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Schweres Geheimnis

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Schweres Geheimnis

Sein Arm glitt um ihre Taille und zog sie eng an sich.

So eng das kein platz mehr zwischen ihnen war.

Ari's Hände glitten, wie von alleine,  um seinen Hals.

Der Kuss war leidenschaftlich,  ihre Zungen umschlangen und streichelten sich.

Ein sinnlicher Tanz der Sehnsucht.

Nach einigen Minuten löste sich Enjin von ihr, legte seine Stirn an ihre und atmete mehrmals tief ein.

Seine Hand glitt zärtlich über ihren Rücken und hinterließ eine Spur aus Gänsehaut.

Ari schloss ihre Augen, atmete seinen Duft tief ein und seufzte zufrieden,  was ihm ein Lächeln auf die Lippen zauberte.

Am liebsten hätte Ari ihn geärgert, gefragt wo er sein Schützling gelassen hat, doch stattdessen vergrub sie ihr Gesicht an seiner Haßbeuge und genoss die Zweisamkeit.

Auch Enjin genoss diesen Moment .

Hier ging es nicht um Erotik, Sex, nein.

Hier ging es um das zusammen sein, sich zu berühren,  sich zu küssen.

Niemand sagte ein Wort, sie lagen nur da, eng umschlungen, genossen die Nähe des anderen und schliefen ein.

Kälte machte sich neben Ari breit.

Ihre Hand glitt über die leere Bettseite , die noch immer seine Wärme trug und öffnete ihre Augen.

Die Sonne ging bereits auf als sie Enjin erblickte der sein Shirt über zieht.

“Was machst du? Komm wieder her.” Schmollte Ari.

Enjin grinste und beugte sich zu ihr runter.

“Ich muss zurück in mein Zimmer bevor Fu mitbekommt das ich weg bin.”

Er küsste ihre Stirn und dann sanft ihre Lippen bevor er sich wieder aufrichtete und seine Latschen anzog.

“Das ist doch scheisse.”

“Ja ich weiß, aber es ist besser so.”

“Warum?”

Ari setzte sich auf und sah wie Enjin zur Tür ging.

“Weil es niemanden etwas angeht was wir hier treiben. Jetzt schlaf noch etwas. Wir sehen uns dann.”

Er öffnete leise die Tür und spähte auf den Flur raus.

Als er sicher war das niemand unterwegs war lächelte er Ari noch einmal an und verschwand.

Ari ließ sich zurück ins Kissen fallen.

“Es geht niemandem etwas an was wir hier treiben?” Flüsterte sie nachdenklich und fragte sich ob sie der Grund dafür ist.

Sie dachte an die Blondine in Canvas Town.

Sie war das reinste Gegenteil von Ari.

Sie seufzte und drehte sich zum Fenster.

#Bin ich das Problem?  Weil ich nicht wie andere Frauen bin? Bin ich ihm peinlich? #

Quälende fragen schossen ihr durch den Kopf worauf sie keine Antworten fand.

Irgendwann schlief sie doch wieder ein.

Lärm auf den Flur ließ sie auf Schrecken.

“Scheisse.” Zischte sie und fuhr mit ihren Händen durch ihr Gesicht,  dann schielte sie auf den kleinen Wecker auf ihren Nachtschrank.

12:00 Uhr…..

“Na ganz toll.”

Ari stand auf und zog sich an, da sie schon das Frühstück verpasst hatte, wollte sie jedenfalls noch Mittag essen bevor sie zu Fabius geht.

Sie zog eine dreiviertel Hose und ihre Stiefel an und einen zu großen schwarzen Hoodie.

Ihre Laune war direkt im Keller.

Am Anfang war es ja ganz lustig mit der heimlichen Beziehung,  aber mit Fu wird es fast unmöglich sein.

Und das Enjin vor Sonnenaufgang verschwindet als wäre es nur eine Affäre fand sie auch nicht toll und brachte Ari durcheinander.

Gedankenverloren ging sie durch den Flur zur Kantine,  ein mulmiges Gefühl in ihren Bauch.

Nicht weil irgendwas passieren könnte sondern weil ihr irgendwie übel war.

Der Geruch in der Kantine machte es nicht besser.

Sie ging zur Essensausgabe nahm sich zwei Scheiben trockenes Toast , einen Tee und einen Kaffee.

Mit ihren Tablett ging sie zu dem Tisch an dem die anderen saßen, doch ihr Platz war belegt.

Fu saß auf ihren Platz direkt vor Enjin.

Genervt setzte sie sich neben Rudo.

“Morgen Ari.”

Rudo schob sich eine Gabel voll Reis in den Mund und sah zu Ari.

“Morgen.” Murmelte sie und setzte sich neben ihn.

Enjin beobachtete sie.

“Alles gut?”

Er deutete mit seinem Kinn auf ihr Tablett.

“Ja, alles Prima.”

Doch nichts war Prima, Ari war genervt und die Übelkeit machte es ihr nicht leichter.

Sie nahm das trockene Toast und biss ein kleines Stück davon ab.

Enjin's Blick ruhte die ganze Zeit auf ihr, doch Ari probierte es zu ignorieren und nippte an ihren Tee.

Nachdem sie eine halbe Scheibe Toast gegessen hatte beruhigte sich ihr Magen wieder.

Erleichterung machte sich in ihr breit.

Nach dem Essen schaffte Ari ihr Tablett weg und machte sich auf dem Weg zu Zion's Wohnung.

Sie musste dringend mit jemandem reden.

Und der einzigste war Fabius.

Sie ging über den kleinen Innenhof und verließ das Hauptquartier ohne zu bemerken das jemand ihr folgte.