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Spaziergang

Himmel Und Hölle — www.fanfiktion.de · All chapters

Spaziergang

Die letzte Nacht war ein einziger Albtraum.

So sah Ari auch am nächsten Morgen aus.

Sie hatte leichte Augenringe, jeder Muskel tat ihr weh.

Langsam glitt sie aus dem Bett, rieb sich durch Gesicht und zog sich langsam an.

Ihre Haare standen wild vom Kopf vom ständigen hin und her wälzen im Bett.

Genervt atmete sie aus und ging rüber zu ihren Spind.

Mit zitternden Fingern gab sie die Kombination des Zahlenschlosses ein und mit einen Klick sprang es auf.

Sie öffnete die Tür, holte ihre Bürste raus und bändigte ihre kurzen schwarz-weißen Haare, was unmöglich schien.

“Leck mich doch.”

Sie warf die Haarbürste zurück in das Fach und knallte die Tür zu.

Achtlos hing sie das Schloss zurück und ging zu ihren Nachtschrank.

Das silberne Zippo lag wie immer darauf.

Sie nahm das kühle Metall zwischen ihre Finger und strich sanft über die glatte glänzende Oberfläche bevor sie es in ihren BH steckte.

Den langen weißen Mantel zog sie drüber und verließ ihr Zimmer.

Ari ging mit gesenktem Kopf Richtung Kantine als eine aufgedreht Riyo ihr nach lief.

“AAARRRRIIII!”

Schrie das junge Mädchen durch den Flur.

Einige Mitglieder sahen zu ihr rüber als Riyo Ari förmlich in die Arme sprang.

“Morgen. “ Murmelte Ari nur und ging weiter.

“Ich weiß wie wir deine schlechte Laune vertreiben können. “ trällerte sie.

Ari drückte die Tür der Kantine auf, die gut besucht war, und seufzte leise.

“Mich erschießen?”

Ari ging direkt zur Kaffeemaschine.

Riyo blieb kurz geschockt stehen, dann breitete sich ein breites grinsen auf ihren Lippen aus.

“Nein, wir machen ein Mädelstag.”

Ari kippte sich heißen Kaffee in eine Tasse und drehte sich zu ihr um, doch ihr Blick fiel direkt auf Enjin der neben Rudo saß.

Sofort sah sie wieder weg.

“Was fürn scheiss?”

Sie ging zu einen kleinen runden Tisch mit drei Stühlen und setzte sich so das sie ihn nicht ansehen müsste.

“Kein scheiss. Ein Mädelstag , mit shoppen, essen und feiern gehen.”

Riyo setzte sich Ari gegenüber und lächelte sie sanft an.

Ari fand es schon niedlich von ihr das sie ihr helfen wollte doch am liebsten wollte Ari einfach alleine sein.

“Vielleicht ein anderes mal Riyo. Ich möchte lieber alleine spazieren gehen.”

Riyo sah Ari in die Augen und überlegte kurz, dann lächelte das Mädchen wieder und nickte.

“Ok, aber ein anderes Mal, versprochen? “

“Versprochen. “

Ari trank ihren Kaffee leer , verließ die Kantine und ging zu Corvus Büro.

Sie klopfte leise an und nach einen Moment erklang seine Stimme.

“Ja.”

Ari betrat sein Büro und blieb an der großen Tür stehen.

“Oh, Hallo Ari. Was kann ich für dich tun?”

Er saß an einen großen Schreibtisch aus dunklen Holz und sah von ein paar Akten auf.

“Ich wollte nur fragen ob es inordnung wäre wenn ich etwas spazieren gehe.”

“Enjin begleitet dich ja bestimmt? “

“Nein! Ich geh alleine.”

Corvus sah Ari überrascht an.

“Oh, ok. Aber entfern dich bitte nicht zu weit vom Hauptquartier. “

“Ok.”

Ari drehte sich wieder zu Tür und ging.

Corvus sah ihr noch nach , dann seufzte er und widmete sich wieder den Akten zu.

Gerade als Ari das Hauptquartier verlassen wollte, kreuzte Griss ihren Weg.

“Hey Ari. Wohin willst du?”

“Hey Griss. Den Kopf frei bekommen. “

Er sah die Augenringe unter ihren Augen und nickte verständnisvoll.

“Schlecht geschlafen? “

“So gut wie gar nicht geschlafen passt eher.”

“Verstehe. Willst du wirklich alleine gehen?”

Im hinteren Teil des Flures ging eine Tür auf und Enjin kam raus.

Sein Blick fiel direkt auf die beiden und ging langsam auf sie zu.

“Ja. Bis später. “

Ari riss die Tür auf und verschwand nach draußen.

Enjin konnte ihr nur noch nachsehen.

“Wohin geht sie?”

“Spazieren. “

Er sah Griss böse an.

“Sie verlässt alleine das Hauptquartier?”

“Sie braucht zeit für sich Enjin.”

“Ja mag sein, aber es ist zu gefährlich. “

“Ari kommt zurecht, mach dir keine Sorgen. “

Enjin wollte ihr folgen, doch Griss stellte sich vor die Tür.

“Dazu hast du kein Recht, Enjin.”

Enjin sah Griss wütend an.

Dann packte er ihn am Kragen und zerrte ihn zu sich.

“Wenn irgendwas passiert wirst du es büßen.”

Griss grinste ihn nur an, jetzt war er sich sicher das Enjin ein Geheimnis hatte.

Enjin ließ ihn los , sah ihn noch einmal in die Augen und ging wütend Richtung Trainingsraum.

“Sehr interessant. “ grinste Griss und sah ihm nach bevor er in die andere Richtung ging.