn, wieder auf.

„Genieße ihn, es war nicht leicht ihm dem Jarl aus der Halle zu stehlen.“ lachte sie. Ihre linke Hand strich über seine Wange ehe sie sich zu ihm herunter beugte um ihn zu küssen. „Der Met wird dich sicher besänftigen, ansonsten fiele mir noch eine nette körperliche Betätigung ein, die helfen kann in solchen Momenten.“ ihre Stimme hatte sie bei ihren Worten gesenkt.

Oh, da hatte sie Recht. Langsam beruhigte er sich und genoss diesen hervorragenden Nektar der nordischen Götter!

Sein Blick wanderte zu seinen drei neuen Mitstreitern, welche skeptisch ihre Becher an die Lippen hoben. Kannten die Griechen denn keinen Met? Wie hinterwäldlerisch!

„DAS habe ich gehört.“ fauchte Nyx und kniff in seinen Oberschenkel.

„Ich denke, wir besprechen alles weitere dann morgen.“ Eugene deutete mit dem Kopf, dass Empusa, Geryon und Typhon sich jetzt besser verabschieden sollten.

„Eine gute Idee, Herr.“ kam es wie aus einem Mund und sie verschwanden ohne zu Murren.

„Ich mag deine autoritäre Art, Eugene!“ hauchte Amber und setzte sich auf seinen Schoß. Ihre Lippen liebkosten seine Wangen, seine Lippen und fuhren am Hals entlang.

Nyx stellte sich hinter ihn und massierte seine Schultern!

Aus seinem Mund kam ein lautes wohliges Stöhnen. Langsam erhob er sich mit der Walküre auf seinen Hüften und führte seine Geliebten zum Bett.

Er würde ihnen gerne seine Autorität in vollen Zügen zeigen. Diese Zeit hatten sie auf jeden Fall noch, ehe sie sich den ernsteren Dingen widmen mussten!