Süßer Moment
Süßer Moment
“Das passiert jedes mal. Immer wenn ich jemanden beschützen will mach ich es schlimmer.”
Rudo sah genervt nach oben.
Enjin lungerte neben ihm auf der Bank und zog lässig an seiner Zigarette.
Ari kam näher und ließ sich neben Rudo fallen.
“Griss wusste was er macht. Er setzt stets sein Leben für seine Kameraden aufs Spiel. Du hast damit also rein gar nichts zu tun.”
Enjin blies den Qualm in die Luft, der mit tanzenden Bewegungen nach oben stieg.
“Du musst ruhiger werden und deine ständige Wut unter Kontrolle bekommen. Das ist dein Problem. “
Ari sah zu Rudo und wuschelte ihm durch sein Haar.
“Ich weiß, aber Griss….”
“Ich bring euch zu ihm wenn ihr wollt.”
Enjin stand in einer fließenden Bewegung auf, warf den Zigarettenstummel zu Boden und trat ihn aus.
Auch Ari stand auf und hielt Rudo ihre Hand hin, Enjin beobachtete das geschehen und ein kleines schmunzeln huschte über seine Lippen.
Rudo griff Ari's Hand und stand mit gemischten Gefühlen auf.
“Na dann kommt mal.”
Enjin ging voran und die beiden folgten ihn schweigend.
Rudo's Blick war stur auf den Boden gerichtet.
Als sie vor der Tür von Griss Krankenzimmer standen drückte Enjin die Tür auf und Rudo erstarrte.
Er ließ Ari's Hand los und ging langsam in den Raum.
“Er….er…..ihn geht es gut.”
Ari folgte Rudo ins Zimmer und dicht hinter ihr Enjin.
“Ach du dachtes Griss wäre drauf gegangen? “ kicherte Enjin laut und wuschelte Rudo durch die Haare.
Ari trat näher und lächelte Griss an.
“Na wie geht es meinen Lieblings Trainingspartner?”
Enjin's lachen verstummte.
“Es war knapp, aber unsere Eishia konnte mich retten.”
Griss sah auf das schüchterne Mädchen das mit gesenktem Blick an seinem Bett stand.
“Übertreib doch nicht Griss. Ich hab nur getan was ich tun musste.”
“Eishia, du hast mir mein Leben gerettet, vielen lieben Dank. “
Rudo trat näher zum Bett.
“Dir geht es wirklich gut?”
“Ja, ich brauch noch etwas Ruhe aber dann bin ich fit.”
Rudo begann etwas über einen Talisman zu reden, da beschloss Ari die zwei alleine zu lassen.
Sie drehte sich um und ging an Tomme und Enjin vorbei.
“Wo gehst du hin?”
Enjin ging ihr hinterher auf den Flur.
“Ich hab Hunger.”
“Das trifft sich gut, komm mal mit.”
Er ging den Flur entlang und sah über seine Schulter zu Ari.
Sie seufzte leise und folgte ihn dann.
“Wohin bringst du mich du Spatzenhirn?”
“Kennst du Süßigkeiten mein Engel?”
#Schon wieder dieser Spitzname.#
“Kenn ich.”
Vor einer Tür blieb er stehen und drehte sich zu ihr um.
“Und schon mal welche gegessen? “ lächelte er neckisch.
Ari hob eine Augenbraue.
“Nein.”
“Dann ist heute dein Glückstag.”
Er öffnete die Tür und trat ein.
Ari folgte ihn und ein süßlicher Duft stieg ihr in die Nase.
In der Mitte des Raumes stand ein riesiger Tisch voller verschiedener Süßigkeiten.
“Aber vorsichtig. Man kann süchtig davon werden.”
Hauchte er ihr ins Ohr.
Sie sah ihn unbeeindruckt an.
“Und dick.” Grinste er breit.
Er ging rüber zum Tisch und zog einen Stuhl vor und wartete das Ari sich darauf setzt.
Sie atmete tief ein, ging rüber und setzte sich auf den Stuhl.
Er schob sie behutsam an den Tisch und setzte sich nah neben sie.
“Einige nutzen ihr Jinki um Lebensmittel zu produzieren. Du kannst dir sicherlich vorstellen das hier unten nichts wächst.”
“Außer Schimmelpilze bestimmt nichts anderes.”
“Genau.”
Enjin nahm ein Stück Schokolade zwischen seine Finger und führte sie zu ihren Mund.
“Mund auf.”
Ari sah ihn kritisch an, doch sie vertraute ihm und öffnete ihren Mund.
Sanft schob er ihr das Stück Schokolade in ihren Mund .
Eine ungewohnte süße breitete sich in ihren Mund aus.
Sie hob eine Augenbraue und kaute vorsichtig auf das braune süße Etwas.
Enjin beobachtete sie gespannt und schob sich selbst ein Stück in den Mund.
Ari merkte das, das, was in ihren Mund war zu schmelzen anfing.
Es war herrlich süß und hatte einen Geschmack den sie nicht kannte.
Vorsichtig schluckte sie es runter.
“Und? Was sagst du?”
Ari sah ihm in seine gelben Augen.
“Was war das?”
“Schokolade, eine seltenheit hier unten, außer man kennt die richtigen Leute.”
Er nahm ein kleinen runden rosa Ball zwischen seine Finger.
“Das nennt man Mochi. Los Mund auf.”
Ari sah das rosa Ding an.
“Was soll das sein?”
“Nicht fragen, erleben.”
Grinste er und Ari öffnete wieder den Mund.
Das rosa Ding streifte ihre Oberlippe .
Es fühlte sich seltsam an, dann glitt es komplett in ihren Mund.
“Es schmeckt süß nach Pfirsich. “
Enjin beobachtete ihre Reaktion.
Vorsichtig biss sie auf den Mochi und war überrascht wie weich es war.
Sie hätte erwartet das es hart war.
Und dann breitete sich der süße Pfirsich Geschmack in ihren Mund aus.
Sie zerkaute es und schluckte es runter.
“Und?”
“Ja nicht schlecht.”
Ari leckte sich leicht über die Lippen was ihm nicht entging.
“Was fandest du besser? Die Schokolade oder der Mochi?”
Ari lächelte ihn an.
“Hm, die Schokolade.”
Sein Lächeln wurde breiter.
“Das ist mein Mädchen.”