Boston / Virginia - Ein unvergessliches Halloween 1768
Boston / Virginia - Ein unvergessliches Halloween 1768
Hallo ihr Lieben!
Es geht weiter mit Alex´ Reise nach Asgard!
Heute kommen Erinnerungen an ein "Unvergessliches Halloween"
1768 hoch, welche sie allem Anschein nach völlig verdrängt hatte.
Außerdem wird ihr endlich klar, warum ihr Imhotep immer so
bekannt vorkam.
Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und lasst gerne Feedback da.
Ich freue mich darüber.
Liebe Grüße
MrsHEKenway
PS: Hier greife ich in der Gesichte Götterdämmerung vom Todesengel222 etwas vor. Sobald das eigentliche Kapitel veröffentlicht ist, werde ich es hier und auf den üblichen Seiten erneut verlinken! Viel Spaß beim Stöbern in der Story um Shay und Faith Cormac!
Update Februar 2026
Das Kapitel ist jetzt bei Götterdämmerung aus Sicht von Faith nachzulesen!
Halloween
Viel Spaß beim Querlesen!
PSS: Die Frau auf dem Bild ist KI generiert!
Zitat Kapitel 4 - Virginia/Boston
Kapitel 4
~~~ Ankunft in Asgard ~~~
Wie oft hatte ich diese schillernde Brücke schon auf Bildern, in Filmen oder in Videospielen gesehen und hatte gehofft, sie irgendwann einmal selber betreten zu können.
Wieder ging mir der Gedanke durch den Kopf, dass Boston irgendeine seltsame Ausstrahlung auf uns alle hatte. Es schien als würden die tiefsten Erinnerungen, Wünsche Sehnsüchte oder aber Vorhersehungen heraufbeschworen.
„Denk einmal darüber nach, wie viele Gottheiten auf einmal in dieser belebten Stadt zusammentreffen in diesem Moment. Es ist fast so, als gäbe es eine neue kleine Welt oder kleinen Platz für Versammlungen der größten Mächte.“ sprach Heimdallr über seine Schulter in meine Richtung.
„Auch wenn ich einige davon nicht ausstehen kann.“ seufzte mein Allvater leicht genervt.
„So? Wen denn zum Beispiel?“ hakte ich neugierig nach.
„Apophis zum Beispiel. Eine reine Nervensäge und immer ist er irgendwie präsent!“ seine Stimme klang wie ein nörgeliger Junge.
Mich überkam eine kalte Gänsehaut bei dem Gedanken an diesen Gott. Er war es, der Faith vor Jahren gequält hatte und … nein, ich sollte nicht jetzt darüber nachdenken. Trotzdem würde ich zu gerne wissen, warum auch er gerade in der Nähe war.
„Er muss mal wieder auf wichtig tun.“ giftete Hel plötzlich drauf los.
„Oh, hast du zu wenig Aufmerksamkeit?“ lachte Loki und ging vor den Blitzen, die plötzlich aus dem Kopf des Zepters der Göttin schossen, in Deckung!
Langsam kamen wir dieser Festung, die ich vorhin schon bemerkt hatte, näher. Eigentlich war es das nicht wirklich, es war mehr ein riesiges schimmerndes Bauwerk mit mehreren Stockwerken, Türmen, Zinnen und Alkoven!
Eine riesige Tür oder besser ein riesiges Bronzetor war der Eingang.
Das Gebäude stand erhaben auf einem kleinen Hügel an dessen Fuße kleine Wasserläufe ineinander liefen und wunderschöne bunte Wiesen erblühen ließen.
Der Weg zum Tor war aus buntem Stein gepflastert.
Ich sah in den Himmel, wo die Sonne ihre volle Pracht zeigte und mich wärmte.
Es war traumhaft!
„Mi sol, ich kann es gar nicht in Worte fassen.“ Haytham neben mir war ebenso sprachlos.
„Mama, das ist wirklich wie aus deinen Erzählungen und den Büchern.“ Florence war genauso aus dem Häuschen und bestaunte ihre Umgehung.
Helena hakte sich bei mir unter und lächelte mich glücklich an.
„Hier möchte ich bleiben.“ flüsterte sie.
„Ich auch.“ Edward lief vor uns her mit Thor und Heimdallr. „Fehlt eigentlich nur noch Anna!“ abrupt blieb er stehen und ich wäre fast in ihn hineingelaufen.
„Was ist, min lille skat?“ hatte ich etwas übersehen in meiner ganzen Euphorie?
„Sie … sollte auch hier sein, an meiner Seite.“ in seinen Augen lag etwas Traurigkeit und ich spürte sein schlechtes Gewissen.
„Edward, sie kann dich hierhin nicht begleiten. Auch wenn ihr zusammen gehört ist es nicht an ihr, unsere Welt zu betreten.“ erklärte der Allvater seinem Enkel. „Sie ist …“ er brach ab und suchte nach Hilfe bei den anderen.
Mir dämmerte so langsam, was mit Faiths jüngster Tochter los war. Es waren zu viele Mächte in ihr, aber was oder wer genau entzog sich meiner Kenntnis.
Mit einem Male verschwamm die Umgebung um mich herum und ein leichter Schwindel überkam mich …
Rückblende
Halloween 1768
- Virginia -
Vor ein paar Tagen erhielt ich eine Einladung meiner Schwester im Geiste und staunte nicht schlecht, als sie uns zu einer Halloween Party einlud.
Da hatte sie sich wohl von meiner Schwiegertochter auf Haythams und meiner Hochzeit inspirieren lassen, grinste ich in mich hinein.
„Mi amor, wir gehen auf eine Gruselfeier bei Faith und Shay.“ eröffnete ich meinem Templer die frohe Botschaft.
„Eine was?“ sein Blick sagte alles. So war es ja auch gedacht gewesen.
„Wir gehen auf eine Feier zu Samhain. Du weißt doch, in der Nacht zum 1. November wenn die Geister uns am nächsten sind.“ ich wollte ihn etwas grübeln lassen, also schwieg ich einen Moment.
„Nun, ist das nicht aber auch ein christlicher Feiertag und müssten wir nicht zur Andacht?“ seine leichte Engstirnigkeit und Disziplin brach durch. Es gab Momente, da brachte mich das in Rage, so wie jetzt auch.
„Kann sein, mi amor. Aber … diese Feier wird bestimmt lustig. Die Kinder gehen von Haus zu Haus und sammeln Süßigkeiten. Man verkleidet sich und ich gehe mal davon aus, dass auch unsere Götter dort anwesend sein werden. Sie werden sich so ein Spektakel sicher nicht entgehen lassen.“ ich war hinter ihn getreten und hatte meine Arme um ihn geschlungen.
„Verkleiden? Du meinst man zieht ein Kostüm an, wie in einem Theaterstück? Du weißt, dass das nichts für mich ist.“ seine Stimme klang nörgelig.
„Ach komm schon, machen wir uns einen Spaß daraus.“ ich verteilte viele großzügige Küsse auf seinem Hals, seinem Nacken und seinen Wangen, bis er mich schwungvoll auf seinen Schoß zog.
„Schon gut, du hast gewonnen. Gibt es wenigstens guten Whiskey zu … wie heißt es nochmal … Halloween?“ sein breites Grinsen zeigte mir, dass er sich trotz des Protestes ein wenig auf diese Ablenkung freute.
„Du kannst soviel trinken bis du umfällst, mi amor!“ kicherte ich, weil ich mir denken konnte, wer sich ebenso die Kante geben würde.
Beim Abendessen verkündeten wir Florence und Edward unsere Pläne und die Einladung.
Unser Sohn war gleich Feuer und Flamme, weil er seine Cousins und Cousinen wieder sehen konnte. Unsere Tochter war noch etwas zu klein um zu verstehen, um was es genau ging. Aber als sie ihren großen Bruder sah, wie er sich freute, kam ein lautes „AUJAAAAA!“ aus ihrem vollen Mund.
In einer Woche sollten wir aufbrechen und bis dahin musste ich mir Kostüme überlegen.
Wer hätte es gedacht, aber Edward wollte unbedingt wie ein Pirat aussehen.
„Da kann ich bestimmt aushelfen.“ hörte ich meinen Schwiegervater lachen als er auch schon verschwand um kurz darauf mit einem kleinen Säbel, einer Spielzeugpistole und einer Minimontur, die wie seine eigene aussah, wieder bei uns erschien. „Hier! Damit bist du gut ausgerüstet!“
Florence hingegen war nach wie vor ein Fan von Prinzessinnen und ihren Kleidern. Das sollte das kleinste Problem darstellen, weil unsere Schneiderin vor einiger Zeit neue Stoffe bekommen hatte, die sich hervorragend eigneten. Sie waren Gelb und Rosa. Ich bestellte also ein bauschiges Kleid in diesen Farben mit passenden Schleifen und Stickereien darauf.
Bei der Anprobe 3 Tage später wollte unsere Tochter gar nicht mehr aus ihren Sachen raus.
„Nein, anlassen, Mama!“ rief sie mir auf deutsch zu und rannte zu ihrem Vater! Der sollte sie nämlich auch noch loben, meines reichte ihr noch nicht.
Fehlten nur noch besagter Gatte und ich!
Ich wollte ihn nicht überstrapazieren mit völlig fantastischen Kostümen und kam zu dem Schluss, dass Vampire immer gut waren.
Dafür musste ich aber erst einmal allen erklären, WAS Vampire waren.
„Ihhhh, die trinken Blut und leben dann für immer?“ bei seinen Worten musste Edward etwas würgen, was mich grinsen ließ. Den Vorteil der Unsterblichkeit sah er in diesem Moment noch nicht.
„Wo schlafen diese Untoten, wenn sie doch das Sonnenlicht meiden müssen?“ fragte Haytham nach, so als würde er eine wissenschaftliche Studie vorbereiten.
„In … Särgen. Und sie mögen keinen Knoblauch. Nun kommt schon, es gibt diese Vampire ja nicht in Wirklichkeit. Es ist nur eine Erfindung von Autoren und Schriftstellern. Diese Mythen beflügeln jedoch seit Jahrhunderten die Fantasie der Menschen.“ gab ich noch als kurze Erklärung zum Besten.
„Du und ich? Unsterblich? Ich könnte dich für immer haben?“ lüstern sah mich mein Templer an und zog mich fest in seine Arme.
„Ja, könntest du!“ hauchte ich und küsste ihn. Diese Vorstellung war schon irgendwie verlockend, sie hatte etwas.
Also setzte ich mich für zwei Tage mit meiner Kammerzofe und Haythams Kammerdiener zusammen.
Gemeinsam suchten wir passende Kleidung heraus. Ein schwarzer langer Gehrock für meinen Mann, passende Hose und Strümpfe. Das Hemd wurde blutrot eingefärbt von den Wäscherinnen, genau wie mein Überrock und meine Strümpfe.
Die blasse Haut würden wir mit einer feinen Paste aus Kalkstein für den Abend herstellen und schminken müsste ich meinen Gatten nicht großartig.
Beide hatten wir noch die großen Capes aus Frankreich. Der seidige Stoff war außen Schwarz und Innen rot gefüttert. So gäben wir ein schönes Vampirpärchen ab.
Am 31. Oktober kamen wir gegen Mittag auf der Williams-Plantage an, ließen uns unsere Zimmer geben und ich legte alles für den Abend bereit. Sybill und Sophia hatten ihre Anweisungen für die Kinder bekommen und auch sie machten alles fertig.
Faith war an diesem Tag wie ausgewechselt.
Sie war gelöst und voller Vorfreude auf den Abend und das Fest.
Trotz ihrer Schwangerschaft war sie erstaunlich fit. Als ich sie das letzte Mal besucht hatte, sah sie nicht sehr rosig aus.
Wir genossen ein leckeres kleines Mahl, weil wir später ein Barbecue haben würden.
Nach dem Mittagsschlaf der Kleinsten gab es noch einen wärmenden Tee und dann war es schon Zeit sich für die Feier umzuziehen. Meine Garderobe war recht aufwendig, weil es eher der viktorianischen Zeit angepasst war. Meine Vorliebe für Steampunk war durchgebrochen muss ich gestehen. Das hieß, ich hatte eine Krinoline und ein wirklich sehr fieses Korsett anzulegen.
Leise fluchte ich vor mich hin, wie ich so doof gewesen sein konnte.
„Selbst schuld, mi sol. Schau, ich kann einfach in meine Sachen schlupfen.“ lachte mein Templer, ehe er meiner Haarbürste ausweichen musste.
Auf der Galerie kamen die Kindermädchen mit Edward und Florence auf uns zu.
Beim Anblick unseres Sohnes stiegen mir Tränen in die Augen. Er sah aus wie sein Vater vom Gesicht her, aber die Kleidung war die seines Großvaters. Ich hatte diese Montur an ihm bereits damals gesehen.
Ich nahm ihn in den Arm und flüsterte: „Du machst deinen Vater und Großvater gerade sehr stolz!“
„Wenn ich groß bin, dann will ich ein echter Pirat sein…“ begann er, doch ich sah, wie er hastig innehielt, so als würde ihm jemand ins Gewissen reden. Lautlos!
Endlich konnte ich unsere Tochter in ihrem wunderschönen Kleidchen bewundern. Es war aus Seide und der Überrock aus Spitze. Die kleinen Schleifchen auf dem Stoff fanden sich auch in ihren blonden Haaren wieder. Sie sah zuckersüß aus und ließ mich selig lächeln.
„Du bist richtig hübsch, min lille engel!“ ich gab ihr einen Kuss auf die Stirn und Haytham nahm sie auf seinen Arm.
Gemeinsam gingen wir die Treppe hinunter wo wir schon in der Eingangshalle von Familie Cormac erwartet wurden.
Faith hatte sich als schwarze Fee verkleidet, wohingegen Shay eine dieser alten Templerrüstungen trug. Meine Schwester hatte mir vorab schon erklärt, dass sie diese vor Jahren in einem Schiff mit Namen Saphire gefunden hatte, aber ihren Gatten nie überzeugen konnte sie zu tragen. Kein Wunder, sie war sicher schwer und nicht so leicht anzulegen.
July war eine Hexe, Cadan ein Untoter, was mich grinsen ließ, er sah sehr überzeugend aus. Paddy war ein kleines Gespenst, sprich er hatte eine Art Laken über dem Kopf und rannte in der Halle herum.
Als ich Imhotep erblickte fragte ich mich, warum er sich nicht umgezogen hatte. Er würde einen fantastischen Pharao abgeben, dachte ich noch, als er mich grinsend ansah. Verdammt, das offene Buch. Noch immer hatte ich da hin und wieder meine Probleme es geschlossen zu halten!
Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen! Imhotep sah einem ägyptischen Medjay, der etwa 50 vor Christus gelebt hatte, ähnlich, welchen wir mithilfe des Animus bei Abstergo damals gefunden hatten. Ich hatte nur ein paar Bilder gesehen, aber diese Ähnlichkeit war verblüffend! Wie war sein Name noch mal? Amunet war seine Frau, die Begründerin der heutigen Bruderschaft. Wie hieß er noch gleich? Bayek! Bayek von Siwa! Wieder einmal hatte ich ein neues Puzzleteil gefunden und eine gewisse Zufriedenheit breitete sich in mir aus.
Zusammen gingen wir hinaus in die kühle Abendluft und überall sah man Kürbislaternen leuchten. Ich sog diese wohlige Atmosphäre in mich auf, es war als würde ich nach Hause kommen!
„Ich freue mich so, Halloween mit euch zu feiern!“ grinste ich Faith an und hakte mich bei ihr unter.
Die Kinder rannten vorweg, während Paddy auf Shays Arm blieb.
Wir kamen zu den ganzen Häusern der Matrosen hier auf der Plantage und auf einem großen Platz in der Mitte loderte bereits ein Feuer. Ein Ausschank war ebenfalls aufgebaut wie ich sah und deutete meinem Mann, dass er heute sicher nicht verdursten würde.
Irgendwann machten sich die großen Kinder auf um gemeinsam zu spielen. Mir war es mit Edward nicht ganz recht, weil er sich hier nicht so auskannte.
Faith sah mich lächelnd an und versicherte mir, dass nichts passieren würde. Sie würden auf sich gegenseitig aufpassen.
Trotzdem fiel mir das noch schwer, auch wenn ich wusste, dass mein Sohn bei uns ebenso mit den anderen gemeinsam loszog.
„Komm, wir gehen mit Florence und Paddy ein paar Süßigkeiten abstauben.“ sie hatte ja Recht und wir zogen los.
Haytham war eh mit Shay in ein Gespräch vertieft und leerte einen Becher nach dem anderen. Ihm schmeckte das Ale des Münchner Braumeisters wohl, der sich hier niedergelassen hatte.
Wir gingen von Haus zu Haus mit den beiden Kindern und sie bekamen Plätzchen, Zuckerbonbons und allerlei anderen Süßkram.
Nach einer halben Stunde waren die beiden Körbchen voll und uns rannten July, Cadan und Edward mit ebenfalls vollen Körben entgegen. Auch sie hatten ordentlich Beute gemacht.
Jetzt mussten wir nur noch auf die Herren warten.
Es dauerte nicht lange, als unser Sohn wieder losrannte und lautstark seinem Vater verkündete, dass er ganz viele leckere Sachen bekommen hatte.
„Das zeigst du mir, wenn wir wieder im Haus sind, ja? Hier ist es viel zu dunkel, da kann ich doch gar nichts sehen.“ lachte Haytham und nahm ihn an die Hand.
„Mi amor, ein Vampir kann auch in völliger Dunkelheit sehen!“ gab ich zu bedenken.
Was ich dann sehe, werde ich dir später zeigen! Hörte ich ihn in meinem Kopf und mir stieg eine leichte Röte ins Gesicht bei dem Gedanken.
Alle zusammen machten wir uns jetzt auf den Rückweg zum Herrenhaus, wo laut Faith, Lady Melanie noch eine Überraschung geplant hatte.