Katalonien - Der Becher der noch schweigt!
Katalonien - Der Becher der noch schweigt!
Hallo ihr Lieben!
Es ist Zeit die Segel zu streichen und Katalonien
den Rücken zu kehren.
Wohin geht die Reise? Diese Frage sollte noch geklärt werden
und Familie Kenway wird fündig. Der alte Hausherr Eugene Avdeyev
war sehr gründlich bei seinen Aufzeichnungen wie es scheint.
Wir werden uns also bald wieder lesen!
Bis dahin wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen dieses letzten Kapitels
in diesem Buch und bleibt gesund!
Liebe Grüße eure MrsHEKewnay
Zitat Kapitel 59 - Katalonien
Kapitel 59
~~~ Der Becher, der noch schweigt ~~~
22. Dezember 1773
Am nächsten Morgen lag über dem Klippenanwesen eine Stille, die selbst das Meer nicht ganz durchbrechen konnte. Unterhalb der Felsen schlugen die Wellen gegen die schmale natürliche Kante, an der unsere Boote lagen, doch oben im Hof blieb davon nur ein fernes Grollen. Der letzte Einsturz war in der Nacht ausgeblieben, die versiegelten Räume hatten weder Licht noch Stimmen von sich gegeben, und für ein paar Stunden schien das Gemäuer beschlossen zu haben, uns in Ruhe zu lassen.
Ich hielt das nicht für Frieden. Nur für eine Pause, die wir besser nutzten.
Die beiden Bücher aus Eugenes Arbeitszimmer befanden sich bereits auf der Jackdaw. Seit unserer vollständigen Untersuchung vom Vortag wussten wir zumindest, wonach wir suchten: neun Schwellenhäuser, ein Becherzeichen und eine Spur, die nach Bristol führte. Connor war mit der Aquila zurück auf dem Weg in die Kolonien, während für uns noch die letzte Bestandsaufnahme dieses verdammten Anwesens ausstand.
Haytham stand neben dem äußeren Tor und beaufsichtigte die Verladung, ohne noch einmal einen Fuß in das Haupthaus zu setzen. Michael hatte sein Knie am Morgen neu verbunden und ihm einen Stock in die Hand gedrückt. Mein Mann benutzte ihn mit derselben Miene, mit der andere Menschen eine persönliche Beleidigung entgegennahmen. Dass er sich überhaupt darauf stützte, sagte mir mehr über die Schmerzen als alles, was er freiwillig zugeben würde.
„Du könntest auf der Jackdaw warten“, sagte ich, als zwei Matrosen mit einer verschnürten Dokumentenkiste an uns vorbeigingen.
Haytham sah der Kiste nach, als hinge das Schicksal Europas an der Art, wie der Mann vorn das Seil hielt. „Ich könnte auch darauf verzichten, die letzte Bestandsaufnahme zu prüfen.“
„Das war keine ernst gemeinte Möglichkeit.“
„Dann war dein Vorschlag ebenso wenig ernst gemeint.“
Ich ließ ihm den kleinen Sieg und sah zum anderen Ende des Hofes. Edward stand an einem provisorischen Tisch aus zwei Böcken und einer alten Türplatte. Vor ihm lagen Haythams Verzeichnis, ein Tintenfass und mehrere bereits ausgefüllte Seiten. Mr Al Din Issa verglich jede Kistennummer mit der Liste, während unser Sohn jeden Gegenstand strich, den die Männer sicher durch den äußeren Gang gebracht hatten. Walka saß dicht neben Edward. Sie wirkte ruhig, doch ihre Augen folgten jeder Bewegung in seiner Nähe.
„Master Edward“, sagte Mr Al Din Issa, ohne den Blick von einer Kiste zu nehmen. „Nummer zweiundvierzig.“
Edward suchte die Zeile, setzte einen sauberen Strich dahinter und blickte erst auf, als ein Matrose mit einer flachen, staubigen Kassette aus dem kleinen Nebenraum trat.
„Die gehört nicht zu zweiundvierzig“, sagte unser Sohn sofort.
Mr Al Din Issa nahm das Verzeichnis näher zu sich. „Nein.“
Der Matrose stellte die Kassette vorsichtig auf die Tischplatte. „Sie lag unter den Kartenrollen. Der Boden darunter war lose. Ich dachte zuerst, das Brett sei nur verzogen.“
Mr Al Din Issa verglich Form, Größe und Beschläge mit den Einträgen. Die eigentliche Dokumentenkiste aus diesem Raum war bereits am Morgen verladen worden. Dieses Stück war schmaler, besaß keinen Tragegriff und hatte an seiner Unterseite noch einen Splitter des falschen Bodens hängen, in dem es verborgen gewesen war.
Edward öffnete den Mund.
„Niemand öffnet sie“, sagte Haytham, noch bevor ein Ton herauskam.
Unser Sohn schloss den Mund wieder und senkte den Blick auf seine Liste. Seine Hand blieb über dem Tintenfass stehen, als überlegte er, ob man väterliche Vorhersehung als eigenen Punkt vermerken konnte.
Walka trat einen Schritt vor, hob die Schnauze und roch an der Kante der Kassette. Danach schnaubte sie einmal und setzte sich wieder so dicht an Edward, dass ihre Schulter sein Knie berührte.
„Sie wehrt sich nicht dagegen“, sagte Edward.
„Das bedeutet lediglich, dass sie im Augenblick keinen unmittelbaren Angriff erkennt“, erwiderte Mr Al Din Issa. „Es ist keine Erlaubnis, die Schlösser zu prüfen.“
Edward nickte. Die Enttäuschung dauerte kaum länger als einen Atemzug. „Dann trage ich sie wenigstens ein.“
„Das dürft Ihr.“
Haytham kam näher und betrachtete die Messingbänder, das fehlende Siegel und die schmale Fuge am Deckel. Er berührte nichts. „Getrennt von den übrigen Dokumenten. Wir öffnen sie erst im Kartenraum, wenn die Abschriften danebenliegen.“
Edward hob die Feder. „Unter Aufsicht.“
„Das setzte ich voraus.“
Mr Al Din Issa nahm die Kassette an sich. Walka folgte ihr kurz mit dem Blick und wandte sich danach wieder Edward zu. Keiner von uns erklärte den Fund deshalb für harmlos. In den vergangenen Tagen hatten wir genug gelernt, um eine fehlende Warnung nicht mit Sicherheit zu verwechseln.
Die letzten Arbeiten im Anwesen besaßen nichts Heldenhaftes. Listen wurden gegengezeichnet, Kisten verschnürt und jene Gegenstände zurückgelassen, die sich nicht gefahrlos bewegen ließen. Die ehemaligen Bediensteten erhielten ihren ausstehenden Lohn, Lebensmittel und schriftliche Bestätigungen, dass sie das Anwesen auf Haythams Anweisung verlassen hatten. Vor dem Tor warteten bereits Angehörige und mehrere Familien aus den umliegenden Dörfern. Manche sahen zu den beschädigten Mauern zurück, andere nicht ein einziges Mal.
Die noch festgehaltenen Männer wurden in zwei bewachten Wagen zur örtlichen Obrigkeit gebracht. Haytham gab nur jene Vergehen an, die sich ohne Erklärungen über Götter, Zeitreisen oder Türen beweisen ließen, die keine Türen waren. Gewalt, Freiheitsberaubung, bewaffneter Widerstand und die Spuren dessen, was in den Räumen geschehen war, reichten aus, um ihre Freilassung vorerst zu verhindern.
Auch die Wachablösung traf ein. Acht bewaffnete Männer aus zwei benachbarten Orten bezogen das unbeschädigte Wirtschaftsgebäude außerhalb der Hauptmauer. Sie bekamen weder einen Schlüssel zum Haus noch die Erlaubnis, irgendein Siegel zu brechen. Ihre Aufgabe war wesentlich einfacher: Niemand durfte hinein, und jede Veränderung sollte gemeldet werden.
Die beiden Seeleute der Jackdaw, die seit dem Vortag den Zugang unter den Klippen bewacht hatten, kehrten erst zurück, nachdem die äußere Felsspalte mit Eisen und schweren Balken versperrt worden war.
Ich sah zu Haytham. „Das hält keinen Gott auf.“
„Es soll neugierige Menschen aufhalten und uns Zeit verschaffen, falls jemand die Sperre entfernt.“
„Das klingt nicht wirklich beruhigend.“
„Es ist dafür genauer.“
Da konnte ich schlecht widersprechen. Genauigkeit war eine seiner unangenehmeren Tugenden.
Ich wandte mich noch einmal dem Haupthaus zu. Im grauen Licht wirkte es kleiner als in der Nacht unserer Ankunft. Teile des Daches fehlten, die Galerie hing schief über dem Abgrund, und ein breiter Riss zog sich durch die Mauer oberhalb des Hofes. Von hier aus konnte ich kaum glauben, wie viele Geheimnisse in den beschädigten Räumen noch Platz gefunden hatten.
Ich betrachtete die Reste der Galerie. Was für ein herrschaftliches Anwesen Eugene hier besessen hatte. Große Räume, eine wunderbare Aussicht über das Meer, Bedienstete und Wachen. Er hätte ein ausgesprochen angenehmes Leben führen können. Stattdessen hatten selbst die Menschen, die für ihn arbeiteten, Angst vor ihm.
Ich dachte an seine überhebliche Art, an seine Drohungen und daran, wie selbstverständlich er glaubte, über andere Menschen bestimmen zu dürfen. Er hatte meine Töchter entführen lassen, um mich hierherzulocken. Empusa hatte dafür sogar mein Gesicht und meine Stimme benutzt. Und dann waren da noch die Unterlagen über Yannick, meine frühere Wohnung und die Menschen, die mir etwas bedeuteten. Wie lange hatte er sich schon in unser Leben eingemischt? Wie viel Mühe hatte er darauf verwendet, uns zu beobachten und herauszufinden, womit er uns treffen konnte?
Je länger ich darüber nachdachte, desto widerwärtiger fand ich diesen Mann. Er hatte Geld, Einfluss und ein ganzes Anwesen zur Verfügung gehabt. Und offenbar hatte ihm das alles längst nicht mehr genügt.
„Es wird niemals unser Haus“, sagte ich leise.
Haytham legte seine Hand kurz an meinen Rücken. „Nein. Es bleibt ein beschlagnahmter Ort unter Bewachung. Mehr gestehe ich ihm nicht zu.“
Edward kam mit Walka und Mr Al Din Issa zu uns. Er sah müde aus, hielt seine Liste aber mit jener Sorgfalt geschlossen, die vermuten ließ, darin befinde sich die Ordnung der Welt. Haytham nahm sie entgegen, prüfte die letzten Einträge und reichte sie zurück.
„Vollständig.“
Edward richtete sich ein wenig auf. „Bis auf die Kassette.“
„Die gehört inzwischen ebenfalls dazu.“
Unser Sohn steckte das Verzeichnis in seine Wachstuchmappe. Walka drängte sich bereits an seinem Bein vorbei, als wolle sie ihn daran erinnern, dass der beste Platz dieses Morgens eindeutig außerhalb der Mauern lag.
Wir verließen den Hof, ohne noch einmal durch das Haus zu gehen. Der Weg zur unteren Felstreppe war feucht und stellenweise so schmal, dass Haytham sein verletztes Bein nur langsam setzen konnte. Michael ging direkt hinter ihm und vermied es aus reiner Höflichkeit, die Hand auszustrecken. Seine Haltung sagte allerdings deutlich genug, dass diese Zurückhaltung beim ersten falschen Schritt enden würde.
„Ich kann laufen, Michael“, sagte Haytham, ohne sich umzudrehen.
„Das sehe ich, Master Kenway.“
Ich biss mir auf die Innenseite der Wange und konzentrierte mich mit großer Hingabe auf den nassen Fels.
Am natürlichen Vorsprung warteten drei Boote. Die Männer mussten jede Kiste über den feuchten Stein bis an die Bordwand reichen und anschließend mit Seilen sichern. Ein Anleger wäre hier definitiv hilfreich gewesen. Edward stieg mit Mr Al Din Issa ins zweite Boot. Walka sprang hinter ihm hinein, wartete, bis er saß, und legte sich dann dicht an seine Füße.
Als wir abstießen, blieb das Anwesen über uns sichtbar. Die Entfernung glättete die Risse. Die zerstörten Fenster wurden zu dunklen Punkten, das schiefe Mauerwerk zu einer Linie gegen den Himmel. Von unten sah es fast aus wie ein gewöhnliches altes Haus auf einer Klippe.
Ich wusste es besser.
Manche Orte wurden nicht harmlos, nur weil man sie vom Meer aus betrachtete.
◆ ◆ ◆
Auf der Jackdaw kam mir Sybill mit Helena entgegen, noch bevor ich ganz über die Reling gestiegen war. Meine Tochter hatte meine Rückkehr offenbar lautstark eingefordert und verstummte erst, als ich sie an mich nahm. Florence wartete ein paar Schritte dahinter bei Sophia. Ihre Haare waren locker geflochten, die Schatten unter ihren Augen noch sichtbar, doch sie hielt sich wieder sicherer auf den Beinen.
„Mama“, sagte sie und kam zu mir.
Ich ging vor ihr in die Hocke, so weit Helena es zuließ, und Florence schlang die Arme um meinen Hals. Sie sagte nichts über das Anwesen oder die Kisten, die hinter uns an Deck gehoben wurden. Ihre Finger schlossen sich nur für einen Moment fester in meinem Ärmel.
„Ist jetzt alles vorbei dort oben?“, fragte sie schließlich.
„Ja, min lille engel. Wir sind dort fertig. Jetzt können wir endlich von hier wegsegeln.“
Sie löste sich langsam von mir und warf einen Blick zu Haytham, der gerade die Reling überwand und dabei Michaels Stock so selbstverständlich verwendete, als hätte er ihn schon immer besessen.
Florence’ Augen wurden schmal. „Papa benutzt den Stock.“
„Ich habe ebenfalls Augen“, sagte Haytham trocken.
„Dann weißt du ja, dass du ihn weiter benutzen musst.“
Michael blieb hinter ihm stehen und sah plötzlich ausgesprochen unschuldig aus. Ich beschloss, mich aus diesem Bündnis herauszuhalten. Zumindest solange niemand nach meiner Meinung fragte.
Die neu gefundene Kassette wurde sofort in den Kartenraum gebracht. Mr Al Din Issa blieb bei ihr, bis sie auf einem freien Tisch lag und die Tür wieder verschlossen war. Erst danach kam er zurück, um Edward beim Verstauen der Listen zu helfen.
Magda fing uns auf dem Weg unter Deck ab. Sie hatte Brot, Käse und Suppe organisiert und machte mit ihrem Gesichtsausdruck klar, dass eine Familie, die seit Sonnenaufgang zwischen Klippen und Kisten herumkletterte, nicht erst nach geheimen Pergamenten sehen würde.
„Die Kassette läuft uns nicht davon“, sagte sie.
Haytham warf mir einen Blick zu. „Das ist eine Behauptung, die ich bei Gegenständen aus diesem Haus ungern ungeprüft lasse.“
„Dann könnt Ihr sie nach dem Essen misstrauisch ansehen, Master Kenway.“
Michael senkte den Kopf. Edward tat so, als müsse er dringend seine Wachstuchmappe ordnen. Ich grinste offen; bei mir war ohnehin nichts mehr zu retten.
Wir zogen uns für eine Weile in unsere Kajüte zurück. Helena beruhigte sich an meiner Seite und Florence saß dicht bei Haytham, während sie ihre Suppe aß. Edward kam mit Mr Al Din Issa nur kurz herein, um zu berichten, dass die Kassette unverändert im Kartenraum lag. Walka wartete im Gang bei ihm und schob die Schnauze durch die Tür, sobald seine Stimme zu hören war.
„Habt ihr etwas gefunden?“, fragte Florence.
„Eine Kassette, die in keiner Bestandsliste stand“, antwortete Haytham. „Mehr wissen wir noch nicht.“
„Darf ich später dabei sein?“
„Bei den Abschriften“, sagte er. „Nicht beim ersten Öffnen.“
Florence verzog den Mund, akzeptierte es aber. „Und Edward?“
„Für Edward gilt dasselbe.“
Von der Tür kam ein leises Seufzen.
„Ich habe nichts gesagt“, bemerkte unser Sohn.
„Das war auch nicht nötig“, erwiderte Haytham.
Edward trat nun doch herein. „Mr Al Din Issa sagt, das Schloss sieht gewöhnlich aus.“
„Mr Al Din Issa sagt außerdem, dass gewöhnliche Schlösser an ungewöhnlichen Kisten trotzdem geschlossen bleiben, bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist“, ergänzte sein Kammerdiener hinter ihm.
„Das wollte ich gerade sagen.“
Mr Al Din Issa neigte nur den Kopf. Edward nahm das als Sieg und setzte sich für den Rest der Mahlzeit zu uns.
Erst am späten Nachmittag gingen wir in den Kartenraum. Die letzte Ladung war verstaut, die Boote hingen wieder in ihren Halterungen, und Mr Hargreaves wartete nur noch auf meinen Befehl zum Auslaufen. Draußen drehte der Wind langsam nach Nordost. Wenn er hielt, konnten wir vor Einbruch der Dunkelheit genügend Abstand zu den Klippen gewinnen.
Die neue Kassette lag auf einem sauberen Tuch in der Mitte des großen Tisches. Daneben hatte Mr Al Din Issa die Abschriften bereitgelegt, die wir am Vortag aus dem Register der gebundenen Namen und dem Buch der falschen Türen angefertigt hatten. Die Originale blieben versiegelt. Auch das Bristol-Plättchen mussten wir nicht noch einmal hervorholen; Edwards Zeichnung zeigte jede sichtbare Kerbe und Beschädigung genau genug.
Florence saß mit Sophia am Seitentisch. Vor ihr lagen nur Papier, Feder und eine Abschrift des Becherzeichens. Edward nahm auf der anderen Seite Platz. Walka legte sich dicht an seine Füße, den Kopf auf einen seiner Stiefel. Ihre Augen blieben wach und folgten jeder Bewegung am Tisch.
Sybill hatte Helena bei sich und setzte sich wieder nah ans Fenster. Michael stand hinter Haythams Stuhl. Den Stock hatte er so abgestellt, dass mein Mann ihn beim Aufstehen unmöglich übersehen konnte.
Haytham bemerkte meinen Blick. „Kein Wort.“
„Ich habe überhaupt nichts gesagt.“
„Du musstest es nicht.“
Das schien sich in dieser Familie zu verbreiten.
Mr Al Din Issa prüfte das Schloss. Es war nicht mit einem sichtbaren Mechanismus verbunden, sondern durch Salz, Staub und Alter schwergängig geworden. Haytham untersuchte die Messingbänder und den Boden, danach löste sein Kammerdiener den Riegel mit einem flachen Werkzeug. Walka hob den Kopf, blieb aber ruhig.
Unter dem Deckel lagen drei gefaltete Pergamentstreifen, ein zerbrochenes Wachssiegel und eine Scheibe aus dunklem Holz. In ihre Kante waren neun Kerben geschnitten.
Edward beugte sich ein wenig vor. „Wieder neun.“
„Das bestätigt eine Zuordnung, die wir bereits kennen“, sagte Haytham. „Noch keinen neuen Zusammenhang.“
Edward nickte und hielt die Finger bei sich.
Der erste Pergamentstreifen trug dieselbe Folge aus langen und kurzen Strichen wie die Rückseite des Bristol-Plättchens. Daneben stand das Becherzeichen. Mr Al Din Issa legte die passende Abschrift aus dem Register darunter. Zeichen und Reihenfolge stimmten überein.
„Damit bleibt Bristol bei der neunten Folge“, sagte ich.
„Und bei dem Becher“, ergänzte Florence von ihrem Platz aus.
Haytham sah zwischen beiden Abschriften hin und her. „Ja. Was uns weiterhin fehlt, ist der Ort innerhalb der Stadt und der Name dessen, der ihn bewacht.“
Edward deutete mit der Feder auf die zwei übrigen Pergamente. „Dann könnte dort mehr stehen.“
„Das ist möglich“, sagte Haytham. „Wir lesen, bevor wir entscheiden.“
Mr Al Din Issa faltete den zweiten Streifen auseinander.
◆ ◆ ◆
Ein Teil der Tinte hatte sich auf die gegenüberliegende Hälfte übertragen. Die obere Zeile blieb trotzdem lesbar.
Zum Neunten Becher.
Für einen Moment sagte niemand etwas. Nicht weil der Name besonders laut gewesen wäre, sondern weil er so selbstverständlich über dem Pergament stand, als hätte er nur darauf gewartet, dass wir endlich an der richtigen Stelle nachsahen.
Florence sah zuerst mich und dann Haytham an. „Das ist der Name?“
„So sieht es aus“, sagte ich. „Zumindest der Name, unter dem dieses Haus geführt wurde.“
Haytham hob den Blick. „Und damit wissen wir noch immer nicht, ob es heute noch so heißt.“
„Ich wusste, dass du etwas Beruhigendes findest.“
„Gern geschehen.“
Unter dem Namen folgte kein Zugangsbefehl, sondern eine Warnung. Mr Al Din Issa zog das Pergament näher zur Laterne und las langsam, damit Edward und Florence jedes Wort mitverfolgen konnten.
„Der neunte Becher empfängt erst, wenn acht Häuser geantwortet haben. Bis dahin bleibt sein Raum verschlossen.“
Edward schaute auf die neun Kerben der Holzscheibe. „Heißt das, dass dieses Haus vorerst keine Reisenden aufnehmen kann?“
„So liest es sich zumindest“, antwortete Haytham. „Aber was es mit dem verschlossenen Raum auf sich hat und weshalb die anderen acht Häuser zuerst antworten müssen, wissen wir noch nicht.“
Florence zählte mit dem Finger die Kerben auf ihrer Abschrift. „Warum ist dann ausgerechnet das neunte Haus das erste, von dem wir einen Namen haben?“
Die Frage war vernünftiger, als mir lieb war. Ich betrachtete das Pergament. „Vielleicht weil es die anderen zusammenführt. Oder weil man hier erfahren sollte, wonach man überhaupt suchen muss.“
Haytham drehte den Streifen leicht ins Licht. „Ein Mutter- oder Schlusshaus wäre möglich. Mehr sagt der Text bisher nicht.“
Edward dachte darüber nach. „Dann müssten wir trotzdem zu den anderen Häusern reisen.“
„Wenn wir diesen Weg verfolgen, ja“, sagte Haytham. „Die Häuser ersetzen keine Schiffe und Straßen. Sie müssen gefunden, betreten und geprüft werden. „Erst danach können wir feststellen, welche Häuser überhaupt noch bestehen, ob sie weiterhin Reisende aufnehmen und was ihre Verbindung zueinander bedeutet.“
Das Wort gehorchen gefiel mir nicht besonders, aber ich verstand, was er meinte. Ein Raum, der vor Jahrzehnten Schutz geboten hatte, musste heute niemandem mehr freundlich gesinnt sein.
Florence zog ihre Abschrift näher zu sich. „Und wenn Eugene schon eines davon kennt?“
„Dann macht ein altes Becherzeichen den Ort nicht automatisch sicher“, sagte ich. „Wir sehen uns zuerst das Haus, seine Menschen und jeden Zugang an.“
Mr Al Din Issa legte den zweiten Streifen beiseite und nahm den dritten. Er war kürzer und auf beiden Seiten beschrieben. Die ersten Zeilen erklärten, wofür die Häuser bestimmt gewesen waren: für Verfolgte, für Nachrichten, die nicht offen reisen durften, für Menschen, die einen geschützten Ort brauchten, bevor sie ihren Weg fortsetzen konnten. Handel, Bequemlichkeit und Neugier waren ausdrücklich ausgeschlossen.
Edward las über seine Abschrift hinweg mit. „Dann ist es wirklich kein Netz für Reisen.“
Haytham sah zu ihm. „Nicht im gewöhnlichen Sinn.“
„Es ist für Menschen, die sonst keinen sicheren Weg haben.“
„Und für Nachrichten, von denen Leben abhängen können“, ergänzte Haytham. „Das macht die Schwellenräume nicht harmlos. Wer sie kontrolliert, entscheidet möglicherweise darüber, wer aufgenommen wird und wer nicht.“
Ganz unten standen nur zwei Worte.
Wärme zuerst.
Florence blickte auf die Zeile und anschließend auf den Becher, den Magda ihr noch vor Beginn der Untersuchung mit warmem Tee hingestellt hatte. „Dann bekommt man dort wirklich zuerst etwas Warmes.“
„So würde ich es lesen“, sagte ich.
„Bevor man Fragen stellt?“
Mr Al Din Issa drehte das Pergament um. Auf der Rückseite stand eine kurze Ergänzung. „Erst aufnehmen, dann prüfen.“
Florence nickte langsam. Die Regel schien ihr augenblicklich einzuleuchten. Mir ebenfalls.
Eugene hatte Namen gesammelt, weil er wissen wollte, wo ein Mensch verwundbar war. Diese Häuser schienen für das Gegenteil geschaffen worden zu sein. Jemand kam an, bekam Zeit, Wärme und Schutz – und erst danach musste er erklären, wer er war und weshalb er Hilfe brauchte.
Ich strich mit dem Finger über die Kante meiner Abschrift. „Das gefällt mir wesentlich besser als seine Art, Gäste zu empfangen.“
„Die Messlatte liegt ausgesprochen niedrig“, sagte Haytham.
„Man muss Erfolge feiern, wo man sie findet.“
Die Holzscheibe von Bristol passte in eine kreisförmige Vertiefung auf der Innenseite des Kassettendeckels. Mr Al Din Issa setzte sie vorsichtig ein. Nichts leuchtete. Keine Karte erschien, mein Armreif blieb kühl und Walka hob nicht einmal den Kopf.
Edward wirkte beinahe enttäuscht. „Nur ein Schlüssel?“
„Das wäre für heute bereits erfreulich“, sagte Haytham.
Die Scheibe entriegelte tatsächlich nur eine sehr flache Abdeckung. Darunter lag ein schmaler Papierstreifen, dessen Schrift durch Feuchtigkeit beinahe ausgelöscht worden war. Von einer Straßenangabe blieben nur einzelne Buchstaben. Deutlich lesbar waren Bristol, das Becherzeichen und eine Anweisung an den jeweiligen Hüter, das Haus bis zur Antwort der übrigen acht geschlossen zu halten.
Haytham legte den Streifen neben die anderen. „Damit wissen wir, wonach wir suchen. Es reicht nicht, um in einer fremden Hafenstadt direkt vor der richtigen Tür zu stehen.“
Edward betrachtete die verwischten Buchstaben. „Vielleicht kennt Tante Jenny das Haus.“
„Dann fragen wir sie und Daniel, sobald sie wissen, welche Gefahr damit verbunden sein kann“, sagte Haytham. „Meine Schwester wird unabhängig davon gewarnt. Ihr Name stand in Eugenes Unterlagen; das allein genügt.“
Edward nickte.
Ich sah wieder auf Wärme zuerst. Die Worte klangen freundlich, aber nicht naiv. Ein Haus konnte für Schutz gebaut worden sein und dennoch in falsche Hände geraten. Ein alter Grundsatz blieb ein Grundsatz, keine Garantie.
„Wenn der Raum in Bristol ohnehin geschlossen ist“, sagte Edward nach einer Weile, „könnten wir uns mit deinem Portal wenigstens bis in die Nähe bringen.“
Die Frage war naheliegend. Erst gestern hatte Connor die Aquila durch einen von mir geöffneten Weg zurück in die Kolonien geführt.
„Diesmal segeln wir“, sagte ich.
Edward sah mich aufmerksam an. Haytham ebenfalls, doch er ließ mir die Erklärung.
„Eugene hat versucht, den fünften Armreif zu benutzen“, begann ich. „Dann traf Odins Rabe das Metall. Der Armreif wurde beschädigt, das Portal geriet außer Kontrolle und riss Eugene fort, statt ihn an ein Ziel zu bringen, das er selbst gewählt hatte. Wir wissen nicht, wohin es ihn getragen hat. Und wir wissen genauso wenig, was der beschädigte Armreif noch kann.“
Ich legte die Hand auf den Tisch. „Bei Connor habe ich trotzdem einen großen Weg geöffnet, weil er zurückmusste und seine Abwesenheit in den Kolonien bereits zu lange dauerte. Das war ein notwendiges Risiko. Es ist aber kein Grund, dieselbe Probe sofort mit unserer ganzen Familie und der Jackdaw zu wiederholen.“
Edward runzelte die Stirn. „Du weißt also nicht, ob Eugenes Armreif deinen Weg bemerken könnte.“
„Genau. Vielleicht kann er es nicht mehr. Vielleicht hat Odins Eingreifen zu viel zerstört. Vielleicht reagiert er auf etwas, das ich beim Öffnen hinterlasse. Solange wir es nicht wissen, lege ich keine zweite große Spur, nur damit wir ein paar Tage sparen.“
Haytham strich mit dem Daumen über die Kante des Pergaments. „Außerdem kennen wir die Gewässer vor Bristol nicht genau genug, um ein Schiff dieser Größe aus einem Portal auftauchen zu lassen.“
„Ich war schon dort“, sagte ich, „aber ich erinnere mich an keinen Platz, an dem die Jackdaw plötzlich aus dem Nichts erscheinen könnte, ohne dass irgendjemand sehr berechtigte Fragen stellt.“
„Dann nehmen wir Gibraltar und anschließend den Atlantik“, entschied Haytham. „Es dauert länger, aber unser Kurs bleibt ein gewöhnlicher Kurs.“
„Gewöhnlich klingt im Augenblick ausgesprochen verlockend.“
Mr Hargreaves wurde gerufen. Er hörte sich den Befehl an, betrachtete kurz die Karte und rechnete mit gut zweieinhalb Wochen bis Bristol, wenn Wind und Verkehr vor Gibraltar uns keinen Strich durch die Rechnung machten. Wasser und frische Vorräte würden wir unterwegs ergänzen müssen, ohne länger als nötig in einem Hafen zu bleiben.
Die Jackdaw war dafür gemacht. Ihre Reise hinterließ Kielwasser, keine leuchtende Naht im Himmel.
Haytham ließ die Kassette gemeinsam mit den Abschriften versiegeln. Die drei Pergamente kamen in eine eigene Dokumentenkiste, nicht zu den gefährlichen Artefakten. Mr Al Din Issa vermerkte jedes Stück einzeln. Edward beobachtete ihn dabei mit jener Konzentration, die mich inzwischen vermuten ließ, dass Listen für meinen Sohn gefährlich nahe an einer neuen Leidenschaft lagen.
Florence gähnte und versuchte, es hinter ihrer Hand zu verbergen.
Haytham sah zu Sophia. „Bring sie bitte noch für eine Weile in die Kajüte. Sie hat für heute genug gesehen.“
Florence setzte bereits zum Widerspruch an. „Aber wir laufen gleich aus.“
„Dann ruhst du dich aus, bis die Segel gesetzt werden“, sagte ich. „Sophia holt dich rechtzeitig, bevor wir die Klippen hinter uns lassen.“
Florence überlegte, ob sich Widerstand lohnte. Schließlich nahm sie ihre Abschrift und reichte sie Edward. „Pass auf die Wärme auf.“
Edward nahm das Blatt entgegen. „Ich passe auf die Papiere auf. Magda passt auf die Wärme auf.“
Vom Seitentisch kam ein leises, entschiedenes „Richtig“, und damit war die Zuständigkeit offenbar geklärt.
Florence ging mit Sophia hinaus. Sybill folgte wenig später mit Helena. Edward durfte bleiben, bis Mr Al Din Issa die letzte Kiste versiegelt hatte. Haytham nahm seine Bestandsliste noch einmal zur Hand, prüfte sie und reichte sie unserem Sohn zurück.
„Saubere Arbeit.“
Edward versuchte, nicht zu stolz auszusehen. Es gelang ihm nur teilweise. „Danke, Vater.“
„Und jetzt ruhst du dich ebenfalls aus, bevor du beim Auslaufen im Weg stehst.“
„Ich stehe nie im Weg.“
Mr Al Din Issa sah ihn an.
Edward korrigierte sich ohne Aufforderung. „Nicht absichtlich.“
Das schien seinem Kammerdiener zu genügen. Walka erhob sich mit Edward und wartete, bis er den ersten Schritt zur Tür machte.
◆ ◆ ◆
Als die Tür hinter ihnen zufiel, wurde der Kartenraum auf einmal größer. Auf dem Tisch lagen nur noch die versiegelte Kassette, unsere Abschriften und der Name, den wir am Morgen noch nicht gekannt hatten.
Zum Neunten Becher.
Haytham nahm den Stock, den Michael neben seinem Stuhl bereitgestellt hatte. Ich sah erst den Stock und dann ihn an.
„Kein Wort“, sagte er.
„Schon wieder?“
„Du bist erstaunlich mitteilsam, wenn du schweigst.“
„Das liegt an meinem ausdrucksstarken Gesicht.“
„Eine deiner gefährlicheren Eigenschaften.“
Ich bot ihm meinen Arm nicht an. Michael hätte es ohnehin gesehen, und ich wollte meinem Mann wenigstens die Illusion lassen, er habe diese Entscheidung selbst getroffen.
An Deck traf die Mannschaft bereits die letzten Vorbereitungen zum Auslaufen.
Die letzten Boote hingen fest in ihren Halterungen, Taue wurden gelöst, Segel vorbereitet und die wenigen losen Kisten endgültig gesichert. Florence stand mit Sophia an der Reling. Edward war neben ihr, Walka dicht an seinem Bein. Sybill hielt Helena warm eingepackt im Arm. Magda hatte Lionel eine zusätzliche Jacke angezogen, während Michael mit erstaunlicher Gleichzeitigkeit Haythams Verband und den Abstand seines eigenen Sohnes zu den arbeitenden Matrosen im Blick behielt.
Die Turners konnten eine Familie und zwei Kenways beaufsichtigen, ohne den Eindruck zu erwecken, dass es Arbeit machte. Ich hielt das inzwischen für eine eigene Form von Magie.
Mr Hargreaves gab den Befehl. Der Anker kam hoch. Die Segel fingen den Wind aus Nordost, und unter unseren Füßen begann das vertraute Holz der Jackdaw auf die Bewegung des Meeres zu antworten.
Die katalanische Küste glitt langsam zurück. Das Klippenanwesen blieb zunächst über den Felsen sichtbar, dunkel und beschädigt gegen den helleren Himmel. Aus der Entfernung konnte niemand die versiegelten Türen erkennen, die Wachen im Wirtschaftsgebäude oder das Eisen vor dem Zugang unter den Klippen. Die geborstenen Fenster wurden wieder zu schwarzen Punkten. Das Haus sah beinahe ruhig aus.
Florence lehnte sich etwas über die Reling, bis Sophia eine Hand an ihren Rücken legte. „Fahren wir jetzt zum Neunten Becher?“
„Wir fahren nach Bristol“, sagte ich. „Ob der Neunte Becher uns dort noch empfängt, müssen wir erst herausfinden.“
Edward legte eine Hand auf Walkas Rücken. „Und wenn er geschlossen ist?“
Haytham stand auf seiner anderen Seite und stützte sich diesmal ohne Kommentar auf den Stock. „Dann suchen wir zunächst den Menschen, der den Schlüssel bewahrt. Wir öffnen keinen Schwellenraum, dessen Hüter und Zweck wir nicht geprüft haben.“
„Und die anderen acht Häuser?“ Florence sah von ihm zu mir.
„Die verschwinden nicht, nur weil wir ihren Namen noch nicht kennen“, sagte ich. „Bristol ist unser erster Anhaltspunkt. Danach sehen wir weiter.“
Sie schien damit zufrieden zu sein. Vielleicht auch nur müde genug, um die nächsten acht Häuser bis morgen warten zu lassen.
Helena bewegte sich in Sybills Armen und machte ein kleines Geräusch, das vom Wind fast verschluckt wurde. Ich strich ihr im Vorbeigehen über die Haube und blieb dann neben Haytham stehen.
Vor uns lag kein fertiges Netz. Wir kannten neun Häuser, aber nur von einem den Namen. Wir wussten, dass acht antworten mussten, bevor der neunte Becher seinen Raum öffnete, doch noch nicht, wie eine solche Antwort aussah. Wir kannten einen Grundsatz und einen Zweck – nicht die Menschen, die diese Regeln bewahrten.
Das reichte für einen Kurs.
Die Jackdaw nahm Kurs auf Gibraltar. Hinter uns blieb Eugenes Vorhang unter Stein und Eisen zurück, während irgendwo in Bristol ein Becher schwieg, dessen Name nun endlich in unseren Unterlagen stand.
Wir würden ihn nicht durch Magie erreichen. Wir würden segeln, den Wind nehmen, den Himmelsrand beobachten und jeden Tag zwischen uns und Katalonien legen, den das Meer uns gewährte. Langsam genug, um keine weitere magische Spur zu riskieren, solange wir nicht wussten, was von Eugenes beschädigtem Armreif noch übrig war.
Haythams Hand fand meine, als die Klippen hinter der nächsten Dünung niedriger wurden. Florence sagte etwas zu Edward, das der Wind forttrug. Walka blieb zwischen ihnen, aufmerksam und ruhig, und irgendwo hinter uns rief Michael Lionel vom falschen Tau weg.
Ich lächelte, ohne mich umzudrehen.
Salz lag in der Luft, Holz knarrte unter meinen Füßen, und vor uns wartete ein gewöhnlicher Seeweg nach Bristol.
Nach den vergangenen Tagen war gewöhnlich beinahe ein Versprechen.
~~~ To be continued ~~~