Super Masochist
Super Masochist
Die Stimmung war angespannt, keiner sagte auch nur ein Wort.
Das einzigste Geräusch war das knirschen des Mülls unter ihren Stiefel.
Da entdeckte Ari etwas und erstarrte.
Als ihr bewusst wurde was da auf dem Boden lag , rannte sie sofort los, kam aber nicht weit.
Irgendjemand hielt sie an ihren Handgelenk fest.
“Ich hatte dir gesagt du sollst bei mir bleiben. “ Knurrte er leise, das Bild vor sich genau im Blick.
Rudo lag mit dem Bauch im Müll und vor ihm ein seltsamer Typ mit Dreadlocks.
“Sorry für die Verspätung. “
Enjin ging , breit grinsend näher, Ari hatte er noch immer fest am Handgelenk.
“Sag bloß wir haben den ganzen Spaß verpasst?”
Der Typ mit den Dreadlocks kicherte .
“Ja das habt ihr, so geil verdroschen wurde ich schon lange nicht mehr. Da wird es gleich hart in meiner Hose.”
“Der hat sie doch nicht mehr alle.” Enjin's griff wurde direkt fester.
“Ari?”
Sie erstarrte als sie Rudo's angestrengte Stimme hörte.
“Ja, ich bin hier.”
“Ist der ein super Masochist?”
“Super bescheuert ist er auf jedenfall.”
Sie sah Enjin an.
“Lass mal los.”
Er sah sie überrascht an.
“Wieso sollte ich?”
“Ich will was testen.”
“Komm blondi lass die süße was testen , ich freue mich schon drauf. Im übrigen heiß ich Jabber .”
Er grinste Ari wölfisch an und fummelte sich im Schritt rum.
“Ich bring ihn um.” Knurrte Enjin.
Ari löste ihr Handgelenk aus Enjin's griff.
“Jabber? Ehrlich? Naja egal, passt zu nen gestörten. “
Sie ging auf einen undefinierbaren Müllklumpen zu.
“Wusstest du Jabber, Kerle die sich oft am Schwanz rumfummeln haben nen kurzen?”
Sie grinste ihn frech an und kurz erstarrte Jabber.
Dann breitete sich wieder ein breites grinsen auf sein Gesicht aus.
“Komm her und ich beweis dir das Gegenteil davon.”
“Sorry, ich steh zwar auf perverse Sachen , aber du bist mir zu krank.”
Ari holte mit ihren Bein aus und trat hart an den Müllklumpen.
Der Klumpen flog schnell durch die luft , direkt auf Jabber zu.
Bevor er reagieren konnte traf der Klumpen ihn hart zwischen die Beine und er sackte runter auf die Knie und schrie.
Die Männer hinter Ari atmeten scharf ein.
“Das tat bestimmt weh.”
Enjin stand kampfbereit neben Ari.
Ein Moment der stille breitete sich aus und hinter Jabber tauchte ein Gullideckel auf.
Jabber lachte schallernd auf.
“Die Frau ist der Wahnsinn. So berührt hat mich noch nie eine, Gott ich liebe sie.”
Sofort trat Enjin vor Ari die unbeeindruckt mit verschränkten Armen da stand.
“Jup Rudo, der Typ ist ein super Masochist . Ich muss dann definitiv duschen weil ich mich dreckig fühle.”
Eine kleinere Gestalt tauchte hinter Jabber auf und hielt ihn fest.
“Komm, unser Chef grinste breit, es wird zeit zu gehen.”
Jabber stand langsam auf, eine Hand hielt sein bestes Stück und er sah zu Ari.
“Ich hätte gerne mit dir gespielt, muss aber leider gehen. Wir sehen uns Püppchen. “
Er verschwand mit der unbekannten Person im Gulli.
“Püppchen? Der hat doch eins an der klatsche.”
Ari ging zu Rudo und hockte sich zu ihm.
“Wie geht es dir?”
“Das interessiert nicht, wie geht es Griss?”
Da fiel es Ari wieder ein, Griss war schwer verletzt.
“Er ist schon auf den Weg zum Hauptquartier. “
Enjin hob Rudo auf und warf ihn über seine Schulter.
“Wir fahren auch zurück, ich hab Hunger.”
Er ging langsam zurück und Ari folgte ihm zum Wagen.
Zurück im Hauptquartier ging Ari erstmal unter die Dusche.
Das warme Wasser spülte den Dreck und den widerlichen Müllgestank von ihren Körper.
Sie dachte nochmal über den Tag nach, über diesen seltsamen Jabber .
Dann schüttelte sie ihren Kopf, griff das Stück Seife und waschte sich.
Rudo verlierte während der Rückfahrt seine starre und erzählte was ihnen passiert war.
Ari spülte sich den Schaum aus ihren Haaren und fragte sich was die Vandalen von Rudo wollten.
Mit ihr können sie ja nicht gerade fiel anfangen, aber wie alle sagen ist Rudo's Jinki etwas besonderes.
Sie drehte das Wasser ab, legte sich ihr Handtuch um und trat aus der Dusche.
Sie ging zu den Stuhl, über den ihre Sachen hingen, und begann sich anzuziehen.
Das Silberne Benzinfeuerzeug lag auf der Sitzfläche des Stuhls.
Behutsam hob sie es hoch, ihr Gesicht spiegelte sich in dem kühlen Metall, und sie wischte sanft den Staub mit ihren Daumen weg.
Dann steckte sie es in ihren BH und verließ das Bad.
Riyo kam ihr mit ihren Handtuch entgegen.
“Der schönste Moment nach jedem Auftrag.”
Ari verstand warum, man fühlte sich endlich wieder sauber.
“Wie wahr. Wie geht es Griss?”
“Eishia kümmert sich um seine Wunden, könnte noch etwas dauern .”
Ari nickte .
“Und Rudo?”
“Der bläst draußen Trübsal. Er denkt er wäre schuld.”
#Natürlich dachte er das.#
Ari seufzte und machte sich auf den Weg zum Innenhof.
“Enjin wollte mit ihm reden.” rief Riyo ihr nach.
“Danke Riyo!”
Als ob das für Ari einen Unterschied machen würde, niemand kannte Rudo besser als sie.
Als sie den kleinen Innenhof betrat sah sie wie Enjin neben Rudo saß und mit ihm sprach.
Leise trat sie näher.