Boston / Virginia - Es ist Zeit für einen Ausflug!
Boston / Virginia - Es ist Zeit für einen Ausflug!
Seid erneut gegrüßt an diesem etwas trüben Samstag!
Der Kapitän der Naglfar hat also eine Verbündete. Cleveres Kerlchen.
Aber mit uns rechnet er gerade nicht und das ist auch gut so.
Meine Tochter wird sich ihm stellen müssen und hoffen wir, dass
mein Plan, sie nach Asgard zu bringen, aufgeht!
Bis dahin, viel Vergnügen beim Lesen!
Havi
PS: Die Frau auf dem Zitatbild ist KI generiert.
Zitat Kapitel 3 - Boston/Virginia
Weil es gerade so schön passt - hier ein fantastisches
Lied von Wardruna vom neuen Album "Birna"
Kapitel 3
~~~ Willkommen in Asgard, Solveig ~~~
Vor dem Tor mit Garm, so war der Plan, sollten sie auf diesen Schmarotzer und diese Nyx treffen.
Sie zogen sich alle für den Moment zurück und überblickten aus den Schatten das Treiben im Laden oben.
Es dauerte nicht lange, bis er seine Tochter ganz in der Nähe spürte.
Lächelnd sah er, dass sein Plan funktioniert hatte. Niemanden hatte er in Kenntnis gesetzt, wer hier wirklich zu erwarten war. Edward Junior, Florence und sogar Helena waren als junge Erwachsene erschienen! Gemeinsam mit Loki hatte Idun sie in diese Gestalten versetzt, mit den entsprechenden Lebenserfahrungen. Sie kamen, wenn man es genau nahm, auch aus der Zukunft. Bei seinem Enkel spürte er sogar diese Verbundenheit mit Anna Cormac. Der Gott Ra und er hatten damals einfach ein Bündnis geschlossen und Alex vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Ihr Sohn war auserkoren dieses Mädchen zu beschützen… dieser Gedanke, dass ein Gott der Unterwelt einer der biologischen Väter war, brachte ihn in Rage. Aber Edward war genau der Richtige für diese Aufgabe mit Thor an seiner Seite. So hoffte er immer noch. Wer weiß aber, was die Zukunft für diese beiden Menschen noch vorgesehen hat?
Bevor jedoch seine Tochter hier vor Garm erschien, sah er Hrymr wie er sich mit dieser Nyx versuchte zu verstecken.
Hatte er es richtig beobachtet? Die beiden manifestierten sich aus schwarzem Rauch in dieser Halle? Diese griechische Chaosgöttin war also nicht zu unterschätzen, aber würde sie sich auch seiner Tochter entgegenstellen?
Die Frage erübrigte sich schnell, als sie sich wieder in diesen Dunst auflöste und unter dem Spalt des Tores zu Hel verschwand. Zurück blieb der Schmarotzer, welcher sich in eine dunkle Ecke schlich um Alex aufzulauern.
Odin wusste, dass er es auf das jüngste Familienmitglied abgesehen hatte, weil Hrymr nicht mehr so leichtes Spiel mit ihrer Mutter hatte. Seine Tochter hatte die Mauer in ihrem Kopf perfektioniert, auch wenn sie hier und da noch etwas bröckelig werden konnte, wenn sie etwas abgelenkt war. Doch das kam zum Glück nur selten vor.
Stimmen drangen an sein Ohr und Familie Kenway betrat mit dem Schmied diese Halle.
Hel hatte sie mit einer verstellten Stimme hierher gelotst, weil sie befürchtete, dass Alex sonst nicht den Weg finden würde.
Da war sie wieder, diese Vorsicht seiner Tochter, welche nicht immer von Nöten war. Auch das war etwas, was man ihr noch austreiben musste.
Bevor hier jedoch, so befürchtete er, ein Kampf ausbrechen würde, trat er vor ihnen in Erscheinung und umschloss ohne große Worte seine Tochter mit seinem Umhang.
Es war an der Zeit sie einen kleinen Blick auf ihre Heimat werfen zu lassen. Auf die Göttinnen, welche sie erwarten würden.
In Asgard!
Das sind Skuld , Andarta und Vör ! Sie werden dich bald an weitere Fähigkeiten führen und du wirst deine Bestimmung erfahren. Soviel sei gesagt, diese Momente in welchen du das Gefühl hast zu wissen, was gleich passiert, kommen nicht von ungefähr. Das Blut der Norne der Zukunft fließt durch deine Adern! Erklärte er und nach und nach traten die Frauen vor um sich vorzustellen.
Und jetzt weißt du ein wenig mehr über das, was dich noch erwarten wird! Alex sah zu ihm auf unter seinem Umhang und lächelte selig. In ihr spürte er eine gewisse Kraft, welche ihre Fähigkeiten noch weiter festigte. Dazu sah er in ihren Augen eine Zuneigung aufflammen, die sie ihm noch nie so gezeigt hatte.
Ja, er hatte zu lange gewartet. Doch jetzt würden sie gemeinsam die nächsten Wege beschreiten!
Und dann hatte Hrymr anscheinend seine Geduld verloren und trat aus den Schatten heraus um seinem größtem Feind gegenüber zustehen.
Suchend sah sich Odin nach seiner Begleiterin um, doch von Nyx war nichts zu sehen. Vermutlich vergnügte sie sich in Helheim. Die dortige Göttin war bestimmt nicht begeistert über so eine Besucherin, grinste er in sich hinein.
Der Kapitän der Naglfar begann mit den Worten, dass Lee ein fantastischer Lockvogel gewesen sei und er jetzt gerne das Artefakt zurück haben würde. Doch er wartete keine Antwort ab, sondern griff sofort Alex an, welche etwas perplex mit einer eigenen Attacke zögerte.
Ein Hin und Her von Schlägen, ein neues Angebot seitens Hrymrs, dass er ja nur Helena wollte und das Amulett sei nicht mehr wichtig für ihn.
Seine Tochter wurde immer wütender, ihre Barriere brach langsam und ließ diesen Schmarotzer sich daran laben.
Ihre Gedanken, um die Mauer aufrecht zu erhalten, glitten immer wieder zur Seefahrt, zu ihrer Jackdaw und … da war es. Hrymr hatte einen perfiden Weg gefunden, sich wieder zu stärken. Er brauchte sein eigenes Schiff nicht. Nein, er bediente sich an dieser Liebe seiner Tochter zu ihrer Brig!
Schlag für Schlag, Gedanke für Gedanke, wurde Hrymr stärker!
Verdammt! Verschließe dich endlich! Deine Wut… sie ist wie ein Gefäß für ihn wo er seine Energie sammelt! Brüllte er in Gedanken seiner Tochter entgegen!
Im Grunde ging dann alles sehr schnell.
Der Gott schnappte sich Helena, welche wie in Trance in seinen Armen hing mit einem Male und begann Alex verbal zu entwaffnen indem er ihr weismachen wollte, dass er sie kannte und analysiert hatte. Er brachte diese Parallelwelt wieder ins Gespräch und versuchte so den Kampfgeist zu schwächen.
Plötzlich ging Alex in die Knie, aber nur um kurz darauf aufzuspringen wie eine Löwin um ihm genau DAS auch zu zeigen. Die Löwin beschützte ihre Jungen! Gegen solch eine Macht würde niemand so leicht ankommen.
Haytham stand an ihrer Seite zusammen mit Tyr und gab ihr Rückendeckung, während Edward, Thor, Florence und Brünhild sich hinter Hrymr schlichen, der davon keine Kenntnis nahm.
Auf drei! Hörte er Alex ihre Familie anweisen und Hrymrs Schicksal war besiegelt!
Überwältigt von diesem plötzlichen Kampfwandel ließ der Kapitän verwirrt von Helena ab, welche aus ihrer Starre ihrerseits erwachte!
Mit ihren Cherubs machte sie ihn Bewegungsunfähig, damit alle anderen leichtes Spiel haben würden.
Mit großer Genugtuung sah Odin, wie seine Tochter ihre versteckte Klinge hervorschnellen ließ und dem Gott damit in sein rechtes Auge stieß. Man hörte ein unangenehmes Knirschen von Knochen, ehe schwarzes Blut aus der Wunde über ihren Arm lief.
Dieser markerschütternde Schmerzensschrei rief seine griechische Begleiterin auf den Plan, welche ihn in Windeseile mit einem schwarzen Wirbel umschloss und nur noch eine dunkle Pfütze auf dem Boden hinterließ.
Die Frage, wie es jetzt weitergehen sollte, beantwortete Ráðsviðr breit grinsend.
„Folgt uns einfach!“
Seine Tochter öffnete das Tor hinter Garm mit Leichtigkeit und sie alle betraten das Reich der Göttin Hel.
Wirklich wohl war ihm hier nie, weil er befürchten musste auch einigen Widersachern zu begegnen.
Nach einigen labyrinthartigen Gängen kamen sie in eine weitere Halle, wo auf einem Thron Hel mit erhobenem Hauptes saß und in ihre Richtung lächelte.
Kaum dass sie dort waren, sprach seine Tochter einen Gedanken laut aus, welcher ihn schmunzeln ließ, weil er so typisch für sie war.
„Dann werde ich hier persönlich auf Charles warten in ein paar Jahren. Nur um sicherzugehen, dass er auch wirklich weg ist!“ Ihre Stimme passte zu dem grimmigen Gesichtsausdruck in diesem Moment! Alex wusste, wer hierher kam und wer nicht.
Als sie jetzt aber eine Erklärung finden mussten auf die Frage, warum Hrymr so ungesehen hier agieren konnte in Boston, mussten sie sich eingestehen, dass dieses Amulett mächtiger war als bisher angenommen.
Die Schmiede hatten sich große Mühe gegeben, damit es auch wirklich funktionierte, doch nicht mit solch einer Reichweite gerechnet. Dazu kam aber auch der Gott selber, welcher es verstärkte durch seine Präsenz.
„Dann wird es Zeit, dass wir auch die anderen Artefakte finden und sie sicher verwahren, ehe dieser Schmarotzer erneut auf die Idee kommt einen Diebstahl zu begehen!“ Alexandra übernahm damit sprichwörtlich das Zepter!
„DAS wollten wir unter anderem hören, Tochter! Deine Bestimmungen sind vielfältig, aber auch deine Fähigkeiten sind mannigfaltig!“ Odin betrachtete sie lächelnd bei seinen Worten.
Er war zuversichtlich, dass sie auch die nächsten Neuigkeiten so gut aufnehmen würde.
Man klärte jetzt noch die Familie auf, dass es eine Begleiterin des Kapitäns der Naglfar gab, welche nicht zu unterschätzen war.
„Er hat eine recht mächtige Verbündete an seiner Seite. Erst ein paar Tage oder Stunde, aber sie ist ihm ähnlich und ebenbürtig. Es ist Nyx, die Göttin des Chaos und der Nacht! Tochter des Zeus und der Göttin Diana. Sie wurde verstoßen, weil ihre Macht zu stark war.“ Hel ging dabei auf und ab. „Sie kann ebenfalls in den Geist eindringen und ihn manipulieren. So wie du. Also achte auf deine Barriere, Alex.“ mahnte sie seine Tochter eindringlich . „Sie hat ihn mit sich genommen in ihre ganz eigene Welt um seine Wunden zu versorgen. Du hast ihn schwer verwundet und er wird Zeit brauchen, wieder zu vollen Kräften zu kommen. Die Naglfar ist ja keine Option mehr für ihn.“
Auf sein Zeichen hin, legte Hel ihre Hand auf Alex´ Schulter.
„Du hast heute viel erlebt und erfahren. Ich denke, es ist Zeit, dass ihr euch ein wenig ausruhen solltet.“
Odin öffnete ein Portal zu ihren Füßen, welches sie auf direktem Wege nach Asgard bringen würde.
Sein Blick wanderte über die sich vor ihnen auftuende Umgebung, die Landschaft, die Gebäude und so weiter. Neben sich spürte er seine Tochter, wie sie die Luft ehrfürchtig anhielt und staunte.
„Es ist Zeit!“ mehr sagte er nicht und schritt lächelnd neben ihr her.
Für alle Götter brach jetzt eine neue Zeitrechnung an!
Doch zu aller erst galt es, seine Tochter in ihre wahre Bestimmung zu begleiten und ihr zu zeigen, welche Mächte und Kräfte sie tatsächlich besaß.
Gemeinsam gingen sie hinüber zur großen Halle. Bifröst löste bei seinen Enkeln großes Staunen, aber auch etwas Angst aus.
„Keine Angst, ihr fallt nicht nach unten.“ sprach Tyr und schritt neben Haytham souverän voran.
Als sie vor dem großen Tor standen, ließ er es mit einem Schnippen seiner Finger aufgleiten und sie betraten den dahinterliegenden Raum wo schon Skuld, Vör und Andarta auf sie warteten.
Mit einer leichten Nervosität stellte er seiner Tochter ihre Begleiterinnen vor.
Walküre und Norne Skuld (Zukunft)
Vör - Göttin der Gerechtigkeit[
Göttin Andarta - Bärin