Karterstimmung
Karterstimmung
Das tägliche treiben schallte über den Flur und Ari zuckte erschrocken zusammen.
Ihr Kopf hämmerte und ihr Mund war trocken.
Langsam hob sie ihren Kopf und suchte unter ihren Kissen nach ihrem Handy.
Alles tat ihr weh und übel war ihr auch .
“Ich trinke nie, nie wieder.”
Ihre Finger berührten das Telefon und sie zog es vor.
Sie entsperrte es und kniff ihre Augen zusammen als das Display in ihrer Hand aufleuchtete.
“Viel zu hell.”
Ari öffnete ihre Augen einen spalt und schielte auf die Uhrzeit.
10:53 Uhr.
“Geht ja noch.”
Langsam drehte sie sich auf den Rücken und legte ihr Handy auf ihren Bauch, dann glitt ihr blick an sich runter und stellte fest das sie in ihren Klamotten geschlafen hatte.
“Na geil.” Zischte sie und setzte sich auf.
Ein Fehler, denn ihr Kopf pochte heftig vor schmerz.
Langsam zog sie ihr Top über ihren Kopf und dann zog sie ihren Rock aus.
Leise seufzend zog sie sich ihre Decke über den Kopf und schloss ihre Augen um weiter zu schlafen.
Ihre Gedanken glitten zur letzten Nacht zum Fest.
Wie sie sich mit Tamsy unterhielt und mit Griss getanzt hatte.
Sie riss ihre Augen auf als erinnerungsfetzen von Enjin hoch kamen.
Wie sie sich an ihn rieb.
Die Küsse.
Seine Lippen auf ihrer Haut.
“Oh Fuck, fuck ,fuck ,fuck.”
Ari riss sich die Decke vom Kopf und sah zu ihren Dekolleté.
Leicht konnte man die Knutschflecke auf der tätowierten Haut erkennen, das erste Mal das Ari froh darüber war so tätowiert zu sein.
Irgendwie war ihr das peinlich das sie letzte Nacht die Kontrolle verloren hatte und fragte sich wie Enjin reagieren wird wenn die zwei heute aufeinander treffen werden.
Sie kuschelte sich in ihr Kissen und dachte nochmal an sich un Enjin.
Immer mehr Erinnerungen kamen hoch und ihre Wangen färbten sich leicht rot.
“Bullshit.”
Es gab nichts wofür man sich schämen müsste.
Sie waren schließlich erwachsen.
Ein leises klopfen riss sie aus ihren Gedanken.
Sie drehte sich zur Tür und glitt aus dem Bett.
Jeder Schritt schmerzte.
“Ich brauch definitiv Schmerztabletten.” Murmelte sie und öffnete die Tür.
“Ja?”
“Guten Morgen Ari….” trällerte Riyo, dann sah sie Ari geschockt an.
“Ich weiß das ich scheisse aussehe.”
“Dein Hals.”
Riyo zeigte mit ihren Finger auf Ari.
“Was ist mit dem?”
Ari drehte sich um und ging zu ihren Spind Riyo folgte ihr und schloss die Tür.
Nach zwei Versuchen hatte Ari endlich das Zahlenschloss offen und riss die Tür auf um sich in den kleinen Spiegel an der Tür zu betrachten.
Ihr blick glitt von ihren wirren Haaren zum verlaufenen Kayal zu ihren rot geschwollenen Lippen.
Dann weiter runter und ihr Atem stockte.
Ihr Hals war mit Knutschflecken übersäht.
“Verdammt.” Zischte sie.
Ihre Finger glitten über die rot-lila Flecke.
“Von wem sind die? “
Riyo saß grinsend auf Aris Bett.
“Lange Geschichte. Was willst du eigentlich hier?”
Riyos grinsen fror ein und sie sah nach unten.
#Interessant , anscheinend hab ich nicht alleine Dummheiten gemacht. #
Riyo spielte nervös an ihren Fingern.
“Letzte Nacht….” Begann das rothaarige Mädchen.
“Rudo und ich….”
Ari hob eine Augenbraue, was ihren Kopf wieder mehr hämmern ließ.
“Was war mit dir und Rudo?”
Sie zog sich einen Hoodie und eine schwarze Dreiviertel Hose aus Stoff raus und zog es über.
“Ich….ich….hab ihn geküsst.”
“Und wo ist da jetzt das Problem? War doch nur nen Kuss.”
“Er geht mir aus dem Weg.”
#Jup, das klingt nach Rudo#
Ari seufzte leise und wischte sich den verschmierten Kayal unter ihren Augen weg.
Dann schloss sie ihren Spind wieder und ging rüber zum Bett.
“Ich brauch dringend ne Schmerztablette, dann können wir in aller Ruhe darüber reden.”
Riyo sah sie an und nickte.
“In der Kantine gibt es Kopfschmerztabletten, falls das ausreicht.”
“Muss.”
Ari zog ihre Stiefel an und zog ihre Kapuze über den Kopf.
Riyo wartete an der Tür bereits auf sie.
“Was sind das denn für Flecke? Und woher hast du sie?”
Sie gingen auf den Flur und Ari wurde klar das, das heute ein sehr langer Weg werden würde.
“Bin die Treppe runtergefallen.”
Log sie doch Riyo glaubte ihr kein Wort.
Sie sah Ari misstrauisch an.
“Erkläre ich dir später. Erst Tablette und Kaffee damit das beschissene hämmern in meinen Kopf aufhört.
In der Kantine angekommen zog sie ihre Kapuze tiefer ins Gesicht und probierte den Hoodie so zu richten das man die Knutschflecke nicht sehen kann.
Sie ging zu der Anrichte und kramte in den Schrank über sie.
“Makeup hilft.”
“Seh ich so aus als würde ich sowas besitzen?”
Die Dose mit den Tabletten standen im oberen Fach und Ari probierte mit aller Kraft ran zu kommen, doch sie war zu klein.
Sie spürte wie jemand hinter sie trat und sah eine tätowierte Hand die Dose greifen.
Sofort färbten sich ihre Wangen rosa.