Fledermäuse unter Hogwarts
Fledermäuse unter Hogwarts
Hallo ihr lieben,
Ich wünsche euch einen wunderschönen Halloween Samstag und ich hoffe ihr bleibt von den Demos verschont.
Im Zuge der Jahreszeit gibt es heute mal etwas Neues, genauer gesagt habe ich mich einmal an einem Prom-Roulet versucht.
„Das Blinde-Date mit der Dunkelheit.“
https://forum.fanfiktion.de/t/82837/1
Mein Wort war die Nummer 77: Fledermausschrei.
Ich hoffe sehr ihr habt spaß und etwas schrecken daran.
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Nach dem Ende des zweiten Zaubererkrieges waren die Ferien an Harry, Ron und Hermine schneller vorbeigezogen als sie es gedacht hätten.
Zwischen der Wiederholung des Unterrichts, um nicht völlig aufgeschmissen zu sein, mussten sie zu Veranstaltungen des Ministeriums: darunter zu einer wo jedem von ihnen der Merlin Orden, der ersten Klasse, verliehen wurde.
Dazu kamen Beerdigungen von Freunden und auch noch denen von bekannten und oder wichtigen Persönlichkeiten.
Während Ron sich jeder dieser Pflichten widmete und sich im Glanz sonnte, hätte Hermine den Sommer lieber genutzt, um ihre Eltern in Australien zu suchen.
Sie wusste das sie die Gedächtnisveränderung ihrer Eltern korrigieren konnte. Das magische zumindest, nur würde sie sich dann dem Urteil und der Meinung ihre Eltern stellen müssen und das machte ihr mehr Angst als sie zugab.
Schließlich aber hatten die drei sich für das Achte Schuljahr in Hogwarts eingefunden. Wegen des Krieges war es dem Abschlussjahrgang ermöglicht worden diesen nachzuholen, um ihren Abschluss in Hogwarts und nicht im Ministerium zu machen.
Die vier Häuser gingen nicht mehr feindselig miteinander um, es war mehr ein respektvoller Abstand.
Das lag vor allem an einer Rede, zu der Harry gedrängt worden war. In dieser hatte er sich besonders auf Slytherin bezogen. Ständig war das Haus verteufelt worden, weil es schwarze Magier herausgebracht hatte, aber die wahren bösen Magier konnte man einer Hand abzählen.
Die Reste hatten dafür unzählige Jahre unter der Ablehnung gelitten und das war bis jetzt Okay gewesen.
Er war nicht dafür dieses Haus nur für die wenigen Fehler zu bestrafen die es hervorgebracht hatte, denn wenn diesem so wäre sollte man alle Häuser bestrafen da es nach der Schlacht nachweißlich aus jedem Haus der Schule Anhänger Voldemorts gab.
Auch wenn die Slytherins immer noch sehr zurückgezogen waren, gab es hier und da Verbindungen zwischen den Häusern.
Inzwischen war der Oktober fast vorbei und die bedrückende neblige Kälte des Herbstes hing über den Ländereien und dem Schloss von Hogwarts.
Harry zog wieder einmal die Karte des Rumtreibers aus seinem Koffer.
Er wusste das es sinnlos war, es war inzwischen ein Reflex, bevor er ins Bett ging, ließ er seinen Blick über die Karte wandern, um zu sehen, was im Schloss vor sich ging.
Die Pärchen, die sich dabei in Besenkammern vergnügten, überlas er dabei bewusst. Er interessierte sich nicht für solchen tratsch oder aber Affären.
Nach seiner Rückkehr hatte er aber eine Sache bemerkt, die ihn jedes Mal innehalten ließ:
Daphne Greengrass, eine Slytherin aus seinem Jahrgang war eine schwarzhaarige Schönheit mit blauen Augen, die neben Hermine zu den Besten ihres Jahrgangs gehörte.
Sie hatte sich niemals über Muggelstämmige lustige macht, oder aber schlecht über diese geredet. Dafür ließ sie keine Möglichkeit aus jemanden wegen schlechter Zensuren niederzumachen.
Der Punkt der jungen Dame verschwand plötzlich aus den Kerkern. Immer an der gleichen Stelle und er wusste nicht, wie sie das machte.
Alle paar Tage war sie abends nicht mehr zu finden oder aber verschwand vor seinen Augen auf der Karte. So weit er wusste waren die einzigen Orte, die die Karte nicht anzeigte: Der Raum der Wünsche und die Kammer des Schreckens.
Darum verstand er nicht, warum sie aus den Kerkern immer wieder verschwinden konnte. Außer es gab dort einen Eingang in die Kammer des Schreckens.
Schließlich siegte Harrys Neugier und er machte sich auf den Weg hinunter in die Kerker. An der Stelle wo die Schwarzhaarige Slytherin immer wieder verschwand war nichts außer einer kalten Steinwand.
Er tastete sie ab, aber konnte nichts finden, bis er schritte hörte.
Schnelle eilte er um die nächste Ecke und sah um diese. Das schwarzhaarige Mädchen trat vor die Wand und fuhr mit ihren Fingern über den kalten Stein.
„Jagdrevier“, sprach sie und die Steine begannen unter ihren Fingern zu zittern.
Es dauerte einen Moment, aber dann begannen sich die Steine einzudrehen und damit einen Eingang zu öffnen.
Harry konnte nur staunen. Er sah gerade den Eingang zu einem Geheimnis von Hogwarts das er nicht kannte und sogar sein Vater und seine Freunde niemals gefunden hatten.
Nachdem das Mädchen durch die Öffnung getreten war, folgte er ihr. Seine Neugier war zu groß, um diesem Geheimnis nicht auf den Grund zu gehen.
Vor sich sah er einen langen steinernen Gang, der sich leicht nach unten neigte und in die völlige schwärze führte. Die einzige Lichtquelle, die er sehen konnte, war der erleuchtete Zauberstab der schwarzhaarigen Slytherin die einige Meter vor ihm lief.
Hinter sich hörte er wie sich die Mauer schloss und er ging langsam weiter, immer dem Lichtpunkt hinterher.
Nach wenigen Metern verschwanden die gemauerten Wände des Tunnels und ließen nur noch steinerne Wände zurück.
Harry folgte dem Schein des Zauberstabes des Mädchens vor sich, während er sich fragte: was es hier unten gab und wohin sie ging.
Sie gingen an einigen Weggabellungen vorbei, wo sie, ohne nachzudenken sich für einen der Gänge entschied und schließlich um eine Ecke, was Harry im Dunkeln ließ.
Er lief etwas schneller, um zu ihr aufzuschließen, oder zumindest so weit das er wieder das Licht sehen konnte und bog selbst um die Ecke.
Nur um plötzlich gepackt und gegen die Wand gedrückt zu werden.
An seiner Brust spürte er das Holz eines Zauberstabes der kurz darauf aufleuchtete und er sah in die blauen Augen der Slytherin.
„Potter?“, war alles was sie verwirrt von sich gab.
„Greengrass“
Sie funkelte ihn an und ließ ihn schließlich los, behielt aber den Zauberstab erhoben.
„Was machst du hier?“
„Ähm…“, begann er und wünschte sich, dass er sich eine Erklärung zurechtgelegt hätte.
„Sehr geistreich, ich frage noch einmal: Was machst du hier? Das ist mein Schatz!“
Noch verwirrter als vorher entschied er sich für die Wahrheit: „Ich habe dich hier reingehen sehen und bin dir gefolgt.“
Sie hielt den Blickkontakt, aber ließ nach einem Moment den Zauberstab sinken.
„Schade“, murmelte sie und wandte sich von ihm ab, um weiterzugehen.
Als sie einige Schritte gemacht hatte, rief er ihr nach: „HEY! Warte mal, was ist das hier? Wo sind wir?“
Die Slytherin blieb stehen und wandte sich ihm zu.
„In einem Tunnelsystem unterhalb des Schlosses. Wofür genau es ist weiß ich nicht, aber das ist ja der Reiz, genau das herauszufinden“, verkündete sie und ging weiter.
Harry war einen Moment sprachlos, er hätte die sonst so ruhige und gefasste Slytherin nicht für so abenteuerlustig gehalten.
Schnell schloss er ihr auf und ging stumm neben ihr her, bis er die Stille durchbrach: „Du warst schon öfters hier?“
„Ja, ich habe es ende letzten Jahres gefunden und seitdem gehe ich hier öfters hinein. Bis jetzt habe ich aber nicht gefunden außer Ratten, staub und Fledermäusen.
Ich hoffe auf den Eingang zur Kammer des Schreckens oder etwas ähnliches. Immerhin muss es irgendwohin führen.
Harry würde ihr gerne sagen, dass der Eingang zu Kammer des Schreckens in der Toilette des Maulenden Myrte war und man diesen nur mit Parsel öffnen konnte, aber es gab viele Tunnel in der Kammer und daher war es möglich das einer von ihnen auch an diese Tunnel angrenzte.
Sie schwiegen einige Minuten, während sie stumm durch die Höhle gingen, bis Greengrass schließlich stehen blieb.
Vor ihnen gabelte sich der Weg, zwei identische Tunnel, die in die dunkle Ungewissheit führten.
„Wo lang?“, fragte er.
Die schwarzhaarige zögerte, während sie beide Tunnel musterte. „Das ist eine gute Frage. Weiter als bis hier bin ich, auf diesem Weg noch nicht gegangen.“
Sie schwang ihren Zauberstab und erschuf zwei Lichtkugeln, die mehrere Meter in jeweils einen der Tunnel flogen und diese so erhellten.
Beide sahen völlig gleich aus. Die Schwarzhaarige schnalzte mit der Zunge. „Hätte ich mir denken können“, murmelte sie und musterte beide, bevor sie sich für den rechten Weg entschied.
Am Eingang des Tunnels sprach sie einen Zauber und schnitt einen Pfeil in den Stein, der auf den Gang hinter ihnen deutete.
„Was machst du da?“, fragte Harry, während er ihr folgte.
„Ich markiere unseren Weg. Die Pfeile führen zum Ausgang zurück. Ich hatte schon Räume, wo es mehrere Gänge gab, die zurückführten.
So verlaufe ich mich hier unten nicht.“
„Verstehe.“
Die beiden schwiegen einen Moment bevor Harry weitersprach: „Ich hätte dich nicht für so… abenteuerlustig gehalten.“
Die Slytherin lachte kurz auf. „Das ist ein Hobby Potter. Du hingegen bist so dumm und leichtsinnig, wie ich es schon immer erwartet habe.“
„Danke“, antwortete er, auch wenn diese Aussage wie eine Beleidigung klang.
„Ich meine es ernst. Du folgst einer bösen Slytherin in einen Geheimgang, der an ein Tunnelsystem grenzt. Niemand würde dich hier finden, oder schreien hören egal was ich mit dir tue.“
Harrys Blick wanderte zu dem Mädchen neben sich, er wusste nicht, wie sie es meinte oder was er sagen wollte. Zu seinem Glück wurde ihm die Antwort abgenommen, als sie anfing zu lachen.
„Nur ein Scherz, hier unten gibt es nichts das uns etwas antun könnte… also zumindest habe ich noch nichts gefunden.“
Die beiden bogen kurz darauf um eine Ecke als eine Gruppe Fledermäuse durch das Licht ihrer Zauberstäbe aufgeschreckt wurden und unter lauten Schreien auf sie zuflogen.
Während Harry reflexartig seinen Zauberstab hob, schob sich die Slytherin hinter ihn. Der Kleien Schwarm flog um sie und dann den Gang entlang, während sich Daphne hinter ihm aufhielt.
„Hast du Angst vor Fledermäusen?“, fragte Harry über die Schulter.
„Nein, nur ist es nervig sie aus den Haaren bekommen. Jetzt spar dir deine Kommentare. Ich will hier weiter und hoffentlich etwas finden.“
„Stört dich meine Gesellschaft nicht?“, fragte Harry, als sie um die nächste Ecke bogen.
„Du bist ein guter Schild gegen diese geflügelten Plagegeister und du wärst eh nicht gegangen. Also mache ich so das Beste aus meiner Situation. Außerdem sehen vier Augen mehr als zwei.
Wobei sehen oder Sicht hier Mangelware ist.“
Harry konnte über diese Aussage nur lachen. Wenige Minuten später öffnete sich der Tunnel und die beiden standen am Rand eines großen Raumes.
Im Licht ihrer Zauberstäbe konnten sie kaum die Rückwand sehen, aber dafür sahen sie das über ein dutzend Tunnel in diesen Raum führten.
„Wir haben wohl das Zentrum der Höhle gefunden“, sagte Harry und blickte sich in dem Höhlenraumraum.
„Scheint so, aber… ich hatte mir mehr erwartet“, antwortete seine Begleitung und ließ den Blick durch die leere Höhle wandern.
Die beiden ließen das Licht ihrer Zauberstäbe über den Boden und sogar über die Wände wandern, auf der Suche nach etwas.
Schließlich erleuchtete Daphne die Decke. „Was ist das?“, fragte sie in den Raum und deutete nach oben.
Harry folgte ihrer Geste und erleuchtete ebenfalls die Decke der Höhle.
An der Decke war ein unförmiges weißes/graues Etwas das sich plötzlich im Licht der beiden Zauberstäbe anfing zu bewegen.
Schließlich öffnete sich das längliche Ding, das von Decke der Höhle herunterhing. Zwei ledrige graue Flügel spreizten sich von einem Humanoiden Körper mit langen schwarzen Klauen an den Händen ab.
Es öffnete seine Augen und blickte mit zwei roten Augen auf die beiden Menschen unter sich.
(Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1.000 Worte, darum hier das Wesen
https://www.deviantart.com/stash/01fn66lom9u4 )
Harrys Blick schoss von dem, was auch immer dort an der Decke über ihnen war zu seiner Begleitung. Diese blickte nur stumm, mit geöffnetem Mund hoch zur Decke.
Als Harry zurück zu dem Wesen schaute stieß dieses plötzlich einen Schrei aus, der klang wie der einer Fledermaus, löste sich von der Decke und stürzte sich auf sie hinunter.
Harry reagierte zuerst und stieß seine Begleitung beiseite und sprang dann in die andere Richtung. Beide landeten auf dem Boden, während die übergroße menschliche Fledermaus genau dort hindurchjagte, wo sie gerade noch gestanden hatten.
„Daphne! LAUF!“, brüllte Harry.
Die Schwarzhaarige blickte von dem, was auch immer zu Harry und wieder zurück. Das Wesen hatte einen Bogen gezogen und flog nun wieder auf sie beide zu.
Die Slytherin sprang auf die Füße und warf einen Schockzauber auf das Wesen, welchem es auswich.
Harry folgte ihrem Beispiel, schleuderte dem Wesen ebenfalls einen Schockzauber entgegen und stürmten zurück zu dem Gang, aus dem sie gekommen waren.
Das Wesen war ihnen dicht auf den Versen, es kreischte und stürzte auf Daphne zu. Harry warf ihm einen Schockzauber entgegen, was es zum Abdrehen brachte.
Mit einem lauten Schrei stürzte sich die Fledermaus daraufhin auf Harry. Dieser musste ausweichen und lief in den Gang, neben dem in den Daphne gelaufen war.
Die Fledermaus jagte Harry hinterher, während er einige Zauber über die Schulter warf.
Die Fledermaus kreischte hinter ihm, während Harry weiterlief.
An einer Kreuzung wandte sich Harry nach rechts, in der Hoffnung wieder mit Daphne zusammenzulaufen Dabei warf er einen weiteren Zauber über die Schulter. Er sah gerade noch, wie die Fledermaus nach Links abdrehte, um diesem auszuweichen.
Erleichtert atmete er auf, aber folgte weiter dem Gang, er wusste das nur wenn das Wesen kurz abgelenkt war, er immer noch nicht in Sicherheit war.
Harry folgte den Gängen weiter, wobei er immer wieder einen Blick über die Schulter warf.
Gerade als er aufatmen wollte, hörte er vor sich den Schrei einer Fledermaus. Gerade noch rechtzeitig warf er sich auf dem Boden, um der übergroßen Fledermaus auszuweichen, die auf ihn zuflog.
Schnell sprang er auf die Füße und ward der Fledermaus einen Zauber hinterer. Der Gang war eng genug damit sie nicht umdrehen konnte, das war eine gute Nachricht für ihn.
Der Zauber verfehlte sie, da sie nach oben flog und er unter ihr durchflog. Gerade als er aufatmen wollte, sah er die Fledermaus erneut auf ihn zufliegen.
„FUCK! Es gibt zwei von denen!“, dachte er und lief erneut los.
„DAPHNE!“, brüllte er in den Gang erhielt aber keine Antwort.
Entweder war sie außerreichweite oder sie ignorierte ihn. Was er aber nicht glauben konnte.
Hinter ihm ertönte erneut der Schrei der Fledermaus, an der nächsten Weggabelung drehte er diesmal nach links ab.
Innerlich fluchte er das er sich den Rückweg nicht gemerkt hatte. Er war einfach der Slytherin gefolgt und hatte nicht darüber nachgedacht, wie er wieder hinauskommen würde.
Gut er war gerade auf einem anderen Weg, aber wie er gesehen hatte, hatte Daphne Markeirungen hinterlassen, um den Rückweg zu finden.
Das Problem war nur das er gerade nicht in der Position war an jeder Kreuzung anzuhalten um nach einer Markierung, in jedem Gang zu suchen.
Hinter ihm hörte erneut die Schreie einer der Fledermäuse, es blieb keine Zeit sich umzusehen, also rannte er weiter.
Es dauerte nicht lange bis er hinter sich das Schlagen von Flügeln hörte gefolgt von einem weiteren Schrei.
Mehrere Kreuzungen später sah er im Licht seines Zauberstabes etwas das ihm nicht gefiel.
Eine massive Steinwand erschien im Licht seines Stabes, die Hoffnung das es zu der linken oder rechten von dieser Wand doch noch weiterging verflog schlagartig.
Er stand in er völligen Sackgasse und hinter sich kreischte eine der Fledermäuse erneut auf. Als er sich umdrehte, sah er wie das Wesen auf ihn zuflog.
Bevor Harry reagieren konnte, war das Wesen bei ihm und packte ihn mit einer seinen klauenbesetzten Händen an der Kehle.
Er konnte nur röcheln als ihm die Luft wegblieb und das Wesen ihn hochhob.
Das Wesen blickte ihn aus seinen roten Augen an, während es seine andere Hand hob und er die dunklen Klauen an dieser im Licht seines Zauberstabes sah.
Das Wesen leckte sich langsam die Lippen und zeigte damit seine spitzen Zähne.
Harry krächzte, während ihm die Luft wegblieb und das Wesen sich vorbeugte. Es nährte sich mit seinen Zähnen seinem Hals.
Bevor das Wesen seine Zähne in ihm versenken konnte, schaffte es Harry trotz der Situation einen Zauber stumm zu wirken.
Aus der Spitze seines Zauberstabes schossen mehrere dicke Seile die das Wesen vor ihm umschlungen.
Es kreischte und ließ Harry los, während die Seile sich zuzogen.
Immer noch kreischend begann das Wesen zu schwanken und kippte schließlich vornüber.
Mit einem krachen landete das Wesen der länge nach auf dem Boden und begann gegen die Seile anzukämpfen.
Harry kniete derweil röchelnd am Boden und rieb sich den Hals, während das Wesen kämpfte, kreischte und versuchte nach ihm zu beißen.
„Was bei Merlin bist du?“, krächzte er und kam wieder auf die Beine.
Mit einem letzten Blick auf das Wesen machte er sich auf den Rückweg. Er wusste das es hier mindestens noch ein weiteres gab, wahrscheinlich gab es sogar noch mehr von ihnen.
Wenigstens war dieses außer Gefecht. Das war schon einmal ein Anfang. Jetzt hieß es den Rückweg zu finden und im besten Fall noch Greengrass aufzusammeln.
Sie kannte sich hier aus und würde den Rückweg für sie finden.
Harry ging den Gang zurück und suchte den richtigen Weg. Als er zwei Abzweigungen zurückgegangen war, hörte er es wieder.
Einen Schrei, diesmal von vor ihm, dem folgte das laute Schlagen von Flügeln.
Harry hob seinen Zauberstab und warf dem Wesen einige Schockzauber entgegen, denen das Wesen auswich.
Es kreischte und bremste ab, bevor das Wesen etwas tun konnte das ihm Probleme bereiten könnte erinnerte er sich an den Unterricht in Verteidigung gegen die dunklen Künste.
Dort hatten sie sich einmal mit Vampiren beschäftigt. Drei Dinge wusste er: Sie hassten Sonnenlicht, sie tranken Blut und die größte Schwäche von ihnen war Feuer, oder ein Holzpflog ins Herz.
Er entschied sich für Feuer, eine Welle aus roten Flammen peitschten aus seinem Zauberstab auf das Wesen zu.
Dieses kreischte auf und versuchte auszuweichen, aber Harry war schneller gewesen.
Die Flammen trafen den rechten Arm des Wesens. Dieses erhob sich unter Kreischen wieder in die Lüfte und flog in die dunklen tiefen der Höhle.
Harry konnte wieder aufatmen. „Hoffentlich waren das alle“, dachte er und ging weiter.
An der nächsten Weggabelung nahm er sich mehr Zeit und fand schließlich einen Pfeil, der in einen anderen Gang zu seiner linken zeigte.
Erleichterung überkam ihn und er beschleunigte seine Schritte.
An der nächsten Weggabelung gab es wieder einen Pfeil, der wieder nach Links zeigte.
Er beschleunigte seine Schritte auf dem Weg zum Ausgang, da hörte er etwas: „Potter!“
„Greengrass?“, antwortete er.
Es herrschte kurz stille, bevor sie antwortete. „Wirst du gerade gefressen?“
Er konnte hören das sie amüsiert klang.
„Nein, wo bist du?“
„Am Eingang, folge meiner Stimme… außer dir hängt eines dieser Wesen am Umhang. Dann lauf in die andere Richtung.“
Er konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, während er in die Richtung lief, aus der ihre Stimme gekommen war.
Als er um die nächste Ecke bog, sah er einen Lichtkegel, auf den er zulief.
Als er näher kam sah er das schwarzhaarige Mädchen das im Licht ihres Zauberstabes wartete.
„Hey, geht’s dir gut?“, fragte er als er zu ihr aufgeschlossen hatte.
„Ja danke und dir?“
Er nickte und blickte sich um. „Ist dir etwas passiert?“
„Nein, mich hat eines von ihnen gejagt, aber ich konnte es blenden. Sie mögen kein Licht, zumindest nicht, wenn man einen konzentrierten Lichtstrahl auf ihre Augen schießt.“
„Oh, daran habe ich nicht gedacht. Ich hab es mit Feuer vertrieben. Weißt du zufällig, was das war?“
Die Schwarzhaarige zuckte mit den Schultern. „Eine übergroße Vampirfledermaus?“, schlug sie vor.
Es herrschte einen Moment stille, bevor die Slytherin weitersprach: „Wollen wir vielleicht hier raus?“
„Ich bitte da rum.“
Greengrass übernahm die Führung und zwei Minuten später standen sie vor der Steinwand.
„Jagdgebiet“, sagte Greengrass und die Wand öffnete sich für sie.
„Wie hast du diesen Eingang eigentlich gefunden?“, fragte Harry interessiert.
„Oh, das war ein Zufall. Meine Schwester hat eine Vorliebe für magische Tiere und wir haben uns unterhalten.
Mitten im Gespräch öffnete sich plötzlich die Wand neben uns.“
Er nickte verstehend, während sie wieder in das Schloss zurückgingen.
Die Wand schloss sich gerade wieder als sich seine Begleitung nochmal an ihn wandte. „Danke übrigens das du mich gerettet oder ehr gestoßen hast.“
„Nichts zu danken Greengrass, wir sollten das hier vielleicht melden. Ich bin mir sicher das Professor Mcgonagall darüber informiert werden möchte.“
Die Schwarzhaarige lächelte leicht. „Oh, da hast du recht. Kümmerst du dich darum? Nach der ganzen Geschichte hier brauche ich etwas Ruhe.“
„Natürlich.“
Harry wollte sich gerade verabschieden, als sie hinter sich schnelle Schritte hörten.
Ein jüngeres Mädchen, mit ebenfalls schwarzen Haaren und einem Umhang in den Farben von Slytherin eilte auf sie zu. Als das Mädchen sie sah atmete sie erleichtert auf.
„Daphne! Salazar sei Dank, ich habe mir Sorgen gemacht.“
„Hallo Tori, mir geht’s gut, danke.“
Harry sah zwischen den beiden hin und her. Es war deutlich das die beiden Schwestern waren.
„Potter, das ist meine kleine Schwester Astoria. Astoria, Harry Potter. Er hat mich heute begleitet. Danke dafür nochmal.“
„Bitte, ich gehe dann zu Professor Mcgonagall, wir sehen uns im Unterricht?“
Sie nickte und verabschiedete sich. Als Harry um die Ecke gegangen war packte Astoria ihre Schwester.
„Dir ist nichts passiert? Ich habe dich schreien gehört.“
Die ältere knurrte leicht, bevor sie den Ärmel ihres Umhangs hochschob. Ihr rechter Unterarm war verbrannt.
„Diese kleine Schabe. Ich habe nicht damit gerechnet, das er zu so einem Zauber greift.“
Ihre kleine Schwester sah sie mitleidig an. „Ich habe dir gesagt das wir zu weit gehen.“
Daphne rollte mit den Augen. „Es war deine Idee unsere Beute zu jagen, weil Blut unter Adrenaline besser schmeckt.“
„Da hast du recht, aber jetzt haben wir ein Problem: Dieser Tunneleingang ist zu.“
Die ältere stöhnte leise und lehnte sich an die Wand.
„Es gibt noch andere Eingänge und beim nächsten Mal sind wir wieder erfolgreich. Außerdem töten wir ja niemanden, wir beißen nur einmal, heilen die Wunde und verändern das Gedächtnis.
Wir hatten Jahreslang Erfolg, jetzt müssen wir eben etwas zurückstecken.
Astoria maulte leise. „Und was machen wir jetzt? Ich habe hunger!“
„Das übliche.“
„Tracy?“
Daphne nickte und löste sich von der Wand.
„Davor sollten wir uns aber um deinen Arm kümmern, die Verbrennung sieht böse aus.“
„Danke Tori.“
„Nichts zu danken.“
__________________________________________________Ich hoffe meine erste Halloweengeschichte hat euch gefallen.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei „Getchi“ bedanken die so freundlich war die Zeichnung der Fledermaus anzufertigen.
Ihr Tumble Profil:
https://www.tumblr.com/getchiart
Ihr Fanfiction Profil:
https://www.fanfiktion.de/u/GetchiArt
Ich wünsche euch noch eine schönen Nacht und bis zum nächsten Mal.
LG Infernalsniper.