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Spaziergang mit Entführung

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Spaziergang mit Entführung

Es war kühl als sie die Tür auf stieß.

Ari zog ihren Kragen hoch und verließ das Hauptquartier,  ihre Hände tief in ihren Manteltaschen vergraben.

Mit gesenktem Blick ging sie die Straßen entlang , einige Leute kreuzten ihren Weg, doch keinen sah sie an.

Immer wieder kreisten ihre Gedanken zu Enjin und der Blondine von Gestern.

Auch wenn sie wusste das sie kein Recht hatte eifersüchtig zu sein, sie kannte ihn doch gerade erst ein paar Tage und dennoch zeriss es sie.

Ihr Blick glitt nach oben.

Hier unten war alles anders als dort Oben.

Dort oben interessierte sich niemand für Ari, sie behandelten sie wie Dreck.

Jedem war es egal wie es ihr ging, außer Regto und Rudo.

Niemand hätte ihr angeboten den Tag mit ihr zu verbringen damit es ihr besser ging.

Und oben hatte sie noch nie für jemanden so empfunden wie hier unten.

Sie seufzte leise und ihr Blick glitt wieder nach unten.

“Hätte nicht erwartet dich ohne deinen Wachhund anzutreffen. “

Ari erstarrte direkt und drehte sich um.

Und da war er wieder, der Fremde von letzter Nacht.

Seine Kapuze tief ins Gesicht gezogen.

“Du!” Sagte sie leise.

“Ja, ich mal wieder.”

Fabius grinste und ging näher zu ihr.

“Wohin willst du?”

Er sah sich in der Gegend um.

“Nirgendwo hin, einfach nur spazieren,  den Kopf frei bekommen. “

Er nickte nachdenklich.

“Komm mit.”

Er ging an ihr vorbei ohne darauf zu achten ob sie ihn folgen würde, er wusste sie würde es tun.

Ari sah ihm kurz nach, dann zu dem Weg zurück zum Hauptquartier.

Sie atmete tief ein.

“Scheiss drauf.”

Sie folgte den Fremden durch die Straßen.

Fabius durchbrach nach einiger zeit des Schweigens die stille.

“Was ist los mit dir?”

Sie sah zu ihm hoch.

“Nichts.”

“Das glaub ich nicht. Hat das was mit dem Wachhund zu tun?”

“Warum sollte es mit dem was zu tun haben?”

Ari wollte es den Fremden nicht sagen,  jedenfalls noch nicht.

“Weil ihr sonst immer zusammen wart.”

“Woher willst du das wissen?”

“In der Bar, im Restaurant? “

“Das war an einen Abend. Stalkst du mich oder so?”

“Hm.”

Fabius grinste breit und blieb vor einer Tür stehen und klopfte laut.

Ari sah ihn fragend an.

“Wo sind wir hier?”

“Bei einen Kumpel. So bekommt es keiner mit und der Wachhund kann nicht einfach auftauchen.”

Die Tür ging auf und ein riesen Kerl mit Glatze stand im Türrahmen,  den er komplett ausfüllte.

Sein Blick hing auf Ari.

“Was wollt ihr hier?” Knurrte der Glatzkopf .

“Nett.” Murmelte Ari.

Der Fremde nahm seine Kapuze runter und der Glatzkopf ging, ohne ein weiteres Wort zu sagen , zur Seite.

“Komm Ariel.”

“Nenn mich nicht so!”

Der Fremde ging in den dunklen Flur und Ari folgte ihm.

Sie war überrascht wie sauber es war.

Glänzend weiße Fließen waren auf den Boden, die Wände makellos weiß.

Kein Staub oder Dreck war zu sehen.

Er ging den Flur lässig entlang und sah sie grinsend an.

“Das ist aber dein Name. “

“Ari ist mein Name.”

“Nope, Arielle. “ grinste er und klopfte an eine Tür aus hellen Holz.

“Wohin bringst du mich?”

Ari war misstrauisch und hielt Abstand zu den Fremden.

“Ein Kumpel wohnt hier. Da können wir uns inruhe Unterhalten.”

Er klopfte nochmal, dieses mal lauter.

“Er schläft nur gerne zu lang. “ seufzte Fabius.

Die Tür ging auf und ein großer schlanker Kerl machte verschlafen die Tür auf.

“Was?” Knurrte er.

Er war definitiv gerade aus den Bett gekrochen.

Sein rotes Haar stand wirr von seinem Kopf und er trug nur eine Boxershorts.

Ari's blick glit über den trainierten, tätowierten Körper des rothaarigen.

“Was soll der Scheiss?”

Sie drehte sich um weil sie gehen wollte, irgendetwas stimmt hier doch nicht.

Fabius griff schnell ihr Handgelenk und hielt sie fest.

Sie war überrascht wie kräftig der schmächtige Typ im Hoodie war.

“Ich will nur mit dir reden Arielle und hier haben wir unsere ruhe.”

Er drehte sich zu den rothaarigen um.

“Zion,  koch mal nen Kaffee.”

Der verschlafene Typ in der Tür sah Ari an, dann zuckte er mit den Schultern und verschwand ins innere der Wohnung, die Tür ließ er auf.

“Warum sollte ich dir vertrauen?” Fragte Ari und sah den fremden an.

Sie war immernoch überrascht das er und sie sich so ähnlich sahen.

“Weil ich dein Halbbruder bin.”

Mit diesen Worten zog er sie in die Wohnung und verschloss die Tür.

“Zieh die Schuhe aus, Zion hat nen reinlichkeitsfimmel.” Grinste Fabius und schloss die Tür ab.

Ari zog vorsichtig ihre Bikerboots aus, die ganze Sache war ihr nicht geheuer.

“Wie du bist mein Halbbruder?”

Fabius zog den Schlüssel ab und steckte ihn ein.

Mit einem grinsen trat er seine Schuhe in eine Ecke und ging tiefer in die Wohnung.

Ari sah ihn nach.

Sie zögerte und sah zu der Tür.

“Dann mal los.”

Langsam folgte sie ihren Halbbruder ins Ungewisse.