I can't run from who I've been
I can't run from who I've been
„Seit du angefangen hast deine Geschichte aufzuschreiben bist du verdammt ruhig. Alles in Ordnung?“ Es war Gale, der mich in diesem Moment fragend ansah und sich zu mir auf das Sofa setzte. Heute Morgen hatten Nait und ich ein Interview gehabt und den restlichen Tag über hatte ich mich tatsächlich einfach ein bisschen zurück gezogen. Hatte weiter geschrieben und meine Ruhe gesucht. Was zugegeben, wirklich ungewöhnlich für mich war. Ich hatte im Moment nicht mal Musik laufen, oder Kopfhörer auf. Was noch ungewöhnlicher für mich war. Mein Laptop lag noch auf meinem Schoß und Bel hatte sich neben mich in eine Decke gekuschelt. Schien still über mich zu wachen.
„Echt bin ich das?“, stellte ich leise Lachend, die wirklich unnötige Gegenfrage. Klappte meinen Laptop zu und fuhr mir mit den Fingern durch meine wirren Haare. Spürte Gales Blick auf mir.
„Ja bist du. Keine fragwürdigen Jack Aktionen. Kein summend durchs Haus laufen. Meist bist du irgendwo allein“, zählte er seine Beobachtungen auf und zuckte mit den Schultern.
„Schätze da geht grad viel in dir vor oder?“, mutmaßte er. Wirkte dabei allerdings so, als würde er es schon wissen.
„Vielleicht wühlt es mich unterbewusst doch mehr auf als ich zugeben will“, gab ich seufzend zu und legte meinen Laptop auf den Tisch vor mir.
„Ich hab lange nicht mehr so intensiv über meine Kindheit und alles was dazugehört nachgedacht. Schätze das wühlt mich doch ganz schön auf“
„Scheint so“, stimmte er mir zu und rutschte etwas näher, um Bel zu streicheln. Gale schwieg einen kurzen Moment, ehe er vom schnurrenden Kater zu mir hoch sah.
„Lust auf einen Ausflug?“, schlug er mir dann vor und fügte mit einem Grinsen hinzu:
„Ich hätte richtig Lust auf eine verrückte Jack Aktion. Also was schwebt dir vor?“ Spöttisch hob ich eine Augenbraue.
„Du hast Lust auf eine verrückte Jack Aktion? Was soll das den heißen?“
„Na das ich auch mal was verrücktes mit dir machen will. Das ist doch kein Privileg von Nait oder? Komm schon immerhin sind wir das Team vorne an der Bühne. Und wir müssen an unserem Teamwork arbeiten“, erklärte er mir und versuchte mich so gleichzeitig davon zu überzeugen.
Nachdenklich wog ich meinen Kopf hin und her. Tat extra so, als würde ich darüber nachdenken müssen.
„Hm, an unserem Teamwork arbeiten? Na gut. Klingt nicht übel“, stimmte ich ihm zu und bekam ein zufriedenes Lächeln von Gale.
„Perfekt, also wo geht’s hin?“, fragte er direkt aufgeregt nach. Nachdenklich fuhr ich mir mit den Fingern durch die Haare. Den ich hatte absolut keine Ahnung wo es hingehen sollte. Oder was unser Teamwork verbessern sollte. Außer zusammen auf der Bühne zu stehen, oder unser gemeinsamer Alltag.
„Sag ich dir im Auto“, entschied ich dann, um noch etwas Zeit zu schinden. Er musste ja nicht direkt wissen, dass ich komplett planlos und unkreativ war. Gale schien es tatsächlich nicht zu merken, den er erhob sich gut gelaunt vom Sofa. Schlug direkt den Weg in die Garage ein und griff ohne zu zögern nach dem Schlüssel für meinen Sportwagen. Seit er ihn zusammen mit Hardin ausprobiert hatte, war Gale Feuer und Flamme dafür, ihn bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu fahren. Also auch diesmal. Schmunzelnd ließ ich ihn machen und stieg direkt auf der Beifahrerseite ein. Verband ohne etwas dazu zu sagen mein Handy mit dem Auto und gab eine Adresse ein. Eine die mir spontan in den Sinn kam und die meiner Meinung nach ein gutes erstes Ziel war.
„Wo geht’s hin?“, fragte Gale erneut nach, nachdem er den Motor gestartet hatte und das Auto mit einem schnurrend erwacht war, das nur solche Autos zu Stande brachten. Ich lehnte mich mit einem frechen Grinsen im Sitz zurück und zuckte mit den Schultern.
„Fahr hin und find es raus. Das ist Teil der fragwürdigen Jack Aktion Erfahrung“ Gale lachte bei dieser Antwort laut auf, ließ sich allerdings darauf ein. Er schien heute, warum auch immer, sehr gut drauf zu sein.
Während Gale sich darauf konzentrierte vom Grundstück zu fahren suchte ich uns ein paar Songs für die Fahrt heraus. Summte dabei bereits den Ersten leise mit.
„Warum bist du heute so verdammt gut drauf? Ich bekomme aktuell kaum etwas mit, wenn Nait es mir nicht grad erzählt“, griff ich dann doch wieder das Gespräch mit Gale auf. Er hatte mich mit seiner spontanen Idee und guten Laune doch etwas neugierig gemacht.
„Du lebst wirklich aktuell in deiner eigenen Welt, in die nur Nait Zugang zu haben scheint“, stimmte er mir zu und nahm, vielleicht ein klein bisschen zu schnell, die nächste Kurve. Eine Aktion die ich nur mit einem amüsierten Schnauben kommentierte.
„Yeah, beantwortet aber nicht meine Frage. Also?“, jetzt lag mein forschender Blick auf ihm. Ich hatte wenig Lust über mich selbst zu sprechen (Kaum vorstellbar, ich weiß). Also kam mir dieses Gesprächsthema ganz gelegen.
„Weiß nicht. Die Sonne scheint, wir leben in einer krassen Villa in L.A. und leben unseren Traum. Wie sollte ich da nicht gut drauf sein?“, wich er mir erneut aus. Machte mich mit dieser flapsigen Antwort allerdings nur noch neugieriger.
„Yeeah“, fing ich gedehnt an und machte die Musik zwei Stufen leiser. Gale würde mir jetzt nicht entkommen. Nicht mal akustisch.
„Aber das ist nicht Auslöser deiner guten Laune. Selbst Schuld, du wolltest einen Ausflug mit mir und ich hab aktuell doch tatsächlich keine Lust über mich zu reden. Also musst du reden. Was bringt dich so zum Lächeln? Eine Frau? Ohhh, es ist meistens eine Frau, oder ein Mann, aber darauf stehst du nicht, also muss es eine Frau sein,“ wagte ich direkt einen Angriff in das Offensichtlichste. Und tatsächlich bis Gale sich kurz ertappt auf die Lippe.
„Oder hast du etwa Bilder des Nackt Shootigs von Jess gesehen?“, neckte ich ihn und war froh das wir gerade an einer roten Ampel hielten. Den Gale sah mit großen Augen zu mir herüber.
„Jess hatte mal ein Nackt Shooting?“, wiederholte er fragend. Das er anscheinend immer noch heimlich für Jerrys Freundin schwärmte, schien ihm ganz schön peinlich zu sein. Jedenfalls räusperte er sich im nächsten Moment direkt und versuchte so unbeteiligt wie möglich zu wirken.
„Cool für sie“, verbesserte er sich dann. Wobei es ihm nicht wirklich gelang so gelassen zu wirken, wie er gern gewirkt hätte.
„Yeah, hatte sie. Sind echt gute Bilder geworden. Jerry hat sie mir neulich geschickt und nach meiner Meinung gefragt. Willst du sie sehen?“
„Klar“, kam Gales viel zu schnelle Antwort.
„Äh ich meine...“, versuchte er noch sich zu retten, stöhnte dann allerdings laut und gequält auf als er mein breites Grinsen bemerkte.
„Du verarscht mich oder?“
„Komplett, aber dein Blick war göttlich“, kicherte ich.
Gale murrte leise ein paar, für mich unverständliche Worte, ehe er laut seufzte und sich wieder auf die Straße konzentrierte.
„Es ist keine Frau. Leider, weil irgendwie hätte ich glaube ich gern eine Freundin. Jedenfalls wenn ich Hanako und Sebastian zur Zeit so ansehe. Aber da tue ich mich immer etwas schwer mit. Ich bin so gut drauf, weil ich heute Morgen den Chat bei eurem Interview gelesen habe und all diese positiven und lieben Worte zu unserer Musik mich echt gefreut haben. Das war so ein Moment, wo ich so richtig begriffen habe, dass wir jetzt in einer anderen Liga spielen. Und durch dich ist das so viel schneller passiert, als ich mir je hätte erträumen können“, fing er an zu erklären. Gale wirkte dabei tatsächlich ein wenig so, als wären ihm seine ehrlichen Worte peinlich. Immerhin ließ er sich sonst kaum so etwas anmerken.
„Heftig oder? Ich weiß was du meinst. Damals ging es mir ähnlich mit Harlekin. Es ging alles so schnell, nachdem es erst mal Fahrt aufgenommen hatte“, stimmte ich ihm zu und deutete dann auf eine der seltenen Parklücken am Straßenrand.
„Park hier. Da Vorn bekommen wir eh keine mehr“, wies ich ihn an und Gale parkte den Wagen gekonnt ein. Sah sich dann in der Gegend um. Die nichts besonders war, sondern einfach typisch L.A. Große Häuser umringten die Straße. Kleine und große Läden hatten ihren Platz in den unteren Etagen der Häuser gefunden, während oben drüber ganz normale Wohnungen waren.
„Was wollen wir hier?“, fragte er mich, nachdem er den Motor ausgemacht hatte. Sich neugierig umsah.
„Ein bisschen bummeln“, erwiderte ich belustigt und stieg direkt aus. Empfangen wurde ich vom üblichen Lärm der Stadt und der warmen Sonne, deren Strahlen meine freien Arme wärmte.
„Bummeln? Willst du mich verarschen?“ Gale war lachend zu mir getreten und sah sich weiter um. Auf der Straße selbst war nicht sonderlich viel los und die Geschäfte sahen auch nicht gerade nach „bummeln“ aus. Den neben einem Lampengeschäft, mit verdammt hässlichen Lampen, fand sich ein kleines Asiatisches Restaurant wieder und daneben hatte ein Obsthändler seinen Stand aufgebaut.
„Warum? Willst du kein frisches Obst?“, neckte ich ihn und schlenderte direkt los. Wirklich direkt auf den Obststand zu. Gale folgte mir lachend, schloss schnell zu mir auf.
„Du kannst mir nicht erzählen, dass wir hier her sind um Lampen und Obst zu kaufen“ Als Antwort darauf zuckte ich nur mit den Schultern und ging an dem Stand vorbei. Den Blick auf einen Laden gerichtet, den ich immer mal wieder gern besuchte und lange nicht besucht hatte. Doch mit Gale schien es mir eine gute Idee gewesen zu sein.
„Na, eigentlich wollte ich ein bisschen im Plattenladen stöbern, aber davor ist selten ein Parkplatz frei“, weihte ich ihn dann ein und nickte auf einen Laden, der am Ende der Straße lag. Von hier aus konnte man lediglich das Schild, in Form einer Schallplatte erkennen. Gales Blick glitt zu dem Schild auf dem groß „Record Shop“ stand und er machte einen verstehenden Laut.
„Ah, dass macht schon viel mehr Sinn“, murmelte er und schlenderte neugierig neben mir her.
Der Shop war klein und sah von Außen schon etwas chaotisch und alt aus. Eine Tafel mit den verschiedensten Postern darauf, zeigte Neuveröffentlichungen und kleine Konzerte in der Nähe an.
„Wow, da ist unser Album auf dem Schild“, stellte Gale überrascht fest und ging an mir vorbei, um besagtes Schild noch etwas genauer betrachten zu können. Bei dem Anblick schlich sich ein kleines Lächeln auf meine Lippen. Ed tat es also immer noch.
„Ist ja auch ne Neuerscheinung“, ohne auf Gale zu warten ging ich an ihm vorbei und öffnete die Tür den Shops, die mit einem ikonischen Klingeln unsere Anwesenheit bekannt gab. Kaum hatte ich den Laden betreten empfing mich leise Rockmusik die im Hintergrund lief und ein mir sehr bekannter Geruch von Holz und diesem Eigengeruch den Schallplatten mit sich trugen. Ed's Laden hatte sich seit meinem letzten Besuch kaum verändert. Nur war ich diesmal kein trauerndes Häufchen Elend das Trost suchte, sondern einfach der Musiker der einen uralten Freund besuchte. Im Laden selbst war kaum etwas los. Nur eine Frau mit Locken stand an einem der Regale und schaute sich die Platten dort an.
„Hey, Willkommen bei...“, begrüßte uns eine weibliche Stimme, die allerdings überrascht stockte als sie uns ansah und anscheinend erkannte.
„Oh wow, der alte Ed hat nicht gelogen“, murmelte die Frau mit den hellbraunen Dreadlocks, die ihr hübsches Gesicht umrahmten und gut zu ihrem dunkleren Hautteint passten.
„Womit sollte der alte Mann lügen?“, fragte ich sie amüsiert und warf einen kurzen Blick auf Ed's persönliches Empfehlungs- Regal auf der Kasse. Auf dem ganz oben das neue Album von uns stand.
„Damit das er dich wirklich kennt“, antwortete sie mir, nachdem sie sich wieder gefangen hatte.
„Er erzählt viel wenn der Tag lang ist. Deswegen war ich mir unsicher, was den Wahrheitsgehalt seiner Geschichten über den kleinen Jack Napier angeht der ihn früher täglich hier besucht hat. Aber er scheint dich immerhin wirklich zu kennen“, während sie sprach trat ich näher an die Kasse heran. Gale hingehen sah sich neugierig im Laden um, bis auch sein Blick auf unserem Album bei den Empfehlungen hängenblieb. Wenn ich mich nicht irrte wirkte er gerade verdammt stolz.
„Erzählt er immer noch davon?“ Ich blieb vor der Frau stehen und schenkte ihr ein warmes Lächeln.
„Hey, ich bin Jack. Der kleine Junge der hier mal fast täglich ein und ausgegangen ist. Und du bist?“ Die Frau blinzelte leicht, als ich mich so charmant bei ihr vorstellte und wickelte sich die Spitze einer ihrer Dreadlocks um den Finger.
„Ich bin Imani“, stellte sie sich dann mit einem fast schon niedlichen Lächeln vor. Dann wanderte ihr Blick weiter zu Gale, der sich zu uns gesellt hatte.
„Und dich kenn ich auch. Du bist Gale“, sprach sie weiter und sah ihn aus ihren dunklen Augen an. Was Gale mit einem Lächeln erwiderte.
„Ist Ed im Laden?“, lenkte ich ihre Aufmerksamkeit wieder auf mich. Ich war immerhin nicht hier, um mit einer Aushilfe am Tresen zu flirten, sondern um Ed mal wieder zu sehen. Wer weiß wie lange ich ihn noch besuchen konnte. Er ging langsam auf die 80 zu.
„Ist hinten und sortiert Kassetten“, informierte Imani mich und zeigte mit dem Finger auf eine unscheinbare Tür im hinteren Teil des Ladens. Ich nickte und machte mich direkt auf den Weg.
„Ich bin eben Ed Hallo sagen“, rief ich Gale noch zu, ehe ich im hinteren Bereich des Ladens verschwand. Die Tür hinter mir zuzog und mich im chaotischen Bereich wiederfand, den die Kunden normalerweise nie zu Gesicht bekamen. Ed's Reich war schon immer etwas chaotisch gewesen. Der alte Mann hatte schon früher immer gesagt er wüsste ja wo alles zu finden sei und für Ordnung fehlte ihm die Zeit. Ein versonnenes Grinsen schlich sich auf meine Lippen. Nichts hatte sich geändert. Jedenfalls nicht hier. (Seltsam wie für einen selbst die Welt untergehen kann und wo anders geht es einfach weiter.)
Neugierig schlich ich durch das chaotische Lager und folgte dabei ganz den Geräuschen, die Ed beim sortieren einer Kiste verursachte. Kaum war ich um eines der großen voll gestellten Regale gebogen, hob der alte Mann den Kopf und musterte mich mit seinem typisch grimmigen Blick.
„Ah der Streuner hat mal wieder her gefunden“, kommentierte er mein Auftauchen auf seine typisch trockene Art und Weise. Er wirkte schon immer etwas grimmig und brummig, doch im Herzen war er ein wirklich Guter. Ed ließ sich mit einem Schnaufen, auf eine stabile Kiste fallen und wischte sich etwas Schweiß von der Stirn.
„Hey alter Mann, schön dich zu sehen“, begrüßte ich ihn auf eine ähnlich freche Art, wie ich es schon damals als Kind immer getan hatte. Auf Ed's faltige Züge legte sich der Schatten eines Lächeln.
„Wenn du erst Mal in mein Alter kommst Junge. Dann hüpfst du auch nicht mehr so über die Bühne wie jetzt“, schnaufte er. Ich setzte mich auf die Kiste ihm gegenüber und fuhr mir mit den Fingern durch die Haare.
„Danke übrigens das du unser Album ausstellst. Auch wenn es nicht mehr von Harlekin ist“, fing ich an und diesmal war es Ed, der rau auflachte.
„Ach Junge, jetzt werd mir nicht sentimental. Ich bin froh das du nicht an dem Pillen Scheiß krepiert bist. Imani sagte das wäre deine neue Band, hab es aus Gewohnheit ausgestellt“, spielte er es mit einer wegwischenden Handbewegung herunter. Ed hasste sentimentale Dinge, aber ich sah an seinem stolzen Blick, dass er doch hineingehört hatte. Und das er es gut fand. Also sparte ich mir die Worte und sah ihn einfach nur dankbar an.
„Anderes Thema“, fing Ed dann wieder an zu sprechen und erhob sich mit einem mühsamen Schnaufen von der Kiste. Neugierig beobachtete ich ihn dabei, ihm Hilfe beim aufstehen anzubieten war nie eine gute Idee gewesen, also ließ ich es bleiben. Ed war einfach stur bei so was. Er bestand immer darauf keine Hilfe zu brauchen.
„Vor ein paar Wochen hat sich Draußen vor meinem Laden eine Katze eingenistet. Hat dann Kitten bekommen und weil ich es nicht über mich brachte, hab ich die kleine Familie in meinen alten Kartons wohnen lassen. Aber dann hat sich die Katze aus dem Staub gemacht und die Kleinen waren allein hier“, erklärte er während er kurz seine alten Knochen knacken ließ. Ich saß immer noch auf meiner Kiste und beobachtete ihn dabei, wie er auf einen leeren Karton zu ging, der unter einem Tisch stand.
„Ich bin kein Katzen Mensch und fang auf meine letzten Jahre auch nicht mehr damit an. Also hab ich geschaut das sie gut unter die Leute kommen. Zwei Jungs und Drei Mädels. Aber mein Sorgenkind wollte bisher keine. Sie ist etwas kleiner und schwach auf der Brust. Trinkt nicht so gut und schläft viel“, erklärte er weiter und bückte sich zu der Kiste herunter. Holte ganz vorsichtig ein kleines braunes Fellbündel heraus, was mit dünner Stimme protestierte.
„Deswegen hab ich sie keinem anvertraut. Konnte mich nicht drauf verlassen das die keine Amy es gut haben wird. Aber du Katzen Narr wirst das schon machen. Hab noch gut im Kopf wie du immer mit dem grimmigen Kater hier rein kamst und der dicke sich auf meinen Tresen gesetzt hat“, diesmal hatte Ed tatsächlich bei der Erinnerung ein warmes Lächeln auf den Lippen. Er legte mir das kleine Ding in den Schoß. Die kleine braune Tabby Katze mit dem Tigermuster sah mich aus großen Augen an.
„Sie ist Klein, aber konnte von allen am lautesten Miauen, deswegen heißt sie Amy. Wie Amy Winehouse“, erklärte er mir, wissend das meine Mom ihre Songs gern gehört hatte. Ed sah mir kurz vielsagend in die Augen ehe er noch hinzufügte:
„Kümmer dich gut um die Kleine. Aber ich glaube du konntest dich schon immer besser um andere kümmern als um dich selbst“
„Fuck, danke Ed. Ich werd mich gut um sie kümmern“, versprach ich ihm und musste bei seinem Blick kurz schlucken. Bel würde also eine Freundin bekommen.