Der Unbekannte
Der Unbekannte
Der Unbekannte drehte seinen Kopf zu Ari, das einzige was sie erkannte waren seine Zähne, die er bei seinem breiten Grinsen zeigte, und seine grünen Augen.
“Das ist erstmal unwichtig. Dein Wachhund wird bestimmt gleich auftauchen. “
“Mein Wachhund?”
“Der Große blonde mit den Tattoos und Regenschirm.”
Ari sah den fremden neben sich nochmal an und überlegte ob das der Kerl aus der Bar war , der , der Ari damals beobachtete als sie mit Enjin dort war.
Doch dieser Kerl vor ihr war schmächtiger als der aus der Bar.
“Was willst du von mir?”
“Dich kennenlernen Arielle. “
Der Fremde stand langsam auf und vergrub seine Hände in den Taschen seines Hoodies.
“Kennenlernen? “
“Ja, ich will dich kennenlernen, aber leider müssen wir unser Gespräch auf ein nächstes Mal verlegen. Ich höre den Hund knurren. “
Er grinste breit und ging die Straße entlang und da hörte Ari es auch.
“ANGEL?” Schrie Enjin durch die Nacht.
Ari sah kurz in die Richtung wo seine rufe her kamen, dann stand sie auf und sah den Unbekannten nach.
“Warte! Wer bist du?”
Sie hörte näher kommende Schritte.
Der Fremde drehte sich um und zog seine Kapuze runter.
Schlagartig blieb Ari stehen und starrte ihn an.
“Ich weiß zum Beispiel das deine Haarfarbe echt ist.” Grinste er und seine kurzen, hoch gegelten schwarz-weißen Haare glänzten im sanften Neonlicht einer Reklame.
Er zog seine Kapuze wieder über und drehte sich um.
“Bis bald Arielle.”
Er verschwand hinter einer Hausecke und Ari stand wie angewurzelt da.
#Wer war das? Warum kennt er meinen Namen? Warum sieht er mir ähnlich.#
Sie zuckte heftig zusammen als etwas sanft ihre Schulter berührte.
“Sorry Angel, ich wollte dich nicht erschrecken.” Sagte Enjin sanft und sofort ging Ari zwei Schritte weg von ihn.
Sie war total verwirrt.
“Was ist passiert? “
Enjin kam näher doch blieb stehen als er sah wie Ari einen weiteren Schritt zurück ging.
“Komm ich bring dich zurück. “
Er hielt ihr seine Hand hin doch sie ging , ohne ihn auch nur anzusehen, an ihn vorbei.
Griss kam ihr schon entgegen.
“Verdammt Ari, du hast uns einen Schrecken eingejagd. Aber war ganz gut das du unterwegs warst.”
Ari sah über ihre Schulter zu Enjin der noch immer dort mit gesenktem Kopf stand.
Dann sah sie Griss wieder an.
“Warum?”
“Erklär ich dir später, wir sollten zurück zum Hauptquartier fahren.”
Ari nickte und bevor sie einen Schritt machte ging Enjin schnell an ihr vorbei.
Er öffnete die Fahrertür, stieg ein und schlug die Tür laut wieder zu.
“Ihr solltet miteinander reden.”
Griss ging neben Ari her .
“Es gibt nichts zu reden.”
“Ihr seid so stur.”
Ari stieg hinten ins Auto ein und Griss auf der Beifahrerseite.
Kaum saßen beide drinnen startete Enjin den Motor und gab Gas das die Reifen quietschen.
“Fuck Enjin, willst du uns umbringen? “
Doch Enjin ignorierte Griss und starrte aus der Frontscheibe, nur ab und zu sah er in den Rückspiegel zu Ari.
Am liebsten hätte er sie gefragt wer dieser Typ bei ihr war, doch er wusste das er nicht das Recht dazu hatte.
Also schwieg er und fuhr weiter.
Als sie in der Garage des Hauptquartiers ankamen stieg er direkt aus, warf Griss die Schlüssel zu und verschwand.
“So hab ich ihn noch nie erlebt.”
Griss seufzte und schloss das Auto zu.
Er und Ari folgten Enjin , doch er war schon lange nicht mehr zu sehen.
“Ari, ich weiß , es tat weh ihn mit dieser Frau zu sehen, aber ihr müsst miteinander auskommen.”
Begann er langsam, doch Ari ignorierte ihn.
Oben angekommen wollte sie direkt in ihr Zimmer, zuckte aber zusammen als es laut im Flur knallte.
Es war Enjin der seine Zimmertür zu knallte.
Griss seufzte neben Ari.
“Ich werde mit ihm reden. Erhol dich erstmal Ari und schlaf dich mal richtig aus.”
Ari nickte und öffnete ihre Tür, aber an schlaf konnte sie nicht denken.
“Gute Nacht.”
Sagte sie leise und verschwand in ihren Zimmer.
Das leise klicken der Tür hallte durch den kleinen Raum.
Die stille war ohrenbetäubend.
Ari lehnte an der Tür und rutschte runter zum Boden.
Und dann, das erste mal seit ewigkeiten ließ sie ihren Gefühlen und Tränen freien lauf.
Leise schluchzen saß sie auf den kühlen Vinylboden , ihre Beine an ihren Oberkörper gezogen , ihre Stirn auf den Knien und ihre Tränen die von ihren Wangen tropften , liefen ihren nackten Oberschenkel hinunter.
Und dann schwirrten ihre Gedanken wieder zu den Fremden.
Und sie überlegte wie sie ihn finden konnte ohne das Enjin dabei wäre.
Sie stand langsam auf, zog sich aus und legte das Zippo wie einen besonderen Schatz sanft auf den Nachtschrank.
Sie kletterte in das kleine Bett mit Metallgestell und überlegte morgen wieder alleine raus zu gehen.
Vielleicht findet der Fremde sie ja wieder.