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Kaffee und Geheimnisse

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Kaffee und Geheimnisse

Leise seufzend drückte sie die Tür des Hauptquartiers auf und ging raus auf die Straße.

Dieses Mal wusste niemand davon das sie ging.

Ari ging die Straße entlang,  der Kies knirschte unter ihren Stiefeln.

Die anderen waren zu irgendwelchen Aufträgen unterwegs, nur sie durfte nicht mit.

Corvus meinte sie solle im Hauptquartier bleiben,  sich ausruhen und den Kopf frei bekommen.

“Den Kopf frei bekommen. “ knurrte sie leise und kickte einen Kiesel weg.

Sie fragte sich ob es jeder im Hauptquartier weiß.

Ari wollte kein Mitleid,  wusste nicht einmal was das ist, sie wusste nur das ausruhen und den Kopf frei bekommen nicht funktioniert.

Sie musste etwas machen, eine Beschäftigung haben um nicht daran zu denken.

Aufeinmal blieb sie stehen und sah sich um.

“Shit, bin ich hier überhaupt richtig? “

Sie sah sich die Gebäude an, konnte sich aber nur an die Gasse und den Glatzkopf erinnern.

“Na , verlaufen kleine Meerjungfrau? “

Ari drehte sich überrascht um .

Zion stand da und lächelte sie an, er hatte 2 weiße Plastiktüten in seinen Händen.

“Scheint so, ich hab gestern gar nicht auf den Weg geachtet.”

“Komm , ich nehme dich mit.”

Ari ging zusammen mit Zion in seiner Wohnung.

“Du hast ganz schön viel Freizeit für ein Mitglied des Putztrupps. “

“Naja, der Chef will das ich mich ausruhe.”

Sie waren in der Wohnung  angekommen und  Zion stellte die Tüten auf einen Küchenschrank und begann die Lebensmittel zu verstauen.

“Ausruhen? Bist du krank oder sowas?”

“Hast du etwa angst vor Keimen?”

Grinsend ließ sie sich auf das Sofa fallen.

“Ne, aber ich find es nur seltsam. “

Ari zog eine Zigarette aus ihren Mantel und dann das Zippo aus ihren BH.

Sie zündete sie an und atmete den Rauch tief ein.

Als sie sprach entwich der Rauch wieder.

“Ich war eben dumm und muss jetzt mit den schmerz leben.”

Zion sah sie nachdenklich an und nahm einen Aschenbecher aus den Schrank.

Er verstand was los ist.

“Viele von uns hier unten hatten eine üble Vergangenheit. Einige sind offen und reden darüber,  andere töten sie ab und lassen niemanden an sich ran.”

Er stellte den Aschenbecher auf den kleinen Tisch vor ihr.

“Ich hab auch ne scheiss Vergangenheit. “

“Und? Redest du darüber offen, also über alles was dir widerfahren und was du erlebt hast?”

Darüber musste sie nicht nachdenken,  sie kannte die Antwort und schwieg.

“Siehst du. Und einige machen etwas unüberlegtes ohne darüber nachzudenken einen anderen zu verletzen. Sag mir was passiert ist.”

Zion setzte sich neben ihr, ein Stück Platz dazwischen.

Ari strich die Asche im Aschenbecher ab und beobachtete den Rauch wie er tanzend durch den Raum glitt.

“Sorry Zion, aber so gut kenne ich dich nicht.”

“Das versteh ich, aber wenn du reden willst sind Fabi und ich für dich da. Vertrau mir , reden hilft.”

Er stand wieder auf und ging zurück in die Küche um den Rest weg zu räumen.

Es klopfte laut an der Tür und Ari zuckte erschrocken zusammen.

“Könntest du auf machen bitte?”

Zion räumte Seelenruhig die Einkäufe weg.

Ari stand auf und ging zur Tür.

Irgendwie war sie nervös.

Ist es Fabius oder doch wer anderes?

Langsam drückte sie die klinke runter und öffnete die Tür einen spalt.

“Guten Morgen Arielle. “

Ihr Herzschlag beruhigte sich als Fabius grünen Augen sie freundlich ansahen.

“Du bist es.” Sagte sie erleichtert und ging zur Seite.

“Wer sonst? Dein Wachhund? Der ist noch unterwegs. “

Er grinste sie breit an und betrat die Wohnung.

Seine Schuhe striff er achtlos ab und ging in den Wohnbereich.

“Woher weißt du das?”

Ari folgte ihn und starrte auf seinen Rücken.

“Ich weiß vieles.”

Fabius begrüßt Zion und ließ sich aufs Sofa fallen.

“Ich nehme nen Kaffee.”

Murmelte er und holte sein Handy raus.

Er tatschte darauf rum.

“Du kannst nicht einfach sagen das du vieles weißt und dann nicht weiter reden. Wer seid ihr?”

Sie setzte sich neben ihn und starrte ihn an.

“Das ist nicht wichtig.”

“Doch, wenn du willst das ich dir vertraue, euch vertraue, sagst du es endlich.”

Fabius sah sie einen Moment an , dann legte er sein Handy auf den Tisch.

“Arielle wenn ich dir das erzählen soll musst du mir versprechen es niemandem beim Putztrupp zu erzählen und gleich gar nicht deinen Wachhund. “

Ari sah ihn genervt an und lehnte sich zurück.

“Er ist nicht mein Wachhund.”

Fabius sah sie einen Moment an.

“Ok, wir machen einen Deal. Ich sag dir wer wir sind dafür erzählst du mir was mit dir und dem Wachhund passiert ist.”

Sie sah ihn einen Moment nachdenklich an.

Zion kam mit zwei Tassen Kaffee und stellte sie den beiden auf den Tisch.

Er sah neugierig zu Ari.

Ari seufzte.

“Ok und er heißt Enjin.”

“Wir wissen wie er heißt. Wir wissen auch was der drauf hat, was die Sache mit uns hier gefährlich macht.”

Sagte Zion und holte seine Tasse aus der Küche.

“Was meinst du damit? “

“Arielle,  wenn Enjin erfährt mit wem du hier Seelenruhig Kaffee trinkst, würde er ausrasten.”

Fabius nahm seine Tasse und trank einen schluck Kaffee.