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Sick and tired of being sick an tired

Harlekin — www.fanfiktion.de · All chapters

Sick and tired of being sick an tired

Egal wie „schön“ Cobys Todestag auch war. Egal wie sicher ich mich an diesem Tag zwischen meiner Familie gefühlt hatte und ganz egal wie liebevoll sich alle danach um mich gekümmert hatten.... am Ende konnten sie mich nicht vor dem bewahren was danach kam. Es schlich sich langsam ein, wie ein Virus. Kam nicht plötzlich von einem auf dem anderen Tag. Aber ich spürte es schon früh kommen, nur hatte ich keine Kraft dafür es aufzuhalten. Ich war leer, fühlte mich schwer und erschöpft. Zog mich immer mehr zurück. Erst hatte ich keine Lust mehr auf irgendwas. Musste mich zu vielen Dingen zwingen, die mir sonst leicht von der Hand gingen. Yeah ich weiß was ihr denkt, und ich weiß es nicht. Ich weiß nicht warum ich nichts gesagt hatte. Warum ich Naits Fragen und Sorge abtat und ihn beruhigte anstatt ihm zu sagen das ich innerlich zerbrach. Vielleicht war es Stolz, vielleicht war ich es aber auch im Moment einfach leid immer Probleme zu haben.

War es leid das Coby immer noch meine Schwachstelle war. Ich immer noch nicht so gut damit klar kam, wie ich es gern gehabt hätte. Albern ich weiß. Aber so fühlte ich. Und ich weiß, Trauer und all der Scheiß verläuft so. Kommt immer wieder und es wird nie wirklich gut werden. Es wird nie weniger wehtun. Nur war ich das in diesem Moment leid. Es lief so verdammt gut mit der Band. Mit Nait und allem. Und ich würde es wieder crashen. Nur wollte ich das aktuelle nicht. Also schwieg ich, überspielte es und drückte mich vor einem Treffen mit Jax. Ich schob Termine vor die es nicht gab und schämte mich dann für meine Feigheit. Es war ein Teufelskreis. Auch vor dem Schreiben drückte ich mich. Ich hielt es einfach nicht aus dieses Fass noch einmal zu öffnen.

Und weil ich bei so was extrem feige sein kann... stellte ich mich nicht diesem Problem, oder suchte mir Hilfe. Nope, ich rannte erneut weg. Deprimiert davon, dass ich es schon wieder tat. Ich sagte Nait ich würde Jerry besuchen. Im Nachhinein weiß ich nicht mal mehr genau warum ich diese Lüge wählte. Wie ich erneut so dumm sein konnte. Doch ich schaffte es nicht meinem Freund zu sagen was in mir vorging und wie sehr mir alles zu schaffen machte. Ich wollte ihn nicht enttäuschen, eben weil ich so gute Fortschritte gemacht hatte. Er hätte es verstanden, keine Frage. Er hätte mir geholfen. Das stand nicht zur Debatte. Und dennoch wollte ich ihn, oder überhaupt jemanden in meinem Umfeld damit belasten und enttäuschen. Tja, ich bin und bleibe eben mein eigener Endgegner.

Und jetzt saß ich auf Jax Balkon und starrte deprimiert auf die Flasche Whiskey in meiner Hand. Bereute es. Hasste mich dafür. Und trank dennoch weiter. Weil ich im Moment einfach zu schwach war, um es nicht zu tun. Ich wollte all die Vorwürfe, die ich mir selbst machte, nicht mehr fühlen. Wollte die bleierne Trauer, die dunkle Schwere nicht mehr spüren. Wolle an nichts mehr denken. Konnte allerdings gleichzeitig nicht allein sein und sehnte mich nach Gesellschaft und jemanden zum Reden. Nur schämte ich mich so sehr für mich selbst, dass ich zu keinem anderen gehen konnte. Mir war nur Jax eingefallen, der mich als mein Arzt schon verstehen würde. Und er wäre von all meinen Freunden wohl am wenigsten enttäuscht von mir. (Hoffte ich)

Mit einem tiefen Seufzen fuhr ich mir fahrig mit den Fingern durch die Haare. Meine Hand zitterte und mir war übel. Was zum Teil vom Alkohol kam und zum anderen vom schlechten Gewissen. Jax war nicht zu Hause gewesen, also war ich, etwas wackelig, über die Feuertreppe auf seinen Balkon geklettert und hatte es mir dort gemütlich gemacht. Oder eher, ich kauerte wie ein Häufchen Elend auf dem Paletten Sofa und starrte vor mich hin. Es war schon längst Dunkel geworden, jedenfalls so dunkel wie es in L.A. je werden würde. Ich wusste nicht mal genau wie lange ich schon hier saß und mit meinen Gedanken alleine war. Da ging plötzlich im Inneren der Wohnung das Licht an. Ihr Besitzer musste endlich zurück gekommen sein. Und tatsächlich konnte ich Jax, beladen mit zwei Einkaufstaschen, erkennen. Dieser trug die Taschen in seine Offene Küche, drehte sich zum Fenster, wahrscheinlich um es zu öffnen und erstarrte dann, als sein Blick auf mich fiel.

Träge hob ich meine Hand, um ihm zu winken. Wobei die Flasche, die neben mir auf dem Polster stand, umkippte und ihren restlichen goldenen Inhalt über den Boden verteilte. Jax beobachtete das wie erstarrt, ehe er sich zu fangen schien und zur Balkontür ging. Hinaus zu mir trat und mich musterte.

„Ich bin ehrlich, ich hab schon einiges in meinem Job erlebt, aber bisher saß noch niemand meiner Klienten besoffen auf meinem Balkon. Wie bist du hier rauf gekommen?“, fragte er mich und kam näher. Setze sich dann mir gegenüber auf einen Stuhl.

„Bin ja auch dein Therapeutisches Armageddon“, grinste ich schief, was nicht mal annähernd meinen Zustand versteckte. Etwas das auch Jax klar war.

„Gerade bist du betrunken“, stellte er fest und kickte die ausgelaufene Flasche auf dem Boden noch etwas weiter von mir weg.

„Ich hab schon geahnt das du Cobys Todestag nicht einfach wegsteckst. Aber das du es so tief in dich hinein frisst, anstatt mit jemanden zu reden hätte ich auch nicht gedacht“, seufzte er und schüttelte leicht den Kopf über mich.

Seine Worte schmerzten, selbst in meinem Zustand und ich sank noch etwas mehr in mich zusammen. Sah ihn an wie ein geschlagener Welpe.

„Ich wollte niemanden enttäuschen. Keinen schon wieder mit meinem... meinem“, kurz suchte ich nach dem richtigen Wort.

„Scheiß, belasten“, beendete ich dann nicht gerade elegant meinen Satz.

„Es lief so gut, alle waren stolz. Und dann holts mich ein und ich bekomme kein Wort mehr raus. Schaffe es nicht mal mit Naity drüber zu reden, weil ich ein Feigling bin“, meine Stimme wechselte von Wut zu Verzweiflung. Es ging mir wirklich mies und der Alkohol hatte es, wie zu erwarten, nicht besser gemacht. Verzweifelt vergrub ich meine Finger tief in meinen Haaren. Zog leicht an meinen grünen Strähnen, ehe ich Jax warme Hand auf meinem Arm spürte. Er hatte sich neben mich gesetzt.

„Du bist ein Idiot. Das sag ich dir als Freund. Als dein Therapeut sage ich dir, dass es nicht einfach ist. Und es keinen Sinn macht sich weiter Vorwürfe zu machen. Das du getrunken hast zeigt nur wie groß diese Wunder immer noch ist und wie sehr du sie zwingen willst schnell zu heilen. Was dich an diesen Punkt gebracht hat“, erklärte er, ehe er sich in den Arm nahm. Mich für einen Moment fest an sich drückte.

„Keiner wäre oder ist enttäuscht von dir. Nicht deswegen“, sprach er weiter und ich konnte bereits die Tränen in meinen Augen spüren, die ich so lange zurückgehalten hatte.

„Doch man. Weil es gut läuft und dann hauts mich wieder von den Füßen. Sein Todestag war eigentlich voll... okay. Voll schön, weil alle da waren. Und jetzt vermisse ich ihn erneut so sehr, dass ich nicht reden kann und mich besaufe“, jammerte ich gegen seine Schulter.

„Ich fühl mich wie ein Hoffnungsloser Fall“, fügte ich noch hinzu.

„Wo ist der Kerl hin, der mir selbst gesagt hat, dass er weiß das es dauern wird? Der gesungen hat, das er Hilfe braucht?“, fragte er, hielt mich dabei immer noch im Arm.

„Im Whisky ersoffen“, murrte ich, was Jax kurz auflachen ließ.

„Lach nicht ist so. Wie soll ich so den anderen unter die Augen treten? Ihnen sagen das es mir mies ging und ich getrunken hab? Wie soll ich erklären, dass es immer noch so verdammt wehtut und ich...“

„Und dennoch hast du es geschafft zu mir zu kommen, anstatt wer weiß wo zu landen und es schlimmer zu machen. Und auch wenn es schwer wird, du wirst es den anderen auch sagen können. Sie werden Verständnis haben, auch wenn ihre erste Reaktion vielleicht Enttäuschung oder Ärger ist. Das dürfen sie, dass musst du in dem Moment aushalten und dann redet ihr drüber“, seine Worte waren diese besondere Mischung aus Professionell, Ehrlich und genau das was ich hören musste. Auch wenn ich es in diesem Moment anders sah.

„Ich will aber nicht das sie enttäuscht oder sauer sind. Das halt ich genau so wenig aus. Nicht jetzt. Nicht in meinem beschissenen Zustand“, jammerte ich weiter und fügte noch ein wenig leiser hinzu:

„Ich wollte eigentlich noch mehr nehmen. Nicht nur trinken“, beichtete ich ihm und spürte wie Jax sich etwas von mir löste.

„Und was hat dich aufgehalten?“, fragte er nach, betrachtete mich dabei.

„Bin mir nicht sicher. Ich konnte es einfach nicht. Die Stimme in meinem Kopf war so laut, dass ich es nicht ausgehalten hab. Ich wollte das er die Klappe hält, aber anstatt dem nachzugeben... keine Ahnung hab ich noch ne Flasche gekauft und bin davor weggelaufen“, gestand ich ihm mit brüchiger Stimme. Sah ihn gequält an und spürte erneut diese Übelkeit in mir aufsteigen.

„Aber du hast dir keine Drogen besorgt und hast dem nachgegeben. Das hast du ausgehalten und hast deinem Dämon die Stirn geboten“, meinte er gutmütig und hob leicht eine Augenbraue.

„Das ist gut Jack. Wirklich und ich denke dein Kater Morgen früh wird eh Strafe genug sein“

„Ich hasse kotzen“, jammerte ich gequält und sank wieder in mir zusammen. Starrte meine Schuhspitzen an.

„Aber ich glaub ich muss kotzen. Mir ist so übel. Ich hasse kotzen nach meinem Entzug noch mehr“, murmelte ich und atmete tief durch. Versuchte mich darauf zu konzentrieren nicht gleich auf Jax Balkon zu kotzen.

„Ohman“, lachte dieser leise und erhob sich. Ging zum Fensterbrett seiner Wohnung und holte einen leeren Blumentopf, welchen er mir vor die Füße stellte. Das war wohl seine Alternative zum Eimer.

„Wenn du wieder nüchtern bist reden wir darüber. Über deinen Dämonen und darüber was Cobys Todestag erneut in die ausgelöst hat“

„Schuld“, meine Stimme war so unfassbar leise, so brüchig das es ein Wunder war, dass Jax sie überhaupt hörte.

„Diese Schuld die mich nieder drückt. Das Bild von Blut an meinen Händen das mich nicht los lässt. Die Gewissheit das...“, ich brach ab und griff nach dem Blumentopf zu meinen Füßen, um mich bereits im nächsten Moment darin zu übergeben. Bei diesen Gedanken war mir direkt noch übler geworden. Jax beobachtete mich schweigend. Nahm meine Worte tief in sich auf, aber sagte nichts dazu. Stattdessen kam er wieder näher und legte eine Hand auf meinen Rücken.

„Wenns wieder geht fahr ich dich nach Hause“

„Ich will nicht nach Hause. Da werden alle enttäuscht von mir sein“, jammerte ich in meinen Blumentopf und versuchte mich nicht direkt noch mal zu übergeben.

Jax tätschelte mir sanft über den Rücken.

„Verstehe ich, aber trotzdem da bist du besser aufgehoben“, sprach er weiter und beobachtete mich sehr genau. Er schien es nicht ganz so besorgniserregend zu finden, wie ich mich fühlte. Vielleicht weil er schon viel mit mir durch hatte. Da war besoffen in einen Blumentopf kotzen nichts.

„Nein“, versuchte ich es noch mal kraftlos und sah gequält zu ihm hoch.

„Doch, vertrau mir“, schmunzelte er. Wissen das ich das so schnell nicht wieder machen würde.

„Ich hab dem Whiskey vertraut das er meine Sorgen weg macht und der hat auch gelogen“, versuchte ich es noch mal kläglich. Doch Jax ließ sich dadurch nicht erweichen.

„Was echt? Alkohol hat dich angelogen? Erzähl mir was neues“, scherzte er und stand im nächsten Moment auf. Schlang seinen Arm um meine Taille und zog mich auf die Füße. Jammernd machte ich das mit und ließ mich von ihm in seine Wohnung befördern. Eigentlich dachte ich, wir würden jetzt durch die Haustür gehen, doch Jax schien ein andere Ziel zu haben.

Er beförderte mich in sein Badezimmer und dirigierte mich in die Dusche. Komplet perplex sah ich ihn an.

„Gib mir mal deine Wertsachen“, meinte er und streckte seine Hand danach aus. Hatte dabei dieses fiese Grinsen auf den Lippen.

„Das kann nicht dein Ernst sein“, mein Blick musste in diesem Augenblick göttlich gewesen sein.

„Das kannst du mir nicht antun. Damit hast du mich schon lang genug gequält. Man Jax“, jammerte ich und sackte an der Duschwand nach unten. Kauerte mich da unten wieder zusammen als könnte er mich dann nicht sehen.

„Doch kann ich. Weil ich weiß, dass dich ein bisschen kaltes Wasser wieder mehr auf die Füße bringen wird und den Alkohol etwas vertreiben wird. Du willst nicht komplett betrunken nach Hause. Verstehe ich, aber dann müssen wir was dagegen tun. Und das ist, zu deinem Leidwesen, eben sehr effektiv“, erklärte er mir und hockte sich zu mir. Allerdings nur um mir erneut seine Hand entgegen zu strecken.

„Also Wertsachen her und alles was nicht nass werden soll“

„Ich soll nicht nass werden“, murrte ich, zog dennoch mit zittrigen Fingern mein Handy aus meiner Tasche und legte es ihm in die Hand. Jax warf einen kurzen Blick darauf, ehe er es in seine Hosentasche gleiten ließ und mich abwartend ansah. Ich erwiderte seinen Blick kurz mitleidig, gab dann allerdings auf und fing an meine Schuhe auszuziehen. Immerhin wollte ich auch nicht in nassen Schuhen nach Hause. Oder allgemein nass.

„Süße Socken“, kommentierte Jax das Ganze, während ich meine bunten Tigersocken auszog und zu meinen Schuhen legte.

„Danke“, ein leichtes Grinsen zuckte über meine Lippen, ehe ich damit fortfuhr mich auszuziehen. Jax beobachtete den Rest stumm, aber sichtlich zufrieden, dass ich mitzog.

„Ist die Stimme noch da?“, fragte er plötzlich nach und nahm meine Klamotten, um sie zur Seite zu legen. Drehte sich dann netterweise um, damit ich etwas zittrig aufstehen konnte und die Dusche anmachen konnte. Nicht ganz eiskalt versteht sich. Ich hatte meiner Meinung nach genug gelitten.

„Sie ist immer da Jax. War schon immer da“, meine eigene Stimme war leise, aber ich sprach. Antwortete ihm tatsächlich.

„Nur manchmal ist sie lauter und manchmal nur wie ein sanftes Hintergrund rauschen. Nur weiß er zu gut wo es mich trifft und seit... seit naja du weißt schon... ist er sehr präsent. Erst leise und unauffällig und dann immer lauter. Umso erschöpfter ich bin, umso lauter ist er. Um so leiser ich werde, umso mehr spricht er“, versuchte ich ihm zu erklären und gleichzeitig nicht komplett unter der Dusche zu erfrieren. Doch er hatte recht gehabt. Die Dusche tat tatsächlich gut.

„Verstehe“, murmelte er und legte mir ein Handtuch zurecht, mit dem ich mich gleich abtrocknen konnte.

Ich sank ein wenig an der kühlen Fliesenwand seiner Dusche herunter. Ließ das Wasser noch über meinen Körper laufen und spürte tatsächlich wie es den Alkohol ein wenig vertrieb.

„Coby hat ihn im Zaum gehalten. Instinktiv. Wie... wie... keine Ahnung man“, meine Stimme klang immer noch zittrig. Fast schon zerbrechlich.

„Verstehe. Warum lässt du Nait diese Rolle nicht ebenfalls einnehmen?“, fragte Jax mich. Stellte gleichzeitig das kalte Wasser aus und legte mir das Handtuch fest um die Schultern. Seine Frage war wirklich gut. War berechtigt. Warum ließ ich Nait nicht diese Rolle einnehmen?

„Weil es Cobs Rolle war. Weil Naity nicht so... so... er kennt diese Seite an mir kaum. Was wenn er sich davor fürchtet? Ihm das dann doch zu irre ist? Er ist so bodenständig, so normal und keine Ahnung ich bin so upgefuckt. Wie Cob es war“, versuchte ich Jax die wirren Gedanken und Gefühle in mir zu erklären. Etwas das ich ihm nüchtern nie erzählt hätte.

„Du hast also wieder Angst jemanden zu verlieren“, übersetze er meine wirren Worte und nahm wieder etwas Abstand von mir. Deprimiert über diese, sehr offensichtliche, Tatsache begann ich mich abzutrocknen. Blieb ihm eine Antwort darauf schuldig.

„Du musst lernen das Menschen auch an deiner Seite bleiben wenn es schwer und upgefuckt wird. Eigentlich hast du den Beweis schon um dich, du musst es nur zulassen“, sprach er weiter und reichte mir meine Klamotten, damit ich mich wieder anziehen kann. Jax drehte sich erneut um.

„Ich meine was soll passieren, Jack? Wenn du ihn diese Barriere zwischen dir und deinen Dämonen sein lässt? Wenn er es nicht alleine schafft, dann holt er sich Unterstützung. So schätze ich ihn ein und Unterstützung hast du genug. Du lässt es nur nicht zu, weil du wirklich ein Feigling bist. Ich meine du kannst vor tausenden von Leuten weinen und zugeben das nicht alles cool ist. Legst dein Innerstes offen, aber vor den Menschen die dir am nächsten stehen, die wirklich ohne wenn und aber für dich da sind, da kneifst du“, tadelte er mich und konfrontierte mich erneut mit der schweren Wahrheit.

„Deswegen wollte ich auch keinen Psychologen mehr“, murrte ich zerknirscht und setzte mich auf den Boden, um meine Socken und Schuhe wieder anzuziehen, ohne unelegant umzukippen.

„Deswegen brauchtest du unbedingt einen“, korrigierte er mich und drehte sich wieder zu mir herum. Hielt mir seine Hand entgegen.

„Also ich mach dir noch einen Kaffee und dann fahren wir“