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Boston / Virginia - Gruseliges Samhain und ein Willkommen in Asgard!

Die Fäden, Die Uns Halten! - Part Iii Der Schicksalhaften Zeitreisen — www.fanfiktion.de · All chapters

Boston / Virginia - Gruseliges Samhain und ein Willkommen in Asgard!

Hallo ihr Lieben!

Es geht weiter mit der Halloween Feier zu Samhain auf der Williams-Plantage.

Das Fest ist ganz im Zeichen von #TimBurton und #StephenKing gehalten und

lehrt den feiernden Gästen das Fürchten.

Aber nichts währt ewig und Mistress Kenway taucht wieder in Asgard auf um ihre

eigene Geschichte weiter erkunden zu können. Die Nornen sind nah!

Ich wünsche gute Unterhaltung beim Lesen!

Ein lieber Gruß

MrsHEKenway

PS: Ihr bald das Ganze auch aus Sicht von Faith Cormac in der Geschichte

Götterdämmerung vom Todesengel nachlesen.

PPS: Die Frau auf dem Bild ist KI generiert!

Zitat Kapitel 5 - Boston/Virginia

Kapitel 5

~~~ Tim Burton lässt grüßen! ~~~

Samhain / Halloween – Williams-Plantage – 1768

In der Eingangshalle angekommen, wollte ich gerade meinen Umhang ablegen, als plötzlich ein kalter Luftzug durch die Räume fegte und alle Lichter erloschen gleichzeitig!

Erschrocken sah ich zu Haytham, weil mein erster Gedanke in Richtung Hrymr ging.

Doch dann hörten wir eine leise Stimme, wie sie ein Lied anstimmte.

Etwas verwirrt konzentrierte ich mich darauf, weil es sich wie This is Halloween anhörte, doch das konnte nicht sein. In diesem Jahrhundert war diese Musik noch gar nicht erfunden.

Zögerlich gingen wir Richtung Terrasse und als Shay die Tür geöffnet hatte, hörten wir diese Stimme deutlicher. Leise und mystisch wehte sie förmlich um uns herum. Wie war das möglich? Es gab noch keine Grammophone oder ähnliches.

Durch diese anhaltende Dunkelheit war es tausendmal gruseliger und uns lief wahrscheinlich allen eine Gänsehaut über den Körper.

Auf der Terrasse war aber auch niemand zu sehen.

Plötzlich flammte ein Feuer im Garten auf und davor erschienen sieben Wesen, die Masken trugen. Um sie herum war ein bläulicher Schein und ließ sie noch unheimlicher wirken.

Edward und Florence klammerten sich ängstlich an uns.

Selbst mir war das zuviel Horror für eine Nacht. Doch damit noch nicht genug.

Die Erde vor ihnen begann zu beben und wir sahen eine Hand aus dem Boden emporkommen!

Bei Odin! War ich bei Stephen King gelandet? Ich liebte Horrorfilme, keine Frage. Aber das war Fiktion und ich saß auf meinem bequemen Sofa. Das hier war eine andere Hausnummer.

„Willkommen Sterbliche!“ sprach eines der Wesen.

Der Hand aus dem Untergrund folgte ein Kürbiskopf und mir wurde klar, dass wir in einem wahren Halloween Haus gelandet waren. Der kopflose Reiter! Wer kennt die Story um Sleepy Hollow nicht? Johnny Depp war brillant in seiner Rolle damals … entschuldigt … hier kannte sie vermutlich niemand.

Wir sahen, wie ein Hund emporstieg und neblig vor uns schwebte.

Weitere unheimliche Gestalten waren in diesem unwirklichen Licht aufgetaucht und so langsam entspannte ich mich.

Hier gab es zwar noch keine Specialeffects, aber man hatte sich richtig ins Zeug gelegt um uns zu erschrecken.

„Haytham, dass ist gerade wie in einem Film den ich über alles liebe. Nightmare before Christmas oder Corpes Bride! Tim Burton lässt grüßen!“ ich wurde immer aufgeregter, es war einfach großartig.

Leider fand Florence gar keinen Gefallen daran und jammerte auf Haythams Arm. Leise versuchte er sie zu beruhigen. Mit mäßigem Erfolg leider.

Nur Edward stand begeistert vor uns und sah sich das Spektakel mit offenem Mund an.

Uns wurde eine echte Show geboten und mit einem Male machten sich die Süßigkeiten der Kinder selbstständig und flogen zu den Wesen vor dem großen Feuer. Diese ließen sich die Plätzchen und Bonbons schmecken.

Langsam verschwanden die anderen Gestalten wieder in der Erde und zurück blieben die sieben leuchtenden Erscheinungen.

Eine Pranke schnappte sich das letzte schwebende Gebäckstück und Faith fragte völlig ungläubig: „Sachmet?“

„Endlich habt ihr es begriffen!“ grinste ein Mann ganz rechts.

Fragend sah ich zu meiner Schwester, erhielt aber keine Antwort.

Hier waren ihre Götter am Werk, soviel war mir ja klar. Aber … WER stand hier vor uns.

Im Grunde war es aber egal, ich hatte diese Show genossen und hatte ein kleines Stück meiner Zeit bekommen.

„Das war Absicht, dass ihr uns Angst machen wolltet, aber woher kennt ihr Nightmare before Christmas?“ fragte ich die Götter vor uns.

„Wir sind Götter und es ist uns allen eine Freude, dich, die Tochter Odins endlich kennen zu lernen.“ sprach … Moment, das war Hathor, oder täuschte ich mich? In meinem Kopf brach Chaos aus, weil ich jetzt wieder Namen und Lebensläufe sortieren musste.

Es begann eine schier unendliche Vorstellungsrunde, sogar Anubis durften wir kennenlernen.

Etwas befangen stand ich inmitten dieser ganzen Götter und wusste nicht so recht, was ich damit anfangen sollte.

Geschichten von getöteten Drachen wurden unter anderem erzählt und ich sah zu Florence, welche ja Brünhild inne hatte. Auch sie hatte einen Drachen erlegt.

Für einen winzigen Moment glitten meine Gedanken zu der Nibelungen Saga. Eine wirklich phantastische Erzählung, wenn auch nicht wirklich wahrheitsgemäß. Wie gerne würde ich dieses Buch noch einmal in Händen halten!

Die anderen brachten mich jedoch wieder in das Hier und Jetzt!

Wir ließen es uns gutgehen und ich entspannte mich wieder etwas.

Bis zu dem Moment, wo Faith sich etwas in die Ohren steckte und ich ein Lied hörte, welches mich an mein altes Leben denken ließ.

Es war Heart of Courage von Two Steps From Hell . Ich liebte dieses Musikstück! Jeder konnte es jetzt hören und ich konnte nicht anders.

Ich musste hier weg!

Weg von dieser Musik!

Meine Füße trugen mich hinauf in unser Zimmer, wo mich Haytham einholte und besorgt in den Arm nahm.

„Mi sol, was ist los? Es ist doch nur …“ begann er.

„Es ist ein Stück aus meiner Zeit und ich will wieder dorthin! Ich vermisse alles was ich hatte!“ meine Stimme begann sich zu überschlagen, so aufgebracht war ich!

„Vielleicht sollten wir noch einmal …“ wieder unterbrach ich meinen Gatten.

„Nein, hör auf damit! Das ist es nicht, was ich gerade will!“ fauchte ich und befreite mich aus seiner Umarmung! Oder wollte ich es doch?

„Verstehst du nicht? Meine Erinnerungen kochen gerade hoch. Mein Leben welches ich … vor dir hatte … meine Freunde, mein Sohn …“ ich ließ mich aufs Bett fallen und brach in Tränen aus. Das war gerade alles zuviel für mich!

Neben mir spürte ich, wie sich Haytham dazulegte, seinen Arm um mich legte und mich einfach festhielt.

Sein ruhiger Atem und sein Herzschlag beruhigten mich langsam wieder, aber die Tränen wollten sich nicht stoppen lassen.

Es vergingen Minuten ehe ich mich wieder aufraffen konnte um den anderen die schöne Feier nicht zu verderben.

„Dein Ernst, Alex? Du verdirbst doch niemandem etwas.“ mein Mann stand jetzt vor mir und zog mich zu sich hoch. „Versprich mir nur, dass du mir beizeiten einmal diese Musik auf deinem … wie hieß dieses Ding… Handy zeigst. Nur damit ich für den Fall der Fälle gerüstet bin und weiß, dass du Heimweh hast.“ sein verschmitztes Lächeln ließ mich grinsen.

„Versprochen!“ mein Kopf lehnte für einen Moment an seiner Brust und dieser Duft von Lavendel stieg mir in die Nase.

Ich war wieder hier angekommen!

„Danke, mi amor!“ hauchte ich und gab ihm einen langen innigen Kuss.

Gemeinsam gingen wir hinunter, wo unsere Kinder schon auf uns warteten und mich einige Augenpaare besorgt ansahen.

Faith eilte auf mich zu und nahm mich in den Arm.

„Wünsch dir ein Lied!“ flüsterte sie und sah mir tief in die Augen. Ich vermutete, sie wusste, was mir eben gerade durch den Kopf gegangen war.

„Ich kann mir alles wünschen?“ mir gingen tausend Stücke durch den Kopf. Ich wollte hier auch niemandem völlig vor den Kopf stoßen, also sollte es etwas sein, was einen eher gesetzteren Modus hatte.

Mir ging das Leblanc - Palladio durch den Kopf.

Kaum dass ich es gedacht hatte, ertönten die ersten Noten und mich überlief eine wohlige Gänsehaut.

Langsam begann ich mich zum Takt zu bewegen und nach und nach kamen auch die anderen dazu.

Mein Mann war jedoch erst noch skeptisch und fragte, ob man sowas wirklich in meiner Zeit hörte und wie man dazu überhaupt tanzen sollte.

„Beweg dich einfach, wie es dir gerade in den Sinn kommt. Lass dich von dem Rhythmus und der Melodie treiben, mi sol.“ es war berauschend.

Der restliche Abend, oder besser die Nacht, war ganz der Entspannung und dem Spaß an gutem Essen und dem Wein gewidmet.

Langsam vergaß ich wieder mein Heimweh!

~~~ Asgard ~~~

Dezember 1773

oder wie auch immer es dort gerechnet wird

Mit diesem befreiten Gefühl tauchte ich wieder in Asgard auf und sah mich fragend um. Warum war gerade diese Erinnerung hier in meinem Kopf aufgeploppt?

„Alexandra, du hast in den Jahren einige Ereignisse unter den Teppich gekehrt. Sie waren, wie diese zu Samhain zum Beispiel, zu schmerzhaft. Oder sie taten dir einfach nicht gut. Wir haben sie nicht aus deinem Gedächtnis gelöscht, sondern … auf Eis gelegt.“ erklärte mir Loki.

„Aber warum? Gibt es noch mehr Momente, welche ich gar nicht mehr so wirklich weiß? Auch Dinge aus … dem 21. Jahrhundert?“ fragte ich ängstlich nach. Ich befürchtete, dass es noch mehr Lücken geben könnte, die jetzt nach und nach gefüllt werden würden.

Und plötzlich kam mir ein völlig abstruser Gedanke in den Sinn.

War ich damals nicht in dieses Jahrhundert gereist, 1758 um genau zu sein, um Shays Lebenslücken zu analysieren? Könnte ich dort nicht auch noch ansetzen?

„Oh bitte. Da sind wir schon lange drüber weg, Tochter!“ Odin sah mich kopfschüttelnd an.

„Ist ja auch nur ein Gedanke gewesen!“ maulte ich leise.

Wir standen mittlerweile vor dem großen Bronzetor und der Allvater öffnete es mit einer wischenden Geste seiner Hände. Die beiden Flügel schwangen auf und offenbarten einen gigantischen Innenhof, in dessen Mitte ein großer Tisch stand. Darum platziert waren Bänke und Hocker. An der einen Spitze sah ich einen imposanten hölzernen Thron stehen und grinste in mich hinein.

„Wie viele von diesen Sitzmöbeln hast du eigentlich, Vater?“ ich konnte mir dieses Lachen nicht verkneifen, es war zu absurd.

„Genau so viele wie du Kleider in deinen Schränken hast.“ sprach er leicht säuerlich, weil ich mich über ihn lustig gemacht hatte.

Wie schon in meiner Vision standen die drei Frauen dort und sahen in unsere Richtung. Was würde mich jetzt erwarten?

Mein Puls beschleunigte sich und mein Atem ging etwas stockend. Es war keine Angst, sondern … doch! Es war die Angst vor dem Ungewissen. Vor etwas Neuem!

Als erstes trat Skuld, die Norne der Zukunft und eine der Walküren, vor.

Sie war groß, überragte mich locker mit einem Kopf, war kräftig gebaut und ihr Haar schimmerte schwarz-bläulich. Ihre Kleidung war einfach, aber dennoch auf eine Art sehr fein. Sie umspielte ihren Körper!

„Du bist endlich hier. Deine Tochter durfte ich ja hier schon begrüßen. Ich freue mich, dass auch du den Weg zu uns gefunden hast.“ ihre Stimme war tief, aber gleichzeitig wie Samt in den Ohren.

„Ich freue mich auch hier sein zu dürfen!“ sagte ich etwas unbeholfen und reichte ihr meine Hand.

Lachend nahm sie mich einfach in den Arm.

„Mein Blut fließt in deinen Adern, wozu noch diese eigenartige Etikette?“

Es mag sich seltsam anhören, aber ich fühlte diese Verbundenheit und es schien, als würde ich wortwörtlich ihr Blut in meinen Adern rauschen hören.

Die Zukunft durchströmte mich, doch noch waren mir keine Bilder vergönnt.

„Das kommt etwas später.“ erklärte sie und deutete auf die anderen beiden Frauen.

Andarta trat vor, verbeugte sich und reichte mir ihre Hand.

„Es ist mir eine Ehre dich jetzt von Angesicht zu Angesicht kennenzulernen. Wir hatten leider noch nicht das Vergnügen uns zu begegnen.“ sprach sie leise mit einer rauen und ebenfalls tiefen Stimme. „Wenn es der Allvater mir erlaubt, werde ich dir zeigen, welche Gestalt du annehmen kannst und wie das geht.“

Fragend sah ich in die Runde. Das war doch eigentlich nur sehr wenigen vergönnt!

„Das ist richtig. Aber du wirst es gebrauchen können und denk für einen Moment an die Situation in der Schmiede! In dir kam die Löwin empor, welche ihre Kinder beschützt.“ erklärte sich Andarta.

„Heißt das, ich kann die Form eines Tieres annehmen?“ ungläubig sah ich wieder zur Göttin.

„Nicht nur Tiere stehen dir zur Verfügung. Wenn ich dich in deinem Training weiterführe, wirst du sehen, dass du alles für dich nutzen kannst. Menschengestalt ist natürlich etwas schwieriger, aber auch dort hast du tief in dir bereits die Veranlagung dafür. Diese Verwandlungen sind jedoch schmerzhaft und du wirst schnell feststellen, dass man es nicht leichtfertig nutzen sollte.“

Plötzlich fiel mir siedendheiß ein, dass wir ja eigentlich in Boston sein sollten und uns dort um die aktuellen Geschehnisse kümmern sollten. Nicht HIER!

Als ich die Götter darauf ansprach, lachten sie und Thor klopfte mir auf die Schulter.

„Du hast noch immer nicht die Zeit in dieser Welt verstanden, oder? Was hier passiert ist nicht gleichzusetzen mit der sterblichen Zeitrechnung. Also entspann dich!“

Sein Wort in Odins Ohr!