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Boston - Die Ablenkung steht *Hrymrs Sicht*

Die Fäden, Die Uns Halten! - Part Iii Der Schicksalhaften Zeitreisen — www.fanfiktion.de · All chapters

Boston - Die Ablenkung steht *Hrymrs Sicht*

Willkommen zurück!

Einen passenden Lockvogel finden ist in Boston ein Leichtes,

wie ich feststellen durfte. Jetzt muss er nur noch das tun, was man ihm sagt.

Am Hafen ist die Sicherheit am heutigen Abend nicht wirklich gewährleistet

wie es scheint. Einigen Soldaten der Kronen geht zunehmend schlechter und

meine Begleiterin hat auch schon eine Vermutung.

Ihre Vermutung findet sich dann auch prompt auf einem der mit Tee beladenen

Handelsschiffen und zeigt mir, was man ihr in Asgard alles beigebracht hat.

Gute Unterhaltung!

Hrymr aka Eugene

Zitat Kapitel 37 - Boston

Kapitel 37

~~~ Die Ablenkung steht ~~~

Inmitten all dieser Frauen stach Geryon eine besonders ins Auge.

Sie hatte olivfarbene Haut, schwarze Haare und Augen die ihn neugierig musterten. Lächelnd kam sie auf ihn zu.

„Schöner Mann, ihr seht einsam aus. Wenn ihr wünscht erfülle ich euch jeden Wunsch.“ hauchte sie ihm mit einem so gekonnten Augenaufschlag zu, dass er an sich halten musste sie nicht auf ein Zimmer zu zerren.

„Reiß dich zusammen, Mann!“ fauchte Eugene, als er seinen Mitstreiter sah, wie er im Begriff war sich gehen zu lassen.

Schmollend zog sich die wohlgeformte Schönheit zurück.

„Du hast nicht gesagt, dass wir nicht auch ein wenig Spaß haben können.“ dem Stierwächter war die Lust vergangen und er lehnte sich gelangweilt an einen der im Raum stehenden Stützbalken.

„Später! Zuerst müssen wir…“ begann der Russe, doch er wurde von der Bordellinhaberin unterbrochen.

„Sir, das hier ist meine neueste Perle. Sie ist gebildet, sauber und SEHR talentiert. Wenn ihr versteht was ich meine.“ bewarb sie die Dame neben sich.

Eine rot gelockte Frau mit der dazu passenden blassen Haut sah lächelnd zu ihnen auf.

„Sag schon was, Mädchen.“ mahnte ihre Vorgesetzte.

„Gentelmen, es ist mir eine Freude eure Bekanntschaft zu machen.“ säuselte sie mit einer weichen melodischen Stimme. Nur der Akzent war merkwürdig. Noch nie hatte Eugene etwas ähnliches gehört.

„Die Freude ist ganz unsererseits. Sagt, woher kommt ihr?“ hakte er nach. Ihre Augen sahen auf den Boden, dann wieder in seine.

„Aus einem … kleinen … Dorf… Ihr kennt es nicht. Das macht aber nichts.“ etwas in ihrer Art machte ihn stutzig. Warum wollte sie nicht sagen, woher sie kam?

Die Inhaberin meldete sich zu Wort.

„Seht, sie ist noch etwas schüchtern. Es gibt Kunden die ihre Herkunft nicht gutheißen.“ erklärte sie ihnen.

„Sprecht schon, so schlimm wird es doch wohl nicht sein, oder?“ Sie wollten doch keinen Preis mit ihr gewinnen, sondern einfach nur eine Ablenkung haben!

„Man hat mich aus Island hierher … gebracht.“ stammelte sie leise und sah dabei zu ihrer Chefin.

Daher wehte der Wind. Sie war keine der Frauen, die man mittellos in die Kolonien brachte um den Preis für irgendwelche Darlehen begleichen zu müssen. Viele dieser, oft waren es ja wirklich junge Mädchen, Frauen wurden von ihren Familien verkauft. Diese hier aber war aus einem anderen Grund hier gelandet. Wollte er es wirklich wissen? Sie war von einer Insel, welche die alte nordische Sprache nutzte. Oder war das nicht mehr so?

„Sir, habt ihr euch doch umentschieden?“ so aus seinen Gedanken geholt, sah er die junge Frau noch einmal genauer an.

„Nein, werte Dame. Ich denke, sie ist genau richtig.“

Schnell hatten sie einen Preis ausgehandelt, erklärt worum es geht.

Die Bordellchefin zuckte dabei mit den Schultern. Was man mit ihren Frauen machte, schien sie nicht wirklich zu interessieren. Auch wenn sie kurz vorher noch genau diesen Eindruck vermittelt hatte.

Doch warum machte er sich über diese Zustände Gedanken? Morgen sieht die Welt schon wieder anders aus und er würde hier nicht mehr länger verweilen. So sein Plan.

Nachdem man der Frau erklärt hatte, was genau sie tun sollte, und eine stattliche Summe für ihre etwas seltsamen Dienste übergeben hatte, verabschiedete man sich.

„Wir sehen uns bald wieder.“ Typhon lächelte sie dabei an, verbeugte sich und folgte seinen Freunden wieder nach draußen.

„Sucht jetzt einen passenden Schuppen oder ähnliches für den Hinterhalt und alles weitere. Sollte es nötig sein, heuert noch ein paar Schläger an die sich als Beschützer der Dirnen ausgeben oder so.“ er drückte den beiden griechischen Gottheiten noch eine Geldbörse in die Hand und ging von dannen.

So langsam wurde es ernst, grübelte er vor sich hin.

Sobald nur noch Helena mit ihrem nutzlosen Kindermädchen in der Herberge war, würde er zuschlagen. Oder eher zuschlagen lassen.

Wohin sollte er sie aber bringen?

Man konnte schlecht in den Kolonien bleiben. Es musste weiter weg sein. So weit, dass es nicht mit ein oder zwei Tagen zu erreichen war.

Sein Pfad sollte nicht so leicht aufzuspüren sein. Nachdenklich schaute er auf seinen Armreif, der dunkel an seinem Handgelenk lag, so als würde er ihm einen brauchbaren Tipp geben.

Auf dem Weg zurück zu seiner Unterkunft kam ihm der Gedanke, dass Spanien ein sehr schönes Reiseziel sei. Es war warm, das Essen war erstklassig und er besaß dort ein kleines Anwesen. Natürlich, warum war er nicht gleich darauf gekommen. An der Küste von Katalonien befand sich seine gut gesicherte kleine Festung, welche er nur selten besuchte. Die Kenways würden eine Weile brauchen sie aufzuspüren und dann noch eine Reise Übersee!

Nein, er würde Alex nicht einfach so erlauben ein Portal zu öffnen. Eine kleine Störung ihres Armreifes sollte genügen um die Familie in die Irre zu führen und sie so noch weiter zu beschäftigen. Somit hätte er viel Zeit die kleine Helena kennenzulernen.

Mit diesem zufriedenen Gedanken betrat er sein Zimmer.

Amber berichtete von ihrem Erfolg bei den Soldaten, denen sie ins Gewissen redete, damit Haytham zusätzlich verunsichert ist.

„Sie waren nicht angetan davon, als ich ihnen mitteilte, dass dieser Kenway sich gegen sie und die Krone wandte. Er wäre doch ihr Freund gewesen! Sowas hätten sie nie erwartet! Bla Bla Bla! So schnell kann man sich in einem Menschen täuschen.“ lachte sie böse und setzte sich wieder ans Fenster um ihren Wein zu genießen. „Oh, da hätte ich doch glatt noch etwas vergessen! Sie werden ihrem Hauptmann noch die Nachricht überbringen, dass es noch weitere Verräter an der Krone gibt! Sobald sich Haytham auch nur der Garnison nähert wird er verhaftet!“

„Man kann halt niemandem mehr über den Weg trauen.“ meldete sich Empusa grinsend zu Wort. Bis jetzt hatte man sie nicht gebraucht und das schlug sich auf ihr Gemüt nieder. „Wann kann ich endlich etwas tun? Ich fühle mich so nutzlos!“ jammerte sie.

„Bald, glaub mir. Spätestens morgen solltest du deinen Einsatz haben. Hoffen wir, dass alles glatt geht.“ Noch immer war ihm nicht wohl bei dem Unterfangen.

Dieses immer wiederkehrende Gefühl beobachtet zu werden ließ ihn einfach nicht los. Dazu kam, dass er sein Schiff vermisste. Irgendwann würde er sie bergen, sie wieder sein Eigen nennen können.

„Werden wir dich alle weiterhin begleiten, wenn du deine Helena endlich hast?“ fragte Nyx leise nach.

„Natürlich seid ihr ab jetzt immer an meiner Seite. Warum sollte ich euch wieder fortschicken? Zusammen können wir eine hervorragende Verteidigung aufbauen!“

„Aha, dafür sind wir also gut? Zu deinem Schutz? Was ist mit Freundschaft?“ Ambers Worte trafen ihn tief.

Für einen Moment hielt er inne um darüber nachzudenken.

Hatte er jemals echte Freunde gehabt? Waren sie nicht alle immer nur Mittel zum Zweck gewesen? Was machte Freundschaft wirklich aus?

„Lass gut sein. Wir haben verstanden, BOSS!“ empörte sich der Gruselgeist.

Während sie auf den Abend warteten, begannen Eugene und die anderen die nähere Umgebung zu erkunden. Das Ziel wäre der Hafen wo einige Schiffe mit prall gefüllten Bäuchen voller Tee auf ihre Entladung warteten.

Aber nicht eine normale Frachtlöschung, nein!

Bald wäre der Bostoner Hafen mit köstlichem Tee gefüllt!

„Da sind ja wirklich prächtige Schiffe darunter. Gehören bestimmt einem reichen Mann!“ mutmaßte Typhon, während sein Blick über den Kai glitt.

„NOCH sind es wohlhabende Personen. Vermutlich morgen in der Früh nicht mehr.“ sprach Eugene leise so als würde er zu sich selbst sprechen.

„Man vernichtet ein Vermögen, das stimmt.“ Amber ging ein Stück in Richtung eines der Lagerhäuser vor dem sich Soldaten der Krone befanden. Bei genauerem Hinsehen bemerkte sie jedoch, dass ihnen unwohl wahr.

Einer übergab sich plötzlich heftig, wogegen die anderen beiden sich ihre Bäuche hielten und jammerten.

„Wir sollten zurück zur Garnison und jemand anderen hier Wache schieben lassen…“ würgte der vierte im Bunde.

Hektisch zogen sie von dannen. Wie unaufmerksam! Das grenzte ja schon fast an Desertion!

„So so! Dafür habt ihr die Fässer manipuliert!“ grinste die Walküre, als ihr klar wurde, WER für diese plötzliche Erkrankung verantwortlich war.

Es dauerte nicht lange bis eine Vierergruppe Patrioten dort Stellung bezog. Zumindest trugen sie die Uniformen, wenn man sie denn so nennen konnte. Es waren Westen und Hosen in einem Blauton, die nicht wirklich passgenau waren. Die Kontinentalarmee hatte kein Geld für Kleidung oder Verpflegung wie es schien.

Langsam begann es zu dämmern und sie machten sich auf den Rückweg.

In der Herberge erhielt Eugene die Bestätigung, dass einer seiner Spitzel die Papiere für die Hinrichtung übergeben wird.

„Sir, was ist, wenn wir aber nicht an Master Kenway herankommen?“ der junge Mann war wohl noch nicht sehr lange für ihn tätig, sonst hätte er schon eine eigene Lösung gefunden.

„Dann werdet ihr sie an jemanden übergeben, der ihm nahesteht, der ihn kennt. Am besten einen seiner Untergebenen.“ der Russe verschränkte die Arme vor der Brust und wartete auf eine bestätigende Antwort.

„Aber … ich kenne dort niemanden.“ sein Gesicht rötete sich vor Verlegenheit.

Die Chaosgöttin tauchte grinsend neben ihm auf.

„Dieser Templer hat einen Bastard! Einen Wilden! Ich habe ihn schon ein paar Mal hier in Boston herumschleichen sehen. Ein Assassine wenn ich richtig liege. Schmeckt Haytham bestimmt nicht …“

Eugene unterbrach sie harsch.

„Ja ja… haben wir verstanden. Dann sucht nach ihm. Ein Indianer in so einer Kutte sollte ja nicht so schwer zu finden sein! Also! Worauf wartet ihr noch?“ mit den Händen machte er dem Spitzel deutlich endlich zu gehen.

„Ich sollte ein Rekrutierungskommando zusammenstellen, damit meine Leute vernünftig ausgebildet werden. Schrecklich wie unselbstständig die jungen Männer hier manchmal sind!“ murrte er in seinen nicht vorhandenen Bart.

Als es bereits dunkel war, zogen sie sich alle noch einmal um. Die Kälte hatte wieder zugenommen, also gab es dicke Wollhosen unter anderem. Die Mäntel und Umhänge waren ebenso aus diesem warmen Material, auch wenn sie kratzig waren, merkte Geryon an und verzog dabei genervt den Mund.

Sie schlichen in Richtung des Hafens, immer darauf bedacht die Umgebung im Auge zu behalten und siehe da! Wenige Meter vor dem Kai sah Eugene seine Erzfeindin mit ihrer Freundin Faith herumschlarwenzeln! Die beiden hatten zwei der Frachtschiffe auserkoren und ehe sie sich versahen, begann die Boston-Tea-Party.

Die ersten Kisten flogen ins Wasser, empörte Rufe und wütendes Geschrei wurde laut und rief die britischen Soldaten auf den Plan.

Es waren jedoch nicht ganz so viele wie er gedacht hätte.

„Diese Kenways und Cormacs haben mit ihren Elixieren ganze Arbeit geleistet, mein Liebster!“ erklärte Amber ihm.

„Man sollte die beiden Frauen auf den Scheiterhaufen bringen!“ rief Typhon plötzlich und deutete auf das linke Schiff, welches von Alexandra in Beschlag genommen wurde. Doch dort oben stand nicht sie!

Dort stand eine brünette junge Frau mit kurzen Hosen und einem grünen Unterhemd! Mit großen Augen sahen sie zu ihr hinauf!

„Das darf nicht wahr sein! Sie kann ihre Gestalt ändern!“ schrie Eugene voller Hass und Wut!

Damit hatte er kaum noch eine Chance sie zu kriegen!

In diesem Moment wollte er einfach nur Helena haben! Ihre Mutter war ihm mit einem Male egal geworden! Sollte sie in Hel schmoren!