Shoppen mit dem Spatzenhirn
Shoppen mit dem Spatzenhirn
Semiu sah Enjin überrascht an.
“Wäre es nicht besser wenn auch Ari sieht was wir hier machen?”
“Das wird sie noch früh genug sehen, aber erst brauch sie etwas zum anziehen und dann nehm ich sie bei einen Auftrag mit.”
“Ok.” Grinste Semiu und sah Rudo an.
“Dann komm mal mit Rudo.”
Die beiden gingen den langen Flur entlang und ließen Ari bei Enjin zurück.
“Na ganz toll.” Murmelte sie.
“Ich freue mich auch. Komm Angel, wir gehen Shoppen. Obwohl ….meine Jacke steht dir besser als mir.” Grinste er und ging den Flur entlang.
Ari seufzte und folgte ihn dann.
Als sie wieder beim Auto waren sah Ari zurück zum Eingang des Hauptquartier.
“Keine angst Rudo wird nichts passieren. “
Ari war über Enjin's sanften Tonfall überrascht.
Er öffnete ihr die Tür und sie stieg ein.
Als er sich neben ihr auf den Fahrersitz nieder ließ sah sie zu ihn rüber.
“Was macht ihr eigentlich? “
“Hm, wie erkläre ich es am besten?”
Enjin startete den Motor und verließ die Garage.
“Als du vom Himmel gefallen bist …. Gut eher gesprungen bist, haben dich doch Kreaturen aus Müll verfolgt, wir nennen diese Kreaturen Irrgetümer und vernichten sie.”
“Irrgetümer? Und wieso entstehen sie?”
“Jeder besitzt eine Seele, ob Mensch, Tier oder Gegenstand.”
“Bezweifel ich.” Sagte Ari .
Enjin beobachtete sie im Augenwinkel.
“Du hast doch auch eine Seele, Angel. Und auch Gegenstände besitzen eine. Zanka und sein Stock oder ich und mein Schirm ist der Beweis.”
Ihr blick glitt zu ihn rüber.
“Wieso tragt ihr solche unnützen Dinge mit euch rum?”
“Sie sind nicht unnütz, sie sind unser Jinki. Wir besitzen diese Sachen schon lange , kümmern und pflegen sie.”
“Eine Beziehung mit Gegenstände?”
Ari hob fragend eine Augenbraue.
“Ja, so könnte man es auch nennen. “
“Und warum?”
“Warum? Auch wenn sie nichts besonderes sind, sind sie uns enorm wichtig.”
Ihr Blick glitt nachdenklich auf den Schirm auf der Rückbank.
Enjin hielt vor einen Laden an und sah zu ihr rüber.
“Besitzt du nichts was dir wichtig ist?”
Sie sah ihn an.
“Nein.”
“Nicht mal etwas was dir von jemand wichtigen geschenkt wurde?”
“Jemand wichtigen? Sowas gibt es in meinem Leben nicht.”
“Und was ist mit Rudo?”
“Rudo ist mir wichtig, aber als Mensch. Alles andere sind Dinge.”
“Hat er dir mal etwas geschenkt?”
“Öfters. Sachen die er aus Müll gebastelt hat.”
“Und die waren dir nicht wichtig?”
Ari dachte darüber nach.
Einige Minuten herrschte Stille im Wagen.
Sie sah Enjin in die Augen.
“Es war lieb von ihn , aber sie waren mir nicht wichtig, er ist mir wichtig. “
“Das wird das ganze schwer machen.” Sagte Enjin und stieg aus dem Auto.
Wie üblich öffnete er ihr die Tür.
“Was macht was schwierig? “
Ari stieg aus und sah ihn fragend an.
Er schloss die Tür und ging, ohne ein Wort zu sagen, in den Laden.
“Wie kann man nur so nervig sein?” Zischte Ari und folgte ihm.
Als sie den Laden betrat suchte sie Enjin.
Er stand an einen Kleiderständer voller Kleider.
Sie ging zu ihn rüber.
“Ich glaub die werden dir nicht passen, obwohl….”
Sie zog ein gelbes Kleid mit riesigen Blüten darauf und hielt es hoch.
“Das betont deine Augen.” Grinste sie.
Er sah sie schelmisch an, nahm ihr das Kleid ab und hielt es sich an den Körper.
“Oh ja, mich stören aber die Blumen, die sind zu bunt.”
Ari kicherte und war selbst darüber überrascht.
Sein grinsen wurde breiter und er hängte das Kleid zurück und zog ein anderes raus und hielt es vor Ari.
“Das könnte dir stehen. “
Ari sah auf das grüne kurze Kleid .
“Dein Ernst?”
“Nicht gut?”
“Nein, definitiv nein.”
“Es würde deine Augen betonen.”
“Ich zieh den Fummel nicht an , ob es meine Augen betont oder nicht.”
Sie verschränkte ihre Arme unter ihren Brüsten.
Sein Blick glitt zu ihren Dekolleté, dann sah er schnell weg und hängte das Kleid wieder an den Kleiderständer.
“Ich dachte Frauen mögen Kleider.” Murmelte er.
“Kann sein, ich aber nicht.”
Enjin ging durch den Laden und sah sich um.
Er fand eine Lederjacke und grinste Sieges sicher.
“Nicht schlecht, aber etwas freizügig.”
Lächelte Ari und ging näher zu ihm.
Er hing sie zurück.
“Hm, eigentlich kannst du weiter meine Jacke tragen, jeder bei uns bekommt ein passendes Outfit. “
“Aha, und warum sind wir dann hier?”
“Vielleicht wollte ich ja mit dir alleine sein.” Grinste er frech.
“Idiot.” Zischte Ari und verließ den Laden.
Draußen lehnte sie sich an den Wagen und sah nach oben.
Ihre Hände waren in den Jackentaschen vergraben.
Enjin kam nach einigen Minuten hinterher.
Er hielt kurz inne und sah sie von oben bis unten an, erst da bemerkte er die schwarzen Linien die unter seiner Jacke auf ihren Oberschenkel hervor kamen.
Lässig brannte er sich eine Zigarette an und lehnte sich neben ihr ans Auto.
Er hielt ihr die Zigarette hin.
Ari nahm ihm die Zigarette ab und zog daran.
“Erzähl mir von dir und deinem Leben dort oben.” sagte er leise und brannte noch eine Zigarette an.