Grausame Einsicht
Grausame Einsicht
Das knallen der Tür ließ den Raum erzittern und staub wurde aufgewirbelt.
Genervt warf er seine Jacke aufs Bett und trat seine Schuhe ab.
Er ließ sie liegen, was für ihn ungewöhnlich war.
Alles hatte seinen Platz .
Nur seinen Regenschirm stellte er ordentlich auf seinem Platz zwischen Bett und Nachtschrank.
Er ging in den kleinen Raum auf und ab und dachte über die Geschehnisse des Tages nach.
Die Blondine kam ihn in den Sinn und seine Hände ballten sich zu Fäusten.
#Hat sie es gesehen? #
Er hasste sich dafür das er mit der Tussy gevögelt hatte, aber er erhoffte sich davon das die Gefühle in ihn verschwanden.
Aber als er sie sah, wie sie seinen Blick ausgewichen ist.
Es zeriss ihn.
“Scheisse.” Zischte er.
Ein leises klopfen ließen ihn erstarren und sein Herz raste.
#Ari?#
Er ging zur Tür und riss sie auf .
Er erstarrte als Griss vor ihm stand.
“Was?”
“Kann ich rein kommen? “
Enjin überlegte kurz , stieß die Tür auf und trat beiseite.
Griss ging in den kleinen Raum und drehte sich dann zu Enjin um.
Er sah ihn an.
“Was?” Knurrte Enjin wieder und verschränkte seine Arme vor der Brust.
“Lief was mit der blonden Tussy?”
Enjin erstarrte kurz, ließ sich aber nichts anmerken.
“Was geht dich das an?”
“Nichts. Du flirtest mit jeder Frau, das kennen wir, aber auf einen Fest? In ner schäbigen Gasse? Dein Ernst?”
“Biste neidisch oder was?”
Griss schüttelte den Kopf.
“Ne, ganz und gar nicht. “
“Was ist dann dein Problem? “
“Du kannst von mir aus machen was du willst, es ist dein Problem was du dir für Krankheiten zulegst, aber hast du mal darüber nachgedacht das deine Handlungen jemanden verletzen können? “
Enjin's Kiefer spannte sich an.
“Wem denn bitte?”
Griss schüttelte fassungslos mit dem Kopf.
“Also war sie auch nichts weiter als ein Spielzeug für dich?”
“Von wem redest du da?”
Griss sah Enjin in die Augen, er wollte seine Reaktion genau sehen.
“Ari.”
Enjin blieb die Luft weg, seine Pupillen wurden leicht größer.
Dann atmete er langsam durch die Nase aus.
“Ari? Warum sollte sie das verletzen?’
“Enjin, du warst der einzige mit dem sie hier kontakt hatte. Und ich hab es in ihren Augen gesehen. “
“Was willst du gesehen haben? “
“Sie hat dich gesehen mit dieser Tussy. Als sie mir deine Jacke gegeben hatte sah ich ihr in die Augen und sah den schmerz darin und jetzt? Sie nimmt Abstand von dir, guckt dich nicht mal mehr an.”
Enjin stand ruhig da, aber innerlich zeriss es ihn.
“Dann ist das so, es ist besser so .”
Er wandte sich ab und ging zu seinem Spind.
Doch Griss sah es, der schmerz der kurz in Enjin's Augen auftauchte bevor er sich weg gedreht hat.
“Ich weiß nicht was dir im Leben passiert ist Enjin, du redest nicht darüber und alle akzeptieren es, aber du hast wahrscheinlich das Beste verloren was dir im Leben passiert ist.”
Griss verließ das Zimmer und ließ Enjin alleine, der noch immer am Spind stand und sich daran fest hielt.
Er atmete langsam und starrte das graue Metall vor sich an.
Er holte aus und schlug mit der Faust auf die Metalltür des Spinds.
Sie ächzte und verbiegte sich , er legte seine Stirn auf das kühle, verbogene Metall.
Seine Augen geschlossen atmete er konzentriert ein und aus , sein Herz schmerzte in seiner Brust.
Er hatte sie verletzt.
Der erste Mensch der durch all seine Fassetten gesehen hatte.
Ihr lächen kleine Stücke aus seiner Mauer gebrochen hatte.
Sie wurde so oft verletzt und er?
Er setzte noch einen drauf.
Zitternd stieß er einen Atemzug aus und hob seinen Kopf.
Sein Blick auf sein verschwommenes Spiegelbild auf der Spindtür gerichtet.
#Sie hat was besseres verdient.#
Probierte er sich immer wieder einzureden, aber die Vorstellung das ein anderer sie bekommen könnte….
Es zeriss ihn.
Mit seiner Hand rieb er über sein Gesicht und seine Bartstoppel kratzten.
Er löste sich von dem Spind und öffnete seine Hose, die er zu Boden gleiten ließ.
Er trat sie beiseite , ging zu seinem Bett und legte sich hin.
Sein blick auf die Zimmerdecke gerichtet .
Nach einigen Minuten schloss er seine Augen und probierte zu schlafen, doch kaum hatte er sie geschlossen tauchte Ari vor ihn auf.
Als sie vorsichtig seinen Kopf auf ihren Schoß legte, durch sein Haar strich als er so getan hatte als sei er bewusstlos.
Ihr Blick war voller sorge aber wirkten auch traurig und trüb, als hätten sie ihr glänzen verloren.
Er krallte in seine Laken und drückte die Augen fest zusammen.
Krampfhaft probierte er an etwas anderen zu denken, doch es war hoffnungslos.